Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 40. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. Mittwoch, 17. Februar 1926 Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 16. Jahrgang
Mlsiardenfteuem gegen die Inflation.
timmt, oder sich der Stimmabgabe ent
en.
an- ge- auf
tigen ReichstagSverhandlungen über eine gemessene Abfindung bald zum Abschluß langen und daß der weitergehende Antrag völlige Enteignung abgelehnt wird.
von den Mittelparteien mit starkem Beisall ausgenommen wurde, forderte der radikale Abg. D u m e s n i l die Mehrheit auf, sie müßte sich vereinigen, um die direkten Steuern, die vom erworbenen Vermögen gefordert werden, zu bewilligen. Abg. Ren aßt del (Soz.) gab jedoch eine ablehnende Antwort.
Berlin, 16. Februar. lPrivat-Telcgramm.) Die gestrigen Erklärungen Sir DrummondS haben eine Demarche der Reichsregierung bei Mitgliedern des Völkerbundsrates zur Folge gehabt, gegen die Schaffung weiterer Ratssttze vor Deutschlands Eintritt in den Völkerbund.
Die Faust im Nacken.
Noch lange kein Ende der Militärkontrolle.
Durchgkfchlüpftt
Wie wir über den Brenner marschierten.
Von Heinrich Röser-Kassel.
Unser Mitarbeiter gibt uns hier einen Streich znm besten, den er mir elf dentschen Sannen auf einer Wanderfahrt den Mnssoliniwächtern am Brenner spielte. Ein Stückchen Kasseler Wagemut steckt schon in dieser spukhaften Ueber- rnmvelung einer Grenzwache, die heute woül etwas böser ablauien würde.
Unsre durch den gehaltvollen „Roten" des Hungerburgwirts zu Innsbruck, durch deutsche Vaterlandsweisen int Beisein treuer Tiroler, schnellschießendes Jnnwasser und würzige Berglust in Schwingung geratene deutsche Seele erhielt am Denkmal Andreas Hofers auf dem Jselberg angesichts himmelhoch ragender Bergriesen der Runde die entscheidende letzte Entschlußkraft. Und dann ging es noch an demselben Tage bergwärts über die alte Brennerstraße durch das wildromantische Silltal nach Gries, dem letzten österreichischen Grenzort gegen Neu-Italien. Hier hörten wir, daß ein Hinüberkommen zu den Katzelmachern bei den bestehenden äußerst strengen Grenzhandhabungen glatt ausgeschlossen sei.
„Kommens gesund wieder abi!"
rief der rundliche Wirt nach, als wir unter fröhlichem Lied int Abendsonnenschein den Nachtmarsch znm Brenner antraten. Ich muß sagen, so ganz wohl war mir nicht ums Herz, und das Gefühl der Verantwortung und die Ungewißheit deflen, was uns begegnen wird, steigerten sich bei mir in dem Maße, je weiter wir uns von dem entzückend gelegenen Gries entfernten. Wir schritten sehr schnell auf der alten Brennerstraße dahin, über die im Mittel- alter so mancher deutsche Kaiser mit seinem Heer gen Welschland gezogen ist. Ein Wegweiser bedeutete, daß wir noch sechs Kilometer bis zum Dorfe Brenner hatten, das der Italiener Brennero umgetauft hat. Meine Jungen fangen nicht mehr. Sie waren schweigsam geworden. Allzu ernst barf man nicht fein; das fällt auf! dachte ich. Da sah ich an einer einsamen Häusergruppe einen jungen Burschen, der sich an einem Zerrwanst (Schisserorgel oder Ziehharmonika!) zu schassen machte. Der muß mit! beschließe ich und gehe auf ihn zu. Leider hatte ich Pech — der junge Mann hatte keine Lust ... Und es wär' so schön gewesen, mit Sang und Klang zur Grenze! Zur Linken begleitet uns die Brennerbahn, die sich am Hang in die Höhe windet. Wo das Cbernbergtal einschneidet, beginnt eine fühlbare Steigung. Einsam grüßt von rechts das alte L u e g k i r ch - lein. Dann sehen wir im engen Tal kein Haus mehr.
Nur Felsen, Berge und fatfgrüne Matten. Die Nacht war schnell hereingebrochen. Jetzt türmen sich, regendrohend, schwarze Wolken über uns. Ehe wir noch die Schnelligkeit bestaunen können, mit der sie sich entwickeln, rinnt das kühle Naß auf uns herab, zuerst sprühmäßig, dann wie aus tausend Schleusen. War das ein Guß! Und ein kühler Wind! Wir dampften und stampften ... Durch! Wenn wir auch durchweicht werden bis auf die Knochen, was tut's? Und die Schritte beflügeln sich. An der Padaun- klamm vorbei, erkennen wir im Dunkel noch soeben einen Talschnitt von links „Das V e n -
jetzt besonders daran gelegen, die Unzuverlässigkeit und Gefährlichkeit nicht nur der polnischen Untertanen deutschen Blutes, sondern der Deutschen überhaupt vor aller Welt zu demonstrieren, und zwar zu dem Zwecke, den polnischen Anspruch aus einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat zu begründen. Der Tatbestand in Katlowitz und im übrigen Polnisch- Oberschlesien wird demnächst durch eine gemischte Kommission klargestellt werden. Aber daneben und darüber hinaus wird auch die deutsche Regierung allen Anlaß haben, den Dingen int einzelnen nachzugehen. Sie wird damit auch nicht zu warten brauchen, bis sie im Völkerbund sitzt, sie wird im Gegenteil u n verweilt in ihre Gegenaktion eintreten müssen. Nicht anders als in S ü d 11 r o l handelt es sich nämlich auch hier um deutsche Bluts- und Stammesgenossen, an deren angemessenen Schutz die deutsche Regierung das größte Interesse hat.
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/Berlin erhebt Einspruch.
Enteignete Fürsten?
Ein Gesetz für Volksbegehr. — Regierungswille lEigeue Drahtmeldnng.)
Berlin, 16. Februar.
Die Reichsregierung hat die gesetzlich vorge schriebenc Zulassung des von den Sozialdemokraten und Kommunisten beantragten Boksbe- gehrens auf Einbringung eines Gesetzes über die Enteignung der Fürstenvcrmö gen beschlossen, da die Voraussetzungen für die Zulassung erfüllt sind. Den Inhalt des Gefetz- entwurfs, der dj« völlig entschädi - gungslose Enteignu ng vorfiehi, macht sich die Reichsregierung nicht zu eigen. Sie hält vielmehr daran fest, daß die gegenwär-
Noch einmal gerettet.
Briands Kammersieg — Annahme der Steuern. lEigene Drahtmeldung.)
Paris, 16. Februar.
In der Nachtsitzung der Kammer wurde gegen den Widerspruch des Finanzministers Doumer sowie deö Generalberichterstatters mit 253 gegen 159 Stimmen beschlossen, auch die von Loucheur eingebrachten und bereits im Dezember angenommenen Steuern erst im Lause des Jahres zu erheben. Auf den Hinweis, daß dann die im Mai fälligen Ausgaben in Höhe von drei Milliarden Franken ungedeckt bleiben und hierdurch eine neue Inflation entstehen werde, beschließt die Kammer, daß bis zum 1. Mai drei Viertel dieser Steuern fällig werden sollen. Um 6.35 Uhr hat die Kammer über den gesamten Gesetzentwurf, dessen Ertrag mit 1,6 Milliarden beziffert wird, abgestimmt. Ministerpräsident B r i a n d stellte die Vertrauensfrage. Der Gesamtgesetz-Entwurf wurde mit 258 gegen 145 Stimmen angenommen. Die Sozialisten haben zumeist dagegen ge-
«Eigener Draht bericht.)
London, 16. Februar.
Im Unterhaus,! erklärte sich Chamberlain außerstande, ein genaues Datum zu nennen, zu dem die Kontrollkommission aus Deutschland zurückgezogen wird, denn dies müsse von der Erfüllung der deutschen Verpflichtungen abhängig gemacht werden. Nach Lösung der vorgeschriebenen Aufgaben würde man dem Völkerbund das Aufhvrcn der alliierten Militärkontrolle mitteilen. In Erwiderung einer anderen Anfrage sagte Chamberlain: Am 1. Februar, d. h. unmittelbar nach der Räumung Kölns, waren die Besetzungstärken im Rheinland annähernd folgende: Engländer 7800, Franzosen 59000, Belgier 7500.
Und was steckt hinter der neuesten Deutschenhetze inOberschlesien? In wohlabgemes, fenen Zwischenräumen hält man es in Warschau für unbedingt erforderlich, etwas gegen die deutschen Untertanen zu inszenieren, und kein noch so großer Mißerfolg vermag an dieser Methode etwas zu ändern. Auch heute scheu die Deut- scheu in Oberschlesten dem Ergebnis der Aktion absolut ruhig entgegen und auch der psvcholo- gische Ausfall der neuen Hetze dürfte den Urhebern durchaus nicht erfreulich fein, denn es liegt doch auf der Hand, daß die Deutschen in Pol- nifch-Oberfchlesien durch solche Drangfalie- r u n g e n nicht nur nicht gehindert, sondern tm Gegenteil noch stärker dazu angehalten werden, ihr Deutschtum zu verteidigen und zu behaupten. Daß dies der Endeffekt fein wird, dürfte nach jahrelangen Erfahrungen auch den polnischen Behörden und Drahtziehern klar geworben fein und deshalb hat man im besonderen auch die Behauptung, bas beutsche Generalkonsulat in Kattowitz sei eine Spionagezentrale, als Beweis für den ausgesprochenen politischen Charakter der neuen Hetze betrachtet Man hat gesagt, den polnischen Chauvinisten sei gerade
Warte nur balde...
Wenn Reinholds Steuerrezepte wirken.
(Privar-Telearamm.)
Berlin. 16. ^ebruar.
Einem Pressevertreter gegenüber " Irte Reichsfinanzminister Dr. Reinhold, er hege hir f-'-ftimmie Erwartung. ba6 die Rückwirkungen seiner Steuersentungsaktion auf die allgemeine M-'tchaftslaae und auch auf die Finanzen von Staat und Gemeinden günstig fein werden. Die Gefetzentwürse über Steuerermäßigungen lägen jetzt dem Reichskabinett vor.
Deutsche als Freiwild.
Polnifcher Terror in Oberschlesien.
(Eigene Drahtmeldung.)
Kattowitz, 16. Februar.
Die Verfolgungsmaßnahmen der polnischen Behörde gegen den deutsck-en Bol'sbund dauern an. Die polnische Staatsanwaltschaft sucht be-
AnderGenserKrippe.
Sir Drnmmond bei Stresemann. — Polenterror
Berlin, 16. Februar.
Der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, hat seine Verhandlungen in Berlin über die Formalitäten des bevorstehenden Eintritts in den Völkerbund ausgenommen. Selbst aus der Haltung derer, die für den Eintritt in den Völkerbund eingetreten waren, kann man entnehmen, daß die Stimmung in Deutschland zurzeit dem Völkerbund gegenüber außerordentlich zurückhaltend und kühl ist, weil allgemein der Eindruck vorherrscht, daß Deutschland begründeten Anlaß hat, keine allzu weitgehenden Erwartungen an den Völkerbund zu stellen. Bekanntlich wird Minister Dr. Stresemann nach der vollzogenen Ausnahme Deutschlands nach Gens fahren und dort als erster deutscher Delegierter im Namen der Reichsregierung programmatische Erklärungen abgeben, in denen der deutsche Standpunkt über die wichtigsten Völkerbundprobleme eingehend dargelegt werden soll.
Sir Eric Drnmmond wird voraussichtlich am Freitag Berlin wieher verlassen, um an Ort und Stelle in Genf die Vorarbeiten für die außerordentliche Völkerbundstagung zu treffen. Schon jetzt durste über die Besetzung der wichtigsten Völkerbundposten zwischen Berlin
und Genf eine grundsätzliche Einigung erzielt worden sein Das Problem der deutschen Vertretung im Bölkerbundrat kann ohne weiteres als gelöst angesehen werden. Schon jetzt gilt als sicher, daß der Posten eines stellvertretenden Generalsekretärs Deutschland Vorbehalten ist. Als Anwärter für diesen Posten Wird in Berliner politischen Kreisen vielfach der derzeitige deutsche Gesandte in Warschau: Ulrich Rauscher, genannt. Rauscher geht der Rus eines gewandten Diplomaten voraus, der es auf feinem politisch nicht leichten Posten in der polnischen Hauptstadt verstanden hat, eine den Interessen Deutschlands nützliche Fühlung mit den leitenden polnischen Kreisen zu unterhalten. Ob die Wahl endgültig auf Rauscher sollen wird, wird die nächste Zukunft zeigen. Außerdem dürften für Deutschland noch mindestens zwei Direktorenposten in Betracht kommen. Im ganzen rechnet man mit zwanzig deutschen Beamten, die nach Gens entsendet werden sollen. Eine gewisse Schwierigkeit besteht darin, daß die wichtigsten Abteilungen bereits besetzt sind, sodaß für Deutschland vorläufig nur untergeordnete Stellen in Betracht kommen.
Voraussichtlich wird die Genfer Tagung am 10. März einen einstimmigen Beschluß über die Erteilung eines deutschen Ratsitzes fassen, der dann durch den Reichsaußenminifi.-r Dr. Stre- femann wahrgenommen werden wird. Nach Loge der Dinge würde dann Dr. Stresemann schon im März in seiner neuen Mission als Delegierter des Deutschen Reiches im Völkerbundrat an den Genfer Verhandlungen teilnehmen können. Als Völkerbundmitglied wird nunmehr Deutschland auch einen viel weitergchen- den Einfluß auf die Regelung der Abrüstungs- frage ausüben können und zwar hat es Än- spruch auf Beteiligung der vom Völkerdunds- rat elnzusetzenden Kommission, die alle Vor- ' bereitungen für die Abrüstungssraze zu treffen hat. Insofern kommt die Vertogu-tg der Abrüstungsverhandlungen der heutlchen Außenpolitik in erheblichem Maße zugute, sodaß die grundsätzliche Bedeutung der Beteiligung Deutschlands am Völkerbunde schon in dieser Hinsicht eine Steigerung erfahren dürfte.
natal!" rufe ich, „der Brenner fee!" Und da liegt das Wasser, gründunkel im Abendfchat- ten vor uns, dies großartige Felsbecken, das Gletfchermoräne des Vennabachs schufen. An ihm vorbei im strömenden Regen „Laufschritt marsch, marsch!" befehle ich. Vorwärts mit Gebrüll! Nicht lange, da zeigt sich links ein düsteres Licht. Ein Haus am Wege: Das Grenz- Wirtshaus am Brenner! Unter dem Schutze seines weitvorspringenden Daches hocken Gestalten, die bei unserem Herannahen verwundert aufspringen. Halt! schallt es uns entgegen, und schon springen die österreichischen Posten mit ihren Pistolen uns entgegen „Gut Freund!" rufe ich, „deutsche Brüder!" Und ich bedeute den Wächtern, daß ich hinüber will „Zu den Katzelmachern? Wird halt nit gehn!" ,.Muß gehn!" Und damit springe ich mit meinen Zehn zu dem fünfzig Schritt entfernten ita- lienischen Grenzbaum. der über der Straße liegt und die grün-rot-weißen Farben in großer Breite trägt. Aus dem Schilderhaus links'fchaut ein Posten mit aufgepflanztem Seitengewehr und Stahlhelm. Im Schimmer der elektrischen Taschenlampe leuchtet fein aufgefchrecktes Gesicht rotbraun wie eine Marrone. Jetzt tritt er heraus und stammelt Worte, die wir nicht der- stehen ... füditalienische. Ich suche Verständigung mit italienisch frisierten lateinischen Brok- ken. Sie gelingt mir scheinbar, denn der Grenzbaum toirb, zurnckaeschoben. „Durch!" befehle
Bis zum bitteren Ende.
Wird Briand im Finanzkampf unterliegen? (eigene Drahtmeldung.)
Paris, 16. Februar.
Nach der Ablehnung der Erhöhung der Ta- bakpreife entstand in der Kammer eine lebhafte Erregung. Mittelparteien und Radikale machten den Linksparteien wegen der Stimmenthaltung oder der Ablehnung die größten Vorwürfe. Abg. MenauDel (Soz.) erklärte: Da die wesentliche« direkten Steuer« abgelehnt worden seien, seien die Sozialisten nicht mehr in der Lage, indirekte Steuern zu bewilligen. Briand erklärte darauf: Die Mehrheit fei auseinandergefallen und es zeige sich erst jetzt, daß es genüge, wenn e i n Element sich entziehe, damit alles zufammenstürze. Jetzt müsse eine (late Lage geschaffen werden. Die Stunde fei außerordentlich ernst. Die Regierung wolle bis znm bitteren Ende gehen. Wenn der Entwurf im Senat angenommen, in der Kammer aber nicht angenommen werde, dann werde die Regierung diese Abstimmung so auftassen, daß die Verantwortung von seinen Schullern auf andere übertragen werden solle. Rack dieser Rede, die namentlich
lastendes Material, um dem deutschen Volksbund, der für die kulturellen Interessen der Deutschen in Polen kämpft, a u f l ä f e n zu können. Dieses Vorgehen ist auf die wüste Hetze des Westmartenvereins znrückzuführen, der sich in seiner Propaganda in den heftigsten Schmähungen gegen die Deutschen ergeht. Bisher wurden insgesamt vierzig Deutsche verhaftet, unter ihnen der frühere deutsche Schulrat Dudek in Kattowitz. Tie polnische Presse verlangt, daß Ministerpräsident Skzrvnski in der glc'd^n Weise gegen Deutschland sprechen oll wie Mussolini: sie behauptet der deutsche Bolk^bu-'d fei «ine ^pionagezentrale, die im ______ _____ ue|c
Dienste Berlins steht und Agenten unterhalte.'ich. Da taucht rechts eine Bretterbude auf. Hin-
3n der (Steuertinte.
Jetzt ist Frankreich an der Reihe.
(Eigener Drahlberichi-t
Paris, 16. Februar.
Die Kammer nahm in der Nachtsitzung mit 385 gegen 171 Stimmen den Artikel an, der eine Ausfuhrsteuer von höchstens zwei und wenigstens 0,2 Prozent vorsieht. Angenommen wurde ferner Artikel 22, der die Umsatzsteuer auf 2,5 Prozent festsetzt. Schließlich wurde noch die Einrichtung einer autonomen Amortifationskaffe gutgeheißen, der Mittel der Schuldentilgung dienen sollen. Der Finanzaus- chuß der Kammer hat die Ift^prozentige Besteuerung geschäftlicher Transaktionen abgelehnt.
Gkteilte Äre ihe in oer «ali-Äneuftrie.
Berlin, 16. Februar. (Privat-Telegramm.) Laut Pressenotiz haben die Bergarbeiterverbände den Schiedsspruch für den Kalibergbau, dessen Erklärungsfrist gestern abgelaufen war, angenommen, während ihn die Arbeitgeberverbände abgelehnt haben.