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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Plummer 267. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf

Sonnabend, 14. November 1925 Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf 15. Jahrgang

©er Reichspräsident als Gast Frankfurts.

Die Schleier fallen.

Bor der Lösung der Schicksalsfragen.

lEigener JnkarmalionSdienst.)

Berlin, 13. November.

Die allierten Regierungen haben di: Be> kanntgabe ihrer Entscheidungen über die Rück­wirkung der Paktverträge auf die besetzten Gebiete auf den kommenden Montag ver­tagt, weil es ihnen zweckmäßiger erscheint, gleichzeitig mit dem Beschluß über die Räumung der Kölner Zone auch die übrigen Be - satzungsfragen zu erledigen. Es scheint dabei mehr aus die Quantität als aus die Qualität anzukommen. Die deutschen Vor­schläge in der Entwaffnungsnote finden sowohl in London als auch in Paris große B:- achtung und werden sogar trotz einiger Aus- stelltMgen als .befriedigend" bezeichnet. Tat­sächlich darf aber nicht verkannt werden, daß die Reichsregierung in den wichtigsten Punkten der Entwaffnungsforderungen, sowohl in den Kompetenzen des Generals von Seeckt als auch in der Reorganisation der deutschen Schutzpo­lizei, sehr weitgehende Zugeständnisse gemacht hat. Das Reichskabinett hat sich babe; von der Erwägung leit-n lassen, daß es drin­gend notwendig fei, zu einer völligen Be­reinigung des Streitpunktes um die Ent­waffnungsforderungen zu gelairaen, und es Hai daher selbst unter schwersten Bedenken erheb­liche Reorganisationen am bisherigen Zustand in Aussicht gestellt. In den deutschnationalen Kreisen ist deswegen eine starke Beunruhi­gung entständen, die sich darin geltend macht, daß die Regierung immer dringender ersucht wird, über ihre Handlungsweise Rechenschast abzutegen. Diese selbst wehrt sich damit, daß sowohl das Reichswehrministerium als auch Ge­neral von Seeckt sich mit den Vorschlägen der Regierung einverstanden erklärt hatten, zumal von vornherein feftstand, daß eine völlige Ent­spannung unter allen Umständen herbeizufüh­ren sei.

In parlamentarischen Kreisen hat man den Eindruck, daß die hauptsächlichsten Schwie­rigkeiten beseitigt sind und daß die Be- schlusse der alliierten Regierung schon fetzt vor­liegen, die wabrscheinlich der Reichsregierung selbst zum Teil bekannt sein dürften. Eine er­hebliche Aenderung der Lage wird kaum zu er­warten sei». Sehr viel hangt lediglich davon ab, ob die alliierten Regierungen sich dazu her­beilassen werden, auch in der Frage der Ab­kürzung der Besatzungsfrisien befriedigende Zugeständnisse zu machen. Wie man hört, sol­len fast alle anderen fragen geklärt sein, wäh­rend das Problem der verkürzten Räumungs­fristen auch jetzt noch sehr ernste Schwierigkeiten macht. Immerhin vertäuen die Parteien auf die Energie der Reichsregierung, die es in der Hand bat. die schärfsten Konsequenzen anzukün­digen, wenn die deutschen Vorbehalte nicht rest­los b(ffwerden sollten.

Sollte das große Hemmnis der .Rückwir­kungen" tatsächlich in der nächsten Woche fal­len, so erscheint es in der Tat durchaus wahr­scheinlich. daß die Regierungsfrage nun­mehr der Lösung zugeführt wird. Sie dreht sich bekanntlich im Wesentlichen um die Problem­stellung: Arbeitsgemeinschaft der Mitte" oder .Große Koalition"? Der Entschluß der Deutsch­nationalen hält man dabei für ebenso endgül­tig wie den der Zentrumsfraktio-r, in welchem diese ein Wiederzusammengehen mit den Deutschnationalen nicht nur für jetzt, sondern auch für eine fernere Zukunft ablehnen. Die Möglichkeit einer Koalition der .Arbeits­gemeinschaft" hat aber bereits an Aussichten er­heblich verloren, und zwar dadurch, daß die Demokraten in entschiedener 5?orm erklä­ren ließen, daß für sie eine solche Regierung nicht in Frage komme Dagegen scheinen nickt nur die Deutsche Volkspartei, sondern auch die Sozialdemokraten noch immer mehr zu diesem Ausweg zu neigen. Sie glauben wobl daß die Stellungnahme der demokratischen Partei sich noch wandeln werde Die größere Wahrschein­lichkeit spricht aber weitaus dafür, daß diese Erwartung unberechtigt ist. Bliebe also noch die Große Koalition. Die letzte Konsequenz einer auch in Zukunft strikt ablehnenden Hal­tung der Sozialdemokraten gegenüber der Gro­ßen Koalition wäre die Auslösung des Reichstages, wären Neuwahlen Es fragt sich indessen nach wie vor sehr, ob die Sozial­demokraten darauf ausschlaggebende? Gewicht legen Die Gründe, die gegen Neuwah­len sprechen sind bekannt und sind, man kann fast sagen, Allgemeingut. Steht eS aber fest daß man die äußerste Konsequenz Nicht ziehen will, dann läuft die Entwicklung automatisch von neuem der Großen Koalition entgegen Neben dem bereits Gesagten stünde dann aber auch neck die Sraae zur Lösung, wer an der Spitze der Negierung stehen wird, die auf der neuen Basis zu bilden wäre. Man weiß.

daß bei der Sozialdemokratie gegen Dr. Luther grundsätzliche Bedenken be­stehen. Aus den Kreisen des Zentrums ist ebenfalls nicht verhehlt worden, daß ein Kanz­lerwechsel wohl nicht )u umgehen sein würde Aber wie gesagt, darüber wird ja schon die nächste Zeit Aufschluß schassen.

Was du ererbt...

Hindenburgs Sammlungsrnf im Römer.

(Privat-Telegramm.)

Frankfurt, 13. November.

Soeben tragen uns die Rundsunlwellen die Rede des Reichspräsidenten zu, die dieser nach einem jubelnden Empfang am Bahnhof und den Straßen Frankfurts beute mittag im .Rö­mer" gehalten hat. Sie lautet: Tie alte Reichs­stadt Frankfurt als a e i st i ge und politische Brücke zwischen Nord und Süd ist für uns immer von besonderer Bedeutung gewesen. Eine Fülle alter, ehrwürdiger Erinnerun­gen wirkt in Ihrer Stadt auf uns ein, beson­ders in diesem Saale, der die Bilder aller deut­schen Kaiser in sich birgt und so die Geschichte des deutschen Reiches verkörpert.. Der trotz Zer- spliltterung und Gefährdung in den besten Deut­schen immer noch lebendige Drang n a ch E i n i - g u n g und Einheit hat gerade hier in Frankfurt vielfachen Ausdruck gefunden. Wir sehen den Wunsch und Willen nach Z u s a m - menschluß zwischen Nationen verkörpert in der Wahl und der Krönung der Kaiser deS alten Reichs. Wir erkennen ihn in jener Ein­setzung des deutschen Bundestags und wir finden ihn in jener Nationalversamm- nng der-P aul^cklirrhe, de,» ersten gesam­ten deutschen Parlament. So ist diese Stadt im­mer ein Mittelpunkt des politischen Lebens aller Deutschen gewesen und immer hat das

Sehnen nach Einheit der deutschen Stämme hierbei den Unterton gegeben. Das es auch in Zukunft so sein möge, daß Sammlung der Kräfte in Staat, Gemeinde und Wirtschaft bei ihnen und überall jm Reiche stets der Leit­gedanke fein möge, ist mein herzlicher Wunsch. Mit Anerkennung und Befriedigung habe ich fest­gestellt, daß der Frankfurter von heute die

Tatkraft und den Unternehmungsgeist der Borfahren

übernommen und mit diesen Waffen die Nöte der Nachkriuzszeit, trotz Besatzung und wirt­schaftlicher Schwierigkeiten aller Art überwun­den hat. Reue Entwicklungswege sind angebahnt, Universität, wissenschaftliche Insti­tute, Versammlungen Messen usw. geben dem neuen Frankfurt sein Gepräge. Möge die Zukunft der tausendjährigen Gescknchte dieser Stadt ebenbürtig, möge ihr eine glückliche Ent­wicklung und ihren Bürgern Wohlergehen und Gedeihen besckteden fein. Mit diesen Wünschen erhebe ich mein Glas auf das Wohl der Stadt.

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Dom Bahnhof im X iumph »um Römer

Frankfurt, 13. November. Nach dem Empfang des Reichspräsidenten am Bahnhof, bei dem auch General M o e h l aus Kassel zugegen war, wird im Auto die Fahrt durch die Kaiser- straße nach dem Römer angetreten. Der Jubel der Menschenmenge war unbeschreiblich und kam am Römerplatz zum stärksten Ausdruck. Ein Händelchor wurde wirkungsvoll vorgeiraoen Neuer Jubel, als der Reichspräsident vom Bal­kon des alten Kaisersaals beherzigenswerte Worte an die Jugend richtete, die in Heller Begeisterung das Deutschlandlied an« stimmt. Nach Vorstellung der Vertreter der Be­hörden und der Arbeiterschaft findet ein Früh­stück statt, bei dem Oberbürgermeister Land« mann ein herzliches Willkommen entbietet.

Die wackeren Hessen. Hindenburgs Dank und Gelöbnis.

(Durch Funksprnch.t

Darmstadt, 13 November.

Heute vormittag stattete der Reichspräsident »em Staatsministerium einen Besuch ab, wo er auch eine Abordnung aus dem besetzten hessischen Gebiet empfing. Bei einer Rundfahrt durch die Stadt wurde er überall freudig begrüßt. Im Alten PalaiS gab StaatSvräsident Ulrich im Beisein von Parlaments-. Wissenschafts- und Ar- beitervertreter der unerschütterlichen Treue der Rheinhessen »um Deutschen Reiche AuSdrnck. Landtagspräsident Adelung hob hervor, daß gerade an der Peripherie des Deutschen Rei­ches alle Zeichen mit größtem Interesse »erfolgt würden, die auf Anbahnung einer Entspan­nung und Entgiftuna der politischen At­mosphäre deuten. Ter Reichspräsident versprach. Nhoinbessen's schweres Los zu erleichtern, wozu hoffentlich auch die in Locarno angebahnten Ver­handlungen beitragen würden. Mit Dank und Anerkennung gedachte der Reichspräsident der

rheinischen Irene trotz Sanktion und Pfänder­politik. Um 12.24 Uhr erfolgte die Weiterreise.

Am Dienstag wird es kund.

DieRückwirkungen" bereits gesichert.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 13. November.

Entgegen einer englischen Ansicht bemerkt ein Berliner Blatt, es könne keine Rede davon sein, daß in den Verhandlungen zwischen den Wcst- mächten und Deutschland Über das Rheinlandre­gime eine Stockung eingetreten sei. Die Verhand­lungen seien vielmehr abgeschlossen und zwar so, daß die Rückwirkungen schon vor der Unterzeichnung des Vertrages von Loear- no verbindlich sichergestellt werden. Man könne sicher sein, daß spätestens am Diens­tag die Rückwirkungen bekanntgegeben würden.

Glücklich abgeschlossen.

Italiens Schuldendienst au Amerika geregelt (Durch FuakspruckU

Washington, 13. November.

Wie hier verlautet, hat die italienische Dele­gation in dem eben abgeschlossenen Abkommen über die Fundierung der italienischen Schuld zu­gestimmt, daß die G e s a m t s u m m e der Schul­den auf 2042 Millionen Dollar festge­setzt wird. Während der ersten fünf Jahre wer­den die jährlichen Tilgungsraten fünf Millionen Lollar betragen. Bon da ab werden sie jährlich zunehmen. Die Gesamtsumme stellt das geliehene Kapital zuzüglich der Zin­sen von 4% Proz. bis zum heutigen Tage dar.

Militärputsch in Peking.

Der Präsident als Gesanger FengS. Japan auf dem Sprung.

(Eigene Drahtmeldnng.t

London, 13. November.

Ein Blatt meldet ans Tokio: In Erwar­tung eines Putsche» deSGeneralsFengin Peking habe das japanische Kabinett in einer Sondersitzung die Frage des Schutzes de» japanischen Leben» und Eigentums in Peking erwogen. Es wurde berichtet, daß die japanische Flotte für jede Eventualität bereit fei. Laut Pressenotiz soll der Präs!» dentTuanChiJui tatsächlich der G e f a n» geneFeng» sein. Aus Peking wird gemel- det, die Kabinettsmitglieder seien zurückgetreten.

Äm Keim erstickt.

Wie Spaniens Dittator dem Verderben entging. (Eigene Drahtmeldnng.)

London, 13. November.

Den Blättern zusolge wurden die Meldun­gen über eine Verschwörung zum Sturze General Primo de Riveras durch die spanische Botschaft in London wie folgt bestätigt: Gewisse bereits disziplinarisch vorbestrafte Generale und Offiziere dec Reserve haben den erfolglosen Versuch unternommen, einen Aufstand unter den Truppen Hervorzurufe«. Die Soldaten selbst haben jedoch die Verschwörung verraten.

Es lebe Deuttch-Oesterrelch!

Glückwünsche am Nationalfeiertag.

(Privat-Telegramm.)

Wien, 13. November.

Aus Anlaß de» Nationalfeiertage» verwies gestern bei einem Empfang durch Bundespräsi­dent H a i n i s ch der Präsident des Nationalrat» RiklaS darauf, daß der Beweis für die Staats- und kulturbildende Kraft der Deutschen erbracht sei, die sich ihre deutsche Heimat aus dem Zusammenbruch retteten. Er wünschte, daß da» kommende Jahr Oesterreich die voll- politi­sche Unabhängigkeit, Entschlutzfrei» h e i t sowie die Ueberwindung der wirtschaft­lichen Krise bringen möge. Bundeskanzler Dr. Ramek hob die erzielte WährungSstabiliste- rung und die Herstellung des Budgetausgleich­gewichts hervor. Der Volksvertretung unl der Einstimmigkeit der Bevölkerung werde eine glückliche Lösung der bevorstehenden Auf­gaben gelingen. Bundespräsident Hainisch woll­te angesichts der spontan sich regenden Kräfte der Bevölkerung mit großer Zuversicht in die Zukunft der österreichischen Lande sehen.

Geheimnisse des Rifs.

Streifzüge durch Abd et Krims Heimat.

Aus den Erlebnissen einer großen und wie­derholter kürzerer Vorkriegs-Erpeditionen durch Marokko erschloß gestern Abend im Stadtpark als Gast der Deutschen Kolonialgesell- schafl Dr. Albrecht Wirth-München mit souveräner weitausgreifender Einbeziehung ko­lonialer Probleme einem gespannt folgenden Hö­rerkreis das Antlitz und die Seele der he>ßum- strittenen Marokkosphinx in Wort und Bild. weiß, daß diese einst vom Auswärtigen Amt so schnöde verkannteSandbüchse" ein Garte« Eden an strotzender Fruchtbarkeit ist, daß hier Weizen und Hafer dreimal so hoch stehen als auf den fetteften deutschen Schollen? jede Aehre mit tausend Körnern, deren Erträge um da» viel­hundertfache übertroffen werden, daß Oelbänme gleich tausendjährigen Eichen wachsen, daß dort Trauben an neuen Rebstöcken schon Im ersten Jahre voll ausreifen, daß Millionen Schafe und Ziegen eine Quelle des Reichtums sind. Tie deutschen Kulturpioniere, Gebrüder Mannes­mann, veranschlagten schon 1904 ihre Eisenerz­gruben, ohne die Kupfer- und Phosphatlager, jetzt von den Franzosen beschlagnahmt und aus­gebeutet, auf drei Milliarden Mark.

Uebsr das imposante Easablanea geht der Weg hinaus zur einstigen, jetzt verfallenen Residenz Marakesch. einem bunt zusammen­gewürfelten Steinbaukasten und weiter hinan in die Einöden des hohen Atlas. Hier Hau­sen in phantastischen Riesenburgen wie bei un3 im tiefsten Mittelalter die unumschränkten Her­zöge, vor deren blutiqen Fehden die Kara­wane Wirlh's in den tiefsten Urwald zu Lö­wen und Leoparden ausweichen mußte. Ur­plötzlich tauchen idyllische, qrünbedachte Heiligtü­mer auf. Ein geheimnisvolles Volk, die Ber­ber, die den Deutschen so ähnlich sehen. Stammen sie döcq, zwar nicht von den Vanda­len, wie Wirth schlagend nachweist, aber doch von der indogermanischen Völkerfamilie ab, wie es gleichlautende Orts- und Flußnamen offen dartun. Edelblut und Ausdauer der Ber­berhengste und ... die Zähigkeit der Rif­söhne verrichten wahre Wundertaten. Dreihun­dert Kilometer am Tage galloppieren die einen, bundertneunzig Kilometer zu Fuß die anderen, Das macht Füße und . . . Mägen hart . . . Löwen, Strauße, Wildschweine: ein unerschöpf­liches Jagdrevier für Nimrode.

Jm Rii winken auch uns noch ungehobene Schätze, Sprungbretter (olont'Ier Weltpolitik. Manches Geheimnis wird enträtselt: Woher hat Abd ei Krim Geld und Waffen? Wahr­haftig, er bricht es aus einem Goldberg, be­kommt es von steinreichen Glaubensgenossen aus allen Erdteilen, sogar von Aeavpten und Indien unter Englands amtlichem Beistand. Die F r a n- zosen selbst haben früher mit viel Gold und Fliegerei die Schlange am Busen genährt und die Lösegelder für die Gefangenen brachten weitere Millionen. Die W a f f e n hat der Rif- beld sich selbst erobert und erschmuqgelt. (Unser Mitarbeiter Dr. Friedr. Koch-W awra hat hier schon hineingeleuchtet. D. Red.) Die Ar­tillerie steht unter Deutschen. Die Flieger sind Deutsche und . . . Argentinier, die zu Han» im Kamps gegen die Heuschrecken ausgebildet wurden. Der Höblenkriea erinnert an den der Westfront bei Peronne und Combles: Plötz­lich steht der Feind im Rücken. Hier liegen Waf­fen und Vorräte der Riffüchse verborgen. Hier brüllen ihre versenkten Mörser nach Teluan her­über. Auszuräuchern sind sie nicht, da das Ga» dem Angreifer in Schluchten und Höhlen selbst gefährlich wird.

Von den vier,iqtausend deutschen Le­gionären sind bei den Franzosen etwa vier­tausend gefallen, bei den Spaniern sechzehn- hundert. Jede Woche laufen fünfzig über. So fechten auch hier wieder in grausamer Fügung Deutsche gegen Deutsche. Oberst Bauer steht im Großen Generalstab in Ma- drid. Zweihunderttausend Deutsche sind bis jetzt für die Eroberung des ftanzösischeu Weltteichs verblutet. In großartigen Aus- blicken auf die Zusammenballung gewaltiger Weltkonzerne: Grobritannien«Amerika, Frankreich-Balkan-Orient. China-Japan und als Gegenspiel: Mussokini«MoSk"u-Madrid sowie dos Weltreich des "Islam münden die schärfste- gliederten Betrachtungen Wirth'S zugleich 'n den Appell an die Berliner Staatslenker. daS kleine Deutschland nicht zwischen den Mühlstei- nen der Weltgeschichte zerreiben zu lassen. F. R.

Eine <r*ue Xofiütr des Reichs.

Wie Baden den Reichspräsidenten ehrte.

Karlsruhe, 13. November.

Nach seinem Eintreffen unterhielt sich der Reichspräsident im StaatSminisi.rium