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_ 13. Jahrgang, jaltiße Petitzeile für ganz Dte Marburg 10Pfg. fwtfi WÄ ützeile 36 resp. 40 Pfg.
liste No. 3269.
Gießen, Sekte rSW0« « tschlnß Nr. 368.
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Oberhessen.
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(Hierzu die Abb Idungen Fig. 6 - 9.)
2. C 0 dys Drachenflieger. In jüngster Zeit hat der unter dem
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stickt ausgenutzten Drucke der Luft emporsteigende Drache, welcher bislang lediglich als ein unterhaltendes Kinderspielzeug galt, eine ganz außerordentliche praktische Bedeutung erhalten, als nämlich die Physiker und è ilettantische Flugtechniker sich dem auch bis èwutc noch nicht vollends gelösten Problem èes Vogelfluges und beffen Verwertung für He menschlichen Flugbestrebungcn widmeten. Seither tauchten viele Maschinen auf, die alle ' He Bedeutung für sich in Anspruch nehmen , vollen, ein wirklich brauchbares Luftfahrzeug ^arzustellen. Nach zuverlässigen Daten soll : schon um 206 vor Christi der chinesische Genest Han-Sing zur Feldkorrespondenz die hoch- i'i eigenen Papierdrachen in so weit gehendem Maße mit Erfolg angewendet haben, daß mancher von ihm erfochtene Sieg einzig und <1 Kein diesem Nachrichtendienste zuzuschreiben märe. — Man weiß ja, daß die seit Ikaros liebenden Ideen von dem menschlichen Fluge èurch die Lüfte sich in keiner Periode derKul- imrgeschichte so verdichtet haben, als eben in 1: nserer Zeit des hastigen Vorwärtsstürmens 6 uf allen Gebieten und ganz besonders auf è em Felde des Verkehrs.
Die gewöhnliche Form des Drachenfliegers ls eine ebene, oben abgerundete und nach ii nten spitz verlaufende Fläche mit einer am Scheitel angebrachten Spitze zum besseren Durchschneiden der Luft beim Aufstiege hat jedoch im Laufe der langjährigen Versuche sehr erhebliche Veränderungen erfahren. Endlich entstanden Flugapparate auf dem Prin- aüpc des einfachen Papierdrachens in einer so komplizierten Form, die kaum noch an die Ilirgestalt des Drachens erinnert und mit die- tfom lediglich nur mehr das Prinzip, sonst 11 ichts, gemein haben. So baute bekanntlich neben anderen der Amerikaner Hargrave zu : meteorologischen Beobachtungen in großen wöhen der irdischen Atmosphäre einen Drachen, welcher die Gestalt eines viereckigen Bastens ohne Boden hat, der aber noch durch uinc Zwischenwand in zwei Teile geschieden ist.
Aus einem möglichst leich'ten, mit festem Stoffe — gewöhnlich Seidentaffet oder Segeltuch — überzogenen Gerippe aus Metallröh- roen oder Holzbögen angefertigt, kann sich ein derartiger Drache zu sehr bedeutenden Höhen in die Luft erheben. Wohl ist die Tragfähig-
reichen, so müssen in gewissen Abständen in I der Tragschnur noch weitere Drachen an 1 kurzer Leine eingeschaltet werden, die den ! Hauptdrachen um so weiter in die Höhe steigen lassen, je mehr sie ihn von dem bedeutenden Gewichte der Schnur zu entlasten vermögen. |
Erwähnt muß auch werden, daß es in [ Verfolgung derart angestellter Versuche dem I meteorologischen Observatorium zu Blue- Hill (Vereinigte Staaten von Amerika) gelungen ist, mit dem die Registrierapparate tragenden Drachen eine Höhe von 3791 Mtr. und mit einem ähnlichen, aber mit fünf Nebendrachen versehenen Registrierdrachen sogar eine Höhe von 4815 Meter zu verzeich- neu. In Frankreich fanden Versuche vom Observatorium zu Trappes aus statt und hier
abgesehen von der kostspieligeren Bedienung, bekanntlich schon durch die Wirkung eines ver hältnismäßig nicht starken Windes ein Ziel gesteckt ist
Als ein Beweis für die umfassendere Verwertung und Verbesserung der Drachenflieger größter Form sei berichtet, daß erst vor kurzer Zeit in der englischen Armeeverwaltung ein von dem Aeronauten S. F. Cody gebauter riesiger Drachenflieger zur Erprobung gelangte, die zu allseitiger Befriedigung ausfiel. Codys Apparat ist in der üblidjcn Art gebaut und weist gegenüber anderen Systemen fast keinerlei Abweichungen auf, soll aber hauptsächlich den Sonderzweck erfüllen, einen in einem Korbe — ähnlich jenem eines Ballons, aber kleiner — sitzenden Mann mit den
t; auch an Pferden hatten me Dem widerspricht der amtliche neldet nur ganz kurz die Be- e Russen aus ihren Stellungen fiten japanischerseits meldet er md vier Gemeinen. Verwundet Gemeine.
uch von Port Arthur
e auf Grund des Berichtes, den o einer Besprechung durch den .'N. Togo räumt in dem Bericht , die Hafeneinfahrt zu sperren, mpfern „Vahiko" und dem eblieben. Dann schildert Togo
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fett der Vorrichtungen nur eine geringe -ms beim Höhersteigen stetig wachsende loidjt der Schnur, an welcher der Drache gehalten wird, zwingt indes nach einer missen Zeit den Drachen selbst unter
und Ge- fest- ge- den end-
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günstigsten Aufstiegsverhältnissen zum ... llichen Stillestehen. Will man ein Höhersteigen Aber diesen gewissermaßen toten Punkt er
Fig. 7. Der Codyfche Drachenflieger Aufstieg ohne Korb.
ein Drache sogar bis über 5140 Meter
empor. — Wenn hier der Flugapparat zu ganz außerordentlich wichtigen meteorologischen Beobachtungen eine dankbare Anwen- dung findet, der man eine umfassende Erkenntnis der Verhältnisse in den oberen Luftschichten verdankt, so hat der verbesserte Drachenflieger eine neue Verwendung erhalten, indem man ihn nämlich unter Zuhilfenahme der Photographie für militärische und nautische Zwecke im Auflärungsdienste mit Erfolg nutzbar machte. Insbesondere in England betreibt man die einschlägigen Versuche mit ihm und allerlei anderen Flug-. Maschinen mit großem Eiser. Man hat dort wie in Frankreich und Rußland große Drachen hergestellt, die sogar einen Mann zu tragen und dadurch bis zu einem gewissen Maße die Fesselballons zu ersetzen vermögen, welchen,
dem Zwecke dienenden Instrumenten oder Waffen in bedeutende Höhen zu tragen. Von dort aus erfolgt dann mit den geeigneten Apparaten die Absuchung oder die photographische Aufnahme des Terrains, deren Ergebnisse insbesondere im Ernstfalle eines Festungskrieges für die Kriegsleitung von eminenter Bedeutung sind.
Aus der hier eingeschalteten Abbildung — Fig. 6 — läßt sich die Anlage der Segelflächen des Codyschen Drachen leicht ersehen. Vermöge der Stellung der Aeroplane imdj dem jeweilig herrschenden Luftstrome ist es dem im Korbe sitzenden Manne ermöglicht, nicht gerade immer mit dem Winde zu segeln, sondern es gelingt ihm vielmehr, bald nach links, bald nach rechts in den Lüften zu lavieren wie ein Segelschiff im Wasser. Außerdem ist die Tragfähigkeit der in Betracht kommenden
apanischen Kapitäns
)ei Mann sind gefallen, neun wurden gerettet und von den er Offizier Sugino wurde, als rand setzen wollte, durch einen getötet. Kapitän Hirosa ver- n der Mannschaft und kehrte k, um ihn zu suchen, mußte aber da das Schiff ihm unter den auf Deck erschien, traf ihn eine schmetterte ihn vollständig.
rite, daß es sehr schwierig sei, daß^der Plan noch weit von der
^eit der Ankunft des Vize- ar der kriegerische Geist in Port hoffe, daß die Russen den Hafen Flotte angreifen werden.
ichten, die befürchten lassen, daß lhaß in Korea
mmt. Ueberall, wo die japa- üchen, herrscht Anarchie. Die rd Pingjang wimmelt von Räu- / i Tonghaks haben allen Aus- i Tod geschworen. Auch werden ■ laut, ob für den Fall, daß die lagen, erleiden, das vorzügliche nde sein wird, die vielen zweifel- 'ulis mit dem Armeetroß nach alten zu können. Solche Kulis koreanischen Zollamt angestellten en und mit Knüppeln lebens-
oben die Japaner die Russen- Ide geschlagen. Der koreanische er strengen Beaufsichtigung der und in der Mandschurei einige pione und Kundschafter ab. Die . wurde daher verschärft.
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Zur nochmaligen
Inspizierung der Truppen
lfi gestern vormittag der preußische Kriegsminister i*. £ i n e m in Hamburg ein. Zur Verabschiedung waren è ei der Einschiffung der Truppen noch erschienen vom Ham- twrger Senat der Bürgermeister Dr. Moenckeberg und der Senator Dr. v. Melle; außerdem der Kommarweur des y Armeekorps Generalleutnant v. Bock und Polach und toicle andere Offiziere.
Aus dem Aufstandsgebiet liegen einstweilen Meldungen Der neue Vorgänge nicht vor. Zur Erläuterung der jüngsten âgaben des Majors V. Glasenapp über die letzten
Bewegungen der Hereros
seien noch einige Mitteilungen über die in der Meldung Masrnapps erwähnten Ortschaften Okatumba und Äka t j o n g e a m a gemacht, wohin die Hereros aus Owi- Blorero sich zurückgezogen haben. Okatumba liegt etwa 35 Klm. südlich von Owikokorero am oberen Swakop, an «A sich, wie bereits unter dem 25. ds. telegraphiert wurde, «Were Massen von Herero sammeln. Okatjongeama liegt ^Klm. westlich von Owikokorero. Nach Okatjongeama und N Okatumba führen alte „Treckpfade", und Okatjongeama 'is! wieder mit Okatumba durch einen Treckpfad nach dem verbunden. Aller Voraussicht nach wird der zunächst nalh Okatjongeama abgezogene Hererotrupp von dort auf dem nach Süden führenden Treckpfade die Vereinigung mit den am S w a k o v stehenden Hereros suchen.
fanterre und eine Schwadron Kavallerie. Unsere, noch um 3 Kompagnien verstärkten Mannschaften eröffneten einKreuz- feuer auf die Japaner. Trotz dieses Umstandes und der von uns eingenommenen Stellung leisteten die Japaner tapferen Widerstand und stellten erst nach halbstündigem Kampfe das Feuer ein, um sich in die Häuser zurückzu- ziehen. An zwei Stellen wurde die Fahne des Roten Kreuzes gehißt. Bald darauf rückten auf der Straße von Kasan zwei Schwadronen Japaner in voller Karriere heran, denen es gelang, in die Stadt hineinzukommen, eine dritte zog sich unter den Salven unserer Leute in Unordnung zurück. Man sah Menschen und Pferde stürzen. Während einer Stunde feuerten unsere Truppen noch auf die in der Stadt befindlichen Japaner und verhinderten sie, die Häuser zu verlassen, um aufs neue auf uns zu feuern.
General Mischtschenko mußte sich dann vor anrückenden Verstärkungen zurückziehen, was in voller Ordnung geschah. Nach seiner Angabe gab es folgende
Verluste an Toten und Verwundeten
auf russischer Seite. Es wurden drei Offiziere schwer verwundet und einer leichter verwundet. Von den Kosaken sind drei gefallen und 12 verwundet, darunter 5 schwer. Der eine der verwundeten Offiziere, Kapitän Stepanow, ist nach einem späteren Bericht Kuropatkins seinen Wunden erlegen. Nach Erzählungen von Einwohnern der Stadt Tschöngdschu, die Kuropatkin übermittelt, haben die Japaner über 100 Tote aebabt und 100 Verwundete wurden durch 500 koreanische
Politik.
h in Bromberg ein aus Personen tztes Komitee gebildet zur Bores deutschen Nationalschatzes für rung des Deutschtums, speziell — ----------- .....gewerbetreibenden und des Kleingrundbesitzes. In konservativen Kreisen Posens ist man mit dieser Gründung nicht einverstanden. Der Kampf gegen das Polentum müsse, so wird eingewendet, von der Stadt Posen aus geleitet werden, wo die polnische Propaganda ' ihren Sitz habe. In Posen sei schon längst der Anfang auf diesem Gebiete gemacht, und lediglich aus taktischen Gründen sei Zurückhaltung geübt worden. Anfang Mai wird in 1 Posen eine Besprechung deutscher Männer aller Stände und - Berufe aus den Provinzen Posen und Westpreußen, wie aus Oberschlesien stattfinden, in der unter Teilnahme der ; großen nationalen Vereinigungen über die Bildung des deutschen Wehrschatzes Beschluß gefaßt werden soll. -
A Zur Statistik der Auswanderung wird jetzt bekannt, daß im vorigen Jahre 36 310 Teutsche über See ausgewandert sind. Von diesen haben 27 614 ihren Weg über deutsche Häfen genommen. Zu diesen 27 614 kommen 268 227 Fremde, so daß die Gesamtzahl der über deutsche Häfen be- ) förderten Auswanderer im Jahre 1903 295 841 betrug, j Das Hauptziel der Auswanderung waren die Vereinigten Staaten von Amerika. - - - ~ - - i
# Die preußische Regierung plant eine Reform des Tax- Wesens für städtische Grundstücke. In Städten unter 30 000 Seelen sollen in der Regel „Tarämter" eingerichtet werden. In größeren Städten sollen vereidigte Taxatoren das Taxgeschäft übernehmen; sie sollen Kaution stellen unb dergleichen mehr. Einstweilen handelt es sich um bloße Vorschläge der Regierung, die gegenwärtig den Provinzialbehör- den zur Begutachtung vorliegen. -
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