Nr. 256. — 15. Jahrgang.
Kasseler Neueste Nachrichten
Sonntag. L Rovencker 1925.
Letzte Depeschen
Auf dem Waliwuer Flugplatz nahm gestern
Beide Vertragsstaaten seien allein
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wurde.
Don d'r Firma Kockendörffer repariert. Das
liehe Ball beschloß die Feier.
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ragend und das Publikum zufrieden.
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GlraZrn'rawal! In Frankfurt
bekam ein Mann eine Schlagwunde übers linle
drei Jahre Ehrverlust.
einen großen Einfluß auf den Abbau aus.
!-Ävo!heke.
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Ävotbeke. Altmarkk-Marklgakie 33; Sonnen-Avotbeke.
HobenMernitratze 21.
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Sie Mise Sammer MM keilen
Koblenz, 31. Oktober. (Privat-Telegramm.) Bei den Besprechungen der Rheinlandkommis, sion über den Abbau der Besatzung ist in Aus.
Winzer-
8 Uhr. -
Der ^1 eger mit einem 2fr
Ein Ereignis auf dem Waldauer Flugplatz.
Jubiläen am Ncve^berbeginn.
Heute blickt Generalagent Fritz Schaum- löffel, Hohenzollernstraße 32, aus eine fünfzigjährige Tätigkeit für die Baseler Lebensversicherungsgesellschaft zurück. Nachdem er als Kriegsfreiwilliger am Feldzug 1870/71 teilge- nommen hatte, übernahm er joater gemein ch'fi- lich mit einem anderen Kollegen in Westfalen eine Generalagentur der vorgenannten Gesellschaft und siedelte dann nach Kassel über. Der Jubilar, dem zahlreiche Ehrungen zugedacht sind, ist das älteste Mitglied des Verbandes Kassel vom Bund der Versicherungsvertreter Deutschlands.
Generalleutnant z. D. Friedrich v. Dehn- R o t f e l s e r begeht heute den Gedenktag sein-s Tiensteintritts in d'e preußisfche Armee vor 50 Jahren, v. Debn-Rotfelser entstammt einer alten hessischen Familie, deren Mitglieder schon in kurhessischen Diensten hohe Staatsämter und militärische Stellen bekleidet haben.
Am Montag begeht der frühere Hauvtaaem und Kassiere der Lebensversicherung „Friedrich Wilhelm", August Broß in körperlicher und geistiger Frische seinen achtzigsten Geburtstag.
vorliegt, der weniger aus Gewinnsucht, denn, aus Sammlerehrgeiz verübt worden ist. Die Kriminalpolizei bitter alle, die Angaben über den Verbleib der Geigen machen können, um Mitteilungen. Es wird Verschwiegenheit über die Namen dieser Helfer zugesichert.
Schlagwerk wird wieder iftr die neuen Glocken einaerichtet Diese Arbeit dauert mehrere Tage, Von Blorttag ab wird deshalb die Uhr vorübergehend außer Betrieb gesetzt
'-r Rechtzeitige Eindeckung der Speisekartof- seln vor dem Frost. Die geringe Nachfrage nach Speisekartofseln im Vergleich zu der reichen Ernte läßt vermuten, dass vielfach auch solche Vcrbrwncher, die Gelegenheit zum Etnkcllern haben, ihren Winter- oder Jahresbedars noch nicht eindecken, sondern sich auf den Einzelein- kaus beschranken. Diese Zurückhaltung gefährdet die Kartrsfelpersorgung sehr, da bei eintre- tendem Frost auf eine Zufuhr von Kartoffeln
glückte drei Tage lang autoweisa eingekauft hat. Das Geschich^chen klingt jed-mfalls recht nett. — In der W e s e r st r a ß e gab es in der vergangenen Nacht eine schwere Schlägerei. Dabei
Königstrass» ein Auto und ein Radfahrer zusammen Das Fabrrad ging dabei in Trüm-
Das Zentrum will den Kanzler veranlassen, wenigstens der Durchführung der Locarnoverträge eine parlamentarische Mehrheit zu
Pressevertretern nach dem Völkerbundsrat, dast solche Palte wünschenswert seien, aber die Jni-
3 rei © roWari gestohlen.
Wer kann bei der Wiederbeschaffung helfen?
Eine heutige Polizeinachricht ist geeignet, in weitesten Kreisen Aufsehen zu errangen. Danach sind in den Abendstunden des 29 Oktober aus einer Wohnung zwei italienische Geigen mit der Inschrift „Antonius Stradivarius Eremona" gestohlen worden. Wenn es sich um echte Geigen handelt, woran nach der Fassung der Polizeimeldung nicht zu zweifeln ist, so hört die Allgemeinheit erstmals davon, daß sich hier in Privatbesitz gleich zwei der überaus seltenen Meistergeigen "befunden haben. Und ausgerechnet diese sind gestohlen worden. Es ist nach Lage der Tinge damit zu rechnen, daß hier ein Diebstahl
den Reihen der Demonstranten Schüsse, wodurch eine Person am Auge verletzt wurde. Die Poli
bis 15, Schwarzwurzeln 35—50, Lauch Stengel 5, Radieschen 12, Petersilie 5, Kartoffeln 4—5, Salat 10—12, Nüsschen 35—50, junae Möhren Bd. 11—12, Tomaten 20—40, Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 8—10, Rotkraut 8—10, Rote Rüben 5—8, Sellerie 20—40, Rosenkohl 30—40, Meerrettich 1 30—35, 2. 20—25, Grünkohl 15, Gänse 90—120, Hühner und Hähne 80—110, Tauben 80—100, Hasen 60—80.
sichern. Bringt Dr. Luther nicht auf diesem Wege eine Einigung zustande, so wird allerdings die Regierung zurücktreten müssen.
Das Moste Gericht.
Ein Sicherheitspatt auch für den Balkan?
Parts, 31. Oktober.
Schon unser gestriger Leitartikel erwog den Plan eines Sicherheitspaktes für den Balkan nach dem Muster des Palles von Oocnrno. Briand und Chamberlain erklärten
Frankfurt, 31 Oktober (Privattelegramm.) Im Anschluß an eine Versammlung versuchte« Hitlerlenle sich zu einem Zuge durch die Stadt
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ftotaerhe Avotbeken haben morsen, Sonnte«, eröffnet und in der darauffolgenden Woche Nachtdienst: Ena»l-Avutheke, Cbere KSnigftrasse 21: Germania»
3toe; Tore wegen einer falsch n Weiche.
Elberfeld, 31 .Oktober. (Privattelegramm.) Heute nutfu fuhr ein Güterzug bei der Einfahrt in den Bahnhof Hagen-Eckesey auf eine Güterwagen gruppe auf Lokomotivführer mid der Heizer des Güterzuges wurden getötet. Tie Schuld trägt der Fahrdienstleiter des Stellwerks.
Tin cramotifeetr QI ft Im Dmtoeiproz»tz.
Paris, 31. Oktober. (Privattelegramm.) Im Prozess gegen den Roqaltstenführer Leon Dan- d c t wegen Beleidigung des Choutfeurs. in dessen Autodioschle fein Sohn Philipp vor etwa zwei Jahren durch Selbstmord endete, drang plöklich der Schwager Leon Daudet? in den Saal und wurde gegen einen Zeugen tätlich. Ter Saal musste geräumt werden Daudets Schwaoer trug einen Revolver bei sich.
Die Not als Tur-end
Der Iatt im patte.
Beneschs Haupt- und Rebenvertrag. "v\
Prag, 31. Oktober. 1
LokÄnachrMen vvm Tage.
-T- liin&uy .i rsw^e» »e* .—>u.-— In
feierlicher Weise wurden gestern von der Ad- vents-kirchenoemeinde die vier neuen Glocken eingeholt, die vormitags auf dem Oberstadt- bchuhof eingetrosfen waren. Auf je einem Wagen wurde eine Glocke verladen und ihnen folgte die Geistlichkeit, voran Geh. Konsistonal- rat Trepte, dann die Gemeindevertretung, die Schwestern, Jungmädchen und Vertreter der kirchlichen Vereine dieser Gemeinde, die nun wieder <*•« boff»s t<nn^ besitzt
Wintersport - Ausstelluna Schön. — Kaffee Schmoll: Reue Kavelle Greste t und <s Nhr. — Kaffee-Restaurant Wilbelm?böh- Kaf- fcekonzert 3'H Uhr. — Hotel M aus: Streichkonzert 7 Uhr. — Libelle: 9ieu??- Programm 8 Uhr — Belvedere: Oktobersesi. — Bicr- siuben Ka^lseue- Kovvmibend 8 Ubr. — Ro- denst-in: Musik. — Kirmes in Walfänger
trag von Locarno werde den Prozeß der Ror- malisterung des Verhältnisses Rußland zu Europa und auch zur Tscheche! beschleunigen.
Auch Lucher in Gttahr. F
Keine Mehrheit für Locarno?
Berlin, 31. Oktober.
be, Hiittenra.uk,, Schneider und Block— ?!ic- . ... Ä - .... ,
d-rzwehren in der „Goldenen An-" und im sicht genommen, sämtliche Kreisdelegler- Raf-naarten" — Montag: Geschichtsverein,te n abzubauen und nur noch einige im im Sckwaneberq 8-< Uhr. Amte zu lassen. Die Truppenstärken sollen ver-
----- I mindert werden. Tie starke Finanzkrise übt
dabei Hautabschürfungen am Kopf und an den Händen zu
Veranstaltungen am Sonntag. Staats- theater: Morgenveranttattting „Ter Torf- barbier" und ..Der vertauschte Cuvido", IV-' Ubr; „Gräfin Mariza". 7% Nhr. — Kleines Tbeater: „Die tote Tante"". 3 Uhr. — P r o -
Aus dem Derelnsleben.
40 Jahre Militärverein.
Der Mllitärv^rein Friedrich Wilhelm feierte kürzlich fein vierzigjähriges Stiftungsfest. Vorsitzender Tapeziermeister Nagel begrüßte u. a. Vertreter des Kreiskriegerverban- des Kassel Stadt und Land sowie der Kriegervereine. Frl. Schröder sprach einen beifällig aufgenommenen Prolog. Ehrenvorsitzender Horst gedockte inmitten der Fabnen der Gefallenen des Verein?. Alle Anw-'fenden erhöhen sick von den Plätzen und die Musck spielte weihevoll: „Ich hall' einen Kameraden . .* Dann spracken Vertreter des Kreiskriegerverbandes Kassel-Stadt, des Kreiskriegerverhandes Kassel-Land und deS Marinevereins ihre Glückwünsche aus. Ein von Mitgliedern des Vereins gespieltes Theaterstück „Krieoskam-ra- bett von 70-71" fand reichen Beifall. Nagel jun. erfreute mit einigen Liedern für Bariton. Postschaffner Bürger bat als Festleiter seine Aufgabe gut gelöst. DaS Kasseler Konzert-Orckost-r unter Leitung seines Dirigenten Heinr. Schröder stellte echte alte Militärmusik. Ein gemüt
eingetreten sei. Der Eintritt Deutschlands als vollberechtigter Faktor in das politische Leben bedeute die Schaffung deS neuen europäische« Gleichgewichts Das heutige Rußland werde nolens volens gezwungen sein, mit Europa zu einem Ueüereinkowmen zu gelangen. Der Ver-
Avntheke, Wolfhaaerftrahe IM: Herkules-S Wilhelmsböher Allee 273 tWaMershausen):
Und aus der Weißen Wand zeigt einer der klügsten ihrer Art, daß ein Hund dem Menschen treuer Freundschaft hält als ein Mensch dem Menschen Rin-tin-tins letztes Abenteuer ist eine spannende Schmugglergeschichte, die an ei- nem verlassenen felsigen Gestade des Atlantic spielt Ein lleincs Torf, ein Lcuchtrurm, sonst weithin Meer und Oedland. Rin-tin-tin und sein Herr werden als Ovser eines Schiffbruchs tut dieses Gestade angetricbcn uud bringen nach abenteuerlichen, spannenden Kämpfen die 'rttko- holschmuggler zur Strecke. Der Film hat eine selten geschlossene, einheitliche Handlung, zwar echt amerikanisch in den sensationellen abenteuern, aber gerade darin geschmackvoll. — Ebenso gut in seiner Art ift der andere Amerikaner:
„Der Mann, die n^2u, der Freund".
Das witzigste dreieckige Verhältnis, das ich je im Film sah. Und eins, bei dem — der Hausfreund der Genassührte ist. Ein hübscher Trottel. der eine Zeitlang Die Ehe ieir.eS Freundes unserer macht und ff einbar vriota hat, weil der Mann zu wenig Acht hat auf die Reize sein-r bubttöpflgcn Friu. Es kommt bis zur Scheidung, ja bis zur Hochzeit, der Pfarrer steht bereit, die Trauzeugen warten, der Ehemann steht schon aus wie „bestellt und nicht ab» geholt". Und währenddes entführt der erst- Mann seine Frau durchs Fenster. Gerade n ch zur rechten Zeit. Der Film ist überaus geist- reick gestaltet Pikante Einfälle beleben die an sich schon sehr flüssige Handlung Jedensalls nach mancher Enttäuschungen, die uns Amerika bcschied, eine angenehme. — Die musikalische Begleitung bcrbiei t diesmal besonderes Lob. V.
Palast-Theater.
Unzweifelhaft stehl heute die Bühne im Vcrdergrund der Palast-Theaters-Darbietun- gen. Direktor Körbers Einfluß macht sich mehr und mehr geltend. Was die d r e i E d m o n d s leisten ist die höchste Vollendung dessen, was bisher von „Schlangenmenschen" aufgebotta worden ist. Zu den alten Gauklertricks fiub neue gekommen. Oft könnte gezweifelt werden, ob diese Menschen da oben überhaupt noch ein Knochengerüst haben. Aber alles vollzieht sich in so gefälliger Form, daß dieses scheinbar Unmöglich« gar nicht so unästhetisch aussieht als man annehmen möchte, int Gegenteil — jedenfalls ist eine Pyramide, wje sse hiesx drei Artisten stellen, in Kassel noch nicht da gewesen. Ständiger Beifall des stark besetzten Hauses ift die beste Quittung. Und dann der Filmdienst ... Bilder aus aller Welt, eine tolle Amerikagrotesk« „Tip und Top auf Abwegen", bei der man lachen muß und Tarzans Kampf mit feinen Widersachern in dem Dschungel und im Goldlande Opar. Sie Phantasie der Erzeuger blüht nur so... o diese Bestien von Löwen und Tigern und... Menschen, o dieser Urwald, der so voller Seile und Tücken und doch so klein, daß die Gegner immer wieder beisammen sind und banft die Amotzoiten der Goldhöhle... gottlob daß alles vorbei unk Tarzan endlich mit seiner Liebe in das Paradies der Liebe einziehen darf! Hella Moja steht im Mittelpunkt eines Filmrornans „Düstere Schatten... strahlendes Glück." Es ist das alte Lied vom reichen Mann und dem armen Mädchen, das einen verbrecherischen Bruder hat... beinahe wäre st« an dessen Verbrechen gestorben, aber der Autor will es nicht und der Film laßt das Rettungswunder sichtbar werden. Die Pftotographie ist hervor-
ainerfee’rn.
Lehre und bedenke, daß wir sterben müsse«!
Wenn das große Sterben der Natur beginnt, wenn das Laub des Sommers fahl und welk von den Bäumen fällt und die Vergänglich'«'! des Irdischen so recht deutlich zu Gemüte führt, wenn die Natur sich ihres letzten Schmuckes entkleidet, wenn das Herz zu Wehmut und Trauer oestimmt ist. dann suchen wir noch einmal die Stätte auf, wo unsere Sieben ruhen, um ihre Gräber mit den lebten Blumen des Herbstes zu schmücken, dann ruft die Kirche ihre Gläubigen cm Allerseelentag rum Gotteshauie, um durch Opfer und Gebete für die Seelenruhe aller Verstorbenen zu bitten. Selbst derjenige, der wäh- rend des Jahres in der Hasst des Lebens und im Drange der Geschäfte keine Zeit fand, lenk! doch in dreien Tagen feine Schritte hinaus zum stillen Friedbof und bält stumme Zwiegespräch« mit seinen Toten. Und wie ergreifend ist für uns Lebenden, die wir doch selbst nur Wanderer in diesem Erdental sind, in diesen dListern Herbsttagen, denen der Stemvel der Vergänglichkeit ausgedrückt ist, eine Wanderung durch die Wege dcs Friedhofs! Wie tritt ja jedem nachdcnkenden Menschen die Frage lebendig vor die Seele: Was bist du, und was wirst du einst sein? Und wenn wir all die Graber >ind Denkmäler betrachten, muß uns da die Nichtigkeit alles Irdischen nicht eindringlich vor unseren Geist treten!
Alle diese mehr oder minder reich gescknück- ten Gräber, die von Ehre, Ansehen und Retck- tum sprechen, die stolzen Marmorsäulen m>t ihrer Pracht von Blumen und Kränzen, und was bergen sie? — Staub md Asche! Friedlich scklosen sie nebeneinander, r'e »m Leben vielleicht bittere Feinde waren: der Stolze neben dem Demütigen, der Arme neben dem R- icken. Aeusserlich unterscheidet noch tte Pracht des Denkmals den einen von dem ind-"-en; innerlich sind sie gleich: Moderndes siebent 'ft olles, was von dem Gelehrten, dem Tapferen J>-’m Hochmütigen übrig geblieben ist Ihre Seele stand bereits vor dem höheren Rlckier. Und wir, wie lange werden wir selbst noch aus dem
wankenden Boden dieses Lebens wandern? Wird nicht, wenn wir auch unser Scktfilem noch io klug zu steuern glauben, die stärkere Hano dcs Todes das Steuer unvermutet u:3 der Hand nehmen, wird nicht vielleicht der beste Gefährte, der Liebling, ehe wir es vermuten, aus unseren Armen gerissen werden? Oa 6rängt sich unwillkürlich -bie Frage aus: Wie ost nock werde ich mit den Lebenden Allerseelen scietu? Ja, die Stunde kommt, vielleicht jor mit da andere an unserem Grabe stehen und klagen
Allerseelen ist heute! Wir leben, wir atmen noch! Was kann aber das nächste Jissr über uns bringen, über alle, die ans ljeb und teuer sind? Darum, lassen wir unsere Hecz-n n'ch! in Selbftsucht erstarren! Unsere ganze traurige Zeit leckzl nach Liebe, nach selbstloser Nackften- liebe! Nur dadurch kann unser Volk wi der gesunden! Tie Liebe, die man den Toten nickt mehr erweisen kann, gebe man den Armen und durch das Gebet der beschenkten Annen wieder den Toten. So bleiben wir mit unfern Verstorbenen in Liebe verbunden. Und wer in der Erinnerung feiner Lief * lebt, *«r ist nick tot! Tot ist, wer vergessen ist... Freclanann.
Seht die Wählerlisten ein!
Wie bereits mttgrteUt, liegen die Wählerlisten and) noch die nächste Woche bis einschließ- lich 7 November zur öffentlichen Einsichtnahme im Rathaus. Zimmer 16 und 17. Eingang Wil- hclmstraße aus. Da in den Wählerlisten gegenüber der letzten Wahl im April zahlreiche Blenderungen vorgenommen werden mußten, sei nochmals jedem Wöhler empfohlen, sick dav.tn zu überzeugen, ob fein Name in die Wählerliste eingetragen ist. Dies gilt insbesondre für diejenigen Personen, die erst nach der Re^chs- präsidentenwahl wahlberechtigt geworden sind sowie für die, die feit der letzten Wahl nach Kassel zugezogen sind. Die ÄuslegungsloLale sind geöffnet von vormittags 8—1 und nachmittags von 3—6 Uhr und am morgigen Sonntag.
Auf dem Vochenmorkt.
Ja, wenn Geld da ift...!
Das merkte man heute, daß neue Silberlinge da sind — in aller Frühe schon, als kaum die ersten Gärtner angefahren waren, begann das Handeln. Es entwickelte sich ein regelrechter Großmarkttag. Mittags sah man nur noch vereinzelt Ueberstände. Alle Marktleute waren endlich mol wieder zufrieden. Die Buttermänner hatten diesmal nicht nötig, nach Marktschlutz von Haus zu Haus zu gehen ... um 5412 Ubr gab es auf dem ganzen Markte schon keine Butter mehr. Nur Eier gingen langsamer ab. Lebhaft gefragt wurden Gänse... Kunststück in dieser Martinszeit. Und erstmals war auch der zu Gänsebraten gehörige Grünkohl da! Stark vertreten waren Nüßchen, Kartoffeln und Weißkraut. Weniger gefragt wurde nach oen reichlich angesahrenen Hagebutten und Schlehen. Der Preisabbau, von dem man in der Wcche gemunkelt hatte, trat nicht ein, wohl aber auf dem Martinsplatze, wo Schweinefleisch und sonstiges „Schweinernes" zehn bi8 fünfzehn Pfennige billiger fernen. Das Geschäft ging flott, eöenso am Fischmarkt und auf dem Markt am Druselturm. -c.
Die heutigen Preise.
Bananen 45—70, Aepfel 15—40. Birnen 15
mer Weiter erfolgte in der Hafenffratze CH ....
e>n Zusgmwrnstotz tw'lcken emen Radfahrer ^ahr sechs Monate Zuchthaus und und einem Motorradfahrer. Ersterer zog .ich _ ^hrverluit
Die Wetterlage.
Der Frankfurter Wetterdienst •"-(bet: Dos westliche Tiefdruckoeb^t lcki.'bt "di weiter ostwärts vor. An seiner Vorderseite t-aben wir stellenweise auch nock mit Rebel Ut recknen. dock sind nennenswerte N'eder- Schläge nickt wodrsckeinlick. Die Temperaturen steigen nock etwas an. Sie
Vorhersage bis Montag
abend lautet: Stellenweise neblig, sonst vielfach wolkig, meist trocken, etwas milder, südliche Winde.
Auge Er mußte die Hilfe der Arneltersanitater formieren. Ein starkes Pollzeiansgebot zer- in Anspruch nehmen Deren Wacke am freute die Demonstranten. Hierauf fielen auS markt legte auch einem Manne einen Nctver Reihen der Demonstranten Schüsse, wodirritz band an, ter sich in einer Altsiadtwirtschast so eitie Person am Auge verletzt wurde. Die Poli- aufgeregt hatte, daß er eine Fensterscheibe ein- „ohm zahlreiche Lcrhaftnngen vor. Bei zwei schlug und sich dabei eine erhebliche Handver- '^rbafu-ten wurden Schußwaffen gefunden. Man"« H«te?' d« r” brnerf imb° ™ Zn Moskcms Kr eg-wmm ssar a - va! ent^
Stück Strotze geschleift. Er erlitt so schweres Ma.-kau, 31 Oktober. (Lmrch ^unkspruch.)
Kovf- und Oberschenkelverletzunaen. daß er nach: Kiiegskommissar Frunse wurde gestern an Ma- erster r->ilfe durch die Arbeitersanitäter von der! gcngesckwür operlert. Die Operation ist gut vec- Sanitä'swache Trle--N?st'atze nach dem Land-^ laufen. Funse dürfte in zwei Wochen wieder krankenbaufe gebracht werden mutzte. — In der. gesund sein.
Oberstadt glitt ein Mann auf einer Bano-^ 3 cftihaus für Löb beantragt.
nen schale auS Er erlitt innere Verletzuu-s Berlin, 31. Oktober. lPrivattelegramm.) Im
aen - Gestern a^cnb stießen m der Unteren MeincidSprozeß gegen deu früheren thüringi- — ar..». ..„x fd)m Staatsbänkp?äsidenten Walter Löb
stellte der Staatsanwalt wegen vorsätzlichen Meineids den Antrag auf ein
In den politischen Kreisen verlautet, daß am Dienstag die Entscheidung darüber fallen werde, ob Reichskanzler Dr. Luther mit seinem
- Tie neubelebte Luiherkirche Während werde, ob Reichskanzler Dr. Luther mit seinem morgen die Glocken geweiht werden, wird in dec'Kabinett bis zur Abstimmung über die Locarno, kommenden Woche die Turmuhr der Lutherkirche vertrüge im Reichstag im Amte bleiben wird. ..._ — <_>1_____ ÄMtintm tniff hdt Cntrifpr hprirnlnfiMi. MH
Im Parlamentsausschuß betonte Autzenmi»
Aut vem Waioouer yiugpiu? uc|1c... nister Benesch, der Locarnovertrag erlege Ber- eine Gesellschast aus Gotha eine neue Dietrich-^lin und Prag die Pflicht aus, dte ftegenwärttae Maschine D. P. 2a ab. Zum Probeflug sand sich'terr11orlale Integrttat und poetische ein Flieger ein. der nur einen Arm besitzt. Er < Unabhängigkeit zu achten. Daneben bedeute der bediente seine Maschine in glänzender, ja genia-^ Vorbehalt des Artikels 21, daß die tschechoslo- ler Weise Es stellte sich alsbald herou?, wattschen Garantieverpflichtungen gegenüber daß man 'eS mit dem berühmten ehemalig nF rankreich gewahrt bleiben ebenso Chefpilot der Fokkerwerke, Weiß, zu tun bat. tote umgekehrt. Letzterer bilde em wette, her int Weltlriea die besten Kampfeiusitzer derbes Mittel, um fick) möglichst dem Rhempatt an- bcutfdien (ttimee ein-eflcacn und sie dem Heere jzunähern und das Problem der Sicherheit für zugeführt hat . . . alles mit einem A m. den er Zentraleuropa zu lösen. Durch diesen Garan. schon im Frieden verloren hat. Weiß zählt noch, ttevertrag werde yrankrelch verpflichtet der beute zu den besten deutsfchen Fliegern. Ge- Tschechoslowakei automatische Hilfe zu siern hat er e» e-r^t belegt gewähren, falls von der anderen Seite eine
Das ^eirni3 war gest"rn in den sliegeri- Verletzung des Garanttevcrtrags erfolge« scken Krdien der Stadt das TaaeSgefpräch würde. Beide Vertragsstaaten seien allein tote die Anwesenhe-t Esvenlaubs, des Segelflie- berufen, zu beurteilen, ob der Vertrggsfall gers, der hier bie Anerkennung findet, bie ibm «ts
merkwürdigerweise in der Krim vorenthalten
test Versammlung im Kino des Wettens
. .. . j für das deutsche Danzig, 1114 Ubr. — Kasse-
b!s 40, Hagebutten und Schlehen 20, Weintrau- ler Turn gemeinde 1844: Städtewettkamps den 60—100, Landbutter 210—220, Süßrahm- in der Stadthalle. 3 Uhr. — Reforma - butter 230—240, Eier 14—18, Oberkohlrakfi 5—8, tionSfeier, Ev. Bund. Ev. Bcreinsbaus, Unterkohlrabi 8—10, Blumenkobl 10—140, Zwie- 8 Uhr. — Kaffee Zeller: Künttlerkonzert beln 8—10, Spinat 10—12, Winterendivien 12! mtb Kabarett, 4 und 8 Ubr.
" ---- - - ff üben: Großes Prooramm,
mit der SP ahn nicht mehr gerechnet werden kann. Es wird daher dringend empfohlen, den Winter- oder Jahresbedars sofort einzudecken. Dies ------- _■ . .
liegt besonders im Interesse derjenigen Ver- tiative stehe Den beteiligten Regelungen zu, bräucher, die gezwungen sind, die Kartoffeln, denn de« ganze Wert de,^ Abmachungen von nach und nach einzukaufen. i Locarno l.ege tn der Tatsache, daß diese Ab-
— Allerlei vom Tage. Ein Schreiner aus macht,«gen Nicht «ufgezwungen worden Niederzwehren, der sich ein Mensdpn- sind. Der Batt muffe Die Folgen eines vereinig- alter mit einem Patent den Kopf zerbrochen ten guten Willens fein. ßl)am6erlnin hob herhat, fand jetzt einen Abnehmer und bekam vor, daß man sich mcht mehr den Luxus 75000 Mark cmsgerahlt. ©n wird in der aan- eines neuen Krieges leisten tonne, dem» zcn Stadt erzählt. Man erzählt auch, daß der Be- sonst würde die Wett untergcheu.