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Samstag, den 2!. Mai (904

13 Jahrgang.

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Wd.««eme»tSpreiS: in Gießen, abgehslt monallich 60 Pfg., M HauS gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel- jShrAch Mk. 1.50.

Mnâ-eNage« : Oberhefstfche Famittenzeitung (tSglich) und die Gießeuer Geifenblnfe« (wöchentlich).

DaS Blatt erscheint an aSeN Werktagen nachmittags.

Z«sertio«SpreiS - Die einspaltige Petitzeile für ganz Obc^ heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 83. FernsprechanschSnß Nr. 363.

Neue

(Gießener Gagektatt)

Unabhängige Tageszeitung

(Gießener Zeitung)

für OVerhesim und die Kreise Marhnrg und Wetzlar; LokalMZAiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen____

Fünfer verschlossenen Cüren.

tPolitische Wochenschau.^

Die Reisen neuzeitiger Fürsten haben den romantischen Zauber der berflofjenen Jahrhunderte eingebüßt, wie ihn uns die Geschichtsschreiber in den Kaiserfahrten von der Pfalz am Rhein gen Nürnberg oder Augsburg schildern. Mit den heutigen schnellen und bequemen Neisegelegenheiten ist aber zugleich auch ein Stück des politischen Wertes solcher Fürstenbegegnungcn dahingeschwunden. Immerhin aber behalten sie doch ihre Bedeutung, weil zwischen Fisch und Braten manche Schwierigkeiten gelöst werden können, und weil sich bei solchen Staatsbesuchen gewöhnlich der ver­antwortliche Minister im Gefolge eines Monarchen befindet, um mit seinem Kollegen „hinter verschlossenen Türen" wich­tige Abmaiyungen zu treffen. Fürsten, deren Regierungen teme guten Beziehungen zu einander unterhalten, pflegen einander auch nid)t zu besuchen. So kennzeichnen sich auch die beiden beuorfteqeuben Besuche des Königs von Englam. tlnd des nunmehr 18 Jahre alt gewordenen Königs voll Spanien in Deutschland als die Besiegelung offiziell guten Beziehungen. Bei dem Besuche des ersteren dürften vor •alten, Dingen, die Handelsvertragsfragen hinter ver- tchlossenen Türen eine gründliche Durchbrechung er= rahren; die Vorverhandlungen mit Spanien sind bereits in der Schwebe.

Bislang sind nur mit einem Staate, und zwar mit Ita­lien, ime dies ja auch dieser Tage im italienischen Parlament bestätigt wurde, die Verhandlungen bis zum Abschluß eine/ Vorlage gediehen. Aber die Bestimmungen werden auf @runb beiderseitiger Vereinbarungen geheim gehalten, ^ mit nicht andere Staaten nach den getroffenen Zugestärä-» Nissen ihre Forderungen formulieren. Daraus darf man mH Beitimmtheit schließen, daß die neuen Verträge einen wesent­lichen Unterschied gegen die Caprivischen Abmachungen in­sofern aufweisen, als anscheinend die unbeschränkte Meiste begünfttgung in Fortfall kommt und die Verkehrserleichte­rungen durch gegenseitige Zugeständnisse erkauft werden müssen, d. h. wir steuern aus dem sogenannten mitteleuro­päischen Vertragssystem heraus dem amerikanischen Gegen- seitigkeitsvertrage zu. Bei dieser Sachlage ist es leicht be­greiflich, daß die Verhandlungen nicht ganz glatt und nicht schnell gehen. „ Die neuzeitigen Handelsverträge sind ein richtiges Geschäft, das sich nach allen Regeln der Krinst mit Feilschen und Handeln hinter verschlossenen Türen vollzieht. Daher erklärt sich denn auch der langsame Fortgang der deutsch-rmssischen Verhandlungen. Rußland will, nachdem es die deutschen Bedingungen fennen gelernt hat, gewappnet auf dem Turnierplatz erscheinen. Dagegen scheinen mit Oesterreich-Ungarn die Vorgespräche günstiger verlaufen zu sein — auch zwischen Oesterreich und Italien, da der benach­barte Kaiserstaat im Interesse seiner Neubewaffnung an­scheinend die Tendenz hat, möglichst schnell seine neuen Ver­tragsgeschäfte zu erledigen.

Diese neue Rüstung ist der größte Aufwand, der in letzter Zeit überhaupt von einem Großstaate gemacht worden ist. Anscheinend will auch Oesterreich seine rein binnenländische Politik aufgeben und sieht aud) seine Zukunft auf dem Wasser liegen. Und im Balkan steigt seine Bedeutung in dem gleichen Maße, wie, die russische sinkt. Mag der Krieg nun für das Zarenreich günstig ober ungünstig verlaufen, das russische Prestige bat derart gelitten, daß notgedrungen Oesterreich bei der Lösung der Balkanfrage den maßgebenden diploniatischen Einfluß gewinnen muß, wie es ja auch jetzt bereits die Hauptlast der Reform zu tragen hat.

Ueber die Aussichten einer durchgreifenden Lösung der orientalischen Frage hat sich ja der österreichische Minister des Auswärtigen sehr günstig geäußert. Und trotzdem die Rüswngen? Und trotzdem die verdächtige Verbrüderung zwischen den Serben und den Bulgaren, die sonst wie Huno und Katze leben, aber dem türkischen Großherrn gegenük'er einig sind? Offenbar wittern die Balkanvölker Morgenluft, weil Rußlands Banner in Ostasien nicht zum Siege flattern, und im Orient hängen noch genug Fragezeichen am Himmel, die eine rasche Rüstung Oesterreichs empfehlenswert erschei­nen lassen. Ueber die tieferen, Gründe dieser Maßnahmen aber äußert sich ein kluger Minister nicht vor aller Welt; darüber lispelt er höchstens hinter verschlossenen Türen. : Noch leiser lispelt man aber in Rußland über den Ge­sundheitszustand des Zaren und das gegen ihn geplante, aber mißlungene Attentat. Wie sehr es auch bestritten werden mag, der Zar ist seit seiner Typhuskrankheit in Livadia nnd seit dem ersten Attentatsversuch entschieden in einem Zustand hochgradiger Erregung, der neuerdings burd) den Krieg nur noch gesteigert wird. Darüber helfen alle Regierungsdeinwu- tis nicht hinweg. Inzwischen aber schreiten die Operationen- der Japaner rüstig weiter. Die russische Flotte in Wladi­wostok und in Port Arthur, sowie auch die dortige Besatzung steht fast wie hinter verschlossenen Türen, und wenn Kuro- patkin mit seiner Landarmee tatsächlich die Ankunft des Er> satzes aus Rußland abmarfen will, dann dürfte er vor Mitte August kaum, aktionsfähig sein. Das Uebergewicht Ruß­lands in Ostasien ist also jetzt schon dahin und die Engländer, welche die Verwickelungen so schnell zu einem Vormarsch gegen Tibet benutzten, fühlen sich wieder sicherer im Besitz von Ostindien. Jbrer Operationen aeaen Tibet werden sie aller-

dings nicht froh. Der Dalai Lama sitzt unsichtbar hinter verschlossenen Türen in seiner Residenz und anstatt bevoll­mächtigter Unterhändler schickt dieser „mongolische Papst" den Engländern seine Truppen mit modernen Gewehren, Kanonen und Katapulten entgegen, so daß die Engländer tatsächlich in einen ernsten und langwierigen Krieg verwickelt sind.

Kriegszustände sind inzwischen aber anch zwischen Frank­reich und dem Vatikan ausgebrochen, mit Sem Unterschied allerdings, daß der weiße Papst nicht wie der mongolische seinem Gegner Kanonen und Katapulte auf den Hals schickt; die vatikanischen Kanonen sind aus Holzpapier gemacht und versenden nur — Proteste, Proteste allerdings, die den inneren Frieden eines Landes erheblich beeinflussen und auch aus katholische Souveräne ihren Eindruck nicht verfehlen werden. Denn der Papst verhängt das Interdikt über den Quirinal, den italienischen Königssitz. Wer dort eine Visite macht, wird vom Papst nicht mehr empfangen. Für solche Gäste hält er sich — hinter verschlossenen Türen.

kleinen Kisten, die 26 400 000 Mark in Gold enthielten, wur­den, ehe man sie übernahm, aufs genaueste geprüft, weil man natürlich sicher gehen wollte, daß an Bord nichts damit vor­gegangen sei. Das Gold wurde in einen besonderen Eisen­bahnwagen mit Stahlpanzer gebracht und diesen hängte man an den Zug in Cherbourg an; ein paar Bankbeamte und Dier bewaffnete Schutzleute wurden mit dem Schatze in dem Wagen eingeschlossen. In Paris wurde das Geld sofort in besondere Wagen der Bank von Frankreich geladen und unter bewaffnetem Eskorte in die Keller der Bank gebracht.

Vermischtes.

4= tEin Verein der „Ungedienten"^ besteht fest kurzem in einem rheinischen Städtchen. Wie die Kriegervereine ihre Feste feiern, hält es auch dieser Verein mit dem ungramma­tikalischen Namen für nötig, ein Gleiches zu tun. So er­ging für den letzten Sonntag die poetische Einladung:

„Am Sonntag zieh'n mit ganzer Macht Die Ungedienten aus, Wohl in die grüne Waldespracht, Und keiner bleib' zu Haus.

Kommt nur herbei von Ost und West, Um drei Uhr stellt euch ein, Denn an dem Bahnhof ... -West .

( 1 Wird dann 's Kommando sein."

„Jedes Mitglied erhält fünf Glas Bier aus der Vereins­kasse. Für großartige Unterhaltung und Bequemlichkeit ist bestens gesorgt. Auch für Raucher ist Sorge getragen, in­dem man auf dem Festplatze Pfeifen, Deckel, Tabvk u. s. w. haben kann, weil nur aus „gedeckelten" Pfeifen geraucht wer­den darf." Nicht ohne Humor bemerkt hierzu ein süddeutsches Blatt: „Wir erwarten jetzt die Gründung eines Vereins, dessen Mitglieder noch durch eine innigere geistige Gemein­samkeit verbunden sind, als diese „Ungedienten", nämlich einen Verein der Zeitgenosse n." — Wir auch!

0 lEin braver PatriotZ Die japanischen Soldaten waren für den Winterfeldzug mit Rattenfellwesten ausge­stattet. Dazu weiß ein Kriegskorrespondent eine hübsche Anekdote zu erzählen. Vor einigen Jahren herrschte in Japan eine heftige Rattenplage, und die Behörden wußten sich nicht besser zu helfen, als daß sie für jedes der ein- gelieserten Nagetiere einte- Belohnung von 5 Sen (etwa 8 Pfg.) aussetzten. Bald waren die Polizeiämter dermaßen von glücklichen Rattenfängern überlaufen, daß man sich keinen Rat me§r wußte, was mit den Tieren anzufangen sei. Da erbarmte sich ein japanischer Menschenfreund der vielgeprüften Polizisten. Er erbot sich, die Ratten auf seine Kosten abzuholen und zu vertilgen — wie er sagte, aus Dank­barkeit gegen die Regierung, die sich in so lobenswerter Weise seiner Landsleute angenommen habe. Das Angebot wurde natürlich mit Freuden bewilligt, der Mann ließ die Ratten regelmäßig von den Polizeiämtern abholen, und die Vor­steher derselben kümmerten sich nicht weiter um ihn. Beim Ausbruche des Krieges stellte sich nun aber heraus, daß die Soldaten warme Kleidung in der unwirtlichen Jahreszeit benötigten. Wieder meldete sich der Menschenfreund, dies­mal mit einer großen Zahl Rattenfell-Westen, die er der Regierung billig anbot. Nachdem man sich überzeugt hatte, daß diese sorgfältig desinfiziert worden waren, stand dem Ankäufe nichts im Wege, und der Verkäufer war abermals, wie er versicherte, in der glücklichen Lage, „seinem geliebten Vaterlande einen Dienst zu erweisen".

^ lEin seltenes Jagdglücks hatte der Lehrer August Albrecht zu Neunkirchen in Oesterreich. Er erlegte zwei Rehböcke auf einen Schuß. Die Böcke hatten, miteinander kämpfend, Kopf gegen Kopf gestemmt, und in dieser Stellung ‘ traf der wohlgezielte Schrotschuß beide auf den Kopf.

S» lTibetanische Briefmarken^ Es ist wenig bekannt, daß Tibet ein regelmäßiges Postsystem hat. Ein Korrespon­dent sandte indessen der „Times" eine tibetanische Brief­marke ein. Sie ist äußerst primitiv und besteht nur aus einheimischen, in Siegellack gepreßten Zeichen. Wenn ein Brief abgesandt werden soll, wird er zum nächsten offiziellen Postamt gebracht, wo der Preis für den Transport bezahlt wird. Hierauf wird der Brief mit diesem Siegel versehen und wird dann als frankiert angesehen und versandt. Briefe, die dieses Siegel nicht tragen, werden dagegen nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit behandelt.

# lGold auf NeiscnZ Die Bank von Frankreich erhielt die erste Ueberweisung amerikanischen Goldes als Abschlags­zahlung auf die 160 Millionen Mark, die der französischen Panamakanal-Gesellschaft von der Regierung der Vereinigten Staaten gezahlt werden. Das Geld kam mit dem nord­deutschen Lloyd-Dampfer „Kronprinz Wilhelm" an und wurde mit der allerarößten Vorsicht in Cherbourg ausgeschifft. Die

jWodcrm ^äfcbeausstattimgen.

(Von unserer ständigen Korrespondentin.)

Von jeher war der Wäschestand^ das Kennzeichen eines gediegenen deutschen Haushaltes. Schon die Römer waren überrascht, in Deutschland Leinen zu finden, das feiner und weißer war, als das egyptische und spanische.

Legte man in verflossenen Zeiten den größeren Nach­druck auf die Haltbarkeit und den Wert des Leinen an sich, so schätzt man heutzrckage die Art des Schnittes, den Ge­schmack, mit dem ein Wäschestück angefertigt ist, weit höher ein. Wie ein Hauch, wie ein Duft wirken das Spitzengeriesel, die Durchbruchsäume, die Falten und Fältchen, die Ein­sätze, die den Batist, den Nausoc, den Madapolan und neuer­dings das wieder modern gewordene Leinen durchqueren, die flatternden Volantansätze, die nirgends fehlen dürfen.

Empfiehlt es sich auch, die Ausstattung für eine Braut aus gutem Hause nicht allzu durchsichtig zu gestalten, so kann man doch bve Wäsche auch in einfacherem Rahmen modern halten. Die Maschinenspitzen haben Preise erreicht, so niedrig, daß sie jedem zugänglich sind. Dabei haben sie durch ihre Muster, die den alten Spitzen nachgeahmt sind, das Aussehen wirklicher Eleganz bewahrt. Pariser Spitzen, Aleurons, alte englische und flandrische, Genueser und Mai­länder Spitzem dienten als Musber.

Die Leibwäsche wird zumeist aus Baumwollstoff herge- stellt. , Die Henrden werden auf der Achsel geschlossen, so daß die Bermel nicht besonders geschnitten werden. Sie werden auf der Schulter geknöpft oder von seidenen Bän­dern zusammengehalten, sind aber häufig vollständig zum Ueberwerfen eingerichtet. Der Ausschnitt ist ebenso häufig dreieckig wie viereckig geformt. Man versieht ihn mit â jour» Säumen und breitem Stickerei-Ansatz. An Stelle her ä jour. Säume werden auch Spitzen- oder Stickerei-Einsätze gewählt. Selbstredend ist es, daß man entweder nur Spitzen oder nur Stickereien an einem Wäschestück verwendet. Die Languette ist auch wieder zur Geltung gekommen, nur ist sie ganz klein modern. Also können sich fleißige Mädchenhände wieder ans Werk setzen. Außer mit einem LangEttcurand verziert man den Querschnitt, des Hemdes noch mit eingestickten ä jour= Blumen. In demselben Geschmack garniert man die kurzen Kniebeinkleider.

Man kann diese so kurz tragen, weil die Mode der langen Strümpfe sich eingebürgert hat und diese ihre Aufgabe um so besser erfüllen, als sie von den vorn am Mieder ange­brachten Strumpfhaltern straff gehalten werden. Die Strumpfhalter sollten den das Bein knapp umspannenden Gummibändern vollständig den Garaus machen. Diese ver­derben die schöne Form des Beines und vermögen auch sonst nicht dem Strumpf einen tadellosen Sitz zu verleihen. Wol­lene Damenstrümpfe werden glatt schwarz gewählt, während für Sommerstrümpfe der schwarz gemusterte Strumpf vor- herrscht. Ganz neuartig sind die Zwirnstrümpfe, die durch­brochen sind, einen schwarzen oder hellen Fond haben und mit farbigen Streifen durchzogen sind. Bemerkenswert ist es, daß das Beinkleid sehr weit geschnitten wird, weil es für den bisher unerläßlichen, jetzt aber über Bord gewor­fenen Anstandsrock Ersatz bitten muß. Man ist zur Er­kenntnis gelangt, daß die Unterkleidung leicht sein darf.

Auch von den vielen Federbetten ist man abgekommen. Man schläft auf Roßhaarmatratzen, deckt sich mit Stepp­decken oder mit Kamelhaardecken zu. Diese knöpft man in ein sogenanntes Ueberschlaglaken ein, das nur an der über­fallenden Seite mit Säumen, Stickereien, Einsätzen und Hohlnähten geschmückt ist. Die Kopfkissenbezüge versieht man mit Languetten oder nur mit Hohlsäumen.

Man sieht, daß die Durchbruchnaht die Wäschemode be­herrscht. Sie wagt sich selbst auf den Mittagstisch. Jedes elegantere Kaffee- oder Tafelgedeck ist wenigstens mit einem Hohlsaum versehen. Wer sich den Luxus gestatten kann, legt ein Gedeck auf, das beinahe ganz durchsichtig ist, so viel Einsätze oder künstlerisch gearbeitete Durchbruchnähte durch, queren dasselbe. Man gibt ihm noch einen eigenartigen Schmuck in Gestalt sehr groß, meistens gelb gestickter Ini­tialen. Tischläufer sind unmodern. Nur frische Blumen bringen der Tafel die gewünschte Farbe. Den Kaffee oder Tee nimmt man auf bunten, rosa, lila, gelben Kaffeedecken ein. Die Muster für Tischwäsche und Handtücher werden jetzt von Künstlern entworfen, und sie erhalten daher ganz neue Zeichnungen. Vollständig entmodet sind Nachtjacken und Tändelschürzen. Das Nachthemd wird im Stile der Taghemden garniert, und die Schürze steht im Zeichen der Reform, wird aber nur in der Küche und bei der Arbeit

getragen.

Emma Reichen.