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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 79. Amtsblatt der Stadt Kassel

Sonntag, 4. April 1926

Amtsblatt der Stadt Kassel 16. Jahrgang

Berlin funkt das erste Bild nach Wien.

Osterhoffen und... KriegSgelümmel im Orient und Fernem Osten.

Nichts ist zu hoch...

Solange deutscher Auserstehungsglaube waltet.

lieber schweigendem Ernst, stammelnden Ge­beten, über Reue, Zerknirschung und brünstiger Erlösersehnsucht gläubiger Christenscharen schwangen gestern schon die Orgelchoräle der Osterverhrtßung. Und wenn vor nun saft zwei­tausend Jahren Himmel und Erde barsten und der Tempelvorhang in zwei Stücke riß als des Gekreuzigten Haupt sich neigte, so brach gestern das Mysterium der Gotteskindschaft alles Leben­digen, gebenedeitcr Menschenliebe, todbereiter Herzenstreue, gottseliger Glaubensstärke in saft schmerzhafter Himmelsglut auf unsere schuldigen Häupter nieder. Tas ist es, was vom Kruzifix des Weltenkönigs in unsere Tage und in alle Ewigkeit hinüberflammen wird: Das Sühne­opfer eines Gerechten, dessen Blut im heiligen Gral als Evangelium der Läuterung einer sündi­gen Menschheit zum Berge Montsalwatsch voran- leuchten soll. Noch haben sich dem magischen Nazarener alle Großen im Geist und der Welt gebeugt und kein moderner Prophet und Wahr­heitssucher hat seinen sternenhohen Liebesgeboten ein Tipselchen hinzuzusetzen oder abzutrotzen vermocht.

Und wenn auch die Erben des göttlichen Ver- mächtnisies in allen Weltreichen sich längst von ihrem strengen Lehrmeister lossagten, und ob die Wankelmütigen und Kleingläubigen aller Völker ihn heute noch und immer verraten und verlassen werden: Dem deutschen Gemüt sind die Symbole der fleischgewordenen Liebe und Gerechtigkeit, der Treue bis in den Tod und ... des Auferstehnngsglaubens so tief verwandt, daß es an ihnen sich emporschwingen wird aus grauenhaftem Elend, aus tödlichem Bruderzwist, aus abgrundtiefer Schicksalsnacht zum Glau- benansichselbst, zum Wiederaufbau seiner Volkseinheit und Staatsgröße und zur Messias­mission der Weltverföhnung. Gewiß würgt heute stärker als se die nackte Not Hunderitausenden von Volksgenossen an der Kehle und ihr rauher Schrei nach Arbeit, Glück und ein bißchen Le­bensfreude schneidet uns ins Herz. Gewiß frö­nen wir heute härter als Leibeigene für die fremden Moloche jenseits der Grenzen und Meere und jeder sauer verdiente Sparpfennig wandert in die Goldtruhen der Unersättlichen. Gewiß hat man bisher alle unsere Kärrner- dienste für das Erfüllungsgelübde und aus VerständtaungSleidenschaft mit schnödem Mißtrauen oder . . . leeren Phrasen vergolten Gewiß wallfahrten wir im Mai aber­mals wie blinde Bettler nach Genf mit dem Märtyrerzeichen auf der Stirn und der Ahnung kommenden Unheils im tiefsten Herzen. Gewiß, gewiß ...

Das aber sollte uns die strahlenden Oster- fackeln verfinstern, die morgen auf allen Höhen, allen Wipfeln, allen Blumendiademen, auf Menschenstirnen und im Liebesgeleucht seliger Herzen sich entzünden? Sprang nicht der Fels­riegel vom Grabe des Gemarterten? Wurde seine Liebeslehre nicht zur Richtschnur für Jahr­tausende? Und wir sollten im Anblick unserer Geistesheroen, der unsterblichen Taten namen­loser Helden, des Heiligenscheins um deutsche Dulder und Dulderinnen kleingläubiger und furchtsamer sein als die Jünger zu Emmaus? Hat der deutsche Schmerzensmann nicht auch die GradeSpyramiden gesprengt, die man zenMer- schwer auf ihn wälzte? Und wandelt nun vor uns her im Licht' Weist seine wundgerissene Hand nicht in glanzverhüllte Fernen? Schrecken uns die Felsschrofse und Klüfte, die schaurigen Täler und Prüfungen, am Kalvarienberg der deutschen Genesung und Errettung? Laßt mit der Osterbotschaft auch die untrügliche Gewißheit in Euch einströmen Freunde. daß Deutsch­land auferstanden ist und lebt. Und laßt von Herz zu Herz den Glaubensfunken und zündenden Lebenswillen überspringen, daß nicht auf Kanonen und Bajonetten dos Heil der Welt ruht, sondern von der weltbezwingenden Idee, von sittlichen, kulturellen, technischen Großtaten und nicht zuletzt von der Geisteshaltung, den persönlichen Lebenswerten jedes Guten aus­strömt, der Volk und Welt ein Stück vorwärts reißen will. Die innere Konsolidierung der beiden deutschen Brudervölker ist. das haben uns noch kürzlich die beiden deutschen Kanzler bestätjgt, nach der Kriegs- und Jn- slationskatastrophe doch mächtig vorangeschritten und der Deutsche Hai in dem Höllensturz der Ze« ... den Kopf oben behalten. Und so soll morgen wieder ein Hauch der seligen Inseln unsere Stirn streifen und selbst der Sterbende wird sich,

Berlin, 3. April.

Heute Rächt hat die erste Bildfernübertragung von Berlin «ach Wien stattgefiMden. Gesandter Dr. Frank, Reichspostminister Dr. Stingel, Staatssekretär Dr. Bredow, Geheimrat von Siemens und Direttor Dr. Graf Arco hat­ten zu diesem bedeutsamen Ereignis besondere Autogramme zur Verfügung gestellt. Der Bildsender steuerte über eine Frcileftung den Sender von KönigSwrusterhausen. Der Bildempfänger war auf dem Laarberg in Wien aufgestellt. Die Uebertragungen sind ausgezeichnet gelungen und lassen den Beginn einer neuen Epoche im Weltnachrich­ten - Verkehr erwarten.

Ein Mauriges Osterkvnzerk. Kampsgcwühl vor Peking. Verbissene Armeen.

«Eigener Drahtberich«.)

Paris, 3. April.

Aus Peking wird berichtet: Nach blutigen Zusammenstößen an den Toren von Peking ha­ben die Armeen Kuonintschuns bekanntgegcben, sie würden Peking gegen die Armeen von Mulden verteidigen. Die Truppen Kuo- nintschuns ziehen sich nach heftigen Kämpfen bei Peking weiter in der Richtung auf K a l g a n zurück. Die Flüchtenden bedrohen Peking. Von den Kaufleuten sind chinesische Freiwilli- genkorps zur Verteidigung der Stadt gebil­det worden. Zwanzigtausend Dörfler haben sich in die Hauptstadt geflüchtet.

*

Dos Ehaos ohne Snve. - Veking neutral?

Paris, 3 April. (Privattelegramm.) Rach einer Blättermeldung aus Peking soll Peking zu einer neutralen Stadt erflärt werden. Die nationasozialistifchen Truppen werden Peking räumen und durch eine Militärpolizei unter einem Zivilkommandanten ersetzt werden.

M

<8ln scharfer yied gegen Moskau

Paris, 3. April. (Privattelegramm.) Die chinesischen Behörden haben die russischen Stadtbehörden von Charbtn abgesetzt und ein Provisor, chinesisches Komitee eingesetzt.

Ostergrüße aus dem

Vier Unterhändler Abd el Krims zur Stelle.

(Eigener Drahtberndt.)

London, 3. April.

Nach Berichten aus Tanger befinde« sich zur Zeit drei Friedensunterhändler Abd el Krims unterwegs. Der eine sei in R a b a t, der andere in Mellilla, der dritte in Tanger. Lette­rer ist ein Vetter Abd el Krims. der als offizieller Vertreter Abd el Krims anerkannt wird. Die Verhandlungen sollen zufriedenstel­lend verlaufen. Der englische Hauptmann und Rifunterhändler Gordon Cunning ist gestern in Paris angekommen. Er erNärte, daß er sich nur als Osterreifcnder dort befinde. Man ver- mntct jedoch polittfche Beweggründe.

*

Mrd sich 2I&0 el Krim unterwerfen?

Paris, 3. April. Eigener Drahtbericht.) Gestern wurden zwischen Brimrd, Pwinleve, Steeg und Marschall Petain Friedensmöglich- 'eiten für Marokko gepuüft. Die allgemeine Auffassung ergeht dahin, daß einWaffenstillstand >rst abgeschlagen werden könnte, wenn Abdel K ri u nicht anznzweiselnde Garantien für keine Unterwerfung gegeben habe.

Abd el Krim« 2fgrnt auf Schleichwegen

Paris, 3. April. (Eigene Drahtmeldung.) Bus Tanger wird gemeldet: Ein Agent Abd el Krims mit Namen W a l d e m a n n, der in Be­

gleitung zweier Schweden in Tanger angekomA men ist, wurde verhaftet, als er sich anschickte, unter Milführung von Waren, Material und Benzin für Automobile wieder abzureisen.

Ein blntiger Karfreitag.

Araber im Feuer der Engländertanks.

(Eigene Deahtmeldung.)

Bagdad, 3. April.

Britische Tanks traten gestern an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak in Attion, als große Teile syrisch-arabischer Stämme einen Jrakstamm angriffen. Der Feind über­schritt mit zweitausend Mann die Grenze des Jrakgebietes. Die britischen Tanks fügten den eindringenden Stämmen schwere Verluste zu. Als Flugzeuge erschienen, floh der Feind unter Zurücklassung von fünfundvierzig Toten. Die britischen Offiziere hielten den Jrak­stamm von der Verfolgung des Feindes über die Grenze des Jrakgebietes hinaus zurück.

*

Ser erste Tag Oer Syrienoff-nsive

Paris, 3. April. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Beirut wird gemeldet, daß gestern vormit­tag die stanzösische Offensive im südlichen Liba­non begonnen hat. Sie schreite gut vorwärts.

Ein modernes Evangelium

Achtstundentag auch für Englands Zechen.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 3. April.

Die Zechenbesitzer machen bekannt, daß sie an­gesichts der Arbeiter-Weigerung nicht die Absicht haben, die Verlängerung des Achtstunden­tages durchzusetzen. Sie legen aber großen Wert darauf, daß die Gesamtarbeitszeit pro Woche und nicht pro Tag festgelegt wird u. daß einegrößere Anpassungsfähigkeit der Arbeitszeit an die Be­dürfnisse geschaffen wird. Die Zechenbesitzer sind bereit, auch eine Aenderung der Lohnzahlung oorzunehmen, da, wo es möglich ist, die Arbeiter unmittelbar am E r t r a g zu beteiligen.

Sie schmieden den Ring.

Polen und Jugoslawien im Tschechenbund.

(Eigener Drahtbericht)

Prag, 3. April.

Wie verlautet, wird der polnische Außen­minister Mitte April in Prag einen Be­such abstatten. Man erwartet, daß es bei dieser Gelegenheit zu weittragenden politi­schen Vereinbarungen kommen wird. Auch der jugoflawische Minister R i m t s ch i t s ch soll zn gleicher Zeit in Prag anwesend fein.

* ein brüchige« Kabinett.

Belgrad, 3. Aprü. (Eigener Drahtbericht.) Infolge der Beharrens her Radikalen Partei auf Einberufung der Skuptschtina auf den & April hat sich der Konflitt so zugespitzt, daß be­reits enbaültig von einem Zerfall der Regie­rungskoalition gesprochen wird. Man erwarttt, daß Mimsterpräsident Pasitsch zurücktritt.

3m Zeichen des Dvlfeefeiedens

Alter Kurs im neuen rumänischen Kabinett.

(Amtliche Drahtmeldung.)

Bukarest, 3. April.

Der Minister des Auswärtigen, Mitile­nen, erNärte, daß die ausländische Politik der neuen Regierung die Richtung der gerechten und riedliche« Beziehungen einhalten werde. Mit Sowjetrußland werde die Regierung eine Politik der friedlichen Verständigung verfolgen, ohne stch auf Verhandlungen über die Grenzen einznlaffen. Sie werde ebenfalls das Programm der Klei« en Cntente erweitern.

Wege ins Licht.

Eine tröstliche Osterbotschaft.

Von

Arthur Braasewetter.

Osterglocken läuten, Cfterltcbzr klingen. Freude des Lebens crtoaajt. Hoffnung, die auf- wärts weist. Sterne leuchten, locken. Da wollen wir das alte Lied vom Leid nicht singen. ES ist das Lied der Zeit und ist ein garstig » Eins aber soll doch gesagt werden: daß nichts so ge­eignet ist, dem Materialismus und der Entgei- stigung unseres Volkes den Weg zu bahnen als dies nie verstummende Lied von her Not unse­rer Zeit. Hinter den wirtschaftlichen Sorgen tritt das Geistigentmer merkbarer zurück. Die Sorgen des Tages sind zu groß, um sich über solche, die über ihn hinausweisen, den Kops zu zerbrechen.

Aus dieser Erde quittea meine Freuden Und diese Sone scheinet meinen Leiden; Kann ich mich erst von ihnen scheiden, Dann mag, was will und kann, gejchehn. Diese Faustlosimg ist die unserer Zeit.

Run aber ist es Ostern geworden. Christ ist erstandeit aus der Verwesung Schoß; Reißet von Banden freudig Euch los! Was will Ostern an­ders verkündigen als den Sieg des Geistes über die Materie! Ten Sieg des Lebens über den Tod?Tod, wo ist Dein Stachel? Hölle, wo ist Tein Sieg?" Freilich, zu diesem Siege führt nur Eins: der Glaube an das Leben und die Osterbotschaft.

In einsamer Stube ein einsamer Denker. Bankerott an allem, lvas des Lebens Sinn und Glück ausmacht, fertig mit Glauben und Hoffen, dem Tode näher als dem Leben, die Gistfchale bereits an den lechzenden Lippen, vermag ihn der Engel Triumphgesang nicht mehr aus sei­nen Zweifeln zu reißen.

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Zu jenen Sphären wag ich nicht zu stteben, Woher die holde Nachricht strömt.

Und während er sich in Zweifeln verzehrt, flutet um ihn in holder Unbekümmertheit das Leben. Menschen, die feinen Seelenqualen ver­ständnislos gegenüberstehen, geben sich ihren armen Freuden, ihren fchelen Vergnügungen hin, gehenmit den anderen, raufen, rauchen, machen Aeuglein, scherzen, tanzen, kreischen, freien und nennen's Freude, nennen's Ge­sang.* Auch hier genau das Bild unserer Tage. Ans der einen Seite jene unseligen Naturen, die über alles grübeln und denken müssen, denen ihres Landes Leid am Herren frißt, die Faust- feelen, die niemals etwas als wahr und gegeben hinzunehmen vermögen, die in Zweifeln und Fragen sich verzehren und ihr kurzes Leben im nie ruhenden Widerspruch ohne Freude und Ge­nuß verzehren Auf der anderen Seite die froh und flach Dahintreibenden, deren Tage erfüllt sind von dem steten Einerlei der Pflicht, denen Essen, Trinken ».Vergnügen anspruchsloser Art holde Abwechselung bedeuten, die, höheren und geistig-n Gedanken fremd den Tag vflücken wie eine schöne Blume, die bald verwelkt, an bereit Dust und Glanz sich zu erfreuen, heiliges Da­seinsrecht ist.

Auch über diese beiden Menschheitstypen weist Ostern hinweg. Einmal erhebt es als Fest der größten und entschiedenen Lebensbejahung über Skrupel und Zweifel mit der Bestimmtheit und Energie feiner Auferstehungsbotschaft. Zum anderen pflanzt es an Stelle der schalen Alllags- lofung: .Lasset uns essen und trinken,denn mor­gen sind wir tot!" die eines höheren Seins, die den Lebendigen nicht mehr bei den Toten sucht. Die Weltanschauung, die adelt, verkündet und verbürgt Ostern: der Sieg des Lebens und des Geistes Lehre ist bestreitbar. Leben ist unbe­streitbar.

Ter Christus, den uns Ostern bringt, stehl jenseits der Konfessionen, steht groß und erha­ben über jedem konfessionellen Hader, jedem en­gen Streit der Parteien. Christus ist etwas so Großes, ist eine so eigenartige Erscheinung der Weltgeschichte, daß niemand an ihm vorbei kann, er mag wollen oder nicht Für jeden schlägt einmal die Stunde, wo er zu ihm eine Stellung cinnehmen muß Tober sehen wir es gerade in diesem Leben der Parteiungen, Wi­ede Partei von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken ihren bestimmten und von den anderen grundverschiedenen Christus hat. Aber es gibt keinen Christus, wie ihn der gebundene Wunsch und Wille dieser oder jener Richtung und Partei ersinnt, es gibt nur einen Christus, dessen Erscheinung eherne Wirklichkeit, dessen

so hat es uns ein großes Dichterherz verheißen, noch einmal auf dem Ellbogen emporrichten. In blitzender Rüstung steht der Mensch, der vor ei­nem Augenblick noch In Erdendreck und Lumpen­behang sich verkommen fühlte, und alle- ist Frei­

heit, und olles ist Kraft und alles ist Ergebung, alles ist Wohldust, ein Rauschen jungen Früh- linggrüns, ein blaugoldenes Leuchten und Fun­keln auf allen Seiten und tlare See und freie Fahrt bis in alle Fernen! F. L.