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rasch das Haus. Das Gesicht des Kranken nahm jetzt einen friedlicheren Ausdruck an. Er sprach nicht weiter. Um ihn zu erfrischen, befeuchtete ich seine Lippen mit Wasser, dem ich etwas Cognac zugefügt hatte, und das schien ihm auch gut zu tun.

Mehrere Stunden mußte ich am Krankenbette Wache halten. Es war inzwischen Nacht geworden und Kathleen war uod) nicht zurückgekehrt.

Endlich kam sie ins Zimmer gestürzt. „Er ist nicht zu Hause," rief sie mir entgegen. „Er ist nach Castlerea ge­fahren."

„Das habe ich leider befürchtet," antwortete ich hierauf. „Sie wissen ja, daß er als Zeuge vorgeladen ist und daß heute die Verhandlung stattfinden soll."

„Es wäre besser, Pater Antonius wäre heute abend hier als dort unten. Vielleicht kommt aber Pater Johannes noch heute hierher, ich habe es ihm sagen lassen."

Während sie sprach, schlug der Kranke seine Augen auf.

„Kommt der Herr Kaplan? Mir ist so angst, und der Doktor meint, ich werden sterben."

Die Tränen rollten dem Mädchen über die Wangen. Sie beugte sich über ihren Bruder und sagte: „Er kommt, Rory, er kommt ganz gewiß! Aber vielleicht sprichst du schon lieber jetzt und machst dir dein Gewissen leichter. Pater Antonius hat dir doch gesagt, daß Gott dir niemals ver­zeihen wird, wenn du stirbst, ohne deine Schuld bekannt zu haben."

„Niemandem als dem Herrn Kaplan will ich sie bekennen," versetzte der Mann mit seiner früheren trotzigen Entschlossenheit

Da sich jetzt nichts weiter tun ließ als ruhig abwarten,' so ging ich in die Küche und setzte mich an den Herd, während Kathleen neben dem Krankenbette Platz nahm. Eine Stunde verstrich so, während deren mir alle die merk­würdigen Ereignisse durch den Kopf gingen, die sich seit meinem Aufenthalt in diesem Lande zugetragen hatten. Auch an Ellen mußte ich denken. Ich hatte sie in der Bot­schaft, die ich ihr durch Andreas gesandt, gebeten, so schnell als irgend möglich ohne jeden Aufschub in dieses Haus des Unglückes zu kommen. Würde sie wohl kommen? Und wenn sie käme, würde ihr dann das, was der Sterbende zu sagen hatte, Trost und Hilfe bringen oder —?

Da wurde mir plötzlich die Ankunft Ellens gemeldet; ich eilte ihr entgegen und freute mich, sie vorbereiten zu können.

Auf dem Wege nach dem Hause unterrichtete ich sie über den Stand der Sache. Ich gab meiner Ueberzeugung Aus­druck, daß der Sterbende ein Bekenntnis abzulegen haben dürfte, das zu ihres Vaters Ermordung in Beziehung stände. Zwar mit blassem Antlitz, aber doch gefaßt und mit fest aufeinander gepreßten Lippen hörte sie mir zu.

Mit einem tiefen Seufzer sagte sie dann: „Es war gerade noch Zeit; vor übermorgen wird die Verhandlung nicht be­ginnen, ich konnte daher ohne Verzug hierher eilen."

In meiner Begleitung trat Ellen in das Haus. Die Türe des inneren Zimmers stand offen, und Kathleen war allein in der Küche. Als sie Ellens ansichtig wurde, ver­färbte sich ihr Gesicht, aber sie verstand es, sich zu beherrschen, schlug ehrerbietig die Augen nieder und geleitete uns zur Türe.

„Sie haben drinnen schon nach ihnen gefragt," sagte sie leise und wandte sich dann weg.

Wir gingen hinein. Pater Antonius stand am Bett; Pater Johannes kam uns auf den Fußspitzen entgegen und faßte Ellen an der Hand.

So wie ich ihn verlassen hatten, lag der Kranke noch da; sein Gesicht war aber jetzt von einer hektischen Nöte überzogen, die Augen hatte er offen, und mit einem höchst sonderbaren Ausdruck schaute er auf den jungen Kaplan. Ellens Eintritt entging ihm nicht; er zuckte zusammen, und mit einer schier übermenschlichen Anstrengung erhob er sich aus seinen Kissen.

„Herr Doktor," rief er mit rauher Stimme, „sagen sie mir bei dem allmächtigen Gott die Wahrheit! Nèuß ich jetzt sterben?"

„Jawohl," bestätigte ich.

Seine geringen Kräfte verließen ihn wiederum, und ganz erschöpft fiel er auf sein Bett zurück.

„Ich fürchte mich ja nicht vor dem Sterben," seufzte er, „aber den Galgen fürchte ich. Ich hätte nicht geglaubt, daß sie einen Unschuldigen hängen würden. Ich müßte statt Herrn Michael im Gefängnis sitzen. Herr Michael, den Gott

beschütze, hat keiner Menschenseele jemals was Böses getan.

Ich war es, der den Herrn erschossen hat."

Er hielt inne und eine große Stille herrschte im Zimmer. Ich sah, wie der junge Kaplan das Zeichen des Kreuzes machte und dann seine dünne weiße Hand über die Augen hielt. Ellen zuckte zusammen und war einer Ohnmacht nahe, Kathleen schlich sich durch das Zimmer und kniete heftig weinend am Bette nieder.

„Bist du es, Kathleen?" fragte der Kranke in seiner tonlosen Stimme, und als sie durch einen Seufzer bejahte, fuhr er traurig fort: „Es war ganz gewiß nicht meine Ab­sicht den Herrn zu töten, aber ich hatte einen schlechten Tag und der Teufel steckte in mir. Den ganzen Tag über hatte ich mid) in den Schänken herumgetrieben und abends kam ich halb verrückt nach Hause. Kathleen war ausgegangen und ich setzte mich an den Herd und schlief ein. Als ich wieder aufwachte, wollte ich etwas trinken und überall suchte ich, ob vielleicht Kathleen irgendwo Schnaps versteckt hatte. Na, ich fand and) noch eine halbe Flasche und fand auch die Flinte, nämlich §emt Michaels Flinte. Ich nahm sie und machte mich in die Berge, ob ich vielleicht einen Hasen schießen könnte . . . ."

„Aber wie waren sie denn zu dieser Flinte gekommen?" unterbrach ich ihn.

„Am Morgen jenes Tages war ich ins Gebirae ge­gangen und hörte dort, daß Herr Michael nach Kilsyth gefahren war. Das Haus stand ganz leer, denn Fran Creenan war ins Dorf gegangen und Nora war ganz allein in der Küche. Ich wußte, wo die Flinte lag und da der Herr Michael mir versprochen hatte, sie mir für einen Tag zu leihen, schlich ich mich hinein, nahm sie an mich und rannte damit nach meiner Wohnung, wo ich sie in dem Torfhaufen im Hofe versteckte. Darauf ging ich auf den Jahrmarkt, was ich ihnen ja schon erzählt habe . . ."

Abermals hielt er inne und sein Gesicht wurde kreideweiß.

Ich flößte ihm etwas Cognac ein. Einen Augenblick lang schloß er die Augen und wiederum wurde es totenstill im Zimmer. Das Mädchen hatte zu weinen aufgehört und der Kaplan hatte die Hand vom Gesichte entfernt, aber niemand sprach. Ich fühlte nach dem Puls des Kranken. Er schlug seine Augen aus, atmete tief und schwer und fuhr zu erzählen fort: „Als ich mit meiner Flinte dort unten war, sah ich, wie der Herr aus dem Wagen stieg, um den kürzeren Weg nach dem Schlosse, quer über den Sumpf, einzuschlagen. Ich duckte mich nieder, denn ich wollte nicht haben, daß er mich sehen sollte, er kam aber gerade auf die Stelle zu, wo ich mich verborgen hatte, und als er mich mit der Flinte in der Hand erblickte, fing er an zu schnupfen und hieß mich einen Wilddieb und einen Spitzbuben und wollte mich der Polizei anzeigen. Ich war ja betrunken, und wie er weiterging, schoß ich hinterrücks auf ihn. Er taumelte, schleppte sich aber noch bis aus die Landstraße und fiel dann vornüber mausetot hin."

Voller Entsetzen hörten wir seiner Erzählung zu, und. wir hatten Mühe, uns ruhig zu halten, als er weiter sprach^

„Gott der Allmächtige weiß, daß ich alles darum ge’ geben hätte, wenn ich den Herrn ins Leben hätte zurück' rufen können. Ich sah ihn mir an, und mußte an den Galgen denken, und ich hatte Angst vor dem Toten, und dann . . . und dann lief ich nach Hause."

Abermals schloß er die Augen und abermals benetzte ich seine Lippen und bat ihn, weiter zu erzählen.

„Kathleen weiß das Uebrige. Zu Hause fand ich sie am Herde sitzen, und in meiner Seelenangst erzählte ich ihr, was ich getan hatte. Als sie hörte, daß ich den Herrn erschossen hatte, riß sie die Sichel von der Wand und ging auf mich los. Ich wollte sie abwehren unb dabei ritzte ich mir den Arm auf. Heftig blutend stürzte ich zu Boden, und als meine Schwester sah, was sie getan hatte, kam sie zur Be­sinnung, half mir zu Bett und versuchte die Wunde zu ver­binden. Ich würde mich aber in jener Nacht ganz gewiß verblittet haben, wenn nicht Pater Antonius, den Gott segnen möge, zufällig hierher gekommen wäre. Er stillte das Blut, verband mir die Wunde und setzte sich an mein Bett. Weil ich nun glaubte, mein letztes Stündlein wäre gekommen, beichtete ich meine Sünden und bat um die Los­sprechung, aber Pater Autouius verweigerte sie mir, weil ich keine richtige Reue hätte. Als der Morgen dämmerte, kam er ganz verstört und leichenblaß wieder und erzählte mir, daß meiner Tat wegen Herr Michael verhaftet worden sei.

(Schluß folgt.)

Nur aus der Brust geheimster Zelle, Die jedem Blick verborgen bleibt, Entströmt der Freuden schönste Quelle, Die tausend Lebensknospen treibt.

Die Verlobung in der Lanerhütte.

Jagdhumoreske von Fritz Skowronnek.

(Nachdruck verboten.)^

Försters Töchterlein, die blonde Eva, stand am Herde und backte Mehlflinsen. Hell flackerte das von trockenem Holz genährte Feuer und warf rosigen Widerschein auf ihre von gesunder Fülle strotzende Figur. Verträumt blickten ihre blauen Augen in die Glut des Herdes. Sie hatte es nicht gemerkt, oder vielleicht wollte sie es nicht hören, daß leise, hinter ihr die Tür zur Küche aufgeklingt wurde. Mit zwei schnellen Schritten stand ein junger Mann in der Uniform eines Forstgehilfen neben ihr und ehe sie sichs versah, hatte er den Arm um sie gelegt, und ihr einen herzhaften Kuß aufgedrückt. Sie hätte sich auch nicht wehren können, denn in der einen Hand hielt sie den Stiel der Pfanne, in der andern den Löffel, mit dem sie gerade in dem angerichteten Mehlbrei rührte. Kampfbereit hob sie ihn als Waffe, aber der junge Mann war bereits einen Schritt zurückgesprungen und lachte sie aus seinen dunklen Augen vergnügt an.

„So hatte ich's mir ausgedacht und so ist's mir ge­lungen! Guten Abend, Schatz."

Der Zorn, mit dem das Mädel sich zum Herde ab­wandte, muß wohl nicht sehr ernsthaft gewesen sein, denn der kecke Jäger wagte mit Erfolg noch einen Ueberfall.

„Ich verbitte mir das, Herr Neubacher!"

„Franz heiße ich, Franz, herzigster Schatz! Oder hat auch dein Herz mich abgesetzt, weil dein Vater aus reinem Eigensinn die Einwilligung zu unserer Verlobung ver­weigert!"

Mit Tränen in den Angen wandte sich das Mädchen ihm zu. „Es geht wirklich nicht, Franz, das wir hinter dem Rücken des Vaters . . ."

Ihr Schatz ließ sie nicht ausreden. „Ich bin eben dabei, einen neuen Sturm auf seinen Eigensinn zu wagen."

„Womit denn?"

„Mit meinem neuesten Erfolg! Heute früh habe ich den Niedermeyer in Jagen 14 bei einem frischgeschossenen Reh überrascht und festgenommen."

In ihrein Eifer hatten beide überhört, daß sich die Thür zur Wohnstube geöffnet hatte. Evas Vater, der graubärtige Förster Dreyhaupt stand vor ihnen.

„Herr Neubacher, meine Tochter dürfte wohl nicht die geeignete Instanz zur Entgegennahme einer dienstlichen Meldung sein."

„Entschuldigen sie, Herr Förster, die Tür zur Küche stand offen und da wollte ich Fräulin Eva die freudige Mitteilung machen . . ."

„Meiner Tochter ist es ganz gleichgittig, ob Sie einen Wilddieb gefangen haben, Herr Forstaufseher."

„Herr Förster, ich bitte nochmals um Entschuldigung. Ich that es nur in der Hoffmmg, daß ich nach diesem Erfolg vielleicht doch ihre Einwilligung zu unserem Herzensbuude erlangen könnte."

„Geben Sie sich keine Mühe, Herr Forstaufseher. Ich pflege nicht in acht Tagen meine Meinung zu ändern. llebrigeus ist der Herr Forstmeister hier zur Zeltelrevision . . . Sie können vorn eintreten und bei Ujm ihre Meldung abstatten."

Der junge Mann verbeugte sich in dienstlicher Haltung vor dem Förster. Noch ein halblautes „Adieu, Fräulein Eva" — dann schritt er stolz aufgerichtet au§ der Küche, um vom Flur aus das Vorderzimmer des Hauses zu betreten. Mit sichtlichem Wohlgefallen ruhte das Auge des Forstmeisters auf ihm, als er in lebendiger Schilderung erzählte, wie er beim Patrouillengaug im Morgengrallen den Schuß faden hörte, wie er laufend nahezu zwei Kilometer zurückgelegt, und bann ganz plötzlich aus den Wilddieb gestoßen sei, der augenscheinlich den krankgeschossenen Bock im Dickicht gesucht und eben erst gefunden hatte.

„Nun, und wie ging die Sache weiter?" fragte gespannt der Forstmeister.

„Wir hatten uns wohl beide in demselben Augenblick

erblickt, und gleichzeitig das Gewehr an die Backe gerissen.

. Zum Glück war ich eine halbe Sehmbe früher fertig."

x „Tot?"

/ „diem, Herr Forstmeister, ich muß wohl in der Erregung etwas gewaukt haben. Mein Schuß hat ihm wohl den Kolbenhals der Flinte und die rechte Hand zerschmettert. Der Herr Amtsvorsteher hat sofort einen Wagen requiriert imb ihn als UntersuchuugSgefangeneu ins Kreislazaret ge­schickt. Ich glaube, der Mann wird nicht mehr wildern!"

„Bravo, Neubacher! Bravo! Sie sind ein Glückskind! Der Wievielte ist das schon?"

„Der fünfte in zwei Jahren, Herr Forstmeister!"

„Die Anerkennung wird nicht ausbleiben. Hiben Sie vielleicht einen besonderen Wunsch auf dem Herzen? Vielleicht eine bebaute Stelle und den Heiratskonsens?"

Mit Verwunderung sah der Forstmeister, daß bei diesen Worten der Förster wie der Forstmeister eine abweisende Miene aufsetzten. Unter einem Vorwande war der Förster hinausgegaugeu. Jetzt polterte der Forstmeister los: „Was sind das für Geschichten, Herr Forstaufseher? Hat Eva ihnen einen Korb gegeben oder . ."

„Herr Förster hat meine Werbung abgewiesen. Ich wäre kein Jäger, ich wäre nur ein Bureaumensch, wie die neu­modischen Forstbeamten alle, ein Recheukuecht, wie er sagt . ."

„Ist das wahr?"

„Leider ja, Herr Forstmeister, ich bin kein passionierter Jäger, ich mad)C wohl die offiziellen Treibjagden mit und schieße ganz leidlich, aber darüber hinaus geht meine Passion für die Jagd nicht."

„Hm, das ist mir auch nicht lieb zu erfahren, obwohl dies Manko Ihrer Qualifikation als Beamter feinen Abbruch tut. Aber, sagen Sie mal, Neubacher, könnten Sie Ihrer Natur nicht einen kleinen Ruck geben und sich etwas Passion an­eignen? Wenn man damit ein so prächtiges Mädel erobern kann, müßte das doch gar nicht schwer fallen . . . Wir be­kommen doch alle Jahre Besuch von russischen Wölfen . . . Wenn Sie sich mal ordentlich dahinter setzen und einen Ise- grimm zur Strecke bringen, bann muss das doch bei dem alten Dreyhaupt durchschlagen . . . Anders bekommen Sie den alten Querkopf nicht herum . . ."

„Jawohl, Herr Forstmeister, ich wills versuchen. Unb im Anschluß daran möchte ich dienstlich die Meldung abstatten, daß nach meinen Wahrnehmungen zwei oder drei Wölfe im Revier stecken."

Der Forstmeister war aufgesprungen. „Das sagen Sie erst jetzt? Dreyhaupt! Dreyhaupt! Kommen Sie mal her und hören Sie zu. wir haben Wölfe im Revier?"

Mit unwirscher Miene kam der Graubart aus dem Neben­zimmer herein. „Das glaube ich nicht, Herr Forstmeister, denn ich habe nichts davon gemerkt."

„Na, dann erzählen Sie, Neubacher! Woraus schließen Sie das?"

„Ich habe gestern und vorgestern ein gerissenes Reh ge­funden. Daraufhin bin ich in den Schonungen umhergekrochen, wo noch etwas Schnee liegt und habe auf zwei Stellen die Fährten gefunden."

„Das können auch große Hunde gewesen sein."

„Nein, Herr Förster, soviel bin ich Jäger, daß ich die Spur von Wolf und Hund unterscheiden sann. Außerdem ist vor mir heute nachmittag auf dem Herweg in Jagen 16 ein Wolf hochgegaugen . . ich war schußsertig und warf ihm aus dem Drilling die Kugel nach, bin aber wohl etwas zu weit nach hinten abgekommen, denn ich konnte bei flüchtigem Nachsuchen nichts finden."

Weit einem kräftigen Donnerwetter schalt der Förster auf das jämmerliche schneelose Wetter, das jedes Eintreffen un­möglich mache. Aber wenigstens wollte er vor die Lauer­hütte einen Pferdekadaver vom Abdecker legen lassen und dort sein Glück versuchen. In acht Tagen märe Vollmond .. vielleicht ließe sich trotzdem etwas erreichen.

Der Forstaufseher war gegangen, der Forstmeister hatte dem alten Grau bart wegen seines Eigensinnes eine energische Standrede gehalten und soviel erwirkt, daß Vater Drey­haupt sich bie Sache überlegen wollte, wenn der junge Mann einen Wolf zur Strecke bringen mürbe. Von nun an saß der Förster jede Nacht in seiner Lauerhütte, die er sich sehr behaglich eingerichtet hatte. Im Innern war der Boden mit einer dicken Strohschicht bedeckt, auf der noch eine alte Pelzdecke tag. Von der Decke hing eine feuersichere Laterne. Acht Nächte hatte der Alte vergebens gelauert Er ärgerte sich, daß Neubacher, der zweimal aus dienstlichem