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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Mnmmer 24S Einzelnummer 1» Pf., Sonntags 15 Pf. Sonnabend, 24 Oktober 1925 Einzelnummer 10 Pto Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

Eine Erlösmigsbokschask für das Rheinland.

Hinter den Verträgen von Locarno. | Kanonendonner am Balkan. I Fürsten ohne Thron

1

Griechische Truppen fallen in Bu garien ein / Der Vormarsch steht.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Sach.

rültt

Amt-

Berlin, 23. Oktober.

Strefemanns Organ schreibt: Das Reichska-

relus hat sich nach Amerika begeben, um von dort

leien gering. Sieben Bulgaren wurden von den Griechen bei den Kämpfen gefangen genommen.

Leipzig, 23. Oktober.

Laut Pressenotiz ist es Dr. K a r e l u S an der

Sri a f die Strlegstoogen.

London, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Die englischen offiziellen Kreise hoffen, duft die Ereignisse am Balkan keinen Krieg entfesseln. Ein Konflikt auf dem Balkan würde angesichts von Locarno eine beklagenswerte Wirkung haben. Die ausländischen Diplomaten in Athen und Sofia machen alle Anstrengungen, nm einen Krieg am Balkan zu verhindern.

hinaus aber ist eine solche Fülle der Zwettl auf die griechische Grenzwache, 2. Bestrafung und Fragen verblieben, daß man in der Tat ber Schuldigen, 3. Bezahlung einer Entschädi- """ ----- Fragezeichen sprechen kann. Mng -----

der fett seine ministerielle Nach

Bolle Uebercinstimmung im Kabinett. (Privat-Telegramm.)

I von zwanzigtausend Pfund Sterling.

) einer Radio Meldung aus Athen sind zwei griechische Divisionen gestern morgen um 7 Uhr tn bulgarisches Gebiet eingebrochen.

Berlin, 23. Oktober. fEigener Informations- >ienst.) Wie wir hören, wird der deutsche Bot- chaster in Paris, Dr. von H ö s ch, heute in Paris die Note der Reichsregierung in der Ver- aflungfrage überreichen. Dabei dürfte er auch aus die Fragen der Rückwirkungen des Paktver­trages Bezug nehmen. Es verlautet, daß mit der Militärkontrollkommission eine weitgehende Verständigung erzielt wurde, sodaß man von einer bevorstehenden Einstellung der Kontrolltätigkeit der Alliierten Kom­mission mit Sicherheit sprechen kann.

Ehe der Völkerbund eingreift ... Bulgariens Dörfer unter Feuer. Bul- garien beugt sich. Kein weiterer Vormarsch. General Pangalos und Alexander

Briand hat in Locarno Polen bis zum letz­ten Augenblick zu decken versucht, aber schließ­lich nachgeben müssen. Natürlich wird man in Paris versuchen, die Polen durch den in Aus­sicht gestellten neuenVertrag zu beruhigen, aber die Hauptsache ist, daß die Ergebnisse von Locarno, welches auch immer ihre Einzelheiten und ihre Auswirkungen sein mögen, nicht mit einer deutschen Anerkennung der Grenze gegen Polen belastet sind. Darüber

am Flntzufer in starken Abteilungen vor.

ein Slegesbencht aus Achen

Athen, 23. Oktober. (Drahttelegramm.)

die offene Stadt Petritsch, sowie die dorthin führende Strafte. Die Infanterie

Dr. Karelus als Sauberer.

Das Geheimnis des Fernsehens gelöst. (Privat-Telegramm.)

------ I Universität Leipzig gelungen, das Problem des

Auk öembon^ocarnoB561^"?ueb ?cr. Fernphotographie in voll- vsiiisuwni einwandfreier Weise praktisch zu

s e n. Es ist möglich, in einem Zeitraum von wenigen Sekunden ein Bild im Format dreizehn mal zwölf Zentimeter aus d r a h t l o s e m Wege einem entfernten Ort zu übermitteln. Dr. Ka-

Abfindung und Privatbesitz der Herrscherhäuser. Ein aiwonnener und schwebender Prozeh. Die Hoheuzollrr» als Grohgrnndbesitzer. Millionen in Hauser» und,Grundstücken. _ Angestammte Rieseugnter. Verarmte Familie». Ei» e»t» erbtet Prinz.

Was geht in Athen vor?

Der Krieg als Putschkuliffe.

(Eigener Drahtbericht.)

Belgrad, 23. Oktober.

Blättern zufolge wünsche General Pangalos einen militärischen Konflikt mit Bul­garien herbeizufüh-en, um den König Ale- runder wieder auf den Thron zu setzen. Die Demokraten Gricchenlands sollen bereits Vorbe­reitungen treffen, dem monarchistischen Putsch­versuch des Diktators Pangalos entgegengutreten, sodaß der Ausbruch eines blutigen Bürgerkrieges in aller Kürze zu befürchten steht.

Die Belastung, mit der die deutschen Unter­händler zurückgekommen sind, ist das Fehlen ei­ner schriftlichen Formulierun g über die »Rückwirkungen " des Pakts. Die Räumung Kölns kann als sicher angenommen werden. Ueber das Rhcinlandregime aber, über das Saargebiet, über die deutsche Luftschiffahrt usw. ist keine formelle Bindung erfolgt. Die Eng­länder hätten durch Verschärfung ihres Druckes )n dieser Beziehung größere französische Zugeständnisse Heibeiführen können wenn sie gewollt hätten. Sie wollten es aber nicht, und sie wußten, warum sie es nicht wollten. Sie sind nicht weiter gegangen als notwendig war, um Deutschland auf der Konferenz und damit die Aussicht zu erhalten, daß wir uns dem Völker- bund anschließen würden. Im übrigen geht das diplomatische «opiel weiter. Die Kreditnot der Ruffen wird durch die »Realisierung" der Ern­te nicht gehoben werden, und wahrscheinlich wird nicht allzu lange Zeit vergehen, bis neue Wünsche an uns herantreten. In Amerika bat Borah, der Vorsitzende des Senatausschusses für die uswärtige Politik scharf unterstrichen, es sei jetzt an Frankreich, den Beweis dazu zu lie­fern, daß es Deutschlands Lage erträglich ma- dien wolle. Auf jeden Fall tut er es in der Konzeffionen"nach^diefer^RiMung tonn Frank-" binett hat ^ftern^ vor dem'Zusammentritt'des auMeine' ^per?meme'mfzunehmem

Nachdem vor kurzem der Herzog von scn-Coburg-Gotha seinen Prozeß gegen I den Thüringer Staat auf Herausgabe feiner > Gothaischen Prioatdoinänen gewonnen, und der i braunschweigische Landtag den mit dem Herzog . von Braunschweig abgeschloffenen Ver­gleich gebilligt hat, durch den dieser eine land- und forstwirtschaftliche Gesamtfläche von 52000 Morgen erhält, sind die vermögensrechtlichen Differenzen der ehemals regierenden Häuser in allen deutschen Ländern mit Ausnahnie Preu­ßens ins Reine gebracht worden. Daß es da­bei nur in dem einzigen Falle des Coburger Serzogs zu einem in allen Instanzen geführten rozetz gekommen ist, dürfte auf die beiderseits von Jahr zu Jahr gewachsene Einsicht zurückzu- fuhrew fein, daß solche Differenzen kein geeig­netes Objekt für einen Rechtsstreit sind. Dazu ist die Materie privat- und staatsrechtlich zu schwierig, stofflichzu verschiedenartig, psycholo­gisch zu subtil. Abgesehen von den juristischen Schwierigkeiten bedingt in Preußen auch die materiell sehr verschiedene Lage der einzelnen Angehörigen des Hauses Hohenzollern eine möglichst individuelle Regelung im Vergleichs- 1 Wege. Während zum Beispiel der Bruder Wilhelms II., PrinzHeinrichvonPreu. ß e n, zur Zeit nur aus seine Pension und die nicht sehr bedeutenden Erträgnisse seines Gutes Hemmetmarck bei Eckernförde angewiesen ist fein zweiter Sohn, der mit einer Prinzessin von sachsen-Altenburg vermählte Prinz Si­gismund, steht im letzten Gotha als Anaestell- ter der Firma Schlabach, Sapper u. Co in Hamburg sind die von den Prinzen Karl bezw. Albrecht von Preußen, jüngeren Brü­dern Wilhelms I., abstammenden

Wir haben wieder Krieg.

Griechen in Bulgarien. Und der Völkerbund?

(Eigene Drahtmeldung.)

Sofia, 23. Oktober.

Halbamtlich verlautet: Wegen der Verletzung bulgarischen Gebietes durch griechische Truppen, die trotz des wiederholten Einspruchs ihren Vormarsch fortfetzen, hat Bulgarien heute einen P r o 1 e st an den Völkerbund gerichtet, tu dem es die sofortige Einberufung des VölkerbnndSrats fordert, um den Kon­flikt zu prüfen. Im letzten Augenblick wird ge­meldet, daß die griechisckien Truppen, die in Richtung Petritsch operieren, ans Artillerie und Infanterie bestehen. Die Truppen bezogen längst der Grenze Stellung und beschieften die Dörfer. Der bulgarische Grenzschutz hat das Dorf Marecostinoun geräumt- Die griechische Artillerie beschieftt das Strumatal und

Sin Hail aus Athen.

London, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Eine um Mitternacht auS Athen abgesandte Meldung besagt, daft die Bulgaren das grie­chische Gebiet geräumt hätten. Die griechische Regierung habe daher dem Vorrücken der grie­chischen Truppen Einhalt geboten, wenn diese auch ihre Stellungen halten würden, bis Bul­garien die griechische Note beantwortet habe.

Auswärtigen AtisschuffeS seine Beratungen durch einen Beschluß zu Ende geführt, der ganz deutlich zu erkennen gibt, vaft das Kabinett ins­gesamt auf dem Boden dessen steht, was in Lo­carno erreicht worden ist. Im Anschluft an die Ausführungen Dr. Strefemanns im Aus­wärtigen Ausschuß stellte auf eine Anfrage Reichskanzler Dr. Luther ausdrücklich fest, daß Dr. Strescmann in voller Ueberein st im­mun g mit der Auffassung des Kabinetts über Locarno gesprochen habe. (S. a. Kasten 2. S.)

von einem Pakt der Fra Lloyd George, bei jeu jeme m Rolle zu Ende ist, auf journalistischem Wege eifrig Politik macht, hat sofort nach der Unter­zeichnung des Schlußprotokolls der Verträge von Locarno geschrieben: »Rußland wacht und arbeitet mit seinem ganzen Wissen über die An­gelegenheiten des Ostens und Westens!- Das heißt: Rußland betreibt seine fernöstliche und nahwestliche Politik als eine Einheit und be­nutzt seine Kenntnis der Verhältnisse, um sein Ziel zu verfolgen/ Diese Art des Redens in Andeutungen ist englische politische Methode. Lloyd George spricht von China, aber meint Mischen den Zeilen auch noch ganz anderes. Die englische Arbeiterpresse versieht ihre nicht übermäßig warme Zustimmung zu den Ergeb­nissen der Konferenz mit der Anmerkung: vor- ausaesetzt, daß klick Schade an Sowjetrußtond geschieht! Hier liegt eins der großen Frcioe- zeichen. Die englische konservative Presse ist im Grunde diejenige, die sich über Locarno am rückhaltlosesten befriedigt äußert. Da aber die gegenwärtige englische Politik, die von den Konservativen geleitet wird, kein mit größerer Bestimmtheit verfolgtes Ziel kennt, als die Be­seitigung der von Sowjetrußland her in Asien drohenden Gefahren, so muß an den maßge­benden Stellen in England der Eindruck be­stehen, daß man in Lovarno in der Frage der russischen Gefahr trotz allem ein Stuck weiter gekommen ist.

Ein Geher an der Themse.

Deutschland wird stärker als je zuvor. (Eigener Drahtbericht.)

Swansea, 23. Oktober.

Lord Grey erklärte in einer Rede: Inner­halb einiger Jahre müsse Deutschland nach dem Bölkerbundeintritt dieselbe bedeutende Rolle in den europäischen Angelegenheiten spielen wie vor dem Kriege. Im Laufe der Zeit werde Deutschland ebenso groß, wenn nicht größer sein, wie zuvor. ES fei von vitaler Bedeutung, daft Deutschland in den Völkerbund eintrete. Wenn ein Krieg ausbricht, sagte Grey, werden wir nicht für eine Grenze ober eine Nation, sondern für den großen Grundsatz der friedlicher Regelung kämpfen.

Presse mit ihrer wunderbaren politischen Disziplin hat in keinem Stadium der Berhandlungen in Locarno angedeutet, daß "Us Maß, in dem die deutsche Delegation auf englische Sekundantendienste gegenüber Frank- retch rechnen könne, in einem Abhängigkeitsver- haltnis zur Politik stände, deren sich England von der deutschen Seite gegenüber Rußland versehen könne. Diese Frage ist eine zwar un­ausgesprochene aber notwendige Ergänzung zu dem Vorbehalt, mit dem man in Deutschland die Aomachungen in Locarno betrachtet und be­trachten muß. Am 1. Dezember sollen in Lon­don die endgültigen Unterschriften unter den »Vertrag von Locarno" gesetzt werden. Ob es von unserer Seite geschieht, wird davon ab- hangen, welche Bewrise des französischen guten Willens wir unter dem Druck finanzieller Nöte bis dahin erhalten. Die englische Pression aus Frankreich ist wirksam, wenn sie angewandt wird, und sie kann immer noch wirksamer ge­staltet werden aber o b das geschieht, und i n welchem Grade es geschieht, das wird sehr von den Vorteilen abhängen, die England da­bei für sich erblickt. Hierin steckt das »Wir wol­len abwarten" der Gegenseite, und es wäre vermutlich eine Täuschung zu glauben, das worauf es für uns in dieiem Zusammenhänge ankommt, sei einzig das passive »Abwarten".

preußischen Prinzen in sehr guter Lage.

Der Karl-Linie, die jetzt aus dem in Lugano lebenden Prinzen Friedrich-Leopold und sei­nen beiden Söhnen besteht, gehört das von Friedrich Wilhelm III. für seinen Sohn Karl gestiftete sogenannte Königlich-Prinz- liche Hausfideikomiß, bestehend aus der Herrschaft Frauenburg in der Provinz Brandenburg und dem großen Güterkomplex l a t ow-K r oj a n ke in der Grenzmark, der Albrechtlinie, deren männliche Mitglieder zur Zeit die Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim Albrecht von Preußen sind, das von ihrer Großmutter, der reichen Prinzessin Ma- rianne der Niederlande, gelüftete Fideikommiß, dessen Kernstück die dreißigtausend Morgen große Herrschaft C a m e n z in Schlesien ist. Außerdem besitzen sowohl der Prinz Friedrich Leopold wie auch die beiden zuletzt genannten Prinzen als Privatvermögen wertvolle Grund­stücke in der Reichshauptstadt und ihrer Umge­bung. Die zwischen Berlin und Potsdam ge­legenen Bauterrains des Prinzen Friedrich Leopold werden auf

sechzig bis siebzig Millionen

Mark geschätzt, während das dem Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim Albrecht zu- mmmen mit den Töchtern ihres verstorbenen Bruders, in Berlin gehörende Prinz Al-

*1alaiS mit seinem großen Garten wohl acht bis zehn Millionen Mark wert ist. Der hintere an der Königgrätzer Straße ge­genüber dem Anhalter Bahnhos gelegene Teil dieses Gartens ist erst kürzlich verkauft worden und wird zur Zeit mit einem Riesengeschäfts, bans, dem f»genannten Europahaus, be­baut. Auch von den deutschen Bundessiirsten haben verschiedene großen Privatbesitz. So ge- hort dem König von Sachsen die achtzig» tau,end Morgen große Herrschaft Sibyllen« ort im Kreise Oels, dem verstorbenen Groß- berzog von Sachsen-Weimar die 37OOO Morgen große Herrschaft Heinrichau im Kreise Munsterberg, während der fetzige Ches des Hauses Württemberg, der aus dem Kriege be- tonnte Heerfuhre Herzog Albrecht von Württemberg, Eigentümer der in den ^pteln und Namslau gelegenen Herr­schaft Karlsruhe ist, deren Gesamtareal vier, imdzwanztgtausend Morgen faßt. Auch das ^chmumburg-Lippesche Fürstenhaus hat großen landwirtschaftlichen Privatbesitz, besonders in Ungarn, während der Großherzog von Ol» denburg Besitzer einer Bildergalerie ist, die einen Wert von vielen Millionen Mark hat. Größeres Privateigentum haben auch der Preu, ßische und der badische Thronfolger. Dem deutschen Kronprinzen gehört die vierziatau» send Morgen große Herrschaft Oels, dem Prin. zen Mar von Baden der nur fünftausend Mor» aen kleinere Waldkomplex Salem am Bode«, fee Einen besonders günstigen Vergleich haben die Astonier mit dem Lande Anhalt ab»

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 23. Oktober.

Laut Pressenotiz ist die deutsche Antwort auf die letzte Entwaffnungsnote etc. gestern nach Paris abgegangen und dort heute über­reicht worden. Nun wird man über die Fort­schritte in der Räumungsfrage weiteres hören. Es kann auch als sicher gelten, daß die Engländer eine Herabsetzung ihrer Truppenzahl im besetzten Gebiet beschlossen ha­ben und daß die Franzosen und Belgier sich an- schließen werden. Auch wird man sich in Paris mit den notwendigen Abänderungen des Rhein- landregimcs beschäftigen. Ein demokratisches Blatt behauptet, daß in interalliierten Kreisen für spätestens Januar 192n mit dem endgültigen Abbau der Militärkontrollkommis, ion durch die Alliierten gerechnet werde.

*

Hoescv deu'.e bet Driano

Lorwon, 23. Oktober. Ein Blatt meldet. Man glaubt, daß der Fall von Petritsch aus Athen: Der bulgarische Gesandte hat mit-> unmittelhar bevorstehe. Bte griechischen Verluste geteilt, die bulgan,che Regierung nehme die - - ' -

Bedingungen des griechischen Ultimatums a n, d. h. 1. offizielle Entschuldigung für den Angriff

lich wird gemeldet, daß die Bulgaren sich ver­stärken. Der griechische Oberbefehlshaber unter« nimmt eine Einkreisungsbewegung an den Höhen von Petritsch, um die Bulgaren zur Räumung des griechischen Gebietes zu zwingen.

reich von Amerika wie von England nur für wirkliche Abrüstung erwarten, und in diesem Punkt ist auch das englische Interesse ein absolutes und unabhängig von Locarno.

Die Botschaft f)ör ich wohl.

Eine neue Zeit für das Rheinland.