Kassckr Neueste Nachrichtm
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Mittwoch, 16. Juni 1926
Nrrmmer 138. Amtliches Organ der Stadt Kaffel
Amtliches Organ der Stadt Kaffel 16. Jahrgang
Hitithieitertife: ©tabetnrttoe Selle SO X au»«S«,«
onddsen Äetlt 20 X Fomiltevanreisen Zeile 20 A. Steine Snaeteen t»« Wort 4»«n ölt Sette 75 J.efteme&6t20 A 'bttZuleuüung der Oft^-n 30 j). Rechnungsbeträge sind innerhalb 5 Tagen ju berahlen. We ite »nttrti» teil oller durch Lerm'vrecher aulgegebenen Anreisen. Ion»« fui^ Aulnohmedaien und Platze kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen mit besonders schwierigem Satz 100 Prozent Ausschlag. Drucktet: Sch lacht hoMro he Geschäfts- stelle' kölnische Straß« 6. gegenüber der Soobrltratze. Fernsorecher 961 «nd 952.
Die Kasseler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich «achmsttagS.
Der Abonnemenisvreis beträgt für den Monat 2.— Jt bei ^«Zustellung ins Haus, in der Geschäftsstelle abgebolt 1.80 Jl- Durch biejtoft mima.lia) 2. •« ousschlietzltch Zuftellungsgebübr. «erlag und Redaktton SMchtbofftnatze »30. sä Ä®sas
K!-'L.V.'L«
ßrnftf Vorboten für den Fürstensonntag.
Keine FarflenonfprüGe in Mecklenburg außer... Versailles.
Das Ai
Esten gegen Berlin.
Der Berliner Polizeiprästdent bloßgestellt.
(Eigener Drahlbericht.)
Berlin, 15. Jnni.
Madrid am Scheideweg.
Ein halber Abschiedswink nach Gens.
(Eigener Drahlbericht)
Madrid, 15. Juni.
Der Ministerrat hat beschlossen, die Landi- datur Spaniens für einen nichtständigen
Der Halbmond in (Senf.
Ein Rarssitz für die Türken?
(Eigener Drahlbericht.)
Paris, 15. Juni.
In Konstantinopel wird die Frag« deS Beitritts der Türkei zum VSlkerbund feit der Unterzeichnung des Mofful-Bertrages lebhaft erörtert. Die türkische Presse vertrete den Standpunkt, daß der Türkei im Völkerbund ein Platz eingeräumt werden müsse, der ihrer Borrangstellung tat Rahen Osten Rechnung trage. Man befürworte, daß sie auf eine ähnliche Grundtagc gestellt würden wie die deutsch-russischen.
lmtsgericht Essen hat die Beschwerde ndustrieltrn gegen die Haussuchungen
der Grotzinl.-,------------ ... . . . „
als begründet anerkannt und die Maßnahmen des Berliner Polizeipräsidenten als un-
Görlitz, 15. Juni. (Prrvattelegramm.) Infolge der anhaltenden Regenfälle ist die Neiße in den letzten vierundzwanzig Stunden um rund sechzig Zentimeter gestiegen und steigt stündlich um zwei bis drei Zentimeter weiter. Ter Was- serstand in Görlitz betrug heute morgen 230 Meter gegen 1,20 Meter Normalstand. Der Fluß ist zum Teil über die Ufer getreten und hat weite Wiefenflächcn überschwemmt.
* * *
Katastrophen in nah und fern.
Die goldene Aue unter Wasser.
Rinteln, 15. Juni.
Die itt einem Wolkenbruch niedergehenden Waffrrmaffen waren so groß, daß die drei Aue- dörfer Soldorf, Ltzhron und Apelorn in kurzer Zeit unter Wasser standen. Der Ackerboden wur- de wcggesckwemmt, mit ihm Bienenstöcke, Zäune usw. In Beckedors-Kobbensen wälzte sich das Wasser in einem Strom vom Berg herunter durch die bestellten Aecker, die vollständig verwüstet wurden. Was von den Fluten nicht erreicht wurde, vernichtete der Hagelschlag. Es fielen EiSstücke bis zur Größe von Hühner- eiern, die Roggenfelder sind plattgewalzt. Das Wasser kam so schnell, daß kaum das Bich auS den Ställen gerettet werden konnte. Außerordentlich stark gelitten hat auch Bad Eilsen. Die sonst so sanfte Aue stieg in kurzer Zeit um 1.30 Meter und verwandelte Kurpark und Anlagen in einen See. Da8 Wasser drang in die Verkaufsläden ein.
Namensfeftstcllung zu verhindern, sodaß mehrere Verhaftungen erfolgen mußten. Der Platz vor dem Bezirksamt mußte durch ein größeres Zolizeiaufgebot geräumt werden, wobei weitere Verhaftungen vorgenommen wurden.
Brasiliens Lebewohl.
Genf, 15. Juni. (Privattelegramm.) Das GeneralsÄretariat des Völkerbundes hat vom brasilianischen Außenminister eine Mitteilung erhalten, in der Brasilien seinen Entschluß kundgibt, aus dem Völkerbund auszutreten und an der Septembersesston nicht teilzunehmen.
«nb der Regen rauscht.
Elbe und Reiße steigen. - Drohende Gefahr.
(Privat-Telegramm.)
Dresden, 15. Juni.
Infolge starker Niederschläge fichrt dir Elbe wieder Hochwasser, dessen weiteres Steigen erwartet wird. Der Regen, der in der heutigen achten Morgenstunde einen wolkenbruchartizen Chönakter annahm, hält weiter an.
Was uns blüht.
Ein bewegter Fürstensonnta« in Berlin.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 15. Juni.
Für kommenden Sonntag, dem Abstimmungstag über den Volksentscheid, ruft die Rote Fahne zu Massenkundgebungen des Proletariats gegen die kapitalistisch« Regierung aus. Es ist deshalb mit ernsten Störungen der Abstimmung zu rech- nen. Es sind umfangreiche Sichrrhei'smatznah- men für diesen Tag angeordnet. In Berlin sind ämtliche Polizeiurlaube zurückgenommen worden. In der Reichshauptstadt wurde die Anwesenheit zahlreicher Sowjettuffen festgestellt.
* * *
Wliheim n. als Truppe.
Ein Fürstenkrawall vor dem Berliner Schloß. (Privat-Telegramm.)
Berlin, 15. Juni.
Gestern abend kam es nach Schluß der Für- stenkundgrbung der Sozialdemokratischen Partei vor dem Schloß zu Zusammenstößen mit der Schutzpolizei, bei denen eine Reihe von Personen verletzt wurde und etwa dreizehn Personen festgenommen wurden. Ein Schupo-Offizier hatte eine P u p p e, die die Züge des ehemaligen Kaisers trug, beschlagnahmt, worauf sich die Menge auf ihn stürzte und versuchte, ihm die Puppe zu entreißen. Die Polizei mußte Verstärkungen herbeiholen und die Treppen vor dem Schloß durch Berittene räumen. Die Menge drängte jedoch wieder vor und s p r e n g t e d i e Kette der Polizisten. Darauf gingdie Polizei mit dem Gummiknüppel gegen die Masse vor.
Der nächste Aufzug am Donnerstag.
Berlin, 15. Juni. (Privattelegramm.) Für den Donnerstag haben die Sozialdemokraten eine Reihe von Möbelwagen durch bekannte Künstler mit drastischen Bildern und dazu passenden Sinnsprüchen bemalen lassen und wollen diese Wagen durch die ganze Stadt führen. Ein Rechtsblatt bezeichnet die Nachricht, daß der alldeutsche Führer Justizrat C l a ß in Doorn bei dem ehemaligen Kaiser zu Besuch weile, als völlig aus der Lust gegriffen.
Oesterreich zur Mobilmachung zwingen konnten. Sie taten dies, als sie im Jahre 1914 fertig waren. Dazu bestand ein anderer Geheim- vertrag zwischen den russischen und französischen Staatsmännern über die Verteilung deutschen Gebiets: Die französischen Staatsmänner sollten freie Hand am Rhein erhalten, Elsatz-Lothringen wiederbekommen, die Kohlengruben des Saartales gewinnen und anderes mehr. Die Russen öllten von Ostdeutschland nehmen, was ihnen mßte. Weder das russische, noch das französische Volk — natürlich auch nicht das deutsche — hatten auch nur eine Ahnung von diesem Geheim- vertrag. Diese Nationen wußten nicht, daß sie in den Tod gesandt werden würden in einem riesenhaften Krieg, der stebcnunddreißig Millionen Menschen verwunden oder töten sollte. Die russischen Staatsmänner
borgten sieben Milliarden Dollar von dem fleißigen französischen Volk. Zum gleichen Zwecke wurde von der staatlich subventionierten französischen Presse ein Pressefeldzug veranstaltet, der den Kauf russischer Staatspa- viere als eine patriotische Pflicht empfahl. Für das französische Geld bauten die russischen Staatsmänner militärische Eisenbahnen bis an die deutsche Staatsgrenze; bauten sie Munitionsfabriken und stellten das größte, damals in der Welt existierende Heer auf, das für schnelle Mion zum 1. August 1914 verfügbar war. Dobrowolski, mit der Mobilisierung beauftragt, sagt in einem Bericht, daß die Mobilmachung von 1914 annähernd fünfzehn Millionen Mann in Rußland aufstellte. Es gab keine natürlichen Grenzen, um deut'ch - !c-
gab keine natürlichen Grenzen, um deutsches Gebiet tat Osten zu schützen. Die deutschen militärischen Führer wurden so in eine Lage außer- ordentticher Gefahr versetzt, da sie zwei Grenzen, gegen Rußland und Frankreich, schützen mußten, von denen jedes mehr Truppen als Deutschland hatte. Die deutschen Führer wußten nichts von diesem Geheimvertrag, waren jedoch voll Argwohn und hatten deshalb ihre militärische Vorbereitung bis zur äußersten Möglichkeit betrieben. Das
Blutschuld von 1914.
Ein unbestechlicher Weltkriegszeuge.
Der bekannte Weltkriegssortcher Senator Robert L. Enten (Bolton) stellt in einem Ar- titel fett, bett ans Dentfchlands «ontnrteni am Weltmarkt nnb ans anderen Ursachen die Machenschaften erwnchfen, die ,n dem groben Völkermorden führten nnb fahrt bann fort:
Ms Bcwcismaterial besitze ich fast zweitausend Gcheimdepeschen, die zwischen dem russischen Außenminister Sasonow, dem russischen Bot- chaster in Paris Iswolski und dem russi- chen Botschafter in London Benckendorff gewechselt wurden. Diese Originalakten enthul- gen die Geheimdiplomatie der leitenden Beamten der Auswärtigen Aemter Rußlands, Frankreichs und Großbritanniens: sie beweisen, daß 'Sasonow entschlossen war, Rußlands sogenannte historische Mission durch einen allgemeinen europäischen Krieg durchzuführen. Die erste Bedingung hierfür war, Bündnisse gegen Deutschland, Oesterreich und die Türkei zu schließen. Der russische Außenminister suchte zuerst die leitenden Staatsmänner des französischen Auswärtigen Amtes zu gewinnen. Dies war eine leichte Aufgabe. Die leitenden Männer der bei- den Auswärtigen Aemter planten somit: daß das russ. u. französ. Volk das deutsche Volk ohne vorherige Benachrichtigung angreifen sollten im Falle, daß Oesterreich je mobil machte. Die Russen wußten, daß sie
Falsche Fürftengerüchte.
Michael hctt entsagt. — Und sonst gilt Versailles.
(Eigener Drahtbettcht.)
Neustrelitz, 15. Juni.
Das Staatsministerium von Mecklenburg tellt zu den umlaufenden Abfindungsgerüchten est: Der Staat Mecklenburg-Strelitz hat dem Herzog Karl Michael, der der nächste Anwärter des Thrones in Mecklenbur 'trclitz war, im April 1921, also zu einer Ze-., tn der die Marl nur nur ein Fünfzehntel ihres Goldwcttes hatte, den Betrag von sechs Millionen lapier- mark für den Verkauf eines 3300 Morgen umfassenden Landgutes und der Abtretung chnsti- ter privatrechtlicher Ansprüche bezahlt. Herzog Karl Michael hat damals allen Ansprüchen endgültig entsagt und seitdem auch niemals wieder Forderungen dem Staat gegenüber zestellt. Prinzessin Militza von Montenegro u. Herzogin Jutta zu Mecklenburg haben bedauerlicherweise Ansprüche aus dem Versailler Friedensvertrag erhoben, die das StaatSministerim. als -rus- sichtslos ansieht, die aber weder durch Jn besetz über Fürstenabfindung, noch durch eine ürstrn enteignung im Wege des Volksentscheids jemals ausgeschlossen werden können.
Rats sitz im Völkerbundsrat nicht aufzu- tellen. Ter Außenminister wurde ermächtigt, diejenige Haltung einzunehmen, die den von der panischen Regierung sestgelegten bisher befolgen Richtlinien entsprechen wird.
deutsche Volk war umzingelt.
Die russischen Staatsmänner hatten einen Geheimvertrag mit den Staatsmännern von Rumänien. Serbien, ein Einverständnis mit den leitenden britischen Staatsmännern und ein Gentlemanübereinkommen mit den Leitern Italiens. Frankreich hatte überdies ein Gentle- manübereinkommen mit dem Leiter des britischen Außenamtes Sir Edward Grey, wonach die französische Westküste von der britischen Flotte verteidigt werden und ein englisches Heer von 160 000 Mann im Kriegsfälle sofort auf den linken französischen Flügel geworfen werden sollte. Belgien war zuverlässiger Bundesgenosse — Deutschland war damit wie zu Lande auch zur See umzingelt. Es war ein wohlüberlegter Teil der Strategie der russischen Führer, die das Unglück anzettelten, die deutschen Führer vor der Welt verantwottlich erscheinen zu lassen, den Weltkrieg mit Vorbedacht zum Ausbruch gebracht zu haben. Dies zu tun
Der offene Bruck).
Wie der Völkerbund zerfällt.
Brasilien hat sich endgültig vom Völkerbund gettrnnt. Das ist geschehen, bevor noch Spa- nien seinen endgüliigen Beschluß faßte, und man wird sich entsinnen, daß es gleichfalls die brasilianische Regierung war, die, immer mehrere Schritt den gleichfalls opponierenden Spaniern voraus, die Genfer Tagung aufflie- gen ließ, die die Aufnahme Deutschlands beschließen sollte. Es verlautet jetzt auch aus Ma- drid, daß man dort zur Absage an den Völkerbund so gut wie entschlossen fei, in Rio de Janeiro hat man aber darauf nicht gewartet, sondern die Kündigung selbständig ausgesprochen. Obschon an sich eine zweijährige Kündigungsfrist vorgeschrieben ist. scheint Brasilien indessen darauf zu verzichten, bis zum faktischen Eintritt der Trennung seine Rechte und Pflichten als nichtständiges Mitglied auszuüben. Denn m dem Kündigungsschreiben heißt es ausdrücklich, daß Brasilien sich außerstande sähe, der kommenden Herbsttagung des Völkerbundes noch beizuwohnen. Und zwar, obschon man den ora- silianischen Vertretern in Gens vorher erklait hatte, daß der Rat für die Entgegennahme von Austriltserklärungen garnicht zuständig |et, sondern allein die Vollversammlung.
Hat man also in Rio de Janeiro unter der Hand doch vielleicht mit dem Gedanken gespielt, daß man äußerlich den Trennungsstrich ziehen solle und müsse, aber daß die Entwicklung in Genf selbst in einiger Zeit die Möglichkeit zu einer Wiederanknüpfung bieten dürfte? Man wird jedenfalls den Tatsachen keine allzu «roße Gewalt antun, wenn man annimmt, daß nach Lage der Dinge kein Staat, der dem Völkerbund zugehört, und daß auch Brasilien nicht, ein vita- les Interesse daran hat, sich für immer selber von der internationalen Zusammenarbeit au-,- zuscheiden, die im Rahmen des Völkerbundes vor sich geht. Gewiß liegt nicht der gerinzsw Grund vor, die bisherigen Ergebnisse zu über- schätzen und für die Zukunft allzu rosige Hoffnungen zu hegen, aber gerade der Eiter, mit dem Brasilien und Spanien ihre Ansprüche anmeldeten und verteidigten, spricht doch eigrnttlch dafür, daß sie auf ihre Zugehörigkeit zum Völkerbund aus taktischen und Prestigegründen g:o- ßen Wert legen. Man sagt im übrtaen noch, daß der in Brasilien bevorstehende Prasident- schastswechsel auf die weitere brasilianische Stellungnahme nicht ohne Entschluß bleiben werde.
Wir haben bereits angedeutet, daß nach dem Ausscheiden Brasiliens und Spaniens aus dem Völkerbund gleichsam der Weg für Deutschland frei würde. Und, nachdem man dieser Anschauung das bekannte Körnchen Salz beige- mengt bat, wird man nach der Austritt-erkla- rung Brasiliens und auf die Ankündigung des Austritts Spaniens sagen dürfen, daß die Ent- Wicklung gegen diese Auffassung nichts Wesentliches erbracht hat, sondern sie an sich nur bestätigt. Auf deutscher Seite verzeickmet man sachlich, was andere gegen den Völkerbund sündigen. Es liegt auf der Hand, daß eine Aus- trittserklärung eine Schädigung des Vol- kerbundsgedankens darstellt. Darum sei im Endurteil über Brasiliens Absage denn auch nur so viel gesagt, daß man in Deutschland zwar nicht unmittelbar beteiligt ist, daß man sie aber objektiv bedauert, auch wenn man tn der Vergangenheit den Völkerbund wahrlich niemals überschätzt hat und das auch in Zukunft nicht zu tun gedenkt.
gerechtfertigt aufgehoben. Gegen diesen Beschluß hat der Berliner Polizeipräsident so- fort begründete Beschwerde erhoben.
Neumann vleivi RircOentoorftanö.
Lübeck, 15. Juni. (Privattelegramm.) Der ehemalige Bürgermeister von Lübeck. Dr. Neumann. der nach seiner Amtsniederlegung sein Amt als Vorsitzender dem Lübischen Kirchenrat zur Verfügung gestellt hatte, wurde vom Kirchentag zum Vorsitzenden wiedergewählt.
*
«Sympathiestreik für Hannover
Stuttgart, 15. Januar. (Privattelegramm.) Der allgemeine Studentenausschuß in Stuttgart beschloß, als Sympathiekundgebung für die Hannoversche Studentenschaft, am Dienstag die Vorlesungen und Heftungen nicht zu besuchen.
GM nüchMHrr Siuo:ntenjkandat
Freiburg, 15. Juni. (Privattelegramm.) Gestern Nacht kam es zu StudentenauSschrei- tungen als Polizeibeamte zwei nchestörende Studenten feststellen wollten. Etwa 70 Studenten umringten die Polizisten und versuchten, die
Wenn die Beamten drohen
Ein schweres Handgemenge in Paris (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 15. Juni.
Bei Kundgebungen der französischen Beam tengewerkschaft Moskauer Richtung vor der De- putiertenfammer und dem Finanzministerium wurden insgesamt fünfzig Personen verhaftet. Der Vorsitzende des StenerbeamtenoerftandeS, dessen Verhaftung zu erregten Auftritten und zum Handgemenge zwischen den Demonstranten und der Polizei führte, wurde im Laufe des Abends wieder auf freien Fuß gesetzt.