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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasieler Abendzeitung

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«numme, 98. Am«Uch°s S°ga° d« S,-d. N-si-I Mittwoch. 28. April l»rs AmMche-o^-n d--s.-d. »°ff-t I«. Iaiirz-Ng

painleve baut die Wehrmacht aus.

nahm einftimmtzg nach dem Bericht Litwinofs eine Resolution an, die die Außenpolitik der Regierung vollauf gut heißt.

Frieden um jeden Vrri«.

Paris, 27. April. (Privattelegramm.) Wie Havas aus Udschda berichtet, sind die drei Rif­delegierten gestern dort etngetrosfen und haben sofort mit der französisch-spanischen Delegatton eine lurze Besprechung gehabt.

Kleiner aber stärker.

Wie PainlevL das Heer aus- statt abbaut. (Eigener Drahtbericht.)

Paris, 27. April.

Kriegsminister PainlevL erläuterte ge­stern vor Pressevertretern die Notwendigkeit ei­ner Berteidigungsorganisation, durch welche die Anwesenheit der Truppen unter den Fahnen auf ritt Minimum herabgesetzt wird. Diese Ge- danken habe die Regierung bei der militärischen Reorganisierung, in dem die Dauer der Dienstzeit auf ein Fahr festgesetzt fei, zur Ausführung bringen wollen. Durch die rlnlah- rige Dienstzeit würde die Stärke um fünfnnd- achtzigtausend Mann vermindert werden. Die Zahl der Divisionen werde von zwelunddret- ßig auf zwanzig herabgesetzt, davon vier Kolo­nialdivisionen. Die Zahl der Berufssol­daten werde von 76 000 auf 105 0^0 Mann erhöht werden. Die Zahl der Militärbeam­ten soll um fünfzehntausend und die Zahl der Zivilbeamten um siebzehntausend "höht wer­den. Die Kolonialarmee werde ungefähr 37 OOO Mann Franzosen und 90 000 Mann Eingebore­ne umfassen, die in gemischten Kombinationen 40 000 Franzolsen und 90 000 Eingeborene auS Nordafrika u. die Fremdenlegion 20 000 Mann

machte städtisches Gelände angefordert für die Anlegung von Truppenübungsplätzen und Munitionslagerbauten. Das Gutachten deS Ober'.en Militärrates unter Fach über die deutsche Entwaffnung soll ani Don- ncrStag dem Botschafterrat vorgelegt werden. General Walch trifft morgen in Pari« ein.

Auch England mutz waren.

Rüstungen verschlingen immer noch Millionen.

(Eigener Drahtbericht.)

London» 27. April.

Im Unterhaus erklärte der Sckatzkanzlrr bei Einleitung des Budgets, daß die Ausgaben für das Finanzjahr 1926'27 aus 812 641 000 Pfund Sterling, wovon fast neunzehn Millionen Pfund ReuauSgaben u. a. zum Bau von Kreuzern darstellen, zu veranschlagen sind, sodaß ein Fehlbetrag von 7 941 000 Pfund verbleibe. Die Lage sei nicht so befriedigend, wie angenommen werde, und obgleich man

Reparations- und a Contozahlungen für die Kriegsschulden erwarten könne, so bestehe doch kein Zweifel, daß sämtliche Sonderein­künfte eine schwere unddauerndeBerm,n- d e r u n g erfahren werden. Am 31. Januar 6. J8. habe die Schuld sieben Milliarden 616 Millionen Pfund Sterling betragen. Dies stelle eine Verminderung um dreißig Milliouen dar. WaS die nationalen und administrativen Aus­gab e n, die sich auf rund insgesamt ungefähr 165 Millionen belaufen, betreffe, so sei hier eme weitere Verminderung um sieben Mill» onen ringetreten, von denen vier Millionen auf Rüstungen entfallen.

Ein beispielloser Er'olq.

Das ganze deutsche Volk für den Rusienvertrag. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 27. April.

Da die Ratifikationsurkunden des umstehend veröffentlichten deutsch-russischen Vertrage« (s. Kasten 2. ®.) in Berlin ausgetauscht werden sollen, dürfte dieser unter dem Namen Berliner Vertrag fortleben Ob daS Dertragsdokument dem Plenum deS Reichstages zur An- nähme vorgclegt werden wird, ist noch eine offene Frage. Bejahendenfalls würde das Reichsparlament eine Einheitsfront der Parteien zeigen, wie bisher noch bei keiner Regierungsvorlage. In keinem Partei­blatt findet sich eine Ablehnung des Ver­trages, wenn auch die RechtSblätter ihre Billi- gung mit der Einschränkung versehen, daß der Vertrag ein Festhalten an der von ihnen be­kämpften Locarno» und Bölkerbundpolitik sei.

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Was ot»t draußen vor

Auch Bagern wankt.

Mit wem will Luther reg'eren?

(Eigene Drablmeldung.)

Berli", 27. April.

Die Bayerische Bolkspartei soll drauf und Dran fein, das Negierungslager »erlasie und mit fliegenden Fahnen zur Opposition übcrzugehen. Tie Mitglieder haben bisher an keinerlei Verhandlungen über baS R ti r ftt n- komvromiß trilgenommen. Die grobe poli­tische Rede des bayerischen Ministerpräsidenten denen die Stresrmannsche Außenpolitik wird als Absage an eine Unterstützung der jetzigen Regierung im Reichstage ousgelegt Eine diesbezügliche Interpellation würde den Riß in der RegierungS Koalition noch deutli- .cher abzeichnen, da das Zentrum kaum gewillt fein wird, sich für die Sozialdemokraten gegen Bayern einzusetzen: dir Demokraten aber offen zu den Sozialdemokraten überschwenken werden.

Aufklärungskampagne an.

Die Deutschnationalen. das wußte man schon vor der Rede Westarps, versprechen sich innen» politisch von einem Scheitern des Volksentschei­des die Möglichkeit, die Abfindungsfrage noch im letzten Augenblick auf ein neues Geleise zu schieben. AuS ihrem Kreise wurden Stimmen laut, die sich dahin äußerten, daß bei einem Mißerfolg deS Volksentscheides für die Ent­scheidung über Fürstenforderungen tote bisher die ordentlichen Gerichte maßgebend sein sollen. Aber bei dieser Rechnung bleiben Faktoren außer Betracht, die bei der zwangsläu­figen Entwicklung der AbsindungSfrage eine be­sondere Rolle spielen Maßgebend muß deshalb auch unter allen Umständen der Gesichtspunkt bleiben, von dem die anderen bürgerlichen Par­teien ausgehen Und das ist die Notwendigkeit, dem deutschen VoN die schweren Erschüt­tern n g e n zu ersparen, die unvermeidbar über uns herauf,ögen, wenn mit dem Kompromiß nicht die Grundlage geschaffen würde, auf der die Abfindung eine wirklich von der Mehrheit des Volkes tragbare Lösung findet.

Berlin, 27. April. (Privattelegramm.) Der Auswärtige Ausschuß deS Reichstages setzte heute vormittag die Verhandlu.tgen über den deutsch-russischen Vertrag fort, wozu zunächst wieder der Reichsaußenminister Dr. Strese» mann das Wort nahm. Auf der Tagesord» nung standen ferner: Die VölkerbundSrats-Stu- dicnkommisiion, die Entwaffnungsfrage und die Freigabe deutschen Eigentums in den Vereinigten Staaten von Amerika.

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3m Expreß nach...Oftafltn.

London, 27. April. (Eigener Drahtberichl) Zwischen der Sowjetregierung und der Inter- nationalen Schlaftoagengesellschaft fon öie föte- dereinführung des transsibirischen ErpreßzugeS beschlosien worden sein, wodurch es möglichJe n werde, Ehina zu Lande von L o n d o n aus in 13 Tagen und Japan in 14 Tagen zu erreichen

Wo fängt man an?

Die Weltwirtschaftskonserenz ohne Programm. (Eigene Drahtmeldung.)

Genf, 27. April.

Rach der gestrigen ersten Aussprache des Aus- schueffeS für die Internationale Wirtfchaftskott- ferenz ist eS mangels einer einheitlichen R'chi- linle noch durchaus ungewiß, welche Vorgänge in den Vordergrund treten. Heute wird man die BaNS der Problemstellung feststellen. Bon französischer Seite scheint man den «artellie- rnngSfragen da« Nebergewicht neben zu wollen, während andere Redner die zoll- und handels- nolitischen Fragen zum Unterbau für die weite­ten Arbeiten machten Fn st alle Redner streiften die Dringlichkeit der S t a b i l i s i e r u n g aller Währungen Heute dürfte auch Staatssekre­tär De. Trendelenburg das Wort ergreifen.

NM im Innern.

Held und Westarp machen Front.

In diesen Tagen, wo die innenpolitischen Gegensätze sowohl aus dem Gebiete der äußeren wie der inneren Politik schärfer noch als sonst sichtbar werden, haben der bayerische Minister- prästdent Held sowie der deutschnattonale Parteiführer Graf Westarp durch program- mattsche Reden die Situation bei unS in be­merkenswerter Weise beleuchtet. Tatsächlich ist z. Zt. der Draht zwischen Berlin und München einigermaßen gespannt, obwohl das Verhältnis zwischen Bayern und dem Reich vor kurzem bei Gelegenheit der Münchener Reise des Reichs­kanzlers Ausgangspunkt eingehender Be­sprechungen gewesen ist. MinisterprSfldent Held hat sich nun in Regensburg mit einer Schärfe, die an den Berliner Regierungsstellen lebhafte Mißstimmung erregte, über den Völkerbund, über West- und Ostpolitik, über Sowjetrutzland ausgesprochen, hat aber auch die Innenpolitik eingehend behandelt und sich zum Beispiel über das Problem der Fürstenabfindung mit Worten geäußert, die , weniger beim Zentrum (mit dem die Bayerische Bolkspartei, die Partei HeldS, immer noch starke Berührungspunkte bat) als vielmehr bei den Deutschnationalen lebhafte Befriedigung Hervorrufen dürsten. Aber in den entscheidenden Punkten waren die Dar­legungen des bayerischen Ministerpräsidenten doch vor allem außenpolittsch abgestellt und so präsenttert sich die Regensburger Rede denn nach in erster Linie als ein recht nachdrücklicher Angriff auf den volkspattrilichen Außenmt» nister Dr. Stresemann. Seine Politik wird al- eine Kette von Enttäuschungen bezeichnet und erklärt, die Haltung de- Reichs in der Völkerbundsfrage habe etwas Entwürdigendes für Deutschland. Was Rußland anbelangt, so bewegt sich der Ministerpräsident allerdings etwas in Widersprüchen, denn während er eben noch die Verständigung mit den Moskauer Ge­walthabern empfohlen bat, führ« er kurz nach­her auS, daß daS Sowjetregime nicht von Be­stand sein werde. DaS erste amtliche Echo in Berlin war jedenfalls, daß seine Rede als eine ungehörige Einmischung in die Poli­tik des Reiches zu bewachten sei, besonders auch deshalb, weil ja die Partei HeldS für diese Po­litik mit verantwortlich zeichne.

WaS GrafWestarp über die Beteiligung an der Regierung und das Fürstenkompromiß sagte, war eindeuttg und klar. Die Deutsch- nationalen wollen in die Regierung nur dann wieder eintreten, wenn zuvor Luther und Stresemann von der Bühne abgetreten sind. Gras Westarp betonte wiederholt, daß für ihn weder eine Beteiligung noch eine Unter­stützung der jetzigen Regierung in Frage komme. Wohlbemerkt der jetzigen. Deshalb werden die Deutschnationalen an der Oppositton festhal­ten, denn die Gründe für ihre ablehnende Stel­lungnahme hätten sich inzwischen sogar noch verstärft. Hinsichtlich der Absindungssrage kün­digte Westarp nun auch persönlich eine große

Wie der Orkan häufte.

Heute wieder Sonne im Süden. (Privat-Telegramm.)

Rom, 27. April.

Infolge deS gestern gemeldeten Sturmes an Der Westküste sind neun Barken untergegangen Die Postdampfer hatten mehrstündige Versvä- tungen. Ein grober Dampfer ist ll^randet. Bei Ancona in der Adria mußten etwa zwanzig Fischersegler, die auf hoher See waren, von Dampfern eingeholt werden. Ein Frachtschiff mit einer S^vefclladung ist gesunken. In ~t- uorno wurde cir belgischer Dampfer im Hafen loSgeristen Aus allen Teilen Italiens werden schwere Wetterschaden, Gewitter und Ueberschwemmungen gemeldet. In Mai­land entfachte ein Blitz eine Feuersbrunst Nach­dem der Sturm heute Nacht den Höhepunkt er­reicht batte tret heute wieder schönes und ru­ßiges Wetter ein. - Auch im westlichen Mtt- telmcerbctfcn herrschte ein zyklonartiger Sturm. Ein Damvie- mit neun Mann wird vermißt.

Gesundes Volk.

Der zweite Tag der ReichsgesundheitS- woche. / Dr. v. Wild spricht über Groß­stadt und Volksgesundheit, Wohnungen, Mutter und Kind. / Turnen für Jeder­mann am Fuldastrand.

Der gestrige zweite Tag der Reichsgesund« heitswoche brachte abends m der »Stadt Stock­holm" die erste öffentliche Versammlung. Sam- tätsrat Dr. von Wild sprach über Groß­stadt und Volksgesundheit und Ml- derte die Unhaltbarkeit der schlechten Woh- nungsverhältnisse. Unter allen Umstanden ist Beseitigung dieser Uebelstände zu fordern. Zu einer segensreichen Einrichtung könne sich der Achtstundentag entwickeln, wenn die damit ver- buh bene Freizeit dazu benutzt würde, um dem Körper Erholung durch Gartenarbeit, Turnen, Spiel und Sport zu gewäh­ren. Die werktätigen Frauen bedürfen vor und noch der Niederkunft eine Schonzeit. Gerade hier wird noch viel gesündigt und rin großer ftozentsatz der Fehlgeburten ist die Folge die­ser Sünden. Jeder Frau muß Gelegenheit ge­geben werden, ihr Kind selbst zu stillen. Die Nichtmöglichkeit wirkt erhöhend auf die Säug- lingssterblichkeit. Die Mütterbe­ratungsstellen stehen jeder Mutter rmt Rat und Tai gern zur Seite. Größte Beobach­tung aber ist Dem Säugling zu schenken. Set allen sich bemerkbar machenden Krankheiten muß ofort ein Arzt hinzugezogen werden. Rur so ist es möglich, Vorbeug ungsma ßr ege In zu treffen. Das Kind stellt einen wirtschaft­lichen Wert dar und daS für das Kind aufgc- toenbte Kapital geht verloren, wenn das Kind tirbt, aber dauernder Verlust an Kapital ist eS. wenn daS Kind dahinstecht. Die engen Woh- nungsverhältniste lassen es nicht immer zu, Krankheiten so zu bekämpfen, tote es notig ist. aber das kann von jedem einzelnen gefordert

Roch sind wir hörig.

Sie nisten stck am Rhein ein (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 27. April.

Clemenceaus Rede über keine vorzeiti- ge Räumung des besetzten Gebietes findet ein direktes Echo in den aus E o b l e n z vor­liegenden Meldungen. In Singen, Biebrich, Kreuumch und Stadien haben di- BekatzunaS-

Also doch vor oen Rrichoiag r

Berlin, 27. April. (Privattelegramm.) Heute vormittag wird gemeldet: Das ReichSkabinett hat sich entschlosten, wie es in der Preffe allge­mein erwartet wurde, den rusfischen Vertrag dem Reichstag zu unterbreiten.

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Ltn freudigesSa* aus Moskau.

Moskau, 27. April. (Eigener Drchtberichl.i DaS Zentratereknttnkamitee der ^-ntoietunton

werden.

Peinlichste Sauberhaltung der Wohnung und stetige Lusterneuerung! Wer an Ttober- kulose leidet oder von einer Geschlechtskrankheit betroffen wird, muß sich sofort an die ä r z t« sichen Beratungsstellen wenden. Krankheiten, die im Keime erstickt werden, kön­nen nicht übertragen werden. Bei soforti­ger Heilung verlieren sie ihren schädigenden Einfluß auf das spätere Leben. Sitter notwen­dig, gerade in Kastel, sind

Spielplätze für die Jugend und Sportplätze für die Aelteren, Gärten für Alle. Der Vortragende erläutert eingehend die hygienischen Einrichtungen, die in den letzten Jahren in Kastel getroffen worden sind. Als er seftstellte, daß Kastel in dieser Be­ziehung hinter anderen Großstädten erfreu­licherweise nicht zurückstehe, erklang aus den hinteren Reihen, vom Vortragenden leider nicht vernehmbar, der Ruf: Auch mit dem Hal­lenschwimmbad?! Der Leiter des Städti­schen Untersuchungsamtes, Stadtrat Dr. B"ul- mann, behandelte sodann das Thema: -Groß­stadt und Ernährung" und wandte sich waJf gegen den Verbrauch von ausländischen Nay- rnngsmitteln die eher schlechter, als die deut­schen Produkte seien. Im Einzelnen besprach er die wichtigsten Nahrungsmittel und gab ihren Nährwert bekannt. So wüßten noch die Wenig­sten etwa? davon, daß das Fleisch garnicht den Nährwert habe, wie man landläufig annehme.

Ein Butterbrot mit einer Tomate oder mit einem Apfel fei nahrhafter, als ein Schinkenbrot! Er empfahl auch den Genuß von Fischen. Deutsches Roggenmebl sei dem ausländischen Weizenmehl vorzuziehen. Wenn auch ein Brötchen scheinbar schmackhafte: sei, so sei doch ein Stück Roggenbrot viel nahr­hafter und dem Körper dienlicher. Auch deut­scher Käse sei dem ausländischen tionu- ziehen, besonders sei dies bei dem Weich» käse der Fall. Redner behandelt dann ein­gehend die Untersuchungen der rinz-lnen Rah- rungSmitttl. die vorbeugend wirken sollten und Sicherheit daftir geben würden, daß die Waren einwandfrei seien. In seinen SchlußauSfÜhrun- gen kommt der Redner dann auf die Behand­lung der Rahrunasmtttel und ihre Zubereitung zu sprechen und empfahl Teilnahme an den Kochkursen der Stadt, lieber

Großstadt und 'Beruf?franfbeiten sprach Dr. Möhring l! *&-'« Hauptübel ist her Großstadtstaub und bet Staub in Fabriken und Werkstätten, besonders in Spinnereien und Webereien. So unterscheidet er zwischen Ta­bak-, Kohlen- und Bleilungen. Wohl hat der Staat Vorkchrung-n angeordnet, die bereit! Besserung gefestigt haben, aber daS ganze Pro­blem läßt noch viele Lösungen offen. Notwen« . big ist auch ärztlickeS Urteil barflber welchen Beruf ein Kinb ergreifen soll. Die Berufswahl