Einzelbild herunterladen
 

Preußen entscheidet im FürftenkonMt

Pro-

ibent

Arbeiterpartei an den Beratungen über die Kohlen-Krise teilnehmen werden.

minente Sozialdemokraten äußerten heute, die Partei muffe mit allen Mitteln eine Krise der Regierung im jetzigen Augenblick verhindern. Sie müffe auch die Deutschnationalen von einer Annäherung an die Regierungskoalition fern­halten. Die Krise im Rechtsausschnß wird je­denfalls nur von kurzer Dauer sein.

brachen worden. Baldwin empfing ge­stern abend Gewerkschafts-Delegierte, nach!

* Nur von kurzer Dauer? Berlin, 23. April. (Privattelegramm.)

Sie Sozialdemokraten als Neg erungsstütze.

Berlin, 23. April. (Eigener Drahtbericht.1 Im Reichstage war gestern spät Abends die Meinung tiberwiegend, daß Reichsregicrung und Koalitionsparteien sich unzweideutig in dem Sinne anLsprcchen, die Mehrheit für daö Fürstcnabfindungsgesetz mit Hilfe der So- zialdemorraten zu schaffen.

gerade diese Frage am allerwenigsten für ein Volksbegehren, und wenn hier Aenderungen in der Gesetzgebung erforderlich sind, so sind dafür Parlamente und Ministerien da, die die außerordentlich komplizierten Zusammen- bänge zwischen Wirtschaft und Aufwertung zu überblicken vermögen. Jedenfalls ist es kaum ratsam, daß gerade in diesem Augen­blick, in dem wir schon schwer genug an der Fürstenabfindung zu tragen haben, die innen­politische Lage noch durch die Aufwertungs­frage erneut kompliziert wird.

Kommt es zum ©treff?

Baldwin vermittelt. Polen als Konkurrent.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 23. April.

Reuter meldet: Die Verhandlungen der Berg- werksbefltzcr und der Bergleute sind auf einen toten Punkt gelangt und vorläufig abge-

diese vorher eine Zusammenkunft mit der Exe­kutive des Bergarbeitcrverbandes gehabt hatten. Baldwin lud die Vertreter der Arbeit­geber und der Arbeitnehmer des Berg­baus ein, heute vormittag die Wiederaufnahme der Verhandlungen anzubahnen. Die Lage ist sehr ernst. Einem englischen Bergwcrksbesitzer zufolge schafft die polnische Regierung die schlesische Kohle nach Danzig und Gdouyia und verlaust sie dort für fünf Schilling pro Tonne, zum Teil an Italien, das früher Englands Abnehmer gewesen sei. Wenn C6er= schlesien noch deutsch wäre, würden diese Kohlen wahrscheinlich von Deutschland selbst ge­braucht werden und nicht auf den englischen Umsatz drücken. Außerdem, fährt das Blatt fort, erhalt: Frankreich deutsche Rcparationskohle, die es zu billigem Preis exportieren könne.

Mocdonold greift ein.

London, 23. April. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Blatt berichtet, daß Macdonald und Henderson in Zukunft als Vertreter der

Glvfel des Haffes.

Das Märchen von der abgehackten Kindrshand.

Von

Heinrich Röser-Kassel.

Wie stark st» die VSlkerverbetzaas während eiacS Krieges betätigt, »ni> wie icbr st» die Geister kämpfender Staate» abmstbea, am Feinde kein gutes Haar w lasten, ist allbekannt nnd erklärlich. Bon dieiem Gcbabren kann kein Volk, und wäre es das beste, ireigeivro- »sn werde». Der Weltkrieg bietet eine derartige Füll« von Gemeinheiten der Bölkeeverbeünna in Wort und Schrift, datz st» die Feder sträubt, darüber i» berichte».

Während sich der Deutsche davon freihielt, seine Hauptfeinde Franzosen und Engländer jeglichen Menschtums zu entkleiden, tobt sich der Deutschenhaß bei den Gegnern in einem sol­chen Maße niederträchtigster Verleumdung aus, daß man geneigt sein könnte, alle triefenden Greuelmärchen, mit denen man das Bild des deutschen Soldaten zu besudeln bestrebt war und bis heute noch bestrebt ist, als Ausgeburten krankhafter Angstzustände zu hallen und sie mit mitleidigem Kopfschütteln abzutun, wenn die Sache nicht zu ernst und nachhaltig wäre. In seinem BucheDas Bild als Verleum- d e r", das als Volksausgabe und Flugschrift des Dürerbundes bei Callwey-München erschie­nen ist, gibt uns Ferdinand AvenariuS einen.erschreckenden Einblick in alles Grausige, das entstellende feindliche Technik auf dem Ge­biete der Völkerverhetzung sich gegen uns ge­leistet hat. Wie Englands verlogene Reuter« presse schon vor dem Kriege bestrebt war» den ehrlichen deutschen Namen in aller Welt herab- zusetzen, wie die französischen Zeitungen und Zeitschriften als getreue Helfer mit ihr in ein Horn bliesen, um die Rache für den Vergel- tungskrieg zur Wiedererlangung Elsaß- Lothringens zu schüren, so gesellte sich seit 1904, als England mit Frankreich den Bund ge­schloffen hatte, auch die sranröfische Regie­rung hinzu und goß fiebernd Orl auf die Lampe, um durch entsprechende Bearbeitung oder Umarbeitung aller Schulbücher auch den letzten kleinsten französischen Schuljungen zum glühendsten Deuischhässer zu machen. Darüber wurde in Nr. 86 dieses Blattes berichtet. Zwei Motive sind es, die in unzähligen Varianten in den französischen Lese- und Geschichtsbüchern wiederkehren:

Frauenmord und Kindermord.

Der deutscheBarbar" oderHunne" vergreist sich nicht nur an weiblichen Wesen und bringt sie um, sondern er bemächtigt sich auch d.'r unschuldigen Kinder, erschießt sie, spießt sie auf oder hackt ihnen 6 e ' b e Hände ab. Gar manches Schulbuch von heute bringt diese Greuelmärchen, dazune ent­sprechenden Bilder (»gl. Süddeutsche Monats­hefte, Juli 1923 u. März 1926). Als Beispiel von vielen eine Stelle ans einem Buche von M. Fournier:Als wir in unseren Bänken saßen, ging die Türe auf. Ein junger Belgier aus Dinant trat ein. Dem' armen Kleinen, deffen Mutter zu uns geflüchtet war, waren beide Hände abgehauen; so hatten ihn die Deutschen zugerichtet. Sie haben auch sei­nen Vater, seine Schwester und seinen Bruder umgebracht." Also wörtlich zu lesen im ge­nannten Buche für die Kleinen, wobei der

verstümmelte Knabe im Bilde vorgeführt wird! Wenn diese französische Schulbrunnen- vergistung weiter so betrieben wird, können wir Deutsche in Zukunft noch etwas erleben. Wie steht doch in einem anderen französischen Schul­buch:Kein Mitleid im Herzen für die Boches, für die Boches, für die Frauenschänder, für die Ki ndermö rd er! ... Schlitzt-den Bauch den verfluchten Henkern, den infamen Schweinen! Wenn der Poilu erwacht, dann rötet sich die Erde vom Blut erschlagener Fein­de!" ... Wahrlich, wahre versöhnende Zukunfts­musik! Wahrer Geist der Befriedung Europas durch dasLand der Menschlichkeit", wie cs der Literaturhistorikei Victor Giraud nennt, der sei­ne von der Französischen Akademie preisgekrönte Rede über diefranzösische Gesittung" mit den bezeichnenden Worten schließt:Frankreich ist Freiheit, Grazie, Maß, Höflichkeit, Anstand, Ver­schwiegenheit, Feinheit: es ist Nachsicht, Mitleid, Nächstenliebe; es ist in einem Worte Menschlichkeit, Wie es um diese Mensch- licbkeit in Wirklichkeit bestellt war und ist, lehrt ein Blick in bte französische Geschichte und Kul­tur von den Anfängen bis auf unsere Tage, wie sie Joachim Kühn in seinenHistorischen und polemischen Aussätzen zur französischen Politik" trefflich zusammengestellt hat Von Menschlich­keit redet ausgerechnet der Sohn eines Volkes, das unter seinemAllerchristlichen König" »m

Macht demGkanda! elnSnbe

Senator Borah mahnt zur Rückgabe.

(Durch Funksprucht

Washington, 23. April

Senator .Borah erklärte einem Vertreter der World, er habe den Freigabeentwurf einqe- bracht, um eine baldige Rückerstattung des deut­schen Eigentums zu erzielen. Sollte die Lage noch komplizierter werden, so würde auch er gegen die Vorlage fein. Seine Absicht be­stehe ledialich darin, den ganzen Skandal schnell ans der Welt zu schaffen. Amerika habe weder ein gesetzliches noch moralisches Recht, auch nur einen Cent deutschen Eigentums zu rauben.

Der Frank lebt wieder aus?

Medizin aus Washington.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 23. April.

Beim Budget für 1926 verlangte Abg. Bin cent Auriol (Soz.) in der Kammer Auskunfi darüber, welche Maßnahmen die Regierung zu ergreifen gedenke, um neuen Schwankungen des Franks vorzubeugen. Finanzminister Peret er­klärte: Der Franks wird an den Börsen äuge griffen, so um die Lira zum Steigen zu bringen und um den belgischen Franks zu festigen. In anderen Ländern ist die Schwankung auf die Verständigung über die internationalen Schul­den zurückzuführen. Der Minister erläuterte seine Maßnahmen und fügte hinzu: Die Regie­rung selbst hat auf dem Devisenmärkte nicht interveniert, die Baisse ist auf normale Ur kachen znrückzuführen. Es ist jetzt eine Ent spannunq festzustellen auf Grund des guten Fortgangs der Verhandlungen in Washington Das Bugdet ist jetzt ausgeglichen, aber das ge- ich mich in einem späteren Stadium äußern.

Krise« es?

Das Lutherkabinett von zwei Seiten bedroht.

Obwohl ja nach den Erfahrungen der letzten Jahre Regierungskrisen erst im Herbst fällig werden, wollen doch die Erörterungen über Regierungsumbildung und Regie­rungskrise nicht verstummen. Nicht nur die von der demokratischen Presse mit starkem Mißbe­hagen ausgenommenen vollsparteilichen Aeutze- rungen über die Frage einer Einbeziehung der Deutschnati onalen in die Regierung werden als Krisenzeichen gedeutet, man verweist auch darauf, daß in deutschnationalen Kreisen durchaus gleichwertige Strömungen vorhanden sind. Es ist charakteristisch, datz gerade jetzt ern Rechtsblatt unter der UeberschristLatente Kri­se?" einen Artikel veröffentlicht, der eine Be­reitschaft der Deutschnationalen zum Ein­tritt in die Regierung deutlich bekundet. Nun scheint die Entwicklung denen, die die Frage einer Regierungsumbildung für akut halten, bis zu einem gewissen Grade recht zu geben. Die Fürstenabsindüngsfrage bereitet der Regierungskoalition autzerordent- liche Schwierigkeiten und in den Verhandlungen des Rechtsausschuffes sind diese Parteien gestern in der Minderheit geblieben. Damit ist der Kamps um die Mehrheit für die Fürstenabfin­dung früher in ein entscheidendes Sta­dium getreten, als man ursprünglich erwartet hatte. Man glaubte nämlich, durch Stimment­haltung der Deutschnationalen und der Sozial- »»»tnokraten den Entwurf durch den Ausschutz so­weit fördern zu können, daß der eigentliche Kamps erst int Plenum des Reichstages ausge- sochten werde nwürde. Beim Paragraphen 2 aber, der die Befugnisse des Reichssonder- 8 e r i ch t e S regelt, enthielt die Sozialdemokratie sich nicht der Stimme, da nach ihrer Ansicht die Befugnisse des Gerichtshofes nicht weit genug bemessen sind, und brachte so die Regierungs­parteien in die Minderheit.

ES wird sich nun in aller Kürze zeigen müs­sen,ob eS möglich ist, dem Entwurf eine Fassung zu geben, die auch den Sozialdemokraten die Zustimmung ermöglicht, eine Fassung, der vor allem die preußische Regierung, die la an der ganzen Frage der Fürstenabfindung am stärksten interessiert ist, zuzustimmen vermag. Nun wird freilich auch darauf verwiesen, daß die Frage der Fürstenabfindung in der Form ihre Regelung finden könnte, datz die Regie­rungsparteien die erforderliche Unterstützung nicht links bei der Sozialdemokratie, sondern bei den Deutschnationalen suchen. Bei derarti­gen Betrachtungen darf man allerdings nicht übersehen, daß Demokraten und Zentrum Wohl kaum Neigung haben, einem Entwurf, ver mit Hilfe der Deutschnationalen zustande kom­men sollte, zuzustimmen. Vielmehr ist anzu­nehmen, datz dann auch die jenigen Kreise sür den Volksentscheid eintreten würden, die heute mit einiger Mühe bei der Stange gehal­ten werden können. Der demokratische Abgeord­nete Freiherr von Richthofen deutet denn auch in einem Artikel bereits an, datz für die demo­kratische Partei eine Lösung der Abfindungs­frage nur in der Zusammenarbeit mit der preu­ßischen Regierung wie mit den Sozialdemokra­ten möglich sein würde. Es ist nun natürlich nicht zu leugnen, daß die Erörterung dieser Frage und die Entscheidung darüber, mit wel­cher Mehrheit die Abfindungsfrage gelöst wer­den soll, die Koalitions- und Mehr­heitsfrage in ihrem ganzen Umfange aus­rollen kann.

Kompliziert wird nun weiter die inncrpoli- . tische Lage dadurch, datz die Regierung einen } Entwurf vorgelegt bat. durch den ein Volkseut- scheid über Fragen, die infj aus der Geldent­wertung ergeben, nur vom Reichsprä- , f i b e n t e n angeordnet werden kann. Sicher . ist, daß keine der Parteien eine Wiederausrol- | Ivng der Auswertungsfrage wünscht, doch lassen die eigenartigen politischen Verhältnisse es 1 nicht als ganz sicher erscheinen, daß die 1 Regierung die für dies Gesetz ersorderliche Zweidrittelmehrheit im Reichstag er­reicht Nun ist allerdings die Rechtslage hin­sichtlich des Aufwertungsgesetzes, das die An­sprüche Privater gegen Private regelt, außer­ordentlich schwierig. Es wäre aber doch in Er­wägung zu ziehen, ob es nicht zweckmäßiger wäre, einmal ruhig den vom Sparerbund be­absichtigten Antrag aus Einleitung eines Volksbegehrens in der Auswertungsfrage ab­zuwarten. da dieser Antrag derart weitgehende Forderungen enthält, datz zweifellos eine Nicht­zulassung dieses Volksbegehrens auf Grund der jetzt geltenden Bestimmungen der Verfassung hätte ausgesprochen werden können. So wenig befriedigend im ganzen auch di- Regelung der Aufwertungsfrage fein mag, so eignet sich doch

Seit hier Monaten Maen.

Ueberschwemmungskatastrophen in Brasilien (Durch Fum'spruch)

Newyork, 23. April.

Ein Blatt meldet aus Rio de Janeiro: Tie seit Januar über Nord-Basilien niederfallen- drn Sommerregen verursachen schwere Niber- schwemmungen und brachten Elend über mehr als dreihunderttausend Menschen. Der meteo rologische Dienst meldet riefige Eigentnrnsschä Yen und Verluste an Lebensrnitteln Ein Trittei der Häuser der Stadt Florano am Poly-Fluß wurde weggeschw-mmt und siebentausend Ein- wohner befinden sich in größter Rot. Ter Pa ranasluß ist über zweiunddreißig Fuß gestiegen.

Das Zünglein an der Wage. Pveußen soll den Fürstenkonßlikt beschwören. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 23. April.

Ein Blatt meldet als wichtigstes Resultat der gestrigen Kanzlerkonferenz über den Fürsten- kompromitz (siehe auch 2. Seite) die Anberau­mung einer Aussprache zwischen dem Reichs­kanzler dem preußischen Ministerpräsidenten und dem preußischen Finianzminister, die heute vormittag erfolgen soll. Gelingt es in dieser Konsvrenz eine einheitliche Plattform für Reichskabinett und preußische Regierung zu schaffen, iumn ist auch dir politische Voraus­setzung für eine Mehrheitsbildung in der Frage der Fürstenabfindung gegeben. Auch das Zentrumsorgan betont, wenn Preußen dem Kompromiß zustimmt, dürfte die sozialdemo­kratische Reichstagsfraktion kaum anders kön­nen. Nach der jetzigen Haltung der Deutsch­nationalen sei eine Mehrheitsbildung mit ihnen für das Zentrum eine glatte Unmöglichkeit. Der sozialdemokratische Pressedienst schreibt, die So­zialdemokratie lehnt das Kompromiß ebenso­wenig grundsätzlich ab, wie sie es in seinem jetzigen Inhalt nicht anzunehmen gedenkt, aber sie ist gewillt, dem Gesetz ihre Zustimmung zu geben, wenn hierzu die notwendigen Voraus­setzungen geschaffen werden. Zur befürchteten Regierungskrise im Zusammenhang mit der Frage der Fürstenabfindung erklärt ein Bolks- parteiblatt, daß diese von der Reichsregierung nicht als eine Koalitionsangelegenheit be­trachtet werde. (Siehe auch zweite Seite.)

Was geht es Benefch an?

Er pfuscht Deutschland ins Handwerk.

(Eigener Drahtbericht.)

Prag, 23. April.

Im Auswärtigen Ausschuß griff Abg. Krei­tz i ch (Komm.) den Außenminister wegen feines Eingreifens in der Frage der deuiich-rufstschen Derhauvlunqeu an. In dem tschechischen Ver­trag mit Moskau war geplant, ähnlich wie im deutsch-russischen Vertrag eine Neutralitätsklau­sel einzufügeu, was wohl nach Ansicht des Außenministers zwar der Tschechoslowakei ge­stattet fei ,nicht aber Deutschland. Abg. Dr. Mapr-Harting (Deutsch): Schon in Genf habe Benesch wesentlich dazu beigetragen, die Stim­mung zu verderben, und die angebliche Beant­wortung einer Anfrage sei ebenfalls nur ge eignet Unfrieden herbeizuführen, statt den Frie­den. Beneschs Besorgnisse seien zumindest übertrieben, denn selbst Chamberlain sei über die Sache nie beunruhigt gewesen.

*

Der Völkerbund al« Friedenswackfler

London, 23. April. (Eigener Drahtbericht) In einer Rede in Leeds sagte Lord Ceeil: Er könne sich nicht vorstellen, daß ein Außenminister irgendeine wichtige politische Frage erwäge, ohne zu prüfen, wie die Wirkung auf den Völ­kerbund sein wert* Der Völkerbund richte sich gegen niemand. <6 fei wahr, daß Rußland dächte, der Bund fei negen es gerichtet, aber diese Meinung sei vollkommen falsch.

L oyd George al« AvrAtungsfeind.

London, 23. April. (Eigener Drahtbericht.) Lloyd George betonte gestern in Oxford voi zehntausend Zuhörern: England muß die Ein­beziehung seines Kolonialreichs ein die großen Wettkämpfe zwischen Kommunismus und Ti! tirtitr für die nächste» 91 obre ertrmrien ,rnd sick deshalb von jeder Abrüstungspolitik loslösen.

Kasseler Neaeste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Sonnabend, 24. April 1926

Nummer 95. Amtliches Organ der Stadt Kaffel

Amtliches Organ der Stadt Kaffel 16. Jahrgang

Snictstttoreue: Stnbetmitoe (Setoäft8aneetgen Sette 20 auswärtige Geschäfts, «naeigen Seile 20 4. Familienanzeigen Zeile 20 4. Meine Jlnjeigen das Wort 4 4, Reklamen fite Seile 75 4. Cffertgebübr 20 4 (bei Zusendung der Cfferten 80 41. Rechnungsbeträge Nnd innerhalb 5 Tagen ro bezahlen. Für bte Nichtig­keit atler durch FernforeLer aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnaduredaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Für Anzeigen mit besonders tonnt, rigem Satz 100 Prozent Ausschlag. Druckerei: Schlachtbosstrgtze 28'30. Geschäfts, stelle: Lolitische @ trabe 5. gegenüber der SvobrNrabe. Fernsvrecher 951 und 953.

Die ttafleler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal »achnrtttag». Der Abonrtementsvrets beträgt sür den Monat 2. M bei freier Zustellung tns Haus, in der Gefchäftsstelle abgeholt 1.80 Jt. Durch die Post monatlich 2. Jl austolietzlich Zustellungsgebuhr. Verlag und Redaktion Schlachthofstrake 28/30. Fernsvrecher 951 und 952. Für unverlangt etngetanbte Beiträge kann die Re­daktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rück­zahlung des Bezugögeldes oder Änsvruche wegen etroataer nicht ordnungsmabüter Lieferung ist cuegetoloffe». Postscheckkonto Frankfurt am Dtain Nummer 8380.