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Generalprobe.
Vorsitzender des Wahlkomitäs (zu Hause vor Fr^u und Tochter seine Wahlrede einübend, mit Pathos): „Ja, er ist ein Mann von gediegenen!, vortrefflichem Charakter, ein Mann, der eine hochgeachtete, unabhängige Stellung einnimmt, denn er ist vermögend, ein Mann in den besten Jahren, großherzig, klug, brav, es binden ihn keine Familienrücksichten, denn er ist noch ledig . . ."
Frau (ihren Mann begeistert unterbrechend): „Aber Karl, das wäre ja ein Mann für unsere Amalie!"
Soshast.
Dichter: „Haben Sie sich über die Witze in meinem . Lustspiel nicht krank gelacht?"
Direktor:
„Gewiß — vor vielen Jahren schon!"
Im Dureau.
„HerrPrinzipal, ich möchte um einen Tag Urlaub bitten, ich würde gern gum Begräbnis meiner Schwiegermutter gehn/'
„Ich auch!"
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Ein kluger Gast.
Wirt: „Diesen Wein kann ich Ihnen mit gutem Gewissen empfehlen; Sie werden jedenfalls sehi- zufrieden sein!"
Gast: „Meinen Sie? Nun wohl, holen Sie eine Flasche davon, und trinken Sie ein Glas mit!"
Wirt: „Hm! Da werde ich Ihnen doch noch eine andere Sorte bringen!"
Wöchentliche Beilage für die Abonnenten der „Gießener Neuesten Nachrichten
(Nachdruck verboten.)
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Ein moderner Dienstbote.
„Wie Sie aussehen, Anna! Sie haben wohl wieder die ganze Nacht gelesen?"
„Ach ja, Madam'! . . Ich hatte einen wunderschönen Roman — und da haben sie sich erst diesen Morgen gegen fünf Uhr gekriegt!"
immer gemiedblkb.
(Bild nebenstehend)
„Ei, gudcn Dag, Herr Dokter. Es freit mich, Sie wieder einmal zu sehen."
Herr: „Ich wllßte nicht, daß ich schon einmal das —"
„Aber, Herr Doktor, kennen Sie mich denn nich mehr, ich bin doch der H. Biedermann, Sie haben mid) doch bei meinem letzten betrügerischen Bankerott verteidigt."
±uni vvb Zerlaßt Sieuc Berliner VerlagS-Anstalt. »lug. Streb», Charlottenburg bei Berlin, Berlinerstr. 40. Verantwortlich für die Redaktion der 'Jicuen Berliner Berlagd-vlnstall, Aug. KrebS, Charlottenburg: C. Schulz Charlottenburg, Auerickestr. 37.
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^niPfihdliCb» (Bild »ebenso heitd.)
Zofe: „Verzeihen Sie bitte, wenn ich Sie nicht hereinlasse, aber die Komtesse hat mir ausdrücklich befohlen, seinen Menschen zu A empfangen —"
Leutnant: „Aber,
erlauben Sie mal, ich bin doch kein Mensch, ich bin der „H e r r L e u t n a u t von Pappe" —"
Ausgleich.
Gutsbesitzer: „Ich sage Ihnen, lieber Freund, bei uns auf dem Lande
ist die Ehrlichkeit artig. Sie können offen liegen und lassen, es wird Ihnen
gestohlen!"
Fremder: mir aber doch zu stimmen, mir ja selbst
großalles stehen nichts
Das
scheint
nicht so ganz
-Sie haben noch gestern
gesagt, daß Ihre Ballern sich nicht genug gegen
Pferdediebe sichern können!" .«
Gutsbesitzer: IM W
„Was macht denn
das aus! Wenn
dem Bauern ein JNa
Pferd gestohlen wird, ^!M
so stiehlt er sich ;ifflH
eben wieder anderes!"
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Kbgtführt. -
Ein Operntenor, der als schlechter A
Sänger bekannt mar, verlor infolge einer Stimmbänder - Entzündung seine Stimme und legte sich, zll \ jeder ordentlichen Arbeit zu \ träge oder dummstolz, auf . daS Kollektemachen. Als er
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eines Tages den Bassisten R. auf der Straße trifft, versucht er auch diesem gegenüber sein Heil als Schnorrer. „Ach, lieber Kollege," beginnt er mit klagendein Ton, „Sie werden auch wohl schon davon gehört haben, ich habe in drei Tagen meine Stimme gänzlich verloren." „Gratuliere, daß Sie von dem Uebel so schnell befreit worden sind!" entgegnete freundlich der Angeredete und ließ den Dünnsänger verblüfft stehen.
Pariert.
Jnstitutsvorsteherin: „Sie haben sich gestern von einem Herrn nacf) Hause
begleiten lassen!
— es war mein Vetter!"
Vorsteherin: „Aber ich Porte auch etwas von einem Kusse murmeln!"
Höhere Tochter: „Da haben Sie sich getäuscht — beim Küssen murmelt man überhaupt nicht!"
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