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Kasseler Neueste Nachrichten

-» Hessische Abendzeitung

Nummer 35.| Einzelnummer 10Pf, Sonntags 15 Pf.

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Kasseler Abendzeitung .

Donnerstag, 11. Februar 1926 ai»«,»»«m« >» M. -»»»>»,- u>»I. t S^Ia^rgang

Ser große Mgkamps Sltcfemann-HlufWi

«

Tischitscherin sagt zu.

Moskau, 10. Februar.

Stimmen von der Kammer abgelehnt.

bieten und zum Boykott Deutschlands aussi dern werde. Ach halte es für ein u n m o liches Vorgehen, die von der Regierung ge- mißbilligte Bewegung unverantwortlicher Kreise

Der Bölkerbundssekretär hat das Bolkskom miffariat um seine Vorschläge bezüglich der Ler

Sämtliche Blätter stellen die einmütige Ab­wehr fest, zu der sich gestern im Reichstag das deutsche Volk gegen M u s s o l i n i s D r o h u n- gcn zusammcngrfundcn hat. Ein Rcchtsblatt crNärt, daß im großen und ganzen ein Ton ge- troffen worden ist, der als würdig und wirksam bezeichnet werden kann. Das Blatt begrüßt es ferner, daß der deutschnationale Redner sich auch durch die von Mussolini provozierte gegen­wärtige Verstimmung den Blick nicht dafür trü­ben ließ, daß die großen Linien der deut­schen und der italienischen Politik zu­sammenlaufen müssen. Ein zweites Blatt bezeichnet als Ergebnis, daß das deutsche Volk einmütig an dem Zusammenhang mit seinen Brüdern jenseits der Grenzen festhält, daß wei­ter niemand in Deutschland Feindschaft mit dem italienischen Volke wünscht. Auch Strefe- manns Organ betont, daß die Drohrede Mnsso- - ' -------' - i des

deutschen Volkes mit den Deutschen in Südtirol nur noch verstärkt hat. Auch die anschließende

vereinzelt einmal einen e. Wer das noch über sich

Aber keine Abrüstungskonferenz in der Schweiz. (Durch Funkspruch.»

Amerika gegen das Säbelgeraffel.

(Durch Funkspruch )

Newyork. 10. Februar.

sich gestern dem faschistischen Diktator mora­lisch und intellektuell überlegen ge­zeigt. Deutschland kämpft gegen Muflolini, aber für Italien und für den Frieden einen guten Kampf und hat Aussicht, zu gewinnen.

Die Stimme Deutschlands werde ebenso viel Gewicht haben wie die Stimme Frankreichs oder Englands. I» diesem Umstand sei sogar die Möglichkeit für einen Schiedsspruch des Völkerbundes enthalten, wenn auch nie­mand eine solche Möglichkeit ins Auge zu fassen wünsche, sondern es vorziehe, daß der Voller­bund in einen neuen Lebensabschnitt hinein gehe und größere Lebenskraft erlange.

Die moralische Abfuhr.

Wie Strcsemann dem Diktator heimleuchtete. (Privat-Telegramui.) ,

Berlin, 10. Februar.

mit dem

Bruch internationaler handelspolitischer m Abmachungen beantworten

istlich aufgepeitscht,

Solle beiaus dürfen sie ja gerade nicht! D. Red.)

-ss. fte. Wenn die Strenge Italiens in Südtirol in der

' - ' ' **> das da-

Glücklich schloß sich an Stresemanns Mani­fest die Erklärung der Regierungsparteien an, die nochmals unterstrich, daß das Recht, offen und frei seine Meinung zu sagen, das Recht der Sympathie für den deutschen Stamm in Südtirol, daß dieses Recht sich das deutsche Volk

Debatte habe eine

Einheitsfront der Abwehr gezeigt. Im Zentrumsblatt heißt es: Am glei­chen Tage, an dem Musiolini seine Brandrede vom Stapel ließ, beschloß das deutsche Reichs­kabinett einmütig, den Beitritt Deutschlands in den V ö l k e r b u n d sofort zu vollziehen, und diese Locarno- und Völkerbundspolitik wird Deutschland fortsetzen trotz Mussolini. Trotz allem empfindet das deutsche Volk für Italien ein hohes Matz von Sympathie. Ein Demokratenblait hebt hervor, daß Dr. Stre- semann der Hemmungslosigkeit Mussolinis die klare, einfache Sprache der Tatsachen entgegensetzte. DerVorwärts" nennt die Rede des Reichsäutzenministers klug und geschickt und sagt: Der Außenminister Deutschlands hat

Das ist öikWahrsteit!

Dtresemann hängt die Muffoliniredc tiefer.

Die Reichstagstttbitne« waren gestern dicht be­lebt, auch die Divlomatenloge, in der tt. a. der engliiSe Boiickmstcr L er dd'A b et uo nnnb der österreichische Gesandte Dr. Sr«»k m be- merken waren. Ans der Tagesordnnng Reuen die Interpellation der DentlcknaUonalen über die Bedrückung der deutschen «"»Ire. rnna Südtirols und die Jntervellation der Regierungsparteien wegen der jüngsten Mustolim-Acde. - ReiSsaubenminifter Dr. Streiemann nab« sogleich in den loigenoen Ausführungen das Wort:

Die Aussührungeu des italienischen wltnu sterprÄsidenten in der Sonnabendsitzung der italienischen Kammer greifen tief in das Ver­hältnis Italiens zu Deutschland ein. Die deutsche Reichsregierung muß- es ablehnen, der mehr auf Massenversammlungen als auf die Aussprache mit anderen Nationen berechneten Tonart des italienischen Ministerprastdenten zu folgen. Die Tatsache, daß Sudtirol Italien -ugesxrochen ist, wird von uns anerkannt. Diese politische Rechtslage erschöpft aber Nicht die Gesamtsituation.

Es gibt nicht nur ein internationnleS Recht, sondern auch eine internationale Moral. Im Gegensatz zu den Zusicherungen des italie­nischen Königs hat das faschistische Regime eine bewußte Jtalienisierung und Ent- deut sch uu g Südtirols vorgenommen. In München ist von einigen Privaileuten eine Be­wegung zum Boykott Italiens eingelei- let worden. Hinter dieser Bewegung stehen weder die bayerische Regierung noch deutsche amtliche Stellen. Diese Privatbewegung har den italienischen Ministerpräsidenten veranlaßt, dem deutschen Botschafter zu erklären, daß er amtlich die E i n su h r deutscher Waren ver­bieten und rum Boykott Deutschlands aussor-

zu wollen. Auf solcher Basis ist ein internatio­nales Zusammenleben nicht möglich. (Ber- lall). Wir haben den Wunsch, daß unseren und Oesterreichs Wünschen, die auf dem Selbstbe- timmungsrecht der Völker beruhen, nicht in die Ewigkeit hinein die Hindernisse entgegengesetzt werden, die wir seit 1919 erfahren Haven. Wir könnend er deutschen Presse nicht v er bie­ten, Sympathie zu empfinden und einzutreten für ein Land und Volk, das seit vielen Jahr­hunderten deutsch gewesen ist und der deutschen Kulturgemeinschaft weiter angehört. Wenn Herr Mussolini meint, diese veränderte Haltung der deutschen Presse sei auf einen Befehl der deutschen Regierung zurückzuführen, so vergißt er, daß man in -Berlin nicht wie in Rom bte Freiheit der Presse willkürlich beschränken kann. (Sehr gut). Derartige Drohungen wie die Mussolinis sind mit dem Geiste deS Völkerbundes schlechthin unvereinbar. Unver­einbar mit ihm tst der ganze Ton, die

Ueberhebung tmy Maßlosigkeit von Mus­solinis Ausführungen, die kein Ausdrucki innerer Kraft zu fein braucht.

(Lebhafte Zustimmung.) Was Mussolini über Walther von der Vogelweide sagte, verkennt das Wesen dieses deutschen Dichters. Nicht seine Bedeutung in der Weltliteratur, sondern das Deutschtum Walthers von der Vogelweide zeugt davon, das Bozen inner­halb der deutschen Kulturgemeinschaft liegt. (Lebhafter Beifall). Wenn die Zahl der deut­schen Touristen in Italien zurückgeht, so dürfte das nicht die Folge deutscher Maßnah­men, sondern die Folge der Mussolini- Rede fein. Mir scheint es allerdings im Hin­blick auf die Rede des bayerischen Ministerprä­sidenten H e ld wünschenswert, daß auswärtige Politik nur von den Reichsstellen und dem Reichstag gemacht wird. (Lebhafter Beifall links.) Die Verantwortung für die Außenpo­litik trägt jedenfalls nur die Reichsregie­rung. Wir lassen uns das Recht nicht nehmen, für die k u l t u r el l e n Rechte der deutschen Minderheiten im Ausland einzutreten. Die An­teilnahme des deutschen Volkes an den Men- schen deutschen Blutes jenseits unserer Landes­grenze ist ein Naturrecht, das wir uns nicht be­streiten lasten. (Lebhafter Beifall.) Wir wer- den im V ö l k e rb u n d für die nationalen Min« oerheiten eintreten. Wir haben keine Gegen­sätze zum italienischen Volk und wollen mit ihm

t in Frieden leben.

Recht bleibt Recht r> Stresemanns Philippika an Musiolini. f (Von unserem Berliner Vertreter.) löB0Utul, 0UÖ

SS ist durchaus zu begrüßen, daß die Reichs- niemol8 und von niemanden nehmen lasten regierung sich entschloß, so schnell aus die An- h)erbe. Hatte die. Sozialdem^ratie schon mtt schuldigungen Mussolinis und auf die Beleidi- ^rcm Kämpen keine glückliche Rednerwahl gungrn, die er an die Adresse des deutschen Vol- getroffen, so wurde sie dann allerdings von den kes richtete, zu antworten. Wir hätten es aller- Deutschnationalen noch übertroffen. Diese schick- dinas lieber gesehen, wenn das Forum, vor ien Dr. S p a h n vor, der sehr monoton eine bem der verantwortliche Lenker der Außenge- Vorlesung hielt, die selbst bei seinen Partei- icbicke des Reiches sprach, einen etwas imposan- freunden nur ganz bereinzelt einmal einen IrKm Anblick «boten hätte, als den, den wir Zwischenruf auslöste. Wer das noch über sich ,KKS"KSSSS

Worte Stresemanns begletteen, waren sehr ww ' vcr bann die Rede Lobes

leLsiKftttchenEmpörung Ausdruck^die noch einen' befriedigend, n Austlang gab. Deutschland angesichts der Muffolini-Anwürie ___ '

ergriffen hat. Die Rede des Reichsautzenmim- Mo» «($ MiMUWgl . . . fters ist als die offizielle Stellungnahme der ,

Reichsregierung anzusprechen, die selbstverstand- Itallen fälscht b.e Wahrheit über Südtirol, lich an gewisse Schranken gebunden ist. (Eigener Drahrderichl.)

DaS deutsche Volk aber, das solchen Zwana nicht Rom, 10. Februar.

Stresemann zieht in seiner Antwort eine , /»> indem fie anerkennt, daß die Agi-

scharfen Strich zwischen der ,atorcn^ in keiner verantwortlichen Stellung

Reichsregierung und zwischen der Empörung^- c __ ,anHC nicht sagen, daß die deut-

»äs ESBSü

Aber zur Grundlage des Friedens gehört inch jene Selbstachtung, ohne He ein Volk vor 2521 sich selbst nicht bestehen kann. Aeutzcre Macht- 'losigkeit ist nicht gleichbedeutend mit dem Ber-

die Empörung ifiausdem gewachsen, unmittelbar, ohne ba . . . ______

eines künstlichen Ansporns bedurfte. M>er dreie I^'en Zeit zugenommen habe, so käme tiefe deutsche Erbitterung ist Tatsache. Dr. Sire- ba^ eine gewisse Bewegung, die Herr Stre­semann stellte dies ausdrücklich fest. Unb er deckte I .-rmaKn fceöauouieri habe, die aber von gewissen auch schonungslos die Ursachen auf, die diese von Südtirolern gepftegt werde, sich

Empörung gezeitigt hatten. Sie entstand "ur hmmer mchr au9ncbreitet habe . Aber diese tta- aus den rigorosen Maßnahmen der ita- Reaktion sei eine Folge und nicht die

lienischen Unterdrückungspolittk in Südtirol, ne|atfo(fc für die deutsche Agitation gewesen.- ist elementar ausgebrochen, als bte ersten Nach- Herr Stresemann die Alldeutschen dazu brüt- richten über das Martyrium der deutschen 2an=lid|t n0($, Südtirol zu kommen, um Propa­desbrüder inS Reich drangen. hanba gegen das italienische Regime zu machen,

Kultur, deutsche Sitte, deutsche Sprache unbkamt werde Italien weniger Defensivmaßnah- die deutschen Schulen sollten Gegenstand topbl= mCn fieflcn die Südtiroler ergreifen müssen, wollenden Entgegenkommens der neuen Lan-I ,

vrückttch^er italienische Airßenminister in de> 6in Menetekel für Rom.

Kammer fest, das betonte klar und deutlich der italienische Kommandeur der in Südtirol ein- gerückten Truppen, das versprach eine Bot­schaft des italienischen Königs, in der er die deutschen Minderheiten seines Wohl-I einem Leitartikel heißt es: Mussolinis wollens versicherte. Was ist aus all diesen Ver- imperialistischen Gelüste, die unterstrichene Be­sprechungen geworden? Mussolini wird wohlk^fvng auf die Ergebnisse des Weltkrieges, las- kaum die Maßnahmen leugnen wollen, die feinelfen den Frieden von Locarno wie einen be- Behörden in Südtirol anzuwenden beliebten, deutungslosen Scherz und die geplante Ent- um die von ihm, tote er in feiner letzten Rede I wafsnungskonferenz des Völkerbundes tote eine auch ausdrücklich betonte, gewünschte 3tali«hecre Geste erscheinen. Mussolini und der enisierung des neuen Gebietes verwirklichen Faschismus mögen gut gewesen sei« für die in° sollten. Der wirkliche Tatbestand, der diese neren Schwierigkeiten Italiens. Au- neue Spannung zwischen Deutschland und Jta- ßcrhalb Italiens weiden beide wohl nur e,ne lien hervorries, ist so durch die Rede Strsse-Gefahr für den europäischen Frieden männl wieder ins richtige Licht gesetzt worden, bedeuten. Der Ehrgeiz wird das erneuerte Jia- So schonend sür italienische Empfindlichkeit auch Uten von neuem zugrunde richten, die Worte des deutschen Außenministers waren, so klar ließen sie doch die i n n e r e W a h r h e i t, die aus der ganzen Angelegenheit spricht, her­ausspringen. Es «toar selbstverständlich, daß die Reichsregierung in ihrer Antwort den Zusam­menhang zwischen dem von der großen Oefsent-l lichkeit des Volkes gewünschten Boykott Ita­liens und der offiziellen Einstellung der deut- schen Regierung zu dieser Frage abtat. Ebensoimipanai um innew-

selbstverständl-.ch war es für sie, daß sie sich außer schiebung der Abrüstungskonferenz befragt. In Stande erklärte, dem deutschen Volke und sei» seinem Antwortielegramm weist Tschrtsche- nem Sprachrohr, der deutschen Presse, in rin auf die bereits ausgedrückte Berelt- ber Behanblung bieser Dinge Fesseln anzu- schäft ber Sowjetunion zur Teilnahme hin. legen. Wie bies die Muflolinische Regierung Der gewünschten Verschiebung stimmt die Sow- vielleicht hätte tun können. jetregierung zu; fie hält an der Einberufung

Im Ganzen genommen stellt so die Antwort außerhalb der Schweiz fest und druckt Stresemanns eine würdige Entgegnung dar, bte ben Wunsch aus, bte Kommission möge in einem umso würbiger klingt, wenn man die PöbeleienlLanbe tagen, bas biplomatische Beziehungen eines Mussolini ihr entgegensetzt. Wir sinb zur russischen Sowjet-Union unterhält, überzeugt, bte Rebe wirb ihre Wirkung tun. Sie ------

wirb in ihrer klaren Auszählung ber wahrenTttenfipniinft f)PF Tatsachen, in ihrer Logik bie Welt besser über -cllll VCT

baS tiefe Unrecht, bas bent deutschen Volkstum Deutschlands Stimme im Völkerbund, durch eine veraltete M acktpolitik an- (Eigener Drahtberichi.)

si«an toirb, belehren, «ls Phrasen u^ bte kras- London, 10. Februar,

tieften Sebetoenbungen es hatten bewerkstelligen . _ .

können. Ob bie Rebe allerdings in das ita- In einen, Leitartikel he.tzt es: Das deutsche lieniscke Volk hineinbringen wirb, es ausklären Aufnahmegesuch in ben Völkerbunb se, noch be­wirb über bas traurige Spiel, bas seine Regie- dcutungsvoller wett es unter ber persönlichen rung mit ihm treibt, barüder kann man große Aegibe bes Prasibenten v. Hlnbenburg un- Kweifel beaen Das erste heutige Echo ist zwar ternommen worben sei. Hlnbenburg habe ber fthr kleinlaut, aber keineswegs geeignet, deutschen Politik ein Matz von Stetigkeit die tiefe Spannung zwischen den Völkern aitslund Aus rich t t gke»t gegeben, wie sie es der Welt zu schaffen. lwahrend einiger Jahrzehnte nicht besessen habe.

In der Kammer führte Ministerpräsident Briand aus, eine Regierung, die in ber augenblicklichen Lage bett Mitt habe, auf ihrem Posten zu bleiben, und eine Schlacht zu liefern, die ihre Pflicht. Tie Regierung wolle cntgcflen-- kouimen, aber er müsse heute erklären, baß, wenn bie Finanzgesebe nicht innnerhalb acht Tagen angenommen seien, bie Lage ernst, ja sogar beunruhigenb werbe. Die Regie­rung werbe ber Kammer baldigst Gelegenste geben, der Regierung die Bertrauenssri g c zu beantworten. Die Streichung dek Anti' lels 79 wurde mit 276 Stimmen gegen 2'r

Sturm auf daö Rathaus.

Blutige Arbeitslosenkrawalle in Kalisch.

(Eigene Drahtmeldung.)

Warschau, 10. Februar.

In Kalisch rotteten sich gestern einige hundert Erwerbslose vor dem Rathaus gufammen und verlangten die Verdoppelung der Arbeits- losenzulage. Als der Bürgermeister diese Forde­rung ablehnte, drangen die Erwerbslosen in das Rathaus ein, zerstörten alles, was zu zerstören war, und verprügelten den Bürgermeister. Polizei verdrängte die Menge aus dem Rathausgebände. Aus der Straße kam es zu einer regelrechten Schlacht. Die Polizeiabteilung gab eine Salve in bie Luft, eine zweite auf bie Menge ab. Darauf überrannten bie Demonstranten bie Po­lizei unb brangen abermals in das Rät­st« us ein. Zwei Bataillone Infanterie stellten schließlich bie Ruhe wieder her. Außer dem Bür­germeister wurden neun Arbeiter, drei Poliziftcn und drei Soldaten verletzt Die Stadt ist erregt.

Acht Tage Gatgeufkist.

Briands Ultimatum an die Kammer.

(Durch Funksprvchk

Paris, 10. Februar.