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irfer, welche keinerlei Not litten, tffltlmäßta
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Lebensmitteln versorgt. Tie Des"' nun befreiten Schisse sind g c f u n b,
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wieder fortzunehmen. Je größer der Rat sei, desto schwerer werde eine Einstimmigkeit. Em Genfer Berichterstatter meldet: Deutschland werde zweifellos im März das einzige neue Mitglied im Völkerbundsrat sein, trotz der heroischen Anstrengungen Polens, Spaniens und Brasiliens. Der s p a n i s ch e Vertreter beteuert. er werde für Deutschland stimmen, ohne Rücksicht auf die Entscheidung betr. Spanien.
mitzuteilen, in welchem Zeitpunkt die Zurückziehung der Kontrollkommission möglich sein würde, falls Ungarn in der Zwischenzeit die alliierten Forderungen erfüllt habe. Die klei- neren Allicrten seien nicht für ein festes Datum
Punkte verzeichnet sind, mit denen Ungarn noch in Erfüllung der Abrüstungsklansel des Vertrages von Trianon im Rückstand sei. Die un-
Kräfte rege und gerade die wird jetzt der Tummelvlatz Rehabilitierung und Erstar- Machtvertetlung auf dem
Wie man Ungarn preßt.
Die Gcgcnrechnung: Zieht die Schnüffler zurück!
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 13. Februar.
Die alliierten Hauptmächte lieben in Budapest eine Kollettivnote überreif», worin die
Halb Europa gegen Frankrelch-po!en.
London, 13. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Genfer Korrespondent versichert, daß Schweden in voller Uebereinstimmung mit
Run ist der hvsterische Enkel der Cäsaren zwar wieder mit seiner Trikolore in die Lombardei statt gen München oder Wien hinabgestiegen und die Amtsakien über diesen Fall Mussolini sind geschlossen, auch sür uns Presseanwälte, mit denen sich ja der große Faschistenbäuttling und ehemalige Kollege vom Bau weidlich gc-- katzbalgt hat. Nur dreierlei haben wir in den Akten des Großinquisitors noch nachzutragen: Einmal, daß Europa, der Völkerbund zumal, vor dem .napoleonischen Jahr 1926" gewarnt ist. Zum andern, daß wir dem italienischen Volk, dessen Land wir immer mit der Seele suchen werden, auch weiter in ehrlicher Sympathie zugetan sind, weil es nur zum kleineren Teil von seinem Napoleönchen vertreten wird. Unermüdlich aber werden wir, da uns ja kein Faschistenmaulkorb plagt, aui der Wacht für die bedrängten und bedrückten Brüder in Tirol wie in der ganzen Welt Reben. Prelle. Parlament und Minister. Wenn dabei zuweilen übers Ziel acschossen wird: Sei's drum! Aber den Herren am Tiber, an der Seine, Themse und am Genfer See soll es in den Ohren gellen, wenn einem der von uns Gerissenen auch nur ein Haar gekrümmt wird, da uns sonst kein anderes Mittel für ihren Schutz zur Verfügung
Endlich befrei«!
Sowjeteisbrecher bringe« die letzten Schiffe heim (Eigener Drahtbertcht)
Leningrad, 13. Februar.
Die auS Leningrad ausgelaufenen Dampfer sind nunmehr sämtlich eisfrei gemacht Tie letzten Dampfer werden zurzeit von Eisbrecksern in den Hafen gebracht. Heute ist der deutsche Dampfer „Johannes Maersk" bei Sturm eingelausen. Laut Erklärungen der Kapitäne haben die Sow frteisbrecher die im Eise eingeschloffenen Dam-
Eine« schickt sich nick« für alle
Wird Deutschland allein in Genf einziehen. lEigene Drahtmeldung.)
London. 13. Februar.
Fast sämtliche Blätter erklären sich entschieden gegen Zuteilung neuer RatSsitze. Ein Blatt dagegen meint, es spreche viel dafür, sowohl Deutschland als auch Polen^tändig im Rate vertreten zu sehen, da deutsch- polnische Streitigkeiten oft ausbrechen würden. Ein anderes Blatt betont: Es würde verhängnisvoll für das Ansehen des Völkerbundes fein, wenn das deutsche Volk den Verdacht fassen würde, dass seine früheren Feinde, als fie es zum Eintritt in den Völkerbund aufforderten, nur die Absicht hatten, für alle Zeit den Vorteil, der Deutschland aus seinem Sitz im Rate erwachse,
Umwälzung im Völkerbund
Mehr Sitze. — Reue Besetzung. — Und doch geschwächt
(Eigene Drahtmeldung.)
Genf, 13. Februar.
Schon auf der Lorarnokonserenz hatte Polen erklärt, es müsse bei der Behandlung von Fragen, die es besonders interessieren, sich in der gleichen Lage befinden wie Deutschland und dürfe nicht in eine inferiore Stellung gebracht werden. Seine geographische Lage zwi- chen zwei Großmächten mache es notwendig, daß seine Stimme im Rat bei der Behandlung der wichtigsten Probleme jederzeit gehört werden müsse. B r l a n d und Chamberlain haben kürzlich in Paris diese Frage ebenfalls berührt. Bus dem zwischen de» Kabinetten gepflogenen Meinungsaustausch ging klar hervor, daß Spanien und Brasilien nur dann für die Einräunning eines ständigen Rat- fiues an Polen zu haben sind, wennsiefelbst einen solchen erhalten. Dadurch wurde das qe- suntte Problem der Verteilung der Rar- i tz e und eines eventuellen Turnus in der Be- etzung der nichtständigen Ratssitze aufgerollt. Seine Behandlung durch die Bölkerbundver- sammlnng am 8. März ist dadurch zu einer politischen Notwendigkeit geworden In Genf weist man insbesondere auf zwei Punkte hin: 1. Die Tatsache, daß die Verstärkung deS Völkerbundes auch eine gewisse Umwandlung des Rates mit sich bringen und daß der seit Jahren angestrebte Turnus bei der Besetzung der sechs nichtständigen Ratssttze zur Tatsache werden sollte und 2. befürchtet man, daß durch d,r Schaffung einiger neuer ständiger Ratssitze neben dem Deutschland zugestandenen, dtttz Gleichgewicht im Rate erschüttert und seine Aktionsfähigkeit beeinträchtigen würde.
Der 8 Mürz: Lin weltgeschichtlicher Tag
Genf, 13. Februar Wegen einer Vermehrung der ständigen Ratssttze sprechen fich vor allem die englischen, skandinavischen sowie die holländischen "Kreise aus. Professor S t r u y p - k e n (Holland) hat sich schon vor Fahren energisch gegen jede weitere Erhöhung ausgesprochen. Auch Bundesrat Motta hat gewisse Bedenken geltend gemacht. Die Sitze können nur vom Rat einstimmig und mit Stimmenmehrheit der Völkerbundsversammlung vermehrt Werden. Es ist anzunehmen, daß bis dahin zwi- schon den besonders interessierten europäischen und sndamerikanischen Kabinetten die Lage geklärt sein dürste Dahingehende Anträge stehen aus der Tagesordnung am 8. März.
Konttnent und . . . schwerer Erschütterungen bis in seine Grundfesten sein. Noch ist ein Ausgang der Pariser Ränkespiele um die militärische, diplomatische und wirtschaftliche Vormacht in Europa an der Spitze willfähriger Kreaturen nicht abzusehen. Für uns kann es sich vorerst nur darum handeln, den uns zugesagten Rats- sitz unter allen Umständen zu erzwingen, wenn natürlich die Gefahr einer völligen deutschenglischen Ausschaltung im Völkerrat durch die eingeschmuggelte Franzosenkilque uns ebenso Wenig gleichgültig bleiben kann wie den Vettern an der Themse. Denn steht für jene auch die Weltgeltung auf dem Spiel (und daS ist John Bulls sterblicher Punkt), so dulden unsere Anliegen doch um so weniger einen Aufschub: Kriegsschuldschmach, Koloniallüge, Be- satznngSfron, Abrüstungsschwindel, Dawes- und Versaillerfetten, wie lange noch soll uns das Tantalusschicksal aufgebürdet, wie lange noch eine der lebens- und leistungsfähigsten Rassen als Paria unter den Völkern Kärrnerdienste sür fremde Usurpatoren tun? F. R.
Dürfen wir wieder fliegen?
Vor einem Abkommen. — Keine Militärstieger. (Privat-Telegramm.)
Berlin, 13. Februar.
Der Vorwärts weiß aus Paris zu melden, daß die Luftfahrt-Verhandlungen sich dem Ab- chluß näherten. Die Botschafterkonserenz sei zur E r f ü l l u n g der deutschen Forderungen grundsätzlich bereit. Sic habe jedoch ihre endgültige Zustimmung zu der verlangten Aufhebung der sogenannten Begriffsbestimmung von einer Reihe vonGarantiengegenmi- litärische Verwendung der deutschen Luftfahrzeuge abhängig gemacht. Ueber diese Frage sei es nunmehr zu einer Einigung gekommen und die beiden Berhandluugsdelega- tionen feien augenblicklich mit der Formulierung des endgültigen Abkommens beschäftigt.
Läßt Siwlanb ffch's gefallen ?
Wie Frankreich die Genfer Stühle verteil« (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 13. Februar.
Der Genfer Berichterstatter Jules Sauerwein oll festgestellt haben, daß der Völkerbundsrat auf alle Fälle gezwungen sei, die Zahl seiner Mitglieder vonzehnaufvierzehuzuer- höhen Unter diesen Umständen werde die Zahl der ständigen Mitglieder von vier auf ieben gebracht, und zwar durch die Wahl Deutschlands, Spaniens und Polens, auf acht, wenn auch Belgien zugelaffen wird. In letzterem Falle wurden sechs Sitze, die nicht ständig sind, zur Verteilung kommen, drei von ihnen würden Lateinamerika zusallen. Was die drei übriggebliebenen anbetreffe, so würde einet einem skandinavischen Staat, der andere der kleinen Entente und der letzte einem asiatischen Staate übertragen werden. Sauerwein fragt selbst, ob nicht England Bedenken haben werde, zu gleicher Zeit Polen und Belgien, die mit Frankreich alliiert sind, und Spanien, das in der Marokkoangelegenheit mit Frankreich assoziiert ist, je einen ständigen Sitz zu übertragen.
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Frankreich will den Völkerbund im eigenen Interesse vergrößern.
Großbritannien gegen jede Vermehrung der ständigen Ratssitze stimmen werde. Schweden vv„ _________ _____________ ______
werde aber von den skandinavischen Ländern ^tirifdie Regierung habe die Alliierten ersucht, und ebenso auch von Holland unterstützt' • • " • " **-*-- — *-•- ~
werden. Auch die Kleine Entente sei nicht dafür.
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Lichte und trübe Ausblicke in die Gegenwart. ;
Wohl selten hat ein Ministerdebut und eine i programmatische Jungfernrede Reichstag und i Voll so im Sturm gewonnen wie Rein- > holds kühner und verheißungsvoller Finanz- j entwurf. Und in der Tat: Der sächsische Haus- । Haltkünstler, der sein Ländchen innerhalb Iah- , reSfrist aus dem tiefsten Finanzfumps zog, hat auch auf dem verdorrenden, vetwuchenen, aus- gepreßten Wirtschaftsacker des Reiches seine tiefen Furchen mit einer Energie und Sachkenntnis gezogen, daß selbst die ältesten Praktiker und spitzfindigsten Parteitheoretiker über die junge Fruhjahrssaat des Steuerabbaus und die Blütenträume vom Wiederaufstieg nicht den Rauhreif des Zweifels und der Verneinung auszustreuen wagen. Unter der kalten Dusche wachsender Gegenwartsnöte sollten nun auch die unentwegtesten Phantasten und unheilbaren Hitzköpfe sich erstmal zur P r o b e a u f s E! e m- pel bereit finden, ob der demokratischen Le- benSesseitz tatsächlich die verjüngende Heilkraft innewohnt. Denn wenn es im Augenblick auch eine erlösende Tat ist, für die gestrichenen Steuermillionen in der Hauptsache die ersparten Reichsüberschüfle einzusetzen, so wird sich diese immerhin billig erkaufte Popularität doch erst im Fahre 1927 stichhaltig erweisen. Denn dann wird lein Reservefonds vorhanden fein, um das große Finanzloch zu stopfen. Dann muffen sich Wirtschaftslage und Einnahmequellen so stark gehoben und Ausgabekasten so enorm gesenkt haben, daß ein besonderer Betriebsmittelfonds nicht mehr vonnöten ist.
Uebertassen wir jedoch das Horoskopstellen den Astrologen und Okkultisten. Wir wissen heute nur eins: Ueber zwei Millionen deutscher Fäuste und Hirne fallen heute für den Produk- ttansprozetz aus, und die gleiche Anzahl Kurzarbeiter muß mit ihnen und Millionen andrer Vollsgenoffen darden. Wir dürfen also in erster Linie verlangen, daß der große Steuerabbau nicht bloß Industrie und Großhandel zu- ?ttte kommt, sondern daß uns der neue Finanz- erfuleä auch das zweite Titanenwerk, die saft legendär gewordene und von ihm nur zaghaft angedeutete Preissenkung in die Tat umsetzt. Denn wenn die Kauflrast der breiten Massen nicht erhöht, der Jnnenmarkt nicht kräftig angekurbelt und der Arbeitslosenstrom nicht wieder in die Werke und Kontore zurückgeleitet wird, dann wird der ganzen Aktion der Makel eines .Geschenkes an die Industrie* anhaften, dann werden die Arbeitslosen neue Millionen verschlingen .ganz abgesehen von dem bleckenden Reparationsracheu, und Herr Reinhold wird eines Tages aus irgend einem Sackbahnhof wie alle seine Vorgänger als toter Ballast ausgeladen. Jedenfalls steht das Sternbild des neuen Finanzalchimisten günstig „zum Gruß der Planeten". Denn tatsächlich scheint die Wirtschaftskurve ihren tiefsten Stand erreicht zu haben (so trösten uns wenigstens die Handelskammern) die Arbeitslosenwelle flutet leicht zurück und wie... schwaches Vorfrühlingswehen spielt es um die toten Essen, Schlote, Masten und Riesenleiber von Handel und Verkehr.
Nicht so lind und lieblich war der Föhn, den jüngst der finstere Dämon Italiens vom Brenner herab in die glücklosen Fluren Südtirols und die weiten deutschen Lande niederblies.
Der König zieht ein.
Prunkvolle Eröffnung des englischen Parlament» Gau, Loudau nur cen «einen. — Als der Steve» wich. - Ein prunkendes Schauspiel. - Die goldene Staatskarosse rollt vorüber. — Lords und Ladies in Gala. — Es innfelt und «leiht. — An den Stufen des Thrones. — Die Marchenkroue der Königin. — König Georg lieft.
• London, im Februar.
Die ganze Mall entlang vom Schloß her, bis die Route im Torbogen der Horse GuardH ver. schwand, stand die dichte Menge von zehn bis zwölf Rethen hintereinander, und noch immer wogte es, aus allen Zugängen herbeistromend, hin und her. Dort, wo die hohe Säule bei Denkmals des Herzogs von Dort am Südrande des Waterloo-Platzes zweihundert Fuß über der Carlton House Terrace in die Luft ragt, waren die breiten endlosen Stufen der zur Mall hinabführenden Duke os Dorfs Steps wie in einem klassischen Amphitheater von einer bunt- artigen Menge besetzt. Daneben flatterte über dem alten' Prussia House die F l a g g e des Deutschen Reichs. Die Ballustrade • seiner großen Terrasse war nach der Mall zu mit einem breiten scharlachroten, unten zum Zeichen der Landestrauer mit violetten Streifen eingefaßten Tuches behängt. Von dem Park aus gesehen bot dieser Teil der Carlton House Terrace, die Deutsche Botschaft, den schönsten, wirkungsvollsten Anblick. Die letzten Schwaden schwinden, und die Sonne beginnt durchzubrechen. Schnell wieder erftervenbe Cheers tönen von unten heraus. Von einer kleinen Abteilung von Leibgardereitern eskortiert, rollt im starken Trabe eine Gala-Equi- Page vorüber, leider geschlossen, «ine schimmernde
Vision von Scharlach und Gold.
Der Herzog von Work eilt seinen Eltern voraus. Der Prinz von Wales blieb wegen eines schweren Jagdsturzes daheim. Eine Kapelle der Gardegrenadiere zieht heran und nimmt gerade vor uns an der Biegung nach den Horse- guards Ausstellung. Eine Reitemruppe auf edelsten Pferden naht sich: der Kommandeur der Truppenausstellung reitet nach dem Schloß zu langsam vorüber Die Sonne bricht vollends durch. Vom Palast her tönen gedämpfte, sich sortpflanzende Cheers. Da kommen sie. Voraus der Kommandeur der Polizei mit kleinem Stabe. Dann der Kommandierende der Truppen. Wie im Felde eine Spitze von Leibgardereitern. Im weiten Abstande ein Verbindungsmann: dann der Rest der Schwadron. Ein sch^' ner Anblick. Dann folgen fünf Vierspänner in glänzender Aufmachung. Die schonen Pferde werden zu beiden Seiten von Reitknechten geführt. Alles wieder in Scharlach und Gold. Das Musikkorps der Garde vor uns hebt die Instrumente. Die N a t i o n a lhh mut ertönt, die Menge entblößt die Häupter, Taschentücher wehen. Im langsamen Schritt naht sich ein Gefährt wie aus einem Marchenbilde. Der große goldene Staatswagen wird von acht edelsten Pferden gezogen. Er hat die Gestalt einer großen goldenen Krone, bie sich mit ihren künstlerisch getounbenen Reifen um kristallklare Glaswände ranken. Man kann völlig deutlich erkennen, das sich immer wieder nach beiden Seiten verneigende Königspaar. Der
König fährt mit entblößtem Haupte.
Die Deoman Garde mit ihren Hellebarden alter Tracht zu beiden Seiten und in kleiner Abteilung folgend. Stallmeister kotoyierend. Eine Schwadron Gardereiter vor und hinter dem Wagen. Im Ob er hause hat sich inzwischen die distinguierte Verfammlung der berechtigten Herren und Damen eingefunden. Die Peers in ihren glänzenden Roben, Scharlach mit Hermelin, würden die Damen in den Schatten gestellt haben, denn diese waren unter dem noch ; geltenden Banne der Halbtrauer in
Schwarz oder Grau gekleidet, und wo ein Weiß aufleuchtete, war es das Hermelin eines kostbaren Mantels Aber was bie Tarnen nicht an ihren Roben und Umhängen zeigen konnten, hatten sie durch der Juwelen und Per. len Pracht ersetzt, die sich schimmernd, blendend von den Gewändern erst recht abhob. Alles, was im Besitz war, wurde hier sicher zur Geltung gebracht. Besitzerinnen von eigentlich unmöglichen Tiaras saßen wie unter einem Meer oon Licht Die Marquesa Merrv bei Val scheint eine besondere Perlensrenndin zu fein. Ihr Corsage war mit kostbarsten Perlen buchstäblich dickt besetzt und ihr Coronet zeigte ebenfalls Perlen von großer Schönheit. Die größte, fast blendende Diamantenpracht trug bie Marquise von Sonbonbcrrfl
-u einer schwarzen Samtrobe. Die Lords des Obersten Apellatioushoses waren in Schwarz
steht.
Kampf hält die des Geistes Gens unserer nationalen kung, einer neuen
Sonntag, 14. Februar 1926
Rümmer 38. Einzelnummer IN Ps^ Sonntags 15 Pf.
Einzelnummer 10 $f„ Sonntags 15 Pf. 1 6. Jahrgang
Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Die Kasseler Neuesten Nachrichten eriäelnen wSchentllch f'*.5®“? .nc^’51Ua®8* Der Abonnementsvreis betragt für den Monat 2.— X bei Weier Zustellung ins Haus, in der Geschäftsstelle abaeholt 1.80 Durch die Post monatlich 2.-X ausschließlich Zustellungsgebübr. Verlag und Redaktion Swlachthosktratze 2»M. Fernsprecher 951 und 952. Für unverlangt eingesandte Beitrage kann die Re- daktion eine Verantwortung ober Gewähr in keinem Dalle übernehmen. .Ruck- Zahlung des Bezugsaeldes oder Ansvrüche wegen etwaiger nickt oronungsmatztger Lieferung «ist ausgeschlossen. Postscheckkonto Frankfurt am Main Nummer 6380.
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