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Kasseler Neueste NachMm

Kaffeler Abendzeitung

Hesflsche Abendzeitung

Nummer 151. Amtliches Organ der Stadt Kaffel

Mittwoch, 30. Juni 1926

Fragen erst noch reifer werden muffen, eheikanzler a. D. Dr. Luther vorzuschlagen. An c. .w.___

man irgendwelche Wege erkennen wird, die Dr. Luther ist bisher mit einem Ersuchen JllflOLIjfll Tilg* fllirß

wirklich beschreitbar sind. !noch nicht herangetreten worden.

Dabei dürfen wir auch einen anderen Punkt * 13000 Petitionen an den Reichstag.

-ii

ICH ''

nach dem schließlich doch wohl selbstverstSno- lrchen Prinzip des Vorteils für beide Setten

einmal

dergroßen Politik« und damit auch zu sicksalsfraqe für Frankreich, wie es seine

der Schicksalsfrage

Alles mit Bedacht

Deutsch - sranzösische WirtschcistsverMnbiMng?

zählung gelangen. Nach dem zu erwartenden Handelsprovisorium werden wir zu einem wirk­lichen und ordentlichen Handelsvertrag erst dann kommen, wenn und nachdem die französische Währung stabilisiert sein wird. Dann aber werden nach unserer deutschen Er- fahrung manchen Leuten in Frankreich die Augen übergehen, und wie dann sich die Ein-

Von

Staatssekr. z. D. Frhr. v. Rheinbaben (M.d.R.)

Lasten erkaufen sollen.

Hier kommen wir also sehr schnell auf das Gebiet dergroßen Politik« und damit auch zu

schwirren, kommen letzten Endes wieder darauf hinaus, daß wir den Abzug der französischen Truppen mit untragbaren weiteren finanziellen

Noch drei Tage Qual.

Wann werden sich die Fürstengegner entscheiden. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 29. Juni.

Man nimmt an, daß t*e Entscheidung über das Fürftenkompromiß auch am heutigen Nachmittag nicht fallen wird. Da die dritte Lesung nunmehr auf Freitag amgesetzt ist, wird ausdrücklich betont, daß bis Donnerstag die Dinge noch in ungewisser Schwede bleiben kön­nen. Man rechnet möglicherweise schon für heute Rachmtttag met einem bindenden Be­schluß der Sozialdemokratien. Deutsche und bayerösche Bollspqrtei wollen heute betonen, dop dir Grenze der Zugeständnisse nunmehr er­reicht ist, fod. " eine Annahme weiterer For- deruiesjVN nicht mehr in Frage kommen könne. Die Verhandlungen sollen dadurch vor dem Scheitern bewahrt werden, daß dx Sozialde­mo kratzn ihre Forderungen wesentlich mildern und teilweise fallen lassen wollen.

Amtliches Organ der Stadt Kaffel 16. Jahrgang

Luther «eh» zur Ireichsbavn«

Berlin, 29. Juni. (Durch Funkspruch.) Meh­reren Blättern zufolge ist von der Reichsregie­rung erwogen worden, für den freien Sitz im Verwaltungsrat der Reichsbahn Reicks

Bem Aiirslennmrmark M... Großen Koalition?

Erdbeben- und Hocbwafferalarm im Süden und Nordosten.

Träume... Schäume.

Man liebäugelt mit der Großen Koalition.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 29. Juni.

Von demokratischer Seite ist der Versuch un­ternommen worden, bei den Fürstenverhand­lungen die Frage der Einbeziehung der Sozialdemokraten in die Reichsregie- rung zur Erörterung zu stellen, der jedoch an der Rechtspartei und auch an der Haltung der Sozialdemokraten völlig scheiterte, nachdem fest- gestellt worden war, daß irgendwelche Boraus- setzungen hierzu zur Zeit nicht gegeben sind. Es ist jedoch möglich, daß die Frage einer gra­sten Koalition wieder akut wird.

stellung der dortigen politischen Parteien und der öffentlichen Meinung gestalten wird, ist heute noch keineswegs zu übersehen. Die eigentliche Frage ist aber wohl die, ob darüber hinaus eine systematische Verbindung der beiderseitigen, so verschieden konstruierten Wtrtschaftskörper möglich ist? In der Beantwortung dieser Fr^ge für das Heut- und man meinet Auffassung nach

um anderweitige Unterstützungen, um Befreiung von der Steuerzahlung, um Strafaufschub. petitioniert jemand um Entlassung seiner Kin­der aus der Fürsorgeerziehung. Ein anderer be- schwelt sich vergeblich

t seinen Dorfschulzen wegen nicht erhaltener Wekhnachtsbeihilfe. Pe­titionen von Landwirten, die durch Hagel oder andere Naturereignisse getroffen werden, kom­men fehr häufig vor. Ueberaus zahlreich sind Beschwerden von Beamten gegen ihre Entlassung und um Gewährung einer lau. senden Beihilie usw. Derartige Petitionen wurden nach Prüfung

Währung stabilisieren, sein Budget in Ordnung ballen und gleichzeitig seine Schulden an Eng­land und Amerika abzahlen soll. Bekanntlich haben sich bisher die französischen Unterbändier immer bemüht, die deutschen Daweszahlung-n zum Maßstab ihrer eigenen Zahlungsfähigkeit mit heranzuzieben. Aber wer wollte sich erküh­nen und das allgemeine großeClearing« zwi­schen Deutschland und seinen europäischen Re- parrttlonsgläubigern und zwischen all diesen zu­sammen gegenüber Amerika schon heute in gr-if- bare Räbe gerückt zu seben? Es scheint Übrigens so, als wenn der Wunsch nach Revision des DaweSPlanes zur Zeit viel mehr von ge­wissen ansländischen Stellen ausgesprochen und betrieben wird, als das mit Reckt von deutscher Seite heute geschieht. Kommt es aber eines Tages zu solchen Verhandlungen, dann darf das deutsche Ziel dabei nicht Abkaufen der ans vielen anderen Rechtsgründen felb^ver- ständlichen völligen Räumung des Rhei­nes sein, sondern die endgültige und erträgliche Festfetzungdes Gesamtbetrages de"tkcher Kriegs­schulden. "Sm ganzen scheint mir, daß alle diese

. .ägäischer Zollverein" allmählich ein Faktor geworden, mit dem in Zukunft im­merhin irgendwie zu rechnen sein wird. Wer in allem ist doch immerhin stets auch der prak­tische Wunsch enthalten, daß deutsch-französische Verhältnis von der wirtschaftlichen Serie her zu verbessern.

Wenn man sich in diesem Sinne und auch '"'eßlich doch wohl selbstverstäno-

zn vorteilhafter Entwicklung bringen können, wenn wir nicht mit vorgefaßten Theorien und Programmen an die Arbeit gchen. Praxis und guter Wille von beiden Seiten sind bessere Leit­sterne und etwas mehr Vorsicht und würdigere Zurückhaltung könnte

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vrofrssorenios im Elsaß.

Paris, 29. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Ter Akademische Disziplinarrat, vor dem sich Prof. Kopp wegen Unterzeichnung des Mani­festes deS Elsaß-Lothringischen Hcimatbundes zu verantworten hatte, hat Pros. Kopp die Lehrtätigkeit entzogen.

Es grollen öle Liefen.

Schwere Erdstöße im Rheingebiet.

(Privat-Telegramm.)

Freiburg, 29. Juni.

Gestern abend um 11,01 Uhr wurde hier ein kurzer, aber fehr heftiger mehrwelliger Erdstoß verspürt, der von überaus starkem Rol- l e n begleitet war. Der gleiche Erdstoß ist von der Heidelberger Sternwarte registriert wor- »en. Er wurde wahrgrnommcn in der ganzen Schweiz, im Bodenfeegebiet bis hinüber nach Frankreich über die Vogesen hinaus In Frei­burg beobachtete man die Erschütterung in einem verhältnismäßig starken Schwanken, na- menUich hochgebauter Häuser.

Reichstag erstickt in Petitionen. Ab« er ver­rät nichts. Jeder kommt dran. Biel Spreu, aber doch auch manches Weizenkorn.

In Potsdam steht noch heute verkrümpelt verstaubt im Straßenverkehr dieBittschrif- tcnlinde« genau gegenüber dem historischen Eck­fenster des Potsdamer Stadtpalais, von dem aus Friedrich der Große die Bittschriftsteller an dem traditionellen Ort unter der Linde sehen und zulasten konnte. Das vornehmste Recht des Staatsbürgers, seine Wunsche und Beschwerden unmittelbar an die höchste Instanz des Staates zu richten, ist den Deutschen von heute durch das P e t i 1 i o n s r e ch t an die Parlamente gege­ben. Davon wird nach dem Kriege ganz beson­ders starker Gebrauch gemacht. Ter gegenwärtig ge Reichstag steht im 13. Tausend der Erledi­gung von Bittschriften. Tas bedeutet einen Eingang von rund vierzig Bittschriften täglich. Dazu kommt dann noch die Zahl der Bittschrift tcn an die Landesparlamente. Der Reichstag erledigt die Bittschriften mit großer Gründlich­keit und Gewissenhaftigkeit. Keine einzige von ihnen wird vergessen. Keine einzige fällt unter den Tisch. Selbstverständlich findet eine strenge Aussonderung der Petitionen statt. Die weitaus meisten von ihnen erhalten daS Sig- num ungeeignet". Dahin gehören sehr häufig Petitionen um Rechtshilfe, um R?Nten,

nicht aus dem Auge lasten. Durch Sachverstän- digen-Gutachten und allgemeine Kreditnot ist augenblicklich die deutsche Wirtschaft sehr viel stärker mit der englisch-amerikanischen Finanz verbunden, als mit Frankreich. Soll­ten wir wirllich den großen Fehler begehen und für eine Taube auf dem Dache den Sperling fehr realer Unterlagen unserer wirtschaftlichen Wiederauferstehung aus der Hand geben? Auch an die Wtederaufrichtung der russlschen Wirtschaft wäre zu denken. Aber auch das ist heute noch reine Zukunftsmusik und auch hier würden England und Amerika naturgemäß von vornherein mit auf dem Plan erscheinen. So komme ich zu dem Schlüsse, daß in der deutsch­französischen Mrtschastsverständigung ein sehr richtiger Kern für beiderseitigen Vorteil, für den Frieden Europas, für die Ordnung und Entfaltung der Weltwirtschaft enthalten ist. Wir werden ihn umso eher entdecken und dann

Aller Qlugen warten...

Caillaux' Zauberformeln. Der alte Kurs.

(Eigene Drayimeldung.)

Paris, 29. Juni.

Rach der Agentur Havas wird die heutige Regierungserklärung für eine Finanzfanierung verbunden mit einer Polittk der Sparsamkeit und der Einschränkungen eintreten. Die Regie­rung wird vom Parlament ausgedehnte Vollmachten verlangen. Die endgültige Festigung der Währung erfordere die Rege­lung der interalliierten Schuld. Die Verhandlungen mit England würden wie­der aufgenommen. Das französisch-amerikani­sche Schuldenabkommen müsse ratifiziert wer­den. Die Steuerlasten sollen gerechter verteilt und dadurch auch die Kapitalflucht verhindert werden. Der selbständigen Til- gungskaffe sollen neue Einnahmequellen er­schlossen werden. Nach außen werde Briand sein Werk der Annäherung fortsetzen.

Morgen ntu, ___________.....

skeptisch sein, d. h. ich verneine zunächst die Möglichkeit solcher Entwicklung. Vom deut­schen Standpunkt aus wäre heut ihre Förde­rung ebenso falsch, wie eine Verknüpfung der zwischen Deutschland und Frankreich bestehenden Rechts- und politischen Fragen mit der Aus­handlung gegen wirtschaftliche Konzessionen Die vielen Gerüchte, die bezüglich der sogenannten Mobilisation der deutschen Eisen- bahnobliqationen allerwärts herum-

, , aus der verwirrenden Fülle der jetzigen ProblenrstellmrMn das heut und morgen praftisch zu Verwirklichende heraus- zuschSlen, so könnte man etwa zu folgender Auf-

Bis zum StanO gefüllt.

Eine neue Oderkatastrophe im Anzug.

(Privat^elegramm.)

Stettin, 29. Juni.

Die Hochwasserwelle hat jetzt die Gegend oberhalb Stettins erreicht. Die Deiche, die den Großschiffahttsweg schützen wollen, drohen überflutet zu werden. An manchen Stellen stehl das HoOvaffer nur noch eine Handbreit unter der Teichhöhe. Ein Pi Eier- und ein Jnsan- terixkommando ist in Gartz zur Hilfeleistung eimgetrofsen. An den Deichen wird fieberhaft gearbeitet. Das Wasser stieg geftern abend noch um 2 Zentimeter. Man schätzt die über­schwemmte Fläche tat unteren Ctoergeßiet auf über öiertaufenb Hektar. Verschiedene Oder- dörsvr sind gefährdet. Die Frühkartoffelernte, die für die Berforgmrg der Großstädte von

zu Taufenden als ungeeignet zur Behandlung im Plenum des Reichstages erklätt und sind damit vergessen. Aber auck vergeben; denn der- artige Petitionen wimmeln sehr häufig von Verbalinjurien und würden sicherlich zum Aus­gang von erfolgreichen Beleidigungs- und Ver- leumdungsprozessen gemacht werden können, wenn nun wenn eben der Reichstag die Im­munität nicht stillschweigend auch auf diese Pe titionen ausdehnte und niemals dulden würde, daß sie zum Ausgang von Strafprozessen ge­macht norden. Etwas besser sind schon die Pe­titionen daran, die mit dem Vorschlag ans Par­lament gelangenzur Tagesordnung überzuge­hen'. Sie kommen also jedenfalls schon auf die Tagesordnung einer Reichtstagssitzung und kön­nen einem Abgeordneten doch Gelegenheit geben, ihre günstigere Behandlung zu beantragen. Al­lerdings kann eine Besprechung nur noch erfol­gen, wenn wenigstens dreißig Parlamentarier sich dafür erklären. Weit besser sind dann schon jene Petittonen daran, die derReichsregierung zur Kenntnisnahme' überwiesen werden. Eine noch bessere Empfehlung ist dieUeberweisung an die Rcichsrcgierung als Material' Hier handelt es sich meist nicht um rein persönliche Angelegenheiten, sondern um Erfindungen und verwaltungstechnische Anregungen. Eine noch­mals stärkere Form der Empfehlung ist dieUe­berweisung an die Reichsregierung zur Erwä­gung« und das beste Schicksal, das eine Petttion haben kann, wird ausgedrückt durch den Begriff Ueberweisung an die Reicksregierung zur Be­rücksichtigung«. Dieses

große Los unter den Petitionen ziehen immer nur sehr vereinzelte Antragsteller, aber man findet darunter nicht nur sehr große, sondern auch recht kleine, recht persönliche, für den Petenten natürlich rmgeheuer wichtige Ange­legenheiten. Berücksichtigt sollte beispielsweise nach den letzten Beschlüssen werden die Petition eines Mannes in Brandenburg um vorläufige Haftentlassung, die eines Eisenbahnobersckaff- ncrs in Reiße um HeiratSerlaubnis für seinen Schwiegersohn, eines Grubenarbeiters um Hilfs für seinen in der Fremdenlegion befindlichen Sohn, eines Proviantamtsinsfvktors in Stettin gegen seine Gehaltskürzung beim Landes­finanzamt Berücksichtigt sehen will der Reichs­tag auch einen Einspruch gegen die Betätigung der Kraftverkehrsgesellschaft im Möbeltrans­port. dann aber auch wieder Beschwerden in Versorgungsangeleaenheiten, die Petition einer Witwe in Warmisleben um Weitergewähnrng der Teuerungszulage, eines Mannes in Hameln um Kapitalabfiuduug, eines Mannes in Hirsche

Wegen der Frankenkatastrophe ist man trotz aller offiziellen Freundschaft aus die Engländer und Amerikaner deshalb nicht gut zu sprechen, weil diese von demarmen Frankreich«, das sich doch nur fürRecht und Zivilisation« in die Bresche geworfen hat, wenigstens einen Teil der Kriegsschulden wieder haben wollen. So paßt das Spiel mit dem übrigens nirgendwo klar formulierten und wirklich durchdachten Schlagwort von derdeutsch-französtschen Wirt- schaftsoerständrgung« sehr gut in die jetzige Si­tuation und wird stellenweise sogar von Leuten ausgenommen, die entweder bis vor kurzer Zeit oder womöglich gleichzeitig sich in den schärfsten Verhetzungen und Verdrehungen deutscher An­gelegenheiten gefallen. In Deutschland kann man die Befürworter in drei Klassen einteilen: Näm­lich in die Verständigungspolitiker um jeden Preis, die Praktiker, bie nur von Fall zu Fall Bindungen eingehen wollen und die Gernegroße, die überhaupt nicht ernst zu nehmen sind. Schließlich sind die ohne scharfe Abgrenzung innerhalb der Parteien nachge- sprochenen neuen Schlagworte unserer Tage .Paneuropa«

r- ...

Unabsehbare Folgen.

Wenn das Fürstenkompromitz scheitert. (Privat-Telegramm.)

Berlta, 29. Juni.

Eta DolkStzartekblaitt hält es für zweifel­st, ob ein weiteres Entgegenkommen her Re- gegenüber den soAialdrmokra- __ , . i" der Frage der Fürsten-

.«glich ist, ba die Bayerische VoW- pE beroits gegen bie bisher-ften Zugeständ­nisse Bedenken geäußert habe und auch der Deutschen Volköpartei die Konzessionen nicht letfft gefallen feien. Im Zentrnmsblatt heiß: es, wenn die Sozialdemokratie ihre Forvermi- gen Überspannt und die Deutschnationcklen ihren starr ablehnenden Standpunkt beibehalten, ist an ein Zustandekommen des Gesetzes nicht zu denken. Der Reichstag kann nicht in die Ferien neftm, ohne das Gesetz verabschiedet z» haben. Bleiben die Kompromißverhandlungen ohne Erfolg, bann bürsten Politiscl-e Konsequenzen eintreten, bie auch ben Oppositionsparteien nickt angenehm fein können. Güter Demvkraien- summe zufolge foll eL für ben Fall des Richt- Zustandekommens einer Zweidrittelmehrheit für die Vorlage zur ReichStagsk-uflösung kommen.

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Ultimatum von links.

Klarheit erst am Freitag.

Berlin, 29. Juni. .Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion be­schloß gestern abend bezüglich bes Fürstenabfin- dungsgefetzes ihre endgültige Stellungnahme vor der dritten Lesung des Gesetzes, die am Freitag stattfinden wird, herbeizuführen.Die Verhandlungen mit den übrigen Fraktionen gehen weiter. Es soll jedoch die Möglichkeit be­stehen, wesentliche Veränderungen Herbeizusiih- ren und zwar dann, wenn die Regierungspar­teien zu Zugeständnissen bereit sind. Im anderen Falle müßten die Sozialdemokraten dem jetzigen Entwurf die Zustimmung verweigern.

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Ver. manchen deutschen Propagandisten deutsch-ftan-