Einzelbild herunterladen
 
  

Nr. 119.

Dienslag, den 24. Mai 1904

13. Jahrgang.

Wd»U«e«e»tSpret-: in Gießen, ad-ehstt monatlich 50 Pfg., M H«uS gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mk. 1^0.

GGOtisbeilâgen : Odeichasfische F»mitte<reit««g (täglich) und die ®t***r Gessenblns«* (wöchentlich).

Das Blatt erscheint an «Sem Werktagen nachmittag-.

Gießener

J«fertto«SpreiS t Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober* Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg sonst 15 Pig. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88. Aernsprechanschlnst Nr. 368.

Aeueke Nnchrichlen

tOießeuer Ungevtatt)

Hlnaöyängige Tageszeitung

(Hietzener Weitung)

ft S. 3 CP 3: ft-ft ' ft 9

ä

= § 3 5

vL-^Z

« r ft i^S Ws» £§ I 53

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalameiger für Gietzen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen

MMHIWMiaHHWHMHHmMMMMMMfMBMKWHBMMMBaMnM^BnBBnMMMMIiaiMMHaMMIMMMIIMMINaHMMMMi

Der Krieg in Ostasien.

In ben Bewegungen der ersten japanischen Armee unter General Kuroki ist eine neue Verzögerung eingetreten. Wie es heißt, ist Kurokis Avantgarde 60 Meilen westlich von ^ânghwanghtschng auf 32 000 Russen gestoßen und hat sich vorsichtigerweise zurückgezolfen. Die Spitze der Japaner soll jetzt wieder bei Fönghwanghtscheng stehen.

Während anfänglich von einer großen Schlacht gemunkelt mürbe, die bei dieser Gelegenheit geliefert sein sollte, und bei bcr die Japaner tausende von Toten zu beklagen gehabt hät­ten, reduziert sich der Vorgang tatsächlich darauf, daß Kosaken die Flanke der japanischen Division, die die Vorhrck blldete, beunruhigten, bis sich diese wieder auf das Hauptkorps zu- rickzog. Daß es dabei zu Verlusten auf beiden Seiten kam, ist selbstvcn-ständlich, doch sind diese nicht so erheblich gewesen, daß es irgend lohnt, davon Auslebens zu machen. Immer­hin aber sind durch die jetzige Konjunktur die russischen Aus­sichten besser geworden. Kuropatkin und seine Truppen sind vl»ll guter Zuversicht, um so mehr, als es heißt, daß die Nilssenfreunde in Korea die Rückzugslinie der Japaner zu bedrohen gebenken. Aus Söul liegt folgende Nachricht vor, bi« von einem drohenden

Aufruhr in Korea ^ ^'^ ' zui melden weiß.

Die koreanischen Russenfteunde beginnen infolge der letzten Mißerfolge der Japaner wieder eine rege geheime Tätigkeit zu entfalten, namentlich im Norden und Osten des Landes. Man glaubt, die Japaner würden in aller­nächster Zeit genötigt sein, gegen einen ernsteren Aufruhr Truppen vom Jalulager abzuzweigen. Viel kommt da­rauf an, ob das Wladiwostok-Geschwader aus dieser Situa­tion Nutzen zu ziehen vermöchte.

Bei der Tatkraft, die der Kommandierende des Geschwaders stets an den Tag gelegt hat, ist zu erwarten, daß er die sich

n ft -

ihm bietende günstige Gelegenheit beim würd.

Die japanische Flotte fährt inzwischen durch gewaltsame Rekognoszierungen zu | mit den Forts Schüsse zu wechseln.

Schopfe ergreifen

fort Port Arthur beunruhigen und

Oie Politik.

Seit einigen Monaten verlautet in

der diplomatischen Welt, so etwas wie eine neueheilige Allianz", ein Drei- kmserbündnis zwischen den Herrschern Deutschlands, Oe st erreich- Ungarns und Rußlands stehe bevor. In der Tat ist eine derartige politische Entwickelung keines­wegs ausgeschlossen, und es mag schon zutreffen, daß, wie in russischen Hofkreisen versichert wird, bereits' Besprechungen zur Wiederherstellung des Drei-Kaiser-Bündnisses statt- sinden. Nachdem sich Rußland ins Einvernehmen mit Oester­reich über die Balkanfrage gesetzt hat, will der Zar nun auch eine Vereinbarung mit Deutschland über dieselbe Angelegen­heit treffen. Für seine diplomatischen Dienste soll Deutsch­land eine Erweiterung seines Wirkungskreises um K i a u - t s ch o u zugestanden erhalten. Der französisch-englische Ver­trag, der dem Zaren gar nicht genehm ist, soll ihm den Ge­danken an die Erneuerung derheiligen Allianz" nahegelegt haben.

Generalleutnant v. Trolha, der mit dem letzten Truppen- vnd Pferdetransport für Südwestafrika die Ausreise nach der Kolonie angetreten hat, hat einen Stab von 30 Offizieren mitgenommen. Der eigentliche Stab, d. h. der Generalstab und die Adjutantur, umfaßt nur 6 Offiziere, der Rest ver­teilt sich auf die einzelnen Dienststellen. An der Spitze des Generalstabs steht ein Oberstleutnant als Chef, dem 1 Major und 2 Hauptleute beigegeben sind. Der Adjutanturdienst wird von einem Hauptmann und einem Oberleutnant ver­sehen; letzterer ist der Sohn des Generalleutnants V. Trotha. Zu einer Signal-Abteilung wurden 6 Leutnants der Ka­vallerie bestimmt, die auf der hiesigen Kavallerie-Telegraphen­schule ihre Ausbildung in diesem besonderen Dienstzweige erhalten haben. Es handelt sich dabei namentlich um die telegraphische Zeichengebung bei Nacht durch lange und kurze Lichtblitze, die mittels einer eigenartig hergestellten Lampe hervorgebracht werden; diese Lampe kann ein Reiter bequem am Sattel mit sich führen, und wo er dann Haft macht, kann er seine Signalstation sofort einrichten.

Gegen die Giltigkeit der Reichstagswahl in Frank­furt a. O.Lebus wird seitens der sozialdemokratischen Par­tei und auch wahrscheinlich seitens der wirtschaftlichen Ver- c migung Protest eingelegt werden. Die Proteste erstrecken sich auf die Hauptwahl wie auf die Stichwchl. Gewählt ist 11 dem Wahlkreise bekanntlich der Nationalliberale Basser^ m a n n.

*

*. Einzelne Blätter kündigen die Errichtung eines Reichs- Arbeitsamts als nahe bevorstehend an. Diese Meldung ist.

ic wir auf Grund einer Information unseres Berliner CBS Mitarbeiters feststellen können, unzutreffend. Geplant ist lediglich Uie Errichtung einer selbständigenArbeits - statistischen Abteilung" im kaiserlich Statistischen Amt unter einem zweiten Direktor. Die Besorgnisse, die man in Arbeitgeberkreisen der Errichtung eines Reichsarbeitsamts entgegenbringt sind demnach mindestens verfrüht.

»

# In Oberschlesien finden neuerdings Ausweisun­gen galizischer Arbeiter in größerem Maßstabe statt. So würben kürzlich auf der Kleophasgrube bei Kattowitz 100 galizische Arbeiter entlassen und durch einheimische ersetzt, weil der Kattowitzer Landrat sie ausgewiesen hatte. Auch auf anderen Gruben hat der Landrat die Entfernung der galizischen Arbeiter verlangt. Die Grubenverwaltungen klagen über diese Ausweisungen, weil ohnehin im Kohlen­revier Mangel an Tagesarbeitern herrscht.

*

^ In Lübe ^ haben sich alle bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie zusammengeschlossen. Das nächste Ziel dieser Vereinigung ist die Wiedereroberung des Wahlkreises Lübeck für die bürgerlichen Parteien. Diese Ziele sucht die Vereinigung zu erreichen, insbesondere durch aufklärende und belehrende Vorträge, Versammlungen und Schriften, durch raktische foziale Arbeit, durch rechtzeitige Aufstellung eines eincinfamen Kandidaten für die Reichstagswahlen. Die Vereinigung tritt ein: für die wirtschaftliche und politische Machtentfaltung der deutschen Nation, für die Erhaltung bcr vollen Wehrkraft unseres Volkes zu Lande und zu Wasser, für ein wahrhaft konstitutionelles Verfassungsleben in ge­sichertem Bufcmimenwirfen zwischen Regierung und Volks­vertretung, für die Wahrung der Rechte des Volkes, für volle Gewissens- und Religionsfre'heit, für Erhaltung eines kräf­tigen Mittelstandes, für den stetigen Ausbau der Arbeiter­schutzgesetzgebung, für Förderung einer vaterländischen Ar­beiterbewegung usw. Die Vereinigung wird ü. a. unent­geltliche Rechtsauskunftstellen für Unbemittelte errichten.

Oesterrdeb-Ungam»

O Irgendwo ist in Ungarn immer eine Revolte. Jetzt sind wieder slovakische Bauern rebellisch geworden. In Sla­vonien werden gegenwärtig die bisherigen Gemeindeäcker aufgeteilt und an die Anlieger abgegeben. Möglich, daß dabei die an den Gemeindeacker grenzenden Großgrund­besitzer hier und bat etwas besser gefahren sind, a13 die Bauern. Genug, in Jrig, Komitat Szerem, brach dieser Tage ein förmlicher Bauernaufftand wegen der Ackervertei­lung aus. Die Bauern gingen gegen das Gerichtsgebäude los, bombardierten es mit einem S t e i n h.a g e l und griffen die Gendarmerie an. Letztere gab eine Salve ab. Zwei blieben tot einige wurden leicht verwundet. Der Groß­grundbesitzer Stephan Damjanovitsch wurde von den Auf­ständischen derart mißhandelt, daß an seinem Aufkommen ge­zweifelt wird. Aus Peterwardein ist Militär nach Jrig ab= gegangen.

Italien,

®. Die Pariser Regierung hat es eilig: die Abberufung Des französischen Gesandten beim Vatikan ist bereits ersulgt. Herr N i s a r d hat Rom bereits verlassen. In vatikanischen Kreisen hatte man ein so kurz angebundenes Verfahren des Kabinetts Combes nicht erwartet; Papst Pius selbst ist im höchsten Maße bestürzt, und nach diesem unerwarteten Schach- zrige Frankreichs soll er nicht mehr abgeneigt sein, seinen Kardinalstaatssekretär Merry del Val, den Urheber der ganzen diplomatischen Kampagne mit Frankreich, von seinem Posten zu entbinden. Bekanntlich sind die meisten Kardinäle Gegner der Pofttik Merry del Vals, ben sie für unfähig und unerfahren erklären.

Asien.

Immer gefährlicher wird die Lage der britischen Tibet- xpcdition: Die Tibetaner geben sich alle Mühe, sie zu ver­nichten. Sie hatten im Rücken des englischen Lagers einen Hinterhalt gelegt, um eine Abteilung abzufangen, welche die Post überbrachte. Als man Gewehrfeuer hörte, wurde vom vager Verstärkung abgeschickt, aber erst nach einstündigew tampfe erreichte die Abteilung mit der Post das Lager. Ein ?epoy (indischer Soldat) wurde getötet, drei erlitten schwere Verwundungen. Allerdings wird sich das Blatt wohl wen­den, wenn erst die Verstärkungen aus Indien in Gyangtse angelangt sind. Kommen sie aber nicht bald, so kann es ge­schehen, daß sie von Aunghusband und seinen Leuten nur noch die Knochen finden.

Ros und Gesellschaft.

*** Die kaiserliche Familie verlebte das P f i n g st f e st gemeinsam im Neuen Palais bei Potsdam, mit Ausnahme des Prinzen Adalbert, drittältesten Sohnes des Kaiserpaares, der sich bekanntlich an Bord des großen KreuzersHertha" auf einer Ostasien-Studienfahrt befindet und das Pfingstfest in Tsingtau in Gesellschaft des dortigen deutschen Offizierkorps zubrachte. Am Vormittage des zweiten Feiertages wohnte die ganze kaiserliche Familie dem Feldgottesdienfte des Lehr-Jnfanterie-Bataillons auf der Moppke und später dem sogenanntenSchrippenfest" des Bataillons, wie alljährlich, bei.

Reer und flotte.

Die Armeerangliste für 1904, die das preußische und Württembergische Heer umfaßt, ist im Verlage von E. S.« Mittler erschienen. Sie weist den Stand vom 6. Mai nach. In der neuen Rangliste finden sich bezüglich der Heeres- gliederung usw. nur sehr geringfügige Aenderungen. Neu ist in der Rangliste die Bezeichnung der Korpsroßärzte, Ober­roßärzte, Noßärzte durck Korpsstabsveterinär, Stabsveterinär und Oberveterinäre. Die Militärroßarztschule heißt infolge­dessen jetzt Mililärveierinärakademie. Durch Beförde- rungen und Charakter-verleihungen hat die Armee vom 6. Mai 1903 bis dahin 1904 neu erhalten 2 Generalobersten, 9 Generäle, 25 Generalleutnants, 29 Generalmajore, 51 Obersten, 90 Oberstleutnants, 308 Majore, 406 Hauptleute lind Rittmeister, 478 Oberleutnants, 898 Leutnants, 5 Ge­neralärzte, 9 Generaloberärzte, 36 Oberstabsärzte, 45 Stabs­ärzte, 76 Oberärzte, 93 Assistenzärzte. Gestorben sind Dom aktiven Dienststande der Armeei 1 Generalfeldmarschall, 1 General der Infanterie, 3 Obersten, 5 Oberstleutnants, 6 Majore, 20 Hauptleute und Rittmeister, 10 Oberleutnants und 25 Leutnants, 5 Oberstabsärzte, 2 Stabsärzte, 1 Ober­arzt, 3 Assistenzärzte.

Offiziere für China. 48 Offiziere und Sanitätsoffiziere sind aus der Armee ausgeschieden und in die o st a s i a t i s ch e Besatzungsbrigade eingetreten. Unter diesen 48 Of­fizieren befinden sich 3 Bayern, 4 Sachsen und 3 Württem­berger.

Nab und fern.

^ Das große Los der preußischen Klassenlotterie im ^ar= betrage von 500 000 Mark, das, wie gemeldet, mit der Nr. 6835 gezogen wurde, ist mit seinen sämtlichen Anteilen in pie Kollekte des Majors Köhn v. Jaski nach Königsberg i. Pr. gefallen. An dem Lose sind durchweg sog. kleine Leute, u. a. zwei Friseure, ein Handlungsgehilfe und ein Handwerker be­teiligt, denen diekleine" Pfingstfreude wohl zu gönnen ist, denn in einigen Fällen soll ein Teil des erzielten Gewinnes zur Selbständigmachung aufgewendet werden. Im übrigen ist die Glücksnummer zum letzten Male in Königsberg ge- spielt worden, da sie nach dem neuen Verteilungsplane für die nächste Lotterie nach Berlin abgegeben werden soll.

Wie launenhaft oft die Glücksgöttin ist zeigt wiederum der folgende traurige Fall. Der Zahlmeisteraspirant, Vize­feldwebel Müller vom Bezirkskommando in Mainz wurde vor einiger Zeüt vom Kriegsgericht in Darmstadt wegen. Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von etwa 3000 Mark zu mehrjähriger Gefängnisstrafe, Degradation und Ver­setzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Müller hatte ein ausschweifendes Leben geführt und viel Geld verpraßt, das er den ihm anvertrauten Kassen entnahm, während er seine Unterschleife durch raffinierte Buch­fälschungen zu verdecken wußte. Als sich das Netz immer enger und enger um ihn zu schließen begann, kaufte er sich ein Lotterielos, auf das er mit der Zähigkeit des Verzweifelten seine ganze Hoffnung setzte, obgleich es bereits in mehreren Klassen durchgefallen war. Dann ereilte ihn sein Geschick, die Unterschlagungen wurden bei einer Revision entdeckt, und Müller kam in Untersuchungshaft. Zwei Bekannte von ihm übernahmen das Los und spielten es auf eigene Rechnung weiter. Nur wenige Tage nach der Verurteilung Müllers war neuerdings Ziehung, und das Los wurde mit einem Gewinn von 10 000 Mark gezogen . . .

Unfall auf einem Schießplatz. Ein schwerer Unfall er­eignete sich auf dem Militärschießplatz in Thorn infolge eigener Unvorsichtigkeit der dabei Beteiligten. Drei Kanoniere der 1. Kompagnie des zur Zeit dort übenden Jnfanterie- Regiments Nr. 5 nahmen trotz des strengen Verbotes eine Zündladung in ihre Barackenstube mit. . Auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise kam die Ladung zur Explosion, wobei alle drei mehr oder minder schwere Verletzungen erlitten. Insbesondere ist ein Kanonier am rechten Auge so schwer ver­letzt, daß es fraglich erscheint, ob ihm das Augenlicht erhalten bleiben wird.

D Ein grauenhafter Lustmord wurde an der elfjährigen Tochter Klara des Schmiedes Braun in Weidenau bei Siegen begangen. Ein Kostgänger der Familie, namens Hasse, hatte das Kind in sein Zimmer gelockt, es vergewaltigt und ihm den Hals abgeschnitten. Man fand die Leiche in seinem Kleiderschrank in einem Sack versteckt vor. Jedenfalls hatte er darauf gewartet, sie während der Nacht unbemerkt über Seite zu schaffen.

0 Verhängnisvoller Leichtsinn. Eine Unbedachtsamkeit sondergleichen kostete auf der Station Erdeborn bei Halle einem Reisenden das Leben. Der Mann war aus dem von Halle gekommenen Zuge auf der verkehrten Seite ausge­stiegen. Als er seinen Irrtum gewahr wurde, versuchte er, statt einen Augenblick zu warten, bis der Zug abgefahren war, unter dem Zuge durchzukriechen. In demselben Augenblicke setzte sich der Zug in Bewegung, der Unglückliche geriet unter die Räder und im nächsten Augenblick war er eine Leiche.

Kindermord im Wahn. In Leipzig hat die Frau des Kutschers Keßner in Abwesenheit ihres Mannes ihre beiden