Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 136. Amtliches Organ der Stadt Kassel
Sonntag, 13. Juni 1926
Amtliche- Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang
Wie Frankreich die Freiheit unterdrückt.
»JH?,.?b? StraßenWacht gegen Kommunisten.
Es geht hoch her.
Große Fürstentage im Parlament.
Nicht das Völkerbundchaos in Gens z.eht unsere Blicke auf sich, trotzdem nach dem folgen schweren Austritt zweier Abtrünniger das gebrechliche Kartenhaus sich doch bedenklich zur Seite neigt. (Freilich springen dabei sämtliche Türen für Deutschland aus.) Nicht bas Schacher- geschäft der beiden Marokkokomplizen unter sich und mit dem italienischen Rinaldo vermag uns mehr abzugewinnen als ein schmunzelndes Behagen. Und selbst am Pariser Frankzirkus BriandS, der in sausender Fahrt das Volksvermögen und eines Tages Wohl auch das Kabinett trotz verzweifelter Bremsversuche verschlingen wird, eilen wir achtlos vorüber, j: übern das packende Fürstendrama im eigenen Parluments- theater unser Herz erzittern läßt. Zwar hält die seit der Hindenburg-Debatte gesprungene ReiigerungSfront noch notdürftig zusammen und die Linksparteien haben durch Zurücktreten vorn kommunistischen Mißtrauensvota rr den offenen Zusammenbruch der Staatsleitang noch vor dem 20. Juni in Weiser Besonnenheit vermieden. Dabei erlebten wir in kurzer Zeft zum zweitenmal daS erbauliche Schauspiel, daß die Parteien das Verhalten ihrer eigenen Minister im Kabinett desavouieren und diese gegen
Schwere Straßenkrawalle und nächtliche Parlamentsstürme
Prag, 12 Juni.
Laut Polizeibericht stellte sich gestern Polizei einem nichtbewilligten kommunistischen Umzug entgegen. Darauf fuhren zwei Kommunisten- automobile in den Polizeikordon hinein, um diesen zur durchbrechen. Sämtlickp: Insassen wurden verhaftet. Nun bewarf die Menge die Polizei mit Steinen, Flaschen, Eifenstücken usw. De« Beamten gelang es schließlich mit Gummiknüppeln die Demonstranten zu zerstreuen; jedoch ülldeten sich bald überall wieder kleinere Gruppen, die gegen die Polizei vorgingen. In einem Falle war die Polizei gezwungen, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Insgesamt sind 59 Wach» leute verletzt worden, einer davon schwer. In die Kliniken wurden bisher drei verletzte Zivilpersonen eingeliesert.
* * *
Ein wüstes Morgenkonzert.
Das Tschechenkabinett wankt bei der Zolldebatte.
(Eigene Drahtmeldung.)
nertribüne bestieg, erhoben die kommunistischen Abgeordneten einen ungeheuren Lärm. Der Versuch, zur Rednertribüne vorzudringen, wurde von der Parlamentswache verhindert. Zwischen den Ministerbänken und den Kommunisten kam es zu scharfen Zusammenstößen. Die Worte des Berichterstatters gingen in dem ungeheuren Lärm unter. Um 6 Uhr beantragte« die Kommunisten, daß der Ministerpräsident erscheinen solle, um Aufklärung über die gestrigen Vorgänge bei den kommunistischen Demonstrationen zu geben. Sozialistische Abgeordnete verlangten die Demission der Regierung, während dieser Vorgänge steigerte sich der Lärm zeitweise wieder. Um 8 Uhr 15 verstummte das Pfeifen, Glockenläuten und PultdeckelgeNap- per. Der Präsident mußte die Sitzung schlie- tzen. Gegen elf Uhr vormittags ist die Sitzung aber noch nicht wieder ausgenommen. Die Ab-
Prag, 12. Juni.
Als heute früh 4 Uhr im Abgeordnetenhaus l stimmungsschlacht hatte nachts um 3 Uhr bebet der Zolldebatte der Berichterstatter die Red-l gönnen. ES lagen über hundert Zollanträqe vor.
den Parteistachel löcken, indem sie die absonderlichen Extratouren der Machthaber (diesmal der Kanzler den Präsidentenbrief) decken.
06 der Reichspräsident recht beraten war, als er seine bisher streng gewahrte Unparteilichkeit, die ihm auch die Arbeitermaffen gefügig machte, der kommunistischen En'.eig- nungswelle und damit den höheren Inter- assen der Gesamtheit opfern zu müssen «n inte, wird der 20. Juni selbst lehren. Dor- läufig hat seine wetthinhallende Warnerstimme die Leidenschaften von beiden Seiten (durch eine parteiwütige Propaganda künstlich genährt) bis zur Siedehitze aufgestachelt. Und niemand aus dem weiten Erdenrund vermag heute den Schleier von der Volksseele zu heben, niemand zu sagen, nach welcher Seite die Knallbomber der Wahlregie die Mitläusermillionen in letzter Stunde reißen wird. Das starke Anschwellen der Linksstimmen in Mecklenburg dürfte doch viel Wasser in den Wein der Rechtsphantasten mischen, während der Hindenbnrgriegel und das drohende Menetekel von rechts mit Staats- und Präsidentenkrise und allen unheilvollen Folgen die Linksstürmer doch stark ernüchtert hat.
So muß denn also acht Jahre nach der saft vernarbten Umwälzung, aber fast so erbittert wie damals, der große Kampf um Fürstenbcsitz und (wir wollen es nur ruhig gestehen) auch um die anderen Macht- und Staatssym- b o l e bis zum bitteren Ende ausgetragen werden. Denn selbst bei einem negativen Ausfall des Volksentscheids wird der Parteiringkampf (nicht blos um die Fürsten) weitergehen, während im positiven Falle der Reichspräsident sich zweifellos weigern würde, das Ent- eignungsgesetz zu vollstrecken unb dam.t einer völligen Linksregierung weichen müßte. Unb alle gutgemeinten Koalitionspläne, die jetzt schon das Zentrum im Hinblick aus eine« Mißerfolg des Volksent'cheids hegt (man hofft dann die Sozialdemokraten leichter zu fewinnen unb das Fürstenabkommen mit ein« acher Mehrheit durchzubringen) sind zur Stunde doch sehr auf Sand gebaut. Man will es schon jetzt als großen Erfolg bucken, daß die Nachbarn von links auf die Verschärfung der Präsidenten offensive verzichtet haben und erblickt darin die Gewähr für einen gedeihlichen Zusammenschluß eines Linksblocks in der Regierung unter Ausschluß der Volkspartei.
Jedenfalls steht soviel fest, baß die Wächter des Volkswohles von der katastropha- len Entwicklung der Lage, ebenso wie Luther von dem Flaggenstunn völlig überrascht worden sind und die gefährliche Mobil, machung der Volksinstinkte durch entschlossenes unb verständiges Abtöten des Fürstenbazillus rechtzeitig hätten vethin- dern können. Und wenn das Marrkabinett am 20. Juni als Opfer seiner eigenen Hilflosigkeit (und ber seiner Vorgängen in Schönheit sterben sollte, bann wird es ber 14., 15. unb 16 deutschen Regierung boch wenigstens bte Lehre inS Stammbuch schreiben können, saß man dem Risiko eines Volksentscheids (uns ffeben «och Auswertungs-, Flaaaen-. Miet-, Alkohol- und weiß Gott was sonst für Plebiszite bevor) am tatkräftigsten dadurch begegnet, wenn mm d.es'n am Volksmark zehrenden Wucherungen mit allen Waffen der Staatskunst zifleibe geht unb burck gerechte, alle Volksteile versöhnende Lösungen
einer umstürzlerischen Krise zuvorkommt. anstatt die Zügel in dumpfem Fatalismus am Boden schleifen zu lassen. F. K
ßlfäfter als Märtyrer.
Eine schwere Kanonade aus Paris.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 12. Funi.
Justizminister Lavalle hat nach! einem Aufruf für die Autonomie Elsatz-Lothringens die an dem Manifest beteiligten Beamten vorläufig ihres Dienstes enthoben, während Regen die beteiligten Religionsdiener (insgesamt dreißig) das Disziplinarverfahren eingeleitet wurde. Der Justizmmrster hat weitere Maßnahmen angekün- biflt, um einer antinationalen Campagne ein Ende zu bereiten, die von der Regierung nicht geduldet werden könne und die außerdem von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung in Elfaß-Lothringen scharf verurteilt werde.
Geistliche auf der schwarzen Lifte.
Paris, 12. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Unter den wegen Unterzeichnung des Ausrufes des Heimatbundes disziplinarisch verfolgen Persönlichkeften befinden sich einundzwanzig Geistliche, darunter ein päpstlicher Prälat, außerdem einige Professoren und Lehrer, ein Zollbeamter, mehrere Bürgermeister und ein Notar.
Sorgen früh und spat.
Handelsverträge, Zölle, Aufwertung, Dorpmüller (Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 12. Juni.
In der gestrigen Kabinettssitzung wurde zunächst über den Stand der deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen in Paris berichtet. Das Kabinett beschäftigt sich weiter mit ber Frage der landwirtschaftlichen Zölle und beriet über das Volksbegehren zur Aufwertungsfrage. Vie Mehrheit der Regienmgsparteien hat sich für bie Hinausschiebung ber Zollerhühung über den 1. August ausgesprochen. Wie ein Blatt wissen will, kam auch die Angelegenheit Dorp- müller zur Sprache. Eine endgültige Entscheidung über bie Wahl Dorpmüllers werde erst am nächüeu Dienstag getroffen.
Briand braust aus.
Peinliche Riftzenen in der Kammer.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 12. .junt
Bei der Marokko-Interpellation forde-te der Sozialist Fontanier Austlärung über die Verhaftung von sieben Sozialisten und eines Zei- MngsbositzerS in Casablana. Der Kommunist D o r i o t forderte die vollständige Unabhängigkeit des Rif und zog kick mit der Er läntng, daß er «bd el Krim zum Widerstand bis zum Aeußersten geraten hätte, wenn nicht eie Niederlage sicher gewesen sei, die allgemeine Entrüstung des Hauses und einen Ordnungsruf des Präsidenten zu. Als Doriot dann auf Italiens Mit- 'elmeerkräume unb das fafchiftifche ilolonialpro- aramm zu fprechen ’omtnt, ruft Brjand: ..Mischen Sie sich nicht tu die inneren Angelegenheiten anderer Länder!" Er fügt hinzu, das Entstehe« von Soitfliften fei zwar unvermeid
lich und läge in der menschlickien Natur; die französische Regierung aber wolle solche Konflikte durch moralische Mittel einer Regelung zu- führen. Doriot schließt dann seine Rede, indem er den stanzösischcn Sieg in Marokko als einen Sieg des Imperialismus bezeichnet.
Wird Dorab gewählt?
Auf der Präsidentenliste für November.
(Eigene Drahtmeldung.)
Newyork, 12. Juni.
Ein Blatt meldet, Senator Borah plane nach Schluß der Sitzungsperiode des Repräsentanten hanfes bis zu den Wahlen ft m November einen Feldzug zwecks Liberalisierung der Republikanischen Partei zu unternehmen. Das Blatt behauptet, es bestehe kein Zweifel mehr, d«tz Senator Borah als Kandidat für die Präsidentschaft in Betracht komme.
Wenn öerQIrbeiter bestimmt.
Vorschläge für den Streikabbruch.
(Eigener Drahtbertcht.)
London, 12. Juni.
In einer Erklärung des Bergarbeiterverbandes heißt es: Der erste Schritt zur Regelung der Streitigkeiten im Bergbau mutz unbedingt darin bestehen, dah die Regierung genau beiaii- liert« Pläne für die Reorgauisatton der Berg- bauindustrie vorlegt. Die notwendigen Erfpar- niffe können durch ein zweckmäßiges Kohlcnvcr- teilungssystem erzielt werden und bessere Preise durch die Einrichtung von Berkaufsverbärden, die überall, wo dies tunlich ist, mit den auswärtigen Interessentenkreisen in Verbindung treten. 3m übrigen wünschen die Bergleute dringend zur Reorganisation der Kohlenindustrie beizutragen. Sie sind aber nicht gewillt, einer ittgemetncn Eerabdrückung des Lebensstandards von über vier Millionen Familien zuzustimmen.
Das Maß läuft über.
England stellt Moskau zur Red«.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 12. Juni.
In politischen Kreisen glaubt man allgemein, daß die gestern nach Moskau gesandte englische Rote ziemlich scharf barlegt, daß die russisch Regierung sich bemühe, eine Bewegung finanziell zu unterstützen, deren Zweck eine Aende rung der englischen Regiernngsform fei. Tiefe Rote werde die Beziehungen stark trüben. Einer der konservattven Abgeordneten, die kürzlich Rußland besuchten schlägt vor, den englifch-rus- sischen Handelsvertrag zu annullieren unb ber englischen Geschäftsträger abzuberufen.
Sprung nach Mecklenburg.
Der Reichspräsident sieht na* dem Rechten. (Eigener Drahtberlcht.)
Berlin, 12. Juni.
Reichspräsident von Hindenburg ift heute mittag nach Neustrelitz abgereist, um der Regierung von Mecklenburg-Strelitz einen Besuch ab- zustotten. In feiner Begleitung befinden sich sein Sohn, Ministerialrat Dr. Toehle und der Vertreter des Landes Mecklenburg-Strelitz.
Der Reichstag bat wieder ei« ganz etefc Hufregung. Das Problem bet mögen schafft den Abgeordneten »urntrqe Tage. Und anch unruhige Rächte! Wer weih, ob nicht schon der nächste Morgen de» Tag der Stttt« dignng der EUcnbahnsrcikarte ttnIeitett Stts»! Krise! flüster» die Parteiführer, brüllt das „Stimmvieh', und nnler Mitarbeiter bat de« Rummelplatz der Politik in sei«« Skmenbllch sestgehaltcn.
Ein »großer", das Heißt aufregender oder gar kritischer Tag kündigt sich schon in der G a r d e- robe an. D'e große Tag befreit aber auch den bescheidensten aller Garderobenhaken von seiner an »ruhigen Tagen" geradezu schreienden Arbeitslosigkeit. Und dieser Massenandrang von Parlamentariern! Die Garberobenhüter können ihn nicht bewältigen, müßten zehn, zwanzig Hande haben, um jeden Abgeordneten In» dividuell -n bedienen und Trinkgelder in Empfang zu nehmen. Da kollert mancher neuer Hut auf den weichen, roten Teppich. Entschuldigungen flitzen durch bie Luft. Aber der Parla- mentairier hört sie gar nicht. Heute hat er Ohr unb Auge nur für bi« Fürstenfrage. Ein wenig für das sachliche Problem, allermeist aber für die parlamentarischen, also seine persönlichen Folgen. Der Parlamentarier ist dem Schauspieler nahe verwandt. Heute werden die überlebensgroßen Spiegelnischen, in denen sich der Volksvertreter von oben bis unten, von vorn und hinten, von rechts und links gleichzeittg sehen und begutachten kann, niemals leer. Damit kein Mißverständnis aufkommt: Diese Riesenspiegel ,bei denen nur noch eine spiegelnde Decke fehlt, die es dem Abgeordneten auch ermöglichen würde, zu sehen, welchen Eindruck er macht, wenn er Kopf steht, sind keine Galanterie der ntännlichen für die weiblichen Parlamentarier. In ihnen
bespiegelten sich mit Leidenschaft schon die eifrigsten Donnerer
boshafter Worte gegen die weiblichen Parlamentarier, 'als nun die Scheuerfrauen» die ja bekanntlich nicht das Wort, sondern den Besen handhaben müssen, das Parlamentsco«« libat durchbrachen und selbst (eine solche Zeit gab es tatsächlich!) die Stenotypistinnen noch nicht zum unerläßlichen Beiwerk des Abgeordneten gehörten. Wie Klatsch zur Bühn«, Schmuß zum Film, gehört das Äandelhak- lengerücht zum Parlament. An großen Tagen streckt es seine spitzigen u. vergifteten Zungen bis in die Garderobe hinunter und bringt die Großen in Unruhe und die Kleinen in Schweiß. Rechtsausschutz aufgeflogen! Reickstagskrise! Regierungskrise! Präsidentenkrise! So wisperts von Mund zu Mund! Journalisten aller Richtungen mischen sich als „das Salz der Erde" in den parlamentarischen Brei schon in der Garderobe. Knöpfen sich ein, zwei, fünf, zehn Mann vor! Dicke Menschenflumpen Walzen die so riesig bequemen Treppen zu den Wandelhallen hinauf! Die Zweimännerfahrstühle schießen unausgesetzt mit Ueberlaft von oben nach unten und von unten nach oben. Beim Fahrstuhlführer häufen sich die Zigaretten und Zigarren! Heute könnten sie sich als Händler großen Stils in Rauchwaren niederlassen. In den Wandelhallen summts und surrts von einem aufgeregten Bienenschwarm. Von einer ber hohen oberen Galerien erscheint die Halle wie von einem Ameisenvolk belebt, in das ei« Mensch mtt dem Spazierstock hineingestoßen hat. Nicki leicht aber ist es, aus dem Wirrwarr der Gerüchte, Vermutungen, halben und ganzen Wahrheiten das richtige Gesamtbild zusammenzufügen Die Abgeordneten entwickeln ihre Ideen und Meinungen nicht nur mit beredtem Mund sondern auch mit Händen und Füßen, Zucken mit den Achseln, schütteln mit dem Kops, Zeigen mit dem gereckten Zeigefinger, runzeln die immer hockgezogenen parlamentarischen Augenbrauen. Aber vergessen trotz allem doch auch nicht den Speisesaal. Er ist an dem großen Tag fast immer gedrängt voll Zahlreiche Abgeordnete bringen an solchen Tagen nicht nur Hunger und Durst, sonder« auch ihre Frauen und Freunde mit, als hätte« st: das Bedürfnis, nicht so ganz allein im Sturm zu stehen, oder doch wenigstens einmal zu Mitmenschen zu sprechen, die gläubig zuhören, uno nicht gleich den Teufel der ReichS- tagsattflösnng an die Wand malen. Alle Wenn- und Abers über Auflösung, Volksentscheids, Fürstenkompromiß werden plötzlich abgeschnit- ten durch das lanagedebnte Glockenzeichen zum Sitzungsbeginn. Heute braucht Loebe nicht mit den Trompeten- und Heultönen der Sirenen die Parlamentarier an ibre Pflichten int Sitzungssaale zu erinnern. Sie kommen an diesem großen Tage ja alle schon von selbst.