Einzelbild herunterladen
 

atrotrl

Nummer 233

Dienstag, 6. Oktober 1925

15. Jahrgang

Einzelnummer 10 Pf Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 Ps Sonntags 15 Pf.

Bor dem heutigen 1. Akk in Locarno.

I

Vorspiel und i. AN

Sn guter Nachbarschaft

Stresenmnns Politik der freien Hand.

!v rot !ooa>

Durch dl-K

Erwarten Sie nicht zuviel England über die Atmosphäre in Locarno. (Eigene Drahrmeldung.)

Anzeigen tu tt

Krake 28/8«. @

Zwischen Furcht und Hoffen.

Pariser Scharfmacher und Skeptiker.

(Eigener Drahtbertcht.)

Paris, 5. Oktober.

Die nationalistische Presse spricht hier schon wieder davon, daß es sich um eine Falle han­dele, die Deutschland den Alliierten gestellt habe, nm eine Revision des Versailler Ver­trages herbeizuführen. Die Konferenz sei dazu bestimmt, den Mißerfolg des Genfer Protokolls zu verdecken. Wenn aber Locar­no ebenfall ein Mißerfolg sein werde, so werde dies bedenklich, da dadurch die europäische U n - sicherheit in ein grelles Licht gerückt werden würde. Der Schleier der Illusionen, der zwi­schen London, Paris und Deutschland gezogen sei, würde dann zerreißen und das Volk würde sich davon überzeugen, daß ein VersShnungs- sriede in Europa nicht möglich sei. Gerade dieser Umstand aber lasse es als wahrscheinlich erscheinen, daß Locarno doch nicht ein vollständi­ger Mißerfolg sein werde. Andere Blätter be­fürchten vor allem, daß die Interessen der östli­chen Alliierten nicht genügend gewahrt würden.

Die Srnu ist mündig.

Ei« Bormarsch der deutschen Frauen.

(Durch Funkspruch^

Washington, 5. Oktober.

Fünf weibliche Mitglieder der deutschen De­legation brachten heute einen Antrag in der Döl- kcrunion ein, die Frage des Frauenstimm­rechtes uud der Anpassung der Gesetze an die Gleichberechtigung der Geschlechter zu einem Konferenzthema zu machen. Frau P f ü l f erklärte, indem die Bereinigten Staaten die Statue Francis Wallard tu der Ehrenhalle des Kapitols hätten, hätten sie die Wichtigkeit der Befreiung der Frau anerkannt. Sie for­dert ein MitbestimmuugSrecht der Frau bei der gesamten Gesetzgebung. Die Rede wurde mit großem Beifall ausgenommen und der Antrag ei­ner Kommission überwiesen.

8Uyeteen»tetft an,eisen Seile

Reformation und Umschichtung der Geistes bildung

eingeleitet werden, di« von unabsehbar-heilsa­mer Bedeutung für unsere schwersten Erschütte­rungen ausgesetzte Zeit sein kann, deren Stre­ben allein auf selbstische Befriedigung materiell- ier Bedürfnisse gerichtet ist. Aus eigenen iarken Erlebnissen heraus brachte dann ein chwäbischer Bauernsohn, Direktor Bäuer­le - Stuttgart, das in uns allen verwurzelte Wincderkraut der Heimat zu Duft und Blüte. Aus Berg und Baum, Glück und Leid, ^n bestimmten repräsentativen Eindrücken, Vorstellungen der ersten Jugend, die eine unlösliche Wesensverbindung mit uns eingehen, an Häusern, Menschen, Winkeln und Wegen, an Sagen, Spuk und Aberglauben rankt sich das Heimatgefühl empor und wird uns zum Symbol der großen Wett da draußen. In jeder Minute kann man sie ivieder erleben, nachdem man als Jüngling sich von ihr losriß, als Mann sich ihrer am tiefsten bewußt ward, bis im Atter sich der Ring zwischen Kind und Greis zur letzten Bindung schließt, für die Frau noch wesentlicher wie für den Mann. Der Heimat verschwistert ist die Religion, beide stark gefühlsbetont. Selbst in der brül­lenden Brandung, dem rasenden Tempo der Großstadt, kann noch Heimat sein, weil sie neben allem Sinnenrausch doch ein Abbild der schönen uud häßlichen, herrlichen und wüstm.

Material für Locarno

Aus einem Separatistenprozetz.

In einem jetzt in Essen verhandelten Prozeß, der sich um die Erstürmung einer Polizeiwache in Rotthausen dreht, sind unter Eid von Zeugen ausführliche Angaben über die Zusammenarbeit zwischen Franzosen und Separa 1 isten gemacht worden. Besonders wesentlich ist die jetzt erfolgte einwandfreie Erbringung des Nach­weises, daß die Separatisten von den Franzosen sowohl mit Waffen als auch mit Geld­mitteln reichlich unterstützt worden sind, bei­des Dinge, die von den Franzosen bisher hart­näckig geleugnet wurden. Man erfuhr aus den Verhandlungen auch, daß die Franzosen seiner­zeit ursprünglich den Plan hatten, konzentrisch das ganze Ruhrgebiet von den Se­paratisten nehmen zu lassen. Interes­sant ist dabei, daß die Verhandlungen nicht nur mit untergeordneten französischen Stellen ge­führt worden sind, sondern auch mit den o b e r- sten Spitzen der Besatzungstruppen. So wurde von einem Zeugen ausdrücklich fest­gestellt, daß er in Düsseldorf im Stahlhos an einer Besprechung mit französischen Ge­nerälen teilgenommen habe. Von einem an­deren Zeugen wurde sogar beeidet, daß der französische oberkommandierende Ge­neral Degoutte in einem wichtigen Falle die letzte Entscheidung getroffen habe. Dav ute lol..len T.hörden mit den Separatisten Hand in Hand arbeiteten, wurde ebenfalls ein­wandfrei festgestellt. Von Gelsenkirchen wurde z. B. bekundet, daß der Adjutant des dortigen Kommandanten verschiedentlich dem separatisti­schen Führer erklärt habe,er solle jetzt los­schlagen, es sei jetzt die beste Zeit".

Die Beziehungen zwischen den Franzosen und den Separatisten gingen aber weit über eine Raterteilung hinaus. So sagte ein Zeug« unter Eid aus, daß die für die separatistische Bewegung verbrauchten Gelder in der Haupt­sache von der sranzöstschen Regierung gezahlt worden feien. Eine weitere Unter­stützung bestand in der Bereitstellung von Re­giezügen, di« als Extrazüge gefahren und von Regiebeamten begleitet wurden. Die Zeu­genaussagen ergaben hier einwandfrei, daß die separatistischen Banden zu den einzelnen sepa- ratisttschen Aktionen in Extrazüge« von Stadt zu Stadt befördert wurden und zwar was ebenfalls von einem Zeugen aus- gesagt wurde ,^ls regelrechte militärische

ziert worden, daß die Gegenseite eine Verbin­dung des Sicherheitspaktes ntit der Völkerbundsfrage als unumgänglich be­zeichnet hab«. Die Abrüstung Deutschlands, ohne daß die allgemeine Abrüstung cingclei- tet worden sei, in Verbindung mit der fort­dauernden Besetzung deutschen Gebietes schaffe für Deutschland eine konkrete und beson­dere Lage. Dr. Stresemann bemerkte, wenn die Besprechungen Tschitscherins mit ihm, die zum Absckstutz des deutsch-russischen Handelsvertrags führen cherden, verschie­dentlich als eine Spitze gegen das Verhand- lnngsziel von Locarno ausgedeutet worden seien, so sei das eine vollkommene Abwegung. Tschitscherin selber habe einem englischen Jour­nalisten zugestanden, daß der Abschluß eines so vorbildlichen Vertragswerks keine Sensa­tion darstelle. Entgegen den russischen Befürchtungen wegen einer west­lichen Orientierung der deutschen Poli­tik, sei eine Klarstellung der Absicht Deutsch­lands, sich den Weg nach Rußland offen zu hat­ten, erfolgt. Für Deutschland gebe es keine Op­tion zwischen Ost- und Westpolitik. Cs wolle nach beiden Seiten in guten Beziehungen leben

'Scham aufsteigen, wenn immer wieder gerichts­notorisch sestgestellt wird, welchen Elementen sie ihre Gunst und ihr Geld zuwandte.

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 5. Oktober.

Bei einem Preffeempfang im Hotel Esplanade betonte Reichskanzler Dr. Luther u. a die Aufgaben der Konferenz feien dadurch kompli-

Due Rafitiet Wearten «achrtchteo erlebe in Der LbounemeaiSpretr betragt Mr den $ taS HauS, in der Geschäftsstelle odaedoli i^o

Wir find das Do».

Wege zur Volkskulturgemrinschaft.

D«s beide immer wieder in alle Wirtschafts­and Parteiwirren bineinaeschleuderte Zauber- wöricheuVolks- nnd Schicksalsgemeinschaft" erfahr, am Sonnabend abend vor einem von der hiesigen Bolksbochschnle geladenen geistig ittteref netten Hörer kreis iin Ratbaus eine er­schöpfende, überzeugende Auslegung ans beru­fenem Munde. Der neue Oberbürgermeister Mb mit sorgsam abgewogenen, programmati­schen Leitsätzen sein erstes Debüt au der Stätte künftiger Wirksamkeit. Seine einleitenden Begrüvnngs- nud Stichworte lauteten etwa: Die Volkshochschule ist vor allem dazu be­rufen, die nach der Revolution zerbrochenen Gesetzestafeln der Väter im Geiste unserer Zeit mit neuen ethischen Geboten zu formen, indem sie die breiten Massen als Mitträger einer nationalen Kultur und zur Mitarbeit 'an den idealen Zielen der schicksalsverbutt- denen Volksgemeinschaft zusammen­zufasten sucht. Die drohenden Gefahren wirt­schaftlicher Krisen, die Irrlehren und Utopien einer rein materialistischen Weltanschauung gilt es zu überwinden durch

Wiedererweckung der sittlichen Kräfte im Volke, die allein zur Erneuerung des Le­bens führen können. Auf drei mächtigen Pfei­lern muß diese kühn geschwungene Zukunsts- brucke in den Strom der Gegenwart hineinge­baut werden: Auf der Ehrfurcht vor dem Unerforschlichen, weil alles Menschen­tum letzten Endes im Ewigen verwurzelt ist; auf dem Bewußtsein der schicksalhaften Verbun­denheit und Gemeinschaft aller Volksgenoffen und auf der Erkenntnis und

Durchdrungenheit von deutscher Wesenheit und Eigenart, wie sie jetzt überall an den be­drohten Reichsgrenzen im schärfsten Abweyk- kamps gegen Verwelschung und Entwurzelung steht. Oberregierungsrat Dr. v. Erdberg vom Kultusministerium deckte in seinem Refe­rat zunächst die Ursachen für den Revolutions­ruf nach freiem Volksbildungswesen, das üp­pige Hochschießen der Anstalten und ... ihren Zusammenbruch auf, als die Arbeiterschaft sich in ihren ehrgeizigen Illusionen enttäuscht sah. Man sah bald ein, daß mit der bloßen Wiffens- vermittlung, mit der Quantität an totem Stoff, kein Zugang zu den wiflensdurstigen Geistern zu finden war: (Manches Bauern- und Handwerker-Seelenleben war tiefer und wert­voller als die tote Gehirnakrobatik des Kathe- derprofeffors.) Die Denk- und Gefühlswelt der großen Mafle war und ist noch heute den mei­stenGebildeten" der dunkelste der unerforsch­ten Erdteile. Wer nicht m i 1 und

aus der Seele des einfachsten Hörers heraus empfindet, der ist als Volksbildner verloren, der redet zu Mauern statt zu Seelen. Wenn auch Neugier und Wissensdrang der Massen befrie­digt werden und Geisteswerte auch denen mit geringster Vorbildung zugänglich sein sollen (der jüngst verstorbene Südseeforscher Prof. Merz hatte einen einfachen Arbeiter zu seinem Begleiter erkoren) so gilt es doch vielmehr Kunst und Wissenschaft mtt dem elementaren Lebenswillen des Volksorganismus zu ver­schmelzen. Arbeiter- und Bauernschaft muß zu Mitträgern einer national«« Volks­kultur herangezogen und so eine

Formation". Auch die Versorgung der Separa- tisten mtt Waffen (vom Revolver und der Handgranate bis zum Maschinengewehr) durch die Franzosen ist jetzt e inw a n d frei fest ge­fiel l t. Ein Zeuge sagte, daß in Düsseldorf der französische Delegierte Waffen habe verteile» lassen. Ein anderer Zeuge erklärte, daß es den separatistischen Führernein Leichtes gewesen sei, gegen Vorzeigung eines Ausweises oder vermög« ihrer Beziehungen Massen zu erhalten. Massen waren genug vorhanden und auch Mu­nition konnte jeder soviel erhalten, als er haben wollte". Einmal hatten die Separatisten Pech insofern, als in Bonn dem ganzen Transport die Waffen abgenommen wurden; aber schon in Andernach wurden sie ihnen wieder ausgehän- digt. Von Bedeutung für alle diese Aussagen ist, daß sie nicht von irgendwelchen Mitläufern gemacht wurden, sondern von solchen Personen, die mit den Franzosen ständig unmittelbar selbst verhandelt haben und die an der obersten Spitze der separatistischen Bewegung standen. Einer der Hauptzeugen z. B. ist der separatistischeGeneral", der in Rheinland und Westfalen die gesamte militärische Oberleitung ausübte

Es wär« dringend zu wünschen, daß diese wichtigen Feststellungen nicht ins Vergessen ge­rieten, sondern vor allem bei den kommenden Pattverhandlungen, bei denen ja auch bekannt­lich eine Aenderung des Besatzungsregi­mes im Rheinland zur Erörterung steht, die ihnen gebührende Rolle spielen. Welcher Art die Elemente waren, mit denen französische Offiziere zur Losreißung des Rheinlandes ver­handelten, ergab sich aus einem Raubprozeß in Limburg. Vier Arbeiter hatten zurzett der separatistischen Herrschaft aus der Wohnung eines geflüchteten Polizeiasfistenten Dienstwaf- sen, Geld, die Uhr und andere Gegenstände mit­genommen. Sie wurden zu Gefängnis ver- urteitt. Man sollte glauben, der französisch- belgischen Besatzung müßte noch nachttäglich

London, 5. Oktober.

Anläßlich der heutigen Eröffnung der Kon­ferenz von Locarno ist die englische Presse etwa auf die Abschiedsworte Chamberlains abge­stimmt: .Wünschen Sie mir Glück, aber erwar­ten Sie nicht zu viel". Verschiedene Blätter sind beunruhigt wegen der Möglichkeit, daß Deutsch­land versuchen könnte, die Frage der Kriegs­schuld auf Trapez zu bringen. Ein Blatt sagt, die einzige Folge davon würde sein, ernste Zweifel bezüglich der Ehrlichsieit der deutschen Regierung zu erregen. Ein anderes Blatt meint Die Tatsache allein, daß alle Teilnehmer au gleichem Fuße für ihr gemeinsames Ziel zu sammengebracht wurden, bedeutet einen großen Fortschritt, und wenn die Frage des Rheinlan­des dauernd aus dem Kreise der Beratungen entfernt werden wird, dann wird zum ersten Male seit vielen Jahren ein« Grundlage für die Sicherheit in Westeuropa entstehen.

Der dunkle ßuuft.

Tschitscherin gegen Artikel 16 und Westpakt. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 4. Oktober.

In der Russischen Botschaft legte gestern abend Tschitscherin die Bedenken der Sowjetunion gegen einen Eintritt Deutschlands in den Völ­kerbund sowie gegen einen Sicherhettspatt mit den Westmächten dar, worin er eine Spitze gegen Rußland erblickte. Der Handelsvertrag ent­spreche als eine praktische Notwendigkeit den Lebensintereffen der beiden Parteien. Auch mit anderen Staaten wie Polen, Norwegen, Japan, Persien ufw. ständen Verhandlungen über Han- delsverttäge bevor. Die geschäftlictsen Beziehun­gen zu Frankreich entwickeln sich gut. Die Richt- aunahme des Völkerbund-Artikels 16, durch Deutschland sei ein Faktor des allgemeinen Frie­dens. Auf Fragen aus der Versammlung ant­wortete Tsch»ffck>erin u. a er erwarte eine Aus­wirkung der Annahme des Artikels 16, zunächst auf wirtschaftlichem Gebiet; die solidarische Ausfuhr liege weiter entfernt, fei aber nicht ausgeschlossen. Er habe alle seine Bedenken bei Dr. Stresemann geltend gemacht.

Unsinnige Vorwürfe.

Berlin, 5. Oktober. (Privattelegramm.) Die deutsche Delegation ist an Zahl schwächer als die alliierten Delegationen. Die Wahl des ebenso sstsönen wie zweckmäßigen Hotel Esplanade ist ans Zweckmäßigkeitsgründen getroffen worden und die Entfernung ist zum Beispiel nicht größer itiS in London von einem Hotel zum anderen. Auch die englische Abordnung hatte sich anfangs itr. gleichen Hotel angemeldet.

b»mai aMbmUtg«#. !t 'reter Zustellung

---------------je tarn Me Ke»

«ewnbr ft> Rtam Kalle übernehmen. Rück-

:forä<be wegen etwaiger »ich, orbnungSmäbiger merffonto Srantfurf a. Main Nummer 6880.

Alles versammelt. Politik und Presse. (Durtb Funkspruch.)

Locarno, 5. Oktober.

Am Sonntag abend traf di« deutsche Dele­gation hier ein, während Briand schon am Sonnabend zur Stelle war. Auch Chamberlain stieg gestern fast unbemerkt von den vielen Neu­gierigen aus. Um 1 Uhr folgte Scialoya, der erste italienisch« Delegierte un Kraftwagen, bann kam Vanderveld« mit seinen Begleitern hier an. Di« Konferenz beginnt heute Vormit­tag um 11 Uhr mit einer Sitzung, die voraus- ichtlich den Formalien gewidmet ist, während nachmitags di« ersten sachlichen Beratungen sich anschließen. Luther, Briand und Chamberlain haben gestern die Pressevertreter ihrer Länder empfangen und sich über ihre Hoffnungen für die Konferenz geäußert. Dabet unterstrich Briand sehr stark den guten Willen zu einem Einvernehmen zu gelangen, »nährend Chamber­lain aus die historische Entwicklung der Konfe­renzfragen einging. SelbfrverMniflich hatten auch Briand und Chautberlaiu eine Aussprache.

Feuerwerk unv... Sonesdaus.

Locarno, 5, Oktober. (Privattelegramm.) Gestern abend sand eine Illumination des See­ufers und der aus hohen Felsen gelegenen Kirche Madonna del eaffo statt. Der Bischof von Lugano zelebriert« in der alten Kirche St. Antonio um 8 Uhr abends einen feierlichen Gottesdienst, in dem er den Segen des Himmels auf die bevorstehenden Verhandlungen erflehte und in bewegten Worten auf die Mitarbeit der Schweiz zur Schaffung und Bewahnmg des Weltfriedens hinwieS. Auch Herren der deut- chen Delegation nahmen am Gottesdienst teil.

Meler Neueste Nach

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

itmtscheGeschästtaruetgeu Zeile stotzfa. auswärtig« Geschäfts« . ftamtUenaiuetgen Seile 20 tzfg, Htetne Anzeigen Sa» Wort

»m btt MEgkettaller durchSernlvrecher autgegebeneuAn- nsbmüaten und Plätze kW» »ich» garantier« werben. Kür schwierigem KM 100 Proz. Aufschlag. Druckerei: Schlachihoi- stelle: SSln.Stt.li.aegeuLS.ber Soobrftr. fternför.951 n. 952

nsprecher 961 uni> SSL i Hon eine Verantwortung ober ;ung beS BezugSgelbeS ober Ar ter»na I# ausgeschlossenPol

Von Gefahren umringt.

London zu den Aussichten Stresemanns.

(Eigener Drahtbertcht.)

Loudon, 5. Oktober.

Ein Blatt schreibt: Stresemann ist zweifellos überzeugt, daß der Erfolg des Pattuntemehmens von ausschlaggebender Bedeutung für Deutsch­lands Stellung in der Wett und besonders für die Eröffnung internationalen Kredit ist. Sein Spiel ist voll von Schwierigkeiten und vielleicht von persönlicher Gesahr für ihn selbst. Damm kann nicht erwartet werden, daß die Verhand­lungen einen leichten und sicheren Fortgang nehmen werden, denn jedes Ergebnis wird die Spießruten einer scharfen und entflossenen Op- iwsttion in Dentfchland passieren müssen, bis das Rattfikationssiegel barunter gesetzt werben kann.