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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
Nummer 60. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Ps.
Freitag, 12. Marz 1926
Einzelnummer 10 Pf, SonntagS 1L Pf. 16. ZahkgaUg
General pangalos spielt Diktator.
Deutschlands Aufnahme in Genf beschlossen / Eintritt am Freitag?
Genfer Blitzlichter
Die Stadl, in der man sich nicht langweilt.
(Von unserem Sonderberichterstatter.)
Genf, 10. März.
Die Herren, die hier ihre Nationen vertreten, wiffen, wie das Geschäft gemacht wird. Denn um Geschäfte handelt es sich ja schließlich. Weil aber die ttockene Abwicklung der Geschäfte auf die Dauer etwas langweilig ist, so sorgt die Genfer Völkerbundsmesse auch für etwas Unterhaltung, für etwas Gepränge, für etwas Offizielles. Aber doch, mit allzu großen Erwartungen darf man nicht nach Genf kommen. Die Reformationshalle, die den Schauplatz für die Sitzungen der Vollversammlungen abgibt, ist nicht gerade ein imposantes Gebäude. Man könnte sagen, sie ähnelt einer Scheune. Aber einstmals wirkte dort vor vielen, vielen Jahren Calvin. Und das gibt dem Raum doch etwas wie eine Weihe. Der seidene Baldachin, der sich über dem Haupt des Völkerbundspräsidenten wölbt, sieht ja etwas theatralisch aus, aber der Völkerbund ist recht sparsam und seine Mittel reichten nicht aus, um sich einen Reinhardt für die Ausstattung zu verpflichten. Immerhin, die Rollen sind gut verteilt.
Die in der Stadt verstreuten Delegations- sitze wirken wie M e ß b u d e n. Wohl fehlt der traditionelle Ausrufer, aber die Fähnchen und die geschäftig umherflitzenden Autos, noch mehr das wechselnde Mienenspiel mit der Nuancierung von sorglosester Freude zu sorgenvollstem Ernst wirkungsvoll dargestellt von Leuten, die ihr Fach verstehen — das alles sorgt dafür, daß Langeweile nicht aufkommt. Offerten liegen genügend vor. Leider ist die Nachfrage etwas schwach. Aufgabe einer gerissenen Messeleitung ist es nun, in Angebot und Nachfrage etwas mehr Gleichklang zu bringen. Dies wird auch eifrig besorgt. Man rechnet sehr sorgsam, man addiert, man subtrahiert und findet Gleichungen, die manchem der Offerierenden das Ungünstige seines Geschäftes klar machen müßten. Da viele Nachfragen nach einem Ratssitz nur aus Pressionsgründen geäußert wurden, um einen anderen Nachsragenden vielleicht abzuschrecken, so kann man sich ungefähr ein Bild davon machen, wie der Genfer Rummelplatz zur Zeit aussieht. Und dann: man weiß, das Hauptgeschäft kann nicht abgeschloflen werden, bevor nicht ein Herr Brtand aus Paris zurückgekehrt ist. Daher bleiben, bis aus Weiteres, alle Abschlüsse L u ftg e schäsie.
Auf diesem Genfer Rummelplatz gibt es auch eine Oase. Einen ruhenden Pol im Wirbel des Jahrmarktkarussells: das Hotel Metropol. Die deutschen Herren haben nämlich nichts zu tun. Sie haben nur eine Ausgabe: festzubleiben. Diese Pflicht ist nicht allzuschwer durchzuführen, denn sie ist ja eine Selbstverständlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit nicht nur im Interesse Deutschlands, mehr noch im im Interesse eines guten Genfer Geschäftsganges. Die festaegründete Unnachgiebigkeit der deutschen Delegation ist jetzt das einzige Haltbare, an das die Mefleteilnehmer sich an« klammern können. Wird dieser Pfosten zusam- menkrachen, so kracht auch die ganze Messestadt zusammen. Dann liefe alles aus wie daS Hornberger Schießen. Die beschauliche Ruhe und das ftenndliche Lächeln, die sich jetzt äußerst wohltuend auf den deutschen Minister- Mienen ausprägen, haben, man.hönnte fast sagen, eine suggestive Wirkung. Es kommen allerlei Delegierte, Abgesandt offtzieller Art, aber auch in vertraulicher, heimlicher Mission. Sie haben sehr viel zu flüstern, zu wispern, zu raten und zu unken. Sie werden angehört, sie werden recht liebenswürdig behandelt und dann gehen sie wieder fort mit dem Bewußtsein, daß im H"tel Metropol alles noch so ist, wie es vor ein zwei Tagen war. Und das ist gut so. Es muß schließlich in Genf doch irgend etwas geben, was nicht umfallen kann. So angenehm es auch für manchen ist, das gibt doch einen sicheren Faktor ab, mit dem man rechnen kann. An der eigenen Uneinigkeit . wird sich das andere sowieso totlaufen müssen. Locarno redivivus! Herr Dr. Rnsca, der B ü r - «ermeister LocarnoS, ist in Genf anfge- tauc&t. Man sieht ihn auch in der Halle des Metropol. Also immerhin. Locarno ist nicht ganz tot. Man tanzt in der Halle, wie in Locarno. Man ist recht guter Laune und prägt
manch trefenden Witz, der schnell seinen Umlauf macht. Sonst aber wartet man .. .
Der Präsident als Diktator.
Wie Pangalos die Verfassung ändert.
(Eigene D»ahtmetdung.)
Athen, 11. März.
Nach einem Morgenblatte wäre hier eine Aenderung der Verfassung in Vorbereitung, um dem Präsidenten der Republik eine größere Initiative zu erlauben. Ministerpräsident Pangalos bestätigte diese Meldung und fügte hinzu, er werde Maßnahmen ergreifen, die die endgültige Rückkehr normaler politischer Verhältnisse im Lande bis zum nächsten November sichern würden. Rach anderen Meldungen wird eine Art Staatsrat gebildet werden, der befugt wäre, alle Erlasse oder Gesetze abzuändern oder gegebenenfalls abzulehnen. Ein zweiter aus Juristen bestehender Ausschuß wird die Abänderung der nicht grundlegenden Bestimmungen nach dem Grundsatz der Zentralisierung der Staatsgewalt prüfen. Alsdann wird die Wahl des P r ä f i • deuten der Republik stattsinden, der die Kammer- und Senatswahlen folgen werden. Wahrscheinlich wird ein Volksentscheid über die oben erwähnten Beschlüsse vor ihrer Inkraftsetzung eingeholt werden.
Der platz ist frei!
Deutschlands Aufnahme in Genf beschlossen.
(Eigene Drahimeldung.)
Genf, 11. März.
Die Aufnahmekommission hat heute vormittag in einer kurzen Sitzung von kaum fünfzehn Minuten Dauer den voll ihrem Unterausschuß öorgelegten Bericht über die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund ohne Diskussion einftimmig genehmigt und Sir Austen Chamberlain zum Berichterstatter vor der Völkerbundsverfammlung berufen.
Für den Völkerbund reif.
Deutschland hat erfüllt. Allerlei Verheißungen. (Eigene Lrahtm?tdv"a.)
Genf, 11. März.
Der Bericht der Kommission für die Aufnahme Deutschlands hebt hervor, daß der Antrag ordnungsgemäß gestellt ist. Die Botfchafter- kouferenz hat berichtet, daß Deutschland wirk- same Garantien für seine Ausrichtigkeit und seine ehrlichen Absichten zur Beobachtung der Versailler Bertragsverpflichtungen gibt. Auch die Marinebestimmungen seien durchgeführt und für die Luftschiffahrt verbleibt nur noch die Aufarbeitung gewisser Bestimmungen, um für die Zukunft die allgemeine Beobachtung des Friedensvertroges auf diesem Gebiete zu gewährleisten. Weiter wird versichert, daß die
Räumung des gesamten Rheinlandes mit möglicher Beschleunigung erfolgen soll. Der Bericht spriM die feste Hoffnung ans, daß die deutsche Regierung alles tun werde, um die Durchführung des Programms, auf dessen Grundlage heute das Abkommen erzielt wurde, zu bescklleunigen. In dieser Hin- sscht werde die deutsche Regierung die vollständige Mitwirkung bei der künftigen Kontrolle im Völkerbund finden.
Wir im Dienenbaus.
Genf, 11. März. (Eigene Drahtmeldung.) Sofort nach Schluß der Aufnahme-Kommission fand bei Chamberlain eine Reihe von privaten Besprechungen statt, an denen auch ein Mitglied der deutschen Delegation teilnahm. Man glaubt, daß es sich dabei um die von brasilianischer Seite geäußerte Drohung handelt, nicht für einen ständigen Sitz Deutschlands stimmen zu wollen, wenn Brasilien nicht das gleiche Recht zugesianden erhalte. Mau nimmt die Drohung jedoch in Völkerbundkreisen nicht ernst.
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Auch die andern Früchte reifen.
Genf, 11. März. Eigener Drahtbericht.) Für heute nachmitag 3 Uhr ist eine öffentliche Sitzung des Völkerbundsrates anberaumt Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Fiimnzfanierung Ungarns, die Finanzfauiernng Oesterreichs, die Moffulfrage. Hierbei wird die englische Regierung ihren am 13. Januar mit dem Irak abgeschlossenen Vertrag vorlegen und der Völker-
bundsrat wird zu prüfen haben, inwieweit dieser Vertrag und ie übrigen Maßnahmen der Entwicklung der Moffulfrage entspricht
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Noch kein Termin für die Du!nähme.
Gens, 11. März. (Privattelegramm. Die nächste Sitzung der Völkerbundsverfammlung ist auf Sonnabend vormittag 11 Uhr anbe- raumt worden. Auf der Tagesordnung steht jedoch bisher nur Errichtung eines Versamm- lungs-Nenbaues für den Völkerbund. (Damit scheint die Hoffnung auf Deutschlands Eintritt in den Völkerbund noch für diese Woche vorläufig ins Wasser gefallen zu sein. Die Red.)
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Mrd sich Spanien-Brasilien fügen r
London, 11. März. (Eigener Drahtbericht.) Ein Genfer Berichterstatter schreibt: Die spanischen und brasilianischen Vertreter seien darüber verständigt worden, daß außer über die Kandidatur Deittschlamds über keine weiteren Kandidaturen zur Zeit entfckneden werden könnte. Die von ihnen vorgebrmlüeu Forderungen sollten sofort von einer besonderen Kommission beraten werden. Die Vertreter Spaniens und Brasiliens hätten gch d'e Antworten für die nächste Sitzung Vorbehalten.
Eie beißen auf Granit.
Kompromiß oder Sprengung durch Brasilien.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 11. März.
Ein Genfer Korrespondent sagt, man nehme jetzt an, daß Deutschland am Freitag in den Völkerbund eintrete. Die französische und britische Delegation hätten niemals einen so festen Widerstand der Deutschen für möglich gehalten. Man erwarte, daß nach Ankunft Briands eine Formel gefunden werden würde, wonach Deutschland andeuten würde, daß es später anderen Kandidaturen nicht in den Weg treten werde, wenn es sich auch nicht endgültig binden wolle. Ein anderer Korrespondent äußert.sich sehr pessimistisch. Er sagt: Brasi- l i e n habe gestern seine Absicht ausgedrückt, daß es Deutschlands Zulassung zum Völkerbnndsrat bestimmt sein Beto entgegengesetzen werde, wenn ein solcher Sitz Brasilien verweigert werden sollte. Diese Erklärung sei ernst genommen worden und es sei daher beschlossen worden, eine offizielle Sitzung für heute einzuberufen.
London hilft nach.
Nene Anweisungen für Chamberlain.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 11. März.
Ein Korrespondent meldet, im britischen Kabinett seien gestern die Berichte Chamberlains über die Völkerbundskrise erwogen worden. Man glaube, daß eine wichtige A n • Weisung an die britische Delegation gesandt worden sei, die ihre Stellung bet dem Drängen auf Zulassung Deutschlands zum Böl- kerbundsrat stäoken würde. Die britische und die Dominienregierungcn seien sich einig.
3hi(f nach rechts in Paris.
Briand als Retter in Genf.
(eigener Drahtbericht.)
Paris, 11. März.
Minifierp äsid. nt Brian?- st Kstrtn Abend gegen 9 Uhr nach Genf abgereift. Vor seiner Abreise hatte er noch Besprechungen mit dem Präsidenten Tomergue, dem Ka^nnerpräsiden- ten Herriot usw. — Laut Pressenotiz wird das neue Kabinett unmittelbar nach Briands Rückkehr aus Genf weiter umgebssdet. Die für die parlamentarifche Mehrheit notwendige Anlehnung an die Rechtsgruppe der Kammer wird durch die Auslieferung von zwei neuen Mini- sterfitzung an die Rechtsparteien erzielt werden.
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Briands Tage schon wieder gezählt.
London, 11. März. (Drivattelegramm.) Das neue Ministerium Briano wird von englischen Blättern als ein interimistisches ausgefaßt, dessen Lebensdauer man unmöglich Voraussagen könne. Es habe aber seinen Zweck erfüllt, Frankreich in Gens wieder vertreten zu ehen. Das französische Ansehen wäre ohne Briands Erscheinen in Genf gefährdet gewesen Aber das Prestige Frankreichs könne nur auf einer gründlichen Lösung deS Finanzproblems für die Zukunft beruhen.
Hüter der Republik.
Wohin Innenminister Külz steuert.
Ei» starkes Reich. — Erst Deutscher, dann Mensch. Beamte als Rev«bllka»er. — Schlietzt Ench zusammen. — Mehr Spott als Veranüoeu. — Bildung für Jedermann. — Unsere Schmsalsge- nosscn in der Ferne.
Berlin, 11. März.
Beim Jnnenministerhaushalt betont Abg. Dr. Schreiber (Ztr.) im Bericht über die Verhandlungen des Haushaltsausschusses: Der Ausschuß habe die für wissenschaftliche, künstlerische und kulturelle Zwecke vorgesehenen Ausgaben wesenttich erhöht. Der Ausschuß ersucht die Arbeiten zur Berwaltungsreform mit größter Beschleunigung zu Ende zu führen. Reichsinnenminister Dr. Külz führte sodann aus: Festigung der Staatsordnung und des Staats- gesüges und Ausbau des Staates ist mein Ziel. Auch di« deutsche Republik ist nach ihrer Verfassung ein Bundesstaat. Damit ist die Staatlichkeit der Länder grundsätzlich bejaht. Aber niemals hat das Deutsche Volk eine stärkere Zusammenfassung seiner Energien aus diesem Gebiete gebraucht als jetzt. Deswegen muß das einzelstaatliche Leben der Länder sich in den Dienst dieser Zusammenfassung stellen, wie sie nur im Reiche und durch das Reich geschehen kann. Vor jeder Prüfung einer großen politischen Frage sollen wir un5 immer sagen: JÄ bin Deutscher und noch einmal Deutscher und immer noch einmal Deutscher und erst, dann bin ich Arbeiter, oder Beamter, oder Bauer. Deshalb
kein Partlkularismus der Klassen, der Berufe, der Parteien,
sondern Einheitsgefühl als deutsches Volk. .Deutsch" heißt der Generalnenner bei allen unseren politischen Rechnungen. Deutsch ist jeder, dem das Erleben des deutschen Volkes eigenes Erleben ist und der sich als mitverant- wortlicher Träger am Schicksal des deutschen Volkes fühlt. Mit diesem deutschen Volksgeift wollen wir den deutschen Staat erfüllen; das wird ein stärkeres Fundament für unser deutsches Reich geben, als alle geschriebenen Gesetze. Die Verfassung Jagt: Das Deutsche Reich ist eine Republik. Die Staats form scheint gesichert; anders steht es mit dem Staats i nh a l t. Man sagt, die staatlichen Betätigungsformen der Republik haben vielfach versagt, besonders der Parlamentarismus. Man vergißt dabei, daß schon die Monarchie sich zur parlamentarischen Staatsform bekannt hatte. Rach der Verfassung geht die Staatsgewalt vom Volke aus und nicht von den P a r te i e n, deshalb muß jede Partei zu jeder Zeit sich nicht nur der Verantwortung vor ihren eigenen Angehörigen, sondern vor dem Volke bewußt bleiben. Gesetzgeberische Vorschläge zur Abstellung offensichtlicher Mängel im Wahkverfahren werden dem Reichstag zugehen. Ich glaube, das deutsche Volk bat das Gefühl, daß der Bedarf an Regierungskrisen im allgemeinen gedeckt ist. Der Festigung der Staatsordnung mutz auch die Tätigkeit der deutschen Beamtenschaft dienen- Ich betrachte mich deswegen als
Minister für die Beamten.
Ohne ein Aares Bekenntnis des Beamten zu diesem Staate und ohne ein Bekenntnis deS Staates zur Beamtenschaft ist das erforderliche gegenseitige Treuverhältnis nicht zu erreichen. Die erforderlichen Gesetzentwürfe.gehen vor den Ausschuß. Zusammenfassung und dadurch Vereinfachung des gefamten öffentlichen Vermal- ttingsbetriebes mutz an allen beteiligten Stellen als Gebot der Stunde erfüllt werden.
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Freie Bahn dem Tüchtigen.
Külz für die deutsche Kulturgemeinschaft.
Nach den schweren Rückschlägen des Krieges stehen folgende Arbeitsgebiete im Vordergrund: Förderung der körperlichen, geistigen und sittlichen Gesundheit, Erziehungswesen, Kunst- und Wissenschaftspflege und Forschung und auf dem der Pflege der kulturellen Beziehungen zum Auslande. Für die Gesundheit sind beträchtliche Mittel ausgeworsen. Besonderen Wert legt das Reichsgesundheitsamt auf Verbreiterung und Vertiefung der hygienischen Volksbelehrung. Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten muß bald verabschiedet werden. Eine wesentliche Einschränkung des Alkoholgenusses zu erreichen, scheint mir aber in erster Linie eine Aufgabe der VolkSerziehunq und nicht der Gesetzgebung zu fein. Den Kampf gegen alle Gaststätten, die Bier oder Wein in Deutschland verschenken, eröffnen zu wollen, dazu liegt kein Grund vor. Die Neukonzessionen für den AuSfchank geistiger Getränke müssen auf das äußerste beschränkt und mißbräuchlicher Be-