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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

fltueiaeuereiie. (tinbetmiicbe «Seididi teeiueiaen öeUt2u»hu onSamrtige i^etdjätu. a tuet «er Zeile 2» Dia, «tamiueiiaiuetgen Zeile 2** tHa. «let« Ämeiaen oaa öon 4 «ti. Reklamen die Zeile 75 Pt«. Qtfengebiihr 2" 57«. 'bet Klenda »er Öfter,en »tPiS.i Rechiiunadbeträae sind innerhalb 5 laten >n begabtem Sftr Me SttmtM- fett oller durch isernivrecher au'«eaevetien «i^maen 'owie sSr Amnadme»aten und Plötze kann ni» «aronttert werden '^r M,eisen mltbelaaderem'mmte. riaem Eos Prozent NullSlaa Srnderel: S»le»t6»fttrte WSi'. ®efoäft6» stelle »Sl «ilche Strafte f> nenenhber »er Sv»^rft-afte »emfnretber om "nd w-

Donnerstag, 10. Dezember 1925

Nummer 288. Einzelnummer 10 PI, Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 Pf, SenntaflS 15 Pf. 15, Aa^rgNNg

Ein Gcheimbünönis gegen England?

schaftlichen Maßnahmen zu verantworten. Eine beschämende Tradition diese Gänge nach

als

Stn Oun.'ler Fall

Zu

falls bewaffnete Macht zu ver^-nd»n

kann man die AbrustunqSsragr damit verbinden?

ein Stück von einem Kleide gefunden, das der Sängerin gehörig bezeichnet wurde.

wartet werden, daß Europa angesichts eines so furchtbaren Feindes abrüstet? Ferner fei der Vertrag von Locarno durch eine Garantie ge> schert, die aus einer Zusage bestecht, nötigen-

Das Drama der Sängerin.

Kein Verbrechen, sondern Selbstmord?

(Privai»Telegromm.i

Berlin, 9. Dezember.

Die Ermittelungen der Kriminalpolizei be­züglich der verschwundenen Sängerin Jur­jew ska ja (f. a. Artikel Beilage) lasten ver­muten, dast diese wahrscheinlich Selbstmord begangen hat. Diese Ausfastung ist durch folg. Telegramm aus A n d e r m a t t an die Berliner Polizei verstärkt worden:Verbrechen aus­geschlossen, Polizei." Laut Pressenotiz hat man bei de« Nachforschungen in der Schöl- lener Schlucht beim Aufhacken des Eises

ScssreSenstage in Ghma.

Tschangtsolins Blutgcricht. Europa auf Posten. (Tu!» Fuicksvrmdt

London, 9. Dezember.

Laut Berichten aus Mulden reorganisiert Tschangtsolin seine Truppen. Er ließ olle

Was Gnaland droht.

Geheimabkommen zwischen Rußland-Türkei?

(Eigener Trabt bericht.)

London, 9. Dezember.

Ein Berichterstatter in Teheran will erfah­re« haben, daß die Türkei an Moskau hrrange- treten sei, um die Unterstützung Sow- jetrußlandS zu erhalten, falls der Völker- bundsrai eine für die Türkei ungünstige Ent- scheidung in der Mofsulfrage fälle. Angora erklärt sich bereit, gegen eine derartige Unter­stützung und gegen Rußlands Billigung bei den Bestrebungen der Türkei im Zusammenhang mit Prrsifch-Aserbcidscha« an Moskau die Provinzen Kars und Lrdahan abzutreten.

Bolen will sparen.

Ernste Konflikte im Warschauer Kabinett.

(Eigener Drabtl'-rtck»» j

Warschau. 9. Dezember

tont Pressenotiz kam ei tm Gestrigen Mini- Verrat, der sich mit »er Programme-klarung deS ^-namnnlnisterS befaßte, w ernsten Konflikten über die einzuschlagenden Ersparnismethoden. Streitpunkte bildeten die sozialdcmo.'ratische

t Das Ende im DolchstoßvueK

Redakteur Gruber wegen Beleidigung verurteilt.

(Privat-Telegramm.)

München, 9. Dezember.

Im Dolchstoßpozeß ist heute vormittag das Urteil verkündet worden. Der Angeklagte, Re­dakteur Gruber, > wurde wgeeu furlgtUl^et Vergehe« der Beleidigung und der üblen Nachrede zu dreitausend Mark Geld­strafe, evtl, dreißig Tagen Gefängnis und zur Tragung sämtlicher Kotzen verurteilt.

Irlands Wunde» bellen.

Große Freude im An (Eigene Drahimeldvna.) London, 9. Dezember.

Basel, 9. Dezember. (Privattelcgramm.1 _ dem mysteriösen Verschwinden der Berliner

UIUUKUVC ÄlUU HIVII -- Vit. |V***? ' »1 v.

Gens! Die ganze Welt ist erfüllt von einem I Erörterung steht. Geiste, der sich Locarno nennt und der predigt von Versöhnung und Verständigung unter ben| Völkern. Nm in Genf, der Stadt, wo sich das Flüstern di-ses Geistes praktisch auswirten soll, verspürt man nicht die Spur seines Hauches. Mit einer Zähigkeit ohnegleichen kämpft dort der österreichische Finanzmintster, Dr. A h r e r, um bte Lockerung des Eisengürtels, den der Völkerbund um die wirtschaftliche Freiheit

Opernsängerin I. wtrd milgeteilt: Besitzer und Angestellte im Hotel Krone haben die ihnen vor- gelegte Pbotographie der Frau I nicht als identisch mit dem Hotelgast bezeichnet, der unter diesem Namen stch in das Fremdenbuch eingetragen hat. Es ist einwandfrei festgestellt worven, daß das vorgefunden« Morphium- Fläschchen fett vielen Monaten niemals Mor­phium als Inhalt gehabt haben kann.

i« vier bis elf -Personen bewohnt. Aehnlich liegen die Verhältnisse in England. In Ruß­land hat auch das alleinseligmachende Sow- zetsystem die Wohnungsnot nicht verhindern' können. Der Uebergang von der Privatwirt- chaft zum kommunistischen Wirtschaftsideal verschlimmerte die Zustände namentlich für die Arbeiterklasse so stark, daß man mit gewissen Einschränkungen wieder zu der früheren Wirt- chastssorm zurückkehrte. Aber diese Erperi- mente haben natürlich nicht gerade fördernd bei der Bekämpfung der Wohnungsnot gewirkt. In Oesterreich brachte man schon im Ja­nuar 1917 eine Mieterschutzverordnung ein und erweiterte sie im Januar 1918 und im Herbst des gleichen Jahres. Das Mietengesetz vom Dezenwer 1922 führte zu einer Umgestaltung der Mietzinsbildunq im Sinne einer Erhöhung der Mietpreise durch Einführung der generellen Verpflichtung der Mieter zur Tragung aller Betriebs- und Jnstandhaltrrngskosten und durch Anerkennung der Rente des Hausbesitzers ;m Rahmen seiner Hv^vtheken lasten. Schwere Wohnungskrisen bestanden und bestehen '. T. noch heute in der Tschechoflowakei und in Po­len. Auch die neutralen Länder litten unter Wohnungsnot. Der Wohnungsmangel und in­folgedessen steigende Mieten machten in der Schwei; Mieterschutzbestimmungen nötig, die allerdings schon im Sommer 1921 wesentliche Erleichterungen erfahren konnten, denn infolge des hoben Kurses des Schweizer Fr"nken zeigte tjch bald eine aroße Abwanderung der valuta- fckstvachen Ausländer. In manchen Schweizer Städten gab es

sogar einen Wohnungsüberschuß.

Holland führte 1917 den Mieterschutz gesetz­lich ein. Heute können aber schon dort die Hauswirte eine Mi tssteigerung von 150 Pro­zent der Miete vornehmen. Dänemark ver­abschiedete 1916 ein Mietersckutzgesetz. Die Mietssteigerungsmöglichkeit ist heute ähnlich tote in Holland geregelt. Schwedcn hatte wäh­rend und nach dem Kriege eine rege Bautälig- (eit, jedoch mußten wegen der steigenden Mie­ten 1916 gesetzliche Einschränkungen desreien Mietrechtes durchgeführt werden. Bis zum 3abre 1923 erreichte die Steigerung der Frie- oenSmiete 166 Prozent. Das Bestreben aus vcm WohnungSmarfte wieder zu freien Verhält­nissen zu kommen brachte in den letzten Jahre» überall eine sogenannte »Anpaffungspertode". Eine wirkliche Besserung der Wohnungsnot ist natürlich nur in der Wiederbelebung der p r i - Daten Bautätigkeit zu erwarten Dem­gemäß haben schon England im Jahre 1919, Belgien 1922. Holland 1920 die private Bau­tätigkeit in daS finanzielle Förverun-rsoro. atamtn elnbezoyen. Dänemark und Scvw-ven haben sie stets gehabt. Von flnteresse ift n-ch. daß mit Ausnahme von Nordamerika, das für Den Wobnungsauswand im Gesamt«t>n-ha!t Den Prozentsatz der Vorkriegszeit erreich' i i sogar überschritten hatte, die übrigen Länder

Theorie und vraxis.

(genfer Blitzlichter zur Tagespolitik.

Genf, 8. Dezember.

Hinter verschlossenen Türen, ohne daß die weite Oeffenttichkeit irgend etwas Näheres er­fährt, spielt sich zurzeit in Gens eine Tragödie ab, die bitterer und schmerzlicher ist, als sie viel­leicht auf de» ersten Anblick erscheint. Auch dies­mal mußte Wien wieder den Kanossa-Gang nach dem blauen See der südlichen Schweiz antreten, um Bericht zu erstatten, wie die Völkerbund- Kredite verwandt wurden und um alle wirt-

Hinter den »artelhiliRen.

Der Regierungslösung entgegen.

lE'gener Informationsdienst.)

»erlitt. 9. Dezember.

Der Wunsch bei den bürgerlichen Parteien ist anscheinend größer als bei den Sozialdemokra- fen, eine Regierung aus der breitesten Parla­mentarischen Grundlage zu schaffen. Dte So­zialdemokraten werden zweifellos in ihrem Arbcttsprogranun die Sozialpolitik Herausstel­len. Sollte dieses Arbeitsprogramm auch iutr in einem Rahmen verbleiben, wie er für die bürnerlidxn Parteien erträglich ist, so sieht man in parlamentarischen Kreisen keine sonderlichen Schwierigkeiten, tatsächlich zu einer Regicnrng der großen Koalition unter Führung Luthers und Stresemanns als Autzemninitzer zu kom­men. Die Sozialdemokraten werden sich ireutc entscheiden. Wie wir erfahren, hat der Reichs­präsident den Wunsch geäußert, die Verhand­lungen zu beschleunize«. Die ReichStagSsrak- ticnett werden voraussichtlich am Donnerstag zusammen treten um über ihre Haltung end- gültige Beschlüsse zu süssen. (Siehe a. 2. «eite.)

Kampf 6*8 aufs Messer.

London, 9. Dezember. (Eigene Drahtmel­dung.) Die Arbeiterpartei erörterte gestern eine Entschließung, wonach die Arbeiterpartei den bisher üblichen Verkehr mit der konservati­ven Regierung einstellen und in ständige Ob­struktion eintreten soll. Die Regierungsge- schäfte sollen aus diese Weise ständig ausgehal- tcn werden, bis die Arbeitslosigkeit in annehm­barer Weise behandelt worden ist.

Forderung, die Beamtengehäkter nicht zu reduzieren, dasür aber die Stärke der Po­lizei zu verringern und die einjährige Dienst­zeit einzuführen, ferner die landwirtschaftliche Ausfuhr, gegen die die Sozialdemokraten auf­traten, um die Teuerung im Lande zu bekämpfen.

Nichtachtung des Böllerbundes, wie sie In den Kreisen der großen Ratsmitglieder noch heute gang und gäbe ist. _ ,

Daß England im Grunde ferner seele gar nicht anders denkt, geht aus Kiner Erklärung hervor, daß die Verpflichtungen des Völkerbun­des für eine Teilnahme Englands an einer Exekution niemals bindend sein können, das vielmehr sich England'aus dem berüchtigten Artikel 16 der Völkerbundsakte das Recht völli­ger Handlungsfreiheit in jedem Falle herletiet. Wenn schon derartige Meinungsverschiedenhel- ten hinsichtlich der Keinen Probleme zwischen Frankreich und England bestehen, trotz der gro­ßen Gemeinsamkeiten in dem Richtabrüstenwol- len, wie viel mehr werden die Schwierigkeiten sich häufen, wenn erst die Wrüst".ng selbst zur

Darf Europa abrüsten?

Ein englischer Einspruch.

(Eigener Drahtdertcht.)

London, 9. Dezember.

Ein Blatt schreibt zur Abrüstungsfrage: Der Völkerbund mutz erkennen, daß Beschlüsse mb Bezug auf die ausgeschlossenen Länder vollkom men unwirksam sind. Das Ziel der Sowjet­union ist der Sturz und die Zerstörung der west ichen Zivilisation. Die Luftstreittröfte der Sowjetunion sind die größten der Well trat werden dauernd vermehrt. Wie kann also er-

Im untevhatts erklärte Baldwin, der neue irische Grenzvertrag bezeuge eine Eintracht und einen guten Willen, wie man sie noch vor vier Jahren für unmöglich gehalten hätte. Zum ersten Riale in der Geschichte, fuhr Baldwi, fort, haben sich die Irländer über die Grenzen geeinigt. Tas ist ein ungeheurer Fortschritt. Ich glaube, daß dies uns und der ganzen Welt zum Nutzen gereichen wird. In der weiteren Debatte erklärte Thomas (Arbeiterpartei), er werde die Vorlage unterstützen. Fisher aiberul) beglückwünschte die Beteiligten zu der befriedigenden Lösung. Baldwin teilte weiter mit, daß die Regierung eine Einfuhrabgabe auf Packpapier vorlegen werde. King «eilte auf Anfrage mit, daß bis Ende Juni 1925 619 Eheschließungen zwischen britischen Soldaten imb deutschen Frauen eingetragen worden seien.

des österreichischen Volkes geschmiedet hat. Aus i welchen Ursachen schöpft der Völkerbund die Be- j rcchtigung, dem kleinen zerstückelten Oesterreich , die letzten Reste seiner Selbständigkeit zu zer- reißen? Man erinnert sich wohl: Als der durch 1 den Friedensvertrag verstümmelte Staat dem wirtschaftlichen Zusammenbruch nahestand, ihm j alle Möglichkeiten abgeschnitten waren, durch . einen engeren Anschluß an das große, deutsche Brudervolk eine Besserung feiner Lage ; zir erreichen, da fand sich der Völkerbund nach vielen Wegen bereit, bei den Westmächten eine Anleihe zur Sanierung der österreichi­schen Valuta MteiWbLW-m ^l-ichreitig ar­beitete er am grünen Dflw zu Genf ein wirt- fchastliches Programm auS, dessen Durchführung Oesterreich ausgezwungen wurde. Drei Jahre Frist gab man der österreichischen Regierung. Wenn nach Ablauf dieser Zeit es der Wiener Regierung gelungen wäre, eine Sa­nierung der Finanzen herbeizuführen, dann solle auch der Augenblick gekommen fein, die Entente- Kontrolle wieder aufzuheben. Mit zäher Ar- , beitskraft und unsäglichen Mühen und Opfern hat nun Oesterreich innerhalb der ihm gestellten Frist alle die ihm auferlegten Bedingungen erfüllt Man verstehe gut, vollkommen er» fMt; Aber der Völkerbund, dem dies amtlich notifiziert wurde, denkt nicht daran, seine Ver­sprechungen einzuhalten und die von ihm aus­geübte Bevormundung Oesterreichs auszuheben. Er verspricht zwar, die Kontrolle etwas zu lockern, aber mit der lächerlichen Begründung, daß d-r österreichische Staat nicht genügend Willenskratt ausbringen werde, sich durchzu­setzen, erlläti er sich außerstande, das entwürdi­gende Jocb gänzlich auszuheben.

In einem Punkt haben stch die VölkerbundS- rats-Mitglreder in Genf getäuscht. Oesterreich ist nicht mehr der Keine schwachmütige Staat, der sich alles gefallen laßt. Er ist sich seines guten Rechtes bewußt und kämpft für dieses Recht mit einem Schneid und einer Verve, die bewunderungswürdig ist. Dr A h r e r mußte in Genf seinen letzten Trumpf ausspielen. Er erflärte kurzerhand, die ganze Angelegenheit der europäischen Oefsentkichkeit zu un­terbreiten. Dies letzte Argument schlug durch. Den Mitgliedern des Völkerbundes scheint eS doch nicht gleichgültig zu sein, wenn ihre ge­heimnisvolle Tätigkeit einmal öffentlich kritisiert wird. DaS Unerwartete geschah: Dr. Zim­mermann zog feine diktatorischen Wünsche zurück Zu einem weiteren Entgegenkommen erklärte man sich aber nicht bereit. Die ganze Situation hat stch daher wieder so zugespitzt. daß man an eine Einigung nicht mehr gut glau­ben kann.

In Genf unterhält man sich zur Zeit auff sehr lebhaft über Abrüsiungssragen, aber es Hot sich sckon gleich gezeigt, daß diese unlöslich mit der wehrpolitischen Lage in der Welt eertnirpft sind. So ist denn auch folgerichtig eine Einla­dung zur Teilnahme an den Besprechungen auch an A m e r i t a und an Rußland ergan­gen. Aber auch außerhalb der Gesamflage des Problems stehen sich bereits jetzt die englische und die französische Auffassung unüberbrückbar gegenüber. Tie Franzosen halten nach wie vor chre These aufrecht: Ohne Sicherheiten kann die allgemeine Abrüstung nicht durchgeführt wer­den. Dernentsvrechenn lauter denn auch ihre Formel für die Errechnung der mtlltärif.ter Etärkeverhältnisse dahin, daß jede« Staat? die Berechtigung zuerkannt werden müsse, soviel ar Lruppenmackt zu unterhalten, wie der Völkerbund bei einer Erekution gegen diesen Staat auf die Beine stellen würde. Die Argu- mentation ist äußerst kennzeichnend für die

in feiner Hand befindlichen Verwandten des Ge­nerals Kuo-lu-Siug, der sich gegen ihn erhoben . und ihm eine Niederlage beigebracht hat, ent- Wi-Ihaupteu. Wegen der Unterminieruna der » Eisenbahnbrücke von Tanghimg patrouillieren

Hüben wie drüben.

WohnungSelend in ganz Europa.

Ein Ueberblick über sieb,ebn Siaat««. - Elf Per- iottett in einem Simmet. Mitzluuaene Eroeri- mente in Ruftland. Oesterreichs Mmtensesetz. Znviel Wobnnnge« ... in der -ckweir. Hobe Mieten im Ausland. Wo der Staat ruschietzt.

Geteilter Schmerz soll bekanntlich halber Schmerz fein, aber es ist doch nur ein schlechter Trost zu wissen, daß es den anberen Staaten in der Wohnungsfrage genau so schlecht geht, lieber die Wohnungsnot in Deutschland ist schon genug geschrieben worden, leider wird es auch dabei vorläufig noch bleiben, denn zu wirklich durchgreifender Besserung fehlt uns eben das Geld. Wie steht es nun mit den übrigen euro­päischen Särtbern? Ein Aufklärung hierüber libt daS Internationale Arbeitsamt in Gens, ,as von siebzehn europäischen Ländern Er­hebungen gemacht hat. Die Ursachen der Woh­nungsnot, die ja in gewissem Sinne, wenn man die qualitative Seite der Wohnungsfrage be­trachtet, bereits vor dem Kriege bestanden hat, sind während des Krieges durch mangelnde Bautätigkeit besonders katastrophal gewesen. Dazu kam nach dem Kriege bei vorhandener Wohnuirgsknappheit eine große Frage nach Wohnraum durch stark vermehrte HauShalts- gründungen, und besonders in Deutschland durch Bevölkerungszuwachs aus ab­getretenen oder besetzten Gebieten. Wohnnngs- ztoangswirtschaft und Mieterschutz wurden bei uns im Jahre 1919 gesetzlich eingeführt. Auch unsere ehemaligen Gegner mußten infolge der Wohnungsnot zu Zwangsmaßnahmen greifen, die zum Teil noch heute bestehen. So in Frank­reich, wo man in Paris im Jahre 1923

47 000 fehlende Wohnungen _____

zählte. Belgi en besitzt seit 1920 ein Mieter- chutzgesetz, Italien bereits feit 1916. In M a i- l a n d mußten nach 1921 etwa 12 500 Familien ihre Wstznun-a .mit anderen Familien teilen.

britische und französische Truppen an der Eisenbahnlinie Peking-Tientsin.

S fnrrtftn 2opans mit (Sifenbohnroättcrn

Tokio, 9. Dezember (Durch Funkspruch.l DaS japanische Kabinett beschloß, keine 9er» ärkunnen nach b'r M -mdrchnrxj senken doch gingen vorsichtshalber dreihundert Eisenbabnwächter nach Mulden ab. Die Blätter fordern eine sorgfältige Beobachtung der Lage, da japanische Interessen berührt würden.