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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sn-eiaeupreis«: Sinbeemisch« GeichSstsanoeiaen Seite 10 4, <m»roto*ee De/chäsG- ansetaen Zeile 20 A. Familienan^igen Zeile 20 A. Steine Snjeigen daS Wort 4 A. Reklamen die Seile 75 A. Oisertgebühr 90 A (6ei Zusendung der CHtrten 30 4). Rechnuriasbekräge sind inner halb 5 Tagen «u beja&len. Sur die Richtig, leit aller durch Serrisorecher au sge gebe neu Anzeigen, sowie sür Ausnahmedaren und Plätze kann nicht garantier» werden, tzür Anzeigen mit besonders schwie- rigem Satz 100 Prosen» Ausschlag. Druckerei: Schleckthoistratze 28/80. Geschäst«- ftelle: Lölnische Slrabe 6. gegenüber der Soobrltratze. gernsorecher toi und 959.

Nummer 48. Einzelnummer 10 Ps Sonntags 15 Pf.

Freitag, 26. Februar 1926

Einzelnummer 10 Pf Sonntags 15 Pf. 16. ZahrgUUg

Lulher-Slresemmn am 7. Mr; in Genf.

Spanien wird noch vor Polen ständiges Mitglied.

Augen auf!

Allerlei Fallen für den 8. März.

Nur noch Wenige Tage trennen uns von dem Zeitpunkt, an dem wir Mitglied des Völkerbun­des werden sollen. Je näher dieser Termin her­anrückt. desto schärfer wird der Streit unter un­seren Vertragspartnern, ob sie die Zusicherun gen, die sie uns gemacht haben, halten wollen oder nicht. Trotzdem dieser Hader hinter den Kulissen der Weltdiplomatie und in der Oefsent- lichkeit brr Presse schon nahezu sechs Wochen währt, ist noch keine Entscheidung darüber ge- jallen, wie die Frage entschieden werden soll. Geflissentlich gehen die verantwortlichen Staats- lcnler in ihren Reden um den Kernpunlt der Sache herum, geslissentlich vermeiden sie es, klar und unmißverständlich ihre endgültige Stellung­nahme zu präzisieren. Aus diesem ganzen Streit können wir daher nur das Eine ersehen, daß man bewußt Deutschland im Unklaren las­sen will, wie man sich eigentlich die Lösung denkt. Wir wissen nicht, will man den An­spruch Polens auf einen Ratssitz als unberech­tigt ablehnen, will man diesen Wunsch als ge­rechtfertigt anerkennen oder will man die ganze Frage auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Keine der Reden, die Briand oder Chamberlain in der letzten Zeit hielten, hat sich für eine dieser Möglichkeiten klipp und klar entschieden. Wir wisse, daß die Geheimdiplomatie nach wie vor das einzige Mittel geblieben ist, durch das Probleme» die das Schicksal ganzer Völ­ker umspannen, entschieden werden. Dieses Wis­sen muß uns eine er n st e Warnung fein. Ei­ne Warnung, die uns entschieden davor zurück- halten müßte, den letzten Punkt hinter eine Entscheidung zu setzen, über deren Konsequen­zen wir noch nicht die geringste Gewißheit haben

Wie werden sich die Formalitäten unserer Aufnahme in Genf abspielen? Zunächst wird am Vormittag des 8. März der Rat zu einer kurzen Sitzung zusammentreten, um darüber Beschluß zu fassen, ob er die Aufnahme Deutsch­lands in den Völkerbund der Vollversammlung empfehlen soll. Auf dem Tagungsplan dieser vorbereitenden Sitzung ist allerdings auch die Erörterung der RatSerweiterungs- frage angesetzt. Ob aber diese Angelegenbeit in dieser nur kurzen Sitzung bereinigt werden wird» ist allerdings eine andere Frage, sodaß die deutschen Delegierten in Genf einige Miau- len vor der Vollversammlung in voller Unklar­heit über die Lage gelassen werden. Trotzdem kann das Reich einige Augenblicke später Mit­glied es Völkerbundes sein. Run erst, nachdem Deutschland vorbehaltlos in den Bund cingetreten wäre, könnte sür den Rat der Mo­ment gekommen fein, die endgültige Entschei­dung über die Ausgestaltung seines M-talboer- bestandeS zu fassen. So müßte sich dann schließ­lich Deutschland bereit finden, für bte Zulas­sung Polens zu stimmen, da im anderen Falle seine eigene Aufnahme in den Rat unmöglich wird. So liegen die Verhältnisse. Und so könnten sich die Dinge entwickeln, wenn Deutschland nicht schon vor seinem Gang nach Genf sich irgendwelche bindende Versiche- rungen verschafft, daß seiner gerechten For­derung nachgekommen wird. Die Reichsregie­rung hat es bis jetzt versäumt, sich darüber Gewißheit zu verschaffen, ob di« Angelegenbeil in dem von ihr gezeichneten Sinne entfchieden wird. Wir furchten, daß diese Haltung der Reichsregierung, wenn sie nicht sofort sich etwas aktiver betätigt, zu Folgen führen wird, die mehr als bedenklich sind. Deutsch­land hat sich zum Locarnogeist gefunden. Aber dieser schöne Gedanke steht tinmittelbar vor der Gefahr, in Scherben gehauen zu werden, aus denen günstigstenfalls ein halbes Locarno wie­der herauskonstruiert werden könnte. Das wäre aber ein Lovarno, das unS wirklich wenig nützte. Wir hoben nur noch wenige Tage, uns vor einem Fiasko unserer Außenpolitik der letz­ten Zeit zu retten. Was wird man tun, um in Ce"k nicht in die Sackgasse tu geraten?

Run werden sich am 6. März wieder die bei­den unzertrennlichen Locarnobrüder Luther und Stresemann nach Genf aufmachen, um der Völ- kerbundskamarilla den Hals zu brechen. Denn die Gefahr, der Prügelknabe der franko-slavi- schen Mehrheiten zu werden, ist größer als je­mals. Gegen Chamberlains Ausbau der Gen­fer Gerechtsame zur Weltmacht wird kein ver­ständiger Deutscher etwas cintoenben. der Biel« veredle Schweiger soll sich endlich darüber aus- lassen, wie er denn die in Locarno feierlich ver­bürgten Rechte Deutschlands zu wahren gedenkt.

Nun scheint sogar Spaniens Aufnahme schon im März so gut wie beschlossene Sache zu sein. Will man damit die deutsche Zustimmung für Polens Zulassung im Herbst erkaufen? Man sieht, es entwickeln sich dramatische Konflikte am stillen Genfer See. Man sorge, daß sie uns nicht zum Bösen ausschlagen.

Spanien sofort,Voten später.

Was Luther-Stresennmu in Genf erwartet. lEtgener Drahtbericht.)

Berlin, 25. Februar.

Zu dem gestrigen Beschluß des Reichskabi­netts, daß sich Reichskanzler Dr. Luther und ReichSautzenminister Dr. Stresemann als Ver­treter des ReickM nach Genf begeben, verlautet weiter, daß die Abreise am 6. März erfolgt, denn am Sonntag, den 7. März sollen vertrau­liche Besprechungen zwisäien ben Delegierten der Hauptmächte betreffs der Bermehrung der Ratssitze usw. stattfinden. In Bölkerbundskrei- sen rechnet man damit, daß eine Einigung auf folgender Grundlage zuftanbekourmen werbe: Spanien soll einen ständigen Ratssitz bereits im März erhalten, während Polen vorläufig einen nichtständigen Ratssitz bekommen würde. Ein Demokratenblatt unterstreicht noch einmal die einmütige deutsche Ansicht, daß Deutschland auf seinen Eintritt in den Völkerbund verzichten muß, wenn irgendeine Aenderung in der Zu­sammensetzung des Rates vorgenommen wird. Wie die deutschen Minister in Locarno aufrich­tig am Frieden arbeiteten, so würden sie, wenn man dieses Werk durchaus vernichten will, ge­meinsam die notwendigen Erklärungen abzuge­ben haben und deshalb, so nimmt das Blatt an, reist Dr. Luther mit nach Genf.

Spanien deckt die Karten auf.

Madrid, 25. Februar. (Funktelegramm.) Der Minister des Aeußeren erklärte Preffeverttetern, Spanien sei entschlrssen, zu verlangen, daß ihm in dem Augenblick, da die Zusammensetzung deS Völkerbundsrates geändert würde, fein Wunsch erfüllt werde, wobei eS der Zulassung irgend eines andern Landes nicht widerstreben würde.

Auch Macdonald füllt um.

Der Bölkerbundumbaunichts Verbotenes".

(Eigener Drahtbericht.)

London, 25. Februar.

Macdonald sagte in einem Preffe-Jnterview, eine Abänderung deS Völkerbundrates sei durch­aus nichts Verbotenes. Die Frage dürfe in kei­ner Weife mit dem Eintritt Deutschlands in Verbindung aebrackt werden. Im übrigen sei der gegenwärtige Zustand gewiß nicht not mal. In der Besetzung der zeitweiligen Rats sitze sollte ein regelmäßiger Wecksseil, vielleicht alle drei Jahre, eintreten, damit die beweg- licken Sitze nicht zum Vorrecht bestimmter Staaten würden. Die andere benachteiligen.

Ehamberlain dringt durch.

Eine abgeschlagene Böllerbundattacke. lEigene D»ahtmett>ung.r

London, 25. Februar.

Im Oberhaus brachte Lord Parmoor folgende Entschließung ein: Es ist zurzeit nicht wünschenswert, die Frage der Umbildung deS VöllerbundSrates aufzuwerfen oder die Zahl der Ratsfitze weiter zu vermehren. Par- moor erklärte jeden Gedanken dieser Art alS verhängnisvoll. Chamberlain habe in Birming­ham nicht versprochen, daß die einzige Frage in Genf nur die des Eintritts Deutsch­lands selbst sein solle. Die Frage der Umbil­dung des Rates sei mich in Locarno nicht öf­fentlich erörtert worden. Die Haltung Frank­reichs in dieser Frage bedrohe den freundschaft­lichen Geist von Locarno. Eine solche Frage dürfte erst in einer öffentlichen Versammlung deS Völkerbundes aufgeworfen werden. Par­moor fragte, ob Großbritannien für die in Lo­carno behandelte einzige Frage eintreten werde, nämlich den Eintritt Deutsch­lands, oder auch noch für eine Reuerwägung der Verfassung deS Böllerbundes. Auch Lord Vhillimore wandte sich gegen jede weitere Vermehrung. Lord Ceeil erwiderte: Die 'tage wurde seitnerzeit vertagt in der Empfin- düng, daß der Eintritt Deutschlands der geeig uete Zettvunkt sei, nm sie zu erwägen. Ich Hof fe, daß den Vertretern der Regierung freie Hand gelassen wird für die Berhandlungen in

Genf und gleichzeitig, daß das Haus diese Re­solution, die die Regierung bindet, nicht an­nehmen wird. Neuwahlen mit dem Zwecke, ge­gen Deutschland ein Gegengewicht zu schassen, wttrd ein Unglück bedeuten. Darüber herrsch: in England keine Meinungsverschiedenheit. Nach der Rede Lord CecilS zog Lord Parmoor feilte Resolution dadurch zurück, daß er vor bet Abstimmung das Haus, verließ.

*

Selbst Amerika erbarmt sich SllvilroiS.

Milwaukee, 25. Februar. (Funktelegramm.) Senator Borah erklärte zu dem ihm aus Inns­bruck zugegang nett Hilferuf, er fei derselben Ansicht wie Wilson, daß die Uebertragung von Südtirol an Italien ein großes Unrecht gegen das Tiroler Volk war. Er werde alles versuchen, diese». Unrecht wieder gutzumachen.

Märchen des Lebens.

Arbeiter und kleine Leute ziehen das große LoS lPrtvat.Tei-»""'mw >

Berlin, 25. Februar.

In der gestrigen Ziehung der Preußisch-Süd­deutschen Klaffenlotterie fiel der Hanptkiewinn von je fünfhunderttausend Mark auf das Los 62099. Die glücklichen Gewinner find Arbeiter und kleine Gewerbetreibende und ein freudig überraschtes greises Ehepaar.

Zeit «st Gelb.

Briand drängt auf Steuern und ... Kredit.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 25. Februar.

Der Finanzausschuß der Kammer hat sich mit dem Senat über die weitere Behandlung der Stcuergesetze verständigt. Senator Chap- sal wird Ersetzung der Zahlungssteuer durch eine in Goldfranken zu erhebende Export- steuer verlangen. Ministerpräsident Brimid hat gestern erklärt, allein die schleunige Erledi­gung der Finanzgesctze durch den Senat könne Frankreichs Kredit wiederherstellen. Daraus wurde gestern die Generaldebatte abgeschlossen.

«

Doumer will In London abhandeln.

Paris, 25. Februar. (Privattelegramm.) So­bald das Parlament, was sehr wahrscheinlich sei, die vom Finanzminister aufrecht erhaltene Zahlungssteuer angenommen hat, will sich Doumer sofort nach London begeben, um neue Schuldenverhandlungen aufzunehmen.

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Steht e* schon so schlimm r

Paris, 25. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Der frühere Budgetminifier Abg. Morel hat einen Gesetzentwurf zum Ankauf von Gold- und Silbergeld durch den Finanzminister eingebracht

Alm 20 Mal drei Milliarden fällig.

Paris, 25. Februar.

Auf Anfrage in der Kammer erwiderte der Finanzmimster, daß am 30. dsiai Wtwrtjbonv seitens der Regierung rückzahlbar seien im Be­trage von 3161016 000 Franken.

Der lästige rote Gras.

Zwanzigtausend Dollar für das Ehepaar?

(Eigene Drahtmeldung.j

Washington, 25. Februar.

Im Senat forderte Wheeler eine Untersuchung über die Tätigkeit des ungarischen Gesandten und eines Detektivbüros, das angegeben hat, der Gesandte habe sich für die Ausweisung deS Grafen Karolyi aus dem Lande ver­wandt. Die eingebrachte Entschließung behaup­tet, der ungarische Gesandte habe dem Detettiv- büro zwanzigtausend Dollar bezahlt, um aus den Grafen und die Gräfin Karolyi Jagd zu machen.

*

Noch ttn Grafenstandal.

Washington, 25. Februar. Ein Kongreß­mitglied hat den Antrag auf Ausweisung deS bekannten österreichischen Tennisspielers Grafen Salm gestellt, weil dieser sein Kind nicht erhalte und lästiger Ausländer sei. Graf Salm hatte die Millionärstochter Millicent Rogers geheiratet, die ihn jedoch verließ und nach Amerika zurüchehrte. Graf Salm erhob daraus Ansprüche gegen seinen Schwiegervater wegen Störung seines Eheglücks und verlangte auch die Erziehung seines Söhnchens für sich.

Abfrlts vom Weg.

Im chinefichcn Westfalen.

(Von unferm Pekinger Mitarbeiter.)

Ich« vierte Mens» ein Chinese. Niemand kennt Stiüchina. Gam wie im ... Westfalen- lavd. Scher General ein ... König. Eine versetzte" Stadt. Fremdenhetze und Regie- rnngSwirrwarr.

Auf dem Dangtse, im Januar.

Um recht zu fassen, um welche Größen es sich bei den Worten »China^ und »Chinesen* in Wahrheit handelt, sollte man sich immer wieder zwei Tatsachen gegenwärtig halten; erstens China ist ein Länderkomplex, der alle andern Nebenländer wie Mandschurei usw. ausgeschlos­sen, so groß ist wie alle europäischen Staaten zusammengenommen, aus­schließlich Rußland. Diese Länder aber kompLkt zusammengedrängt, fast in der Form eines Krei­ses, mit einem Durchmesser von 2200 Kilometer, was etwa einer Linie von Basel bis Moskau entsprechen würde. Das andere: jeder vierte M e n s ch auf der Erde ist ein C h i n e s e I Im allgemeinen ist es Nordchina, das dem Auslän­der am besten bekannt, am meisten bereist ist. Das macht, weil es von dort aus regiert wird, und gerade Peking ungemeine Anziehungskraft be­sitzt. Und doch muß die Kenntnis von China notwendig einseitig bleiben, wenn sie sich auf den Norden und die Küstensttiche beschränkt und die Eigenart und Bedeutung deS Südlan- des nicht aus eigener Anschauung ersaßt wird. JmNorden als Kernstück die große Ebene, im Süden der Provinz Human durchgehend ein anmutiges Hügelland mäßiger Höhen,

auch im Winter das Grün

nicht ganz verlierend durch seinen Kiefern- und Bambusb. stand untermischt besonders mit im­posanten alten Kampferbäumen. Im trockenen Norden der Verkehr nur auf Landstraßen von sehr schlechter Qualität, und zwar aus ben zwei­rädrigen Karren ober mit Pferd, Esel, Maultier, Schubkarre; hier ein Vorherrschen der Wasser­straßen, daneben die schmalen, aber gut gehalte­nen Pfade, auf denen nur zu Fuß ober mit der Sänfte vorwärts zu kommen ist und auf denen alle Güterbeförderung durch Träger verein­zelt mit Schubkarren geschieht, welche die La­sten an den Enden eines Bandes in kurzem rhythmischem Laufschritt in unaufhörlicher Auf­einanderfolge befördern. Dori bte Bebauung der aeradlinig abgeteilten Aecker überwiegend mit Weizen. Hirse, Bohnen, Süßkartoffeln etc., hier das Vorherrschen der Reisfelder,die sich mit or­namentalen Linien ihrer schmalen Dämme zwi­schen die Hügel hinaufschieben. Reben diesen all­gemeinen Kennzeichen des chinefichen Südens hat Hunan noch seine besondere Art. Bei einer Fahrt und Wanderung durch das Land, die den heiligen Südbera Henqschau zum Ziel hatte, er­schien eS mir als das chinesische Westfa­len. Denn erstens ist es wirMch ein

Land der roten Erde.

Es erfreut infolgedessen durch die Farbenwir­kung, die von ihm ausgebt, sei es in Verbindung mit dem aufsprießendeu Grün, sei es, daß etwa die Abendsonne kahle Berggipfel wahrhaft pur­purn erglühen läßt. Sodann findet man wenig geschlossene Dörfer; die Hunan-Leute lieben wie die Westfalen das gesonderte Wohnen in Gehöf­ten, die regelmäßig von hohen Baumgruppen überschattet sind. Die Gehöfte selbst sind auch von ganz anderer Bauart als die Lehmhütten des Nordens und schimmern häufig mit weißen Kalkwänden aus dem Grün hervor. Neben den Wohnhäusern eine ungewöhnlich große Zahl schöner Ahnentempel. Auch als Volls- stamm sind die Hunanesen etwas Besonderes. In ihrem Gesichtsausdruck und ihrem Gang ha­ben sie etwas Freies, Selbstbewußtes. Genau ko tote die Zentralreaieruna keine eigene Macht besitzt, sondern diese sich verteilt aus die verschiedenen Tuchüns. Tuvans der Provinzen, so stellt sich heraus, daß auch der milttärikche Gouverneur in Changsche ohne nennenswerte "igene Macht ist. Denn diese ist beschlagnahmt durch die Divisionsgenerale, von denen 'eher seinen Teil der Provinz beherrscht. Wahr- baft beherrscht! Denn die Macht dieser Generale aeht soweit, daß sie auch die Sten.rn für r $ tb einziehen. beliebig neue Abgaben dem Volke auferlegen und ssck zu Herren der Ein- finfte aus den Beraw--rken gemacht baden. Die Abstufuna geht von den Generälen weit r nach unten bis zu den organisierten Räu­bern, einer Landplage, die in letzter Zeit stän-