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Freitag, den 3. Juni 1904

13. Jahrgang

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K.»*«eme«tSpret-: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg.,

W H«uS gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel-

jShrttch Mk. 1.50.

torttOetiM*": C5a*efM*e KämMeN-eit««- (täglich) und die «Kettner Getfrnbl-ss« (vSchentlich).

Da« Blatt erscheint an «lex Werktagen nachmittags.

Neueste Nachrichten

(Hießener Uageö5att)

für Oberheften und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lskalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält ade amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen

Reform des Globmmgsgeldzu febu sfes.

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Von einem Beamten wird uns geschrieben: Der Preu- jijche Landtag, der in den nächsten Tagen wieder zusam- rienlritt, hat sich unter anderm auch mit einem Anträge zu tefassen, auf dessen Erledigung nicht bloß die preußische, pnbeni auch die Reichsdeamtenschaft mit einer gewissen Spannung hinsieht. Es handelt sich um den Antrag -£.- JaL Hitze und Schmedding, der eine Reform des Wohnungs- ^ 6 .xeldzufchusses und zwar nach dem System einer Abstufung : ini Verhältnis der Kinderzahl in Vorschlag bringt. Da .^Z o He Gehaltssätze der Reichsbeamten stets im gleichen Schritt »S? Mund nach dem Verhältnis der preußischen Beamtengehälter re§§ !Whiben, wodurch sich Z. B. in Preußen der Widerstand - ter Negierung gegen eine Umänderung der Gehaltsordnung fjpri, so ist diese Frage keine innerpreußische, sondern ine allgemeine deutsche Angelegenheit.

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Ne wir auf eine nähere Kennzeichnung dieses Antrags Wehen, möge darauf hingewiesen sein, daß der Wohnungs- ; eldzuschuß und die Teuerungszulagen gewissermaßen ein Zchaltsfurrogat sind. Ursprünglich sollte der Beamte seinen !Mwand zur Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses aus 'ÄneH Gehalt bestreiten, da aber die Preisverhältnisse an )M verschiedenen Orten nicht die gleichen sind, so hätte darin De Ungerechtigkeit gelegen, der man mit der Gewährung im Wohnungsgeldern zu begegnen suchte. Diese werden Mth den sog. Servisklassen abgestuft, d. h. die einzelnen Ortschaften werden je nach den Teuerungsverhältnissen in Kategorien eingeteilt, und danach werden die Zulagen be­sessen; aber auch in den billigsten Ortschaften wird jetzt ein Lohnungsgeldzuschuß bezahlt. Da der Staat von seinen Beamten nicht bloß die dienstliche Pflichterfüllung, sondern such in ihrem Privatleben ein standesgemäßes Auftreten erlnrigt so sollte der Wohnungsgeldzuschuß außer nach dem Aktiven Merkmal der Teuerungsverhältnisse in den ein- dnt'ii Ortschaften auch nach dem subjektiven Bedarf des e-in- :*t Beamten abgestuft fein. Während beispie. sweise ein ^i»Wcselle aus dem Wohnungsgeld noch Ersparnisse uZacht, hat ein verheirateter Beamter oft 5070 Prozent i& Wohnungsgeldes aus eigenen Mitteln auf die Miete richulegen und der Aufwand steigert sich ganz entschieden i^ nach der Zahl der Familienmitglieder. Zweifellos rinirde eine derartige Reform des Wohnungsgeldes, wie stevon Dr. Hitze und Schmedding vorgeschlagen ist, für die Formulierung einige Schwierigkeiten ergeben. Allein so usanz absonderlich kann er doch nicht mehr sein, wenn in dem ^quetschen Steuergesetz sich eine Analogie dazu findet. Familienväter mit einem Einkommen von unter 3000 M. sinnen für jedes Kind unter 14 Jahren einen Zlbzug ringen. Der Gedanke, daß Familienväter je nach der Zahl Wer Kinder in verschiedener Weise zu den Staatspflichten fterangezogen werden, führt eigentlich ganz von selbst auch W einer verschiedenartigen Bemessung der Rechtsansprüche M den Staat. Es wäre deshalb zu wünschen, wenn der Antrag Hitze-Schmedding möglichst einmütige Annahme Minbe, und noch erfreulicher wäre es, wenn die preußische Ärmdesregierung und die deutsche Staatsregierung ihn ver> »fillichten.

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Vom Ftereroaufstand

, WM Nachrichten von neuen Gefechten z. Zt. nicht vor. Die einzelnen Kolonnen sind offenbar sämtlich im Vormarsch Mj den Waterberg begriffen, wo die Hauptmacht der Herero infer Samuel Maharero steht. Von anderen Nachrichten verzeichnen wir die folgenden:

DasMilitärwochenblatt" veröffentlicht eine neue Ver- Miste aus Deutsch-Südwestafrika. Bemerkenswert ist da- daß bei einer

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J St Johann-Albrechtshöhe zwei Reiter verwun - t worden sind. In den amtlichen Berichten hat über eine p * u^ Explosion bisher nichts gestanden. Hoffentlich folgen ZH ^nähere Angaben, wie es zu dieser Explosion hat kommen reo pinnen. Der LloyddampferAachen" ist Mittwoch nach- ^ MÜag 5 Uhr mit einem

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; Truppentransport

a£ W 12 Offizieren, 3 Portepee-Unteroffizieren, 177 Unter- 2 g gieren und Mannschaften, fowie 289 Pferden nach Deutsch- -üdtvestafrika abgegangen, nachdem die Truppen vom kom- Nandierenden General des 9. Armeekorps v. Bock und Polach 5 g Brabschiedet worden waren. Am 30. Mai sind in Ham- ~ mg die verwundeten Offiziere der 4. Feld- § * ? ? Wagnie der Schutztruppe angekommen. Hauptmann re £ yie ^o t h , der am 29. Januar bei dem Gefecht am Ätonemoberg einen Schuß durch die Schulter erhielt, trägt 2lrm noch immer in der Binde. Oberleutnant Frhr. ^^Schönau-Wehr, der am 25. Februar bei Ojihina- ^2 waparero ins Knie getroffen wurde, mußte auf einer Bahre V §â Schiff getragen werden. Der gleichzeitig verwundete EZ. MAbiant v. Stülpnagel hat noch einen steifen Arm.

^ Pferde für Deutsch-Südwestafrika

o W nun auch in S ch l e s i e N angekauft worden. In Ober- £ Glesien waren an drei Verkaufsorten zusammen über 1600 £ Werde zum Verkauf gestellt, von denen 110 als für den

Oie Unter

Flnaöhângige Tageszeitung

^ropcnbienft tauglich befunden und zum Osefamtpreife von 38 000 Mark angekauft wurden. Der Durchschnittspreis war etwa 500 Mark. In Myslowitz verlangte ein Bauer aus patriotischem Juteresse ^ür ein zum Ankauf gestelltes pferd nur 280 Mark. Die Kommission schätzte jedoch den Wert des Tieres auf 400 Mark und zahlte auch diesen Preis.

Ein Scherz und seine Folgen.

Einen üblen Possen hat ein südwestafrikanischer Spaß­macher, ohne es zu wissen, dem Abg. Bebel gespielt. Lebel hatte am 17. Mai im Reichstage u. a. gesagt:

Das blutsaugerische Volk der Händler hat die Herero in ihren Klauen. 126 000 Schuldeneintreibungsformulare sollen seit dem Erlaß der bekannten Verjährungsverord­nung in der Kolonie gedruckt sein. Da mußten sich die Herero allerdings sagen, daß es offenbar auf ihren Unter­gang abgesehen war."

Jetzt stellt sich heraus, daß diese Mitteilung Bebels auf Üner scherzhaften Annonce beruht, die der erwähnte Witzbold in der Swakopmunder Südwestafr. Ztg. veröffentlicht hatte. Die Anzeige forderte die Hözndler zum gemeinschaftlichen Bezug der Eintreibungsformulare auf, da diese dann billiger kämen. Dabei hatte der Verfasser der Anzeige mit tollster Uebertreibung davon gesprochen, 126 000 solcher Formulare seien schon verlangt, wer noch welche haben wolle, solle sich unterKaffer 100" Postlagernd Okahandja melden. Der Zweck der Annonce, deren scherzhafter Charakter ohne weiteres ünleuchtet, da die Herero ja überhaupt nur 15 000 Köpfe zählen, war, das Gouvernement zu ärgern, weil es die Lerjährungsverordnung erlassen hatte, die den Händlern ein Dorn im Auge war. Diesen faulen Witz nahm Herr Bebel für bare Münze, und jetzt nvB er sich gefallen lassen, daß er in der Presse deswegen gehörig verulkt wird.

Ein Kartengruh von Hauptmann Franke.

An Hauptmann Franke hatten aus Anlaß seines sieg­reichen Eingreifens bei den zehnstündigen Kämpfen an der Wasserstelle bei Otjihinanka am 25. Februar Mitglieder des Kriegervereins in Schmölln eine Postkarte gerichtet, in bei sie ihm ihre dankbare Bewunderung aussprachen. Daraufhir ist jetzt aus Windhuk folgende Feldpostkarte von Hauptmanr Franke eingetroffen:

Ein unaufgeforderter Begleiter bei Märschen und Ge­fechten, die Malaria, hat mich ins Lazarett getrieben Die Zeit ist günstig, da Waffenruhe eingetreten ist in Er­wartung von Verstärkungen. Dadurch habe ich Zeit ge- wonnen, manchen mir zugegangenen freundlichen Glück­wunsch und Gruß zu beantworten. Was meine braver Leute unter meiner Führung getan, war ja unsere Sol­datenpflicht; Anerkennung erfreut darum nicht weniger Besten Dank im Namen meiner Compagnie ! Franke Hauptmann."

Inzwischen ist Hauptmann Franke von seiner Erkrankum bekanntlich längst wieder hergestellt, augenblicklich säubert ei den Distrikt von Omaruru vom Feinde.

Der Krieg in Ostasien.

Zu der Fülle von Nachrichten, die in den letzten Tagen vom Kriegsschauplatz eingelaufen waren, steht die heutige Stille in auffälligem Gegensatz. Man darf aber arrs ihr nicht auf Untätigkeit der Parteien schließen. Die Japaner bereiten sich mit Energie zum letzten entscheidenden Sturm auf Port Arthur vor, und die Russen suchen ihnen das Vor­dringen auf die Kwantunghalbinsel nach Möglichkeit zu er­schweren.

Die angebliche Niederlage Kuropatkins wird von Londoner Blättern aufrechterhalten. Doch fehlt bisher jede amtliche Bestätigung, und die ganze Art, wie der Bericht abgefaßt ist, läßt darauf schließen, daß er von einem sensationslüsternen Reporter erfunden ist. Das Treffen soll unweit von Samatse (nordöstlich von Fönghwanghtscheng, aus dem rechten Seitenweg nach Liautschang und Mukden) statt- gefunden haben. Die Russen räumten alle ihre Stellungen östlich von Haitschöng. Ganze Schwadronen Kosaken wurden gefangen genommen, auch mehrere Kanonen fielen in die Hände der Japaner. Zuverlässig wird nur gemeldet, daß nach Fönghwanghtscheng große japanische Verstärkungen ge­langt sind, unter anderm 10 000 Mann der bei Takuschan gelandeten Trrippen.

Noch immer beschäftigt sich die russische öffentliche Mei­nung lebhaft mit den

Geschützen von Kintschau.

Während sich die Russen bisher damit trösteten, daß es nurMuseumsgeschütze" gewesen seien, mit denen ihre Ar- tillerie die wichtige Stellung auf dem Höhenkranz südlich des Forts verteidigte, kommen sie jetzt mit der Behauptung zu Tage, die Kanonen seien, ehe sie in die Hand des Feindes fielen, unbrauchbar gemalt worden. Wozu war denn das nötig, wenn sie überhaupt nicht brauchbar waren? Außerdem sucht man sich über die schwere strategische Niederlage zu trösten, indem man konstatiert, daß die russische Einbuße an Toten und Verwundeten nur 30 Offiziere und 800 Mann betragen habe, also viermal geringer sei als der Verlust, den die Japaner au besinnen hätten. Der Trost ist wohlfeil, aber

A«sertto«-preiS: Die einspaltige Petitzeile für ganz Obst* heften, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfo sonst 15 P^.

Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, S e lteröweg 88.

Aernsprechanschlust Nr. 362.

(Hießener Iettnng)

trügerisch. Der japanische General Oku hatte von vornherein gewußt, daß ihn der Sturm auf die Höhen von Kintschau ungeheure Opfer an Menschenleben kosten würde Er Hai aber diesen Einsatz um des Gewinnes wegen nicht zu hock befunden.

Ein weiteres russisches Armeekorps mobilisiert.

Nachdem bereits gegen die anfängliche Absicht das X. lind XVII. Armeekorps mobilisiert worden ist, soll nun, wie in Petersburger Militärkreisen behauptet wird, auch noch das XVIII. Armeekorps (Wilna) mobilisiert werden. Man zweifelt jetzt nicht mehr, daß es zweckentsprechender gewesen wäre, sofort beim Ausbruch des Krieges ganze Armeekorps auf Kriegsfuß zu fetzen, anstatt aus Konglomeraten ver­schiedener Regimenter sibirische Schützenregimenter zu for­mieren, da diese in ihrer Ausbildung hinter der feindlichen Infanterie zurückstehen.

Khakiuniformen für die russische Armee.

Die beiden jetzt nach dem Kriegsschauplätze abgehenden mobilisierten Armeekorps haben ihre weißen Sommerröcke, Mäntel Mützen und Zelte mit gleichen im Khaki vertauscht. Es ist dies das erste Mal, daß Khakiuniformen in der rus­sischen Armee eingeführt werden. Auch die alten schwer­fälligen vierrädrigen Feldküchenwagen haben leichten zwei­rädrigen Karren Platz machen müssen. Auch die Offiziers­uniformen haben verschiedene Aenderungen erfahren, die alle darauf hinauslaufen, den praktischen Anforderungen ernes Sommerfeldzuges in der tropischen Hitze Ostasiens Rechnung zu tragen. Die Pferde beider Armeekorps sind mit einem besonderen Serum gegen die sibirische Pest ge­impft wordeu.

Das baltische Geschwader.

Der wahrscheinliche Termin für die Abfahrt des balti­schen Geschtvaders nach Ostasien wird immer eifriger be- iprodien. Wie aus Brüssel berichtet wird, soll der russische Generalkonsul in Antwerpen bortige Schiffsmakler ver­ständigt haben, daß die Reise ungefähr am 8. Juli ange- werden solle und daß sonach alle angekauften Fracht- dcmipfer, welche das Geschwader zu begleiten haben werden, dahin abzuliefern find. Die Verwendung von Petro­leum an Stelle von Kohle zur Heizung der Dampfkessel auf den Kriegsschiffen des baltischen Geschwaders wird eifrig erwogen, weil sich die Ergänzung des Petroleumvorrats auf hoher See von den begleitenben Frachtdampfern leichter bewerkstelligen läßt, als das Kohlenfassen. - -

Die Politik.

£ Dem preußischen Abgeordneten Hause ist ein Gesetzentwurf, betr. die Grenzregnlierung zwischen bei Provinz Hannover und dem Herzogtum Braunschweig, zu­gegangen. Es sollen durch diesen Gesetzentwurf endlich, nach jahrzehntelangen Verhandlungen recht verwickelte Grenzverhältnisse geregelt werden. Da ist z. B. in der Ge­meinde Woltwiesche, die einem preußischen und einem braun­schweigischen Gemeindevorsteher untersteht und teilweise dem preußischen Kreise Peine, teilweise dem Herzogtum Braun­schweig angehört, eigentlich überhaupt keine Grenze auffindbar. Nicht etwa, weil die Grenzlinie durch Kneipen lief, in denen infolgedessen an einer Stelle die Polizeistunde den nächtlichen Trunk verbot, dem, wenn man den Stuhl etwas weiter rückte, an anderer Stelle fröhlich gehuldigt wer­den durfte, sondern weil die im Dorfe kunterbunt liegenden Höfe bald braunschweigisch, bald preußisch waren! Daß ein solcher Zustand so lange ertragen werden konnte, ist in der Tat höchst merkwürdig.

Ueber die Petroleumfunde in Kamerun wird weiter bekannt, daß das Oel ganz rein sein und schon in Lampen gebrannt werden soll. Die Westafrikanische Pflanzungs­gesellschaft Viktoria in Berlin sendet mit dem nächsten Dampfer größere Bohrmaschinen hinaus. Bei Ankündi­gungen von Petroleumfunden, namentlich in Afrika, muf man allerdings sehr vorsichtig sein, und man wird gut tun. abzuwarten, welche Beschaffenheit dieses Kameruner Petro­leum hat. Probell des gewonnenen Petroleums sind unter­wegs und werden demnächst untersucht werden. Der Gou­verneur von Kamerun v. P u t t k a m e r ist in Berlin ein­getroffen. Er bestätigt, daß im Schutzgebiet alles ruhig ist. In der Gegend von Munde waren einige Häuptlinge aufsässig geworden und wollten einen Aufstand ein­leiten, jetzt aber sitzen sie hinter Schloß und Riegel.

Spanien,

=4= Ein bisher noch unbestätigtes Gerücht meldet die Ver- lobung des Königs Alfons mit der Prinzessin V i c t o r i c von Connaught. Die der anglikanischen Kirche an­gehörige Prinzessin werde zum Katholizismus übertreten, Sehr unwahrscheinlich ist die Meldung nicht.

: Berlin, 2. Juni. (Produiktenmarkt.) Die Furcht vor der zunehmenden Trockenheit und Preiserhöhun­gen in Amerika wirkten belebend auf den hiesigen Markt. Große Käufe in Weizen und Roggen schnellten die Preise um 1^ Mark in die Höhe. Von Futtermitteln Hafer leb­haft gefragt und anziehend, Mais still. Das Geschäft in Mehl war recht fest. RWol lustlos. . ___