Kasseler Abendzeitung
Mittwoch. 10. Mär, 1926
SlUtntltCt 88. Einzelnummer 1V Pf» sonntags 15 Ps.
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Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 16» ZtlrkkAKRA
Kasseler Neueste Nchrichtea
Hessische Abendzeitung ______
Deutschland soll sein Wort verpfänden.
Beduinen gegen änglänbtr.
London, 9. März. (Eigene Drahtmeldung.) Rach einer Meldung auS Jerusalem ist eine britische Solenne mit Panzerwagen eiligst nach Amman in Transfordanien gesandt worden, von wo ein Beduinenaufstand gemeldet wird. Die Lage soll ernst sein. Ein Posten soll von den Beduinen niedergemetzelt worden fein.
Belaien mir® Spanien verdrängt r
Paris, V. März. (Privattelegramm.) Laut Genfer Sonderbericht soll sich der belgische
Rom, 9. März.
Bei dem Sturm der vergangenen Tage, der über ganz Italien mit großer Gewalt hinweg- segte, sind die Türen und Fenster deS Besuv- observatoriumS eingedrückt worden. Die telephonische Berbiudung wurde zerstört. Ans Messina wird der Untergang von drei Segelschiffen gemeldet. In den Häfen von Ge- nun und Neapel wurden Schiffe vom Anker grriffrn. Dir Postschifse kamen überall mit großen Verspätungen an. — Vorgestern nacht wurde bei Bagno di Romagna ein wellensär- migeS Erdbeben festgrstellt, daS mehrere Sekunden dauerte. Auf sämtlichen Höhen in der Ra- magna ist Schneefall eingetreten. (S. a. Beilage)
Paris, 9. März. (Eigene Drahtmeldung.) Der Präsident der Republik hat heute vormittag sein Beratungen fortgesetzt. Er empfing die Führer der Kammer, und Senatsfraktion einschließlich der Führer der Opposition, u. a die Abgeordneten Flandfn. Martn. Lokanowski und Neibel. Auch der Führer der sozialistischen Kammerfraktion, Leon Blum, wurde empfangen.
Das letzte Blutbad?
Weiße Fahnen Frankreichs in Syrien.
(Eigener Drahtbertcht.)
Paris, 9. März.
Ss rast der Föhn.
Abenteuer auf dem Besuv. Erdbeben u. Schnee. (Eigener Drahtbericht.)
Steine im Weg.
Stimmen Spanien-Brasilien gegen Deutschland?
Auf dem toten Vunkt. j
Wie wird der Genfer Konflikt auSgrhen?
Ueber dreieinhalb Stunden haben am Sonn- । lag nachmittag Luther und Stresemann mit den Staatsmännern der Gegenseite verhandelt, und als Ergebi.s wurde dann in die Welt hinaus । telegraphleri, daß aus der Völkcrbundsversamm- lung eine „gespannte Lage" entstanden sei. Das ist kür den Beginn einer Tagiing von so großer internationale: Bedeutung kein erfreulicher Bescheid, und er gewann noch größere Tragweite durch die eingehenden Kommentare der gesamten Weltpresse. Nun scheint zwar Po- 1 len auö dem Rennen um einen NatSsitz ausgeschieden zu kein. Dafür ist man ober über Span ient und Brasiliens Ansprüche noch im Unklaren, an deren Willen sogar die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund - scheitern könnte. Fest sieht jedoch, daß Deutschland seine bisherige ablehnende Haltung unverändert weiter bekundet.
Da» sind also die Fragen, um die eS geht. Im einzelnen wird man dabei annebmen können, daß Ebamberlain und Briand dem deutschen Reichskanzler und dem deutschen Außenminister gegenüber nun auch mündlich die Taktik eingeschlagen haben, die Frage der Ratssitze als möglichst b a r m l o S binzustellen. Sie werden auch jetzt in Gens die Versicherung wiederholen, daß die Erweiterung des Völkerbundsrates ja doch schon seit Jahr und Tag lebhaft erörtert worden sei. Man darf weiter vermuten, daß Luther und Stresemann mit der Frage geantwortet haben, wo denn diese Diskussion stattgefunden bade und warum man dann von ihr in Deutschland nichts vernommen hätte? Wenn nun auch Briand und Chamberlain im: er und immer wieder hervorheben, daß man keinerlei Illoyalität gegenüber Deutschlgnds plane, weil da» ja dem Geist von Locarno widersprechen würde, so wird die deutsche Delegation trotzdem dabei verharren, daß auf der jetzigen Tagung da» Thema der Ratssttze in der von den Franzofen und Polen gewünschten Form nicht verhandelt und entschieden werden könne. ES scheint auch, daß von unseren Unterhändlern in aller Höflichkeit, aber auch bestimmt die Möglichkeit einer Vertagung der eben erst begonnenen Völkerbundsversammlung angedeutet worden ist, falls man sich nicht zu einer Anerkennung der in der Tat unwiderleglichen deutschen Argumente bequemt. Es wird zu einer solchen Vertagung menschlichem Ermessen nach jedoch kaum kommen, man wird sich vielmehr mit dem deutschen Gesichtspunkt anfreunden müssen, vor allem aus dem Grunde, weil Schweden, das bekanntlich unabhängig von un? gegen die Erweiterung der Ratssitze Verwahrung eingelegt hat. immer größere Unterstützung seines Vetos findet.
Darum hegte man die Erwartung, daß die Situation keine Zuspitzung zum äußersten erfahren werde und daß man im Grunde nur bemüht ist. für den italienischen Vor- schlag, die ganze Angelegenheit jetzt nicht zu überstürzen. eine möglichst schmerzlose und über« zeugende Formel zu finden. ES erschien jedermann ols völlig undenkbar, daß die Herren Chov.berk.'.in und Briand durch Unzugänglichkeit und Hartnäckigkeit die Völkerbundsversamm- kung zvm Scheitern bringen könnten. Ein derartiger Fehlschlag würde das Ansehen des Völkerbundes in nicht wieder gutzumachen- ber W-ift beeinträchtigen. Um das zu verhindern, muß man sich aber möglichst schnell klar bfl’üb.r werden, daß zunächst einmal der Eintritt Deutschland? vollzogen wird und daß man sich b»mt gemeinsam an denselben Tisch setzt, um ein Versabren auSzudeuken mit dem die ErweiterungSsrage auf der nächsten V öl- kerbundSlngung im Herbst von neuem zur Verbaudkttna gestellt und zu einer vernunftgemäßen Löfung gebracht werden kann. An welchem Taae die offizielle Ausnabme in den Völkerbund erfolgen wird, steht also noch nicht fest Dorau-rstchflich wird man mit der weiteren Au^-fttandersetzung über die strittige Frage war- ten. bi? der französische Außenminister Briand nach Gens lurückgckehrt sein wird Den Berichten auS Baris »st zu entnehmen, daß man allgemein bestrebt ist. die Krise möglichst schnell zu beenden Zwischen der Aufnahme in den Völkerbund und der Einführung in den Rat wird voraussichtlich eine Pause von etwa zwei Tagen liegen, während der mnn der deut- fdt'n Delegation Zeit lassen will, sich wit ben Einrichtungen ber Organisation bes Völkerbundes etwa? vertrau« zu machen.
(Eigener Drahibertckn.)
London, 9. März.
Dem ersten Bericht Chamberlains zufolge tst man in Genf keineswegs auf einen toten Punkt gelangt Reuter meldet aus Genf, Polen scheine vorläufig auS dem Rennen auSge« i ch i e d e n zu fein. Bezüglich Spaniens und Brasiliens sei man der Ansicht, daß fie vielleicht nachgeben werden, um den Eintritt Deutschlands zu erleichtern. Beide Län- der würden vielleicht daraus bestehen, daß die Frage der Erweiterung des Rates während der augenblicklichen Tagung deS Rates in der Ber- io m m I u n g erörtert und nicht bis September verschoben wird. Man befürchte zwar, daß Spa
nien und Brasilien, wenn ihre Bestrebungen erfolglos bleiben sollten, vielleicht gegen Deutschland stimmen könnten. Aber in verantwortlichen Kreisen werde dies jedoch für gänzlich ausgeschlossen halten.
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Man läßt sich Zeit mit der Abrüstung.
London, 9- Marz. (Privattelegramm.) Ein diplomatischer Korrespondent schreibt, eS werde etzt allgemein angenommen, daß der Völker- vundsrat den Zusammentritt ber Barberetten, den Abrüstungskonferenz, bie ursprünglich biS zum Mai verschoben worden war, auf u n b e - stimmte Seit vertagen werbe.
Lieblinge des Volts.
BriandS Wieberkehr ober Kabinett Herrioi?
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 9. März.
In der radikalen Kammerfraktion ist der eine Flügel für die Bildung eine» Ministeriums mit kartellistischer Tendenz, ein anderer für die Bildung eines S onzentrationSkab i- netts. Die morgige Vollversammlung soll darüber entscheiden. In den Wandelgängen der Kammer macht sich, wie Hava» bemerkt, eine Strömung zu Gunsten einer Regierungsbildung durch Briand geltend. Sollte Briand ablehnen, so würde man in erster Lime Herriot gern an der Spitze des neuen Kabinetts sehen. — Die beiden Mittelparteien »en suchen eine Verbindung zwischen den Fraktia- nen herzustellen, die am Sonntag für das Kabinett Briand gestimmt haben. Diese Ber- biudung soll sür die Dauer bestimmt fein.
Dvunnr däü Musterung.
Außenminister B a n d e r v e l d e vertraulich gegen das spanische Verlangen nach Zuteilung eines ständigen RatssttzeS ausgesprochen haben. Belgien sürchte, d°ß es bei der Zulassung Spa- niens alS ständiges Mitglied selbst aus dem Rat würde aus scheiden müssen.
SeMDeutlchlanb daraus ein?
Drei neue Bölkerbundsttze im Herbst. (Eigener Drahtbericht.)
Paris, 9. März.
Wie aus Gens gemeldet Wirb, ist die Lösung einer Vertagung für Erweiterung des Völker. bnndSrateS u« sechs Monate schließlich von Frankreich angenommen worben aber unter olgenben Bedingungen: 1. daß Polen, Spanien und Brasilien zustimmen, 2. daß Deutschland sich schriftlich verpslich- tet, der Zulassung Spaniens, Brasiliens und Polens als ständige Mitglieder nicht zu widersprechen. ES sei dann nur noch Die grundsätzliche Opposition Schwedens übrig, aber Schweden sei selbst nicht einmal ständiges Mitglied und eS müsse den Antrag kür einen Sitz im Dezember wiederholt stellen. In Deutschland sei aber für den Augenblick niemand bereit, eine formelle Verpflichtung für September schon jetzt zu übernehmen.
Gin umbrandeier Fels.
Deutschland läßt sich in Genf nicht beirren.
(Eigene Drahtturldung.)
London, 9. März.
Die Genfer Meldungen der Blätter spiegeln meist den Ernst der dortigen Lage wieder. Ueber- einstimmend melden die Blätter, daß bie Vertreter der Dominions fich ausdrücklich gegen weitere Zulassungen zum Bölkerbundsrat ausgesprochen Hatzen. Die Aussicht, daß diese Fragen bis September vertagt werden, verstärke sich langsam, aber stetig, besonders da Schwedens Haltung durch eine feste Gruppe kleiner euro- päischer Staaten unterstützt werde. Ein anderer Korrespondent steht nicht bie leiseste Aussicht auf Losung. Bei den Borbesprechungen sei ein sehr starker Druck auf Deutschland ausgeübt worden. Nur Belgien habe fich nicht daran beteiligt. Es sei Deutschland anscheinend zu verstehen gegeben worden, daß ein bestimmter Staat feine Zustimmung zu Deutschlands Ein. tritt verweigern werde, wenn es nicht nachgcbe. Demgegenüber aber fei bie deutsche Haltung fest. Unter den nicht im Völkerbund vertretenen Nationen, so schreibt ein anderer Korrespondent, wachse die Bewegung gegen paS von den Westmächten gewählte Verfahren. Die schwebenden Fragen gingen die Völkerbunds- Versammlung und den Rat in feiner Gesamtheit an und dürften nicht von einzelnen Mächten vorher geheim behandelt werden.
Alle Rechte Vorbehalten.
Erft wenn wir im Völkerbund fitzen . . .
(Eigener Drahtberichi.)
Basel, 9. März
Einer Schweizer Agentur zufolge befinden -ch bie Genfer Vorbesprechungen bereits auf tem Wege zum Kompromiß. Tie Erörterung deS RatsproblemS hbae den ganzen Montag über hinter den Kulissen fortgebauert. Das deutsche Mißtrauen beginne zu weichen. Dir Einigungsformel ift: Keine Reorganisa- tion der Ratssitze Durchzuführen, bevor Deutschland formell in den Völkerbund aufge. notnmen sei und einen ständige« Sitz deS BölkerbundsrateS erhalten habe.
Herren der Welt.
Kops und Profile auS der Genfer Galerie. Das dritte Stelldichein. — Ein S8»«ler der Politik und ... d-S Lebens. — Enrov-S »-ru-bmiter Divlomat. — Die ernste» D-utfchco. — Der .aalglatte Italiener. — Ein volnifchcr Salonlowe.
Immer im Gebrock.
Genf, den 7. März.
Noch nie sah Genf eine so illustre Gesell- schast wie diesmal. Vier Ministerpräsidenten, der gestürzte Kollege Briand. zahlreiche Außen- Minister, Botschafter und Gesandte, haben sich eingefunden, um der Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund, auf Die man trotz aller Schwierigkeiten, die noch zu überwinden sind, mit Bestimmtheit rechnet, die Weihe i“ geben. Innerhalb von sechs Monaten Hessen ftcb bte gleichen Staatsmänner zum dritten Mal. Aristide Briand ist gestürzt. Ob er Wieder- kehrt, ist unsicher. Wenn dies nicht der Fall sein oOte, geht dem Parkett der europar,chen Premiers ein Original verloren. Ein
Schwerenöter und Bohemien, ein wuschelköpfiger Junggeselle, der heute, ob- gleich die sechzig schon überschritten keine graziöse Fran an sich vorübergehen laßt, ohne ihr beziehungsvoll nachzublicken. Em Künstler deS Worts und ein Künstler der Menschenbehand- luitfl. Witzig, lustig und vergnügt, war Briand stets eine der beliebtesten Erscheinungen tntei- nationaler Konferenzen. In einem äußerlichen Gegensatz zu ihm steht ber englr,che Außen- Minister Austen Chamberlain, Ritter be« Hosenbandordens. Kavalier vom Scheitel bi? zur Sohle. Keineswegs aber innerlich hohl oder flach. Im Gegenteil grunbgeschett, dialektisch gewandt, belesen und reich an Wissen. Aehnlich wie Briand ein Freund guten Witzes, den er listig lächelnd anhort oder von sich gibt. Zu den gescheitesten auf der Gen- er Konferenz gehört sicherlich auch der deutsche Reichskanzler Hans Luther. Auch ec kann witzig sein und macht häufig von dieser Gabe Gebrauch. Was ihn aber von Briand und Chamberlain unterscheidet, ist vor allem das, daß sein Witz schärfer ist und stets eher taktischen Erwägungen als natürlicher Veranlagung em- spricht. Luther ist weder Optimist noch Pessimist. Ruhig und sachlich stellt er sich zu den Pröble- men. wenn nicht. Was manchmal vorkommt, sein Temperament mit ihm durchgeht. Die Gegenüberstellung »einfacher Politiker" und »vornehmer Diplomat", mit dem er gestern anläßlich - der Abreise der deutschen Delegation einen Unterschied zwischen sich und seinem Kollegen Stresemann machte, ist heute bereits hier tu Genf geflügeltes Wort geworden. Stets liebenswürdig und lächelnd schreitet Strese- , mann auch auf dem internationalen Parkett : durchs Dasein. Sier, wie in Berlin verlassen > ihn nie seine geistigen Sonnen:
Wie eine Meldung au» Damaskus besagt, ist eine französische Delegation für bie Friedens- Verhandlungen nach dem Dfchebel Triis unter« wegS. Auf Antrag der Delegation hätten bie Angreifer in der Gegend von Damaskus tue Feindfeligkeiten eingestellt. Man glaube, daß alsbald Frieden geschlossen werbt. — Beim letzten Gefecht haben die Angreifer in der Gegend von Damaskus 156 Tote und 103 Verwundete gehabt. Sultan Atrafch, der Führer der Angreifer, wurde durch eine Fliegerbombe vorletzt.
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2166 el Krim« Geschütze schweigen...
Paris, 9. März. (Eigene Draßimeldung.i ~.e Havas aus Tanger meldet, hätten, nachdem der Dschebel Eituan umzingelt moroen sei, die Geschütz« der Risleute das Feuer aus Tetuan eingestellt. Die spanische Front bet Bu Chaleb war gestern vormittag Angrissen ausgesetzt.
Napoleon und Goethe, die er leidenschaftlich liebt und von denen er mehr weiß, als mancher Fachmann auf diesem Gebiete. Der italienische Delegierte Skialo)a kommt aus ganz anderen Kreisen, als seine Kollegen. Er ist Jurist, Gelehrter, war viele Jahre lang U n iv er sitätsp rose ss° r in Rom und mehrfach Justizminister. Wahrend der Kriegsjahre war er Präsident des Faszio, um sich später ganz Mussolini zu verehr e i b e n. Seine ganze Erscheinung hat WrJ Listiges und Lauerndes, in dieser Sinnchi dem schnellen und flinken B e n e s ch ähnlich, der, wie immer die Tschechoslavakei vertritt. Bcnesch? Enttäuschung ist e? diesmal, daß seine Rolle auSaespieli ist. Die Hetzereien und Wühlereien gegen Deutschland, die stets sein Hauptvergnu- qen waren, heben an Wert verloren, seitdem sich die europäische Politik nettorientiert hat. Graf SkryzynSki, Polens Außenminister und Mmisteipräsident dürfte neben Chamberlain die
eleganteste Erscheinung in Genf cSqeben. Elegant, geschmeidig und geschickt der. steht er eS, sich aus dem glattesten Parkett zu bewegen Ob ihm diesmal ein großer Politiker Erfolg belieben sein Wirb, steht m Frage. Auch bie gemeinsame Schlafwagenreise mit Briand und Chamberlain dürfte kaum an der Tatsache etwas ändern, daß Polen seinen '»ändigen RatSsitz nicht erhält. Aeußerlich fällt Bandervelde au5 dem Rahmen her Er- fckclnungen Typisch an ihm ist sein schwarzer Gehrock, von dem man behauvtet. daß et schon soviel Kongresse miiacmaebi habe, daß er mit Fug und Recht als historische? Möbel bezeichnet werden kann. Seine mangelnde Agilität hat es mit sich gebracht, baß er auf internaHou(ften Konferenzen wenig hervvrge« treten ist. Ceffentllch trat er fast garnichi auf. Sein Wirken im Geheimen war iedoch umfang« rr»rf)er B"nbrrvelde war bet ehrliche Makler in ben verschiedensten Situationen. In Locarno