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fielet Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

b f«bemal nachmittags, k. bei freier dufteUuno e Vofi monatliih iOü Stf.

Nummer 23J

Sonnabend, 10. Oktober 1925

Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

15. Jahrgang

Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

sehr beachtlichen Ausführungen des Präsidenten C o o l i d g e befindet. Ich kann Sie versichern, daß das deutsche Volk in seiner überwältigen­den Mehrheit von gutem Willen beseelt ist und ihn als die Grundlage der internationa­len Beziehungen betrachtet. Wir haben die Zu­versicht, daß unser ehrliches Bemühen, unsere internationalen Verpflichtungen zur Wiederherstellung von Frieden und Wohl­fahrt in Europa zu erfüllen und gleichzeitig so­bald als möglich ein freies und gleichberechtig­tes Volk zu werden, in den Vereinigten Staaten und der übrigen Welt verstanden werden wird.

Aus Treu und Glauben.

Frhr. v. Rheinbabens Versprechen in Rewyork.

(Durch Funkfpruch)

Rewyork, 9. Oktober.

Ruf einem Ehrenbankett der interparlamen­tarischen Union hielt der Abg. Freiherr v. Rheinbaben (den Lesern derKasseler Neuesten Nachrichten" durch seine gehaltvollen Artikel be­kannt) eine Ansprache, in der er aussührte: Die von Deutschland eingeleitete Konferenz von Locarno ist die klare amtliche Linie der deutschen Außenpolitik, die sich meines Erachtens in vollem Einklang mit den letzten

Luther Auge in Auge mit Danderveide.

Locarno, 9. Oktober. (Privattelegramm.) Vie! bemerkt wurde am Schluß der gestrigen Sitzung, Laß Reichskanzler Dr. Luther eine Besprechung mit dem belgischen Außenminister Vanoervclde über die Völkerbundfrage hatte. Immerhin ist cs auch für diese persönliche Fühlungnahme, die durch Staatssekretär v. Schubert eingeleitet worden war, ebenso wie für die Unterredung Stresemanns mit Chamberlain zu bemerken, daß sie von größtem Werte sind.

Der patt fast unter Dach.

Englands rosige Brille. Artikel 16 füllt später fort (Eigene Drahtmeldung.)

London, 9. Oktober.

Laut Reutermeldung hat Chamberlain die gestrige Sitzung als die interessanteste bezeichnet, an der er bisher teilgenommen habe. Von fran­zösischer Seite werde erklärt, man habe sich über den Westpakt nahezu geeinigt und es seien nur noch formale Einzelheiten zu erledigen. Trotz­dem dürste die Konferenz noch mindestens zwei Wochen dauern. Der Sonderberichterstatter schreibt: Für Artikel 16 werde eine Auslegung gefunden werden, die für Deutschland annehm­bar sei. Danach würde Deutschland nach sei­nem Eintritt in den Völkerbund beantragen, den Artikel 16 neu auszulegen und die anderen Mächte würden es übernehmen, dahin zu wirken, daß Artikel 16 sich

nicht auf Deutschland beziehe, da dieses entwaffnet ist und die anderen Mächte au seinen Grenzen bewaffnet sind. Ein ande­res Blatt betont, daß Frankreich wirklich Ent­schlossenheit zeige, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Die alten Schwierigkeiten beständen noch, aber es sei wertvoll, eine klare und frei­mütige Darstellung der deutschen Einwendungen gegen einige Pattklauseln zu besitzen. Das Ver­trauen dürfte viel dazu beitragen, um die letz­ten Hindernisse zu überwinden.

tfamilititan.ii >tt Seile 75 »tg.

Ein Dämpfer für Optimisten. Der Konferenzstand nach deutscher Auffassung.

(Privat-Telegramm.)

Locarno, 9. Oktober.

Unser Sonderberichterstatter schreibt zu der gestrigen Konferenzaussprache: Es bestehen über Artikel 16 noch große, unausgeglichene Gegensätze. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß die juristi­schen Sachverständigen sich später mit den gestern zur Diskussion stehenden Problemen befassen müssen, obwohl die Entscheidung fast ausschließ­lich von politischen Gesichtspunkten aus und daher von den Delegierten persönlich getroffen werden muß. Jedenfalls ist mit dem gestrigen Tage in eine tiefschürfende Diskussion großer miteinander verknüpfter Probleme einge­treten worden, und eg läßt sich noch nicht sagen, ob die von allen Parteien erstrebte Lösung be­reits gestern gefunden worden sei.

Schon nmMMwoch zuEnde? Ostverträge am Montag. Heute Schicksalstag. iEhrrner Drahtverikln.r

Prag, 9. Oktober.

Das tschechische Pressebüro meldet auS Lo­carno: Briands Berater, Berthelot, deutete der Presse gegenüber an, daß bereits Mon­tag gemeinsam mit den Vertretern der Tsche­choslowakei und Polens die Verhandlungen über die Schiedsgerichtsverträge zwi­schen diesen beiden Staaten mit Deutschland beginnen würden und daß die Konferenz Mi t t- woch oder Donnerstag beendet den könnte. Das würde bedeuten, daß begrün­dete Hoffnung auf Lösung gjler übrigen noch vorhandenen Schwierigkeiten bestehe, insbeson­dere was die neue für alle Teile annehmbare Formulierung der Ostabitrageverträge betrifft. Diesem Ziele sowie der endgültigen Klärung der Frage des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund sollte der heutige Freitag in den Verhandlungen gewidmet sein.

d. h. die Franzosen mögen sich ihre Sicherheit und chre Finanzen allein u-achcn, und ebenso die Engländer chre Politik rait Rußland.

Für den Völkerbund gepreßt.

Briand vertröstet Stresemann.

(Eigener Drahtbericht.,

Paris, 9. Oktober.

Laut Havasbericht hat Briand hinsichtlich der Vorbehalte Stresemanns für den Völkerbund er­klärt: Wenn Deutschland Mitglied des Völker­bundes geworden ist, wird es seine Wünsche i m Schoße des Völkerbundes vorbringen können. Der Eintritt Deutschands in den Völ­kerbund bilde die einzige Grundlage für ein eu­ropäisches Abkommen. Der Nheinpakt werde allmählich zur allgemeinen Abrüstung füh­ren. Die Entente-Vertreter stimmten den Bcmer- lungen des französischen Außenministers zu.

Licht und Schatten über Locarno

Die Verhandlungen gehen mit Riesenschritten vorwärts.

Sin DsitzfGkag in das Heim der Deutschen.

Locano, 9. Oktober. (Privattelegramm.)Laut Pressenotiz schlug gestern bei einem schweren Gewitter der Blitz in das Hotel Esplanade, wo die deutsche Delegation wohnt, ein. Es wurde jedoch nur die elektrische Lichtanlage zer­stört. Auch die Lichtanlagen der Stadt und oas Telephonnetz wurden durch Blitzschlag beschädigt.

Flug Berlin-Veking. Riesenprojckte der deutschen Luftschiffahrt. Reue Wege über der Erbe. Grobe Zeiierspar- aille. Drei Tage in den Säften. Durch und Eie. Stutzpunkte am Nordpol.

Wettlauf der Nationen.

Der glücklichen Durchführung des Fluges von Tokio nach Berlin kommt eine weit größere Bedeutung zu, als man gemeinhin glaubt, so äußert sich ein Berliner Blatt, denn diese erste Luftfahrt eröffnet eine neue Epoche im Weltverkehr zwischen Europa und Ost- a s i e n. Bei so weiten Entfernungen, die etwa ein Viertel des Erdumfanges umspannen, spielt nämlich die Wahl des Weges eine viel größere Rolle, als bei den verhältnismäßig kurzen Flug­strecken innerhalb Europas. Wir müssen eben unsere landläufigen Anschauungen über dm zweckmäßig st en Reiseweg völlig u m - st e l l e n, wenn wir mit einem Luftverkehr rech­nen. Während Eisenbahnen und Dampfer we­gen des Geländes oft weite Umwege machen müssen, können die Luftfahrzeuge den

kürzesten Weg auf der Erdkugel

auch wirklich benutzen, weil sie durch die Ober- flächenbeschassenheit derselben von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht wesentlich in ihrem Kurs beeinflußt werden. Dieser kürzeste Weg nun, diewirkliche L u s t l i n i e" zwi­schen Westeuropa und Japan verläuft aber, wie man aus ledcm Globus sehen kann, ganz an­ders, als es auf den Weltkarten den Anschein hat. Nimmt man London als Ausgangs­punkt an, so geht die wahre Luftlinie über Os­lo, Haparanda, Nowaja-Semlja, das Sibirisch^ EiSmeer, Ostsibirien, schließlich durch das Ja­panische Meer nach Tokio und hat eine Länge von 10140 Kilometern. Demgegenüber ist der Landweg auf der sibirischen Eisenbahn 13 770, und der meistbenutzte Schiffahrtsweg durch das Mittelländische Meer und den Indischen Ozean sogar 20 970 Kilometer lang. In Berlin sind deutsch-russische Verhandlungen schon so weit gediehen, daß es bereits im nächsten Jahre möglich sein wird, Peking im qünstigsten Falle von Berlin aus in Tag- und Nachtflügen

in dreieinhalb Tagen

zu erreichen. Di« Schiffsreise von Euro- Pt nach Peking dauert 4 7 ' i s 5 0 T a g e. Die transsibirisch^ Eisenbahn legt die ungeheure Entfernung in volles siebzehn Tagen zurück. Von Berlin bis _ Peking werden etwa zehn Hauptflugplätze angelegt und angeflogen werden. Zwischen den Hauptpunkten werden kleinere, aber sichere Landungsmöglichkeiten und Benzinstationen geschaffen für etwaige Ver­proviantierung bei schlechtem Welter. Herr v. Raumer, der Leiter des Ostreferats beim Aero-Lloyd, beabsichtigt so früh wie möglich im Anfang des nächsten Jahres eine zweite Er­kundungsexpedition mit drei Flugzeit-- gen, bei der ebenfalls Erfahrungen für den Auf- bau der Strecke gewonnen werden sollen. Es besteht die Absicht, nicht nur am Tage zu fliegen, sondern auch die Nacht auszunutzen, weil dann erst die gewaltige Zeitersparnis durch Flugzeug« besonders stark herausgewirtschaftet werden kann. Wir sind nun gewöhnt, die P o- larländer und das Eismeer als ver­kehrsfeindliche Regionen zu betrachten, weil wir dabei meist an Schiffe oder Schlitten als Trans­portmittel denken. Wenn wir uns aber klar machen, daß es für ein Luftfahrzeug keinen Un- terschied macht, ob es über vergletscherte Felsen, zusammengepreßtes Scholleneis oder

schwimmende Eisberge dahinzieht, so erkennen wir, daß gerade in der Arktis jene Vorzüge der Luftfahrzeuge, die ihm eigentüm- lich sind, und durch die es sich von allen anderen Transportmitteln unterscheidet, besser zur Gel­tung kommen und aus genutzt werden kön­nen, als bei uns. Die Kälte ist zur Sommer­zeit im Polargebiet nicht so groß, daß sie als Hinderungsgrund ernstlich in Betracht käme, aber auch die durch Stürme und Nebel drohen- de Gefahr ist geringer, als gemeinhin angenom- men wird; ja man kann das innere Nordpolar­becken fast vollständig als sturmfrei bezeichnen. Unter dem weltbekannten norwegischen Po­larforscher Professor Fridtjof Nansen hat sich eine internationale Studiengesellschaft gebildet, welche den Nachweis erbrachte, daß die Verwen­dung von Luftschiffen in der Arktis nach dem heutigen Stande der Wissenschaft und Technik ohne Bedenken möglich sei. Darum dürste es zweckmäßig sein, schon jetzt an die Schaffung

von Stützpunkten in der Arktis

M denken. Unter diesem Gesichtspunst gewin­nen selbst die kleinsten und einsamsten Inseln

Eine Warnung an Varis.

Graf Sforza über die Rheinpolitik.

(Privat-Telegramm.)

London, 9. Oktober.

Der frühere italienische Außenminister Gras Sforza schreibt in einem Blatt, auch Frankreich habe innerhalb von 6 Jahren zweimal eine an­dere Politik gegenüber Deutschland getrieben, nationalistische Politik und demokratische In Deutschland herrsche daher auch in fried- lvebenden Kreisen noch immer Mißtrauen. Aber die große Mehrheit der Franzosen teile nicht dir Illußon ihrer sogenannten Realpolitiker, daß es möglich sei, eine Nation von siebzig Millionen durch die größeren materiellen Hilfsmittel eines vierzig Millionen-Bolkes nicdcrzuyalten. Jedör aus dem Rheinland zurückkehrende intel­ligente Soldat sei überzeugter Anhänger der Friedenspolitik von Deutschland eingeleitet.

Hell oder dunkel?

Deutschlands Weg zwischen den Weltmächten. Von Dr. Paul Rohrbach.

Leben wir jetzt politisch im Dunkeln oder im Klaren? Worum es sich handelt, ist dies: Ob der Weg sichtbar ist, den wir politisch gehen sol­len, oder ob wir wirklich so verstrickt sind, daß es keine klare Linie für unser Handeln gibt. Wir müssen ausgehen von dem Moment, das gegenwärtig, neben der immerwährenden deut­schen Frage, den Schlüssel zur internationalen Politik bildet: dem Gegensatz zwischen Eng­land und Sowjetrußland. Es kann als sicher angenommen werden, daß eine Aktion Englands in großem Stil gegen Moskau bevor­steht. Die Engländer sehen sich durch die sow­jetrussische Politik gerade an der Stelle bedroht, wo ihr Weltreich am verwundbarsten ist, an den überseeischen Besitzungen. Wenn der Bolsche­wismus auf das Prinzip verzichtet, kraft dessen er existiert, die Weltrevolution, so verzichtet er auf sich selbst und gibt sein inneres Daseins­wohl sogar in Rußland aus. Er muß also nach außer aggressiv sein. Aus der an­deren Seite sind die europäischen Festlands­staaten für ihn unangreifbar. Es bleibt also nur die Methode übrig, die großen Kolonial­mächte, vor allen Dingen England, auf dem Wege über die Revolutionierung ihrer über­seeischen Besitzungen und Interessengebiete an­zugreisen.

Der Erfolg der chinesischen, hauptsächlich gegen England gerichteten Streik- und Boykott- offensive, die vorläufige Kapitulation der aus­wärtigen Mächte vor der chinesischen Forderung -keine Vorzugsrechte für die Fremden und keine Bindung unserer Zollhoheit" kann ganz und gar als eine Frucht des Bündnisses zwischen dem chinesischen Nationalismus und dem Moskauer Sowjetismus bezeichnet werden. Der Eindruck davon ist in Engand ebenso tief, wie in Asien. Die Engländer wissen außerdem, daß China nur ein Vorspiel ist, und mit ihnen wissen es auch die Franzosen. Nicht minder fängt Hol­land an, um seine Kolonien zu zittern. Es ist schon richtig, daß ohne den Weltkrieg, in dem die Methode der Alliierten gar keine andere Wirkung haben konnte, als die Zerstörung des Prestiges der Europäer, die asiatischen Völker nicht ein so bereiter Boden für bolschewistische Propaganda wären. Die Einsicht darin ändert ändert aber für England nichts an der Notwen­digkeit, etwas Entschiedendes gegen den Bol- fchewismus zu unternehmen, und zwar bald. Wer die Auslassungen Tschitscherins bei seinem jetzigen Besuch in Berlin gelesen hat, findet es ja in ihnen auch direkt bestätigt: Moskau er­wartet den englischen Gegenangriff, auch wenn es (natürlich!) felber angegriffen zu fein behauptet.

Mitten zwischen die beiden Gegner England und Rußland gestellt ist Deuffchland. England hat seinen diplomatischen Feldzug von langer Hand her begonnen. Der Anfang war, daß es uns den Rat gab, den Franzosen einen west­lichen Sicherheitspcckt mit dem Verzicht aus Elsaß-Lothringen vorzuschlagen Als wir das getan hatten, erfuhren wir: Abschluß eines solchen Paktes bedeutet Einttitt in den Völler- bund! Sind wir aber im Völkerbund, so glaubt England uns auch ohne Schwierigkeit in eine anttbolschewistffche Gesamt front einordnen zii können. Diese Gefahr erkannte Moskau sofort und ließ seine stärksten Minen springen. Tschit­scherin selbst hat in Berlin die Alternative ge- 5llt: Entweder England, oder Rußland! So wierig diese Situatton aussieht, so einfach ist sie im Grunde. Woraus es für uns ankommt, ist einzig, daß wir uns Handlungsfreiheit bewahren. England abweifen und Ann in Arm mit Moskau in bie politifchen Lchranken treten, wäre Narrheit Schon Bismarck hat das fatale Gesetz aller Bündnisse mit Rußland dahin de­finiert, daß es für uns kein Mittel gibt, Ruß­land bei einem solchen Bündnis zu halten. Ruß­land würde alle Vorteile haben, wir alle Nach­teile. Umgekehrt wäre es ebenso falsch, sich den Engländern als Landsknecht gegen Rußland zur Verfügung zu stellen. Sehr bald würde es dann heißen: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Der Vorteil, den wir aus der verhältnismäßigen Gunst unserer Lage ziehen müssen, ist der, daß wir zu verstehen geben: Entweder wir werden von den unerttäg- lichen Fesselungen des Gewaltftiedens befreit so daß wir wieder selbständige Politik machen können oder es bleibt alles wie es ist,

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Wie Nn Westen, so im Osten.

Baldwins Richtlinien für Locarno.

(Eigener Drahtbertcht.)

London. 9. Oktober.

In einer Rede in Brighton (s. 2. S.) sagte Baldwin noch über den Sicherheitspakt etwa fol­gendes: Die zugrundeliegende Idee ist einfach und ehrlich Der Vertrag muß zweiseitig und gegenseitig fein, rein defensiv im Charakter und Sem Geiste des Völkerbundspaktes angepatzt. Je­de neue britische Verpflichtung mutz auf dir be­stehenden territorialen Abmachungen in jenem Gebiet bsichränft sein, welches für die britische Sicherheit von vitaler Bedeutung ist, nämlich an der Grenze zwischen Deutschland und feinen westlichen Nachbarn. Wir vertrauen darauf, daß das Ergebnis ein System fein wird, welches mit einem Mindestmaß neuer Verpflichtungen einen wesentlichen Vorteil für unser Land verbindet, indem es die Kriegsge­fahren vermindert u. zur Wiederherstellung Eu­ropas beiträgt. Derselbe Grundsatz, der für den Westen gilt, mutz auch für die ständige Befrie­dung Osteuropas angewandt werden.