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Kasseler Neueste Nachrichten

Dolma.

der Rosenkränze.

Vortragende gab zunächst

Trägheit und Harmonie. Aber etwas weiter

wenn es

den Glau-

große Ausgabe.

infamfeit nicht

Absatz

&.Cie A-.G.

Kassel

Untere Konigstraße 62,

Blond la Chevreau mit hellem Einatz und echtem

Die Leuchtfarben.

Vortrag im Kasseler Bezirksverein.

Blond faChevreau, Seit en- hochfeine gr. Flech- ungm. echt. LXV-Absatz

lassen sich mit ihnen im Theater erzielen. Um hier die Lickmvirkung auch auf weite Entfernun­gen zu erzielen, belichtet man die betreffenden

Hochfeiner Pumps mitge- flocht.Laschejn haselnuß gian Che vr., gr. Samtkalb

Wenn man die .Corniche" entlang langsam spazieren fährt und das unendlich blaue Meer, den unsagbar blauen Himmel sieht, die spielen­den Kinder mit ihren lächelnden Müttern oder plaudernden Gouvernanten, so glaubt man suy in einem unendlich friedlichen Seeluftturort zu befinden, wo die See von kitschigen Malern zur

Im Rahmen des Hessischen BezittSverems -°««nemen. unv^ungerruoren

Blond la Chevreau - Span­genschuh, mit echtem L. XV- Absatz Hocheleganter Spangenschuh blond und holzfarbig Chevr, Blattflechtungod.Flechtaufl.

Tänzerin in einem lingskostüm auf.

3. Beilage.

Mittwoch, 31. MSrz 1926.

nen Vielleicht au'ch die Stadt i«r Verbrechen die Stadt der schmalen, nach Verbrechen, dtesich im Schatten der Häuser verbergen, riechenden . .(Baffen Ein unauÄöschliches, itte ruhendes

Die Aeblisstn erteilte mir herrscht in dieser Stadt, die unendlich

Nr. 76.

Sechzehnter Jahrgang.

LNullLrrnollk moderne Dorzrüsu-Olsstikro.

Auf der Porzellan-KunstauSstellung in Berlin werden besonders schöne Plastikn der Rosen- thal-Porzellanfabrik gezeigt. Links und rechtsPrinz und Prinzessin undFluchtige Rehe von dem Künstler Schliebstein, undDer junge Tag" von G. Oppel.

Die Stadt des Acht«.

Nie ruhendes Leben in Marseille.

Warum man eigentlich Paris die Lich^tadt nennt, erscheint uns, den Fremden, im Winter rätselhaft, denn es ist dunkel und regnerisch, und beinahe nie sieht man die Sonne Gerade des- halb aber empfindet man, aus Paris kornmerch, Marseille und seine Sonne so unendlich starr. Denn wenn es eine Lichtstadl in Frankreich gib-, so ist es Marseille. Man konnte es auch dre

HZ. J. < i__kre» Ql oft»

Hände über meinem Haupt, bevor ich von die, en guten Frauen Abschied nahm."

den sogenannten kalten Leuchterscheinungen, um ßm Seeschiffe reaungslos stehen die Ko- dann auf die von verschiedenen chemischen Wer- werden. Riesig und regungsror reyen me ken hergestellten Leuchtfarben einzugchen Herrchtinnerhaw dieses Hafens,

unseren heutigen Anschauungen sind drei Be- senes Leven y iw ZMZWWWMWMZ dann einem Schwermetallzusatz, Mangan, Kupfer fühlt, hier wird eine stt««,.eine Iwwe e oder Wismut, der in einem Mengeiwerhallnls eme wl^lge A^elt geleistet, mes m 11000 bis 1/100000 in der Grundsubstanz ver- bertsstube von Ma^cille. der alte

teilt sein muß, und schließlich einem Alkali,al; Und in der nächsten Aacyvarsw^i ver mie als Schmelzmitte. Nach längerem Glühen.dieser HafenStLditeil, vondem M be west Mischung bei 1200 Grad erhalt man gesinterte gereisten Manner mst Stounen ^mge e z y- Massindie nach der Bestrahlung mit Tageslicht lern .^ner Stadste ltndenMin m*t Em- oder einer an ustravioletten Strahlen reichen g-we-b -r »'M hinemwagen wird

bi. jungfräuliche Muster der Gnade",! bestickt sind. Die Nonnen saßen auf dem

-scken aereiat hat ' nackten Boden; in ihr« Gebete vertieft, drehten

standekommen der Lichtwirkung erklärt sich nun dadurch, daß die Atome in den Kristallen der verschiedenen chemischen Verbindungen so an- geordnet find, daß ihre Verbindungslinien Git­ter bilden, in denen die Schwermetallatome als I lichtempfindliche Zentren eingelagert sind. Wird ein solches Zentrum von einem Lichtstrahl ge­troffen, so werden von dem gitterfremden Schwermetallatom, dem Erregeratom, Elektro-j nen abgespalten, die infolge der hohen Viskosi­tät der Grundmchse nach dem Aufhören der Be­strahlung nur langsam zu ihrem Ausaangs- atom zurückkehren und dabei «ine neue Strah­lung, das Phosphoreslicht, auSsenden. Leucht­farben lassen sich überall da verwenden, wo man Gegenstände, die tagsüber von Licht getroffen werden, auch deS Nachts leicht kenntlich machen will: z. B. Treppen, Flure, Wegmeiser, Nacht-

ultravioletten Strahlen, die ja bekanntlich für unser Auge unsichtbar sind.

Außer diesen Leuchtfarben gibt eS auch iwch solche, die einer Bestrahlung nicht bedürfen: die radroaktiven Leuchtfarben. Sie entstehen da­durch, daß eine Zinksulfidleuchtfarbe mit einem ra&ttoen Salz, Radiothor ^-r. Mesot^r, ! vermocht wird. Durch den Zerfall dieser, werden Sstckyken, d. h. doppelt geladene HettMiatom« auS den Atomen heransgeschleudert. die vetM Austreffen auf ein Zinksulftdkrfftallchen Licht- blitze. Hervorrufen. Solche Leuchtfarben haben infolge des Zerfalls des Radiumsalz^ mtr ein« beschränkte Lebensdauer von rund zchn Jahrem

In einem experimentellen Teil bei vollkom­men verdunkelten Saal zeigte der Vorträgen^ Leuchtfarben in verschiedenen Tonen, teils al« I Standartmuster, teils in Form von Mechnnas- ftitden und Sckerzarttkeln. Zum Schluß trat ein Gespenst in Gestalt eines Totengerippes und eme

anmerkt, dann haben die Eltern ihre Aufgabe reckt erfüllt, und sie werden sich trösten in dem Gedanken, daß es nicht sinnlos ist, wenn ihnen ein großer Kinderkreis versagt wurde, sondern daß es irgendwie notwendig war, für sie oder für ihr einziges Kind.

Otonnen in Tibet.

Ein Kloster im Schnee des Himalaya.

Aufopfernde Hingabe und ganz der Fröm­migkeit geweihtes Leben gibt eS auch auf ben von ewigem Schnee bedeckten Gipfeln des Hi­malaja; auch hier tun barmherzige Schwestern ihr segensreiches Werk. Der Tcketrelsende De L'Orme erzählt uns von einem Besuch, den er den Dolma-Nonnen ab gestattet hat, die em Kloster hoch oben im Gebirge auf dem Weg nach Lhasa im Norden der Stadt Gyantse be­wohnen. Diese frommen Schwestern bienen dem Adi-Buddba. dem Weltgeist, der sich als

Das einzige Kind.

Eltern, erhaltet ihm seine Jugend! »

Wir wollen hier nicht Wer das »Einkinder- shstem" sprechen, sondern über die Erziehung des .einzigen Kindes", dessen Kindheit, wie man weiß, so häufig Gefahr läuft, durch die falsche Einstellung der Eltern zerstört zu werden. Eine Unsitte trägt dazu bei, den einzigen Kindern die Kindheit zu verschütten, sie vorzeittg in Anschau ungen hineinzuzwängen, die Gift für sie sind. Das ist die Gewohnheit vieler Ettern, besonder- der Mütter, ihr Kind überall mit hinzunehmen, wo sie sind. Diese Mütter rechtfettigen ihr Tun mit dem Worte: wo wir sind, sollen auch unsere Kinder sein. DaS ist ein Verbrechen an der Kindesseele, die Kind sein soll und im San- de der Erwachsenen nichts, aber auch gar nichts zu schassen bat. Kinder haben offene Augen und sehen weit mehr, als den Ettern ost lieb tst, warum soll man ihre jungen Seelen fckon ver- gisten mit all den gesellschaftlichen Phrasen, mtt all' der gesellschastlich.Verlogenheit, die noch früh genug an den jungen Menschen herangebracht wird. Anfangs wehrt sich die gesunde Kinder­seele dagegen das berühmte entfant terrtble aller Witzblätter aber nach ein paarmaligen elterlichen Enffetzen lernt es zu schweigen und --nachzu machen. ES ist ein Unding, Kinder aus jede Einladung auf jedes Vergnügen mitzu- schleppen, von der gesundheitlichen Seite ganz abgesehen. Aber die jungen Seelen können nur Schaden davon haben. Wenn die Kinder älter werden, haben sie nichts mehr, worauf sie tour­ten können, das Reich der Erwachsenen liegt nicht vor ihnen als ein Wunderland, in dem viele nie geahnte Dinge der mählig dernKindes- alter entwachsenden warten. Zu früh haben sie hinter den Vorhang gesehen, zu früh Heuchelei und Verlogenheit kennen gelernt und tiefer kann die? alles auf ihre Kinderseele wirken als die Eltern eS sich träumen lassen.

Und was hat ein Kind von solchem Abend? Es wird herumgezeigt und wird bewundert, viele fremde Menschen reden auf eS ein, es soll zu allen lieb und gut sein, obwohl eS sie gar nickt kennt und dann sitzt es müde in einer Ecke und schläft. Am andern Morgen aber in der Schule kommt die Abspannung nach und sein junger Körper verliert vorzeittg alle Elastizität. Und wozu daS alles...mein Kind soll immer bei mir sein...als ob man daS so körperlich fassen müßte. ,

Alle Sorgfalt, aller Nachdenken müssen El­tern auf dieses einzige Kind verwenden, aber niemals darf es das Gefühl haben, daß cs nun ständig unter Kontrolle ist. Bei einem größe­ren Kinderkreis ist das gar nicht möglich, warum soll es denn bei einem einzelnen nötig sein. Fri­sche frohe Spielgefährten müssen die Eltern ihm suchen, freie und offene Kameraden, Jungen und Mädchen. Es mutz sich einfügen Jemen tn andrer Wesen und Att, mutz sich absckleisen am Zusammensein mit andern. Die Mutter aber hüte sich, alles gutzuheißen, was das Kind tut.

.Ich wurde von einer ehrwürdigen Aebtis- sm empfangen, die mich zum Ehrensitz tn W . großen Empfangshalle geleitete", berichtet der Reisende. .Die guten Frauen umgaben mich . und fragten mich nach den fernen Landern hinter den Bergen aus, von denen sie nur sehr unbestimmte Gerüchte gehört hatten. Die Nonnen sind in die in Tibet üblichen roten Klostergewänder gehüllt, die sich von denen der Mönche kaum unterscheiden; ihre Köpfe sind glatt rasiert, und sie tragen langhaarige Schafs- fellkapuzen. Sie ließen mich an ihrem Gottes- dienst in dem benachbarten Tempel teilnehmen. Sie sind in der Tat Dienerinnen der .gnaden­vollen Mutter, die die Klagen der ganzen Welt hott", denn sie widmen ihr der Einsam­keit und Entsagung geweihtes Leben den Kranken und Unglücklichen, die sie um Hilfe anrufen. Täglich werden sie in Anspruch ge­nommen, und als ich unter ihnen saß, lautete eine Glocke, und ein Bote kam von einem La­ger nomadischer Hirten, die in dieser to^Uf*1 iren Wildnis Rast gemacht hatten. Die Schwe­stern wurden zu einem Sterbenden gerufen, und soglich erhoben sich vier von ihnen und machten sich zu der langen Fahrt bereit. Jede von ihnen band sich einen kleinen Koffer aut den Rücken und nahm einen statten stock in die Hand. Die Aebtissin las ein kürze? Gebe: und fegnete sie, bevor sie davon zogen. Auf diesen Hilfswegen sind die Nonnen ost viele Tage und Nächte unterwegs, sie müssen si« über hohe Berge und reißende Flusse, durch Schnee, Regen und Sturm den Weg bahnen. Sie leben von dem, was sie mit sich fuhren, bitten niemals um Almosen, nehmen aber dankbar an, was ihnen freiwillig gespendet witt». Des Nachts schlafen sie, wenn ferne Un­terkunft erreichbar ist unter freiem Himmel in felsenfestem Vertrauen auf den Schutz, den ihnen die Heilige Mutter des Leidens ange­deihen läßt. Kein Mensch toürie sie tn dieser Bergwildnis belästigen; selbst die grausamen Räuber, die hier herumziehen, tun ihnen nichts, und auch vor den wilden Tieren haben sie keine Furcht, da sie glauben, daß selbst die stumme Kreatur den göttlichen Schutz ahnt, sie leben mit den Tieren der Wildnis auf vertrau­tem Fuße, und diese kommen an das Kloster, um Nahrung oder Liebkosungen zu empfan­gen. Die Vögel sitzen auf den Mauern; andere Tiere streifen in den Höfen umher, und die Schwestern leben mit ihnen wie mit guten Freunden. ., ,

Bevor ich schied, wurde tch zur Teilnahme an dem Nachmittagsgottesdienst eingeladen. Man führte mich zu einem Sitz nahe am Mar, aus dem die goldenen Bildwette des Buddha Gautama, seiner Schüler, und die Statue der Dolma aufgestellt sind. An den Mauern und Decken befinden sich wundervolle Bild«,, die zum Teil auf Seide gemalt oder mit Goldfaden

ben zu bringen, daß immer olles gehen muffe, wie er es stck denkt, daß er immer tn Recht Jet Das räckt sich fpäter bitter und was er leicht lernen konnte im Verkehr mit Kameraden, mutz ihm dann das Leben selbst beibringen unb oft hart und grausam. Einzige Kinder...ein bit­terer Sckmerz in vielen Familien und doch eine

Lichtquelle im sunt em ort ois zu zeyn o«' ;n r0 wel be«

und mehr leuchten. Durch Variation der emzel- Fffck^r. Was nun nachts '» diesem ,o mei ne nen Bestandteile kaffen sich Leuchtfarben in allen fprockenen, so sehr gefürchteten viertel vorgey. .csnuhtfarbm des Spektrums Herstellen. Das Zu- das wissen wohl nur ^ Eingeweihten u d nicht diejenigen, denen man einige au; Frem­denverkehr zugescknittene Kneipen zeigt . . . Aber tagsüber ist hier ein unendlich farben­reicher, fchreiender, lachender, feilschender Amei­senhaufen. Was wird hier Alles angeboten! Was gekauft! Welch dicke Weiber gucken aus ben finsteren Lädchen heraus, welch schwarze Männer putzen hier den nicht viel säuberest Kunden die Stiesel! Wie gesalzen und noch anders riechen die Seefische, Schnecken, Austern, die man einfach auf dem Boden ausbreitet und die teilweise gleich auf der Stelle verzehrt wer­den. Aber am erstaunlichsten sind die ungeheue­ren, völlia unwahrscheinlichen Kindermengen, die hier herumlungern, spielen, schreien, alle ihre großen und kleinen Angelegenheiten erle­digen. Niraends ist wohl die Straße dermaßen das Reich der Kinder, wo sie so völlig und rest­los sich ausleben dürfen. Oder vielleicht gibt es noch Aehnliches in Italien, wo der Bettelknabe gleich deut Bettelgreis häufig ist. Nach Paris, wo man so wenig Kinder sieht, glaubt man sich Personen, z. kchon wegen di-ser Kinderscharen in ein

ertoeinungen, auch während des Auftretens mtt! anderes Land versetzt. _________

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