•t. Hfl. — M. Jahrgang.
Kasseler Neueste Nachrichte«
Sonntag, 23. Mat 1926.
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Neue HSchstkutfe.
A« der Nachbörse blieb Me Tendenz weiter fest. Ge- winnsicherungen der Spekulation batten lediglich ge- ringfügige KurSabschwächungen zur Folge. I. G. Sät- benindnstrie erreichten sogar erst jetzt ihre« höchsten Tageskurs mit 174%, Montanaktien waren bis zu % Pro^itt niedriger. Phönix 82%, Gelsenkirchen 108%, Rheinstahl 104%, Rombacher 24%, Harpener 120. «Bt Anlethernarkt nannte man Kriegsanleihe 0,800.
Frankreich und Belgien stützen ihre Währungen.
Die Lira bcffert sich wieder.
Die feit zwei Tagen zu beobachtetenden Interventionen in Paris, Brügel und Mailand nahmen am Berliner Freitag-Devisenmarkt einen ungewöhnlichen Umfang an. Insbesondere in Brügel konnte hierdurch ein- starke Befestigung erzielt werden. Paris batte zwar wesentlich lebhafteres Geschäft, doch konnte die Besserung von Brüssel nicht entfernt erreicht wer- >u wieder eiten im- besondere
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die Besserung von Brüssel nicht den. Mailand erreichte vorüber den KurS, den e» vor dem plö mer gehabt batte. Die Reportfi___..... _____________
für Mailand stark zurückgegange». Die übrigen Devisen waren wenig verändett, OSlo konnte sich leicht befestigen. Die Mark nottert« in Pari» 78»—80, in Zürich 1,2305, in Amsterdam 0^921%—0,5921%. in London 20,48—20,43%. Die Verhältnisse am Geld- markt sind nach wie vor unverändert. Am PrivatdiS- kontmarkt beide Sichte« unverände« 4% Prozent.
Miff tmd Etappe im Punkte Mädchen Werben um dasselbe Gretchen, Welches sich dem Menn veeacl reibt. Der iw Wettkampf Sieger bleibt. Mitt auf Mita holt den Preis, Flappe serflieBt vor Wut und Schweig. (Forts.folgt.)
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Eisenbahn-Nabr- _________ ........... „..jt«t ihrer Milglieder di« Klage «ingerelcht, da fl« in dem Vorgehen der JieichSbabn^Scsellfchast eine Verletzung der wohler- " :6te der Beamten erblickt. Die Prozess« --------- — dem Landgericht I Berlin, vor dem bereits am 15. Avril der erste Termin angestanden hat. An diele« Termin wurde beschlossen, dass beide Parteien die ausserordentlich verwickelte Rechtslage durch weitere Schriftsätze zu klären haben, damit in dem neuen Termin, der am 17. fluni anstebt, das Gericht das Urteil svrechen kann. Da es sich hier um eine grundsätzliche Entscheidung bandelt, di« dazu angetan ist, einmal ein« volle Klarheit in die ausserordentlich verwickelten Rechtsverhältnisse der Eifenbahnbeamten, die durch ble Umwandlung der Reichsbahn in ein« Gefellfchast sefchasfen wurden, bineinznbringen und da auch die wirtschaftlichen Verhältnisse Tausender abge-, bauter Elfenbabnbeamten davon abhängen, ist bestimmt damit zu rechnen, dass der Prozess bis zum Reichsgericht durchaesochte» wird. Wir werden mit Rücksicht auf das allgemeine Interesse später berichten.
»Von den Alten hat sie schon Mancher ge- sehen, di« blondhaarige Frau im lichtklaren Gewände, von wallenden Schleiern umflattert, wenn sie oben aus dem Berge am Weinebusch
Beim Krug in einem der vielen Dörfer des Meißnergrundes hat es mir ein kerniger Hesse anvertraut. Wir saßen am Fenster. Draußen blüht es in allen Zweigen. Der Meißner wölbt seinen gewaltigen Rücken inS HimmelMau. Hinter dem schwarz gähnenden Höllental mit dm Resten des Bilsteinnestes über schroffer Fel- senwand fließt die Werra. Auf der holprigen Dorfstraße jault ein Köter die Maiensonn« an.
»Sie kömieu'S mir glauben. Frau Holle lebt noch. So rasch sterben alte Götter nicht. Wir Bauern wissen's, denn wir spüren ihre Hand. Hören Sie, was eben die Kinder singen."
Kunstgesang ist eS wirklich nicht, der die Straße entlang kommt, aber die kleinen jungen Mädchen sind mit ihrer ganzen jungen Seele bei dem Spiel unter der allen knorrigen Linde:
Ringelringelreihe
Wir sind der Kinder dreie, Lanzen um den Holler dusch . . .
ES ist daS uralte Lied von der Frau Holle, der holden, der guten, die eben noch ihre Betten ausschütteln ließ, daß die Federn flogen. Da schreite e. Jetzt aber ist Mai . . . Frau Holle kann auch anders!
*
, Mit dem Lenzsturm im Rücken steigen wir bergwärts. Im Walde atmet herb und süß daS junge Leben. Geheimes Röhren geht durchs Höllental. Grausame Wortverbildung. Einst hieß es Hollental, der Weg zum Heiligtum der Holden. Jeder Stein, jede Höhlung, jeder Wiesenname berichtet von ihr.
Wir steigen, steigen. Dort, jenes Erleuge- strüpp ist der Weinebusch der blondhaarigen Frau in klarem Lichtgewande, die von den Alten noch gesehen wurde, wenn sie weinte um Ger- mar, ihren Galten, der Priester der neuen Gottheit geworden war und der alten Treue vergaß ... Da unten ist das alte Prämonstra- tenser Kloster zu Germerode, der Ort, den jener Hollengatte geschaffen haben soll. Und in der Tal . . . der Hollenkult wurde hier durch das Kloster abgelöst. das 1145 Graf Rücker der Zweite vom Bilstein gründete, angeeifert durch die Bauern von Kirchditmold, die sich das Kloster Weißenstein schufen . . . heute steht an dessen Stelle Schloß Wilhelmshöhe.
Die klugen Mönche und Nonnen, letztere waren hier stetS in der Mehrzahl, formten die im Volke lebendig gebliebene Holde in die heilige Walburg um, der ein nach hier benanntes Stift gegründet wurde, aus dem da? freundliche Dorf gleichen Namens wurde, dem es heute so gehl wie Bebra . . . lausende kennen seinen Um- steigebahnbof nnd kommen niemals in die Ortschaft selbst! Bekannter ift schon der Garde du Corps-Roggen von Walünrg.
Frau H-olle . . . kürzlich war dein Hochzeitstag mit Allvater Wotan ... am ersten Mai. Da brachten die Hilgershänfer Blumen auf den Altarstein vor der Hollenhöhle von Kammerbach. ES soll heutzutage noch vorkommen, aber ein steinalteS Mütterchen, das ich einmal befragte, wußte von nichts. »In meinen jungen Fahren fa aber jetzt habe ick schon lange nichts mehr gehört . . . die Mädchen und die Burschen von heute haben ja andere Dinge im Kopfe als schöne alte Bräuche . . .“
So sagte sie und ging freundlich grüßend den steinigen Weg nach Hilgershausen zu. Ein alter Brauch aber hat sich erhalten, wenn auch im Laufe der Jahrhundette bös verballhornt.
bis 37 Goldmark. Bei Schweinen konnte infolge geringen Antriebs keine Notierung vorgenommen werben. Kälber unb Schweine bei langsamen Handel ausnerkanft.
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Bierundzwanzig Tage in Amerika.
Studienreise des Leipziger Messamts nach Nordamerika.
Zahlreichen Wünschen ans den Kreisen von Handel und Industrie entsprechend, veranstalten das Internationale Berkehrsbüro beS Leipziger Messamts und ber Norddeutsche Llovd vom 18. September bis 2 November ds. Js. eine zweite Studienreise nach Nordamerika. Wäbrend bei 24tägigen Ausenthalts in Amerika sollen die hauptsächlichsten Handels- und Jn- dusiriezentren der Bereinigten Staaten von Amerika, Albano. Rochester, Buffalo, Cleneland, Detroit, (sm» cago. Pittsburgh. Washington, Philadelphia und Atlantic Litt! besucht werden. Den Teilnehmern wird
Handel und DeiMr.
Die Kurse steigen weiter.
Die BSrfe bleibt fest.
Trotz ber bevorstehenden mehrtägige« Feiertags- Unterbrechung setzte die Berliner Börse am Freitag wieder fester ein und unter Bevorzugung von tzarb- und Elektrizitätswerten gab e» neue KurSfteigerun- een. Die Tendenz blieb während des ganzen Bör- ferrverlausS ausserordentlich feit und das Geschäft war erstmalig auch in den bisher vernachlässigten Montan- werten recht lebhaft. Es gab neue Kursbesserungen aus allen Gebieten, da von erster Bankfeite dauernd grosse Käufe getätigt wurden. Die Vörfe fchiietzt in haussierender Stimmung: Phönix etwa 93%, Rhein- stahl etwa 104%, Gelsenkirchen etwa 108, A. E. G. etroa 117%, I. G. Farbenindustrie 173% Prozent. Kassemarkt fest: Renten ruhig, dorozentige Deutsche Anleihe etwa 0,390 Prozent.
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Eine Maienfahrt ins Reich der Frühttng-gvttin.
Roch lebt Frau Holle im Meitznerland. / Wenn zwei Hochzeit machen ... / Frau Holle unb Wotan. I Die Verwandlung der Holle in die heilige Walburg. / Kloster Germerode erzählt. I Am Altarstein beim Frau Hollenteich.
Von Rudolf Heynemann.
Vor kurzem ging die 9!ac6ri8>t durch die Presse, dass die Eifenbabner-Geiverkschaften gezwungen waren, gegen die Eisenbahn-Gesellschaft auf Anerkennung des Schiedsspruches zu klagen. Nach den uns »gegangenen Informationen schweben, noch weitere Prozesse gegen die Reichsbahn-Gesellschaft, die jn.ihrem Endzweck verfolgen, daS Boraeben ber ReichSbahn-Gefell- fchast in dem Abbauverfabren der Beamten illuforifch zu machen. Es ist la bekannt, dass in dem einsejei« teien Beamtenabhau, der unter der Parole der W>n- fchaftlichmachuna der Reichsbahn vor sich geht, auch Taufende von Beamten einfach aekünd.at und entweder ins ArbeitSverhältnis überführt, ober mit enter gdungsfllnime entlassen wurden. Es bandelt sich ' euch zum grossen Teil um planmässige Beamte, mit» 10, 12, ja sogar 18 planmässig, jähre »urückgeleat haben. Gegen bi hat die Gewerkschaft deutscher Eisen beamten und Anwärter für mehrere ihrer die Klage eingereicht, da sie in dem Bc
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Dampsxrn. eine baldige Anmeldung beim ternatt», nalen BerkehrSbÜro deS Leipziger Messamts. Leipzig. Markt 4, sowie bei sämtlichen Vertretungen de» Norddeuttchen Llovd. zu empsehlen ift.
♦♦ Hamburger Warenmarkt vom 21. Mai. K a s - f e e: Während Sanios seine Offerten fast unverändert liess, war Rio mit seinen Korderungen, die allerdings auf unverhältnismässig hoher Bails liegen, um 1 id, vereinÄlt um 2 sh niedriger. Am hiesigen Markt« herrschte Feiertagsftimmun«. — Kakao: Der Markt war ruhig, aber fest, namenllich für Sommer-Arriba. Superior April- und Mai-Kuni-Ab!adung wurde mit 83 sh bezahlt, und blieb zu diesem Preise weiter gefragt. Accra so ob ferm, wurde in schwimmender Ware zu 47 sh aus zweiter Sand umgeietzt.
*• Berliner Metallbörse vom 21. Mai. Preise ah 1. Sept, für 100 Kilo. Silber 1 Kilo: Elektrolytkupter per 100 Kilo 131,25, Orig. Hütienrohziuk frei 64—4)5, Remelled-Plattenzink 50—59,50, Ong. Hllttenalumium 98—OSvroz. Blöcke. Barren 235—240, 99proz. Walz- und Drambarren MO—250, Reinnickel 98—99oroz. 340 bis 350, Annmon-Regulus 125—130, Seinsilber Bar- ttlt*^>8etf(63tfttne der Kapital,nfammenlegnng bei der Kasseler SÄerstahl-A.-G. Nachdem daS Eisen- und Stahlwerk Höfch, Dortmund, die Mehrheit der Aktien der A. G. yederstahlindustrie in Kassel erworben hat, soll der Betrieb der Federstablwerke vollkommen umgestellt werden. Die neue Verwaltung wird, wie verlautet, die durch den diesjährigen Verlust von etwa 818 000 Jl notwendige Zusammenlegung des Aktienkapitals nicht im Verhältnis 2:1, sondern min- besten» tm Verhältnis 3:1 durchführen. Man spricht auch von der Möglichkeit einer Zusammenlegung 4:1.
*• Ausnahmetarif für Kartoffel-TrockenproSnkte auf ber Eifenbahu. Nachdem vor einiger Zeit für frische Kartoffeln ein Frachtnachlatz von 10 Prozent gewahrt wurde, hat die Reichsbahn vom 13. Mai ab auch einen Ausnahmetarif für getrocknete oder gedörrte Kartoffeln, die zu Kutterzwecken Sefttmmt sind, beim Versand im Inland in Kraft gefetzt. Der neue Autnahmetaris sieht Frachtfätze vor, die etwa 20 Prozent unter den bisherigen Sätzen liegen.
> Ein« glleinfteh.' 'Frau, 40 Jahres .sucht Bekanntsch., ..Wecks spät. Heirat. Ernste em.^ ' naebote E 568> Geschäftsstelle. '
DaS ist baS Maienfest zu Germervde mit dem harlelinartigen Läufer, dem bändepgeschmückten.
Dieser Läufer aber stellt keinen Geringeren dar alS Frau Hollen- Gatten, SStotan, der zum Gernmr wurde. Und wenn die Zwei Hochzeit machen, so ist Frühling^im Landei
Die riesige Kastanie vor dem Klostereingang — der große Domänenhund toamt Neugierige! — verdient den Denkmalsschutz. Aus der Kirche kommen die Frauen Alle schwarz, feierlichst, daS Gesangbuch sorgsam mit dem Taschcntüchlein angefaßt. Und bann tm hohen Zylinder die Männer. Ihr Gang spricht von harter Arbeit auf der Scholle. So steigen sie die hohen Stufen nieder. Nur da- Jungvolk bringt Farbe in daS feierlich« BildI
Reich war daS Kloster, daS heute nur ein Schatten einstiger Größe, so reich, daß sein« Insassen weltlich dachten, üppig wurden. Aus 133 Orten bekam cS Dienste und Abgaben. ES war die Zeit deS allgemeinen Verfalls. Vergebens suchte der noch katholische Landgraf Philipp der Großmütige, im Verein mit der letzten Priorin, Mechthilde von Keudell, Zucht und Ordnung herzustellen ... 1527 hob er dann daS Kloster auf. Dreißig Nonnen unterzeichneten den Verzichtschein und zogen von dannen...
Der singende Nonnenspuk in d«r Klosterkirche ist wohl mehr Klage um daS, waS aus dem Kloster geworden ist . Konservator heraus!
Schroffe Felswände stürzen nieder. Sagenumwobene Berge blicken herab. Me Straße wird zum Engpaß, schiefgestellte Felsen, wohl- oeeignet als natürlicher VerteidigungSwall, Zwei Ahornurgroßvater halten davor die Wacht. Wuchtige Gesellen, Recken der Vorzeit. Ein Sonnenstrahl badet sich in einem Keinen Waldsee unter bizarrem Basalt. DaS ist der Frau Hollenteich!
Die Kinder blicken starr in daS Wafler. Von den Großen wird ihnen Kunde, daß Frau Holle dort die kleinen Kinder aufzog, bis sie Eltern fand im Menschenlande. Die gleiche AndachtS- ftimmung geht hier um wie an dem Waffer auf Rügen, daS auch Frau Hollen heilig, der Hertha. Und wiederum Felsen und Tannen und dann eine amphitheatralisch geformte FelS- gruppe, in ihrem Vorraum ein FelSblock von zwei Meter Höhe mit Anstieastufen und ebener Platte ... der Mtarstein! Schwerlich ist Frmr Hollen an ihm geopfert worden, wie so gern «r- zählt wird. Wir wissen auS der berühmten Esckweger Ebromk, daß die zweite Pest während des dreißigjährigen Krieges — der schwarz« Tod schwang 1635 seine Hippe und di« zweite Seuche waren die Kroaten deS berüchtigten HombergbelagererS, des kaiserlichen Generals Götz — die Bewohner deS WerratalS in die Wälder deS Meißner flüchten ließ ... da wurde am Altarstein in aller Stille Gottesdienst gehalten BiS die Kroaten auf den Berg stürmten. Wer nicht fliehen konnte — man floh biS Kassel — der wurde niedergemetzelt. Blut klebt an der Geschichte auch dieses sonnigen Berges der schönsten Sagen.
Und du. geliebtes Schwalbental, sahst auch icne Kroaten .. . daß deine Mten vmi ihnen verbrannt worden sind, verschweigt der Nachwelt die erlittene Pein!
*
Jrßt grünt daS weite Meißnerland. Die FrnhlingSgöttin fährt mit ihrem weißen Kuh- gesvann umher. Ja . .. Frau Holle lebt. Blond ift daS Sonnengold in den Zweigen, weiß« Nebel flattern oben in den Tannenspitzen, lichtklar ist rings die Welt bis dahin, wo das Kreuz der Wartburg sichtbar wird und der Blaue Brocken über dem fernen Harz . . .
unter Führung bei BerkebrSdirektorS bei Leipziger Messamts, Herrn BoSo Ronnefelb, ber in mebr als zetmiäürigem Aufenthalt in den Bereinigten Staaten sich eine etnaehenbe Kenntnis von Lanö unb Leuten zu eitlen gemocht hat, Einblicke in bte Eigenart amerikanischen GefchäftSwefenS, in bte wichtigsten Betriebe unb Einrichtungen, in die ArbeitSmethoben in ihren Vorzügen und Nachteilen ufn>„ rote sie sonst in so einachenbem Masse während eines kurzen Aufenthalts nicht gewonnen werben können, vermittelt werben. Auf vielfachen Wunsch ift auch bte Teilnahme von Damen in Aussicht genommen, für bte bei genügen- ber Beteiligung ein abweichenbeS, ben Interessenbereich ber Damen mehr ansevatzteS Programm unter stübrung von Brau Gordon-Ronnefelb, bte ebenfalls über ein Jaknnehnt in Amerika gelebt bat, ausgearbeitet ift. Alir bie Ueberfahrt nach Amerika ist ber annäüernb 10 000 Tonnen grosse Dovvelfchrauben- bamvfer „Derfflinger", für bie Rückreife nach Bremen ber über 15 000 Tonnen grosse neue Dampfer „Berlin", beibe ausserordentlich komfortabel unb behaglich eingerichtete Dampfer beS Norbdeiitfchen Lloyd In Bremen, in Aussicht genommen. Mit Rücksicht auf ben Zweck ber Reife ist bie Teilnehmerzahl beschränkt, sodass, auch zur Sicherung günstiger Plätze auf den
BeritÄtt Devisenkurse.
4>.® WÄ W. Newuork 4,195 (4,205), Amsterdam 168,69 (169,11), Brüff.Äutro. 1344 (13,46), Oslo 90,79 (91,01), Italien 16,65 (16,79), Kovenüagen 110,27 (1102)5), Part» 12,97 (13,01), Schweiz 81,15 (81,85), Stockdolm-Gothenburg 112,2« (112L4), Wien abgest. 56,27 (56,41).
Die Welt-Getreidepreise steigen. Der deutsch« Markt schliesst sich au.
Nachdem Liverpool noch kräftigere Befestigung aetzavt batte, wurde auch in Amerika eine entfvrechen- oe Steigerung gemeldet, auf welche England mit einer erneuten PrerSoesserung reagierte. Am Berliner Stet- tag-Getreidemarkt schloss sich Weizen ber Anregung besonders durch Käufe »er Herbstlieferung an, zu denen wohl auch bte trockene Witterung und die Undurchsichtigkeit ber deutschen Zollsrage beigetragen batte. Roggen war durch sichtlich bessere Frage nach Roggenmehl angeregt, auch wie beim Weizen befestigend. Das Angebot vom Znlande war mässig. Gerste bat sich in feiner Situation wenig geändert, Hafer ist behauptet geMieben, obwohl in ben Absatzgebieten sich verschiedentlich bie Konkurrenz ber AnSlandsware suhlbar macht. Amtliche Notierung der Mittagsbörse ab Station, Mehl und Kleie brutto einschl. Sack frei Berlin: für JOOO Kilo: Weizen Mai 305, Juli 293,50 bis 293.25, Sept. 267—267,50, Roggen mark. 176—181, Mai 19.5—196, Juli 199,50, Sept. 206,50, Sommergerste 167—200, inl. Fnttergerste 169—182, Hafer märt. 197—208: für 100 Kilo: Weizenmehl 70 Prozent 36.75 bis 39,50, Roggenmehl 24,75—26,50, Weizenkleie 10,50 bis 10,60, Roggenkleie 11,50—11,75, Biktoriaerbfen 38 bis 43, kleine Sveiseerbsen 25—26,50, Futtererbsen 20 bis 25, Peluschken 20—23, Ackerbohnen 22—24, Wicken 28—31, blaue Lupinen 12—13, gelbe Lupinen 15 bis 16,50, neue Serradella 88—14, Ravskuchen 18,90—14, Leinkuchen 18—18,20, Trockenschnitzel 9,80—10,20, Do- jaschrot 19,40—19,50, Kartoffelflocken 16,10—16,30.
Behebung von Schwierigkeiten bei der Raiffeisenbank.
Das Aktienkapital bleibt »oll erhalten.
Wie aus früheren Preffemitteilungen bekannt, waren bet ber Deutschen Raiffeisenbank aus dem nichige- nossenfchastlichen Geldgeschäft Verluste entstanden, deren Abwicklung um so länger bauern muh, als die augenblickliche Wirtschaftslage eine Verwertung der Pfänder und Sicherheiten jetzt nur zu unverhältnismässig niedrigen Preisen ermöglichen würde. Zur Vermeidung solcher unwirtschaftlicher Verwertung hat die Prenssenkasse einen Teil des der Raiffeisenbank gewährten Kredites gegen Sicherung durch Einzel- bürgfchaften ber Raiffeisen-Vereine in einen langfristigen umgewandeli. Durch diese Regelung bleibt das 25% Millionen Reichsmark betragende Aktienkapital der Deutschen Raiffeisenbank voll erhalten. Nachzahlungen der Genossenschaften kommen nicht in Fra- ge uni neue Gelder werden nicht festgelegt. Mit der Einholung ber Bürgschaften ist begonnen. Sämtliche Stellen, an bie zwecks Bürgschaftsübernahme inzwischen herangetteten wurde, haben eine solche unverzüglich und rückhaltlos zugesagt.
Frankfurter Produktenmarkt.
Frankfurt. 21. Mai.
Der heutige Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Weizen 29,50—29,75. Roggen 19—19,25, Sommergerste 22—24, Hafer 21,50—23,50. Mais 17,75. Weizenmehl 41,75—42,25, Roggenmehl 28—28,25, Weizenkleie 9,25—9,50, Roggenkleie 11.
Frankfurter Viehmarkt.
Amtlicher Bericht.
Frankfurt. 21. Mai.
Der Auftrieb de» heuttgen Nebenmarktes bestand aus 2 Färsen und Kühen. 996 Kälbern. 34 Schafen. 177 Schweinen. Es war schnell auSverkauf! und infolge geringen Bestandes gab eS erhöhte Preise. Verglichen mit dem Auftrieb des letzten N^enmarkteS waren heute Rinder unverändert, 850 Kälber, 60 Schafe unb 400 Schweine weniger angetrieben. Notiert wurde oer Zentner Lebendgewicht: Kalber: Klasse b) 75—80, c) 65-74. d) 56-64, e) 50—54: Schafe: Klasse a) 45—50, b) 40—44. Merzfchafe 85