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Hessische A-en-zeit««g

SZtttttrtlCt 232. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

Sonntag, 4. Oktober 1925

Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

Kein Westpakt gegen Rußland.

Als bas Laub fiel.

Tage voll Licht und ... Menschenleid.

Das war tote ein gedämpftes, schwermut- süßes Adagio aus goldenen Harsensatten, die letzte sterbende Schönheit verblassenden Spät­sommerglücks, als in diesen begnadeten Tagen funkelndes Herbstlicht von allen Zweigen tropf­te, als unter schmeichelnden Südwindwellen noch einmal Früchte, Blüten, Rosenknospen und ... Menschenseelen erschauerten und sich sehn­süchtiger der reifenden Glut erschlossen, als über dem Goldbrokat der Habichtswälder die Herbstelegie in Silber, Dunst und Purpur bei» dämmerte ... Und wenn nun plötzlich schwefel­gelb, brandrot der Mond vor blauschwarzem Wolkentor stand und dann sein silbernes Rad durch die aufhellenden Himmel rollte, daß die fernsten Söhrekuppen sich in magischem Glanz entschleierten, dann war auch der schrille Lärm des Tages verstummt. Dann träumten, von Sonne satt und selig, müde Greisenstirnen, ferientrunkene Kinderhirne und alle Lebcns- starken, Talenfrohen bett märchenbunten Herbst­traum zu Ende ... Bis wieder im grauenden Morgen durchs raschelnde Laub tausende Füße zur Arbeitsstätte hasten, aufs neue von Da- seinSrätseln und LebenSnSten, von jungem Liebesglück und altem Herzeleid und der ster­benden Natur ringsum bedrängt, bedrückt, beglückt.

Und in aller Morgenfrühe muß auch die Hausfrau sich wieder um Haushalt, Nahrung und Notdurft sorgen und betrübten Herzens er­leben, daß der sehnlich erwartete Preisabbau über Verheißungen, Konferenzen, Gerichtsver­fahren usw. noch nicht weit hinausgediehen ist. Man hat im Gegenteil dem Herrn Reichskanz­ler, der nun schon an Stresemanns Seite den lachenden Gestaden des Lago Maggiore zu­strebt, vorgerechnet, daß von einem positi­ven Ergebnis der kürzlich verkündeten Teue- rungsoffenstve gar nicht die Rede sein kann. Und der große Generalstabsbericht ist denn auch mehr als ein Wechsel auf die Zukunft anzu­sehen. Denn was hilft eS uni, wenn, nament- lich in der ReichShauptstadt, die Wucherpolizi­sten umherlaufen, die Preisspannen kontrollie­ren, die Geschäftsleute vor den Kadi schleppen, wenn Groß- und Kleinhandel dem Kanzler äußerste Kalkulation in die Hand versprechen. ... WaS hilft das alleS, sagt man sich, wenn die Preise auch nicht um ein Iota heruntergehen. WaS verschlägt auch die Herabsetzung der Um­satzsteuer um einhalb und der Gütertarife um zehn Prozent, wenn sich die Lebenshaltung der Lohnempfänger verschlechtert statt verbeflert. WaS verfängt daS altes, so fragt man die Re­gierung mit Recht, wenn nicht dem Grundübel an die Wurzel gegriffen wird und die durch Zölle und Steuern aufgeblähten Produkti­onskosten abgebaut und der Preispolitik der Rarteile rücksichtslos ein Ende gemacht wird, die jede freie Konkurrenz und damit die Preissenkung tot Keime ersticken Aber noch hat die Regierung die Teuerungsoffensive nicht ein­gestellt und schon in der nächsten Woche soll eine große Konferenz von Erzeugern und Verbrau­chern die Verbilligung für GaS, Strom, Wasser bringen. Da jede Gehaltserhöhung nach den Worten der Staatslenker jetzt ein Un­glück für die Wirtschaft bedeuten würde, wird man durch weitere ernste Maßnahmen die Teue- rungSkrife im Inland bannen müffen, um sich auch in den breiten Volksschichten die Resonanz für daS grotzt Friedenswerk zu schaffen, daS in Locarno erstehen soll.

Zum schwersten FriedenSprvzeß seit den Tagen von Versailles werden unsere Verteidi­ger und Anwälte nun vor die Schranken des Schwurgerichts in Locarno treten, noch mit dem BrandmÄ der Kriegsschuld behaftet, das ein übereilter Vorstoß leider vergeblich von Ger- manias Antlitz zu löschen suchte. Hätte nicht ein Zornesschrei durch die zivilisierte Welt gehen müffen, als, trotz unumstößlich erforschter Wahr­heiten die Entente schroft und unversöhnlich jede Schulddiskussion verwarf? Wir wiffen nun, was die deutschen Unterhändler im Kamps gegen die Gorgo von Versailles erwartet, deren Entthronung ja der Gang nach Locarno gilt. Luther^tresemann werden f«H bis zum Aeußer- sten wehren müffen, wenn sie dem aus Bosheit,

Unverstand und Unzulänglichkeit gezeugte: Dämon die Krallen abhacken, dem deutschen Namen die Ehre und dem deutschen Adler toi- oer die Hoheitsrechte am Rhein, in den Stifte und an der Saar wiedergeben wollen, ohne bL ein freigeborenes Volk nicht bestehen kann. P. K.

London-BeNin-Moskau.

Englands Groll gegen den Osten.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 3. Oktober.

Der deutsch-russische Handelsvertrag ist ein Ereignis von größter wirtschaftlicher Bedeu­tung. (Siehe auch Kasten 2. Seite.) Er stellt das Fundament der künftigen wirtschoftlichen Be­ziehungen zwsichen den beton Ländern bar und sichert der deutschen Industrie umfangreiche Ab­satzgebiete im Osten. England, das die deutschen Wrrtschaftsbcstrebungen im Osten systematisch stören wollte, sieht jetzt natürlich seine mehr­jährigen Anstrengungen auf Erringung einer wirtschaftlichen Vormachtstellung im Osten schei­tern. Infolge der russischen Sorgen vor Eng­lands Einkrcisungspolittk haben sich die politi­schen Beziehungen zwischen London und Mos­kau derart zugespitzt, daß es absolut denkbar wäre, wenn England einen ernsten Schlag der rußland-feindlichen Mächte gegen die Sicherheit Rußlands zu führen beabsichtigte, und cs ver­lautet sogar, daß die russische Botschafter-Be­sprechung in Berlin bedeutsame Aufschlüsse über aggressive Absichten Englands gegen Rußland gegeben haben sollen. Deutschland mußte daher der russischen Regierung die Zusicherung geben, daß es unter keinen Umständen an irgend einer einer feindlichen Aktion der Westmächte gegen Rußland teilzunehmen beabsichtige. Die deutsche Diplomatie vermag daher auch keineswegs einen Grund für die mißtrauische Haltung der alliierten Regierungen zu erkennen, die aus­drücklich bannt einverstanden waren, daß der Sicherheitspakt nur die Westmächte, nicht aber das Problem der Ostfragen umfaflen solle.

Wkr fatteln nicht um.

Stresemann verscheucht Tschitscherins Sorgen. (Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 3. Oktober.

Ebn Blatt nimmt an, daß bei der gestrigen Unterredung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann mit dem russischen Volkskommissar T t s ch i t s ch e r i n, die von letzterem zum Ausdruck gebrachten Besorgnisse, Deutschland könne durch die Abschlietzung eines Westpaktes und durch den Eintritt in den Völkerbund zu einer Politik verleitet werden, die unter der Führung Englands ihre Spitze gegen Ruß­land richtet, ausgiebig behandelt worden seien. ES könne sich nur die Gewißheit ergeben haben, daß die Befürchtungen Rußlands vollkommen unbegründet feien. Es gebe in der deut­schen Außenpolitik keinen Punkt, der die Besorg­nisse Rußlands irgendwie rechtfertigen könnte und der russische Außenkommissar werde sich von Deutschlands Willen Überzeugt haben können, an den bisherigen, durch den Rapallo-Vertrag gekennzeichneten Kurs Rußland gegenüber fest zuhalten. Das bewiesen die Vorbehalte gegen­über den Artikeln 16 und 17 der VSlkerbunds- satzung zur Genüge.

Streik und Löhne.

Erhöhung, aber feine Mehrbelastung.

Graz, 8. Oktober.

Im Streikkonftikt bei bet Alpinen Montan­gesellschaft verlangten bie Arbeitervertreter eine zehn- bis fünfzehnprozentige Lohnerhö­hung des Einkommens und Revision der Ak­kordlöhne. Die Fndustrievertreter boten dagegen eine durchschnittlich zwanzigprozen­tige Lohnerhöhung, erklärten sich auch mit der Revision des Akkordsystems einverstanden, lehn­ten jedoch eine hieraus entstehende Mehrbela­stung ab. Am Mittwoch wird weiter verhandelt.

»er Achtstundentag al« Konferenzchema.

Berlin, 8. Ottober. In Amsterdam wer­den am 8. Oktober der internationale ©enterb schaftsbund und die sozialistische Arbeiterinterna­tionale die Frage des Achtstundentages beraten.

Emllaux' Gcheinfieg.

Der Trank fällt. Neue Millionenanleihe?

(Durch Fmrkspruch.)

Rewyork, 3. Oktober.

Die Enttäuschung, die Vas Richtzustandekom- men einer dauernden Schuldenregelung mit Frankreich verursacht hat, spiegelt stch an der hie­

sigen Börse wieder, indem der Frank 8 Punkte tachgab und für alle hier gehandelten Papiere eine Nachfrage war. Man ist in Wallstreet berzeugt, daß die vorläufige' Regelung bet Zchuldenfrage bie Vorbereitung für eine neue, nnerhalb ber nächsten Monate hier aufzulegen- jen französischen Anleihe von schätzungsweise hundert Millionen Dollar ist. Laut HavaSbe- richt ist das in Washington erzielte Resultat: Frankreich verlangt eine Herabsetzung der ge­forderten Schuldensumme sowie Festsetzung sei­ner Zahlungen entsprechend seiner ZahlungS- sähigkeii ohne Kontrolle einer fremden Macht.

Äliörr genommen.

Harte Schläge für Abd el Krim. ©icgeStaumel. (Eigener Drahtbericht.)

Madrid, 3. Ottober.

Ein offizielles Kommunique teilt mit, daß die Spanier gestern Aidir, die Residenz Abd el Krims, genommen haben. Es sind auch das fruchtbare Gebiet auf dem linken Ufer des Gis und die die neuen Stellungen beherr­schenden Anhöhen besetzt worden. Reiches Kriegsmaterial ist in die Hände ber Spanier ge­fallen. Die Rifleute sollen bebeutenbe mate­rielle Verluste erlitten haben. InMa - drid herrscht Siegesstimmung; die Stadt ist reich beflaggt; der König zeigte stch auf dem Balkon seines Schlosses der ihm zujubelnden und beglückwünschenden Volksmenge.

Als er on Bord ging.

Caillaux ist zufrieden. Auch Paris?

(Durch Funkspruchs

Rewyork, 3. Oktober.

Die Kommission Caillaux hat sich gestern Abend 11 Uhr nach Europa eingeschisst. Vor­her hatte er eine Unterredung mit Owen Noung über das Dawes-Abkommen. Zu Preffevertre- tern erklärte er: Wir können noch nicht sagen, ob der vorläufige Entwurf von Frankreich an­genommen wird, wir l»aben aber das Vertrauen, daß bie Regelung lediglich eine Zeitfrage ist. Die französische Kommission verlasse Washington im besten Einvernehmen mit der amerikanischen Kommission. Er wiffe nicht, ob er selbst wieder nach Amerika kommen werde.

* * *

Frankreich stirbt nicht aus.

Paris, 8. Ottober. Laut Statistik sind in Frankreich im Fahre 1925 398 563 Lebendgeburten gegenüber 385 527 im Fahren 1924 zu verzeich­nen. Es starben im Jahre 1925 379 886, im Jahre 1924 dagegen 381698 Personen.

BlutigeKöpsebeirnFackelzug

Um Hindenburgs Geburtstag.

(Prtvat-Telegramm.)

Finsterwalde, 3. Ottober.

Anläßlich des gestern abend aus Anlaß des Geburtstages des Reichspräsidenten veranstal­teten Fackelzuges kam cs zu schweren Zusam­menstößen. Es gab auf beiden Seiten zahlreiche Verwundete, darunter auch Schwerverletzte. Die Polizei war machtlos. Rach dem Festkommers im HotÄ Bittoria wurden die Schlägereien bis in döe späte Nacht hinein fortgesetzt, wobei es weitere zahlreiche Verletzte gab.

Strom und Gas billiger?

Große Teuerungskonferenz in nächster Woche.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 3. Oktober.

Wie wir erfahren, wird in der kommenden Woche im Reichswirtschastsrninifteriurn eine Be­sprechung zwischen Vertretern der Länder, der Kommunen, der Fachverbände und der Verbrau­cher stattfinden, deren Ziel eine Verbilli­gung der Tarife für Gas, Wasser und Elektrizität ist. Es wird nicht nur über die Minderung der Grundgebühren, sondern auch insbesondere über eine Senkung der Miete für Wasser- und Elektrizitätsmesser verhandelt.

*

Schacht und die Beamten.

Berlin, 3. Oktober. Reichsbankpräfident Dr. Schacht hat in einem Sck(reiben den Finanz­minister erfucht, allen beteiligten Kreisen rück­haltlos den ErnstderLage unserer Gesamt­wirtschaft vor Augen zu führen. Eine Erhöhung der Beamtenbezüge müsse heute geradezu als ein Unglück für die allgemeinen Interessen und die Gesamtwirtschaft angesehen werden.

Die Stadt am Mr.

Ein zweiter Gang durch das schöne Locarno.

Da für die nächste« Woche« doch die Ange« der ganze« Welt ans das ftille Alvenstädtcke» gerich­tet fei» werde«, führe« wir ««sere Leser z«m zweitenmal durch das Lago Maggiore-Paradies, wo im dnnkle« Land die Goldorangen glüh«, die weitze« Firne« i« den biene« Himmel ragen n»d die Sonne des Südens die Herbfinebel zerteilt, die diesseits der Bergwälle längst ihr ftrenges Regiment angetreten habe«. Unser Mitarbeiter schreibt:

Wie Lugano und bie anderen Orte der ita­lienischen Schweiz hat auch Locarno, obwohl seit länger als vier Iahrunderten ein Teil der Eid- genossenschast, schon völlig italienischen Charakter. Es ist die klimatisch begünstigte Lage dieses Landstrichs, die sich in der Bauart der Häuser so gut wie in den Lebensgewohn­heiten der Bewohner zum Ausdruck bringt und der Gegend ihren südlichen Einschlag gibt, ob­wohl sie, rein geographisch bewachtet, eher zn Mitteleuropa als zum Süden gerechnet toerb-n müßte. Die Bevölkerung vereinigt in ihrer We­sensart die Heiterkeit uild Lebhaftigkeit dec Südländer mit der Emsigkeit und dem zielbe- toußten G^werbefleiß des Schweizervolkes; aber es kommt in das Bild dieses Gemeinwe­sens ein farbiger, mondäner Zug durch den internationalen Fremdenverkehr, durch die Gäste aus aller Herren Länder, die hier nicht vergebens Licht, Wärme und Natur­schönheit suchen. Gerade in dieser Beziehung kann mit Locarno selbst Lugano, die größere Stadt, kaum wetteifern; denn Locarno hat vor Lugano die geschütztere Lage und damit die größere Wärme voraus, und die Vegetation läßt diesen Vorzug sinnfällig erkennen. Frei­lich war es nicht die Natur selbst, die diese Landschaft zu einem Paradies von südlicher Uepipgkeit geschaffen, die die weiten Gärten des beliebten Winterkurorts zu Stätten von itaüe? nischer Farbenfreudigkeit gemacht hat. Wie an edr Riviera erst in ber Neuzeit die Hand des Menschen und die Kunst des Gärtners alle jene Gewächse eingebürgert hat,die erst sehr viel weit südlicher zu Hause sind, so ist auch das ita­lienisch anmutende Landschaftsbild in und um Locarno erst im 19. Jahrhundert geschaffen worden. Von den Borromeischen Inseln, bie gegenüber von Pallaca in der Mitte des Lago Maggiore gelegen, schon feit Jahrhunderten dank der Laune hochmögender Fürsten die Pracht subtropischer Vegetation tragen, gelangte die üppige Flora südlicherer Striche hierher, und niemand, der sich heute inmitten dieser Pracht ergeht, gewinnt den Eindruck, daß nur gärtnerische Kunst und sorgsame Pflege das alles geschaffen hat. Und was grünt und blüht alles an diesem begnadeten Gestade! Orangen und Zitronen, Magnolien und Kampherbäume, graue Oliven- uid Granatbäume, Feigenbäume und Myrthen lassen sich"s Wohlsein in den war­men Sonnenstrahlen, und über allem thront der stolzeste Bau des Südens, die

Palme unter tiefblauem Himmel.

Dazwischen ein Blumenflor aus allen Ländern der Erde; zwischen Rosenhecken und roten Ka­melien wiegt sich das Blau der Jrislilien, und geche Mimosen, leicht vom Winde bewegt, er­innern an den ehrwürdigen Frieden der abge- schiedenen Tempelgärten von Kioto. Die Stadt Locarno selbst vereinigt mit den zu ihr gehöri­gen Nachbarorten Muralto und Minusto, zählt man die vielen stets hier weilenden Kurgäste hinzu, eine Bewohnerschaft von reichlich zehn­tausend Seelen. Ungemein lebhaft ist in 6er kleinen Stadt der Verkehr p denn neben der Fremdenindustrie hat Locarno einen blühenden Handel, auch viel Gewerbebettieb und besuchte Märkte, auf denen eS mit südlicher Lebhaftigkeit zugeht. Im Herzen der Stadt, auf der Piazza Grande, dem langgestreckten Marktplatz, konzen- triert sich auch das Leben und Treiben von Lo­carno. Hier treffen sich die Bürger in den KafseeS, deren Tische, wie überall im Süden, bis aus den Platz hinaus stehen; hier lesen sie ihre Zeitung und schließen in eifriger Unterhaltung ihre Geschäfte ab. Bogengänge an der Nord- feite der Piazza Grande gewähren nach brr Art südlicher Städte Schutz bei Regenwetter; auf der Südseite schließen die Piazza Grande mo­derne Neubauten ein, unter denen der Kursaal und die Post für die Fremden am wichtigsten und. Auch das Gerichtsgebäude, in dessen gro­ßen Sitzungssaal die Konferenz stattfinden wird, liegt tn unmittelbarer Nähe, ebenso das Grand-Hotel-Palace, wo die englische und die französische Delegation wohnen werden. ES ist ein modernes Hans mit 200 Betten, das erste der Stadt, während das Kurhotel

Esplanade, wo die deutsche Delegation Quartier belegt hat, im Stadtteil Minusto liegt, nur halb so groß ist, dafür aber in reiz­voller Lage inmitten schöner Landhäuser un­mittelbar am See aufragt. Man gelangt auf dem Viale Verbano, der schönen und stets be­lebten Seepromenade, tn knapp einer halben