Sommbend. 17. April 1986.
Kasseler Neueste Nachrichten
16. Jahrgang. — Nr. 88.
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Wünschten Form
Weißen
sänger macht.
Annemarie Mampel.
etwas feucht, zieht man sie an und bürste sie mit
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scharfer reiner Bürste in verschiedener Richtung. 1»°? Bettin: Ta^mKr derBerlinerizunkta^elle!"'^
Auch rin ffrühiillgsbote: Ser erste Spargel.
Schon jetzt wird der erste frische Spargel in verschiedenen Städten auf den Markt gebracht.
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Unsere schöne Heimat.
Bild und Film im Dienste der Vcrkehrswerbung.
Nie tragt wohl die „laterna magica", die „Zauberlaterne", ihren Namen mit mehr Recht, wie dann, wenn sie zur Schatzgräberin in der Heimat wird, uns Bilder an die weiße Wand zaubert, die Natursreunde. Bodenständige tuti> Wissenschaftler, in langer Arbeit oft geschaffen und zusamMengestellt haben. Sie bleibt die „Zauberlaterne" auch im Zeitalter des rollenden Films, wurde es vielleicht erst richtig im Kampf mit dieser Konkurrenz. Denn das „tote" Lichtbild zwingt zur Beschaulichkeit, reizt zuut intensiven Betrachten, enthüllt dadurch Schönheiten, die dem flüchtigen Blick sonst entgehen und — wird lebendig.
Das mag vielleicht manchem sonderbar erscheinen. oder auch rückständig. Aber das Lichtbild wird heute und in Zukunft seinen hohen Wert beibehalten und zu jeder Zeit seine Freunde finden. Dem Film bleibt die Wieder- gabe des pulsierenden, dem Auge sichtbaren Lebens — wo aber diese Bewegung im Bild fehlt, hat der Film nichts zu suchen: hier ist die Domäne des Lichtbildes.
Von hervorragender Bedeutting, besonders für die Verkehrswerbung, ist daher die in vielen Städten erfolgte Einrichtung von Bild- ä m t e r n, die aus der engeren und weiteren Heimat Lichtbilder sammeln und so Serien zum Verleih an auswärtige Schulen, Vereine und sonstige Interessenten schaffen.
Auch in K a s s e l hat man jetzt eine „Bild- h a n p t st e l l e" begründet, und Lehrer Schulz, der rührige Leiter unseres Schulmuseums, führte gestern abend im Landesmuseum eine Auswahl der vom Verkehrsverein erworbenen Lichtbilder vor. Kreuz und quer durch Kassel und die heimatlichen Flußtäler ging die Wanderung, und die größtenteils prächtigen Bilder erschienen wohl angetan, draußen für unsere Heimat zu werben. Hoffen wir, daß sie dieser Ausgabe recht ost dienen können. Nach der uns gezeigten Reihe ist die Sammlung so mannigfaltig, bietet jedem etwas Schönes und Neues sselbst einem Kasselaner), daß ihr Erfolg ohne Zweifel nicht ausbleiben wird.
„Alt-Kassel" im Film
zeigte uns die obige Lichtbilderserie Bicher aus allen Teilen Kassels so führte ein kurzer Film des hiesigen Weser-Films, der in einer Sonder- vorsührung zum ersten Mal am gestrigen Nachmittag gezeigt wurde, nur in unsere Altstadt. Wirkungsvoll leiten einige hübsche Blicke über die Giebel der alten Häuser, mit rauchenden Schornsteinen wie im Morgennebel liegend, ein. Bei den Straßenaufnahmen selber aber tritt das Querformat des Filmbildes, dessen Klippen man nur zum Teil umgehen konnte, oft unvorteilhaft in Erscheinung. Sieht man hiervon ab, bleibt ein stizzierter Rundgang, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, der Einheimischen wie auch Fremden zum Besuch der Altstadt an- regen dürfte Die Zwischenterte sind von Wolfgang U b r i c i ansprechend gezeichnet. =schk.
Nock und. . Strumpf.
Narren und Meisterinnen der Mode.
Erst mit dem fußfreien Rock kam das Interesse für den Strumpf. Heute herrscht — bei den vielen, die der Mode blindlings untertan sind — das wadenfreie Kleid. Nicht länger als bis acht Zentimeter unterhalb des Knies lautet die Vorschrift für die Länge, richtiger gesagt sür die Kürze, und somit ist der Strumpf eines der wichtigsten Bekleidungsstücke der Dame geworden. Ja, seit er in hellen, auffallenden, vom Kleide abweichenden Farben getragen wird, bestimmt er geradezu die Gesamterscheinung der Frau. Das Bein ist sozusagen Trumpf geworden; es entscheidet über Wert und Grazie seiner Eignerin. Und eben deshalb ist es verwunderlich, wie gedankenlos viele Frauen es in auffälligerWeise zur Schau tragen. Denn all diese hauchdünnen Seiden- und Florstrümpfe, von der zartrosa Fleischfarbe bis zum rötlichen Ton des Rosenholzes, unterstreichen unbarmherzig jödenSchön- heitssehler, vergrößern und vergröbern ihn, und entstellen daher weit öfter als sie verschönern. Drum, meine Damen, gucken Sie voll erbar- munasloser Selbsttritik in den Spiegel und wählen Sie den Rock.nicht kürzer, als Ihre Beine, Ihre Ftgur und Ihre Jahre es vertragen, und wühlen Sie keine Strumpffarbe, die der harmonischen Beziehung zu Ihrer übrigen Kleidung entbehrend, das Bein lediglich zum Blick-
dem Verpflanzen nickt tiefer zu stehen kommt, als vorher. Dann wird die neue Erde ringsum den hineingehaltenen Ballen stoßend eingesührt und recht fest angedlückt, weil sonst leicht Ballen- trockenheit eintritt. Dünn senke man den Topf an einem nicht allzu sonnigen Platz ins freie Land bis zum Rande in die Erde. Man kann die Azalie aber auch auf dem Balkon oder auf dem Blumenbrett vor dem Fenster unterbringen, muß sie aber dann mit Moos umgeben, um ein allzu rasches und starkes Austrocknen zu verhindern.
Vom Juli an kann man die Sonne voll auf die Pflanze wirken lassen. Bis Mitte September gebe man allwöchentlich eine flüssige Düngung von aufgelöstem Kuhmist, vermeide aber zu große und zu geringe Wassergaben und bespritze an heißen Tagen öfters die Blätter. Leitungswasser muß abgestanden sein Sobald im Oktober die ersten Nachtfröste zu befürchten sind, bringe man die Azalien in ein ungeheiztes, aber frostsreies Zimmer an einen Hellen Platz. Im Jan. erhalten sie ihren Platz in einem geheizten Raum. Jetzt erfordern die Pflanzen ein öfteres Begießen und Bespritzen der Blätter. In einigen Wochen belohnen sie dann reichlich alle aufgewandte Mühe durch ihre Blütenpracht. H. Schwab, Kassel.
Vom Bubikopf zur... Glatze.
Die Haarftifnr der Zukunft in Paris.
In einem Man rheimer Vortrag meinte kürzlich der Pariser Haarkünstler Adam, daß die auf vornehme Eleganz bedachte Pariserin keine Bubikopffrisur, sondern aus einem kurzgeschnittenen Kops eine Bubi-Perücke trügt. „Erst wenn das Haar der Dame ganz kurz geschoren ist", so erklärte der Pariser Haarkünstler, „kommt die Bubi-Perücke zur Geltung. Die Kopsform wird nicht zu groß und wirkt dadurch natürlich. Wenn darum zu mir eine neue Kundin kommt und eine elegante Frisur verlangt, erwidere ich mit dem kategorischen Imperativ: „Erst über die Haare runter, Gnädigste."
Daß manche Schöne ob solchen Begehrens int ersten Moment stutzt, gibt Monsieur Adam zu. Sie hat sich an einen Bubikopf gewöhnt, ein Glatzkopf jedoch erscheint ihr etwas entsetz-! lich. Aber der Pariser Friseur macht ihr klar, wie ihr Haar und ihre Nerven durch das ewige Toupieren und Ondulieren leiden, und wie wunderbar sie doch ihr Dasein gestalten kann, wenn sie nicht mehr unter dem heißen Eisen des Haarkünstlers stillzusttzen braucht, und nicht mehr den peinlichen Operationen des Shamponierens, Föhnens nsw. ausgesetzt ist. Nach den Angaben des Herrn Adam fallen die Anregungen der Pariser Haarformer fast immer auf fruchtbaren Boden. Etwa zögernde Damen werden noch gewonnen. wenn sie hören, daß sie die „Bubi- Perücke" vom eigenen Haar erhalten können. Cie wird in jeder von der Kundin ge-
Der Mundfunk.
Täglich außer Sonntags wird geboten: .
12: Zeitangabe. Nachrichtendienst und WinkchaktS. Meldungen. 12.55—1: Na neuer Zeitze-chen K 8: Wirttckattsmeldungen K 4- Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle: WirtschaktSmeldungen (Schlacht- viebkurse nur Montaa u. Donnerstag: Mannheimer Produktenbörse (nur Donnrrstaci H 4,1 S: Nachrichtendienst bei And.- u. Handels?. Rranffttrt a. M.» Hanau iDienstag und ftreitua1. ® 4,25: WirischaktS» Meldungen. ® 8- Wirnchaitsmeldungen «Häute und (Zelle täglich, foroeii Auktionen Üattgeiundenl. ® 7: Wirtschaftsmeldungen taufter Samstag«. H 9,80: Nachrichtendienst Wettermeldung. H 9.85: VergünitignngS- anzeiger und Svätanklindigung K 9.45: Hackebeil- Svortfunkdienll K 9.55: Keitvorber K 10: Zeitangabe.
Was uns der Sonnabend briugt.
Perücken haben nicht die beifällige Aufnahme gefunden wie in Deutschland, aber in den Naturfarben schwarz, braun und blond haben sie sich in allen Spielarten eingeführt. Abends zu Bällen. Privatfestlichkeiten und zum Theater wechselt die Pariser Dame von Welt mit der Toilette auch ihr Haar in Farbe und Form.
Die neue Bubi-Perücken-Mode ist für die Modedame — bezw. für denjenigen, der ihre Rechnungen bezahlt — gerade keine billige Sache. Der erste „Kahlschnitt" kostet zwar „nur“ zwanzig bis fünfzig Franken, aber der Preis der Bubi-Perücke schwankt zwischen achthundert bis zweitausend Franken! Den deutschen Haarkünstlern lies das Wasser im Munde zusammen, als sie von solchen Verdiensten ihrer Pariser Be- rnfsgenossen hörten.
bisherigen Quelle völlig ungenügend geworden war. Herr Vogt stellte auf der höchsten Spitze des Kirchberges fest, daß eine neue Quelle hier etwa 14—16 Meter tief liegen muß. Damit wäre für die Gemeinde Immelborn eine natürliche Hochdruckleitung geschaffen, wie man einen Hochdruck sich kaum besser wünschen kann.
* Sontra, 16. April (Das älteste Gemcinde- mitglied gestorben.) Das älteste Mitglied der hiesigen jüdischen Gemeinde, der 85jährige Fellhändler Ruben Bachrach, einer der letzten Veteranen von 1870/71, ist gestorben.
3,30—4: Die Stunde der Jugend: Musikalische Lchulervorsührung: Ilse Block. Schülerin der Serder- schule (Violine) und Alfred Semmel, ehern. Schüler der Volta-Mittelschule (Klavier!. Vortragsfolge: 1. Seien ata, für Klavier, or>. 15, M. Mofzkvwski: 2. Deutscher Tanz, für Geige und Klavier, Mozart: 3. Menuett für Geige und Klavier, Beethoven: 4. Erotik. aus den lvrischen Stücken ov. 43 für Klavier, Gries: 5. Andantino, sür Geige und Klavier, Padre- Martini (Kreisler): 6. Pavane, für Geige und Klavier, Louis Couverin (Kreisler): 7. Walzer ov. 18 »ür Klavier, Chovin. 4> 4,30—5,45: Konzert des Sausorchesters: „Alle Operetten". 1. Ouv. z. „Donna Juanita". Suvvö: 2. „Fleüermaus"-Polka, Job. Ltrauh: 3. Potv. a. „Mamsell Nitouche", Heros: 4. Italienisches Duett a. „Boceaeeio", Suvvö: 5. Ouv. .Karneval in Rom", Job. Strautz: 6. „Mikado". Walzer. Sullivan: 7. Potv. aus „Der Heldprediger", Millöcker: 8. „Glück auf!". Marsch a. „Der Obersteiger". Zeller. K 5.45—6,10: Die Lesestunde (für die teuere Jugend >: Aus dem Roman: „Die Regulato- reit in Arkansas" von Friedrich Gerstäcker. Sprecher: O. W studlmann. H 6,15—6,45: „Schauspieler, Rhaviode. Erzähler Vorleser im Rundfunk", Vor- trag v. Unioersttätslektor F. H. Roedemener (Schluß). •6,45—7,15: „Rodins dritte Hand". Vortrag von Bildhauer Benno Elkan. <$> 7,15—7,45: Stenographischer Fortbilöungskursus sür alle Susteme (Diktat von 80 Silben aufwärts!. <K 7,45—8,15: Stunde des Franktutter Bundes für Volksbildung. <$> 8,15—9,15: Zeitgenosimhe Kammermusik. 1. Duo für Violine und Klavier Heinz Tiessen: 2. Aus den „Elegien" für Klavier, Busoni: 3. Sonate für Violine und Klavier. Alexander Jemnitz. Ausführende: Konzertmeister Gustav Lenzewski-Nürnberg. Dr. Reinhold i^ttten. '» 9,15—10,15: Bunter Abend. Mitwirken- ?§»: Resm (Tenor' und Ttudienrat Carl Vogt
oberheiu>chcr Mundart): das Haus-
Praktische Winke.
Was essen wir morgen?
Sonntag: Weinsagosuppe, Kaßler Rippchen mit Schmorkohl, Mandelspeife. Montag: Kartoffelklöße mit Meerrettichsoße. Dienstag: Brotsuppe. Sahne-Kartofseln mit Petersilie und Siedewürstchen Mittwocv: Blumenkohlauflauf mit Tomatensoße. Donnerstag: Eierkuchen mit Büchsenfleischfülle und Selleriesalat. Freitag. Gefüllter Schellfisch mit Kapernsoße, Bananen- speise. Sonnabend: Porreegemüse mit Bratkartoffeln.
Pudding von Spinat.
Gut zubereitetez Spinatgernüse haßt man abkühlen und gibt vier bis fünf in viertel Liter Rahm geguirlte Eidotter sowie etwas geriebene Semmel dazu, rührt dann den steisen Eierschnee darunter und ftillt die Masse in eine ausgeseitete Form. Im Wasserbad läßt man den Pudding dreiviertel Stunden lang kochen oder stellt die Form unverschlossen ebenso lange in den Brat- osen
Aufgcfrischte Wildlederhandschuhe.
Man wäscht sie in einer Mischung von fünf Teilen kaltem Wasser und ein Teil Salmiakgeist spült sie in lauem Scifenwasser, streift das Waf- ser heraus, bläst sie mit dem Munde aus und läßt sie an der Luft im Schatten trocknen. Noch
Aus der Heimat.
Ledenve vecken.
Zur Förderung der Vogelbrut und DbfHultur wird vom Kasseler Polizeipräsident an die Regierungspolizeiverordnungen vom 22. April 1892 und 25. Februar 1908 erinnert, nach denen das Beschneiden lebender Hecken während der Zeit vom 1. März bis 31. Juli jeden Jahres verboten ist, und in der übrigen Zeit nur mit Heckenscheren und anderen zum ordnungsmäßigen Gebrauche bestimmten Werkzeugen vorgenommen werden darf. Auch ist angeordnet, oatz alle vor dem 1. April abwelkenden Obstbäumc oder Aeste entfernt werden müssen. Alle nach dem 1. April absterbenden Obstbäume und Aeste müssen int Herbste beseitigt und im Laufe des Winters verbrannt werden. Das Abbrennen von Grasflächen und Rainen ist nur mit Genehmigung der Ortspolizeibehörde gestattet. Hecken dürfen in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli leben Jahres nicht abgebrannt werden und in der übrigen Zeit nur mit Genehmigung der Ortspolizeibehörde.
* Dörnberg, 16. April. (Neubau einer Wasserleitung,) Die hiesige Gemeindevertretung hat den Neubau einer Wasserleitung beschlossen. Die Arbeiten, die als Notstandsarbeiten im Wege der produktiven Erwerbslosenfürsorge ausgeführt werden sollen, werden einer Anzahl Erwerbsloser mehrere Wochen lohnenden Verdienst geben. Zum Ausfinden der Quellen wurde ein Stollen bereits sechzig Meter weit borgetrieben. Es besteht die berechtigte Hoffnung des Auffindens von genügend starken Quellen einwandfreien Wassers.
* Treysa, 16. April. (Der Verlauf des Viehmarkts.) Der letzte Viehmarkt war nicht so gut besetzt wie der vorjährige, was feinen Grund wohl in der Maul- und Klauenseuche der Nach- parhezirke hatte. Auf dem Schweinemarkt waren die Preise sehr hoch: Geringere'Ferkel kosteten je Paar 60 Mark, bessere 70—90 Mark. Der nächste Viehmarkt ist am 18. Mai.
* Treysa, 16. April. (Beim Waffenkauf sich selbst angeschoffeu.) In einer hiesigen Waffenhandlung wollte ein Zigeuner einen Revolver kaufen. Als er ihn probieren wollte, löste sich ein Schuß, sodaß dem Zigeuner der Unterkiefer zerschmettert wurde. Der Verletzte wurde in die Marburger Klinik gefchasst.
* Frielendorf, 16. April. (Urgroßmutters 86. Geburtstag.) Am 14. April konnte die Witwe Katharina Göbel, geb. Schneider, ihren 86. Geburtstag feiern. Sie ist seit 30 Jahren Großmutter und seit acht Jahren Urgroßmutter, und fühlt sich noch rüstig und geistig srifch.
* Volkmarsen, 16. April. (Sonderzüge zum Flngtag.) Nach einer Mitteilung der Reichsbahndirektion verkehren zum Flngtag am kommenden Sonntag folgende Sonderzüge: Kassel ab 1.18 mittags, Volkmarsen an 3.00 Ubr, Volkmarsen ab 6.05 abends, Corbach an 7.05 abends, Vollmarsen ab 6.39 abends, Kassel an 820 abends. Die Züge halten auf allen Zwischenstationen.
* Niedenstein, 16. April. ((Amtsenthebung des Bürgermeisters.) Nach einer unvermuteten Revision der Gcmeindekasse und der Bücher durch einen Beamten der Kasseler Regierung wurde die soforiige Amtsenthebung des Bürgermeisters verfügt.
* Warburg, 16 April. (Feuer im Wald.) Bei einem Waldbrand in Saalhausen verbrannten trotz der Hilfe der Feuerwehr 15 Morgen Buchenbestand
* Ans dem unteren Werratale. 16. Avril. (Quellensuche mit der Wünschelrute) Der Wünschelrutengänger Vogt aus Geisa in Thüringen traf gestern in Immelborn ein um für diese Gemeinde eine höher gelegene Quelle zu suchen, da der Wafferleittingsdruck aus der
Wenn die Azalie blüht.
Das Geheimnis ihrer Pflege.
Am besten gedeihen Azaleen an einem nicht zu sonnigen, aber hellen und mäßig warmen Fensterplatz bei 8—10 Grad C. Hier entfalten sie ihre ganze Blutenpracht, und läßt sich der Flor wochenlang erhalten. Während der Blütezeit vermeide man übermäßiges Gießen, habe aber acht, daß die Pflanze nicht ballentrocken wird. Ist der Wurzelballen jedoch ausgetrocknet, so stelle man den Topf in ein Waffergesäß und lasse ihn fo lange darin stehen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach der Blüte stelle man die Azalie in ein helles, aber kühleres Zimmer, wo sie dann kräftige Triebe entwickelt. Sind dann im April keine Nachtfröste mehr zu befürchten, dann gebe man der Pflanze einen geschützten Platz im Freien.
Das Verpflanzen in einen neuen Topf geschieht im Mai. Der neue Topf darf nicht zu groß fein; es muß der alte vollständig in ihn bineinpassen, doch kann mau noch 1—1^ cm allseitigen Spielraum geben. Topf und Topfscherben sind vorher gut zu reinigen Dann entferne man die obere wenig oder gar nicht durch- wnrzelte Erde, ebenso die alten Abzugsscherben und lockere m.t einem zugespitzten Hol; den verfilzten Wurzelballen au. Beim Verpflanzen verwende man sandige Heideerde, von der soviel auf den Topfboden kommt, daß der Stamm nach
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