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der Nationalliberalen und Dr. Wolf namens der wirtschaft­lichen Vereinigung, während der Abg. Brejski sich weniger an die Sache hielt und sich in solcher Breite über Benachteili­gung polnischer Handwerker erging, daß sich Präsident Graf Ballestrem wiederholt mm Eingreifen veranlaßt sah. Nach­dem der Zentrumsabgeordnete Erzberger die Diskussion zum Gegenstand der Tagesordnung zurnckgelMet harte, legte der Staatssekretär des Innern, Graf Posadowsky, den sehr wohl­wollenden Standpunkt der Regierung dar. In Preußen sei man bereits mit einer Reform des Submissionswesens be­schäftigt' sobald dort die Arbeiten beendet seien, werde die ReichSverwaltung zur eingehendsten Prüfung der Resolution schreiten.

Klagen und Anklagen.

— Leidensgeschichte einer Deutschen im Hererogebiet. —

Je spärlicher die telegraphischen Meldungen aus dem Aufstandsgebiet sind, um so reichhaltiger und interessanter sind die jetzt in großer Zahl eintreffenden brieflichen Schilde­rungen über die Vorkommnisse beim Ausbruch des Auf- ' standes. Aus all diesen Berichten geht hervor, daß die Herero mit geradezu teuflischer Grausamkeit vorgegangen sind. Und auch die Anklagen gegen die Missionare wiederholen sich. Von den vielen Schilderungen, die hier vorliegen, geben wir diejenige über die Flucht der beklagenswerten Witwe des Farmers v. Falkenbausen im Auszuge wieder. In dieser, von einer deutschen Dame herrührenden, am 24. Februar von Karibik abgegangenen Schilderung heißt es u. a.:

„Frau v. Falkenhausen hat zwei Kinder und erwartete das dritte. Obwohl kaum fähig, sich fortzuschleppen — sie hatte von einem Herero einen furchtbaren Schlag mit der Keule erhalten, zog sie bei Anbruch der Dunkelheit von ihrer Farm los mit ihren beiden Kindern und kam nach sechs Stun­den langem Laufen zum Missionar Hammann nach Otji- haenena, wo die arme Frau erklärlicherweise vollständig krank Zusammenbrach. Ihr jüngstes zweijähriges Kind, seit einiger Zeit krank, hatte sie den ganzen Weg tragen müssen. (Dieses Kind ist infolge der Strapazen auf der ließ er fahrt nach Europa gestorben.) Der vier Jahre alte Junge schlief unterwegs beim Laufen manchmal ein, stolperte, fiel hin. wurde hoch ge­rissen, weiter ging's, immer weiter über Stock und Stein, in dunkler Nacht bei Sturm und Regen. Sie lag also krank beim Missionar vierzehn Tage lang, vom Fieber geschüttelt. Die Barmherzigkeit des Missi onorehepaares war so groß, daß man ihr ein Zimmer in dem ungefähr 10 Minuten abgelegenen Fremdenhause einräumte! Es war zur Regenzeit, der Sturm ächzte und stöhnte um das Haus herum, Regenschauer schlugen gegen die Fenster, und der Donner grollte ununterbrochen; da kam dann die kranke Frau mit ihren beiden Kindern und bat: „Ach, laßt mich um Gotteswillen hier, da drüben in dem einsamen Haus werde ich wahnsinnig vor Angst und Grauen, allein! verlassen!" Sie hatte inzwischen auch die Nachricht vom Tode ihres Mannes erhalten. Darauf wurde ihr denn gestattet, sich im Missionshause aufzuhalten, wo man ihr ein leeres, aber nicht gegen das Eindringen des andauernden Regens gesichertes Zimmer anwies. Hier mußte die kranke Frau mit einem ebenfalls fransen und einem gesunden Kinde so manche Nacht zubrinaen. Da sie nichts weiter besaß, als was sie und die Kinder auf dem Leibe trugen, gab man ihr großmütig ein Hemd, einen Blaudruckrock und eine bunte Kattun-Nachtjacke! So tam sie nach Windhuk.

Auf dem Wege von Otjihaenena nach Windhuk passierte auch noch eine bezeichnete Sache: Selbst die Missionare hielten es nicht mehr für ganz geheuer unter ihren „lieben schwarzen Brüdern", sie packten ihr Hab und Gut auf einen Wagen und zogen nach der nächsten größeren Ansiedelung. Da kam des Wegs ein altes, schmieriges Hereroweib, sie wurdc selbstverständlich mitgenommen, kletterte auf den Wagen unk setzte sich der hochschwangeren Frau v. Falkenhausen auf den Schoß, die gerade nur einen winzigen Platz mit ihren Kindern inne hatte, denn alles war ja mit Hausgerät vollgepackt. Frau V. Falkenhausen bittet die Missionarin: „Wollen Sic ihr nicht sagen, daß sie sich wo anders hinsetzt, dies kann ich nicht aushaltent" Die Antwort ist klassisch: „Ach, gönnen Sie doch dem alten Mütterlein das weiche Plätzchen!"

Doch damit waren die Leiden der armen Frau, der zum Schlüsse das alte Hereroweib noch ihre schmierige zusammen­geballte Schürze ins Gesicht geworfen hatte, noch nicht be­endet. In Windhuk bekam sie mit ihren Kindern ein voll­ständig leeres Zimmer angewiesen in einem ganz unbewohn­ten Hause. Zu essen verabfolgte man ihnen auch nichts. Am nächsten Tage begegnete sie einem bekannten Herrn, der ihr und den Kleinen wenigstens etwas Nahrung aus der Mann­schaftsküche verschaffte. Ein Gastwirt, der sie kannte, kam dann und bat sie, zu ihm zu fommen; er war wohl der ein­zige Mensch, der etwas für die unglückliche Frau tat.

Der Brust spricht Bände und bedarf fernes Kommentars.

preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

(55. Sitzung.) RK. Berlin, 18. April.

Heute war Finanztag im hohen Hause. Ohne viel Feder­lesens wurde der Seehandlungs- und der Lotterieetat be­willigt, dann kam der Etat der direkten Steuern daran. Der Finanzminister Frhr. v. R h e i n b a b e n eröffnete die De­batte mit einer längeren Rede, die in der Erklärung gipfelte: Die Regierung erkenne die Berechtigung der Revision ein­zelner Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes an. ins­besondere der Bestimmungen über die Einkommensteuer- veranlagung. Die Regierung könne jedoch, so gern sie möchte, eine Vorlage zur Revision des Gesetzes im gegenwärtigen Moment nicht machen. Die weitere Erörterung förderte eine Reihe Spezialwünsche zu Tage, die sich auf die Grund­sätze der Veranlagung bezogen, aber, wie die Erklärung des Ministers zeigt, praktisch ohne Bedeutung sind. Der Etat wurde schließlich bewilligt. Bei dem dann zur Beratung stehenden Etat der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse vertagte sich das Haus.

-**• Nab und MM

^ Ein preußisch-russischer Grenztonflirt sollte angeblich in­folge eines tragischen Vorfalls bei Myslowitz entstanden sein. Dort versuchten kürzlich die russischen Untertanen Jedyrok und Jurzwick die Grenze ohne Pässe zu überschreiten. Der erstere wurde von dem russischen Grenzposten erschossen, der zweite aber schwer verwundet, als er sich angeblich schon auf preußischem Gebiet befand. Jetzt haben seitens des Landrats Gerlach-Kattowitz in Gemeinschaft mit dem russischem Obersten Ignatiew-Sosnowitz eingehende Crmittelunaen ftattaehmben.

Hierbei konnte nicht festgestellt werden, ob tatsächlich eine Grenzverletzung vorliegt. Bei den Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Behörden am Tatorte, den Wiesen bei Schabelnia, ist man vielmehr durch Markierungen der ein­zelnen Vorkommnisse zu der Annahme gekommen, daß die genannten Ueberläufer auf russischem Gebiet von den Ge­schossen der Grenzwache getroffen worden sind, daß sie ferner das Unglück selbst verschuldet haben und Jurzwick schon ver­letzt das preußische Gebiet erreicht hat.

# Die sechs Hauptgewinne der Marienburger Schloß- lotterie fielen auf folgende Nummern: 60 000 Mark auf Nr. 98 738; 50 000 Mark auf 3751; 40 000 Mark auf 241 303; BO 000 Mark auf 274 875; 20 000 Mark auf 279 607; 10 000 Mark auf Nr. 158 971.

LÜ Die Bochumer Pockenepidemie scheint endlich abgitfsaucri. In den letzten beiden Tagen ist in Bochum selbst nur eine ume Pockenerkrankung in einem von der Behörde abgefßcrrteu Hause zur Anmeldung gelangt. In Witten erkrankte ein Kaufmann, in Koesfeld ebenfalls eine Person an den Pocken. In Hattingen wurde ein neuer pockenverdächtiger Mall an­gemeldet.

W* Zum Weilerswister Raubmord wird aus Euskirchen gemeldet, daß in einer dortigen Fahrradhandlung einer der Mörder der Wwe. Gottlob verhaftet wurde. Er heißt Wie­nand Brocht aus Merzig a. d. Saar, ist 27 Jahre alt und wegen schweren Einbruchs mit fünf Jahren Zuchthaus be­straft. Er ist erst seit Januar aus bcm Zuchthaus in Siegburg entlassen. Ueber 200 Mark sowie den Aufenthalt nach der Tat seit Donnerstag kann Brocht sich nicht ausweisen und verweigert jede Auskunft. Zeugen aus Weilerswist er- fennen ganz bestimmt in dem Verhafteten einen von den Raubmördern.

^ Die Diebesfamilie auf Reisen. Einen eigenartigen Fang machte die Berliner Polizei m einem Seidengeschäft der Leip­zigerstraße: Sie verhaftete „eine Diebesfamilie auf Reisen". Die 42 Jahre alte geschiedene Fabrikbesitzersfrau Anna Nie- beck aus Leipzig reiste mit ihrer Schwester Frau Ziege und ihren beiden 16 und 15 Jahre alten Töchtern Marie und Johanna in der Welt umher und machte die Geschäftshäuser unsicher. Sie tauchte bald hier, bald dort auf und stahl, was sie nur erhalten konnte, mit Hilfe ihrer Schwester und ihrer Töchter. In ihrer Wohnung fand die Kriminalpolizei noch zahlreiche Sachen, die aus anderen Geschäften herrührten.

J^ Ein Fischkutter in den Grund gebohrt. Wie aus Kopen­hagen gemeldet wird, nn"^" ^nr v bitter „Willy" aus Esbjerg nachts von dem Dampfueanller „München" aus Geestemünde auf dem Fischplatz bei Esbjerg angesegelt. „Willy" sank innerhalb drei Minuten. Der Kapitän und der Schiffsjunge wurden an Bord des Trawler gerettet, drei Mann der Besatzung sind ertrunken.

Das Opfer einer Verwechselung wurde der Lehrer Petermann in Borbeck. Als er abends von einem Spazier­gange Zurückkehrte, wurde er auf dein Hausflur erschoßen. Der Neberfall war anscheinend auf eine andere Person be­absichtigt. Drei der Tat verdächtige Personen sind verhaftet worden.

A Ein origineller Rennwettenschwindel ist aufgedeckt wor­den. Ein ehemaliger Berliner Buchmacher Kleinfeld ver­sandte von Brüssel aus Briefe eines angeblichen Jockeys mit „totsicheren" Angaben des gewinnenden Pferdes. Der edle Menschenfreund gab den ersten Tip gratis und franko. Würde Adressat sich durch einen Gewinn überzeugen, daß sein Berater recht hätte, so könnte er gegen je 20 Mk. weitere Tips be­ziehen. Der gute Mann- verfolgte bei Versendung seiner Gratistips folgendes Prinzip. Waren z. B. in dem Nennen zehn Pferde genannt, so versandte er an zehn verschiedene Gruppen von 100—150 Personen den Namen eines der Pferde, als sicheren Gewinner. Die zweite Gruppe erhielt das zweite Pferd, die dritte Gruppe das dritte u. s. f. Eine Gruppe mußte also den Gewinner erhalten, und unter dieser Gruppe fand sich immer eine genügende Anzahl derer, die nicht alle werden, die nun kein Bedenken trugen, dem so kulanten Tipmacher, von dessen guten Informationen sie nun überzeugt waren, die verlangten 20 Mark einZusenden. Mit dem zweiten Tip waren die Einsender, sofern sie überhaupt Antwort erhielten, weniger zufrieden, als mit dem ersten. Gewannen sie aber, dann lohnten sie die Treffsicherheit des Lipsters mit einem neuen Auftrag. Kleinfeld soll das lukra- tve und einfache Geschäft eine ganze Zeitlang betrieben haben, üS durch einen Zufall der Trick ans Licht kam. Der findige Tipster hat Brüssel bereits den Rücken gewandt.

c? Unwetter in Böhmen. In Prag und Umgebung, wie auch in anderen Gegenden Böhmens ging ein heftiges Ge­witter mit starken Hagelschlägen nieder. In Prag und den Vororten wurden einige Wohnungen unter Wasser gesetzt. In Koschir ist die Lage besonders gefährlich. Ein Korporal, der sich an den Rettungsarbeiten beteiligte, wird vermißt. An mehreren Punkten ist der Eisenbahnverkehr wegen Ueber - scbwemmungen und Unterwaschungen gestört^ auch wird ein nicht unbedeutender Sachschaden, insbesoirdere von den Fel­dern, gemeldet.

x£ Hebung des gesunkenen englischen Unterseeboots. Den Anstrengungen der englischen Taucher ist es nunmehr ge­lungen, das Unterseeboot A 1, das bei Uebungen auf der Reede von Portsmouth am 19. März durch einen Dampfer angerannt wurde und sank, wieder zu heben. Das Boot wurde in den Hafen eingeschleppt.

A [6in seltenes Wiedersehens Unter dieser Spitzmarte wurde kürzlich berichtet, wie sich zwei ehemalige Gegner aus Dem französischen Kriege in Weißenburg vor einem Bilde trafen, das die von ihnen mitgemachte Kampfszene darstellt. Dazu wird jetzt ein Vorkommnis mitgeteilt, das der vor einigen Jahren verstorbene bayerische General v. Brückner gern zu erzählen Pflegte. Er war lange Jahre Offizier im 8. Infanterieregiment in Metz und hatte den zweiten Teil der wahrhaften Begebenheit selbst miterlebt. Am Abend des 16. August, als an der Straße nach Jarny auf der Höhe von Ville für Dron der Zusammenstoß der französischen und deut­schen Reitermassen erfolgte, gerieten die Lanciers der fran­zösischen Gardebrigade und die hannoverschen Ulanen hart aneinander. Ein preußischer Offizier und ein baumlanger Lancierwachtmeister gehen aufeinander los, und im Vorbei­reiten schießt der Offizier seinen Gegner vom Pferde her­unter, erhält aber im selben Moment von dem Lancier einen wuchtigen Hieb über den Kopf, der ihn ebenfalls aus dem Sattel wirft. Acht Jahre darauf wird der Ulanenoffizier, der von seiner schweren Verwundung hergestellt werden konnte, zur Manöverzeit in einem lothringischen Ort einquartiert Als er seine Wohnung aufsucht, tritt ihm sein Quartierwirt.

ein Aufschlagseinnehmer, sur Bewillkommnung enkcJ Die beiden Männer sehen sich an und prallen schier crfcb( ' zur Seite: es sind die ehemaligen Gegner von Mars la s von denen jeder den anderen längst tot glaubte. Nicht L bar auf sehen die im Ortsgasthof versammelten Offizier? i wundert ihren Kameraden Arm in Arm mit dem Einu^ erscheinen. , An jenem Abend wurde die so eigenartig zcmnene Kriegskameradschaft nach Gebühr gefeiert, nnb L inan Herrn V. Brückner glauben bürste, hätten die Hg? als sie wieder Arm in Arm nach Hause aingen, bebenste, schwankt.

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(2 kGeneral Kuropatkins SargZ In Sibirien gegenwärtig ein Gerücht, das große Niedergeschlagenheita­den neu berufenen Reservetruppen hervorruf:. Das Ge^ besagt, daß General Kuropatkin einen Sarg mit sich fernen Osten genommen habe, da er überzeugt sei, daß nach Rußland zurückkehren werde. Während der ZuaZ „ Generals in Petropalowsk hielt, bemerkte ein Soldat inW ' Gepäckwagen eine längliche Kiste mit einer MessinM darauf, und wie er sicher behauptete, nachdem der 3ug1 gelassen worden war, trug sie den Namen: „Alerei Ä lajewitsch Kriropatkin". Dieses törichte Gerücht hat ' russischen Volk um so mehr Glauben gefunden, als man t Zu wissen glaubt, daß, als General Kuropatkin, ehe er v land verließ, noch sein Gut in Cholm besuchte, seiner erklärt hat, sie werde ihn nie wieder sehen.

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□ kDas kleinste AntomobilZ In Paris erregt j$ den Straßen ein kleines Automobil große Sensation. / Gefährt, das etwa vier Fuß lang ist und 1,75 Pferds jat, wurde auf Bestellung von dem Schausteller Franky gebaut. Dieser Tage wurde es von dem siebenjährigen Hz Francis Bostock gefahren, und in seiner Begleitung sich die „Prinzessin Chiquita", die kleinste Frau der

o* lAuf dem Scheiterhaufens Die Berliner Banki^ Klara Hahn, die vor kurzem in Budapest durch ©elfe endete, hatte in einem hinterlassenen Schreiben den geäußert, daß alle ihre Habseligkeiten auf einem „SG Haufen" verbrannt werden mögen. In Ausführung Wunsches hat dieser Tage die Polizei in Anwesenheit Polizeibeamten auf einem geeigneten Platze nächst der SM werfte „Danubius" die Fahrnisse der Verstorbenen verbr^ Es wurden den Flammen überantwortet: 11 mit Klè gefüllte Koffer, einige Pakete Wäsche, 10 Schachteln i: Hüten, 3 Dutzend Schleier und Hunderte von Liebesbrtz Das Autodafe hatte ein zahlreiches Publikum von A gierigen angclockt, das dem ungewöhnlichen Schauspiel it großem Interesse zusah.

^ lEiue Segelschiffwettfahrt von 112 TagenZ U Wettfahrt zwischen zwei Segelschiffen von San Fraim uni Kap Horn nach Queenstown fand am 14. April Abschluß. Die beiden wettfahrenden Schiffe waren der W gower Viermaster „Loch Carron" und das französische Zchi „Jules Gommes", die beide Weizen geladen hatten. M würdigerweise legten beide Schiffe die Fahrt in 112 Lags urücf. Das englische Schiff war eins von 2015 Tonnen iL das französische von 1901 Tonnen. Der englische Wapiti fuhr am 24. Dezember in früher Morgenstunde von Francisco ab, während der Franzose erst am Abend in Cs ging. Zwei Tage später bemerkte der Engländer, daß sea Rivale ihm näher kam, und 5 bis 6 Tage fuhren die ©dnjii ziemlich in gleicher Höhe. Dann war die „Jules Gonmes" v^übwunden und kam erst wieder in Sicht, als die „M Carron" den nordatlantischen Ozean erreichte. Änv VL.M uaren die Schiffe einander so nahe, daß sie Grüße austmW :ounten. Schlechtes Wetter trennte sie sodann, und der Fia: zose fand den Engländer im Hafen von Queenstown vr wo dieser zwei Stunden vor ihm eingetroffen war.

„Jules Gommes" hat die Wette um etwa 10 Stunden:

Wonnen.

kl! kDer gefnndcue Platzt Wie stark im russischen W das Bedürfnis nach Schulbildung ist, zeigt folgendes ben k russischen Zeitung „Wolgar" berichtete kleine Vorkommiß Jm Dorfe Solnizy, Gouvernement Tschernigow, führte,ei Bauer seinen Sohn in die Schule. Der Lehrer sagte ih nit Bedauern: „Man kann ihn nicht aufnehmen, Briideche Es gibt keinen Platz!" — Der Bauer warf einen Präses Blick in das Schulzimmer: Wirklich, die Struwelpeter!^ wogten in dichter Menge hinter ihren Bänken! Gut, dachte-: nahm nachdenklich seinen Buben bei der Hand und gingst der fort. Tags darauf erschien er abermals mit ier: Knaben. Der Lehrer wird böse: „Aber ich hab' bir 4 gesagt, daß es keinen Platz gibt!" — „So .... Hm! - Aber ich hab' einen Platz gefunden," erklärt der Muschilst lich, verschwindet hinter der Tür und nach einer toi: Minute bringt er eine kleine selbstverfertigte Bank feo stellt sie vor die Klassenbänke hin und sagt: „Da hock k mein Söhnchen, da hast 'en Platz!" Der Lehrer muBt Knaben wohl oder übel aufnehmen.

Hus dem Gerichts saal.

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wegen Meineids zu verantworten hatte. Im Laufe dir: ,

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Jonas, dem Angeklagten auf die Schulter. Der SBorM ^^ üu5 d üandgerichtsrat Levin, rügte dies als ungebührlich unM ^ bat sich, auf diese Weise dem Angeklagten ein Zeickrick tMn gOnn.

§ Der tippende Verteidiger. Ein bemerkensmi! Zwischenfall ereignete sich gelegentlich einer Schwurgei Verhandlung in Altona, in der sich der Schlossermeistci i

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Seiten hin zu wahren und bat schließlich um einen W1C beschluß darüber. Der Gerichtshof zog sich zur Berat zurück, lehnte aber bei seinem Wiedereintritt in den Saal Fassung eines Gerichtsbeschlusses als hinfällig ab, indem Vorsitzende erklärte, daß sein Eingreifen nur im JnterM Leitung der Verhandlrmg erfolgt sie. Die Verhandlung mbigte mit einem Freispruch.

geben. Der Verteidiger remonstrierte, es sei sein gutesRß tilgst «n seinem Klienten Winke zu geben und dessen Rechte nady Wolgende« - ^^ ^nPlfpTT Flirr 211 YnnVwort itnS hns frsisios>Tirh 1 trrt oinprr

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Kunst und Wissen schass

FD. Der 21. Kongreß für innere Medizin wurde gcs! zu Leipzig in der Aula der dortigen Universität unter! zahlreicher Beteiligung der medizinischen Kreise DeutsW durch Obermedizinalrat Merkel-Nürnberg eröffnet j Namen der sächsischen Staatsregierung begrüßte die 4 sammlung Kreishauptmann v. Ehrenstein, im Narnei'i Stadt Leipzig Oberbürgern:eister Troendlin und aü g treter der österreichischen Staatsregierung Hofrat Pwfl Nothnagel-Wien. In der Wandelhalle der UniverW eine große Ausstellung eröffnet worden.