Ar. 148.
Montag, den 27. Juni 1904,
13 Jahrgang.
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(Hießener T«gevr«tt)
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Postzeitungsliste No. 3269.
Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg SB, Fernsprechamschluß Nr. 362.
richten
(Hießener Zeitung)
für Oberleffen und die Kreise MarbArg und Wetzlar; LâlMZeiger für Gießm und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Gro^h. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberh essen ^-^•ww^^:^ittf?iCTM|>/ijH|MnIBMP^MIWjl,u,n!wnTOB,ffWMsn|Wi11|M|,BBaBMmmm||CT^M,rsCT.1MM«^^
Die JSotlage der Herzte.
l»r H.^Ia *? ^ M uns geschrieben: In Rostock hielt tt verband der deutschen Aerzte seine diesjährige Generah Ä^tEM n6' um ;n kollektiver Form die wirtschaftlichen i6f.ii, hpsmtpr^son Obgleich ein durchaus
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schon '„.gl ! âdesinteressen wahrzunehmen. Obgleich ein durchaus ™6-"®-. M°xsch°Mch°r Sems, ist der Aerztestand doch gezwtmgen Ä, h M"'H K ^"m selben Weise zu organisieren. wie ae Ä ' fe^be Erwerrszweig. Auch an ihm ist die moderne 9 ; ^Wickelung nicht spurlos vorübergegangen und zwei Mo«
Ä. Ä-’M ^wentlich die als ein Uebelstand empfunden Hetij bM; Mu der einen Seite die Ueberproduktion an Nach, einens ^r anderen Seite die Einenauna des Arboits-
- der war ' 'C C" .Gerichts, Diener."
die Einengung des Arbeits-
y K ourm ute wipenjchafcklchen Errungenschaften und puren das Kassenwesen.
Rogen, den Nachwuchs gibt es keine andere Abhilfe als M.Verosfentllchung der wirtschaftlichen Lage der Aerzte. » notwendige Folgeerscheinung unseres Hochgesteiger- Sm Bildungsbedürfnisses, daß alle wissenschaftlichen Berufe ui einem übertriebenen Zugang leiden. Bei der Staats-
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Gast: ' 11 m^ ܰh dieser Ueber stuf; an Kräften natürlich we-
„Ja, Hast»: bemerkbar, weil das langsame Avancement in Ver-
brateninöch. MNZlug noch mit unzureichenden Gehaltsverhältnissen einen te ich gern ' .........
essen; inens der H-!- aber, inieöK
sagen, erst beim Handler gepolt werden
»mß, bann wird es wohl recht lange
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gro^e n Teil des Nachwuchses bereits vorzeitig aus seinen Mimen herausdrängt und die proletarische Aeußerung dieser «Urproduktion auf andere Stände, vorzugsweise auf den Modernen Journalismus und das Versicherungswesen über» "IM Der ärztliche Beruf aber ist frei und die Prole- wwrung kommt daher innerhalb des geschlossenen Berufs- KeiseS zur Geltung. Nur dann, wenn die Eltern und die Hör der Berufswahl stehende Jugend über die teilweisen «ostlosen Zustände im Aerzteberuf unterrichtet sind, wird
Mt ungesunde Zustand eines übertriebenen Nachwuchses lc[eiMn lassen.
sie nicht hoch genug einzuschätzende Verbündete. Die kleine Kundschafterabteilung, um die es sich im oben bezeichneten Fall handelt, ritt über Otjive — Ovutjiwa —Kamandumba auf Evindi— Otjikuvare und ist dann nach dem Omuvamba-Fluß und zu Major von Estorfs zurückgekehrt. Im Süden vom Omuvambaflusse befindet sich dichter Busch mit langen wasserlosen Strecken, so daß sowohl die Aufklärung wie der Marsch für die deutschen Truppen sehr schwierig ist. In der ganzen Gegend findet man die großen Wersten gänzlich von den Eingeborenen verlassen. Sie befinden sich alle im großen Lager der Herero um Samuel Maharero geschaart. Die Witbois-Abteilung unter Major V. Estorff verhinderte die Herero am Ausweichen nach Nordosten. Generalleutnant v. Trotha hat in der minutiösesten Form an alle Eventualitäten gedacht und die ihm unterstellten Truppen so gegliedert und dirigiert, daß den Herero ein vorzeitiges Entweichen aller menschlichen Berechnung nach unmöglich gemacht ist, Die Hauptmacht der Herero ist nach dem Waterberg gezogen, weil dort ihr Vieh (3- bis 400 000 Stück) sich in einer ausgedehnten natürlichen Festung in Sicherheit befindet. Deck den Ansiedlern geraubte Vieh, das in viel besserem Ernährungszustände als das der Eingeborenen war, haben die Herero verzehrt. In den ersten Tagen des Juli gehen weitere Ergänzungstransporte an Truppen und Pferden von Hamburg aus nach Südwestafrika ab, ebenso, hat der Dampfer „Nassovia" mit einem reichen Vorrat an Munition und Geschützen die Reise dorthin angetreten.
wahre, 6 igam ist ja nur ein Katzen- sprnnglia- hin."
tiafhon der Neuest berliner
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I WasZurn die Einengung des Gebietes anlangt, so machen die Fortschritte der modernen Hygiene und die Vevein- jr^uiig, sowie die Zugänglichmachung der Heilmittel für die Kaien außerordentlich fühlbar. Seuchen, die mit ehernem t'fjrit durch die Länder gehen, gehören zu den allergrößten Ebenheiten. So ist die ärztliche Wissenschaft durch Beseiti- »mg der Ansteckungsgefahren und der verheerenden Krank- «ifeit eine Wohltäterin der Menschheit geworden, aber sie los ihren Jüngern den Kampf ums Sai ein erschwert. Ver- Writ wird die Situation noch dadurch, daß die ärztliche «mist sich in der Praxis wieder vielfach den natürlichen Heil- Meln zuwendet und daß vor allen Dingen auch eine Reihe in Medikamenten gegen landläufige Krankheitserscheinun- ß(n des täglichen Lebens fabrikmäßig hergestellt und . den Baien förmlich in die Hand gegeben wird. Mit allen diesen ^rhaltMsen muß der Aerztestand sich guten Humors ab- Tiden und das geschieht auch in dem Bewußtsein, daß die laiche Wissenschaft nur Mittel zum Zweck, daß sonach der Miehe Stand nicht Selbstzweck ist.
I Um so notwendiger aber ist es, gegen die Wirkungen der Mialpolitischen Gesetzgebung Sicherungen zu treffen und Trzu gibt es nur, wie bei allen anderen Erwerbszweigen, ein mrksames Mittel: der Zusammenschluß des Standes und die Durchsetzung eines korporativen Dienstvertrages mit den löchenverwaltungen. Auch bei dem Aerztestand macht sich die feie Konkurrenz bei der Honorarforderuna in ruinöser Weise Wend. Die vielumstrittene Frage der freien Aerztewahl, Hi ein Teil der Laienwelt für förderlich, ein Teil aber für
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Mteilig für die Gesundheitspflege erachtet, existiert für den Ze stand nur als ein erstrebenswertes Ziel. Denn es Inn keinem Zweifel unterliegen, daß es den wirtschaftlichen Wjeressen des einzelnen Arztes am förderlichsten ist, wenn Jrch die Kassenverwaltungen keine Aerztemonopole geschaf- werden, die ja zudem auch mit dem Geiste des Gesetzes, L Mn Aerztestand zu einem freien Berufe macht, in Werspruch stehen. Es ist also nur natürlich, wenn in der Mocker Versammlung diese Frage gründlich durchgesprochen kb mit der Ausrufung des Grundsatzes der freien Aerzte- chl erledigt wurde.
Der Herero-Huf stand.
Infolge her abwartenden Haltung des deutschen Ober- IRmandos sind zurzeit keine größeren Gefechte in Südwest- stika zu erwarten. Dagegen wäre es falsch, anzunehmen, $ nun überhaupt auf der ganzen Linie völlige Ruhe ein- teen wäre und die Schüsse, garnicht mehr knatterten. Die Mgehungsbewegungen, die die deutschen Kolonnen ausfüh- N, werden ständig zu kleinen Reibungen mit den Gegnern Men. Erst jetzt wieder meldet Generalleutnant v. Trotha im einem solchen Zusammentreffen, bei dem diesmal unsere harzen Verbündeten, die Witbois, die Ehre der deutschen flügge vertreten haben. Sie kamen auf einem Erkundungs- ist mit einer Hereroschaar ins Gefecht und töteten drei der egner. , , •
Die Witbois, deren greiser Kapitän Hendrick Witboi, erst st wieder, um Gerüchten von beabsichtigtem Verrat , ener- ch entgegenzutreten, 30 seiner erprobtesten Orlogsmänner, h. kriegserfahrene Unterführer, ins deutsche Hauptquartier isandt hat, leisten unseren Truppen die wertvollsten Dienste 8 Kundschafter. Mit der Eigenart des Landes aufs ge- iieste vertraut, an die Kampfweise der Feinde von Jugend i gewöhnt, kühne, vor nichts zurückschreckende Krieger, sind
J^au Seeschlacht vor port Hr thur.
Während die allgemeine Aufmerksamkeit sich auf die Vorgänge in der Umgegend von Kaiping richtete, wo ein entscheidender Zusammenstoß erwartet wurde, ja schon stattgefunden haben sollte, wird sie plötzlich wieder nach dem ursprünglichen Brennpunkt des Interesses: Port Arthur gelenkt. Dort ist es zu einer schweren Seeschlacht zwischen den Geschwadern des russischen Kontreadmirals Witthöft und des japanischen Admirals Togo gekommen, in der die Japaner die Oberhand behielten.
Ueber den Verlauf der neuen *
Seeschlacht vor Port Arthur
liegt folgender Bericht des Admirals Togo vor:
Ich erhielt am Donnerstag Nachricht von dem. Erscheinen der russischen Flotte in der Nähe der Einfahrt des Hafens von Port Arthur und ging sofort mit meiner ganzen Flotte vor. Die russische Flotte bestand aus sechs Schlachtschiffen, fünf Kreuzern und vierzehn, Torpcdo- bootszerstörcrn; es war augenscheinlich ein Vorstoß nach Süden geplant. Die japanischen Torpedobootszerstörer griffen an, brachten ein Schlachtschiff von der Pereswjet- Klasse durch einen Torpedo zum Sinken und machten ein anderes Schlachtschiff sowie einen Kreuzer kampfunfähig. Der japanische Torpedobootzerstörer „Schirakumo" ist beschädigt, und drei japanische Torpedoboote sind leicht beschädigt. Drei Japaner sind gefallen, drei verwundet.
Wenn auch der neue Verlust, den die russische Flotte erlitten hat, in Petersburg große Trauer hervorrufen wird, so wird es doch auch zugleich ein Gefühl freudigen Stolzes erwecken, daß nach der Wladiwostok-Abteilung jetzt auch die bisher untätig in Port Arthur eingeschlossenen Schlachtschiffe anfangen, seemännischen Schneid zu entwickeln. Admiral Togo war allerdings auf ihren Angriff besser vorbe- reitet, als sein Kollege Kamimura auf den kühnen Kreuz- jug der Wladiwostoker. Aber wenn auch der Erfolg dem unternehmungslustigen Admiral Witthöft nicht beschieden war, er kann doch mit Genugtuung auf die Tatsache zurück- blicken, daß es ihm gelungen ist, das ihm unterstellte Geschwader wieder gefechtsbereit zu machen und aus dem Gefängnis im blockierten Hafen wieder an den Feind zu bringen. Dieser muß jetzt allen Ernstes mit der neuen bedrohlichen Erstarkung des Gegners rechnen und verliert so viel oon seiner freien Beweglichkeit und Kontrolle der See.
Die jetzige
Lage auf dem Landkriegsschauplatz drängt unbedingt auf eine Entscheidung hin. Nach einer Meldung aus Liautschang sind dort Gerüchte verbreitet, denen zufolge die javanischen Armeen sich bereits, vereinigt hätten. — Wie aus Taschitschau gemeldet, wird, rücken die Japaner oon Senjutschen weiter nach Kaiping heran: in Senjutschen haben sie bedeutende Kräfte konzentriert mit einer großen W von Geschützen. In der Nacht zum 23. d. M. machten re mißlungene Versuche, sogar hinter die Kette der russischen Vorposten südlich Jnkou durchzudringen. Gleichzeitig er- schienen an der Küste von Kaiping japanische Schiffe. Nord- lich von Fönghwanghtscheng ist keinerlei Veränderung be- merkt worden. Zahlreiche Tschuntschusenbanden beunruhigen den linken Flügel der Russen; sie überfallen die Vorposten und die Postverbindungen, wobei sie augenscheinlich nach den Anweisungen der Japaner handeln. Eine abgestiegene ja- panische Schwadron geriet infolge eines geschickten Manövers her Grenzwache in einen Hinterhalt und erlitt starke Verluste.
Am 23. stellten die Japaner ihren Vormarsch ein, offenbar, um einen Rasttag zu machen. Auf den Wegen südlich von Siujan-Kaiving hatten russische Vorposten einen Erfolg im Zusammentreffen bei Siandiau. Eine Kosakensotnie, welche die Besatzung des Ortes bildete, wurde verdrängt, Hilfs- trugen mit einigen Geschützen eilten jedoch herbei und dräng- ten die Japaner zurück, die in Verwirrung abzogen. Dabei erlitten sie erhebliche Verluste. Auf russischer Seite wurden 3 Offiziere verwundet und 24 Mann getötet oder verwundet. Den russischen Generalen Kondratfchenk und Stackelberg soll die Vereinigung geglückt sein. Stackelbergs Riickzug werde in guter Ordnung bewirkt; mehrere seiner Geschütze wurden aut die Palm aebracht. Kuroki bewegt sich nach Norden, geschützt durch seine verschanzten Stellungen.
Die J^onarebenzusammenhunft.
0 Kiel, 25. Juni.
Eine gewaltige Kanonade aus mehr als tausend Feuerschlünden, zum größten Teil der schwersten, die die heutige Technik kennt, weckte nachmittags gegen 3 Uhr ein tausendfaches Echo, als die stolze Jacht des Königs Eduard von England „Victoria and Albert" in den Hafen einlief. Die „Vic- toria and Albert" war eskortiert von einem stattlichen Geschwader, das den donnernden Salut der deutschen Kriegs- 'chiffe erwiderte. Der Kaiser war seinem Gaste bereits früher ruf dem Verkehrsboot „Hulda" bis Holtenau zur ersten Be- zrüßung entgegen gefahren.
Die „Victoria and Albert" glitt wie ein leichter Schwan durch die lange Reihe der gewaltigen Eisenkolosse, die bald in einen so dichten Rauch gehüllt waren, daß man die lustig wehende Flaggengala nicht mehr sehen konnte. 22 Schiffe sind es, die unsere aktive Schlachtflotte bilden. Weiter im Torpedobootshafen liegt die aus nur großen Booten bestehende Lorpedobootsflottille, dicht bei der Hohenzollern der Panzer- freier „Prinz Adalbert", auf dem die Flagge des Staatssekretärs von Tirpitz weht. Auf den Naaer: waren die Mannschaften in Parade aufgestellt, und während der ganzen Fahrt scholl aus Tausenden oon Seemannskehlen dem Gast ihres Kaisers ein donnerndes dreifaches Hurra entgegen, während die Kapellen das „God save the king" intonierten.
Die „Victoria and Albert" machte an der Boje neben der „Hohenzollern" fest und sogleich entwickelte sich ein lebendiges Leben an Bord der letzteren. Ganze Scharen von hohen Offizieren strömten hinzu in goldstrotzenden Galauniformen, und bald erscheint auch an Bod des in einen wahren Blumen- dain verwandelten deutschen Kaiserschiffes der königliche Aast, der vom Kaiser, der Kaiserin und den anwesenden Prinzen herzlich empfangen wird. Daran schloß sich eine große Defiliercour der Offiziere und der Hofgesellschaft.
Die Politik.
C3 Die Preßpolemik über Ministerreiseu spinnt sich noch weiter fort. Die zuerst angreifenden Blätter ziehen sich jetzt darauf, daß der den preußischen Ministern gemachte Vorwurf nicht dagegen richte, daß sie gelegentlich auf Reisen oder Erholungsurlaub gingen, sondern dagegen, daß Reisen, die nicht Ämtszwecken dienten, ohne genügende Rücksicht auf die parlamentarischen Arbeiten unternommen würden. Für Mesen Vorwurf fehlt es allerdings an Beweisen, nachdem selbst Herr v. Hammerstein nachgewiesen hat, daß er um Verschiebung von parlamentarischen Arbeiten gebeten habe, nur insoweit dies ohne deren Schädigung möglich sei. — Mehr Beachtung verdient die Ausführung eines konservativen Blattes, welche der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß es des Festefeierns mit Tiners, Frühstücks und Reden zu viel werde. Die der ernsteren Arbeit zu widmende Zeit müsse darunter leiden.
G Die Finanzkommission des Preußischen Herrenhauses verhandelte am Sonnabend, wie unser ^-Korrespondent schreibt, über den im Abgeordnetenhaus beschlossenen Gesetzentwurf betr. die Gewährung von Beihilfen an ehemalige Angehörige des preußischen Heeres und der Marine, die an dem Kriege gegen Dänemark 1864 teilgenommen haben. Die Vorlage wurde einstimmig abgelehnt. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, welche es als bedenklich erklärte, solche dem Reiche zukommenden Ausgaben den Einzelstaaten aufzuerlegen. Dagegen wird darin die Erwartung ausgesprochen, daß die preußische Staatsregierung beim Bundesrat dahin wirken werde, eine ausreichende Veteranen-Entschädigung anläßlich der früher geführten Kriege herbeizuführen. *
es Die Spannung zwischen Unterhaus und Oberhaus, die zurzeit in den drei süddeutschen Staaten besteht, scheint sich im Großherzogtum Baden am ehesten lösen zu wollen. Wie aus Karlsruhe telegraphiert wird, hat die Verfassungskommission der Ersten Kammer Sonnabend über die Verfassungsreformvorlage Beschlüsse gefaßt, die eine Verständigung der gesetzgebenden Faktoren über Mesen Gesetzentwurf erhoffen lassen. — Die Regierung hat soeben der Kammer einen neuen Entwurf einer W a h l k r e i s e i n t e i l u n g für die Wahlen zur zweiten Kanimer voraelegt. Derselbe enthält einige Abänderungen für einzelne Bezirke.
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