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Nr. 22.

Wbs»»e«e«tSpreiS: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ta*e H«uS gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­jährlich Mk. 1.50.

GrESbeilage« : Oberhesfische Famitte«zeitu«g (täglich) und die Gietzeuer Goifeublase« (wöchentlich).

DaS Blatt erscheint an alle« Werktagen nachmittags.

Mittwoch, den 27. Januar 1004.

Gre ßener

_______13, Jahrgang.

I«sertio«Spreis: Die einspaltige Pctitzeile für ganz Ob«- Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88

Fer«sprecha«schluft Nr. 362.

Neueste Nachrichten

(Giekener Pageötatt) Nnaöhängige Tageszeitung (Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung,

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Zu Kaisers Geburtstag.

Mit besonderer Herzlichkeit wird in diesem Jahre der Neburtstag des Kaisers begangen werden, weil er Buglcicf rin Dankesfest der Nation für die völlige Wiederherstellung >es tatkräftigen Monarchen darstellt. Es waren für das rutsche Volk Tage der tiefsten Bekümmernis, als die über- laschende Mitteilung durch das Reich ging, daß an dem Kaiser eine Operation vollzogen worden sei. Der tragische Lindruck dieser Nachricht war um so stärker, als sie unmittel­bar nach den Wiesbadener Festtagen eintraf, in denen der Kaiser die durch seine persönliche Wirksamkeit wiederher- nstellten guten Beziehungen zu Rußland nicht bloß dem deutschen Volke, sondern auch den übrigen Nationen zum deutlichen Ausdruck brachte. Während dieser Tage, die voll con Aufregungen und Anstrengungen waren, hat er helden­haft die menschlich begreifliche Unruhe wegen der bevor­stehenden Operation zurückgedrängt und dem Volke alle vor­zeitige Besorgnis und Bekümmernis erspart. Da nunmehr die Krankheit von ihm gewichen ist und keinerlei Zweifel besteht, daß tatsächlich jeder bösartige Charakter des Leiden- fehlt, so ist das deutsche Volk wie von einem Alpdruck befreit und kann sich frohen Sinnes der Festesfreude hingeben.

Auch in dem abgelaufenen Jahre war Kaiser Wilhelm vor allem darauf bedacht, der deutschen Nation den Frieden zu erhalten und das Volk zu befähigen, an der europäischen Kulturarbeit als maßgebender und einflußreicher Faktor teil­zunehmen. Diesem Zwecke diente vor allem die Wiederher­stellung eines besseren Verhältnisses zu Rußland, die durch das freundschaftliche Verhalten der deutschen Diplomatie in der Balkanfrage und in dem ostafiatischen Konflikt tatsäch­lich auch erreicht wurde. Die Stellung Deutschlands war um so mehr erschwert, als der Berliner Hof von verschiedenen Negierungen geflissentlich als der Freund und der geheime Ratgeber des Sultans hingestellt wurde. Die Passivität, die der türkische förohhrrr lanae Peit gegenüber den Vorschlägen dec östlichen Kaisermächte zur'Schâu' trug, wurde tendenziös als der Niederschlag der Berliner Politik bezeichnet, und doch war es den freundschaftlichen Ermahnungen Deutschlands, sich den Vorschlägen der beiden Reformmächte anzuvertrauen, zu verdanken, daß der Sultan schließlich vorbehaltlos das Mürzsteger Programm angenommen hat. In der gefähr­lichen Zeit der internationalen Gärungen hat der rege Geist und die Energie unseres Kaisers also dem Weltfrieden un­schätzbare Dienste geleistet. Ebenso hat Deutschland in der Mandschureifrage die Stellung der russischen Regierung in­direkt gestärkt, als es die Erklärung abgab, daß wir in der Mandschurei keinerlei Interessen wahrzunehmen haben. Diese Erklärung fiel in einer Zeit, als von englischer Seite ein gemeinsames Vorgehen der Mächte gegen die Besetzung der Mandschurei vorbereitet wurde. Auch hier hat also Kaiser Wilhelm durch Betätigung der persönlichen Freundschaft für den Zaren und unserer traditionellen Freundschaft zu dem russischen Reiche die Entwickelung gefährlicher internatio- italer Konflikte verhütet.

Um aber ein Friedensfürst sein zu können, muß er natur­gemäß darauf bedacht sein, die Stellung der Deutschen im Kate der Völker durch Stärkung der physischen und geistigen Machtmittel in der Nation zu sichern, und so war denn auch sein letztes Regierungsjahr, wie alle vorangegangenen, der Ausbildung unserer Wehrkraft und der geistigen und sittlichen Vervollkommnung des Volkes gewidmet. Das erkennt in doppelt herzlicher Liebe und inniger Dankbarkeit das deutsche Volk heute an seinem Ehrentage an, und jubelnd klingt es im drausenden Ch^r zum Throne: „Heil, Kaiser, dir!"

Das Schicksal der Kanalvorlage.

(Don unserem parlamentarischen Mitarbeiter.)

- Nachdem die preußische Negierung, wie der Minister­präsident Graf Bülow in der Sitzung des preußischen Ab­geordnetenhauses vom 23. Januar d. J. erklärt hat, mit Rücksicht auf die Zusammensetzung des Parlaments die Kanalvorlage nur zu einem kleinen Teile, und zwar von dem Rhein bis zur Leine, eingebracht hat, glaubte man, daß die Aussichten für das Gelingen sich wesentlich verbessert hatten. Das scheint aber keineswegs der Fall zu sein. Me Schwierigkeit für die Regierung liegt nicht allein in der Haltung der konservativen Parteien und des Zentrums, son­dern in dem Abflauen des Interesses für den Kanalbau bei ursprünglich kanalfreundlichen Volkskreisen. So hat jüngst die Bremer Handelskammer den Standpunkt ver­treten, daß der Ausbau des Kanals nur bis Hannover die Aufwendung von besonderen Mitteln nicht mehr rechtfertige und daher empfohlen, die in Aussicht genommenen staat­lichen Zuschüsse von Bremen vielleicht in Wegfall zu brin­gen. So wie der Kanal jetzt geplant sei, eröffne er nur den holländischen Häfen einen bequemen und billigen Ver­kehrsweg bis in das Herz des Deutschen Reiches hinein. Das ist ein Standpunkt, der von den Kanalgegnern seither vertreten wurde und es läßt sich daher begreifen, daß deren Argumente noch durchschlagender bei der Wählerschaft wir- km, wenn die Vertreter einer Handelsstadt sie ebenfalls übernehmen.

Noch sensationeller als diese theoretische Auffassung über den Wert des Kanals ist die ebenfalls von der Bremer Han­

delskammer vertretene Ansicht, daß die Abgabenfreiheit des Meines unter solchen Verhältnissen nicht mehr gerechtfertigt sei. Und gerade darin liegt der springende Punkt der ganzen Kanalpolitik der Rechten. Diese ist Gegnerin eines abgabenfreien Verkehrs auf den Wasserläufen mit künst­lichen Häfen und reguliertem Strombett und begründet ihren Standpunkt damit, daß der Staat als Monopolherr des Eisenbahnverkehrs diesem Institut keine lastenfreie Kon­kurrenz schaffen dürfe, denn so würden die durch den Man­gel an Wasserläufen ohnehin schon benachteiligten Landes­gegenden zu grinsten der wasserreichen Gebiete noch mehr geschädigt. Die verschiedenen Redner der Rechten, soweit sie sich bis jetzt über die neue Kanalvorlage geäußert haben, ließen keinen Zweifel darüber, daß sie von der Regierung unbedingt die Einführung von Schiffahrtsabgaben als Vor­aussetzung für die Bewilligung des Kanals verlangen.

Auch bei dem Zentrum hat sich nach der Auslassung des Abgeordneten Dr. Bachem seit der letzten Session keiner­lei Wachstum in der Kanalfreundlichkeit gezeigt. Dumals stimmte bekanntlich ein Teil, und zwar namentlich die schle­sischen Abgeordneten, gegen den Kanal, und das wollte da­mals um so mehr besagen, als die Vorlage mit den Inter­essen des Wasscwschutzes zusammengekoppelt wav. Durch die Teilung der damaligen Vorlage ist die Situation eher verschlechtert, als verbessert worden. 65 Abgeordnete des Zentrums enthielten sich der Abstimmung, und nur der klei­nere Rest stimmte dafür. Wenn also die Rechte auf ihrer kanalfeindlichen Stellung beharrt, vermag sie auch den neuen Entwurf mit Hilfe der Zentrumsgegner zu Fall zu bringen, und es ist, wie die Dinge liegen, durchaus nicht unmöglich, daß auch die jetzige Kanalvorlage das gleiche Schicksal erlebt wie die früheren. ,___

Der deutsche Krankenkassen tag.

^ Leipzig, 26. Januar.

Der Kampf der Aerzte und Krankenkassen, der nun seit mehreren Jahren schon die Oeffentlichkeit beschäftigt, ist zur Zeit heftiger als je entbrannt. Augenblicklich „streiken" etwa 3000 Kassenärzte in allen Städten des Reiches, wo ihre Forderungen: „Freie Arztwahl!" und „Los von den Krankenkassenvorständen!" kein Entgegenkommen seitens der Kassen gefunden haben. Angesichts dieser dringend Ab­hilfe fordernden Sachlage berief der Verband der Kranken­kassen Deutschlands einen Kongreß hierher, der sich mit der brennenden Frage in einer von 800 Delegierten besuchten Sitzung im Etablissement „Sanssouci" eingehend beschäf­tigte. Den Niederschlag der Verhandlungen bildete eine um­fangreiche Resolution, die die Anschauung zurückweist, daß die durch das Krankenversickzerungsgesetz geschaffenen sozia­len Institutionen den ärztlichen Notstand verschulden, ferner die unberechtigten ärztlichen Standesforderungen ablehnt. Die Kassenvertreter erklären die freie Arztwahl für eine innere Angelegenheit jeder einzelnen Krankenkasse, die je nach den örtlichen Verhältnissen und nach Zweckmäßigkeit zu erledigen ist; sie halten sich für verpflichtet, ausdrücklich gegen die Einführung der freien Arztwahl durch Gesetzbestim­mungen oder Selbsthilfe sich zu erklären. Da einzelne Kassen sich vielfach als ohnmächtig gegenüber unberechtigt an sie herantretende' Forderungen erweisen, empfiehlt der Kongreß für alle Orte bezw. Bezirke die Zentralisation aller Kassenarten, bezw. den Zusammenschluß zu Verbänden schleu­nigst zu bewirken. Die Krankenkassenvertreter erklären zum Schluß, daß sie sich von jeder prinzipiellen Aerztefeindschaft frei wissen und nur bestrebt sind, die sozialen Aufgaben der Krankenkassen mit den Berufsinteressen der Aerzte in Ein­klang zu bringen.

In der Diskussion trat im allgemeinen die Meinung zutage, daß das Honorar der Aerzte der Aufbesserung be­dürftig sei, doch liege hier der Knüppel beim Hunde. Man dürfe die Beitragspflicht der Arbeiter nicht zu sehr stei­gern. Auch war man geneigt, den Aerzten ^n einer gleich­falls von ihnen gestellten Forderung nach Schiedsgerichten entgegenzukommen. Die Aerzte wollten aber die Beseiti­gung der Selbstverwaltung der Kassen, und dagegen müsse man sich entschieden verwahren. Der einzige Redner, der den Standpunkt der Aerzte vertrat, war der bekannte Litho­graph Tischendörffer-Berlin, der im Interesse der Gerechtig­keit freie Arztwahl verlangte. Der Redner hob unter anderem hervor, die Aerzte machten nur dieselben Erwä­gungen geltend, welche in der Arbeiterbewegung überhaupt zum Ausdruck kommen — den Aerzten gegenüber finden die Arbeiter sich sehr gut in die Stellung der Arbeitgeber, die ihre Angestellten nach Kräften auSbcntcn. In Berlin sind 150 000 Arbeiter zufrieden mit der freien Arztwahl, und die Aerzte sind auch zufrieden.

Mit den Beschlüssen des Kongresses werden es bie deut­schen Aerzte um so weniger sein. Eine friedliche Verständi­gung scheint ausgeschlossen. Der „Verband der Aerzte Deutschlands zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen" ist fest entschlossen, seine Forderungen durchzusetzen. Da er 11 918 Aerzte und reiche Geldmittel hinter sich hat, so ist nicht abzusehen, wem schließlich der Sieg bleiben wird. In Köln, wo die Aerzte streiken, hat bereits der Regie­rungspräsident in den Streit eingegriffen und den Krankenkassen anfaeaeben. neben den wenigen Nichtstreiken­

den innerhalb 24 Stunden weitere 30 Aerzte anzustellen, sowie verboten, weitere Verträge mit Aerzten abzuschließen, ohne ihm von dein beabsichtigten Inhalt Kenntnis zu geben. Eine Beschwerde beim Kultusminister ist abgewiesen worden. Es konnte auch nicht anders sein. Die Regierung muß die Kassen anhalten, stets dafür zu sorgen, daß genügend Aerzte vorhanden sind. Es ist ihre Pflicht, energisch darauf zu sehen, daß bei dem Streit der Aerzte und Kassen nicht der unschuldige Tritte, die Kranken, zu leiden haben.

Deutscher Reichstag.

(19. Sitzung.) CB. Berlin, 26. Januar. J

An die Beratung des Titels Staatssekretär im

Etat des Reichsamts des Innern knüpfen sich hergebrachtermaßen lange sozialpolitische Erörte­rungen. Diesmal liegt dazu ein Bündel von Resolutionen vor, über die besonders beraten werden soll. Das Haus ist dünn besetzt und offenbar beschlußunfähig. Aber das tut nichts, solange seine Beschlußfähigkeit nicht in aller Form angezweifelt wird, verhandelt es munter weiter.

In der heute fortgesetzten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern, Titel Staatssekretär, trug zunächst Äbg. Werner (Wirtsch. Vereinig.) neben verschiedenen sozialpolitischen Wünschen solche zu gunsten des Mittel­hand e s vor, für den er mehr Entgegenkommen von feiten der Regierung fordert.

Staatssekretär Graf Posadowsky erklärte: Ich habe neulich nicht gesagt, d a s H a n d w e r k sei nicht mehr zu halten, wie man mir untergelegt hat. Ich habe nur gesagt, Mas sich überlebt habe, sei nicht mehr zu halten, so sei auch der allgemeine Befähigungsnachweis im Haildwerk heutzutage nicht mehr möglich!

Sächsischer Geh. Rat Dr. Fischer verteidigte die säch­sische Regierung gegen die Angriffe des sozialdemokratischen Abg. Fischer wegen ihres Verhaltens beim Crimmitschauer Streik. Die Behörden hätten, führte er aus, nur für Ruhe und Ordnung gesorgt und keineswegs gegen die Sttei- kenden Partei ergriffen. Beim Eintreffen Arbeitswilliger hätten sich am Bahnhöfe Szenen abgespielt, die nahe an Aufruhr streiften und ein Einschreiten nötig machten. (Lachen links.) Ein Verbot der Weihnachtsbesche- rungen in Crimmitschau sei überhaupt nicht erfolgt, halbem nur ein Verbot von Ansprachen, weil damit über- hcmp: nur ein F c st d e s F r i e d e n s in ein F e st des Hasses umgewandelt werden sollte.

Abg. M u g d a n (freis. Volksp.) äußerte verschiedene Wünsche hinsichtlich der Gewerbeailfsicht; so verlangte er ver­mehrte Anstellung von AufsichtSbeansten, auch weiblicher, ferner die Anstellung besonderer Aufsichtsbeamten für das Handelsgewerbe u. s. W. und wandte sich dann zur Arzt­frage. Man solle die Aerzte und Krankenkassen sich ruhig mit einander streiten lassen. Auf gründ seiner genauen Kenntnis derDinge erklärte Redner: In einer sozial­demokratisch geleiteten Krankenkasse ist es absolut unmöglich, eine Stelle als Kassenarzt zu bekommen, wenn man nicht selber Sozialdemokrat ist. (Hört! Hört! Wieder­spruch und große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Genau so sieht es aus mit der Anstellung auch der ü b r: - gen Kassenbeamten. (Hört! hört!) Der Redner bemängelt dann noch Einzelheiten im Unfall - Versicherungsgesetz.

Abg. Heyl v. Herrnsheim (Nat.) fordert zehn- stündmen Maximalarbeitstag für Frauen und den Ausbau des Systems der Einigungsämter behufs Vermeidung ge­meingefährlicher Streiks. Die Verordnungen, auf welche sich die Sozialdemokraten so viel zu gute täten, seien keinen Schuß Pulver wert. Dann plaidierte Redner für Einrich- tung von Arbeitskammern. Staatssekretär Graf Posa­dowsky verspricht, daß die Verordnungen über die Sonn­tagsruhe demnächst einer allgemeinen Nachprüfung unter­zogen werden sollen.

Die Politik. .

cT Irgend welche neue amtliche Nachrichten über die Vorgänge im Aufstandsgebiet in Südwestafrika liegen nicht vor. Umso rühriger ist die englische SensationsPresse in der Verbreitung von Schauermären. So meldet neuerdings die sattsam bekannte Londoner Daily Mail, fast die ganze Ein­geborenen Bevölkerung der Kolonie von der kapländischen bis zur Portugiesischen Grenze sei in offenem Aufruhr. Von allen Seiten kämen Meldungen über Einäscherung von Ansiedler­gehöften sowie über Ermordung von Kaufleuten, Farmern, in einzelnen Fällen auch von Frauen und Kindern. Bei Keetmannshoop sei eine Abteilung von 20 Deut­schen von Hereros erst gemartert und dann leben­dig verbrannt worden. Eine mäßige Schätzung be= ziffere die Gesamtzahl der aufständischen Ovambo-, Herero- und Damaraleute auf 15 000, die Mehrzahl sei jedoch schlecht bewaffnet. Von einflußreichen Häuptlingen stehe nur Wit- booi bisher treu auf deutscher Seite. Die Meldung klingt schon deshalb unwahrscheinlich, weil bei Keetmannskoop überhaupt keine Hereros, sondern Bondelzwarts ansässig sind. Und diese sind bekanntlich in die Berge geflohen. — Die deutsche Regierung verhandelt augenblicklich in Kapstadt über den Ankauf von Zugochsen für Südwestafrika.