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8tt*Ne#, 17. «pttl 1936.

Kasseler Neueste Nachrichten

16. S-Hrgang. Nr. 97.

Moskau, 26. April.

Au« Bolltif und Wli-Nchaft.

geschloffen gegen die englischen Schiffe

englische Flotte schwer gestraft

stand der Herrschaft Wusterhausen. Das Schick-

tnt

Napallo oder Locarno?

Litwinoff warnt die Entente.

Umstrittene ^ttrstenmMionen.

Preußen stimmt dem Kompromiß zu.

Gin Leben für die Frauen.

Am GraLe der Frauenrechtlerin Ellen Key.

Die bekannte schwedische Schriftstellerin Ellen Key, die, wie bereits gemeldet, seit längerer Zeit schwer krank darnieder lag, ist in Strand (Schweden) gestorben.

Im Kutiskerprozeß wurde am Sonnabend zunächst über mehrere gefälschte Telegramme Iwan Kutiskers verhandelt. Nach einem fin­gierten Telegramm an die Adresse Kutiskers ollte die Citybank fünfhunderttausend Dollars der Staatsbank überwiesen haben. Ein zwei­tes gefälschtes Telegramm sollte der Angeklagte Stern nach seiner Angabe im Auftrage von Kutisker aus Danzig gesandt haben. Die gan­zen Angaben Iwan Kutiskers über seinen rei«Ltutu. ^luri Iie, eB 1inD Biete DtL

Mnerika seien Schwind el.I der Kleingarten seinem Besitzer bringt und'des- ^re^Lohne Kutiskers sagten hierzu aus, daß! halb muß an die Gemeindevertretungen die ein-

dieser Vetter aus Amerika tatsächlich einige Wo. chen in Berlin gewesen sei und daß über sein« Beteiligung verhandelt worden sei. Bezüglich des Hanauer Lagers behauptet die An-

Straßenschlacht in Kalkutta. Nach den gestri­gen Sonntagszusammenstößen in Kalkutta zwischen Hindus und Mohammedanern wur-

Aus Kunst und Misten.

* Ein neues Werk von Gerhart Hauptmann. Gerhart Hauptmanns neues Drama, das »Do­rothea Angermann" betitelt ist, wurde von Max Reinhardt zur Uraufführung an seiner Wiener Bühne erworben.

In Anwesenheit des deutschen Botschafters Graf Brockdorfs.Rantzau gab Litwi­noff im Zentralexekutivkomitee unter Beifall den Abschluß des deutsch-ruffischen Vertrages bekannt und erklärte, der Vertrag enthält kei­ne geheime Klauseln l..L keine ergänzenden Geheimprotokolle. Er stellt lediglich eine Präzisierung des Ver­trages von Rapallo dar. Wird mit Lo-

«twa zweihundert Häuser zusammengeschoffen Wor^n. der Verlust an Menschen war aber wir Barbaren sagen glücklicherweise nur ge- rmg. Zwei Batterien an Land, die das Feuer schnell erwiderten, sind bald zum Schweigen gebracht. Rach ungefähr einer viertel Stunde wird dann von den anderen Kreuzern, die mittlerweile weiter nach Norden gebrescht sind E Feuer auf Yarmouth eröffnet, doch 'st Wirkung offenbar nur gering, da die Schiffe wegen des Fahrwassers noch weit von der Küste abbleiben müssen. Drei feindliche Flugzeuge, die an sich gute Gelegenheit zum I Bombenwerfen haben, drehen nach den ersten Schien gegen sie nach Land' ab. Als der be- abnchtigte und tiefste Punkt im Fahrwasser er-l reicht ist, wird auf Gegenkurs geschwenkt.! um die Beschießung von Yarmouth zu wieder- A»len und um nunmehr auch gegen die feindli- chen Schiffe vorzugehen. Wie aus englischen Be­richten hinterher zu ersehen, hat dieses Kebtt- machen drei englischen U-Booten, die noch weiter nörlich auf der Lauer lagen, große Entrüstung bereitet, sie konnten an di; schnell nach Süden laufenden Schiffe nicht mehr her­ankommen und wurden sogar von eigenen Fliegern mit Bomben geworfen. Die er­neute Beschießung von Yarmouth wurde aber nur von Lützow auf große Entfernung durchge- fuhrt. Schwarz; Sprengwolken und aufkom­mende Brände zeigten die Treffer an. Im Süden hatten inzwischen die vier kleinen deut­schen Kreuzer sich gesammelt und waren

gemessene Regeluim der Auseinander­setzungsfrage nach den Grundsätzen des zurzeit der Beratung des Rechtsausschuffes des Reichs-!

Die Ausführung stand insofern unter einem Unstern, als sie auf die Titelrolle, in der He­lene Eisenstädt-Stiewe gastirrte, zuge­schnitten war und so das Publikum von der für den heutigen Menschen allein noch belang­vollen Löwborg-Handlung ablenkte. Aus der zuweilen in toten Problemen leerlaufenden Handlung stieg das Gespenst der Langeweile, das auch der Gast nicht Hannen konnte: Helene Eisenstädt ist bewußt, wo Hedda Gabler aus Instinkt handelt, sie überlegt, wo Hedda Gabler überlegen ist, sie faßt die Rolle zu Ute-arisch aus, Katt sie irgendwie ins allgemein menschliche

yarr in staubfreier Lust, durch Ruhe- und Sicgi enöeiöiounn unn einer ^urau-I lmwsen, sondern er schützt auch den gesunden Er- Das preußische ° Staatsminiftc. ZErbstatrgen vor mancherlei gesundheitlichen

Berlin, 26. April. Das Reichskabinett hat am Sonnabend dem deutsch-russischen Vertrag zugestimmt. Der Reichspräsident hat dem

Gefängnis für ein. scharfes Wort. In Kob- lenz wurden der Polizeiaffistent Frank und der Montagegehilfe Mertens wegen Belei- digung eines Belgiers zu sechs bezw. einem und es bestehen! ~on? Gefängnis und hohen Geldstrafen mit Strafaufschub verurterlt.

Weisheit in einem Satz.

Die Eifersucht ist das unbewußte Bekennt­nis eigener Unzulänglichkeit.

Den Augenblick werten und verwerten ist wertvollste Art der Lebensführung.

Die Großen kommen sich nur darum so groß vor, weil alle vor ihnen kriechen.

Um einen dummen Streich auszuführen, ge­hört ost viel Verstand. E. v. S.

trag gegenseitige Neutralität zusi­chern für jeden Angriff, der nicht von einer der beiden Parteien herbeigeführt ist. Die Neu­tralität bezieht sich auf jede Form wirtschaftli­cher Kriegführung. Der Rapallovertrag soll durch Wirtschaftsbeziehungen gefördert werden. | Zum Ausgleich von Schwierigkeiten ist die Bil­dung einer SchiedSinstanz vereinbart wor­den. In dem beigefügten Notenwechsel wird aus die Bedeutung deS Artikels 16 (Durch­

carno die Befriedung Europas erstrebt, so müßte jedermann den Abschluß des deutsch-rus­sischen Vertrages aufs wärmste begrüßen. Wenn aber Locarno den Zweck verfolge, einen Block gegen die Sowjetunion zu schaffen, so wi­derspräche der heute in Berlin unterzeichnete Vertrag einem solchen Geiste von Locarno. Die! Gewährung eines deutschen Kredits von drei­hundert Millionen Reichsmark sei bisher an den hohen Zinsforderungen der deutschen Banken gescheitert. Rußland suche vorteilhafte Kre- dite. Lttwinoff betonte alsdann das Erstarken ^sti?

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ÄÄÄÄ £ cher Seite unternommene Verständigungsver-1 p

suche in Polen scheiterten. Auch in China ent­halte sich die Sowjetunion entgegen tendcnziö- en Behauptungen aufs strengste jeglicher Ein­mischung in die innere Angelegenheiten Chinas. Die freundschaftlichen Beziehungen zu Japan! blieben eine der Hauptaufgaben der Außen- politik der heutigen Sowjetregierung.

Brennende Erde.

Ein neues Drama von Klabund.

Klabunds neuestes Drama »Brennende rrde" wurde soeben im Schauspielhaus Frank- fu" a. M. urausgesührt. - Der erste Akt: Ausstiche Mönche fliehen vor Völker- und Bür­gerkrieg in den äußersten Norden. Unter ihnen lebt ui holdseliger Reinbeit ein Mäadlein Ein Sowietkommissar raubt sie. Dieser Akt ist voll Packender Stimmung und erinnert an die besten Selten des Kreidekreisdichters.

Glaubhaft, daß der menschengütige Dichter noch brannte; das Publikum brachte er nicht mehr zum Brennen. Das Mägdlein will zu-

Neues aus Kassel.

Die Neichsgesundhettswoche.

Gesundheitliche Bedeutung der Kleingärten.

rück zu den frommen Mönchen fliehen, gerät in die Front, wird geschändet und stirbt. Die Mönche ziehen mit ihrem Leichnam weiter hin­auf bis in die ewige Eiseswüste. Daneben wer­den kleine Eifersüchteleim, Rot- und Weißgar­disten, Kanonendonner, die brennende Steppe vtch vielfache Gespräche über Wotka bemüht- Die Gatin des Dichters, Carola Reher, spielte die eigens für sie geschriebene einzige weibliche Rolle, ohne indes ihre männlichen Partner sonderlich zu überragen. Der Beifall war lebhaft und auch Klabund durfte sich mehr­mals verneigen: wohl mehr in der Sonne sei­nes früheren Ruhms. Bert Schiff.

** Das Ende eines Thoaterskwndals. Die beiden Autoren des in der Pariser Comedie Francaise seit einigen Tagen --asg-führttn StuckesLa Careassa", das zu einem Thcaier- tandal Anlaß gegeben batte und zu dessen Be­kämpfung die Patriotenliga ausgefordett hatte, haben das Stück zurückgezogen.

** Hamlet im Smoking. Nach den englischen und österreichischen Versuchen, lpamlet im mo­dernen Kostüm aufz«führen, :st mit einer gleich- artigen Aufführung im Samburg-r Thalia- Theater diese Methode auch auf Deutschland übernommen worden. Das deutsche Dcbut des modernen Hamlets wurde oom Hamburger Publikum ohne Widerspruch ausgenommen.

Zbsen: Hedda Gabler.

Erstaufführung im Kleinen Theater.

Das Heine Theater hat uns in dem letzten Jahr viel nordische Literatur vermittelt: Es zeigte uns den Strindberg der naturalistischen Zeit in .Kameraden", den Strindberg auf dem Weg »Nach Damaskus", wir lernten Björnson in seinen besten Jahren kennen (Ueber unsere Kraft) und den späten Ibsen (Klein Egolft. Run bewies es uns, daß »Hedda Gabler" in die Rubrik ^Klassische Literatur" gehört, und bewies auch, daß Hedda Gabler nicht mehr die Tragödie der an einen gutmütigen Pedanten verheirateten abenteuerlustigen Generalstochter ist. sondern die Tragödie des Feuerkopfes Eilen Lövborg. Wir müssen heute über die Resig­nation Hedda Gablers und ihre verzw'ifelten Bemühungen, in Schönheit aus der Welt zu gehen, lächeln, weil eine Frau in derselben Lage sich heute ohne dergleichen dekadente Aus­flüchte ausleben könnte. Aber Eilert Lövborg, der Bruder der Peer Gvnts, Solneß, Ekdals, Borkmanns und Rubels ist einer der ewig durch das Leben geisternden mehr oder weniger ge­nialen Phantasten, denen Ibsen die tiefe Weis­heit mitgab: Leben heißt dunkler Gewalten Spuk bekämpfen in sich. Sie alle straucheln, wenn sie am Narrenseil bunter Illusionen zu Höhen streben, die zu erklimmen ihr schwacher Lebensinstinkt nicht zuläßt. Eilert Lövbora, dessen ungezögettes Genie eine zärtliche kleine Frau in produktive Bahnen lenkte, entgleist durch die Laune der innerlichst unfruchtbaren Hedda Gabler.

Die Frau, die vor mehr als vor einem Vier­teljahrhundert mit beispielloser Entschlchsenheit und Jnstinktticherheit das Jahrhundert des Kindes" eröffnete, ist nun heimgegangen und mit ihr diejenige »Frauenrechtlerin", der die Frauenbewegung verdankt, nicht zum Kampf ausgeartet, sondern eine Kulturbewegung ge­blieben zu fein. Ellen Key hatte st'ch's' als Tochter eines reichen Gutsbesitzers nicht träu- men lassen, eines Tages um der nackten Existenz willen in die Kämpfe des Taaes eintauchen zu müssen. Als sie fünfundzwanzig Jahre alt war, zwang^der materielle Zusammenbruch ihrer Fa- milie sie, sich eine eigene Existenz zu gründen, sorgfältige Erziebuua ermöglichte ihr, Lehre­rin zu werden und sich zugleich eingehend mit Kulturgeschichte und Sozialpolitik zu beschäf­tigen. Sehr bald schon wurde sie zur Abbal- tung von Vorlesungen an das sogenannte Ar-

i beiierinftitut in Stockholm berufen und traf dort auf die ganze Fülle des Elends, dessen Linderung und auf die Fragen, deren Lösunc fernerhin ihr Leben ausfüllen sollte. Sir Hai sich jederzeit mit dem naturhaft sicheren Instinkt der echten Frau von dem Emanzipationsravika lismus des Tageskampfes ferugehaltne. Bei aller Entschiedenheit ihrer Stellunanahme in wzialen und kulturpolitischen Fragen stand sic dennoch unentwegt auf der Seite der Frauen, die das höchste Frauenrecht in der Erfüllung des Mutterschaftsrechtes erblickten und machte die Stellung der verheirateten Frau zur Kar- dinalsrage des Problems, wie sie es auffaßte Heftig richtete sie sich in ihrer berühmt gewor­denen Schrift .Ueber Liebe und Ehe" gegen die- lenigen Frauen, die obschon völlig frei in ihren Ent,Müssen, bei ihrer Berufswahl nicht daran denken, das Weibliche in ihrer Natur zu berück Nchtlgen und fruchtbar werden zu lassen.

Als Ellen Key im Herbst 1903 Stockholm verließ um sich ihr ländliches JdvllStrand' bei Alvastra am Vätternsee zu schaffen, stand ihr Name mit an erster Stelle unter denen, die für den kulturellen Gehalt der Frauenbewegung und der Kinderfürsorge ausschlaggebend waren ^tt der ländlichen Zurückgezogenheit entfaltete Edas Wesen dieser seltenen Frau zur vollen Reise und ihr Besitztum so sehr es auch ab­seits lag wurde zum Ziel von Taufenoen, die im Strahl des vollerblühten Menschentums dieser einzigartigen Frau Erholung und Stär- kung zu neuem Kamps suMen.

Volkserzieher auf dem Katheder. In Wei­mar beschlossen Hochschullehrer verschiedener Parteien, Besprechungen über ihre Aufgaben im öffentlichen Leben abzuhalten. Willkommen ist dabei jeder, der gewillt ist, auf republikani­scher Grundlage mitzuarbeiten an der Erzie­hung der Heranwachsenden Generation.

Im Glanz der Kaiserkrone. Der neue Schah von Persien, Reza Khan Pölävt, wurde gestern mit großer orientalischer Pracht gekrönt.

Reichsaußenminister Vollmacht gegeben, den Vertrag zu zeichnen. Der historische Aft

I wurde dann am Sonnabend nachmittag voll­zogen. Am heuttgen Montag wird der Aus­wärtige Ausschuß den Bericht über den Ver­trag entgegennehmen. Da erst für Anfang die­ser Woche die Veröffenflichung des Vertrags

| «Ete8 vereinbart ist, kann bis dahin über die Einzelheiten des Vertrages nichts Abschließen­des gesagt werden. Das V-ttragsWerk ist im Ganzen ziemlich umfangreich, da es in einem Anhang gewisse Deklarattonen inbezug au Fragen enthält, die mit dem Inhalt des Ver­trages Zusammenhängen. Die Blätter deuten den Inhalt vorläufig wie folgt:

Streng neutral.

boiwgangen. Darauf drehten diese aber, die Freundschaft in Krieg und Frieden, zunächst noch naher gekommen waren, wieder

ab, ujnd entzogen sich, dank ihrer größeren _ Soerlin, 26. April.

Geschwindigkeit dem Feuer der kleinen deutschen 3u dem deutsch-russischen Vertrag erfahren Kreuzer. Dabei kamen sie aber nunmehr für I die Blätter, daß beide Staaten sich in dem Ver­kürze Zeit ziemlich dicht an die Panzerkreuzer heran, die sofort das Feuer auf die englischen Schisse eröffneten. Rach englischen Berichten sind bei diesem etwa sieben Minuten dauern­den Feuergefecht ein englischer kleiner Kreuzer und ein Zerstörer schwer beschädigt worden. Die deutschen Schife erhielten keinen Treffer. Unsere Aufgabe war erfüllt. Die erwartete moralische Wirkung in England blieb nicht aus. Außerdem ging aber nach einigen kürzeren Vor­stößen die ganze englische Flotte am 30. Mai in See, um mit der unfrigen zusammenzuttef- fen, deren Auslaufen ihr frühzeitig von ihrem! guten Nachrichtendienst prompt gemeldet wor­den war. Das führte zur Schlacht am Ska­gerrak. Daß in dieser aber nicht die deutsche, sondern die

selhaft sein. Nach den neuen Bestimmungen müßten dem Königshause 280 000 Morgen, dem Staate 347 000 Morgen znfallen. Als Barabfindung kämen etwa zwölf Mil­lionen Mark in Frage. Bei Annahme der Berlin, 26. April, neuen Anträge könne sich Preußen mit dem Ge- Jm Rechtsausschuß wurden betreffs bed ^entotorJ « bfind e n. Schließlich wurde auch Fürstenkompromisses die Absätze 2 bis 7 desKompromißentwurfes, der nur Frist- Paragraphen 2 angenommen. Dafür stimmten ubn die Geltendmachung von

auch die Deutschnationalen mit Ausnahme des Ansprüchen enthalt, angenommen.

Abg. Everling, dagegen die Kommunisten, wäh- , *

rend sich die Sozialdemokraten der Abstimmung Ein Wink an Den Reichstag, enthielten. Die angenommenen Absätze regeln! Berlin, 26. April. Amtlich wird mitgeteilt: ebenso wie der abgelehnte Abs. 1 des Par. 2 Die Reichsregierung hat heute beschlossen, den die verschiedene Zuständigkeit des Reichs sonder- im Volksbegehren verlangten Entwurf eines Serichts. Die Abstimmung über den letzten Ab- Gesetzes über Enteignung der Fürstenvermögen satz des Paragraphen 2, der bestimmt, daß in dem Reichstag zu unterbreiten. Die Vorlage den nach der Staatsumwälzung bereits erfolg- wurde dem Reichstag zugeleitet und enthält ien Auseinandersetzungen auf übereinstimmen- folg. Darlegung der Reichsregierung: Die den Antrag der Parteien vom Reichssonderge- Relchsregietung spricht sich auf das entschieden- rlcht eine neue Gesamtauseinander-ste gegen die Annahme des Entwurss einer !°g vorgenommen wird, wurde auf An-entschädigungslosen Enteignung Deutschnationalen ausgesetzt. Im der Fürsten durch den Reichstag aus. Dagegen

Anschluß von Anträgen für Aenderungen des'kann nach Ansicht der Reichsregierung eine a n-

Welche Bedeutung der Kleingarten für die Gesunderhaltung der städtffchen Bevölkerung ute sicujiöuuelajunee oes ineilys-i anstaltunami"leben ^>c'' ?'agert aiq den Ver­

lages unterliegenden Kompromißentwurss er- a!sundbettswock?efl'toeLrt wÄde«

hnfifirfi en Mitteln «nb hofft, mehr IN der Lage Bäder und Sommerfrischen im,,^Äer0e^fcbe$ ®ntWurf des!aufzusuchen oder ihren Kindern einen Ferien- Volksbegehrens erübrigt. ausenthalt zu ermöglichen. Da ist der Klein-

* gurten mit feinen vielen Möglichkeiten tin gu-

Eine neue Deamtenbesoivung? Iler Ersatz. Der Garten bietet nicht nur ein Eine Landtagsanfrage (23m.) bezieht sich aus! ^Aiges Heilmittel für Kranke durch Auseitt- den angeblichen Entwurf einer Vereinbarung staubfreier Luft, durch Ruhe-mtd Liege-

über die Beamtenbesoldung und einer 3ufat)= pa^Le»n.'-!DnbertLer schützt auch den gesunden Er- Vereinbarung DaS vreußifche Stiiatdminifte werbstatigen vor mancherlei gesundheitlichen rium wird gefragt.ob^tatsächlich zu Mm Zett-!&k Gartenarbeit Turnen, Licht- und Punkt, zu welchem das S8cfolbuna§fyerracfetiI ^'vnnenbader in Kleingartenanlagen bieten Ge- ablief irttenb melrbe legenheit zur Kräftigung, Abhärtung und all-

«caierunOTn erfolnt ftnb Ä Leiti0en- AuZarbestung des Körpers. Den glei-

90n ' lBt chen gesundheitlichen Wert wie für Erwachsene

hat der Kleingarten für die Kinder. Wenn dazu noch Schul- und Schülergärten Anreiz zur Ausbildung der Naturwissenschaften und bei Sinnes für die Schönheiten der Natur bieten, so werden bei der Jugend neben der Gesund­heit noch andere wettvolle Lebensgewinne un­schwer zu erreichen fein. Dazu komme» die vie­len Vorteile, die man aus dem Garten für die Küche gewinnen kann. Die Gartengewächse ent-

r- Mengen von Nährsalzen, wie ste . , 'n Blut zur Erhaltung des Kör­pers vorhanden fein müssen. Ebenso gesund­heitsfördernd wirken die eisenhaltigen, grünen Salate, Spinate, Wurzeln und Zwiebelgewächse. Auch die Möglichkeit zur Kleintierzucht ist ge­geben. Man steht, es stnd viele Vorteile, die

Moderne Glücksritter.

Kutiskers Dollarvetter. Die Goldgrube.

Berlin, 26. April.

hinüber- ober hinaufzuspielen. Kurz: st- gibt ihrer Hedba Gabler nicht das blutbolle Leben, das Ibsen ihr schon versagt hat, das aber allein der Tragödie »Hedda Gabler" auf der heutigen Bühne Daseinsberechtigung gibt. Der vorneh­men sprachlichen Behandlung der Rolle verdan­ken wir indes manch nachhaltigen Eindruck starken künstlerischen Gehalts. Die dankbare Rolle des tantenumhegten, pedantischen, aber gutmütigen Jörgen Tesmann spielte Haus Clasen mit maßvoller aber echt sich ntfalten- der Komik. Hans ff I e i n au hielt sich als Löv­borg anfallend zurück, zeichnete ebenso wie Maria Krull die Frau Elvsted mit feinen aber sicheren Strichen. Willi Braune und Marga Hoffmann hatten febr wirksame Momwst. Hellmuth Schubert zauberte aus der kleinen Bühne zwei hübsche Wohnränme. Willi Chmelnitzkvs Regie betonte auf Kosten der Tbeaterwittsamkeit das Literarische des Klas- ickers Ibsen und ließ dementsprechend andante sostenuto spielen. G. M. Vonau

Kompromißentwurfs zu Gunsten der Länder wies der preußische Finanzminister Dr. Höp- ker-Aschoff darauf hin, daß durch die Ab­änderungsanträge der preußische Staat ge- .. . . sicherte Ansprüche auf Grundbesitzungen

worden ist, darüber gibt es in der ganzen Welt erhielte, die in dem Vergleich vom Ottober 1925 keine Meinungsverschiedenheit mehr. Der Kas- dem früheren Königshause hätten zugesprochen feier Marineverein 1893 wird am Sonntag den werden müssen. Das gelte insbesondere für das 30 Mai die zehnjährige Wiederkehr des Ruh- Thronlehen Oels sowie für den Altbe- mestages mit umfangreichem Programm unter stand der Herrschaft Wusterhausen. Das Schick- Beteiligung aller Krieger- und Militärvereine sal der Herrschaft Flatow-Krojanke könne zwei- sowie bet vaterländischen Verbände begehen. " ' '

»mieten gegen den nächsten Stieg, ,,..........................

Der beutfc6=ruffif<fic» ö* I klage, baß der darüber abgeschlossene Vertrag

_ ruiiH<ve NeutraltEsvertrag bereits Sonnabend «nterzeichnet. den Glauben erwecken sollte, als sei Vas Lager

Derttschlatid verspertt den Weg. Moskau deckt mts den Rücken. Eurova tm schlich 80 000 Pfund wert, während es in

wählen. - Keine geheit^n Klauseln. Wirklichkeit nut Schrott enthielt. Der An­

geklagte Strieter als Käufer ertlärte dem« marsch!) des Bölkcrbundsftatuts eingegangen iml gegenüber, er hätte aus dem Lager mindestens Sinne der bekannten deutschen Erklärung. I ^ben beacht Millionen Gewinn herausholen

sieben bis acht Millionen Gewinn heraushc.___

können. Iwan Kutisker sagte aus: Der Sach­verständige hätte den Wett des Lagers mit 8 bis 10 Millionen angegeben. Daraufhin |abe er bott Strieter das Hanauer Lager erw-tben.