Brasilien gibt uns öenWeg frei!
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sei ein Abkommen getroffen worden, dem Bra-
täuschte und künstlerisch interessanteste des .. Reichskunstwarts hat noch bei keiner Parte» ' genliebe gefunden und ein Linksblatt erklärt 01
ilien zugestimmt habe. Brasilien und Spanien
dürften, selbst wenn sic während der Böl-
kerbundstagung nicht zugleich mit Teutsch-
schritten und must zu Ende gegangen werden,
Im Vordergrund der z. Zt. leidenschaftlich erörterten Flagenfrage steht ein Entwurf des Reichskunstwartes Dr. Redslob, der vorsieht, daß die neue Reichsflagge auf Grund der historischen Zusammenhänge in der Heraldik in der Mftte ein Kreuz führen soll; das in schwarzer
In diesen maikühlen Tagen wird nun das holde, beschauliche Pfingstidyll ein Ende haben, das unsere Grotzvesire und Volkstribunen von Berlin fernhält und der etwas eingerostete Staatsapparat wird wieder zu spielen beginnen. Denn die Zeit drängt und die Aufgaben türmen sich ins Riesenhafte. Nicht nur, daß das Kabinett an sich lückenhaft und auszubauen ist (den Justizministerseflel machen sich Zentrum und Volkspartei streitig); das ganze Regierungsgerüst kann bekanntlich jeden Tag zusammenkrachen und muß aus die einzig tragfähige Basis der Großen Koalition gestellt werden, der ,a immer die heimliche Liebe von Marx und des allerhöchsten Staatslenkers gegolten hat. Aber diese mehr .häuslichen" Sorgen werden in der nächsten Woche zurückgedrängt von den über Pfingsten eingeschlafenen, nun aber mächtig anschwellenden inneren Krisenepidemien der Für- sten-, Flaggen-, Wirtschafts- und Arbeitslosen- rätsel, die eine schnelle, praktische, durchschla- gende Lösung heischen. Der Reichstag wird sich sputen müssen, wenn er noch vor dem 20. Juni einen vom Mehrheitswillen des Volkes getragenen gereckten Vermögensausgleich mit den Fürsten herausklügeln und vor dem 1. August die auseinanderklasfenden Volksmaflcn um e i n von allen verehrtes Farbensvmbol will scharen. Ueber den Innenminister geht zur Zeit ein Sturzregen von Flaggcnentwürfen, maßgeblichen und unmaßgeblichen, niedre. Aber selbst der unge-
Die Zeit drängt.
Herkulesarbeit für die Regierung.
wenn anders Europa sich nicht selbst das Grab schaufeln will. Als letzte Erfüllung aber winken kommenden Geschlechtern die fernen Firnen eines „Paneuropa". Von den ersten Etappen ins Land der Verheißung Völkerbund und Grobdeutschland wird die erste schon im September zurückgelcgt sein, da Brasiliens und Spaniens Widerstand jetzt endlich gebrochen scheint. An die zweite aber wollen wir noch energischer als bisher alle Kräfte unseres jungen Lebens setzen. F. R.
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Wieder vollzählig um Marr versammelt.
Berlin, 29. Mai. (Privat - Telegramm.) Gestern sand die erste Ministerbesprcchung nach den Pfingstferien statt. Sie beschäftigte sich lediglich mit laufenden Angelegenheiten. Gestern abend fand beim Reichspräsidenten die Ab- schicdsfeier für Dr. Luther statt. Am Man- tag wird GrafBernstorff Bericht über seinen Genfer Auftrag erstatten. Im Reichstag nehmen die Ausschüsse ihre Arbeit wieder auf.
(Sine Einhettsflagge gesucht
Die Losung des Reichskunstwarts.
(Pr ivat-Telegramm.)
Berlin, 29. Mai.
Unser Matz ist frei!
Kein Widerspruch für den Bölkerbundeintritt.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 29. Mai.
Laut Pressenotiz hat Brasilien auf freundschaftliche und einmütige Bitten hin erklärt, es werde kein Beto gegen den Eintritt Deutschlands in den Bund einlegen. Es
ÄM Siegeskranz.
Primo de Riveras Ruhmestag.—Das dicke Ende (Eigener Drahtbericht.)
Noch keine Klarheit r
Newyork, 29. Mai. (Durch Funkspruch.) Wie aus Rio de Janeiro berichtet wird, kann z. Zt. keinerlei Erklärung über die Haltung Brasiliens zur Völkerbundfragee abgegeben werden.
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SinedrltteBefchwerdeveimGiaot«gertcht»vvf
Berlin, 29. Mai. (Privattelegrarnm.s Nachdem die verbotenen Verbände W i ck i n g und Olympia beim Staoasgerichtshof Beschwerde angelegt hatten hat nunmehr auch der Wehrbund Ostmark Beschwerde erhoben.
Farbe gehaltene Kreuz, das etwa in der Form dem Kreuz der deutschen Ordensritter gleicht, teilt das Fahnentuch in vier Felder. Diese vier Felder find in rote und goldene Farben geteilt, o daß Schwarz-Rot-Gold dadurch beibehalten werden. Die Rechts, sowohl wie die Linkspresse lehnen den Entwurf des Reichskunstwards Dr. Redslob vorläufig ab. Ein anderer Vor- chlag steht die Einführung der Schwarz-Weiß- Roten Flagge vor, die in der Mitte auf goldenem Grunde den schwarzen Reichsadler führen oll. Man steht die Meinurngen der verschiedc- Parteien, gehen noch weit auseinander.
land ständige Sitze im Bülkerbundsrat erlangten, sich zu Gunsten der Zuteilung eines ständigen Sitzes an Deutschland aussprechen.
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Das war ein Tag!
Zur zehnjährigen Wiederkehr von Skagerrak.
Am 81. Mai rundet M ein Jahrzehnt. seitdem die junge dentlche Flotte die Probe rdrer glanzenden Ausbildung, Schlagkraft und Wagemut ablegte uud unvergängliche Lorbeeren ans einem Kamvsseld viluckte, aus de« feit Abukar uud Trafalgar das meerbeherrschende Albion als unüberwindlich galt. Zn diesem Gedenktag, der auch in Raitel würdig begangen wird, schreibt einer nuferer Mitarbeiter:
Noch einmal wieder zaubert heute die Erinnerung die Geschehnisse jenes großen Tazes vor unsere Augen. Wir sehen, wie Hippers fünf Schlachtkreuzer in schwerem Kampf mit Beattys doppelt so starker Linie verstrickt liegen. Wir erleben noch einmal wieder den Höhepunkt dieses Ringens, als unter dem vcr- beerenden Feuer der deutschen Geschütze „Queen Mary" und „Jndefaligahle" . m Glut und Feuer auseinanderbersten. Wir oeoo- achten, wie unter Scheers Flagge das deutsche Gros in den Kamps eingreift und wie der Brite nach Norden enteilt. Wir erleben wieder den Atem beklemmenden Augenblick, als Plötzlich der graue Dunstvorhang im Osten vom Mündungsfeuer der englischen Linienschlsts- geschwader zerrissen wird, die dank der geringen Dichtigkeit unter Jellicoes Führung völlig überraschend das Schlachtfeld erreicht haben. Wir empfinden noch einmal die ganze ncrvenaufpeitschende Erregung, als der
blutrote Doppelstander auf Scheers Flaggschiff
Bas Ereignis oes Tages.
London, 29. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Die Meldung, daß Brasilien endgültig fein Beto gegen die Erteilung eines ständigen Ratssitzes an Deutschland aufgegeben habe, wird viel beachtet. Ein Blatt erklärt, die britische Festigkeit habe einen Sieg in Genf davongetragen. Deutschlands Aufnahme werde dem Völkerbund die sehr notwendige Stärkung verleihen.
hochsteigt und Schlachtkreuzer und Torpedoboote zum letzten entscheidenden Kampfe gegen den Feind hetzt. Wir fühlen noch einmal bte auchzende Freude, als Jellicoe diesem Ansturm weicht und nun das furchtbare Schlachtacwse langsam verebbt. Und dann kam die Nacht und mit ihr wieder neue Kämpfe ununterbrochen bis zum dämmernden Morgen. Scheinwerfer und Leuchtgeschosse werfen ihr grelles Licht über die leise rauschende See, an dessen Glanz brennende Schisse, glühende Schisss- trümmer und in Dampf gehüllte Torpedoboote die deutsche Linie entlang treiben. Diese aber läßt sich durch nichts aufhalten, denn Scheer hat befohlen:
„Nach Horns Riff! Durchhalten!"
Hier in der Nähe der Deutschen Bucht will er am nächsten Morgen die Schlacht erneuern. Er ist sich klar, daß das bisher Erreichte nur cm Teilsieg ist. Er weiß, daß nur ein vollständig e r Sieg über die „grand fleei" die Blok- kade, deren Druck Deutschland so schwer empfindet, zu beseitigen vermag und ist darum entschlossen, in neuem Kampfe alles an alles zu setzen. Aber hierzu ist sein Gegenspieler trotz immer noch gewaltiger Uebermachl, trotz absoluter Gewißheit über den Standort der Hochseeflotte nicht mehr bereit. Die schweren Verluste des vergangenen Tages — vierzehn Gefechtseinheiten und fast siebentausend Mann — warnen ihn, die britischen Schlachtgeschwader, auf denen doch Englands Weltmachtstellung ruht, noch einmal Gefahren auszusetzen, die vermeidbar sind. Denn auch ohne Kampf wird man den Gegner auf dem strategischen Schachbrett der Nordsee durch Seesperre und Hungerblockade matt setzen können. Ein Fabius cunctatpr zieht sich Jellicoe nach Scapa flow zurück. So hat denn Skagerrak zu einem vollen Erfolg nickt führen können. Ein Mittel, die nach der Schlacht vor dem Skagerrak geradezu zum System erhobene Zurückhaltung der englischen Flotte zu brechen, gab es für uns nicht. Nur wenn die Hochseeflotte sich unter der englischen Küste zum Kampfe gestellt hätte, wäre die „grand fleet" vermutlich aus ihrer Defensive herausgetreten. Aber sicher erst bann, wenn Minenleger, U-Boote unb Tor- pedoboote durch ihre Vorarbeit den Großkampi- schisfen, deren tunlichste Erhaltung mit Rücksicht auf die Machtverhältnisse nach dem Kriege oberster Grundsatz blieb, einen Erfolg ohne allzu hohen Einsatz gesichert hätten. Ein solches Verhalten der Hochseeflotte wäre also
nutzlosem Selbstmord gleichgekommen, hätte auch die Interessen der Gesamtkriegsfübriing außer Acht gelassen. Denn die deutschen Geschwader leisteleii auch als „fleet in being" d. h. als Flotte, die nur durch ihr Vorhandensein Wirkungen ausübt, wertvollste Dienste. Sie sicherte unsere Küste von der Ems bis zur Memel. Sie deckte die für unsere Einfuhr aus Schweden so wichtigen Handelswege der Ostsee. Sie deckte den linken Flügel unseres OstheereS und verhinderte Truppenlandungen im Rücken unserer kämpfenden Fronten. An ihr hing Dänemarks Neutralität unb sie ermöglichte enblich die Durchführung des U-Bootkrieges. Wir standen also dieser systematischen Zurückhaltung, dieser Verweigerung jeden Kampfes unter einigermaßen gleichen Verhältnissen machtlos gegenüber. Das
Madrid, 29. Mai.
Der Außenminister erklärt: General Primo de Rivera war es, der persönlich der Gefahr einer Katastrophe in Marokko entgegenzutreten verstand, um sie in einen glänzenden Erfolg zu verwandeln. Ein gemeinfamcs Vorgehen Frankreichs und Spaniens kann auch in der Zukunft noch sehr nützlich sein. Das Marokkoproblem wird einer endgültigen Lösung zugeführt werden indem jede Protettoratsnatton sich bemühen Vorteile möglichst rasch zu befestigen.
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Der Ttlfffrieg noch nicht zu Ende.
Tanger, 29. Mai. (Funkdienst.) Die Dsche- ballastämme setzten in der Nähe von Tetuan den Kamps mit den Spaniern fort, die bei den letzten Kämpfen schwere Verluste erlitten hätten.
sogar kurz und bündig: „Uns erscheint, nach dem sieben Jahre langen Kampfe, als allein möglich die schwarz-rot-goldene Fahne, die man durch Einfügung eines die historische Vergangenheit ehrenden Symbols zur Einheitsfahne machen kann." Wie wird der vielgeplagte Odysseus Marx sich durch diese Scylla und Charybdis hindurchwinden?
Wirb vor allem ein nüchterner Tatsachensinn dem fatalen Arbeitslosen- und Wirtschasts- elend energischer zu Leibe gehen als sein zaudernder und tastender Kollege Luther, der uns auch das Preisabbauversprechen schuldig blieb. Soll her so kläglich im Teuerungssumpf stecken- gebliebene Preissenkungskarren endlich wieder ins Rollen kommen? Sind die Schädel unserer Politiker und Wirtschaftler so vernagelt, oder krankt das Land und Europa an der Repara- tions- und Daweslast so unheilbar, daß sich kein Wunderkraut gegen die Krisis, keine Wünschelrute für neue Absatz- und Arbeitsguellen finden läßt. Steht es wirklich so, wie der bekannte Reichsbannerführer Hörsing kürzlich verriet, daß sein Gesundungsprogramm: Langfristige Anleihen für Löhne und neue Arbeitswerte statt toter Erwerbslosengelder, von den Machthabern abgelehnt wurde, obwohl man «s als „richtig und allein möglich" erkannte? Daß allein in seiner Provinz dreißigtausend Mann fünf Jahre beim Kanal-, Wege- und Talsperrenbau beschäftigt werden könnten, daß aber die Regierung mit ihren Quacksalbereien schließlich auch noch das Gesunde krank kuriere? Wie lange will man noch in echt deutscher Gründlichkeit die Zeit hinschleppen mit doktrinären Wirtschaftsgutachten, die jetzt schon in dickbäuchigen Folioakten die Reichsarchive füllen. Was nützen den darbenden, unfreiwilligen 1% Millionen Müßiggängern die tiefsinnigen Orakelsprüche von „Rationalisierung", „Regierungskrise", „Uebergangs- zeit" und was so alles von Hofsnungsbrosamen vom Tiscke der Wirischaftskundigen fällt, wenn sich nicht bald die verschlossenen Arbeitsstätten, Kontore öffnen und in die auch gesunde Nerven und Seelen zermürbende Arbeitslosen- und Nichtstuerleere das sprühende Lebenslied der Arbeit klingt! !
Inzwischen versuchen in endlosen Handelsund W'rtschaftskonserenzen die Neunm^tweis'n der Länder (bisher leider meist mit negativem Erfolg) das zersplitterte europäische Wirtschaftssystem wieder einzurenken und so ein Gegengewicht gegen den erdrückenden, geschlossenen Dollarkoloß der Neuen Welt zu schassen. Dieser engere wirtschaftliche Zusammen- schluz Europas gegenüber dem Konkurrenzriesen jenseits des großen Teichs ist gewiß ein „Ziel aufs innigste zu wünschen". Der Weg zu neuem Wirtschaftsausgleich in Gestalt einer Zollunion, einer gemeinsamen Stabil i si er u n g der abnormen Währungsverhält- nifle, einer sozialen Angleichung der Lebenshaltung der Arbeiter und Angestellten, Ausbau der Sozialpolitik usw... fast ungangbar und endlos dehnt sich der Weg. Ader er ist be-
* ★ * Sln heitzer Wettbewerb.
Noch ein Schock Flaggenentwürfe. (Privat-Telegramm.)
Berlin, 29. Mai.
Zu dem Vorschlag des Reichskunstwarts Dr. Redslob bemerkt ein Volksparteiblatt, daß von verschiedenen Persönlichkeiten, so auch von Dr. Redslob Probeentwürfe eingefordert sind, um dem Flaggenausfchuß des Reichstages Unterlagen zu geben. Dem Ministerium find außerdem Zahlreiche freiwillige Entwürfe zugegangen. Das Ministerium wird daS Material nach einer Sichtung dem Reichstagsausschuß zuleiten. Auf diese Weise wird wohl auch der Entwurf des Reichskunstwarts mit vielen anderen zusammen dem Flaggenausschuß unterbreitet werden.
* Bremen oroen Berlin.
Bremen, 29. Mai. (Privattelegramm.) In der gestrigen Sitzung der Bremer Bürgerschast wurde ein von den Demokraten unterstützter Antrag (Soz.) nut 48 gegen 37 Stimmen angenommen, der die Aufhebung der Flaggenverordnung vom 5. Mti anstrebt.
Er kann auch anders.
Der Welteroberer als... Abrüstungsfreund. (Eigene Drahtmeldung.)
Rom, 29. Mai.
In der Etatsdebatte erklärte gestern Mussolini im Senat bezüglich des Locarnopakts, Italien habe sich angcschloffen, um sich auf die gleiche Stufe mit England zu stellen. Natürlich werde Deutschland im nächsten September als ständiges Ratsmitglied in den Völkerbund ein« tretend Er fuhr dann fort: Der italienische Imperialismus besteht nicht in dem Sinne eines aggressiven Imperialismus, der sich zum Kriege rüstet. Aber den Frieden wollen, bedeutet nicht, entwaffnet zu sein. Man muß sich auch über die Entwaffnungsfrage verständigen.
Abrüstung mutz vollkommen sein, sonst ist sie nur eine schlechte Komödie. Bis zu dem Tage, an dem alle Staaten schnell und tatsächlich abrüsten, kann Italien nicht abrüsten, ohne seine Unabhängigkeit und seine Freiheit zu verlieren. (Sehr lebhafter Beifall.) Ein solcher gerechter dauerhafter Friede mutz begleitet sein von der Befriedigung unserer legitimsten und heiligsten Interessen. Unsere alten Verbündeten werden sich davon überzeugen, daß sie unserer rechtmäßigen Forderung entgegenkommen müssen. Jedensalls sei festgestellt, daß man niemanden, wer es auch sei, etwas geben wird, wenn nicht zuvor der italienische Anteil besrie- bigt ist. (Beifall.) Hinsichtlich der Einstimmigkeit des Völkerbundsratcs ist Italien vollkommen unnachgiebig. Wir stehen noch nicht an der Spitze einer Konstellation von Völkern. Wir haben nicht ein mehr- oder mindergroßes Gefolge Schutzbefohlener, aber wir besitzen die furchtbare Waffe des Veto und auf dieses Beto werden wir nicht verzichten. (Beifall.)
Vom Sturm überrascht.
Schon wieder Ruhe in Lissabon.
(Eigener Drahtbericht.)
London, 29. Mai.
Die letzten Meldungen aus Lissabon bringen die Bestätigung des Ausbruchs eines Militäraufstandes. Die Regierung hat viele Verhaftungen vornehmen lassen. Der Gouverneur von Lissabon gibt bekannt, daß die Ordnung überall wieder hergeftcllt fei, ausgenommen in Braga, wo die Garnisonen sich erhoben haben. Tas Kabinett prüft gegenwärtig die Lage.
Mitten im Istevoluttonswirrwarr.
Berlin, 29. Mar. (Eigener Drahtbericht.) AuS Oporto wird gemeldet: In Oporto wurde l Freitag Mittag noch gekämpft. Die in Oporto i liegende Division hat sich den Meuterern ange- i schlossen. General Alviro in Braganza ist an die Spitze der Revolution getreten. Die Re- : gierung erhofft die Niederwerfung der Be- : wcgung durch Verhandlungen.
Kasseler Neueste Nachnchtea
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
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Sonntag, 30. Mai 1926
Nummer 124. Amtliches Organ der Stadt Kassel
Amtliches Organ der Stadt Kaffel 16. Jahrgang