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Nr. 31

13. Jahrgang

Auaöhuugtge Tageszeitung

(Gießener Isitung)

(Gießener Dageötatt)

Deutscher Reichstag.

CB, Berlin, 5. Februar.

(25. Sitzung.)

Hoffentlich

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Wbs««eme«tSprriS: in Gießen, abgehslt monatlich 50 Pfg., Ib^ H«us gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel- jährlich Mk. 1.50.

Gratisbeilage«: Oberheffifche Familie«zeitn«g (täglich) und die Gießener Seifenblase« (wöchentlich).

DaS Blau erscheint an allen Werttagen nachmittags.

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Opfer des Aufstandes

Die letzten Meldungen wissen wieder von neuen berichten. So sind nach einer Depesche des

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Gouvernements in Windhuk an das Kolonialamt nach An­gabe eingeborener Diener der Hilfsarbeiter in der Kolonial- ‘ Abteilung, Legationsrat Hoepner, und der landwirtschaft­liche Sachverständige beim Gouvernement, Water meyer,

Sehr erfreulich ist es, daß die telegraphische Ver - bin dun g zwischen Swakopmund und Windhuk wieber hergestellt ist. Man wird infolgedessen auf ausführ­lichere Nachricht in der nächsten Zeit rechnen dürfen, erfährt man vor allem auch über die Zahl der

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Neueste Nachrichten

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Der Dereroauf stand. ■

Die deutschen Truppen im Aufstandsgebiet schreiten rüstig und zielbewußt weiter vor in der Bekämpfung der Hereros. Nach einer Depesche des „Habicht"-Kommandanten aus Swa- lopmund ist am Mittwoch Oberleutnant Franke mit seinen 30 Mann auf Omaruru abmarschiert, um diese Station zu mtsetzen. Die Nachricht von dem bereits erfolgten Entsätze Omarurus war demnach offenbar verfrüht. Weiter meldet der „Habicht"-Kommandant: Am Donnerstag ging das Landungskorps vom „Habicht" zur Sicherung der Bahn­linie nach Okahandja ab. Das 230 Mann starke Ersatz­kommando unter Oberleutnant Winkler ist nach Karibib 'unterwegs, später marschiert es auf Gobabis und gedenkt Dann eine Sperrung der Grenze vorzunehmen, um die Herero an der Flucht über die Grenze zu hindern. Die Herden, von denen sich die Herero nur in der allergrößten Not trennen, bilden ein großes Hemmnis für einen raschen Marsch, und ?s ist daher nicht ausgeschlossen, daß es gelingt, die Hereros zu fassen, ehe sie über die Grenze entwischen können.

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am 14. Januar in Waterberg von den Hereros ermordet worden. Hinsichtlich des Korrespondenten der „Köln. Zig." Müllendorff und des ihn begleitenden forstwirtschaft- lichen Sachverständigen Dr. Gerber, die nach in Berlin üngetroffenen privaten Mitteilungen ebenfalls ermordet worden sein sollen, liegt beim Gouvernement eine Nachricht bisher nicht vor. Es besteht also noch die Hoffnung, daß beide sich haben retten können.

Der heute mit der „Lucie Woermann" von Hamburg ab-

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wird mehr als doppelt so stark sein wie der mit dem „Adolph Woermann" abgegangene erste Transport. Der Führer dieses Transports, Oberst Dürr, und sein aus 9 Offizieren bestehender Stab werden ihre D i e n st p f e r d e nach dem Kriegsschauplatz mitnehmen. Zu diesem Zweck sind auf dem Achterdeck der „Lucie Woermann" sehr stark gebaute Stallungen für 16 Pferde ausgestellt worden. Zur Wiederherstellung bezw. Ergänzung der Eisenbahn in Deutsch- Südwestafrika wird die „Lucie Woermann" 4 Zwillings­lokomotive n nebst Tendern mitnehmen. Die artilleristische Ausrüstung des Expeditionskorps wird dadurch ergänzt, daß die „Lucie Woermann" eine Batterie mitnimmt. Der „Adolph Woermann" beförderte mit dem ersten Truppen­transport bekanntlich 6 Geschütze. — Ueber die der Garde entnommenen Mitglieder dieses zweiten Truppentransports, 32 Unteroffiziere und 330 Mann, nahm der Kaiser gestern Abend im Hofe des Berliner Schlosses eine Parade ab.

Nachträglich wird Näheres über die Rolle besannt, die unsere lieben englischen Vettern bei dem nun glücklich ge­dämpften Aufstande der Bondelzwarts gespielt haben. Ein mit Land und Leuten vertrauter südwestafrikanischer Farmer bezeichnet die Engländer als die

Anstifter des Hottentotten-Aufstandes.

Das herausfordernde Benehmen der Bondelzwarts sei nicht zum geringsten Teil dem Schären englischer Händ­ler zuzuschreiben. Diese Leute sind für große Handelsgesell­schaften, Zweige der mächtigen „D-e Beers", tätig und ver­stehen es, den dummen eingebildeten Häuptlingen ein glück­liches Leben unter englischem Regime vorzugaukeln. Es würden recht hübsche Durchstechereien bekannt werden, wenn nach dem Niederwerken des Aufstandes em strenges Verhör der daran beteiligt gewesenen Häuptlinge vorgenommen würde. Solche Händler wissen sich dadurch beliebt zu machen, daß sie bessere Preise für Vieh, Häute, Horner und andere Produkte bezahlen als deutsche Händler oder solche unter den Boeren. Afrika für die Engländer! Das ist die Losung dieser Jingos. In denselben Kreisen wurde bekanntlich i er Aufstand der Witboois angezettelt. Der aus der Kapkolome ausgewanderte Boer van der Werthuisen, der jetzt in Orbeon friedlich eine schöne Farm bewohnt, wurde seinerzeit unt emer Menge Gewehre und Munition zu Wrtboor gebest und wußte diesen unter allen möglichen Versprechungen seitens Rhodes Konsorten zum Aufstand zu bewegen. „De, Beers hatten damals ihre Augen auf mutmaßliche Dianiantfelder t Deutsch-Südwestafrika fallen lassen. Jeder in Deutsch-Sud- Westafrika gewesene deutsche Offizier weiß dies.

Wenn unsere Kolonialverwaltung doch endlich den Herren Briten das Geschäft versalzen möchte!

Samstag, den 6. Februar 1VO4.

Heute wurde die unterbrochene Einzelberatung des Etats wieder ausgenommen und die

sozialpolitische Debatte,

)ie sich an den Titel Staatssekretär des Etats des Reichs- unts des Innern angeknüpft hat, vor leerem Hause fortgesetzt.

Abg. Patzig (natl.) rechtfertigte die Fülle der dazu 'ingegangenen sozialpolitischen Resolutionen. Es handle sich hier nur um Wünsche des Reichstags, die keinesfalls un­mäßig seien; auch verlange ja der Reichstag nicht, daß ihm von heute aus morgen Gesetzentwürfe borgelegt würden. Die Haltlosigkeit der sozialdemokratischen Unterstellung, daß ?§ der Mehrheit mit ihren Anträgen nicht ernst sei, ergebe sich schon daraus, daß schon so manchen Anregungen der bürgerlichen Parteien von der Regierung stattgegeben sei. Hoffentlich werde nun auch die Regierung die Handwerks- Enguete nicht wegen finanzieller Bedenken vertagen. Auf die paarmal hunderttausend Mark dürfe es nicht ankommen. Die Sozialdemokraten würden nicht müde, den Arbeitern oorzureden, daß sie von unserem Verfassungsstaate nichts, rein gar nichts zu erwarten hätten. Was man aber von dem sozialdemokratischen Staate zu erwarten hätte, das habe u. a. der Parteitag in Dresden wieder gezeigt. In der Re- publik Frankreich erwäge man erst jetzt sozialpolitische Re- [ormen, die bei uns längst in Kraft seien. Ständen wir doch Dem 25jährigen Jubiläum der kaiserlichen Botschaft von 1881 aahe. Auch dem 25jährigen Jubiläum unserer Gewerbe­inspektion, neben der eine Beaufsichtigung durch Beauftragte Der Berufsgenossenschaft hergehe. An Unfallentschädigungen und -Renten seien bei uns bisher bereits 430 Millionen Mark gezahlt worden.

Abg. Müller- Meiningen (sreis. Vp.) kommt zurück ruf die Frage der Bordelle in Hamburg, deren Bestehen im Widerspruch zu dem bestehenden Reichsrecht sei. Redner bemängelt weiter die Handhabung des Vereins- und Ver­sammlungsrechts in Hainburg und verlangt ein einheitliches Reichs-Veweinsrecht, welches auch den Frauen das Vereins­und Versammlungsrecht einräumt.

In der weiteren Debatte erwiderte der Hamburgische Bundesratsbevollmächtigte Dr. Schäfer dem Abg. Müller, daß das Hamburger Vereinsrecht keinen Unterschied zwischen Männer und Frauen mache. Abg. Erzberger (Zentr.) verteidigt die Sozialpolitik des Zentrums gegen die Angriffe von links und rechts.

Die Politik.

M Die Budgetkommission des Reichstags hat die von der Regierung geforderte Vermehrung der Unteroffizierstellen abgelehnt.

C» Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, steht eine Verfügung des Kultusministers bevor, die die Marianischen Kongregationen für katholische Schüler an den höheren Lehr­anstalten, die im Kulturkampf verboten wurden, wieder ge­stattet; die Zulassung soll nur noch von der Genehmigung der Schulbehörde abhängig gemacht werden.

dËP Die Reichstagskommission für den Gesetzentwurf betr. die Kaufmannsgerichte hat beschlossen, auch Streitigkeiten aus der K o n k u r r e n z k l a u s e l den Kausmannsgerichten zu unterstellen ohne Rücksicht darauf, wie hoch das Gehalt des Handlungsgehilfen ist.

^ Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, steht die von verschiedenen Parteien lebhaft befürwortete Ausgestal­tung der Arbeiterstatistischen Abteilung des Kaiserlich Sta­tistischen Amts zu einem Reichsarbeitsamt bevor. Das neue Amt soll eine selbständige Behörde werden.

□ Zwischen dem Polentum und dem katholischen Klerus Oberschlesiens herrscht bekanntlich seit längerer Zeit der Kriegszustand. Die Polen haben ihn mit fanatischen An- griffen auf die Geistlichkeit begonnen, in der sie gefährliche Germanisatoren sehen. Die maßlosen Angriffe der polnischen Hetzpresse gegen den oberschlesischen Klerus und vor allem gegen den Kardinal Kopp haben jetzt zu zwei polmschcn Scn- smionsprvzesscn geführt, die in nächster Zeit vor der Beuthe- ner Strafkammer verhandelt werden. Es handelt sich um zwei von dem radikalpolnischen „Gornoslaczak" veröffentlichte Artikel, durch die sich der Kardinal-Fürstbischof Kopp in Breslau und ein Teil der katholischen Geistlichen Ober- schleüens beleidigt fühlen. Strafanträge haben der Fürst­bischof für sich und die ihm unterstellten Geistlichen gestellt, außerdem mehr als 30 katholische Pfarrer für ihre Person. Eine Stichprobe aus den Schmähreden, mit denen das pol­nische Blatt die Geistlichkeit realisierte, mag den Ton der Polenpresse illustrieren. In einem der Artikel, die von Lügen nur so wimmeln, wird von den Geistlichen Ober­schlesiens behauptet, daß die Kanzeln von unwürdigen und unchristlichen Ausfällen gegen die Gefühle und die Ueber­zeugung der Ortsangehörigen widerhallten. Weiter ich von moralischer Nichtswürdigkeit und Verrat der katholischen Sache, die der Klerus aus Gefälligkeit gegen den preußischen Staat begangen habe, die Rede.

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Li Die Meutereien unter dem bei der Fahne zurückaebal-

J«sertio«Spreiö: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ob« Hessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pf,.

Reklam en die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expeditton: Gießen, Seltersweg 88 Fer«spreck»a«schluh Nr. 363.

tonen dritten Truppeiljahrgang des mißtrauten Heeres Oßlüen nicht aufhören. Wie aus Preßburg gemeldet wird, kam es dort zu blutigen Ausschreitungen der im dritten Jahre dienen­den Husaren, die in betrunkenem Zustand mit blanker Waffe durch die Straßen ^zogen und gegen das Weiterdienen de-, monstrierten. Die Soldaten widersetzten sich einer Patrouille. Es kam zu einem förmlichen Kampf, wobei zwei Soldaren schwer und sieben leicht verwund't wurden. Wegen Auf­wiegelung fanden im Laufe des Tages in der Husaren­kaserne viele Verhaftungen statt. Dem Grafen Tisza foinmcn diese bedauerlichen Vorkommnisse nicht ungelegen, er schlägt daraus Kapital gegen die Opposition, die er mit Erfolg im Lande als die Urheberin der Dienstverlängerung der dritt­jährigen Mannschaften anflagt. In der Tat trägt die törichte Obstruktionspolitik der Opposition die Schuld an dieser Zwangslage für die Mannschaften.

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A „Wie der Herr, so's Gescherr". An das alte Vancrn- sprichwort fühlt man sich gemahnt, wenn man sieht, wie die Insubordination französischer Offiziere ihr Seitenstück in schweren Disziplinvergehen der Mannschaften findet. Aus^ Marseille wird berichtet, daß eine Kompagnie des 5. Genie­regiments, die sich wiederholt über schlechte und ungenügende Kost beschwert hatte, den Dienst verweigert habe. 15 Sol­daten sind als Rädelsführer in Haft gesetzt worden. Man wird mit ihnen nicht allzu hart verfahren, nachdem man die viel verdammenswerteren Disziplinwidrigkeiten der Offi­ziere vom General bis zum Leutnaitt mit übergroßer und schädlicher Milde bestraft hat. Uns kann diese Zuchtlosigkeit in der Armee der grande nation nur recht sein.

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4= Die russische Antwort, die gestern dem japanischen Ka­binett übermittelt werden sollte, steht noch immer aus, und mit ihr die Entscheidung über Krieg und Frieden. Immer wahrscheinlicher wird es indes, daß die Antwort Jaimns auf die Note der Krieg mit Rußland sein wird. Der Manische Gesandte in Paris, der bisher stets an die friedliche Lösung der Krise zu glauben vorgab, hat jetzt rund heraus erklärt: Japan sei unbeugsam entschlossen, 1 o s z u s ch l a g e n , falls Rußland sich weigere, einen feierlichen Vertrag zu unter­zeichnen, indem es Chinas Oberhoheit in der Mandschurei anerkenne. Wenn Rußland in einer Note an die Negierungen Japans und der anderen Nationen feierlich erkläre, es er­kenne die chinesische Oberhoheit in der Mandschurei an, so werde Japan deshalb doch losschlagen. Japan werde sich mit Versprechungen Rußlands, und seien sie noch so feierlich nicht begnügen. Zuviel Versprechungen Rußlands seien nicht gehalten worden. Japan bestehe auf einem von Ruß­land unterzeichneten Vertrag. Jede Vermittelung einer anderen Macht lehne Japan rundweg ab. — Dieser Erklärung entspricht es auch, daß Japan alle in der Mandschurei an­sässigen Japaner schleunigst in die Heimat zurückbefördert. In Pekinger diplomatischen Kreisen wird der Ausbruch der Feindseligkeiten in wenigen Tagen erwartet. Japan spielt also va banque. Und das Ende wird sein, daß es von Rußland zermalmt wird.

— — Rof und Gesellschaft. —-

*** Die Mittel meerreise des Kaisers wird im 4. März angetreten werden und mehrere Wochen dauern. Oer Kaiser begibt sich mit größerem Gefolge im Hofzug nach Genua, wohin chn wahrscheinlich auch die Kaiserin begleiten uird. Dort wird den Monarchen der Hamburger Dampfer „Auguste Viktoria", den Direktor Ballin zur Verfügung stellt, aufnehmen und chn bis nach der Insel Malta bringen, wo die „Hohenzollern" ankern wird. Auf der „Hohenzollern" wird dann der Kaiser die Fahrt fortsetzen und verschiedene Inseln des Mittelmeers besuchen.

Die Königin von Württemberg hat die Reise nach London gestern ohne ihren Gemcchl antreten müssen. Dieser ist an einer Sehnenentzündung erkrankt und hat deshalb auf die Fahrt verzichten müssen.

Hus dem GerichtssaaL

§ Der Ehegatte der Gräfin Ruffell. Der Lakai William Brown, der s. Zt. unter der Vorspiegelung, er fei ein öster­reichischer Prinz, die Gräfin Russell heiratete, welche dann die Auflösung des Ehebandes erwirkte, wurde zu Toronto in Kanada wegen vielfacher, an leichtgläubigen Kaufleuten be­gangenen Betrügereien zu sechs Monaten Kerker verurteilt.

§ Vom Verdacht des Raubmordes frcigcsprocheu wurde in Leipzig der 18jährige Handarbeiter Weber, nachdem er seit Mitte September 1903 in Untersuchungshaft gesessen hatte. Weber war verdächtig, am 12. Septernber die Wohnung der Lehrersfrau Mader, um zu stehlen,, betreten und auf die Ge­nannte mit einem Küchenmesser eingestochen zu haben, als er sich entdeckt sah. Frau Mader erhielt schwere Verletzungen, die aber glücklich geheilt sind. Weber wurde in Magdeburg verhaftet, leugnete jedoch entschieden, und die Vorunter­suchung brachte so wenig Belastendes, daß die Staatsanwalt­schaft ihn außer Verfolgung fetzen wollte; allein die Erotf- nungskammer hatte diesen Antrag abgelehnt. Auch die Ver­handlung ergab belastende Momente so gut wie gar nicht, so daß der Staatsanwalt sich jeden Antrages enthielt. Nach kurzer Beratung sprachen die Geschworenen den Angeschul­digten frei.