SJr. 282. — 15. Jahrgang.
Staffelet Neueste Nachrichten
Donnerstag, 3. Dezember 1925.
Neues aus Kaffe!
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rowlnaOrWen vom Ta^e.
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5m Westfeld r Hoftyeaf r.
„Wie die Allen sungeu..."
der einen seiner größten Kämpfe lieferte und alle Anwesende durch seine Tapferkeit zur Bewunderung hinriß, schlug am Schluß der Runde nochmals zu Boden und wurde durch den Gong vom unvermeidlichen k. o. gerettet. In der achten Runde hielt er sich wieder recht gut, aber zu Beginn der neunten Runde kam das Ende. Sofort mit dem Gongschlaq stürzte sich Paolino aus seinen Gegner und brachte ihn zu Boden. 8
Der „Verband Vaterländischer Vereine" hat sich mit dieser Erklärung in den Kamps, der Tagcs- und Parteipolitik begeben, ein Gebiet, das außerhalb seines Aufgabenkreises liegt. Der Vorstand der Deutschen Volkspartei in Kassel legt neibdrucklickfft Verwahrung ein gegen diese Art „überparteilicher" Betätigung, die auf kras- er Unkenntnis der tatsächlichen V>.rhätrnisse be- ruht, von einseitigster Orientierung zeugt, und die gemeinsame Arbeit für unseren nationalen Aufstieg nur zu schädigen geeignet ist."
Schneller über die Grenzen.
Beschleunigung in Europas Schiffsverkehr.
Paris, 2. Dezember.
Bon einer internationalen Konferenz ist ein einheitliches Eich verfahren für Binnenschiffe innerhalb Europas und die gegenseitige Anerkennung der Eichausweispapiere in einem Abkommen fcftgelegt worden. Das Abkommen wird den Binnenschiffahrtsverkehr erleichtern, weil dadurch die Wiederholung der Eichung an den Grenzen vermied?» wird. Tas Abkommen, das bis zum 1. 10. 1926 gezeichnet werden kann, ist bereits durch die meisten europäischen Staaten unrerzeichnet worden.
Baldwins verpfändetes Wort.
London, 2. Dezember. (Eigene DrahtMel- dung.) In einer Ansprache »ach der Unterzeichnung der Locarn Erträge sagte Baldwin u. tu ich wollte mit meiner Unterschrift die W i ch t i g- k e i t bekunden, die die Regierung Seiner Majestät seinem Abschluß beilegt. Ich hege die Zuversicht, daß es die feste Absicht aller hier vrrtre tcnen Nationen ist, die feierlichen Berpflichtun gen, die Sie hier eingegangen sind, gewissenhaft und loyal auszusührcn.
Dle Gewerkschaften und Iklßland.
London, 2. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Der Vorstand des internationalen Ge Werkschaftsbundes von Amsterdam erörterte beute gemeinsam mit den britischen Gewerk- schaftlern die Frage der Beziehungen zu den russischen Gewerkschaften. Am Freit.ig wird der Generalrat des internationalen Gewerk- schastsbundes voraussichtlich eine Entscheidung in dieser Angelegenheit rrcsfen.
Sachsens Land.ag toiro nicht kleiner,
Dresden, 2. Dezember. Der sächsische Land- tag bat gestern einen deutschnationalen Antrag aus Verminderung der Zahl der. Abgeordneten aus achtuudvierzig a b g e l e h n t
4- Wichtig für Rentenempfänger. Vom 1. Januar 19Ä ab dürfen zur Abhebung der Renten bei den Postanstalten (es kommen die ! Unfall-, Invaliden-, Kranken-, Alters- und Wai- ' senrenten in Frage) nur noch die neu eingerich- l teten Vordrucke zu Quittungen verwendet wer- l den. Es liegt daher im eigenen Jntereffe der > Renten-mpfänger, wenn sie sich rechtzeitig von - den zuständigen Berufsgenossenschaflen, Ver- । ncherungsanstalten oder Ausfübrunasbehörden i ?ie neuen Quittungsvordrucke übersenden las» : !C«, damit Weiterungen bei Zahluyg der Ren- - ten nicht entstehen.
; -r Aus den Cafes und Konzertlokalen. Im Cafe Schmoll zog gestern eine sebr gute Ka- - ‘'züe ein, deren Kouz-rt sich durch ausgeflichenes : Zusammen sviel mit Einzeldarbietungen aus, ich- . "et, die künstlerisch zu bewerten sind. Kapellm i- ster Willi Babl bat den auf ibn gesetzten E--
i Wartungen — namentlich aus dem größten Eafs von München ging ihm ein tadelloser Ruf vor- au3,— entsprochen. Auch An der StimmunaZ-
; musik Wird die künstlerische Würde gewahrt. , Das Orchester wurde gelt'rn lebhaft mit Beifall bedacht. — Im .Zeller" wurde Willy Wacker , ireudig begrüßt, tn der .Perle" bielt ein ita- lienisches Quintett mit einer talentvollen Banso- svielerin chrxn Einzug und im .Kurfürst" am Unterneustädter Kirchvlatz bat der rübrioe Wirt Heinrich Frischkorn eine regelrechte Kirmesfeier angeführt Es geht Hochstimmung durch die Räume. Eine besondere Bsdeutuna gewinnt diese Veranstaltung dadurch, daß Frischkorn echte Trachten aus seiner Knüllbeimat Seigertsbau- len .importiert" hat. d'e das Tanzb^ld durch ibre Lchönh'it lebhaft bennsluffen. Viel beachtet wird ein Originaltan, aus diesem noch urtoü*« sieg» Grenzorte die Schwalm mit echter Musik, wie überhaupt eine flotte Musik für Stimmung fnret
7" Auszeichnung eines Kasseler Lichtbild- Meisters. Im Vietorschen Schaufenster hat sich das gesamte künstlerische Staatstheaterpersonal etnschlleßlich der Leitung in durchaus künstle- risch durchgeführten Lichtporträts eingefunden, dre aus der Werkstätte des auf diesem Gebiete anerkannten meisterlichen Mar R e h r d i ch stammen, dessen Kunst jetzt übrigens durch England wandert. Auf Einladung des Präsidiums der englischen Fachpbotogravhen an einige wenige deutsche Lichtbildner sandte Rehr- dich wertvolle Porträts über den Kanal, die von der britischen Nachwelt als bervorr.igend gewertet werden. Ein schöner Erfolg, der hier verbucht werden soll. Ja«
_ ? derlei vom Tage. Im ^riedrichZavmna-
num m ver W o l f s f ch l u ch t stürzte ein Schüler so unglücklich, daß er einen Unterschenkel ' brach Die SamtätSwache Orleausstraße brachte ; ben Jungen ins Rote Kreuz Einem Arbeiter, her sich tn einem Betrieb d-r Moktkestraße eine Handverletzung mit Finaerverlust znzoa wurde auf der genannten Wa^e die erste Hilfe zuteil. Dann ei folgte auch hier Ueberweisung an
Zwei Ansichten stehen also einander gegenüber ... die Stadt nimmt den Standpunkt ein, daß ohne den bisher bewohnten Flügel die Ausstellung 1926 gefährdet ist, die Regierung bezeichnet den auf ei» Jahr zur Verfügung ge- stellten Raum für ausreichend ... aus das Ergebnis der Besv'echung int Stadtparlgment sm Montag darf man mit Fug und Recht gespannt sein. Wie wir noch hören, hat Oberbürgermeister Stadler in Berlin bereits mit dem Landwirtschaftsminister verhandelt, ber eilte besondere Prüfung der Angelegenheit zugesagt hat
3m Le chrn kes Winters.
Der neue Frost.
Die neuesten Schneemeldungen lauten: Rein- hardswald 40 Zentimeter, Knüll 90 bis 100 Zentimeter, kleiner Feldberg im Taunus 75 Zentimeter. Heute morgen wurden an geschützter Stelle auf Wilhelmshöhe — VA Grad, an der Fuldabrücke und auf dem Friedrichsplatz — 6 Grad gemessen. Der Lac ist vollkommen zuge- ftoren, aber ... vor dem Betreten der dünnen Eisdecke wird dringend gewarnt! Der große Ehristoffel wird sich heute Über Massenbesuch gewundert haben .. . fast alle Schulen sandten geschlossene Klassen in die Winterpracht oben au dem weiß n Habichtswald.
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Der Frankfurter Wetterdienst gibt beute folgende Darftellung der Wetterlage: Die kalten Luftmasten hoben, vom Norden her vorstoßend, bereits am gestrigen Tag wieder unser Gebiet erreicht, sodaß in den Nachtstunden er« c'lehliche Fröste eintraten Tie über Nordwest- curova im Bereiche des nordwestlichen Luft- drucks sich noch ausblldenden Randstörungen bringen zwar vorübergehend noch Bewölkung, führen aber zunächst nicht zu Niederschlägen. DieKältehältan ...! Die
Vorhersage bis Donnerstag lautet wie folgt: Wolkig bis heiter, Frühnebel, trocken, kalt, nordw.stliche Winde.
tung der Regierung eine Gefährdung deS ganzen Vorhabens und finden, wie die Anfrage beweist, die Unterstützung der Stadtverordneten- versamMlung.
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Was sagt die Gegenseite?
Wie uns Rcgierungsrat Sutter erklärt, ist die Stadt an die Regierung herangetreten mti dem Antrag, das Orangerieschloß für fünfundzwanzig Jahre zu Ausstellungszwecken zu 6er« pachten. Die zuständige Kommission ber Regierung — nicht er persönlich allein — konnte sich nicht entschließen, für eine so lange Zeit ihre Eigentumsrechte an dem Schlosse aus der Hand zu geben, umsomehr als die Regierung Bedm- ken hat gegen den Plan der Stadt, eine Bewirtschaftung in Form eines Cafes oder dergleichen einzurichten. Beschlossen wurde aber nach sorgsältiger und eingehender Erwägung Verpachtung von Fall zu Fall uno zwar zunächst Verpachtung der Schloßhalle und eines Pavillons zum Zwecke der Ausstellung für Kunst, Kunsthandwerk und Siedlungswesen für die Tauer des Jahrs 1926. Ausgenommen ist de: zweite Pavillon, in dem sich neben Privatwohnungen, darunter ein Maleratelier, die Obergärlnerwohnung, ein Raum für den Wärter des Marmorbades und das Kaupert- mitfeuir. befinden, das zu übernchnten die Stadt abgelehnt hat. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, daß die erwähnten Beamten in der Aue wohnen müssen, um stets an ihrer Wirkungsstätte zu fern. Befremdend wirkt, daß die Stadt bei ihrer bekannten Wohnungsnot hier Wohnungen für anderweite Unterbringung frei bat, während sonst eine Wohnungsbeschaffung Schwierigkeiten macht. Den Vorwurf, das Schloß verfallen zu lassen, weist die Regierung zurück.
Dos Schwelgen der Schuld.
England zum Widerruf gedrängt.
(Eigene Drahuneloung.)
London, 2- Dezember.
Der Finanzfekrerär im Kriegsamt King er klärte im UruethauS: Ich habe die Mitterluug vom 24. Scooeinoer betreffend die Kadaverver Wertungsanstalt nichts hinzuzufügen. Ken- w a r t h y fragte, hält es das Kriegsamt nicht für notwendig, diese Angelegenheit weiter zu untersuchen? Sind wir dies nicht einem Volke schuldig, mit dem wir jetzt Freundschaft schließen? Da darauf keine Antwort erfolgte, bestand Kenworthy erneut auf eine Antwort. Ter «precher gab zu verstehen, daß eine schriftliche Anfrage beantwortet werden würde.
Subiläen örr £r?ue.
Im Dienste der Gerechtigkeit.
Gestern waren 25 Lahre seit dem Eintritt des weit und breit bekannten und überall geschätzten Kriminalassistenten 8 e i m b a ch in den Dienst der damals königlichen, jetzt staatlichen Polizei in Kassel. Polizeipräsident Freiherr von Korfs sprach dem pflichttreuen Beamten Dank und Anerkennung der Staatsregierung aus, während die Kriminalbeamienkchaft ihrem vorbildlichen Kameraden, der sich wiederholt ausgezeichnet hat, besondere Ehrungen zuteil werden ließ.
Ein treuer Hotelangestellter.
Das vorbildliche Vorgehen des Deutschen Gastwirte-Verbandes, Angestellte schon von fiias- jähriger Treue einem Hause gegenüber zum Ansporn zu belohnen, führte gestern zu einer Ehrung auch int Gasthaus Wimmer-Keim in Der äußeren Wilhelmshöber Allee, jener altbekannten und schönen Gaststätte mit Hotel, das im kommenden Jahre auf eine fünfzigjährige Vergangenheit im Besitz der Familie Wimmer zu- tüdbltdt. Paul, wie der Oberkellner Georg Haupt genannt wird, ist vor zehn Jahren als „Stift" bei Herrn Keim eingetreten und hat sich außerordentlich beliebt gemacht. Tie Hotelbesitzer Töhne und Henske überreichten bei einer kleinen netten Feier mit ehrenden Worten die Urkunde und eine Sonderauszeichnung der Theodor Müller-Stlftung des D. G. V. Hort Keim ehrte seinen treuen Mitarbeiter durch ein w rtvolles Geschenk. Die Feier nahm im Fa- urilienkreise einen angeregten Verlauf.
AllS vem Bereltwleben.
Der Evangelische Arbeiter- und Bolksverein
Dieser Tage wurde über die großzügige Ausstellung für Kunst, Handwerkskunst und Siedlungswesen berichtet, die im kommenden Jahre im Orangerieschloß ftattfinbet und dabei der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Widerstände, die einer Freimachung der Eckpavil- lone dieses Schlosses entgegenstehen, beseitigt werden. Das ist nicht der Fall, denn der nächsten Stadtverordnetenversammlung am Montag ist folgende von allen Fiktionen gestellte Anfrage zugegangen:
„Sft es richtig, daß die Domänenverwaltung der hiesigen Regierung dem Ersuchen der Stadt um pachtweise Ueberlaffung des Orangerieschlosses mit Kopfgebäuden für die im Jahre 1926 geplante Kunst-, Handwerkskunst- und Siedlungsausstellung ablehnend gegenübersteht? Ist der Magistrat bereit, alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um die Regierung zur Aufgabe ihrer die Interessen der Stadt Kassel schädigenden Haltung zu veranlassen?"
Wie uns dazu mitgeteilt wird, geht das Bestreben der Stadtverwaltung dahin, das Oran- gerieschlotz für eine Reihe von Jahren vollstän- dig zu übernehmen und die Mieter, die in den Eckpavillonen wohnen, anderweit unterzubringen. Würde das ganze Schloß zur Verfügung stehen, bann besäße Kassel ein Ausstellungsge- bäude, wie eS schöner seltener anzutresfen ist.
Gegen den zuständigen Dezernenten der Domänenverwaltung bei der Kasseler Regierung, Regierungsrat Kutter, der in der Platzfrage für das Schwimmbad wiederholt genannt wurde, vird jetzt der Vorwurf laut, er sabotiere per- önlich die Bestrebungen der Stadl, mit ber Ausstellung 1926 inber Aue dem Kasseler Wirt- chaftsleben aufzuhelfen. Das Schloß liege jetzt tot ba und komme immer mehr in Verfall, da Regen und Wind unwillkommene Gäste im Apollosaal und in den unteren Räumen sind. Es ist nun bekannt geworden, daß die Regierung es abgelehnt hat, den Wünschen der Stadt nach langfristiger Pachtung, die eine Erneuerung großzügiger Ausgestaltung des Schloßinnern ermöglicht, in dem geforderten Umfange zu rnt- prerven.
Die Kreise, von denen die Ausstellung vorbereitet wird, erblicken in der ablehnenden Hal-I
ich weiter nichts sagen kann als: „Donnerwetter!" Rudi Wucherer, sein Sohn Seppl, war ganz und gar dem Vater ähnlich!? Na, und der Siegfried Heinz Schul Hoffs war eine Figur, die sich würdig in das Gesamtspiel cinfügte, das auch von dem Nachtwächter und dem zornigen Polizeidiener zu sagen ift Heber- Haupt waren die Darsteller überraschend gut aufeinander eingestellt, ein Umstand, der in Hohem Maße zum Gelingen beitrug und der sich auch in humoristifcher Hinsicht in ber Rauferei beim Schluß des 2. Aktes äußerte, die riesig natürlich wirkt-.
Ter Verband vaterländifchcr Vereine beschloß in feiner Gesamtvorstandssitzung vie Reichsgrundungsfeier am 15. Januar 1926 in der Stadthalle in besonders großem Ausmaße zu begehen. Der bekannte Heerführer und gefeierte Verkünder deutschen Heldentums in Südamerika, General der Infanterie a. D Litzmann. einer Der wenigen noch lebenden Zeugen der Kaiserproklamation zu Versailles, hat {ick bereits als Festredner zur Verfügung getollt General Litzmann ist in vielen Städten Deutschlands mit Begeisterung aufgenommenen worden. Weiter faßte Der Verband eine Ent- fchl><-ßting. die zu dem Vertrag von Locarno Stellung nimmt. Dazu fchreibt beute die Deutsche Volkspartei tn Kassel: „In dieser Entschließung ist von „gewissenlosen Machenschaften" die Rcde, eS wird von „eng. lifrften Einflüsterungen" gesprochen denen Tr S'resem'nr. unterliegen soll, und andere Re- bensorten werden gebraucht. Die aus tein parteipolitischer Einstellung heraus entstanden sind.
Die musikalische Leitung lag in den schon oft bewährten Händen Karl Streiperts. Er und seine Kapelle, die fast ausnahmslos aus Liebhaber-Musikern besteht, darf für sich in Anspruch nehmen, besonders lobend erwähnt zu werden; denn die musikalischen Leistungen unterschieden sich durch nichts von denen der Be- russ-Musikkapellen. Mit verständnisvollem Eingehen unterstrich das Orchester auch die Einla- gen, zu denen Volkmar Schwiening eine Musik geschrieben hatte, die sich ins Ohr schmeichelte, ohne Diese vermissen zu lassen. Nicht übergangen werden darf auch Die durchaus stilreine. nach Entwürfen ber Spielleitung von der Dühnenwerkstatt H. Schmidt hergestellte Büh- nendekoration ... sie ließ nichts zu wünschen übrig. Hermann Umbach als Inspizient
Er ttx.n Gack ermorce! haben.
Frankfurt, 2. Dezember. (Privattelegramm.) Der kürzlich ermordete Polizeiveamte Ctto Sock •ft gestern beerdigt worden. Das kürzlich verhaftete Freudenmädchen soll sich ziemlich frech bc- lragen und immer noch erklären, ihren damaligen Begleiter nitht zu kennen. Inzwischen soll in Hanau ein junger Mann namens Jenz geäußert haben, daß er Sarf erschossen habe. Man fand einen Revolver bei ihm. 6s wird jetzt nachgeprüft, ob die Kugeln in den Revolver passen.
Diel Schnee In Wa'.deck.
Willingen (Walbeck), 2. Dezember. (Privat- tclegiamm.) Hier herrscht bei Ostwind Schneetreiben Die Schneehöhe beträgt 35 Zentimeter, in Höhenlagen (über 700 Meter) 50—60 Zenti Meter. Die Skibahn ift in guter Beschaffenheit.
Frankfurt hört London und Varl«.
Frankfurt, 2. Dezember. (Privattelegramm.'» Die hlefigen Rundfunkteilnehmer konnten am Montag abend zum ersten Male eine sehr gute Übertragung aus London hören und zwar konnte man eine Rede Baldwins belauschen, die austerodentlich klar und deutlich klang. Auch Darbietungen des Pariser Senders waren vorzüglich hörbar.
3m Sande verlaufe».
Frankfurt, 2. Dezember. (Eigene Drahtmell- bung.) Laut Pressenotiz ist jetzt auch das Ber- iahren gegen den bisherigen Direktor des Wohnungsamtes Baurat Greß ne r und seinen Schwiegersohn Kaufmann H o f ch wegen angeb- iufter Wohnungsschiebung eingestellt worden. Sturm- und Tkutokataftrovhe in Amerika.
Tampa, 2. Dezember. (Durch Funkspruch.) Bei einem Schneesturm in Davisislaud (Nordamerika) wurden vier Menschen getötet, "chtzehn verletzt. — Ein Auto stieß im Nebel mit einem Zug zusammen, wobei neun Personen getötet und mehrere schwer verletzt wurden.
Wenn der 3ug entgle st
Mährtfch-Ostrau, 2. Dezember. (Privattele- gramm.) Gestern früh entgleiste zwisch-.n Karvin und Dcutsch-Lenten ein Motorwagen, wobei fünf Personen getötet, zwei Perfoucn schwer und sechs leicht verletzt wurden.
Die Ausstellung Kassel 1926.
Ein Vorstoß gegen die Negierung / Pachlungsplane für das Orangerie- fch.oß durch die Stadt / Für ein Jahr zu Ausstellungszwecken verpachtet.
das Krankenhaus. — In der Fi sch gaffe wurde gestern ein Kind von einem großen Lieferauto angefahren. Dem Kinde wurde auf der Sanitätswache Fuldabrücke ein Notverband an- ät. Ein Arzt übernahm die weitere Behänd
— In einem hiesigen Bankhaus wurde heute einem Kaffenboten das Fahrrad gestohlen. -u Veranstaltungen am Donnerstag. Staats' t b e a t e r : „Die heilige Johannas 7 Uhr. — Kleiner Theater: „Luderchen", 8 Uhr. —» Winzerstuben: Gastspiel Beate Mertens, 8 Uhr. — Stadtpark: Kaffeekonzert, kleiner Saal, 4 Uhr. — Stadthalle: 2. Tanz- und Gefellichaftsab-nd, Theatersaal, &A Uhr. — Cafs Schmoll, Konzert, Kapelle Bahl, 4 und 8 Uhr. — Kurfürst: Kirmes mit Schwälmer- tanz, 8 Uhr.
füllte in bekannter und anerkennenswerter Weife sein gewiß nicht leichtes Amt aus und bewies auch diesesmal wieder fehle Unentbehrlichkeit.
Die Spielleitung und mit ihr die Mitglieder des Weblheider Hoftheaters dürfen also' auch diesesmal wieder befriedigt auf ihr Werk blicken. Wenn es s o weiter geht ober gar noch bester wirb, dann kann Kassel noch etwas erleben!
H. H. M.
hielt im Evangelischen Vereinshaus feine erste LssenUiche Werbeversammlung ab, in der der Generalsekretär des Vereins, Rudolph, als Redner austrat. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Pfarrer Fritsch, führte der Vortragende das Ziel und die Wege des Ver- eins auf, zu denen die soziale Not unseres Volkes dränge. Der Verein trage klar und deutlich den Stempel „Evangelisch" und sein Rus laute: „Für Wittenberg!" Nicht Anhängsel der evangelischen ff träte, sondern ihr Bundesgenosse wolle er fein, und er erstrebe keinen Umsturz und keine Revolution, sondern eine Reforma- tion. Die Der Arbeiterschaft das Vaterland wie- der lieb macht und sie unter das Wort „Verantwortung" stellt: „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es um es zu besitzen!" Die wirkliche völkische Erneuerungsarbeit bestehe darin, Daß jeder selbst erst einmal wirklich sittlich stark werde. Von der Gesetzgebung werde . . • . -----—- o, ... ,,______
wirkliche Sozialpolitik gefordert. Ablehnung icher Beziehung so vollkommen verkörpert, daß finde das Wort „Proletarier", welches bedeute:'^ *~*u---'----'— " ---------------
»Zu spät gekommen". Der Arbeiter splle in die Volksgemeinschaft eüigegllebert werden. In einer lebhaften Aussprache erklärten Kirchenrat Eisenberg, Dr. Heppe, sowie die Arbeiter- sekretäre Bohr und Oberbossel ihre Zustimmung. j
Diese mit vollem Recht so beliebte Operette von P. I. Dietrich ging gestern abend über die Bretter des „Wehlheider Hostheaters". In dem bis auf das letzte Plätzchen gefüllten blauen Saal der Stadthalle setzte gleich nach Beginn rechte Operettenstimmung ein, nicht zuletzt verursacht durch die Kuh des Herrn Mäder und das Krähen des „S ä n n e h a h n e s". L i z z i Bernhardt als „fepne" Bäuerin wurde ihrer Aufgabe vollauf gerecht, sowohl tn darstelleri- cher als auch gesanglicher Hinsicht, und ließ ganz vergessen, daß sie — wie alle — nicht ,chom Bau" ist. Dasfelbe ist auch von ihrer blonden „Tochter" zu sagen, die von L i s s i Damm überraschend gut verkörpert wurde. Deren Freundin, Hella Haserbeck, gelang es nicht weniger gut, das in der Pension noch nicht ganz abgeschliffene Eckige zum Ausdruck zu bringen und so einen wirkungsvollen, heiteren Gegensatz zu bllden. Emmy Krauses Magd war ebenfalls eine einerseits gute und andererseits sehr erheiternde Leistung, die in dem eingelegten Schnuller-Foxtrott einen Ab- schluß sand, der — durch den famosen, dämlichen Vater ihres KindeS gut unterstützt — auf das Zwerchfell eine anhaltende Wirkung ausübte. Was nun den alten Bachhoser anbelangt, so wurde dieser von Gerd Wallburg (hinter dem sich Papa Schwidt verbarg) in darstelleri-