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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 39. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf.

Dienstag, 16. Februar 1926

Einzelnummer 10 Pf. Sonntag« 15 Pf. 16. IahrglMg

Las Publikum macht Front gegen Zkalien.

Inch eine deutsche : nicht und die Ver-

Orlent

Elsaß im

des deutschen selbst stehl, und

Wenn e« zum Moffulkrleg kommt...

Paris, 15. Februar. (Eigener Drahtbcricht.) Rach einer Meldung aus Angora ist es die Ab­sicht des französischen Oberkommiffars de Jou- venel, bei seinen Berhandlungen über die von der Türkei und Frankreich gemeinsam kontrol­lierte Bagdadbahn ein endgültiges Abkom­men für den Kriegsfall zu schließen. Diese Frage ist besonders bedeutungsvoll im Hinblick au einen möglichen Kamps der T ü r k e i mit E n g. land wegen Mofful.

3m Morgenland.

Orientmärchen aus dem ferne« Mofful. Von Paul Laockan-Borken-

Wie der Deutsche Bankbeamtenverein mit teilt, hat der dieses MonatS Re

Alle aus dem Reiche vorliegenden Wochenbe­richte bestätigen die Befferung der Wirtschafts, läge. An Hamburg beträgt die Zunahme der Arbeitslosen nur noch drei bis sechs Prozent gegenüber vierundzwanzig Prozent in der Bor. woche, in Ostpreußen nur noch vier Prozent gegenüber -.chkzehn Prozent der Borwoche, im westfälische« Industriegebiet nur noch fünf Proz.-nt gegenüber zweiundzwanzig Prozent der Vorwoche.

Zn letzter Instanz.

Der Bankbeamtenschiedsspruch verbinlllich. sStgener Drahtbericht.)

Berlin, 15. Februar.

*

. S Sweben geschlossen regen Varw-Warschau

Stockholm, 15. Februar. (Funkdiensts Die gesamte schwedische Peeffe erklärt ohne Partet- unterfchied, die Rücksicht sowohl auf den Völker­bund, wie auf eigene Interessen gebiete, jeder

PariS, 15. Februar.

Neber die Gründe der Reise de Iouvenels nach Angora verlautet: Die türkischen Rationa­

listen fordern die Bezirke Antiocha, Ale­xa n t r e 1 t e und Aleppo als eine Art El­saß-Lothringen und die Regierung von Angora verteilt offen in Antiocha Geld zum Schulbesuch in Konstantinopel. In Aleppo kam es jüngst zu blutigen Zusammenstößen und türkische Truppen operieren in der Nähe dieser Stadt in Koffir. Frankreich müffe darüber eine freie Aussprache herbeiführen. Offiziell lebt man mit der Türkei im Frieden. Es ist aber sicher, daß das Abkommen von Angora un- vollständig ist und zwischen den beiden Ländern peinliche Fragen ungelöst sind. Die tür­kisch-syrische Grenze konnte nicht einmal endgül- hfl von den Parteien feftgelegt werden.

Am Ende der Krise?

Die ArbeitSlosenflut im Schwinde«.

(Prtvai-TeleorowT' >

Berkin, 15. Februar.

Bor leeren Stühlen.

Ein Jtalienerflandal im Breslauer Theater.

(Eigene Drovtmeldung.)

Breslau, 15. Februak.

Bei den gestrigen Aufführungen des italieni­schen LustspielsDer Diener zweier Herren" von Goldoni im Breslauer Theater erhoben sich zahlreiche Zuschauer, um laut zu lärmen und aus den Orchesterlogen heraus wurden sogar Stühle aus die Bühne geworfen. Das war das Zeichen für Parkettbesucher über die Rampe zu klettern, um die Schauspieler mit Gewalt am Weiterspielen zu verhindern. Nunmehr fiel derBorhang und in Begleitung von Polizeibeauucn trat der Spielleiter vor, um die Unruhestifter aufzufordern, ungesäumt das Theater zu verkästen, worauf der größte Teil der Anschauer dos Theater verließ.

daß daher Deutschland, wenn es einmal ausge­nommen ist, überhaupt nicht mehr in der Lage sein wird, fein Aufnahmegesuch zurückzuziehen. Das trifft zweifellos zu. In deutschen unter­richteten Kreisen glaubt man diese Klippe jedoch folgendermaßen umschiffen zu können. Man rech­net darauf, daß vor Beginn der Vollversamm­lung der Völkerbundsrai am Vormittag des 8. März noch einmal eine Sitzung abhalten wird, um die am 11. Februar festgelegte Tagesord­nung der Vollversammlung noch einmal zu überprüfen. Bei dieser Ueberprüfung dürste es sich dann Herausstellen, ob außer dem deut­schen Antrag auf einen ständigen Ratssitz auch noch die Anträge anderer Staaten aus der Tagesordnung bleiben und was wichtiger ist, ob diese anderen Anträge Aussicht haben, angenommen zu werden. Ist das Ergebnis der Ratssitzung ein für Deutschland ungünsti­ges, so hat die deutsche Regierung immer noch die Möglichkeit, in der allerdings sehr kurzen Zett zwischen dem Ende der Ratssitzung unv dem Beginn der Bundesvollversammlung ihr Aufnahmegesuch zurückzuziehen.

Zusammenfasten läßt sich der augenblickliche Stand der Dinge also dahin: der ständige Rats- sttz Deutschlands ist nicht bedroht, ob aber die Bemühungen, durch Schaffung neuer ständiger Raissitze oder gar durch eine Erweiterung des BölkerbundsrateS, tote sie Parts propagiert, den Einfluß Deutschlands zu schwächen, bereit« als völlig erledigt betrachtet werden können, bleibt zweifelhaft. Polen und Frankreich dürs­ten sich vermutlich sehr stark bemühen, ihr Ziel doch noch zu erreichen und so bedürfen diese Vorgänge auch weiterhin ernstester Aufmerksam­keit. Die deutsche Regierung wird zunächst ver­suchen, ihre berechtigten Ansprüche auf die nn- I veränderte Zusammensetzung des Völkerbunds- ' rates mit allen diplomatischen Mitteln inner- 1 halb und außerhalb des Völkerbundes durckzu- setzen. Erst wenn dadurch dar berechtigte Ver- i langen Deutschlands keine Berücksichttgung sin- 1 den sollte, würde eS in eine Ueberprüfung der 1 letzten Reichstags- und KabinettSbeschlüffe mit oller Energie eintreten muffen.

eisen gefunden und anstatt der zuerst gemeldeten achtzig Zentner Pulver nur zehn Kilogramm.

Steuern tun weh.

Finanzminister Donmer in der Minderheit.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 15. Februar.

Bei der Frage der indirekten Steuererhöhung für Kaffee und Salz wurde in der Kammer von der republikanisch-demokratischen Vereinigung erklärt. die Verwaltung der Umsatzsteuer verursache mehr Kosten, als sie einbringe, was Finanzminister Donmer in Abrede stellte. Trotz der Vorstellungen des Abgeordneten L a mourcux und des Finanzministers wurde der betreffende Artikel mit 390 gegen rund 70 Stim­men abgelehnt. Die Erhöhung der Alkohol­steuer wurde an den AuSfchuß zurückverwiesen. Nachmittags wurde die Erhöhung der Steuer tuf Versicherungsbeträge mit 360 gegen 190 Stimmen angenommen. Bei der Besteuerung der Börsenoperationen betonte Finanzminlster Donmer, daß die vorgeschlagene Herauf- fetznng von 0,6 aus 1 pro Mille auf die Börtz von Paris keine schlechte Wirkung haben würde.

- -----^.ember die­

ses Jahres vorsieht, für v e r b i nd l i ch erklärt. Der Schiedsspruch war von den Bankleitungen und von dem freigewerkschaftlichen Angestellten­verband abgelehnt, von den übrigen Arbeitneh­merorganisationen angenommen worden.

auf Snieen liegen

und so ihre Gebete verrichten. Tierleichen von Kamelen,Pferden, Eseln, an betten Hunde herum» »errten und ihren Hunger stillten, lagen längs des Weges und verbreiteten einen pestilenzarti- gen Gestank. Am andern Tage bezeichnet dem Wanderer nur noch das Knochengerüst, welches von der Gluthiye der Sonne schneeweiß gebleicht tst, den Ort wo em Kamel sich zum Sterben hin- gek$t hat. Aus einem feit Jahrhunderten vor- gezeichneten Pfad, einer Karawanenstraße von Mofful nach dem Wangebiet, dieselbe Straße, die etnst Henophon mit seinen zehntausend gezoaeu war, an einem Kreuzungspunkt der Wüste sah ich unzählige Menschenskelette und Gräber lie­gen. steine bezeichnen den Platz der suchenden Wanderer, die hier erschöpft ihr Leben ausbauch- ten. Tas Geschrei und Getöse wurde je mehr wir uns dem Mittelpunkt der Stadt näherten, in dem die Bazare liegen, immer lauter. Bon an­deren Karawanenstraßen, die zahlreich wie die

man mit Recht darmtf Hinweisen, daß die Frage des Ratssitzes ja erst als zweiter Punkt aus der Tagesordnung der Völkerbundsversammlu ig und zwar nach der Erledigung Aufnahmegesuches in den Bund

Site mit Wette.

Die Luftfahrtkonferenz noch nicht abgeschwffen. (Eigene Draytmeldung.)

Berlin, 15. Februar.

Die von «ns am Sonnabend wiedergegebene optimistische Darstellung desBorwätts" Über einen Abschluß der Luftfahrtkonferenz in Paris ist. wie totr hören, noch verfrüht. Schon aus technischen Gründen können die Verhandlungen nicht so rasch vonstatten gehen, daß schon ein Ab fchluß möglich wäre. Die Vereinbarungen kön­nen auch erst dann verwirtticht werden, wenn bei der Botschafter-Konferenz die bisher vergebens erstrebte Freigabe der deutchrn Lustfahtt erreicht ein wird

i«l. Die Zerberushölle. Karawane» aas der H-avtstrahe. - Die Stadt der Gräber. - Der malerisch« Bazar. Aus dem Dach der Orient­villa. Bunt« Abrabtränme.

Mit Untergang der Sonne langten wir vor den Toren Mossuls an. Inmitten von Grabstei­nen wurde Hall gemacht. Die Kamele wurden ihrer Traglast entledigt,Zelte aufgeschlagen, Feu­er angezündet, um das Nachtmahl zu bereiten. UebcraH herrschte geschäftige Tätigkeit. Areko und Beduinen tarnen ins Lager,um ihre Erzeug­nisse wie Wassermelonen, Weintrauben usto. an den Mann zu bringen. »Busbeki, kalt wie Eis", rufen die Wasserverkäufer. In der Ferne sahen wir den Tigris, dessen Wasser, vom brennendsten Pupurrot der untergehenden Sonne übergossen und sich in grauen Nebeln verlieren. Das Rot der Sonne ging allmählich in ein leuchtendes Orange über, daß schließlich einem geisterhaften Kau Platz macht. Der Lärm der aus Mos- unfer Lager drang, verstummt. Jetzt ist die Sonne zum Teil hinter der Wüste unterge­taucht, man sieht nur noch die Hälfte der roten Scheibe. Ihre Strahlen sind noch kräftig genug um unfere Schatten zu zeichnen, die wie lange Streifen auf die Ebene fallen. Eine große Äa- melstute ist allein unter den liegenden Tieren sichen geblieben, hebt sich mit ihren Umrissen, dir tote mit Gold eingefaßt scheinen, von der Ebene ab und stößt einen

Er kann auch anders.

Muffolini zerstreut Oesterreichs Furcht.

(Eigene Dral'tmelbuna.)

Wien, 15. Februar.

Laut Pressenotiz gab der italienische Gesandte beim österreichischen Bundeskanzler im Namen der italienischen Regierung eine Reihe Erklä­rungen ab, wobei er betonte, daß von irgend welchen aggressiven Absichten Italiens Oester­reich .gegenüber keine Rede fei. Die italienische Regierung werde, wie das Blatt erfährt, von der praktifchen Durchführung der in der letzten Zeit viel erörterten beiden Verord­nungen absehen, und zwar der Verordnung be­treffend den Handel im Südtiroler Grenz­gebiet und betreffend die rücksichtslose Aber­kennung der italicnitdien Staatsbürgerschaft.

Sin Griff ins...Leere.

Rom, 15. Februar. (Eigene Drabtmeldung.) Ein Blatt stellt wegen der angeblichen Waffen­funde in L a f rn u n fest, daß niemals bayerische Emiffäre in Lafnmn gewesen seien, um Was-

Auf der Wacht.

Wir lassen uns nicht in Genf ausschalten.

Die Völkerbundgewaltigen sind vo-läusig den Bemühungen Polens, Spaniens und Bra­siliens, gleichzeitig mit Deutschland einen stän­digen Ratsitz zu erhalten in der letzten Rats­sitzung ausgewichen, da die Vertreter der Rats- ftaaten nicht die erforderlichen Instruktionen besaßen. Wesentlich günstiger wird die Lage offenbar in der Berliner Wilhelmstraße beur­teilt. Die »Tägliche Rundschau", die ja dem Außenminister sehr nahesteht, kommt in einem Kommentar zu der Nachricht über die Tagung des Völkerbundsrates zu dem Schluß, daß keine Anhaltspunkte für die Annahme vorlägen, da neben dem Aufnahmegesuch Deutschlands und neben der Zuteilung eines Ratssttzes an Deutsch­land auf der Völkerbundtagung im März noch andere Fragen dieser Art behandelt werden sollen. Das Blatt «laubt, daß die Bedenken, sie durch die Bestrebungen Polens und anderer Staaten hervorgerufen worden sind, wohl als erledigt betrachtet werden können. Hier wird auch die Anschauung vertreten, daß Polen für die Erlangung eines ständigen Ratsitzes wohl Zusagen erhalten habe, die sich .auf zwei PersönlichkeitenZ, gemeint ist offenbar Van­der v e Ide und Briand, beschränkt zu haben und auch nicht bindender Natur gewesen zu fein schienen. Dann aber heißt es weiter: Deutsch­land würde ein solches Vorgehen als illoyal betrachten. Eine Vermehrung der Ratssitze würde die ganze Verhandlungen auf eine neue Grundlage stellen und für Deutschland eine neue Situation schaffen. Weiter wird be­merkt, daß Deutschland jederzeit die Möglichkeit hätte, den Völkerbundsrat zu ersuchen, den deutschen Aufnahmeantrag nickt weiter zu leiten, wenn Gewißheit darüber besteht, daß durch Schaffung neuer Ratsfitze ein illoyales Verfahren gegen Deutschland eingefchlagen wer­den soll."

Ei» derartiger Schritt dürste nach unseren Informationen jedoch erst in Frage kommen, wenn auf der M ä r z t a g u u g des Völkerbun­des die Entscheidung gegen Deutschlands berech­tigte Wünsche auszufallen droht. Run könnte

Erweiterung des BölkerbundsratS über die Auf- nähme Deutschlands hinaus unerbittlichen Widerstand entgcgenzusetzeu.

Wohnungen und Brot.

Minister Brauns und das Katholikenprogramm.

(Privat-Teiegramm.)

Berlin, 15. Februar.

Bei einer Kundgebung deS Katholischen Bolksvrreins im Reichstag, an der auch Weih- bifchof Dr. Deitmer, Justizminister Dr. Marx, Dr. StegerwÄd usw. teilnahmen führte Reiche arbettsminister Dr. Brauns u. a. aus. daß eine Aufhebung der Wvhnungs-waugSwinschaft erst dann möglich sein werde, wenn das vorhandene Wohuungselend beseitigt sei. Um der Woh­nungsnot zu begegnen, bedürfe es des Kapitals. Es handele sich um die Frage, ob man einen olchen Realkredit von fünfzig bis sechzig Mil­lionen Mark zur Verfügung stellen könne und tooue. Wohnungsbau fei immer produktiv. Um einer erneuten Inflation vorzudeugeu, fei der

den am 3.

, 4, der den f bis zum 28. Februar 1927 ine Gehallsfestfetzuug, wie eine

langen, melancholischen Schrei

gegen die in aller Herrlichkeit untergehende Son­ne aus. Dann kommt die friedliche Stunde, zu welchen die Karawanenführer sich gravitätisch zu uns setzen, um vor dem Schlafengehen beim weißen Mondschein zu plaudern und zu rauchen. Dämmerung hatte sich über unS ausgebreitet, inan unterscheitet nur noch den weiten, schwarzen Kreis der großen Unendlichkeit, in der unsere Nachtfeuer sich zu knisternden Flammen entzün­den ... Der kommende Tag fand uns beim Mor- gengrauen wach. Tie Sonne brannte schon ziemlich kräftig vom hellblauen Himmel. Nach­dem das FrühmaP eingenommen war. machten w,r einen Antrittsbesuch bei dem Heimarkan, dem Landpfleger des VilajelS Mossnl. Unser Weg führte durch enge, winklige Gaffen, in denen der Unrat knochelhoch lag. Rudel von Hunden zwanzig bis dreißig Stuck, die von dem Unrat leben, beherrfcken hier die Gassen, in denen übel­riechender Gestank unS das Atmen erschwert. Zähnefletschend knurren sie uns an. ES ging an verfallenen Häusern, Minaretts, der katholischen Kirche vorbei, alles machte den verwahrlostesten Eindruck. Unter einen großen Torbogen durch kamen Wir auf einer der Hauptstraßen von Mos- fuL Hier umfing uns ein betäubender Lärm

Karavanen zogen staubaufwirbelnd

mit uns des WegeS und kamen uns entgegen. Ganz Mossul war von einer dickten Staubwolke liugehüllt. Verschleierte Araberinnen trugen tönerne Wasserkrüge oder mit Wasser gefüllte Sier bälge und sahen den Fremdling mit naiver Zudringlichkeit aus dunklen Augen an. Der Lärm wuroe immer größer. Halbverhungerte und verlumpte Gestalten lungerten umher, säu­berten sich von Ungeziefer, Ähifcer schrien uns um Backschisch (Geschenk) an, während vom nahen Minarett ein alter Mohamedaner, mit langem, grauweißen Bart feinFnschallah. Allo akba ke- rim", mit laut erhobener, volltönender Stimme ertönen ließ und nachdem mit einem ganz eigen­artigen Pathos eine seltsame Weise anstimmte. Zwischen den Grabsteinen, die ganz Mossul als einen einzigen Friedhos umgeben, auf den Weg- citen, auf Dächern, überall sah man Moharne- xrner

Wenn es billiger werden soll.

Pari«, 15. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Der Generalsekretär deS Arbeiterverbandes for- berte gestern in einem Vortrag für die Finanz- reform Lösungen, die den bevorrechtigten gu­ter effen Abbruch tun. Jouhaux trat dann für Maßnahmen internationaler Art, besonders für die internationale Verteilung der Roh­stoffe und für Einberufung einer internatio­nalen Wirtschaftskonferenz zwecks Prüfung eines organifcheu Wirtschastsfiatuts für die Welt em. Rur wirtschaftliche Abmachungen zwischen den Völkern, sagte Jouhaux, würden die Verteuerung der Lebenshaltung ver­hindern und den Frieden festigen.

Sprachinsel befinde fick dort

Haftungen der oplizeilichen Nachforschungen nach Waffen seien ein schwerer politischer Irrtum gewesen. Man fjabc nur unbrauchbares Alt-

Die Folgen des Friedens von Angora «itgene Drabtmeldung.)