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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 131. Amtliches Organ der Stadl Kassel

Dienstag, 8. Juni 1926

Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang

Ein Llebersall Japans auf Amerika?

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Paris, 7. Juni.

Ei» Blatt schreibt: Die geplanten 6infdjräit (unnen könnten sich auf Getreide und M e h 1 beziehen, wenn die schlechte Witterung an.

dauere. Dann werde man zuerst daran denken, dem Brotmehl Ersatzstoffe zuzufügen. Auch an eine Einschränkung des Verbrauches von Kohle, Zucker und anderen Artikeln des täglichen Gebrauchs müsse man denken. Kriegs­minister Painleve hat auf die Frage, ob man an die Einführung von Lebensmittelkar- t e n denke, geantwortet, wenn notwendig, würde man sich nicht fdtcuen, sie einzuführen.

Äm Strube? der Inflation

Immer neue Programme in Paris.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 7. Juni.

Die Elbe stießt über.

Hochwafferalarm in Dresden und Überall.

(Privat-Telegramm.)

Dresden, 7. Juni.

Andauernde Niederschläge haben dir Elbe und ihre Rebrnslüffe stark anschwrllen lasten.

6s gibt noch Sepechtigkeit

Wie wird Großdeutschland erstehen? (Eigener Drahtbericht.)

Innsbruck, 7. Juni.

Auf dem grotzdeutschen Parteitage erklärte Parteiobmann Dr. Wotawa zur Anschluß­frage, daß Deutschland nicht gegen die heftende

Freunde in der Not...

Paris, 7. Juni. (Eigener Drahtbericht) Anläßlich deS PräfidentenantrittS in Polen hat der französische Präsident in einem Glückwunsch- tenlegramm betont, wie in der Vergangenheit mit der polnischen Regierung die enge politi- schen Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, die ür Europa ein Unterpfand der Frie- d e n s sei. In feinem Danktelegramm sprach sich Prof. M o s c i ck i in ähnlichem Sinne auS.

Ordnung in Europa und gegen die Friedens­verträge Gewalt oder politische Intrigen anwen­den könne, daß aber dem deutschen Volke und Oesterreich andere Wege zur Verfügung ständen, um gegen diese Verträge anzukämp­fen. Das Wichtigste sei das Selbstbeftim- mungsrecht des deutschen Volkes.

Ein eolöatentabtaeti in Portugal.

Lissabon, 7. Juni. (Eigener Drahtbericht.) General Gomez Costa ist an der Spitze seiner Truppen unter dem Beifall der Bevölkerung in Lissabon eingezogen. Die als Minister für Landwirtschaft, für Finanzen und für den Han­del in Aussicht genommenen zivilen Persönlich­keiten haben ihre Mitarbeit abgelehnt. An ihre Stelle treten 2 Generäle und 1 Oberst

Sie hungern wr den Frank

Wieder Lebensmittelkarten in Frankreich?

(Eigene Drahtmeldung.)

Die Republik fleht fest.

Innenminister Külz auf der Wetterwarte.

Schwerin, 7. Juni.

.3« einer Versammlung äußerte sich Reichs- Minister Dr. Külz über die Probleme der Reichspolitik u. a. dahin, daß das StaatS- gefüge der deutschen Republik ernstlich nicht gefährdet sei. Die wesentliche Frage sei

Gtudentenkrleg um Lefflng.

Auszug von Hannover nach Braunschweig.

(Eigene Drahtmeldung.)

Braunschweig, 7. Juni.

Die Braunschweigische Studentenschaft hat sich in einem Telegramm geschloffen hinter die Studentenschaft Hannover gestellt und sagt ihr Unterstützung in ihrem Kampfe gegen Unrecht und Willkür gegen einzelne Kommilitonen zu. Eine Delegation aus Hannover wird heute la Braunschweig verhandeln. Der Delegation wer­den sich etwa tausend Studierende in einem Sonderzuge anschließen. Es handle sich also um einen demonstrativenAuszug" aus Hannover.

Der gestrige Ministerrat hat beschlossen, ein Programm für die Beschränkung der Einfuhr und die Einschränkung des Ver­brau ch s im allgemeinen ausarbeiten zu lassen, dos alsdann unverzüglich durchgeführt werden soll. Finanzminister Peret protestierte vor Pressevertretern dagegen, daß man ihm die Ab- sich untergeschoben habe, er wolle den Goldbe­stand der Bank von Frankreich angreifen.

Das Hochwasser richtete im Gebiete der säch­sisch-böhmischen Schweiz bereits am Sonntag schweren Scbaden an. Den Blättern zufolge wurden besonders der Grenzort S m i l k a und das Gebiet des großen und klei­nen Winterbergs durch Wolkenbrüche schwer heimgesucht. Reichswehr - Abteilungen und Feuerwehr trafen zur Hilfeleistung ein. In Dresden stand die Elbe Sonntag abend etwa einen Meter über Null. Für Montag abend ist ein Hochwasserstand von zwei Metern über Null zu erwarten. Auch die Weißeritz und Gottleuba führen Hochwasser.

Ob es hilft?

Das Rezept der deutschen Wirtschastsärzte.

Am heutigen Montag tritt der Wirtschafts­ausschuß in Berlin zu seiner ersten Sitzung zu­sammen. Die Aufgaben dieses Ausschusses sind außerordentlich weit gestreckt, denn »die Unter­suchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft" ist ein Begriff, unter dem sich fast alle Wirtschaststragen einordnen lassen von den Nöten der Winzer bis zu den Zins- und Provisionssätzen der Banken. In dieser weiten Zielsteckung liegt denn auch zwei­fellos eine gewisse Gefahr für den Enqueteaus­schutz und es wird zunächst daher eine der wich­tigsten Aufgaben des Ausschusses sein, ein ge­naues Arbeitsprogramm auszustellen und die Reihenfolge der vorzunehmenden Unter­suchungen sestzulegen. Hält man sich vor Augen, daß eine sogenannte Bergbauenquete in London drei umfangreiche Bände Zeugen- und Sachver­ständigenaussagen und einen vierhundert Sei­ten starken Band Kommissionsberichte gezeitigt hat, und daß eine kürzlich in Amerika veranstal­tete Untersuchung über die Lage der amerikani­schen Schlachthäuser neuntausend Druckseiten Zeuqenaussagen brachte, so kann man sich mich in Berlin aus eine Reihe von Lerikoubäudcn gefaßt machen. Das Ziel bei den Arbeiten des Ausschusses muß naturgemäß fein, ein Ge- samtbild der deutschen Wirtschaft herzustellen und Einzelheiten nur insoweit zu berücksichtigen, als sie von ausschlaggebender Bedeutung für das Gesamtbild sind.

Der Ausschuß setzt sich zusammen aus elf vom Reichstag und neun vom Reichswirtschaftsrat vorgeschlagenen sowie neun von der Reichsregie- rung ernannten Mitglieder, die zu ihrer Ergän­zung sechs weitere Pe "önlichkeiten hinzuwäh­len können. Die Befugnisse des Ausschusses sind außerordentlich weitgehend. Bei allen Ar­beiten genießt der Ausschuß selbstverständlich be­hördliche Unterstützung. Er hat insbesondere das Recht, von jedermann Auskunft über Tat­sachen zu verlangen, die für die Bemessung von Warenpreisen und Vergütungen für Leistungen von Bedeutung sind. Weiterhin können von Un­ternehmern, Verbänden, öffentlichen Korporatio­nen usw. Auskünfte über wirtschaftliche Verhältnisse verlangt werden. Betriebseinrich- tungen sowie Geschäftsbücher und deren Unter- lagen können besichtigt oder eingesehen werden, Zeugen und Sachverständige können eidlich vernommen werden. Die Verhandlungen des Ausschusses sind öffentlich, jedoch kann mit Zweidrittel-Stimmenmehrheit die Oeffentlichkett ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Un­tersuchungen werden auch dem Reichstag und dem Reichswirtschaftsrat vorgelegt.

Die Reichsregierunq ist der Ansicht, daß auf Grund des Ergebnisses der von allen behördli­chen Stellen geförderten Untersuchungen zuver- lässig« Unterlagen für gesetzgeberische oder ver- waltungsmäßiae Maßnahmen beschafft werden können. Der Verein für Sozialpolitik erwartet von dem zu erstattenden Gutachten, daß die «Kämpfe zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemildert werden, wenn ge­wisse umstrittene Tatsachen auf Grund der ge­nauen und zuverlässigen Ermittelungen eindeu- tig sestgestellt werden. Insbesondere wird hier­bei gedacht an den Einfluß der Arbeits­zeit, auf die prodnttiven Leistungen und den Einfluß der Entlohnungsmethoden. Daß das zu erstattende Gutachten darüber hinaus von weittragender Bedeutung für die kommende Wirtschaft?-, Steuer- und Handelspolitik sein wird, versteht sich von selbst. Neben diesen, wenn man so sagen darf, mehr innerpolitischen Zwecken dürste das Gutachten auch in der R e- parationSpolitik eine sehr wesentliche Rolle spielen. Durch eine objektive und umfas­sende Darstellung der deutschen Wirtschaftslaoe wird ein sehr wesentlicher Beitraa zur Frage ; der deutschen Leistungsfähigkeit geliefert. Ver­schiedentlich hat man sich auf den Standpunkt gestellt, daß die unausgeglichenen Gegensätze zwischen Freihändlern und Schutzzöllnern, Pro­duzenten und Konsumenten. Besteuerung der besitzenden und besitzlosen Klassen auch im Aus­schuß in unverminderter Hefttgkeit aufeinander­platzen werden. Trotzdem wird hoffentlich die gesamte deutsche Wirtschaft die entsprechende Rutzanwenduno aus dem umfassenden Gut- achten ziehen können. ;

Wenn Japan wsfchlägt.

Geheime Kriegspläne gegen Amerika.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 7. Juni.

Die Blätter veröffentlichen einen Newyorker Bericht über angebliche geheime Kriegspläne Ja­pans gegenüber den Vereinigten Staaten. Da­nach sei eine militärische Eroberung der Philip­pinen das nächste und wichtigste japanische Ziel. Der japanische Generalstab habe angeblich ein Borbereitungsprogramm für einen Krieg aufge­stellt. Ein Blatt will photographische Kopien dieses japanischen Geheimberichts be­sitzen und veröffentlicht dessen Uebersetzung. Zum japanischen Programm gehört danach die Ausbeutung der Hilfsquellen Koreas und der Mandschurei. Der Bau eines umfassenden Eisenbahnnetzes durch die Mandschurei und Ko­rea und der Bau von Häfen, die mit dieser Bahn verbunden werden, Vorbereitung für eine starke Verteidigung der Meerengen von Korea und des japanischen Heeres zur Gewährleistung des Transportes von Kriegsmaterial nach Japan in Kriegszeiten sowie ein Freundschafts­pakt Japans mit China.

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Mchr als ein Schatten

Polenpräsident Moscicki: Ein Porträt.

I» dem kürzlich feierlich Vereidigte« »»laifche« Staatsvräftdente« hat ma« einen weltfremde« Gelehrte«, bestenfalls einen Schattenvrästdente« fehe« wolle«, der «nr die Befehle eines Mäch­tigeren ansznführen habe. Diele Leute werden jedoch durch das folgende Porträt eines Einge­weihte« gründlich eines Befiere« belehrt.

Dieser wissenschaftliche Forscher, dieser Inge­nieur, Chemiker und Elektrotechniker, der ganz in seinen Arbeiten aufzugehen scheint, ist nämlich durchaus nicht so weltfremd, als man glauben mag, sondern ein Mann, der allen geistigen und sozialen Erscheinungen seiner Zeit regstes Inter­esse entgegenbringt. Er besitzt einen klaren und offenen Blick für die Bedürfnisse seines Volkes und er hat sich in harter Arbeit eine festumris- sene Lebens- und Weltanschauung zurechtgelegt. Kurz: ein Mann, der weiß, was er will und der cs bisher noch immer verstanden hat, seine eige­nen Wege zu gehen. Dieseeigenen* Wege frei­lich liegen fernab von jedem selbstischen Streben. Denn immer ist es die Sache selbst, die er in den Vordergrund schiebt und nicht seine eigene Person, immer die Idee, immer der feste Wille, das Werk zu vollenden, als dessen Berufener Schöpfer und Träger er sich gerade fühlt. Daher mag ctz eben kommen, daß man ihn selbst so wenig kennt, ttotzdern sein bisheriges Lebens­werk durchaus nicht unbekannt geblieben ist. In engeren Streifen schätzt man ihn als einen der tüchtigsten seines Spezialfaches und zahlreiche seiner wissenschaftlichen Erfindungen sind nicht bloß von großer theoretischer Bedeutung, sondern sie haben auch praktisch dem modernen Wirt- schastsleben neue und wichtige Wege gewiesen.

Die Naturwissenschaft selbst und sein eigenes zähes Bemühen, ihr ihre Geheimnisse abzutrotzen, waren ihm stets ein- Mittel zum Zweck. -Gin Mittel zu dem Zweck, die Produktionsmöglich­keiten zu vervollkommnen, die Arbeit des Men­schen zu erleichtern, kurz, dem allgemeinen Wohlezu dienen. Hierbei erwies sich Moscicki stets als ein Arbeiter von ehernem Fleiß, der mit profundem Wissen, mit nimmer rasten­der Arbeitsbegeisterung auch ein ausgezeichnetes organisatorisches Talent verband. In seiner letzten Stellung als Direktor der Stick­st offabrik Chornow in Obexschlesien ta­rnen ihm diese Eigenschaften ganz besonders zu­gute und sie werden ihm gewiß auch auf der ho- Heu Warte, die er jetzt bezieht, die Erfüllung sei­ner schweren Pflichten erleichtern. In den pa­triotischen Traditionen eines altpolnischen Edel- Hoses ausgewachsen sein Vater nahm aktiven Anteil an dem Aufstand vom Jahre 1863 hat Moscicki gleich der ganzen damaligen Genera­tion den Gedanken der ^Befreiung Polens stets als kostbarstes Vermächtnis seiner Ahnen im Herzen getragen. Auch er zählt in feiner Art zu den Erbauern der neuen Staatlichkeit Po­lens. Er ist, ein politischem Outsider, aber er steht mit feinen Sympathien aus Sei t^ der Linken. Vor allem aber bei PilsudSki, mit dem er persönlich herzlich befreundet ist. Ein entschiedener Gegner der Reaktion, stellt er trotz­dem den Typus des modernen, im vornehmsten Sinne toleranten europäischen Kulturmenschen vor. Eine einfache Natur, geradlinig, treuher- zig, bescheiden und jede ehrliche Ueberzeugung achtend. Bei alledem ein Heller, kritischer Geist, abhold jedem Prunk und jedem dekorativen Tand. Ein Feind der Phrase. Schon deswe­gen also auch Gegner jeglicher Demagogie, ob sie sich nun nach rechts oder nach links orten* toteren mag.

Begreift man, daß ein solcher Mann, und wenn er auch nur ein politischer Cutfiber sein mag, kein Schattenpräsident sein kann? . . Es wird ihm von seinen Freunden neben scharfem kritischem Geist auch ein starker Wille nachge- rühmt. eine feste Konsequenz in der Verfolgung feiner Ziele. Sein Kritizismus mag ihn sogar manchmal anscheinend zum E i g e n f in n frei« den. Er unterliegt nicht leicht fremden Ein- flussen. Und wenn er eine neue Ansicht oder einen neuen Vorschlag vernimmt, so ist er int ersten Augenblick eher geneigt, sich ablehnend und 5'Gt akzeptterend zu verhalten. Erst wenn er die Richtigkeit einer Idee erkannt hat, ist er be­reit, ihr seinen ganzen Arbeitseifer zu widmen. Man hat allen Grund, die Wahl der polnischen Nationalversammlung ernst zu nehmen.

Der Netter der Reichsbahn

Marx rühmt die Verdienfte Oesers.

Revolten im Rif.

Ein Nachfolger Bbd el Krims?

(Eigene Drahtmeldung.»

Paris, 7. Juni.

Ein Korrespondent in Taza berichtet: Die Stämme der Beni Uriahbl sammeln sich von neuem. Sie sind im Begriff, einen Nachfol­ger Abd el Krims zu wählen, um den Kampf gegen die Spanier wieder aufzubnehmen. Mit dem Stamm der Bokkoja stehen die Spa­nier wieder im Kampf. Die spanische Zone i*.. noch nicht unterworfen. Ueberall find Revolten zu verzeichnen, die leicht auf die franzöfische Operationszone übergreifen können.

Paris, 7. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die franzöfifch-spanischen Verhandlungen über Marokko werden in etwa zehn Tagen in Paris anfangen, nachdem die Lage durch die zurzeit in Marokko eingeleiteten Vorbesprechungen vis auf wenige Puntte geklart ist.

(Durch Funkspruch.)

Berlin, 7. Juni.

Bei der heutigen Trauerfeier für den verstor­benen Generaldirektor Rudolf O e s e r sprach Reichskanzler M a r x das B e i l e i d der Regie­rung und der Reichsbahn ans: Land und Reich hat der Verstorbene an führender Stelle unter außenpolitischem Druck gedient, als eS galt, dir Reichsbahn anzugliedern in das System der Re- parationsleiflungen. Da ist es Oesers besonderes Verdienst gewesen, diese Angliederung in eine Form gebracht zu haben, die dem Reiche das uneingeschränkte Eigentum an dem gro- ßen Nationalvermögen, daS die Reichs­bahn darstellt, erhalten hat. Es wird die vor­nehmste Aufgabe der Zukunft sein, dieses Werk zum Wohl des deutschen Volkes durchzuführen und zwar immer in dem gleichen Bestreben, die Reichsbahn in erster Linie den Interes­sen Deutschlands und der deutschen Wirtschaft nutzbar zu erhalten.

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Regierung gegen 2Kei<vsbahn

Berlin, 7. Juni. (Privattelegramm.) Die Re­gierung hat der Reichsbahngefellschaft mitgeteilt, daß sie tn der nächsten Woche zu der Wahl Dorpmüllers zum Generaldirektor erst Stellung nehmen müsse, da sie vorher nicht befragt worden fei.

Wuperfu gegangen?

Der ewige Bürgerkrieg in China.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 7. Juni.

Eine Newyorker Depesche aus Peking besagt, daß nach einer unbestätigten Nachricht Wupeifu. als er sich auf dem Wege von Paotinq nach Peking befand, um mit T s ch a n g t s o l i n zu verhandeln, von untreu gewordenen Elementen seiner eigenen Armee gefangen ge­nommen worden sei.