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Mittwoch, 31. März 1926.
Nr. 76. — 16. Jahrgang.
Kasseler Neueste Nachrichten
64 6'
99.2f »SSuckert
»J.G.Fprbemnd.A-G 14 i.-
Selt. u. Guilleaume »Gef.f.elekir.Untern.
^Deutsche Rank »Disko»,o-Ges. »Dresdner Bank
»Orenstein u. Koppel Hfrfck-Kvpfer Rhein-Metall ■Jtorbti. Wolle Stöbt und Co
t>9 5i 100,51
17'51 115 50
13- 7-1.75 39- 945, 96 50 49 7f
80.- 86 75 95.5, 80 5«
124
188 5«
95 15
Der Franken fällt weiter.
Ei» Frauke» »nr »och 14 Pfe-rpise.
Der Stur, des französtichen Franken setzt« sich an der Berliner MontagsbSrie weiter fort. An sämtlichen Börsenplätzen finden starke Abgaben in Kranken statt,
»SiemenS-SalSk, Görl. Waggon
»Linke-Hofmann Adlerwerke Berl.-Karlsr. Jnd. Daimler
185,50
180 -
Dtsch. All. Lelegr.
Schultb.-Patzcnboser 1'4.75
»Deutsche Erdöl w.90
Deutsche Petroleum 76 —
»Deutsch-Luxembura »Gelsenk. Bergwerk
»Sarvener
»Holch Stahlwerke Hohenlohe
»Ilse Bergbau Kattowitzer Bergw.
Klöcknerwerke
Laurahütte
»Mannesmann
ManSfelder A.-G.
»Lberschl. Eij.-Bed
»Oberschi. Eilen-Jnd.
»Phönix
»Rdeinftabl Riebeck-Monkan
»Rombacher
Deutsche Kalt Westeregeln Alkali
Anglo Cont. Guano
Humbold-Mafchinen —
Ludw. Löwe n. Co 153.50
»Hamburger Pakets. 155 -
»Nordd. Llovd 154.75
Berl. HandelSges. 155.2"
»Comm.».Privatbank 115.75
»Darmft.u.Nationalk 136 -
Abgabe der Steuererllöruageu fit die Gewerbesteuer
nach dem Gewerbeertrage für 1925 und 1926.
Di« fest« Tendenz ist dauerhaft.
An der Nachbörse blieb di« Tendenz bei lebhaften Umsätzen fest. Gelsenkirchen erreichten lver medio, den Kurs von 100 Prozent. Stärker gesucht waren noch Harvener 104%, Phönix 81%, Mannesmann 98, Rbeinstahl 86, Qberbedarf war mit 47 >m Verkehr. Schisfahrtsaktien batten nur geringe Umsätze, Havaa und Norddeutscher Llovd 15494. Bon Industrieaktien waren sonst noch Deutsche Erdöl mit 95% und A. E. G. mit 104% zu hören. Der Anleihemarkt hatte schwächere Tendenz. Kriegsanleihe 0,405. SchntzgebietS- anleihe 6,20. Erst Notierung 8vro». Kommunalobligationen der Preutz. Hypothekenbank Kurs 96 Prozent.
Handel und Verkehr.
OMimiSmuS an der Börse.
Die SWh« b«ai«»t i» Ha»sfefii«m»»a.
Die Berliner Börse eröffnete die nette Woche — ebenso wie sie di« vergangene beendet batte — tn ausgesprochenster Haussestimmung. In Nachwirkung der Diskontermätzigung lagen bereits zu Beginn umfangreiche Kaufaufträge besonders aus der Provinz und aus dem Auslände vor, sodaß sich auf allen Märkten namhafte Kurssteigerungen, die vereinzelt bis etwa 8 Prozent betrugen, durchsetzten. Nach vorübergehender geringfügiger Abschwächung infolge von Gewinnmitnahmen fetzte sich bald die Hausse wieder weiter fort, und es gab neue belangreiche Kurssteigerungen. Die Börse ift außerordentlich optimistisch bezüglich der Wirtschaftslage gestimmt, glaubt an einen weiteren Aufschwung, und wurde hierin durch die Reden des Reichskanzlers Dr. Luther und des österreichischen Bundeskanzlers bestärkt: auch ist die Ultimoliauidation bisher ahne die geringste Schwierigkeit verlausen. Die Börse schließt in außerordentlich zuversichtlicher, fester Stimmung fast überall zu den höchsten notierten Kursen des Tages.
»Bochumer Gußstahl 94.75 Buderus Eisen
Elektrolvtkuvfer per 100 Kilo 30. März 132.75 Tenden, test
• DaS Sternchen bezeichnet die Kurse, die Ter- mtnnotterungen lind und nur zu Medio oder Ultimo gehandelt werden.
Auf di« Gewerbeertragssteuer für das RechmtngS- fahr 1925 find seither Vorauszahlungen auf Grund der entrichteten Reichseinkommenfteuer geleiftet worden. Nunmehr soll die endgültige Veranlagung er- wlgen. Di« Grundlage hierfür bilden im wesentlichen die Gewerbesteuererklärungen. Zur Abgabe einer Erklärung sind, wie bereits in der Bekanntmachung in der SonntagSnummer dieser Zeitung ausgeführt, gesetzlich verpflichtet:
1. Sämtliche Gewerbetreibenden, die kaufmännische Buchführung haben und zwar ohne Rücksicht aus die Höhe des erzielten Ertrages:
2, die übrigen Gewerbetreibenden, soweit der Ge- werbeertrag im Kalenderiahr 1925 oder im Wirtschaftsjahr 1924/25 den Betrag von 6000 Reichsmark überstiegen hat.
Diesen Gewerbetreibenden werden in den nächsten drei Tagen di« erforderlichen Formulare durch die Poft zugehen. Es sei aber ausdrücklich betoni, daß diele Steuerpflichtigen eine Erklärung auch abgeben müssen, wenn ihnen ein Formular versehentlich nicht zuaefandt wird. In diesem Falle hat sich der Steuerpflichtige selbst einen Vordruck zu verschaffen.
Soweit Gewerbetreibende, die nickt zu den vorstehend zu 1 und 2 Genannten gehören, ein Formu-
** Weitere Verschlechterung i» der miiteldeutfche» Braunkoblenindustrie. Der milde Winter sowie die schlechte industrielle Lage haben bte Absatzlage des mitteldeutschen Braunkohlenbergbaues noch verschärft. Im Eisenbahndirektionsbezirk Halle ist zum Beispiel die tägliche Wagengestellung, die im Dezember durchschnittlich 7600—7800 Wagen betrug, auf 5000—6000 Wagen zurückgegangen. Sn der ersten Märzwoche wurde die Zahl 5000 sogar noch um eiittge hundert Wagen unterschritten. Besonders bezeichnend für die Verschlechterung der Lage tst das Anwachsen der Sri» kettbestände. Die Stapelbestände an Briketts haben um 75 Prozent zugenommen. Außerdem fanden Be» triebSeinsckränkungen uni Stillegungen statt.
** Z»m dentfck-fra azbstfche» Handelsabkommen. Das im Handelsabkommen mit Frankreich vom 12. Februar 1926 vereinbart- Zoll kontingent von 27 000 Doppel^nter für frische Küchengewächse der Tarifnummer 33 ist nach den Ausschreibungen im Reichs- finanzministerium erschöpft. Auf vorgenannte Er-
Berttner Dienstag-Börse.
Starke Knrsschwanku.ngkU.
Berlin, 30 März
Angeregt durch die gestrige Haustebewegung lagen beute von auswärts ziemlich erhebliche Kaufaufträge vor, wie man bürt auch >om Ausland. Die Kurse stellten sich daher meist höher auch infolge des llm- stands, daß die Abwicklung bei der LiauidationSkasfe stch glatt vollzogen haben soll und besondere Schwierigkeiten für den Ultimo nicht befürchtet werden. Hemmend wirkte die überr.iichende ZahlungSetnfiel- lung der mitleren Bankfirma Feyerabend-Gold- schmidt und Co. Die Kursveränderungen wiesen daher starke Verschiedenheiten Bei Besserungen um 8—4 Prozent wie bei Ilse, Rhein. Braunkohle, Riebeck- Montan und bei Abschwächungen von 2 Prozent wie z. B. bei Rombacher auf. Hohe Gewinne erzielten einzelne chemische Werte, so Dynamit Nobel um fünf Prozent. Auch Elektrizitätswerte fetzten wteder hoher ein, fo Poege um 3% Prozent, Schlickert um 2% Lahmeyer um 88» Pro^nt. Desgleichen waren einze- ne Maschinenfabrikaktien gebelfert, fo Gebr. Kört na um 5% Prozent. Von Textilwerten zogen Stöhr und Co, weiter um 2 Prozent an. Bon Spezialwerten gewannen Basalt 6'%, Julius Berger 4H Prozent. SchiffahrtSaktien neigten zur Schmacke trotz der Einbringung des Freigabeantrags im Kongreß, desgleichen Bankaktien. Deutfche Fonds blieben ungefähr behauptet. Im Verlaufe wurde die Haltung unsicher bet durchweg abbröckelnden Kursen und eingeschränktem Geschäft. Die G e l d s ä tz e zeigten eine leichte Neigung »um Anziehen, obwohl der Geldmarkt sehr flüfila blieb.
Die Getreidepreise behaupten sich.
Vom Inland kein Angebot.
Die Situation am Berliner Getreidemarkt hat stch am Montag nicht verändert. Das Weizenangebot vom Inland« ist sehr gering, und Loko-Partien von AuS- landsware, die von Kanada teurer, von Argentinien dagegen unverändert offeriert war, find sehr begehrt. Sm Lieferungsmarkte war die Tendenz gut behauptet. Roggen war vom Inland« 8 Ji höher offeriert, doch waren die Forderungen nicht zu erzielen. Als Abgeber waren nur Besitzer bahnständiger und prompt verladbarer Ware im Markte. Das Anziehen der Körnerfrüchte hatte eine Erhöhung der Forderungen der Mühlen für Weizen- und Roggenmebl zur Folge, doch waren trotz reger Nachfrage nur schwer höhere Preise zu erzielen. Hafer war auch heute baufsterend. Amtliche Notierungen (Getreide und Qelfaaten per 1000 Kilo, sonst per 100 Kilo in Reichs markt: Weizen märk. 267—271, März 284—285, Mai 279,50—280150, Füll 278—278,50, Roggen märk. 160—165, Mär, 176 bis 177, Mai 188,50—185, Juli 189—190,50, Sommer, gerste 172—195, Winter- und Fut «rgerste 142—157, Hafer märt. 174—186, Mai 188. Juli 190—192, Mais Juli 162—163, Weizenmehl 100 Kilo frei Berlin 84.50 bis 87,50, Roggenmebl 100 Kilo frei Berlin 23,75 bis 25,75, Weizenkleie 100 Kilo frei Berlin 10,50—10,75, Roagenkleie 10,20—10.50, Leinsaat 840—350. Viktoria- erbsen 26—82, kleine Speiseerbfen 23—25, Futtererbsen 20—21. Peluschken 21—23, Ackerbohnen 21—22, Wicken 26—29, blaue Lupinen 11,50—12,50, gelbe Lupinen 14—14,50, Serradella ulte 16—21, Serradella neue 27—29, Rapskuchen 14,80—14,50, Leinkuchen 18,70—18,90, Trockenschnitzel 9—9,30, Sofaschrvt 19,80 bis 19,60, Kartoffelflocken 14,60—14,90.
123.90 141.50
94 75 11750
3 904 44.15 53 —
71.25
58.50
Frankfurter Produktenmarkt.
Der hiesig« Produktenmarkt verkehrte in sehr stiller Haltung. Das Angebot war gering. Die Jn- tereffenten verhalten stch zurückhaltend. Weizen 27,25 bis 27,.50. Roggen 18—18.50. Weizenmehl 40.50—41, Roggenmebl 26,75—27, Weizenkleie 9,50 bis 9,70, Roggenkleie 10,50.
Kastel« Kurse »o« 30. März.
3m Kaste!« Effektenverkebr von Bank zu Bank wurden beute ungefähr genannt lohn- Gewährt: Bank tüt Hellen 84 Geld I8h Briefs Baumann und Lederer 81 (35), Hohenlohe Nährmittel 60 (65), Landwehr und Schultz 15 (25), Ab. Wever 20 (30), Marburger Zucker 80 (85).
lenantffe des sranzöstlcken Sottae6iet8 oder Algiers finden daher von fetzt ab ausschließlich bte autonomen Zollsätze Anwendung. ...... .
** Die Provistou des Agenten bei Bttkauf gegetl Akzept. Wenn der Verkauf gegen Akzept gestattet ist. wird die Provistou nach einem Gutachten der Berliner Handelskammer bei Empfang der Akzepte fällig.
** Ein Osterfest i« Zeichen »achgebender Bntt«- preife. Der Butterfiandel hatte nach dem blsherlgen Verlauf und Preisstand für die Hauptgefchaftswocke vor Ost«n mit einem flotten Absatz gerechnet, da ntrgenbs Laserbestände vorhanden waren und der Konsum durchaus aus annehmbarer Höbe stand. In den ersten Tagen bei neuen Handels war der Abzug auch noch einigermaßen, bis dann tm wetteren Verlaufe eine merkliche Zunahme der Produktion fühlbar wurde und den Bedarf von fiter entsprechend der eigenen größeren Eingänge wesentlich einschränkte. Gewiß waren auch Platze vorhanden, die noch recht gut beorderten, es blieb aber infolge der viel größeren Zufuhren von Schleswig-Holstein nichts anderes übrig, als die Preise weiter ju rebujteren.
•» Schlechtes Oster geschält im Zuckerhandel. Der deutsche Jnlandsmarki zeigte geringe Umsätze. Der Handel klagt über das diesjährige Ostergeschaft und Ist kaum zu Unternehmungen geneigt, da inzwischen die Verhandlungen über die AuSfubr-VerelNi- gung nock immer nicht zu einem endgültigen Abschluß gekommen stnd. _ „
*» Preiserhöhung für Benzog. Der Erhöhung für Benzin tm 3 / pro Hektoliter haben stch auch die Benzolerzeuaer für ’fire Produkte in gleichem Umfange angeschlosten. Der Benzolabsatz tn den sonst schwächsten Monaten Dezember, Januar und Februar war diesmal reckt zufriedenstellend. Das neue Ben- zol-Svritgemisch, das sogenannte Aral, hat sich bereits gut eingesührt.
kraft. Achnliche Experimente sind neuerdings mit sogenannten niederen Tieren, Fischen, IJn- sekten, besonders Bienen mit bestem Gelingen ausgeführt worden. Sie fallen in das Gebier der elementaren Abrichtung, während eine gestei' aerte Dressur, ja sogar schon eine verfeinerte Beobachtung bei Pferden, Kunden und menschenähnlichen Affen Erscheinungen aufzeigt, denen man mit der landläufigen Taxe der Tier- intelligen; gar nicht beizukommen vermag. Was aber haben die Amsterdamer Beobachter unv ihre weiteren Berichterstatter aus den zahlreichen Experimenten gefolgert? Sie schließen kurzweg, daß jene Versuche den wahren Schlüssel zur Erforschung des tierischen Seelenlebens liefern. Und am Ende ihrer Betrachtung steht die Weisheit. daß dem Tier nicht die Fädigkeit innewohne, aus der Vielfalt seiner Eindrücke zu „abstrahieren"; daß sonach auch zwischen Affen und Menschen eine unüberbrückbare Kluft be- stehe. Und hiermit soll angedeutet werden, daß die auf stetiger, kluftloser Entwicklung beruhende Lehre Darwins und Häckels durch derartige Experimente zu Fall gebracht werden könnte. Aber hierzu bedürfte es doch noch eines ganz anderen Rüstzeuges, besonders da der Amsterdamer Asse sich betrug wie ein primitiver Zweihänder, der vorn wirklichen Menschen zwar durch einen tüchtigen Abstand, aber nimmermehr durch eine unüberbrückbare Klust getrennt wird.
Th. Goldfchmldt 82 — »Köln-Rottweiler 90 50 »Oberfckl. KokS 77.90
I. D. Riedel —
H. Sckeidemandel —.— »Alls. Elekir.-Gef 105.25 »Bergmann Elektro 96.65 »Elektr. Licht tt. Kraft 113 75
lar zuaefandt erhalten, gilt dies als eine besonder« Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung durch den Vorsttzenden des GewerbesteuerausfchulleS. der unter allen Umständen entfprocken werden muß. Dte Erklärung muß
bis zu« 10. Avril 1926 einschließlich bei dem Vorsttzenden deS Gewerbesteuer- auSschustes, fiter, Hohenzollernstraße 23, eingeaangen sein. Wer diese Frist nickt einbält, fiat «S sich felbst zuzuschreiben, wenn Geldstrafen und Zuschläge gegen ifin festgesetzt werden müsten.
Die abzugebende Erklärung hat stch entweder aus das Kalenderjahr 1925 — wenn dies mit dem Wirtschaftsjahr des Steuerpflichtigen übereinstimmt — »der aus das im Kalenderjahr 1925 ablaufende Wirtschaftsjahr zu erstrecken. Es ist der Reinertrag anzugeben. Dieser ist nach den für die ReiSSeinkommenfteuer gültigen Bestimmungen zu ermitteln. Zu beachten ist aber, daß bei der Gewerbesteuer die aut dem Formular näher bezeichneten Beträge — wie Miet-, Pachi- unb Schuldenzinsen — dem Ertrag wieder hinzuzufetzen stnd. Auf die veranlagte Steuer werden dte geleisteten Vorauszahlungen ongeredfinet werden. Die Erklärung gilt zugleich für daS Rechnungsjahr 1926.
auf der anderen Seite stnd die Devifenforderunsen der französtfchen Exporteure stark gestiegen. Brüssel las ebenfalls sehr schwach. Die nordischen Devisen, insbesondere Oslo, waren ebenfalls schwacher. Am Geldmarkt ist TageSgeld weiter stark anaeboten. Der Satz hielt stch unverändert aus 5—6% Prozent. Für Geld über Ultimo wird ebenfalls nickt mehr aeiorbert. Im Schiebungsverkehr blieben die Sätze M bis 7 Prozent. Bankgirierte Warenwechsel 6*4 bis 6 Prozent. Privatdiskont notierte 5 Prozent.
Berliner Devifenkurfe.
Kurie in Reichsmark für 1 Pfuno. 1 Dollar, übriges je 100 Einheiten: London 20,893 Geld (20,44a Brief), Newvork 4,195 (4,205). Amsterdam 108,16 (168,53), Brüssel-Antwerpen 16,27 (16,81), Oslo 89,29 (89,51), Italien 16,83 (16,87), Kopenhagen 109,91 (110,19), Paris 14,22 (14,26). Prag 12,418 (12,458), Sckive-z 80,77 (80.97), Spanien 59,08 (59,17), Stockholm-Gothenburg 112,50 (112,78), Wien abgest. 59,20 (59,34).
85.90
26-
100.—
_..T________ 186 —
Zellstoff Waldhof 124,25
C. Ä. F. Kahlbanm — »Charlottenb Master 77.90
Likbrstrsgödir rmrr Unikriksnrrin.
Eine furchtbare Liebcstragödie spielte sich kürzlich in einer Autotaxe am Nollendorfplatz in Berlin ab. Der amerikanische Student der Medizin John Goodrich bestieg nach dem Verlaflen eines Theaters mit seiner Bram, der amerikanischen Tänzerin Alice Sitzner einen Kraftwagen und tötete das junge Mädchen und sich selbst durch zwei Schüsse. Veranlaßt wurde die Verzweiflungstat wohl dadurch, daß Alice Fitzner, eine der begabtesten Tänzerinnen aus der bekannten Revue des Großen Schauspielhauses „Für Dich", ihrem Verlobten erklärt hatte, sie könne ihn nicht heiraten. Beide stnd, wie unsere Bilder zeigen, blutjunge und ungewöhnlich hüb- sche Menschen gewesen. Sowohl die Tänzerin wie der Student berechtigten in ihren Berufen zu den schönsten Hofsnungen.
Auf falscher Fährte.
Wie man Affen experirnentiett.
Aus allen Enden und Eckxn kommen uns Berichte über neue Versuche, die darauf abzielen, die geistigen Fähigkeiten gewisser Tiere, besonders der Affen, genau abzustecken. Die gelehtten Urheber behandeln ihre Versuche mit äußerstem Ernst und sind gewiß überzeugt, daß sie damit ungeahnte Wege für Befähigungsnachweise und Vegabtenprüfuny eröffnen. Wenn ich im Folgenden etliche dieser Experimente beschreibe, so möchte ich doch von vornherein über meine eigene Auffassung dieser wissenschaftlichen Erprobungen keinen Zweifel lassen. Ich halte sie für sacAich recht bemerkenswert, kann mich in« dessen nicht zu der Ansicht verstehen, daß die daran geknüpften psychologischen Schlüffe haltbar sind. Weil nämlich jene Doktoren und Pro- scfforen bei der Abschätzung der Intelligenzen den rein menschlichen Maßstab anlegen und so verfahren, als müßte sich das untersuchte Tier, der geprüfte Affe, 618 zu einem gewissen Grade so benehmen wie ein Mensch in gleicher Lage.
So experimentierte man kürzlich in Amsterdam mit einem Assen, der sich über feine Far- bcnempfindungen und zugleich über seine geometrische Befähigung ausweisen sollte. In dem Wohnraum der Affen befand stch. ein Kasten mit zwei Türen, die zu zwei getrennten Abteilen führten. Der eine Kastenteil wird dauernd leer gehalten, der andere birgt als lockende Köstlichkeit eine Banane. Das Tier soll dazu angehalten werden, die Türen korrekt zu unterscheiden und ohne Fehlgriff immer nur Diejenige Tür zu öffnen, die ihm den Zugang zu dem ersehnten Leckerbissen ermöglicht. Man versteht also die Außenseite mit gewissen Zeichen, die den Affen so orientieren sollen wie eine Buchstabenschrift den Menschen. Und hier setzt das eigentliche Experiment ein: An die Tür, hinter der die Banane steckt, wird ein roter Kreis geklebt; an die andere, nennen wir sie bte Fehl-Tür — ein blaues Dreieck. Mit anderen Worten: der Affe wurde auf roten Kreis dressiert. Und er begriff auch den Zusammenhang ohne sonderliche Schwierigkeit. Schon nach wenigen Tagen halte er das Geheimnis vollkommen ergründet; für ihn vereinigten sich Rot, Kreis und Fressen zu einer gemeinsamen Vorstellung, und er öffnet: regelmäßig ohne Zögern die richtige Bananentür
Alle weiteren Versuche blieben ohne Beweis-
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