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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Nummer 84. Amtsblatt der Stadt Kaffel

Sonntag, 11. April 1926

Amtsblatt der Stadt Kaffel 16. Jahrgang

Keine Abrüstungskonferenz am 18. Mai?

6s reden die Fernen.

Ein Napoleontraum und deutsche Not.

Die außen- wie innenpolitisch gleich riefe nach, österliche Ferienstille haben ein paar schrille Mißklänge jäh zerrissen und dabei zugleich den chaotischen Dunstkreis zerspalten, der noch immer trotz Locarno, Gens und anderer Irrlichter sich über Europa ballt. Der Schutz auf Muffolim hat dem modernen Condottiere nur den Nimbus des Nationalheiligen und Märty­rers verliehen und seine blutende Rasenspitze Hai die faszinierten Massen stärker entflammt, als alle Großmachwisionen des ehrgeizigen Prophe­ten. Wobei dann nur zu hoffen bleibt, daß die hysterischen Expansionsgelüste des Napoleoniden sich allmählich an der Großmannssucht seiner Gegenspieler in Madrid und Athen und ... der eifersüchtigen Wachsamkeit Mariannes in dem afrikanischen Sultanliebesgarten totlau­fen werden, wie denn überhaupt der faschistische Kaisertraum den Todeskeim verblendeten Natio­naldünkels und überspannten Kraftmeiertums in sich trägt, darüber hinaus aber auch ein schwä­render Eiterherd am verkrüppelten Wirtschasts- organismus Europas ist. Das mit wilhelmini­schen Vorkriegsposen unrühmlichen Angedenkens zum Verwechseln ähnliche stolze Drohwort: »Wir sind ein Milltonenvolk und unsere Zu­kunft liegt auf dem W a s s e V wird denn wohl auch den Meergreis an der Themse au8 seinem Weltmeertraum unsanft aufgeschreckt haben. Englands Artttelmeeradmiräle verfolgen nicht erst seit gesternt mit argwöhnischen Blicken die Kreuzerfabnen der italienischen Geschwader, die in letzter Zeit meist auch von starken Flugeinhei­ten begleitet sind. . .

Kein Wunder, daß man vor allem in Pa­rts, den Brennernachtwächtcr, den man we­gen seiner Tiroler Tiraden noch jüngst wie ei­nen Abgott feierte, fetzt wegen seiner ehrgei­zigen Kolonialpläne mit scheelen Augen an- st-ht. Da nun Rom aber auch des öfteren ganz unverfroren die Polypenarme nach den entrißenen deutschen Kolonien (in erster Linie Deu 1 sch - Ostasrika) ausge­streckt hat, wäre es deutscherseits an der Zeit, di- unveräußerlichen Rechte auf den mühsam er­schlossenen für die überschüssige Volkskrast un­entbehrlichen Lebensraum vor aller Welt feier- lich zu proklamieren, damit wir nicht wieder ei­nes Tages durch die ehrlichen Lügner Cham- berlain-Briand vor vollendete Tatsachen gestellt werden. .

Welch' entwürdigende Rolle wir im übrigen trotz aller Genfer Schönheitspflästerchen noch im­mer im Europakonzert spielen, hat uns dieser Tage der Einspruch einer der drei Dawes- kommissare gegen die Verschiebung der Viersteuererhöhung mit erschreckender Deutlichkeit vor Augen geführt. Und brennende Scham muß jedem Aufrechten bei dem Gedanken die Stirn röten, daß wir noch auf ein Menschen­alter hinaus, schlimmer wie die Chinesen und Meqerstaaten wirtschaftlich und finanziell ent- mündigt sein werden, daß jeder deutsche Fi­nanzminister fein Budget einem Fremdling zur Begutachtung vorlegen muß, der es in der Hand hat. letzten Endes auch unsere Handelsbilanz, unsere Löhne und Preise zu gestalten, daß er uns nach Belieben auspreflen, neue Steuern ausschreiben oder streichen kann, ja, daß die Zer­trümmerung deS BeiufSbeamtentums bei der Eisenbahn, die M'fsenentlassun- gen, die Stellung der Lohnpolitik au­ßerhalb des deutschen Rechts, ebenso sein Werk sind, tote die ungesunde Tarifpolitik, die die Lebenadern des Verkehrs und der Wirtschaft unterbindet.

Wir sind also, wenn auch in rosenrote, lieblich parfümierte Friedenswolken gehüllt, für unsere biederen Locarnofreunde und die Dawesnutz- nießer noch immer ein ähnliches Ausbeutungs- objekt Wie Syrien, Marokko oder China und werden auf den und zwischen den kommenden Konferenzen das Aeußerste versuchen müssen, um den noch immer festgefügten ober frisch gezim­merten antideutschen Großmacht­block zu sprena-n. Wir brauchen für Genf kei­nen Pazifisten. Schwärmer oder rückaratlosen Schwächling, sondern einen nüchternen und kla­ren Kopf, der zugleich mit feuriger Zunge das M-netekel eine? zerfallenden und das Zukunfts­bild eines geeinten Europa an die Wand malt, das sich vor dem Ansturm der Achthundert- Millionenrassen zur Rotgemeinschafi zusammenichließt. Das aber kann nicht mit ei­nem zerstückelten, empörerischen Deutschland und .. einem ausgesperrteu und heimlich wüb lenden Rußland geschehen. Dazu bedarf es einer freien Entwicklung der in den Völkern auf- gespeicherten Lebenskräfte, eines g r ü i: d l i - dien friedlichen Ausgleichs der uns umbrauden- den Gegensätze. Europa wird mit Einspannung

Amundfen fliegt zum Nordpol.

Heute vormittag in Rom mit dem LuftschiffNorge" abgeflogeu.

Rom, 20. April. (Eigener Drahtbericht). Amundsens Luftschiff Norge ist heute früh um 9 Ahr 10 Minuten zu seiner Nordpolreise ausgestiegen. sDie erste Etappe des Fliegers soll bekanntlich Spitzbergen fein, von wo dann bei guter Witterung der Abflug zum Pol erfolgen soll. (D. Red.)

Rußlands und Deutschlands in den Wiederauf­bauprozeß einer neu n Blütezeit entgegengehen oder ohne die stärksten europäischen Kraftquellen unheilbarem wirtfchastlichem und geistigem Siechtum verfallen. F. R.

Paris gegen Washington

Hougthons Wiederkehr. Abrüstungssaboteure.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 10. April.

Der amerikanische Botschafter Hongthon ist gestern Abend an Bord der Majestie in South­ampton eingetroffen. Ein diplomatischer Kor­respondent weist darauf hin, daß die Ankunft Hougthons, der jüngst in Washington die Un­aufrichtigkeit Europas in der Abrü­stungsfrage gebrandmarlt habe, mit einem Feld­zug der französischen Presse, zu Gunsten einer weiteren Aufschiebung der Abrüstungskonferenz über den 18. Mai hinaus zusammenfalle Die Anregung für eine weitere Vertagung werde von einigen Nachbarn, Rußlands ausgel-cn.

* *

Die Waffen nieder!

Houghton als Abrüstungsvorkämpfer.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 10. April.

Wie gemeldet wird, soll Anfang nächster Wo­che eine hochpolitische Besprechung zwischen Bot­schafter Houghton und Chamberlain stattfinden, die der Behandlung des allgemeinen Abrüstungsproblems dienen wird. Man spricht in London von der Möglichkeit einer ge­meinsamen Initiative zwischen England und A m e r i k a, die bei den Verhandlungen der Ab- rüstungskommisston des Völkerbundes in den Vordergrund treten soll. Man hält es in Berlin nicht für ganz ausgeschlossen, daß auch Deutschland zu dieser diplomatischen Dis­kussion herangezogen wird. Der deutschen Regierung wäre es jedenfalls außerordentlich er­wünscht, an diesen Erörterungen der Groß­mächte teilzunehmen, zumal sie schon wiederholt vor aller Welt dargelegt hat, daß Deutschland auf der allgemeinen Durchführung der Ab­rüstung bestehen muß. Merkwürdig ist die Tat­sache, daß auch die Moskauer Diplomatie mit großer Aufmerksamkeit der Entwicklung der Erörterungen über die Bbrüstungsfrage entge- qensteht So viel ist sicher, daß Rußland und Amerika als außerhalb des Völkerbunds tehende Weltmächte gewisse Berührung s- m n 11 e in ihrer Politik gegenüber den Völker­bundmächten aufzuweisen haben, und daß dem­entsprechend auf beiden Seiten ein gegenseitiges Interesse besteht, auf die Abrüstungsverhand­lungen bestimmenden Einfluß zu gewinnen.

eturm gegen Vongalos.

rer der aufständischen Truppen die Radio- Station von Saloniki besetzt und ihren Stab dort eingerichtet. Die Truppen sind au den Höhen in Stellung 'gegangen. Dem Ver­nehmen nach sind auch zwei Flugzeuggeschwa- der zu den Aufständischen übergegangen. Von der griechischen Grenze her ist dauernd schweres Artilleriefeuer zu hören.

*

Sie strecken sie Waffen.

Athen, 10. April. (Funkdienst.) Nach amt­lichen Meldungen haben sich die Führer der Meuterei in Saloniki und ungefähr zweihun­dert Soldaten bedingungslos ergeben.

Versailles im Niff.

Deutschlands Schicksal droht auch Abd el Krim. (Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 10. April.

In dem Berhandlnngsprogramm zwischen Vertretern der Rifleute und Vertretern Frank­reichs und Spaniens dürften folgende Punkte zu finden sein: 1. Abschluß-eines militärischen Waffenstillstandes nach Besetzung von bestimm­ten Stellungen. 2. Unverzüglicher Austausch der KrikZsgefangenei?, 3. Neutralisierung einer bestimmten Zone biS zur Festlegung der strittigen Grenzlinie, 4. Entfernung der für die Erhebung verantwortlichen Führer. Erft nach Einigung über diese Vorbedingungen könnten die eigentlichen Friedensverhandlungen auf der Grundlage der Madrider Abmachungen begin­nen, die lauten; Regelung der Rifgrenze am Werga, Gewährung einer VerwaltungSauto no- mie unter der Souveränität des Sultans an die Rifstämme sowie endlich Entwasinnng der Gegend, sowie ständige Militärkontrolle.

Wenn die Damme bersten.

Hochwasserschrecken in Bagdad. (Eigene Drahtmeldung.)

Bagdad, 10. April.

Bagdad ist durch Hochwasser des Tigris ernstlich gefährdet. Die Deiche sind in bei Nähe des Köuigspalastes durchbrochen worden. Das Palais ist geräumt und vollständig vom Wasser eingeschlossen. Tausende arbeiten sie- berhast daran, die Mauern ihrer Häuser zu be­festigen. um vor den Ueberschwemmungen Schutz zu finden. Hunderte von Flüchtlingen lagern im Freien.

Er glüht und zischt.

Ausbruch eines sibirischen Vulkans.

(Privat-Telearamm.)

Moskau^ 10. April.

Der große Ausbruch des dreißig Kilometer von Petropawlowsk (Ramtfdfatla) ent«

Saloniki von Meuterern bedroht.

(Eigener Drabibericht.)

Belgrad, 10. April.

Heber neue in Saloniki ausgebrochene Mi- lltärrevolten werden folgende Einzelheiten be­kannt: Die aufständischen Truppen besetzten in Stärke von fünftausend Mann mit acht Ge° chützen die Höhen um Saloniki und überreich­ten folgende Forderungetz; 1. Sofortiger Rück­tritt des Generals Pangalos, 2. Einsetzung einer neutralen Regierung

freie Wahl für die Präsidentschaft der Republik. BiS dahin müsse Admiral Kon- buriotiS Präsident per Republik bleiben. Falls diesen Forderungen nicht entsprochen werde, werde mit der Beschießung bet Stadt begonnen. Nachdem die regierungs­treuen Truppen die wichtigsten Punkte bet Stadt besetzt hatten, forderte der kommandie­rende General die Aufständischen auf, sich bis 5 Uhr abends zu ergeben. Es besteht jedoch wenig Aussicht dazu, ba die Garnison von Sa loniki in zwei Lager geteilt ist. Die Ankunft der Kriegsflotte wird stündlich erwartet.

*

Sumpf vrvynen Pie Kanonen.

Belgrad, 10. April. (Eigener Drahtbericht.) Wie ans Athen gemeldet wird, haben die Füh

fetalen Awaschlinsky - Vulkans, der am 28. März einfetzte, erreichte gestern seinen Höhe­punkt. Glühende Lava bedeckt die Abhänge des Vulkans. Die ganze Umgegend ist nachts er­hellt. Aus dem Krater schießen Flammengar- brn. Das ausgeworfene oulkanifche Gestein und die Asche bedeckt die Umgegend biS auf etwa neunhundert Kilometer Entfernung. Der Ausbruch ist von unterirdischem Grollen und Erderschütterungen begleitet. Opfer an Men­schenleben sind bisher nicht zn beklagen.

Das Blatt wendet sich.

Wupeifu und Tschangtsolin wieder Rivalen! (Eigener Drahtbertchi)

London. 10. April.

Aus Peking wird gemeldet, daß mit der Ab­reise Fenghysiangs aus China die alte Feindschaft zwischen Wupeifu u. T f ch a n g t s o l i n wieder aufgelebt sei Durch diese Tatsache veränderte sich die Lage vollkommen Einstweilen seien zwischen allen Parteien Ser Handlungen im Gange, deren Ergebnis voll kommen unsicher fei. Die militärischen Opera­tionen ruhen noch auf beiden Seiten.

Doorn-votsdam.

Wo leben die Hohenzollern?

»ou Uebcriiedlrruoso «ach der Schweiz, » manchem die Fra ar ae stck das Privatleben d< ivielt. Unser eingewe

Bekannt ist seit längerem, daß Wilhelms zweite Gattin Termine, bie stark rheumatisch ist. dies Leiben trotz monatelanger Kuren in Baden-Baden und Wildbab nicht losgeworben ist unb daher in dem feuchten Seeklima Hol- lanbs auf bie Dauer nicht leben kann. Wäh­rend sich der Kaiser am liebsten in Spa­nien anfiebeüt würde, wo bie Belästigung durch neugierige Fremde wegfiele, hat bie Kaise­rin wegen ihrer fünf Kinber und bet Verwal­tung ber beiden großen Fibeikommißbesitze Mel­lendorf int Kreise Reichenbach und Arntitz im Kreise Guben, bie sie für ihre ältesten Söhne, bie Prinzen Hans Georg unb Georg Wilhelm von Schönaich-Carolath führt, naturgemäß den Wunsch, niichi allzuweit von ber deutschen Hei­mat zu wohnen. Sie möchte daher am liebsten, daß der Kaiser sich in dem an Italien grenzen­den Teil der Schweiz ankaufte. In Lugano erzählt man sich schon, daß der Kaiser das eine Viertelstunde von dort enfernt gelegene

Schloß Ttevano im Cassaratetal erwerben will. Nickt allzu weit davon in M i n u s i o b e i Locarno hat der K r o n p r i n z für mehrere Monate die Villa Simmmer gemietet. Er hat einen Teil feiner Dienerschaft aus OelS mitge­nommen und lebt dort unter dem Namen eines Herrn Schmidt incognito und völlig als Privatmann. Ob es wahr ist. daß dieser Aufent­halt der äußere Ausdruck einer zukunftspolitt« schen Schwenkung ist, das heißt den e n d g ü l - tigenVerzicktauf eine Thronbesteigung be­deutet, mag dahingestellt bleiben. Tatsache ist jedenfalls, daß das kronprinzlicke Paar feit län­gerer Zeit über die im Interesse eines solchen Ereignisses einzuschlagenden Wege völlig ver­schiedener Meinung ist. Während bie Kronprin- zessin unter dem Einfluß des früheren Ziv-lbe- gleiters des Kronprinzen Landrats a. D. Frei­herrn von M a l tz a h n als Mitglied des preußischen Staatsrats ist er auch heute noch im öffentlichen Leben tätig für eine vorsichtige Politik des Ab warte nS ist, vertrat der Kronprinz, den fein Adjutant, der getreue Ge­fährte in der Wieringer Einsamkeit, Herr von Müldner, berät, bis jetzt wenigstens eine entgegengesetzte Anficht. Der monatelange Auf­enthalt deS Kronprinzen im Ausland scheint in­dessen daraus hinzudeuten, daß er heute mehr zu bet Taktik feiner Gemahlin neigt. Die beiben erwachsenen Sohne bes Kronprinzen wohnen zurzeit in Cecilienhof bei Potsdam und stu d i e- ren an der Berliner Universität, bet älteste Jura unb StaatSwissenschasten. der zweite Kunstgeschichte unb Philosophie. Prinz Ei­tel Friedrich, lebt mit seiner Gemahlin, der ältesten Tochter de» GroßherzogS von Ol­denburg, seit zwanzig Jahren ohne Unterbre­chung in der schönen hei Potsdam an der Havel gelegenen Villa Ingenheim. Et pflegt seinen Vater bei allen möglichen repräsentativen Gelegenheiten zu vertreten. Dagegen hat sich fein Bruder, Prinz Adalbert, aus dem öf­fentlichen Leben zurückaezoaen und verbringt feine Tage auf dem schönen in Homburg vor der Höhe gelegenen Brünlngschen Besitz, den er nach seiner Gemahlin, bet Prinzessin Abelhetd von Sachsen-Meiningen, Adclheidswert genannt hat. Auch Prinz August Wilhelm hat seinen Wohnsitz in der Potsdamer Villa Lieg- nitz behalten. Seit 1920 von seiner Gattin, einer holsteinischen Prinzessin, die jetzt al«

Fran Rümann in München wohnt, geschieden, lebt er ganz feinen künstlerischen Neigungen. Et ist ein einiger Landschaftsmaler, den man auf Spaziergängen in der Umgebung von Potsdam bäusia vor seiner Staffelei sitzend an* treffen kann Dagegen übt fein jüngster Bru­der, der mit einer Gräfin Bassewitz vermählte Prinz Oscar, der eine Zeit lang Volontär im Bankhaus F. W. Krause u. Co unb später einige Monate Eleve auf dem Mecklenburgischen Gute keines Schwiegervaters war, keinen eigentlichen Berus aus. E- Hai sich eine Villa in ber Großen Weinmeisterstraße in Potsbam gekauft. Prinz Heinrich, ber jüngere ®ruber Wilhelms des Zweiten., ist ganz Landwirt geworben. Et lebt auf feinem Gut- Hemme!mark bei Ek­ker n f ö t b e. Dort wohnt auch sein ältester Sohn Prinz Walbemar, wöhtenb sein zweiter Sohn. Prinz Sigtsmunb zurzeit bie Hambur­ger Erportsitma Scklub^ch-Sapper u Co in Guatemala vertritt. Fm Schweizer Kanton Tes­sin, in Lugano, hat sich Prinz Friedrich Leo-