Kasseler Neueste Nachrichtea
HeMche Aben^zeötmrg
Kasseler Abendzeitung
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15. Jahrgang
Einzelnummer 10 Ps.. Sonntags 15 Bf
Frettag, 30. Oktober 1925
Luther als Baumeister des Friedens
Es war nicht umsonst ghne ßocomo keine AUMg
SM »*”«'«■ 7 LU.H--S Appell in Este« an S--M,d nnd S-ind.
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Essen, 29. Oktober.
In Erwartung der gestrigen politischen Aus- jrungen des Reichskanzlers bei Eröfsnung
so trUt näullich der Böllerbund zurück, die Sou veränitätsrechtc der einzelnen Staaten leben un. gehemmt wieder auf und feder Staat kann in einem solchen Falle sowohl dem angreifenden
Angreifers stellen. Durch den Sicherhcitspakt "ber wird der Fall dah-n cingesfchränkt, daß Praktisch aesprochen, Frankreich gegen Deutschland nur dann nmrschicren dürfte, wenn Deutschland nach einem erfolglosen Schlichtungs- -crsahren seinerseitsangreift, aber nicht, wenn Drutsfchland angegriffen worden ist.
ostchter. — Der Angreifer aW rd. — Keine Blockade gegen — Die Reihe ist an Frankreich.
SwtunsWohnurmrn
DaS dringendste Problem des Tages.
Ma« ift beut« twerrcnat. bah di- katastrovbake Woduiisgsuot «nr durch stark« FSrdrruus der Bautätigkeit aeäudert werd«» kau». Di« damit iuiammcubä»geudc« Problem« tGrldnot, Wob» »uuasämtcr ciro.) «uterricbt ei« Mitarbeiter fcbr lebrreiche« Beirachtnuge«. »
StaalSseckretLr Frhr. v. Rheinbaben, M. d. R. Montreal, 18. Oktober.
Kanada bewirtete die internationalen Parlamentarier ebenso großzügig wie Amerika. Im Flug« kamen wir so über die Niagarafälle nach den wichtigsten Städten deS kanadijchen Ostens: Hamilton, Toronto, Ottawa. Es ergab sich ein überraschendes Bild von der Größe und dem Reichtum dieses von der Natur so verschwenderisch ausgestattelen Landes. Ein Tag in der Hauplstadt Ottawa war den nationalen Minderheiten gewidmet. Die Flaggen aller beteiligten Rationen wehten von der Decke des Parlaments herunter; als Flagge Deutschlands — die deutsche Handelsflagge. Allein die Tatsache, daß deutsche Vertreter aus Estland, aus der Tschechoslowakei, aus Polen uri> Südtirol in deutscher Sprache ihre nur allzu berechtigten Beschwerden vorbrachten, wirkte sichtbar auf viele Teilnehmer wie etwas Neues und wie eine Enthüllung und gab dieser Aktion, die von uns Reichsdeutschen selbstverständlich energisch unter» . stützt wurde, den Coarakter eines V o r it o ß e s und die anderen blieben sichtlich in der D e s e n -
so wie überhaupt der ganze Empsna in Amerika und Kanada einwandfrei Ich glaube für meine Person auch, daß di« deutsche Delegation ton
Wuimmer 254. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf
führungen des Reichskanzlers bei Eröfsnung der medizinischen Woche füllte ein nach mehreren Tausenden zählendes Publikum den großen Saal des städtischen Saalbaues bis aus den letzten Platz. Reichskanzler Dr. Luther wies zu Eingang seiner Rede auf die Bedeutung der Essener medizinischen Woche als kulturvermit- telnde Einrichtung hin, sowie aus die besondere Bedeutung des Ruhrbezirks. Alsdann wandte er sich dem Vertrag von Locarno zu. Dr. Luther wurde an den markantesten Stellen seiner Rede von tosendem Beifall untcr- bröchen, besonders als er versicherte, die Episode des Ruhreinmarsches werde nach der Annahme des Lovarnovertrages nicht mehr wiederkehren.
Alles hängt von,brüben' ab. Locarno für Versailles. — Erst Rückwirkungen (Eigene Drahtmeldung.)
Essen, 29. Oktober.
Der Reichskanzler betonte weiter, daß die netten Schiedsverfahren auch für den Versailler Vertrag maßgebend geworden find, farnrr, daß di« Sanktionen durch den Sidjcr- Yvitspakt aus ein enges Gebiet beschränkt werden nnd daß auch daS Rheiulandabkommen dem SchärdSverfastren unterstellt ist. Der Reichskanzler vertrontr, daß durch Abschluß des SicherheftSpatteS in der ganzen Welt und insbesondere in Amerika di« Vorstellung entstrhen wird, daß «S nunmehr in Europa Frieden ge- wordeu ist. Das fei eine der Hilfen für den LSiederaufsti«. ES sei aber eine psychologische Notwendigkeit, daß blt
Rückwirkungen greifbar nnd sichtbar Wechten. DaS ist auch von der anderen Seite, wie er hinzusetzte, grundsätzlich anerkannt. Für das deutsch« Volk ist der Maststab deS Fri-edeus der Zustand im besetzten Gebiet. ES wird hüben wie drüben mit allem Nachdruck an diesen Dingen geschaffen. In diesem Punkte gibt es keine MeinungSverkchkedenbeiten zwischen bat Parteien. Er sei überzeugt, den Nachweis für die Auswirkungen des Friedensgedankens den versnssungsmästigen Instanzen unterbreiten zu können. Wenn eS jemals einen Zeitpunkt gegeben hat. wo alle pokitifchen Arbeiten den außenpolUifchen Gesichtspunkten untergeordnet werden müssen, f» ist es jetzt der Fall. Dem gesamten Tatbestand wird die Reichsre- qierung dem Reickstag rechtzeitig vor dem 1. 12 unterbreiten. Ich selbst habe gemeinsam mit dem Außenminister Dr. Stresenmnn mein politisches Schicksal mit dieser Entscheidung verknüpft.
keM Dmchrull nach Osten.
Artikel 16 und Rußland.
(Prtvat-Lelepramm. >
Essen, 29. Oktober.
Bei Behandlung des Artikels 16 bestritt sodann Dr. Luther die Absichten der Westmächte, einen gemeinschaftlichen Kampf unter Einbeziehung Deutschlands gegen Rußland zu organisieren. Der soeben abgeschlossene Handelsvertrag hat vor aller Welt bewiesen, daß wir gar nicht daran denken, unser Verhältnis zu Rußland irgendwie zu lockern. Wenn Rußland de: Angreifer ist, könnte kein Staat das Recht für sich in Anspruch nehmen, auf Grund deS Artikels 16ohne Grnchmigung Deutschlands durch Deutschland hindurch zu marschieren. Selbst aus der offenkundigen Tatsache, daß ein Staat Friedensstörer ist, folgt noch immer nicht, daß Deutschland im Einzelfall genötigt wäre, vorzugehen, ohne dazu imstande zu 'ein. Heber diese Frage würde vielmehr
Deutschland selbst zu befinden haben. ES soll ausdrücklich gesagt werden, daß Deutschland nur in dem Matze verpslich- tet ist, sich an Maßnahmen gegen einen Frie- densbrecher zu beteiligen, alS bieS verträglich ist mit seinen militärischen Rüstungen und der geographischen Lage. Die Beschlüsse könnten sich sowohl aus die wirtschaftlichen, wie aus die militärischen, alS auch auf die Fragen des Durchmarsches beziehen. Es ist von entscheidender Wichtigkeit, daß gerade ihm gegenüber dieser Tatbestand anerkannt werbe.
Wer zuerst angreift
Der SicherhritSpakt al» KriegSbarrier«.
(Prtvat-Tekegramm.)
Essen, 29. Oktober.
Der Schutz der Grenze«, so führte der Reichskanzler weiter <ruS, hat Ausnahme«, tote Deutschland außerordentlich stark berühren. Eine solch« AuSnahmr ist 1. der Verteidigungskrieg. Nirgends, weder im Recht des Völkerbundes, noch im Recht des Sicherbeitspaktes konnte der Verteidigungskrieg irgendwie untersagt wer- den. Dann ist eine Dondervorschrist vorhanden, die eine Veberschreitung der ent- militrisierten Zone in Richtung «ms Deutschland zulätzt. falls gewisse Vorschriften v«rietzt werden. Eine Urberfchreitung der Grenze ist allein zulässig auf Grund deS Artikels 16, der Maßnahmen sich also um den Fall, daß Deutschland gegen die Friedensgrundsätze verstößt. Wer also den Frieden bricht, kann nichts dagegen einwenden, wenn die ander«« gegen ihn vorgehen, verwickelter liegt der letzte AnSnahmefall für Artikel 15. Man hat nicht mit Unrecht gesagt, daß hier ei«
Loch in der VSlkerbundSregelung ist Hat ein Schlichtungsverfahren nicht die einstimmige Lösung im Völkerbunbßrate gefunden,
in verhältnismäßig geringem Umfange dem Baumarkt zugeführt werden können und dürfen. Aber auch die öffentlichen Selber, die aus den Erträgen der Hauszinssteuer bisher dem Wohnungsbaumarkt zugeflossen sind, werden voraussichtlich knapper und knapper werden, je mehr Länder und Gemeinden gezwungen sein werden, diese ©teuermittel zur Deckung eigener, dringender Haushaltsbedürs- niss« zu verwenden. Der Dawes-Plan und seine Durchführung bringen in den nächsten Jahren schärf sie Anspannung aller Steuerkräfte der Bevölkerung mit sich. Nur sehr langsam wird der Wohnungsmarkt sich dem Wohnungsbedürfnis der wachsenden Bevölkerung Deutschlands wieder anpaffen. Daher verbleibt den wichtigsten Trägern der Wohnungswirtschaft, den Wohnungsämtern, noch auf lange Zeit hinaus die Pflicht, die Verteilung der wenigen Wohnungen auf di« wohnungsuchende Bevölkerung zu regeln. Da für Neubauten heute aber, selbst w e n n sie rentabel wären, private Gelder nicht zur Verfügung stehen,
lastet auch au fben Kommunen
weiter die Sorg« für die Förderung und Finanzierung der Neubautätigkeit. Auch di« H a u s z i n s st e u e r hat nicht ausgeholfen, da z. B. die in Preußen erhobenen 14 Prozent der Friedensmieten nicht restlos Reudauzwecken zugeführt werden konnten. Man wird die Hoffnungen auf die Finanzierung von Wohnungsneubauten aus den Erträgen der MietzinS- steuer wefentlich herabdrücken müssen. Wieder andere Länder haben sich «ntMoffen, durch weitgehende steuerliche Vergünstigungen einen Anreiz zur Erbauung von Wohnungen zu schaffen. Auch eine Reihe von Städten haben auf diesem Gebiet experimentiert. Aber die bisher erzielte« Erfolge sind recht gering. Die Baukostenteuerung ist noch immer zu groß. Auch würden di« Mieten so hoch sein, daß jte nur von wenigen reichen Leuten getragen werden könnten. Ein Sachverständiger hat nachgewiesen, daß bei dem heutigen Stande der Baukosten und des Zinsfußes ein Neubau etwa
die Viereinhalbsache Friedensmiete
erfordern würde. Hier kann also ein« Zuschuß- leistung der Kommunen einen irgendwie ins Gewicht fallenden Ausgleich nicht schaffen. Eine Steigerung der Mieten über hundert Prozent hinaus bält der Referent mit Recht im wesentlichen für unmöglich. Er erfiärt darum eine Verwendung von 15 bis 20 Prozent der Friedensmiete zur Förderung der Neubautätigkeit auf mindestens zwölf Jahre für notwendig. Das würde bedeuten, daß die Hausbesitzer noch zwölf Jahre lang nur etwa 80 Prozent der Friedensmiete erhalten können. In diesem Falle ist aber auch an eine frühere Aushebung der Wohnungsbewirtschaftung durch die Kommunen nichtzudenken.
Prozent der Bevölkerung nur einen Wohnraum.
Diese Ziffern sprechen eine nur zu deutliche Sprache und man wird dem Berichterstatter aus dem Bezirk Kassel recht geben, wenn er schreibt: „Gelingt es nicht, den noch immer zunehmenden Wohnungsmangel in absehbarer Zeit zu beseitigen, so sind alle Anstrengungen, die Gesundheit und di« Kraft unseres Volkes zu heben, als aussichtslos zu bezeichnen. In Preußen drängt man nun amtlicherseits auf beschleunigten Abbau der Wohnungsämter, obwohl niemand weiß, was an ihre Stell« treten soll. Der freie Wohnungsmarkt würde das Wiedererstehen eine «umfangreichen gewerblichen Bauwesens zur Vorbedingung haben, und diesem steht die trostlose Verfassung unseres Geld- und Kreditmarktes als ei« unübersteigbares Hindernis entgegen. Geld und Kredit werden in Deutschland auch in den nächsten Jahren überaus knapp bleiben und zunächst einmal zur Finanzierung der Industrie und des Exports Verwendung finden müffen. Private Geldmittel werden also nur
Dl« N«uc««i. Nad»u»itu et>«e ig«r. mSäetnU* ie«6em«i
D«r «t onnemklnovreie beträgt füi oen Wonati— l>i t-bet lreier Anftellan« n« vüi-8. >n her y-efdtäftbheUe adaedvU tj<H ckk. Dur» »I« Voft räatlt<M*ltf. auefdtlietuidt AnN«llun«Saebt!dr Verla« nnd Rebattion Lcblackwmftratz« 2E>. Senilere eher oei unh «KL Mr unrcrlcnei etwoefanbte «eiträee kann M tJe« laftion eine S'erantroorteng ober <»ewäbr in keinem Falle Sberoedmen. Rü^ adluna b«8 Bemssaeldek ober «nfprti»e roeeten enoateer nicht orbnun«S»atz,«r >'M«riin<' 'ft eiteoetrolofien ■beWfeerfrotiiB ÄrenffiiT* a. Main Nummer 68*0
sive.
Fragt man sich nun am Schluff« dieser 23. Konserenz der Interparlamentarischen Union endgültig, welchen Wert und Nutzen der- . artige Konferenzen gerade für Deutschland ; haben, so kommt man etwa zu folgendem Urteil; ■ Im Ursprung waren sow-'hl interparlameu- 1 irische wie alle derartigen Zusammenkünfte ; wohl mehr oder minder rein .pazifistisch" gedacht. Den Unterschied gegen „früher" erkennt man daran am besten, daß es diesmal dahin ge- ; kommen ist, daß der Führer der englischen überwiegend konservativen Delegation, Sir Roben Hör ne, unter starkem Beifall ans sprechen konnte, daß „man nicht Pazifist z u s e i u brauche, um internationalen Ueberetnhtnften zuzustimmen, deren Tendenzen auf Frieden und Wohlsahn der Völker gerichtn sind." Ich möchte für meine Person diese Gelegenheit benutzen nm in der deutschen Oefsentlichkeit eindringlich dafür zu werben, daß alle Parteien des deut- Sxn Reichstags volles Verständnis für diese rt. durchaus wichtiger Tätigkeit haben sollten. Gewiß kann und wird aus einer solchen Konferenz bei Anwesenheit von Vertretern von über vierzig Nationen nicht auf dringende Einzelwünsche ganz bestimmter Nationen eingegangen werden können, und gewiß muß noch richtiger- weise Viele» sich vorläufig auf gewisse Grundsätze beschränken, um hier oder da nicht anzu- stoßen und das Erreichen irgendwelcher allgemeiner und zmn Mindesten propagandistisch in bte Zukunft wirkender Resultate überhaupt In Frage zu stellen Aber eine Ueberiegung ist ganz sicher richtig, nämlich die, daß es sehr viele Leute auch bei unS in Deutschland gibt, 'ne immer von „Propagmwa" und „Vertretung deutscher Interessen tm Auslande" reden und fie teilweise recht laut fordern, öte aber keineswegs imstande sind, auch die dafür notwendigen Mittel und Methoden anzugeben. Deshalb soll man derartige Veranstaltungen, wie es die Interparlamentarische Unton ist, nicht von eben herab ansehe« und ausschließlich kritisch beurteilen. sondern soll neben manchem anderen Wege auep diesen beschreiten, soll ganz einfach minnachen und versuchen, in ihm und durch ihn in nchtiger mb würdiger Form Nutzen und Verständnis für Deutschland, für deursche Politik und deutsche Ziele neu zu er- wecken und zu formen
Ich habe allerdings persönlich da« Gefühl, daß im ganzen die diesjährige Konserenz einen gewissen Wendepunkt in der Entwicklung der Interparlamentarischen Union bedeuten wird Die positiven und exakten Resultate waren wiederum gering, wenn man einzelne ganz bestimmte Prohleme bedenkt. In einer von mir gehaltenen Rede in Newyork habe ich im Gedan- ken an die gleichzeitigen Entscheidungen von Locarno ganz offen daraus hingewiesen, daß diesmal augenscheinlich die Regierungen verschiedener großer Länder schneller vorwärts gingen und mehr zum Frieden beitrügen, als wir Parlamentarier aus einer solchen Konferenz. Und dementsprechend, d h. aufgrttnd ähnlicher Ueberlegungen ist wohl auch der Beschluß der Union ju*1 rnbe gekommen, 'M nächsten Jahr, 1926, von einer allgemeinen und etwa ähnlich groß ausgezogenen Konferenz A b st a n b zu nehmen, dafür aber intensiver und gründlicher in den «internen Komitees tu arbeiten Schließlich wird es aber Wohl sicherlich vielen unter uns nach dem bekannten Verse ergangen feint „Wenn einer eine Reise macht, bann kann er was erzählen" — wenn er nämlich
Die »ahn ift frei.
Abrüstung, Selbstbestimmung, Kriegsfesseln, (eigene Drahtmeldungl
Essen, 29. Oktober.
In Locarno haben insbesondere, so führte der Reichskanzler aus, die Deutschen mit allem Nachdruck daraus hingewiesen, daß zur Herstellung einer bie gleichmäßige Gesundheit verbürgenden Kräfteverteilung bte allg emcine Abrüstung folgen müsse, der allerdings die Sicherung des Friedens vorausgehen müßte. Der Gedanke deS Friedens erhebe sich in diesem mit BölkerbundSvorstellungen verbundenen Werk auf der
Grundlage der BölkerbundSziele.
Insbesondere sei durch den Vertrag das Selb st bestimmungsrecht der Bölkdr. daS ja nach mehrfachen ausdrückliche« Erklärun- gen an bie Spitze des ganzen VölkerbundSge- dankens steht, in keiner Weise beschränkt. Jede Art friedlicher Entwickelung ist offen gehalten. Der Reichskanzler erörterte ferner bie zwei Der- chiedenen Arten von Garantie«, bei benen L Deutschland und Frankreich bezw. Deutsch- land und Belgien sich gegenseitig ihre Grenzen aarantieren und 2. dritte Machte, d. h. England und Italien sowohl gegenüber Dentschland als gegenüber Frankreich und Belgien als Garanten gegen einen Angriff auf. treten. Hier wird zwischen flagranten und nicht flagranten Fällen unterschieden. Liegt kein flagranter Fall vor, so wird der Böl- kerbund zwischengeschaltet. Ist es aber ein flagranter Fall, so setzt eine unmittelbare Verpflichtung ein, fotrnlb ein Garant, alS z. B. England von dem Tatbestand Kenntnis genommen hat, ober wie eS in bem Vertrag heißt, sobald ihm erkennbar geworden ist, daß bie Der letzung eine nicht provozierte Angriffshanblunq barftrilt, ist er verpflichtet, ««mittelbar dem Angegriffenen zu Hilfe zu kommen.
Bon Tausende« «mbrüngt. — DSe Friedensbrecher. — Ohne Ges« Rußland. — Deutschland kann
Wie erschreckend groß der Umfang der Wob- nungsnot ist, zeigt die Tatsache, daß di« Zahl der Wohnungssuchenden in Halle 27 300 bei einer Einwohnerzahl von zweimal Hunderttausend beträgt. Im Bezirk Köslin wurden in rend^dto wSÄfÄÄ 17 729 belief. In Hirschberg besaßen in der ersten Hälfte des Berichtsjahres siebzig
VMumnaMttTäqe sind lnnerdalb teil aller >«rd> ftetwptedier oWeaefcaae . ..
lernen und erzählen will! Das Verhalten bet Ganzen ihre Aufgabe erfüllt hat, bei einer veränderen Delegationen uns gegenüber war eben- artigen unter schärfster Beobachtung einer m- - -- - - - • — ternationalen Oeffentlichkeil gestellten Gelegen
heft die deutsche schwere Sache gleichbe- rechtigt und mit Würde zu bertretenl