DlenStag, 8. Kmt 1926.
Kasseler Neueste Nachrichten
16. Jahrgang. — Nr. 13t
KaffklerDies und Das
Der Austritt aus der Zwangsinnung.
Die Handwerkskammer Kassel schreibt unS: Dor einiger Zeit ging durch dre TageSpreffe un» 1er der Ueberschrift: „Der Austritt aus der Zwangsinnung" eine Notiz, die anknütt an das Urteil des Reichsgerichts Vom 23. März 1926 in Dachen der freien Vereinigung der Holzindustriellen zu Berlin gegen die Trschlcr- innung zu Berlin. Die in der Tagespresse erschienene Darstellung, insbesondere die gewählte Ueberschrift, ist gänzlich irreführend. Die erwähnte reichsgerichtliche Entscheidung bildet den Abschluß eines Streites zwischen der Berliner Tischlerzwangsinnunz und der freien Vereinigung der Holzindustriellen, deren Mitglieder zu 30 Prozent euch der Zwangs- Inrung angehören. Tie Entscheidung geht dahin, daß die Zwangsinnung nicht befugt ist, der freien Vereinigung den Abschluß von Tarifverträgen zu verbieten, wenn auch durch diese die Mitglieder der Zwangsinnung betroffen werden. Darüber hinaus hat das Reichsgericht festgestellt, daß auch kein satz- ungswidrigcs Verhalten der Mitglieder der Zwangsinnung dadurch gegeben sei, daß diese der freien Vereinigung beitreten. Die Tarif- sählgkeit und Tarifbcrechtigung der Zivangs- innungen sei zwar anerkannt, jedoch könne die Tariimacht der Innungen nicht weitergehen als die anderer Organisationen, insbesondere finde sie ihre Grenzen in dem Artikel 159 RV. Eine gewisse Bindung der Mitglieder an eine Tarifvereinigung sei im Interesse der Tariftreue notwendig. Nicht sei es jedoch angängig, der Zwangsinnung hierin einen Vorrang ein- einznrömnen ,da dadurch die sich aus dem Artikel 159 RV. ergebende Vereinigungsfreiheit verkümmert wurde. Es müßte also auch den Mitgliedern einer Zwangsinnung sreistehen, sich nach Innehaltung einer kurzen Kündigungsfrist von der Tarifmacht der Zwangsia- nunq zu befreien. Weiter geht die Entscheidung des Reichsgerichts nicht, insbesondere ist cs vollkommen irrig, diese Entscheidung mit der Ueberschrift „Der Austritt aus der Zwangsinnung" zu versehen. Ein Austritt aus der Zwangsinnung ist nach wie vor nicht möglich.
Das Note Kreuz.
Die Aufgaben der Männervereine vom Roten Kreuz.
Der für das ganze Deutsche Reich allgemein auf den 13. Juni festgesetzte Rotkreuztag, en dem das deutsche Rote Kreuz auf eine 62jährige segensreiche, ausschließlich dem Gemeinwohl gewidmete Tätigkeit mit Befriedigung zurück- blickcn kann, gibt auch dem hiesigen Zweigverein vom Roten Kreuz Veranlassung, der Oesfent- lichkcit die Aufgaben seiner angegliederten Männervereine (Sanitätskolonnen und Pfleger- schaften) neben der allaemeinen Tätigkeit des Roten Kreuzes vor Augen zu führen.
Im Verlaufe des Weltkrieges hat wohl fast jeder in irgend einer Weise mit dem Roten Kreuz Berührung gehabt und wird dankbar sein segensreiches Wirken empfunden haben. Diese Leistungen sind noch in so stischer Erinnerung, daß sich ein weiteres Eingehen hieraus erübrigt.
Die Ansicht, daß die Rote Kreuz-Arbeit überflüssig geworden sei, ist völlig irrig.
In Anbetracht der furchtbaren Schäden, die das deutsche Volk an seiner körperlichen und sittlichen Gesundheit erlitten hat und bei dem Meer von Not und Elend, das sich über Deutschland WUIMWWWW0WWWWWWMUWWWWWWWWKDWMWWW Der Sikger im knylischrn Brrbv.
Lord Woolavingtons Corenach mit Jockey I. Childs wurde im Derby zu Epsom Erster.
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KampsundGlückausdemPserderiiüen
Drei Tage Rett- und Fahrturnier in Kassel.
erfordert ernste und selbstlose Arbeit der Vere einsmitglieder, nur einwandfreie Leistungen können das Ansehen des Kreuzes heben. Erne gute und andauernde Schulung in der ersten Hilfe und in der Krankrnbeförderung, fowie in der ersten Versorgung Verunglückter und plötzlich Erkrankter ist Vorbedingung für die nutzbringende Tättgkeit der Kolonncnmitglieder.
ES lebt noch Reitergeist im deutschen Blut.I Er beseelt nicht nur den im Pferdesattel ver-I wurzelten Rcichswehrkavalleristen. (Wie schmerz-j lich vermißte man gestern die wie eine Winds-s braut dahrnbreschenden Kavalkaden der Lützow- reiter, deir Zielen- und Schillhusaren vom Vorjahr. Warum mußtet ihr von uns ziehen, brave Sechzehnerschwadroncn!) Aber auch unter rotem, schwarzem und grauem Zivilreitdeß pulst noch das echte Reiterhcrz bei beiderlei Geschlecht, und in den heimatlichen Fluren wie im steinern Meer der Stadt gilt das „Glück auf dem Pferderücken" noch immer als edelster, feurigster, nervigster, wenn auch teuerster und nur wenigen Sterblichen vergönnter Sport. Roß und Reiter und Fahrer gaben gestern und vorgestern auf dem Kurhessen-Sportplatz an der Aue das Letzte her um die Siegesschleifen und lockenden Ehrenpreise großmütiger Stifter, die vor der Tribüne aus weißer Tafel prunkten: Glas- und Silberschalen, Plaketten, Malereien, Lederzeug und Sektpullen, Karaffen und Pokale,
darunter die von den Raffelet Neuesten Nachrichten gestiftete Kriftall-Weinkarasfe mit
Silberbeschlag.
Was an Dierhuscrn selbst an der Deichsel, am Zügel wie unter den Schenkeln über den grünen Rasen trabte, kanterte oder dahinstob, war meist auserlesenes, prachtvoll gepflegtes und geschultes Material, ein Stolz der Pferdezucht wie -Dressur, im Stall wie in der Babn.
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Zwanzig Kilometer querfeldein.
Schon am Freitag morgen leitete ein 20» Kilometer-Geländeritt von der Dön- che über Kubberg, „Steinernes Schwettichen", Baunsberge, Kirchbauna, Baunatal, Freienhagen, Neue Mühle bis zum Zirkel in der Karls- aue das grobe Reit- und Fabrturnier ein. Bergauf und hinab, über Gräben und schwere Hindernisse kletterte und galloppierte die wilde Jagd der Sieben, die, wenn auch keine sehlerfteie, so doch glänzend bestandene Reiter- vrüfung darstellt. Oberleutnant Lungers- hausen zeigte dabei die besten Leistungen; Oberleutnant Freiherr v. Lersner errang bei deut schwierigen Mit den zweiten Platz.
Unter strahlendem Junihimmel.
Hoch wehten blau, weiß und rot rings um das Sportrund und vom Dach der Tribüne am Sonnabend nachmittag die Wimpel und Standarten. Ueber Strauch-, Bretter und Balken- Hürden, über der Schiedsrichterkanzel, über grünem Geleucht der Auekulissen zur Rechten, dem doppelten Zuschauerring an der umzäunten Bahn, den hundertköpfigen Zaungästen auf dem Fahrdamm zur Linken, über Roß- und Reiter- getümmel auf dem Sattelplatz im Hintergrund, über dem schmetternden Spiel der Liebetraut- Kapelle funkelt blaugoldenes, gedämpftes Licht. Und schon poltern die ersten Füchse und Rappen unter sehnigen Figuren über die Bahn, reißen eiserne Fäuste und Schenkel gestreckte Pserdelei- ber über Gräben, Einzel- und Doppelhürden, gängeln junge behandschuhte Mädchenhände, gespornte Damenstiefel, hier Damen-, dort Herrensitz, die rostigen Wallache in allen Gangarten, schnellt so eine schmissige Amazone in sausendem Galopp wie in Federball über die höchsten Hin- derniste, krachen die Rcichswehrpartuoillen im Stahlhelm und Pallasch daher, der Leutnant voraus oder vier Kavalleristen in einem Sprung. Lauter Beifall rauscht ihnen wie allen Siegern entgegen und das von den
Kasseler Neuesten Nachrichten dem Kurhessen- platz gewidmete Riesenmegaphon
klatschten und . . . rutschten, ob die Dpottenthu- siasten bis an die Knöchel im Lehm zur Tribüne und Stehplätzen wateten (sollte sich hier nicht auch wie vor dem Einlaß ein Schotterweg ausschichten lasten?): geritten muß sein. Und es ging bester wie gedacht. Wieder zeigte Soldat wie ZiviUst (den Damen in Reithut und Stulpstiefeln ganz besondere Anerkennung), schneidigste Bravour, rissen die Hunderte unter trockenem Dach und ... ttiefendcn Regenschirmen zu spontanem Beifall hin. Heller Entzücken beim atemberaubenden Schleifenraub; stummes Bewundern beim leider etwas verfahrenen Reigen der prachtvollen Vierergespanne. Glänzend geritten auch die hohe Schule der ländlichen Reitervereine (das DeutMandlied erklang belm imposanten Vorbeimarsch der stolzen Fahnenkolonnen). Und trotz Näste und Morast, ttotz mancher toten Pausen, trotz der fehlenden Schaustücke des Vorjahres: Auch der Sonntag war trotz erschwerter Umstände ein voller Sieges- u. Ehrentag für Mann und Roß und ... Leitung, -r-
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Die Sieger vom Sonnabend.
Bielfeitiskeitsvrüfn««» für bk ReiLSmeir.
lWegen Raummangels nennen wir nur die 1. Sieger.)
1. PreiS: 8. F, A. 5, Unterost. Ahrem: 2. 2. 15. R. R., Unterwachtm. Strypa: 8. 3. F. A. 5 Unten)ff. Bittner.
Jagdspringen Klage 8.
1. Preis Oberleuttt. LnngerShaufen. 2. £6eileutn. Lungershausen, 8. Oberleuttt. Hamann.
Patrouillen,vringe» der Reichswehr.
1. Preis: 11. r. B. 5. «. R., 2. 8. F. A. 5, 3. 1. 15. R. R.
Eignungsprüfung für Reitpferde.
1. Preis: Rittm. Berger, 2. Maior Ulex, 8. Reiter Rittm. Berger.
Ehrenpreis der Kasseler Neuesten Nachrichten.
(Wir werden morgen ein Bild des Siegers Bringen.)
Reitvrüfuug für Reitpferde.
1. Preis: Major Ulex 6 i. st. W. Neck II Reiter: Maior Ulex; 2. Preis Rittm. Goefchen 8f. F. W. Birkhahn, Reiter: Rittm. Goescben: 8. Preis: Fr. Dr. Schneider 4. t. F. W. Hagen, Reiter: Carl Koch: 4. Preis: Fvrftrat Schaefer 6J. br. W. Halali, Reiter: strl. Erika Schaefer: 5. Preis: Oberleuttt. Fvu- fluet 8f. br. W. Blaubart, Reiter: Ober!, stongnet: 6. Preis: E. R reim er lOi. st. W. Axel, Reiter: E. Breitner Sohn: 7. Preis: F. Kühn 7i. F. Ä. Caesar, Reiter: strl. Ilse Weber.
Eignungsprüfung für Wagenpferde.
1. Preis: Fahrausbild.-Kdo. Hannover, Rittm. Pa- ve, 2. Major a. D. Schaefer. 8. Hch. Krönert. — Mutier Konkurrenz: 1. PreiS: Major Lchaeser, 2. 3. F. A. 5, Oberltn. Zimmen, 3. B. Schrvth, Mendorf.
Ergebnisse des GrnpvenspringenS.
1. PreiS: Oberltn. v. Heoden-Sinden und Oberltn. Samann, 2. Rittm. Goeichen und Oberltn. LungerS- hausen, 3. Major Merz und Oberltn. Hamann.
Reiterglück am Sonntag. Die grobe BielseittgkeiiSprüfung.
1. PreiS: Oberltn. Lungersbauscn, 2. Oberltn. Frh. von LerSner, 3. Oberltn. Hamann.
Dressurprüfung für Reitpferde.
1. Preis: Major Moritz. 2. Rittm. Berger. 8. strl. Crika Schaefer.
Jagdspringen für ländl. Reitervereine (ungediente Reiter).
1. Preis: K. Pfennig, 2. C. Krug, 3. K. Justi.
Jagdspringen für ländl. Reitervereine (gediente Reiter).
1. Preis: Ott- Geißler, 2. Heinrich Sachse. 3. Mar- tiit Wagner.
Reitvrüfuug Klasse L: Ländliche Reitervereiue.
1. Preis: Herr W. Bö». 2. Herr Otto Geim, 8. Herr K. Reinhardt fett.
Reiterprüsung für ländl. Reiiervereine.
1. Preis: K. Justi, 2. Herr ®. Weinrich, 3. Herr W. Feger.
Wettkampf der ländl. Reiiervereine.
1. Preis (Wanderehrenpreis): Reiterverein Homberg, 2. Reiterverein Melsungen, 3. Reitern. Fritzlar.
Verrichtet vom Richterstand aus (ähnlich wie das dem Auestadion gestiftete) als dröhnender Ausrufer u. Ansager gute Dienste. Ein Gaul bricht in die Knie, aber der Reiter ist bald wieder auf und . . . humpelt davon. Noch einer fliegt itt den Sand, Aber sonst geht alles glatt und am Schnürchen: Reiter wie Richter dürfen mit dieser großen Feuerprobe zufrieden sein.
Jagdspringen Klaffe M (Ausgleich).
1. Preis: Major Merz. 2. Major Merz. 3. Ober- leutttattt Hamann.
Eignungsprüfungen für Wagenpferde (vierspännig).
1. PreiS: Oberltn. Hamann, 2. Rittm. Pape, 3. Major a. D. Schaefer.
Dreffurprüfnug für Reitpferde Klaffe M.
1. PreiS: Rittm. Berger, 2. Major Moritz, 3. Major Nette.
Ergebnis des Schleifenraubes.
Auf glitschigem Sonntags-Geläuf.
1. Preis: Oberleutnant Lungershausen.
Vielseitigkeitsprüfung für Dame«.
Was schert den Reiter Regen und . . . Dreck., Und ob sich alle Himmelsschleusen öffneten. Und s„. - A uß^r &S Ä
ob tue Hufe tn futzttefcm Schlamm nur so fmann.
ergossen, finden die Rotkreuz-Vereine ein weiteres Feld für ihre Tätigkeit als je zuvor. Das Rote Kreuz ist das Symbol hilfreichen Menschentums.
Rotkreuz-Arbeit ist Aufbati-Arbeit.
Es müssen sich daher alle Kräfte, die dem Au-bau dienen wollen, zu wirksamer Arbeit zusammenschließen. Die Arbeit der Männervereine vom Roten Kreuz vollzieht sich in engster Fühlung mit der der Frauenvereine.
Pflichtaufgabe aller Vereine vom Roten Kreuz ist die Unterstützung des amtlichen Smitäts- dienstes und der Wohlfahrtsämter. Staat und Gemeinden find nicht imstande, Wohlfahrtspflege und Gesundheitsfürsorge allein zu tragen. Ins- besondere betrachten es die Männervereine aI8 ihre Aufgabe,
die Hebung der Volksgesundheit zu fördern und Seuchen und Boltskrankheiten zu bekämpfen;
die hierfür erforderlichen Hilfskräfte zu gewinnen, auszubilden und mit entsprechender Ausrüstung zu versehen;
bei der Vorbereitung und Leistung des allgemeinen RettungS- und Hilfsdienstes tätig zu sein und an der Lösung verwandter Aufgaben der Wohlfahrtspflege mttzuarbetten;
bei Linderung außerordentlicher Notstände mitzuwirken;
im Falle eineS Krieges nach den für das deutsche Rote Kreuz maßgebenden Bestimmungen unter Fortführung der FriedenSarbeit für die im Felde Verwundeten, Erkrankten und Gefangenen Fürsorge zu üben.
Die Erfüllung dieser vielseitigen Aufgaben
Dem Zweigverein vom Roten Kreuz für Kassel-Stadt und -Land sind 21 Sanitätskolonnen und Pflcgcrschaften aiu gegliedert. Ein Blick in die Jahresberichte zeigt, dax sie ihre freiwillig übernommenen Pflichten nach besten Kräften erfüllt haben. Neben Trans- potten und Hilfeleistungen bei Unglücksfallen und Erkrankungen sowie Nachtwachen bei Kranken traten alle Sanitätskolonnen bei Volksfesten, Aufzügen, sportlichen Verinstaltungen asw. vielfach in Tätigkeit. Die Gründung von.^ugenb» gruppen zur Erziehung der Jugend zur geftm- den Lebensführung und tätigen Hilfsbereitschaft im Dienste der Gemeinschaft ist vom Zweigver- ein in Aussicht genommen. Kurz, es tft und wird von den bereits bestehenden Crgantfattoncn nach Kräften an dem Wiederaufbau gearbeitet. Neben finanzieller Unterstützung bedarf das Rote Kreuz aber auch aktiver Mttavbeit weiterer Volksschichten. F-
Der Rundfunk.
Täglich außer Sonntags wird geboten:
12: Zeitangabe. Ra»ttKenhienst und Wirtsi^fiS- Meldungen. -$> 12,55—1: Nauener Zeitzeichen. H 8: WirttckattSmeldungen. § V. SBtnerbert*t tat »irte. nei Wetterdienststelle: WtrtfchaftSmeldvngen viebkurfe nur Montag u. Dvnnerstag) Mamtheimer Produktenbörfe (nur DonnerStaei. S Nachrichtendienst der Jnd.» u. /'anbeldk. Frankfurt a. M.- Hanau (Dienstag und Frettag). ® 4,25: WirtfchaftS. Meldungen. <$> 8: WirtfchaftSmeldungen «Haute und Felle täglich, fowett Auktionen »attgefunden). » 7. WirtfchaftSmeldungen (außer San-Staa). H S.30.^ Nachrichtendienst. Wettermeldung. <K 9.85: VergünfttgungS- an,eiger und Svätankündigung ^S.45: Hackebeils Svortfunkdicnst. <K 9.55: Zeitvorber. <$> 10: Zeitangabe.
Was uns der Dienstag bringt.
3,30—4; „Märchen und Legenden aus der heimatlichen Pflanzenwelt", Bortrag von Lehrer Stricker. 1 Die Butterblume: 2. Wie dre Glockenblume ent« standen ist: 8. Woher die Johannisbeere ihren Namen bat. <•> 4,30—5,45: Sortiert de» HauSorchefters: Robert Schumann (geb. 8. Juni 1610). 1. Ouvertüre zu „Genonesa": 2. AuS Jen „Phantastestücken für Bio- lin«, Bioloncello und Klavier «>. 86, a) ®utit, B) Finale: 8. Drei Lieder, a) Tue Still«, L) Mondnacht, c) Frühlingsnacht: 4. Romanze a. d. IV. Sinfome tn D-Moll oo. 120; 5. Tret Lieder, a) Auttrage. b) „Schöne Wiege meines Leidens", ,c) „Er tft» : 8. Elfter Satz a. d. Klavieranartett tn ES-Dur ov 4,. Sostenuto affai — Allegro ma non trvvvv: 7. Sch^- io a. d. III. Sinfonie in Es-Dur ov. 97 MEkalstche Leitung: Dr. R. Merten. Mitwirkung: Sri. Johanna Hillitzer (Sopran). <$> 5,45-6,05: Die Sefeftttnde: Au» dem Roman „Pitt und Fox" von Friedrich Huch. Sprecher: O. W. Studtmann. — 6,15—6,45 Uhr:
Uebertragung von Saffel:
Stunde der LandwirtfchastSkamtner KaffÄ. Dr. Greve fvricht Über „Grünlandpflege tm Sommer und Futtergewinnung".
<r> 6,45—7,15: VvrtragSgokluS de« StadtgefundSeitS- amteS: „Erd- und Feuerbestattung", Vortrag von Profeffor Dr. M. FlefS. <$> 7,15—7,45: Schachstunde (Deutsche Normalwiele mit Bezeichnungen, veraufwl» tet vom Schachverein Anderflen): «-ckachkurs für Anfänger und Fortgeschrittene von Prosessor Dr. N. Mannheimer. <K 7,45—8,15: Dortuhrnng der ahesst- Nischen Somalittuvve aus dem Zoologischen Garten. Binl. Worte von Direktor Dr. Priemei. Ä> 8.15—10,15:
Uebertragung von Raffel:
Anläßlich des Geburtstages von Robert Schn- mann (geb. 8. Juni 1810). Manfred, Drama- ttsche« Gedicht von Lord Byron. Musik von Ro» Bert Schumann. Personen des Drama«: Manfred: Carl Ebbardt: Ein Gemsenjäger: Dr. Rolf Prafch; Der Abi von St. Mauritius: Dr. Rolf Prasch: Die Aloenfee: Anny Weinert: Arimann, der Fürst 6er Unterwelt: Ernst Schwedt: Neme- fis: Lola Stein: Astarte: Annv Weinert: Geister der Unterwelt. Ernst Schwedt, Hans Wuzsl. J Viktor Masst (Baß): Mary Kevsell. Alice Tan- ner-WNnsch (Sopran): Edwin Schubett (Tenor): Lola Stein (Mit). Der Schauplatz ist in den • Hochalven, teils im Gebirge, teils in Manfreds Schloß. — Inhalt der Musikstücke: Ouvertüre: ' Erste Abteilung: 1. Gesang der Geister: „Dein Gebot ließt mich hinaus": 2. Erscheinung eine« 1 Zauberbilde», Melodram Manfreds: 3. Geister- ' bannfluch: „Wenn der Mond auf stiller Welle": 4. Alvenkuhreigen: „Sorch, der Ton". Melodram Manfreds. Zweite Abteilung: 5. Zwtschenaktmu- ' stk: 6. Stufung der Mittenfee, Melodram Man- ' freds: 7. Hymnus der Geister ArimanS: „Heil 1 unferm Meister": 8. Chor: „Wirs in den Staub dich hin": 9. Chor: „Zermalmt den Wurm": 10. ' Beschwörung der Astarte: „Schatten! Geist!", Me- ! ladram der Nemesis: 11. Manfreds Ansprache an ! Astarte: „O höre, hör mich!", Melodram. Dritte '■ Abteilung: 12. „Auf mir liegt eine Ruhe". Mo- ' nolog Manfreds: 18. Abschied von der Sonne: „Glorreicher Ball", Melodram Manfreds: 14. Erscheinen des bösen Genius: „Blick hierher", Me- ’ lodram Manfreds: 15. Klvftergefang: „Reguiem aeternam". Manfreds Tod, Melodram: 16. Klo- ftergefana: „Et lux vervetua luceat eis", Schluß. Musikalische Leitung: Dr. Ernst Zulaus vom StaatStbeater Kaffel. Spielleit.: Manfred Marlo.
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