Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Rümmer 299. al...l.„m.„1n8,, g,„„,.,M5w Mittwoch, 23. D-zember 1925 15. 3af.t<,«n8
Die Arbeitslosenziffern reden eine beredte
will, ein vollständiges Fiasko zu erleben.
vielleicht bringt das Cbristtindchen timen
g-oeb-n to-rben.
Widersp'uch gegen die Finanzpläne Dou- mers geltend mache. Die drei radikalen Minister
Dir Tlbrüftun^Skommisflon als ÖrOlftein
London, 22. Dezember. (Eigener Drahtbe- richt.) Lord P a r m 0 0 r sagte u. a. im Oberhause: Die deutsche Abrüstung sollte ein Vor- bild für die Abrüstung der anderen Nationen! sein. Lord Cecil erwiderte im Namen der Regierung: Der Vorbereitende Ausschuß habe! am 15. Februar festzustellen, welcher Grad von! Entschlossenheit unter den Nationen bezüglich der Abrüstung bestehe. Alsdann würden auch die technischen Schwierigkeiten überwindbar sein. I
neralnenner in die Sanierung einzustellen, um so die Katastrophe abzuwenden. Man sieht also, daß den verantwortlichen Stellen und selbst den Projekten Doumer's die Kraft zur Lösung mcht mehr zugetraut wird, zumal sich schon unter dessen eigenen Ministerkollegen ernste Wi- derstande und schroffe Ablehnung ge- merkbar machen. «r.
London, 22. Dezember.
Ein Blatt berichtet aus Washington, man könne mit einiger Sicherheit voraus sehen, daß bald nach Zusammentritt des Kongresses am 14. Januar dieser eine Mitteilung des Prä- sidenten C 0 0 l i d g e erhalten werde, in der das formale Verlangen nach der Zustimmung des Kongresse« zur Teilnahme an der Ab- * “ «‘“HßSlonferenj in Genf enthalten sei. Es scheine, daß die Delegation, die schließlich gewählt werde, ebenso voll beglaubigt werde, wie dieBertreter jedes anderen Landes. Die Aera der „unoffiziellen Beobachtung« sei endgül- «st M Ende, denn an sehr hoher Stelle herrsche die Ansicht, daß diese Methode des Zusammenwirkens demütigend und unfruchtbar sei.
Baldwin warnt die Unzufriedenen.
(Eigene Drahtmeldv»a.)
London, 22. Dezember.
Die Krise im Kreise.
Auch Domner stößt auf Widerstände.
(Eigene Drabtmeldung.)
Paris, 22. Dezember.
Rettet den Franken!
Der ganze Besitz soll garantieren.
(Eigene Drabtmeldung.)
Paris, 22. Dezember.
Schwere Sturmschäden in Frankreich.
(Eigene: Drahtbertcht)
Paris, 22. Dezember.
Die gefürchtete Schweiz.
Was Moskau gegen die Konferenz vorfchützt. (Eigene Drahtmeldung.)
Schenkende Liebe.
Wo das Christkind nicht einkehrt.
Eine »öftrer Leserinnen setzt sich in bett folg. Betrachtungen mit echt «eidlicher Nächstenliebe für die Lindernng der schweren Arbeitslasennüte w Familie unb Hans ein. Möge der «arme Avoell,nr Weidnachts^it nicht nngebört bleiben.
Ein Wkihnachlöstern
Paris schlägt ein. — Das Finanzwunder.
Auch Soolidae rafft flch auf.
Teilnahme an der Abrüstungskonferenz ficher.
(Eigene Drahtmeidung.)
den auSlandisAn wesentlich verteuern. Diel Sprache. O, ich kann mir denken, daß em Fami- k°Eende Reichsregierung wird unter keinen lienvater an seinem Kündigungstag nicht frisch Umstanden an der gegenwärtigen Steuervolttikl und kräftig ausschreitend nach Hause ging, wto
Das Echo de Paris will wissen, daß inner-1L . .
halb des Ministeriums Briand sich ein lebhafter lvirb'
6 l s B nrgschaf tfür eine neue Dollaronleihe bisherigen Steuerpolitik' 'beainnen Mo ein Plan, der sich gans wenn nicht die Gefahr cintteten soll, daß d"e nocö dem Beisvwk der deutschen Renten- Wirtschaft unter den steuerlichen Lasten endgül bank richtet Wie aus der Pariser Presse her- tig zusammenbricht. Der fortschreitende Verfall vorgeht, wird dieses Projekt von bffl maßge- der deutschen Industrie ist zum großen Teil aus industriellen Kreise» mit st a r k e m die verfehlte St e u e r p 0 l it i k des Reichs Wohlwollen ausgenommen. Allerdings hat zurückzuführen Im Reichstag wurde gefordert man den Finanzkunstl-rn in Paris deutlich zu daß endlich die » 1 ,
verstehen gegeben, daß sie auch von sich aus Umsatzsteuer ermäßigt
das Rlesendefiztt zu stopfen hätten, ehe In- wird, die stark zur Berteuerun» he, du ine und Handel sich gleichsam ihres Besitzes samten Produktion beigetragen fiat Die meisten veräußern, um dem Hollensturz des Frank Halt Betriebe sind nicht in der Lage d^ hö^n ru 6-bie.en. Ja der neueste So,ialistenvor- Steuersatz aufzubringen nnd bleiLn mit d^ chl-ll lieht sogar soweit, das gesamte fr an- Zahlung ständig im Rückstand Führend- Wirt- zojiiche Natlonalvermogen als Ge-ischastskreise versichern, daß gerade durch die
hohen Umsatzsteuersätze eine Verringerung ihrerEinnahmen herbeigeführt wird, weil die Verteuerung der Erzeugnisse eine erheb- lickse Verminderung des Umsatzes mir sich bringen muß. Unter den heutigen Verhältnissen sind die Fertigwarenprodutte, bis sie an den Konsumenten gelangen, mindestens sieben- bis achtmal mit der Umsatzsteuer belegt, sodaß die gesamte Umsatzsteuer vierzehn bis scchszehn Prozent ausmacht. Daraus ergibt sich eine Be- lastung, die die deutschen Erzertgnisse gegenüber den ausländischen wesentlich Verteilern.
Auch Amerika geht nach Genf.
Verzweifelte Finanzmanöver in Frankreich / Das ganze Volk soll stützen
. I . .---- vv» nvruit u-vXUX,
morgen mit mit zusammrnzukommen, einem meiner geringsten Brüder, das habt Ihr um diese Frage weiter zu besprechen. (ScifotLi r1!1. r,22Dbhutun und mitzuteilen vor- Wir brauchen die Unterstützung eines geeinten 25»^ nicht, denn solche Dinge g--fallen Gott Landes, und ich möchte bitten, zu erwägen, ob ' "ruh dem Hungrigen Dein Brot und die Aussichten einer Regelung gebessert ober 610' im <$‘cnb ssnd, führe in Dein Haus' geschädigt werden durch eine falsche Agitation <■*„ k™ „ .
werk nicht erblicken kann. I Berlin, 22. Dezember I Eignet ist, außerhalb. Englands Zweifel beitslole^^
LLtÄÄlrkr?.'».»'-» « »11 w. «»r..'r«I e(n wilder Geselle .........’.....~
iSchntt geworden sein, denn er wußte ja, wenn er heute in die kleine Wohnung kommt, kann seine Frau die Tränen nid# mehr verbergen. Auch die Kinder, die größeren werden fühlen, daß etwas Trauriges in ihr Leben kam. Still und gedrückt wird die Familie dann bei der be- | scheidenen Abendmahlzeit sitzen, in einem Raum, der nicht nur Stube, nein, auch Küche und Schlafftube zugleich ist, da nur noch ein zweiter Raum zur Wohnung gehört. Ach, wie trostlos steht doch die Zukunft dieser armen Erwerbslosen aus, denen aus städtischen Mitteln auch beim besten Willen nicht genügend geholfen werden kann! Von der Unterstützung können bei Hv.un quviu »r, 1 allerbescheldeiisten Ansprüchen kaum zwei Per- könne man daran decken, den Kredit und die Ak- sonen leben und nun sind noch Kinder da, liebe tiven von Handel und Industrie zur Erfüllung I kleine Wesen, an denen das Elternvaar mit aan- zu stellen, nm dre Sanierung durckzuführen. -hem Herzen hängt Oft ist auch noch ein alter Die t^z;r-<,tische Kammerfranktron hat eine Ent- Vater oder eine Großmutter in eurer solchen---
schließung eingebracht, nach der aus dem Auer- Familie zu versorgen. Schiver lastet die Sorge bieten der Industriellen zur Stabilisierung eine das Gespenst der Arbeitslosigkeit auf Mann und solidarische Aktion der ganzen Frau; keine Hoffnung haben sie, daß diese Zeit Ration gemacht werden sollte. der Not bald ein Ende hat. Und nun fft ge-
rade Weihnachtszeit, in der die Menschen sich freuen sollen! Singen einmal leise und verschüchtert die Kinder, dann kann die Mutter kaum ihre Tränen verbergen, denn der heilige Abend kommt immer näher und sie hat doch gar- > nichts da. sie kann nichts kaufen, um den Siu« dcrn eine Freude machen zu können All' die Fragen der Kleinen, was wohl das Christtind beantwortet die Mutter ausweichend.
Zwei Wirtschaftsverbände haben gestern die Stabilisierungsvorschläge der Industriellen Nordfrankreichs geprüft. Heute werden sie eine Kundgebung veröffentlichen, worin es heißt, daß der Vorschlag berücksichtigt zu werden verdiene. Aber erst wenn die Regierung das ihre für die Sanierung getan haben werde,
beute erfahren und bann sieb' zu, tote Du am ! besten und mn schnellsten die Rot lmderu kannst. N bEe> Ihr mochtet gern helfen; trotzdem >chr selbst nicht mit Glucksgütern gefcanct seid, trobbeni Euer Einkommen kaum für alle nötigen Ausgaben reicht. Auf so manches, was Ihr Euch Neber ganz Frankreich wütet seit gestern ein K U”?t^«/r±flÄÄtetkto,eftS9£* heftiges Unwetter. Die Telephon- und Telegra- »rm» Ä. Vortragen oder Kon-
phenleitungen find zum Teil zerstört, die sU- S w Ä- .torän,t
fchäden beträchtlich. Die Schiffahrt ist behindert m , J?1 * k Ausgaben etn und «us SttNazaire wird bedtbtei, bafein enfl ST
lfcher Dampfer gestrandet ist. In Le Satire ift ein » n:,to0 L 2S,lHc wurde ein sechsjähriges MädSen durch den Ein- losen ülr^ine^ feiner SKnaeMrT stürz ern's Schornsteins getötet. In Tours ^ifch ntH« »h t n
ÄS ci» ^ucr umgerillen und ein Arbeiter ffir eine' Person n ? j
9£tdtet Dr« Pcri-uen erlitten Verletzungen. «Ihr mehr kochen, einen hungrigen ÄfÖ
Aber in den Kinderherzen wird der Zwei- !Schautemps,Daladier und Durafour sollen sogar- ob das Christkind wohl etwas bringen ^,ren angeboten haben für den Christkind ist ja so gut, es Tf^ein'er^el, nein,
tfati, daß eine Verdoppelung der Wirt- der liehe kleine Jesus selbst, der genau weiß, ob schaftszölle vorgeschlagen werden sollte. Nun Bübchen oder Mädel brav war, ob's der werde über ein Kompromiß verhandelt. das abnahm, ob's sich
_____ M mit den Geschwistern vertrug und ob's in der teew Ma ?^ule fleißig war. Abends im Bett, da denkt
URI vif rturrfl. Kind sich schon aus, wie fein es fein wird, toenn erst das Bäumchen wieder brennt, wenn unter ihm ein Teller mit Aepfeln, Nüssen und Plätzchen steht; ach, wenn die Mutter auch sagt, „ .daß es dieses Jahr nichts gibt, etwas wird das
Bei den Bcrhaiidlungeu über die Jrakfrage «ebe, gute Christtind doch noch übrig haben, verließ gestern die Arbeiterpartei, als Baldwin "nd vielleicht, — vielleicht — bekommt der Fritz den Vertagungsantrag und den Ver- docb eine Mundharmonika und Kurt doch ein: zicht auf die Bewilligungsforumel ablehnte, das Trommel; unb bie Marie wünscht sich doch Unterhaus. Alsdann brachte Baldwin die Re-i^chlittschuhe unb einen Nähkasten, vielleicht —
(Eigene Drabtmeldung.) gterunB§refoIutton ein und führte aus: Wir v' e l l e i ch t bringt bas Cbristtindchen ihnen
^okio 22 Derember wunschen nMs so sehr als das das Irakgebiet das boch. Ach, weshalb lebt der liebe Herr Amtlich wirk iN gutnachbarlichen Beziehungen mit der Türkei Jesus letzt nicht auch noch, wo es so viel hnng-
.^»^"^'»'^eilt, daß die japanischen leben mochte. Der Außenminister hat bereil-> rtge Menschen gibt wie Vater und Mutter wven zwar beauttroa. fi„k k,. in Kens sich bereit erklärt, Mittel und Wege zu sagen, weshalb komtwJesus jetztni-wmal
,i s»wru du. n* «..< unseren Verpflichtungen schnell vom Himmel herunter und gibt wenia- vertragen, um zu einem stens mir mal ein schönes Frübstücksbrot?
Paris hat sich einige Kerzen an seinen Weih- nachtsbaum gesteckt. Recht kleine Kerzen, aber immerhin sie leuchten und erhellen das Dunkel der Verhetzung und lassen schemenhaft die Umrisse der Wahrheit erkennen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist der beste Erziehungsfaktor. Politik, die gefühlsmäßige Einstellung eines ganzen Volkes, nationale Eitelkeit, alle diese Dinge verschwinden oder beugen sich, wenn das g e to a l. tifle Mühlrad der weltbezwingenden Wirtschaft seinen Weg unbeirrt durch die Menschlein und die kleinen Politiker fortsetzt. Frankreich steckt das Messer an der Kehle. Sein Etat, belastet durch die Ausgaben, die eine ausgesprochene Macht- und Gewaltpolitik verursacht, ist in Unordnung geraten, seine guten Ententefreunde, die Gläubiger, drängen mit der Schuldentilgung und seine Valuta sinkt und droht zu einer Katastrophe zu werden, die uns in Deutschland ja nicht so ganz unbekannt ist. Was ist denn der ganze französische Versöhnungsge- danke? Sicherlich nicht eine Gefühlsregung. Nur ein klares Erkennen der wirtschaftlichen Notwendigkeit, ein eisernes Muß, das zwingt, allen denen die Hände zu reichen, die Hilfe und Gesundung spenden können. Das Proviso- ttum, das uns in dem Ergebnis der bisherigen deutsch-französischen Handelsbesprechungen gezeigt wird, läßt diese französische Erkenntnis ersehen. Vor einigen Monaten noch ein starres -sein, Unnachgiebigkeit den Notwendigkeiten ge» einer Behebung der europäischen Wirtschaftskrise führen könnte. Und jetzt? Es wäre verfehlt, über daS jetzt Erreichte ein Tri- umphgeichrei zu erheben. Aber das französische Verlangen, vier Jahre lang daS deutsche Zoll- n'veau zu binden, während eine Festlegung des französischen Zollnieveaus nicht erfolgen sollte, hat sich in dem neuen Abkommen bedeutend gemildert. Und das bisher Erreichte gibt zu der! Hoffnung Veranlassung, daß vielleicht schon im Anfang des kommenden Jahres bie Unter- zejchnung eines deutsch-französischen Han- delsvertrags erfolgen kann. Das ist eine frohe Werhnachtsbotschast. Genf, 22. Dezember.
r..^'ben:?e^ e^Mch fortgesetzten Verhand- .Zu den Meldungen, daß Rußland sich lungen mit Deutschland setzt Paris unermüdlich! -uetgetn werde, Vertreter in einer Abrustungs- seine Bemühungen fort, eine Sanierung der Kommission zu entsenden, die in der Schweiz
französischen Finanzen herbeizuführen. Man zusammentreten soll, wird von der Schweizeri-
»ort letzt von allerlei Plänen, die vorliegen und! Sette daran erinnert, daß der Völkerbund
olle denselben Kurs einschlagen. Des neuen Fi- ^territorial ist, und daß der Völkerbund
nanzministers Doume r heftigste Gegner, bieP" Weise für den Abbruch der Beziehnn- ftanzostschen Sozialisten, haben so eine Art öon 82LoStau und der Schweiz verant-
Programm ausgearbeitet, das sie der Kammer *”Irt,.cn kann. Es scheine
vorgelegt haben. Als Rettungsaktion schlagen dessen Arbeiten zwei
sie vor, eine staatliche Verwaltunas- r Monate dauern sollen, außerhalb
st e H e einzurichten, die unter der Kontrolle der ®enf§ r"s°mmentreten kann. Regierung nach kaufmännischen Gesichtspunkten --
geietlet wird und in deren Verwaltungsrat alle im
einschlägigen Interessen vertreten fein sollen «JUlf IUI
Ter Arbeitskreis dieser Verwaltungsstellen zieht Japan bat nichts Böses im Schild... feine Kraft aus dem französischen Tabaksmono- pol. Das sozialistische Projeft läuft also in der! ^n,in
Hauptsache daraus hinaus, eine Nationali - 22. Dezember,
fierung der Tabakindustrie herbeizuführen 7n,«^n^^^^»eketlt, daß die japanischer Neben diesen fozralistislben snnrfrMno»» finben 'trubt|cn zwar beauftragt sind, die Eisenüahm, .. _____, _______
auch die vier Linksgruppen der Kammer einen htoft* fenben Herrc zu schützen, suchen, die sich mit
?•“ lüL.^*,nter8ic^u^' ^hr hohe Steuern auf » , _ ____
bte Kapitalrenten, Erhöhung der Einkommen-! Das Grab der steuer, Erhöhung der Steuern auf landwirt- schaftlichen Grundbesitz. Also alles in allem ein *So ®te ncuc Regierung cinsetzen muß. Plan, in dem man ein durchgreifendes Reform- (Eigener Jnformattonsdieiift.) Werk nicht erblicken kann. 1 ~ —