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Meier Neueste NachMte»

Fünfzehnter Jahrgang.

orschuna Markierungen in der Kieler Bucht und Netzsack, der .Meert mit ver ^mptwinoe uwi an der Hommerschen Bucht ausgeführr woroen. Deck geholt Der Netzsack wird geofsnet der In der Kieler Bucht handelt es sich um Aus- Fang ergießt sich Ober das Vorderdeck Er be- etzung von Schollen und Goldbutt, die aus der steht m der Hauptsache aus Schellfisch, Kabeljau, Nordsee nach der Ostsee verpflanzt sind. In der SeeOchs, Lengfisch, "einen Haifischen,^ftau, Pommerschen Bucht sind Flundern und Schol- oder in den ZMonaten August bis September

Pommerschen Bucht sind Flundern und Schol-

!, wie

2.

Kasseler Neueste Nachrichten: Das beliebte Familienblatt für Stadt und Land!

erlangen, sind in diesem Jahr von der Deut- chen wissenschaftlichen Kommission für Meers- orschung Markierungen in der Kieler Bucht und

erregend geworden.

Für die Hochseefischerei aus der Nordsee sini> jetzt schnelle Fischdampser gebaut. Meist von Enxhaven aus geht es in See. Der Dampfer

mit Hilfe des LotS. Dann werd das Netz aus­gesetzt. Schließlich wird der mit Fischen gefüllte Netzsack, der .©teert mit der Dampfwinde über

Auf schwankem Grunde.

Ein Gang durch das neue Tokio.

Man erinnert sich des furchtbaren Erdbeben-, das vor Mei Jahren große Teile TosioS und Yokohamas in Trümmer legte. Diese zwei Jah­re sind nicht ungenutzt für den Neuaufbau der beiden Städte vorübergegangen. In den neu emporgewachsenen Städten hat menschliche Ener­gie über die vernichtenden Urgewalten gesiegt. Freilich mag mancher kritisch veranlagte Besu­cher, zumal in Uokohama, über die ärmlichen klei­nen Baracken spotten, die die völlig verarmten Eigentümer an Stelle ihrer früheren Wohnhäu­ser errichten mußten. Auch ist diese Stadt heute als Handelsstadt nur noch ein schwacher Schatten deflen, was sie vormals bedeutete, während sie ihre frühere Stellung als Hafen voll wieder er­obert hat.

Aber in Tokio, das ebenso den Erdbebenge­fahren ausgesetzt ist, sind bereits etwa ein Du­tzend stattliche Gebäude ans der Erde emporge­wachsen oder im Entstehen begriffen, wenngleich auch hier nicht alle Pläne zur Gestaltung gelan­gen konnten, die nach der Katastrophe für den Wiederaufbau entworfen wurden und eine Ver­breiterung der Straßenzüge in einer Länge von mehreren hundert Kilometern durch vollkomme­nes NiederrciMN von mehr als Hunderttaus en Häusern zur Voraussetzung hatten. Tokio i heute 'ne ungeheure Stadt von meist einstöckigen Gebäuden. Sie sind entweder in der Art eu­

ropäischer Maurerarbeit errichtet oder aus Holz aufgebaut. Diese beiden Typen der Bauweise ge­hen überall, mit Ausnahme der engenCrty von Marunouchi, nebeneinander her. Selbst in d« Ginza , der Hauptstraße von Tokio, siehen eru- stockige Baracken unmittelbar neben großen Bau- werken. Zweifellos bedeuten die Holzbauten in diesem Stadtviertel nur eine UebergangsersMt- nung, denn schon zwei gewaltige öffentliche Ge­bäude, Matsuzakaya und Matzuya, jüldtn bietet Straße entstanden, von denen das letztere selbst das berühmte vom Erdbeben samt seinen Lager- schätzen im Werte von drei Millionen Bey-v«- nichtete RiesenkaufhauS Mitsukoshi übertrifft. Auch dieses ist heute wiedererstarchenund &W»t in seiner Bauweise und internationalen Aus­schmückung ganz Pariser Bauten.

Eine der Straßen, bei denen die weitgehen­den Verschönerungs- und Erbreiterungsplane zur Ausführung gelangten, führt zu dem kais^ lichen Mausoleum von Gokuknji. Ihre Breite ist jetzt verdoppelt worden. Auch die VeNvandlung der bisher Lförmig die Stadt durchziehenden elektrischen Bahn zu einer grotzenRiNgbahn^- dentet einen gewaltigen Fortschritt, wenngleich ihre Vollendung nicht vor etwa zehn Jahren M erwarten ist. Freilich Untergrundbahn und Ka­nalisation wird die Stadt auch setzt nicht erhalten und so in dieser Beziehung für europäische Rei- ende immer ein Anachronismus bleiben, wie elbst Japaner, die im Ausland gewesen sind, das Rückständige ihrer Vaterstadt in dieser Be­ziehung ohne weiteres zugeben muffen.

2. Beklage.

Freitag, 2.

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Leichspräsldknt Hindenburg als Geburtstagskind

Mit 78 Jahren en der Spitze des Seichs.

Im biblischen Alter von 78 Jahren steht am _. Oktober Reichspräsident v. Hindenburg an der Spitze des Staates. Getragen von einem

Waggon-Vrozeß.

Hat der Abnahmedienst der Reichsbahn versagt?

Von neun Tagen, die für den .Holland- Prozeß vorgesehen sind, wurden drei »glücklich gelandet. Der Zuhörerraum kommt reichlich auf seine .Kosten bet diesen Erinnerungen an die Zeit der Inflation und ihrer .Blüten, na­mentlich beim Aufmarfch der Zeuge« für die Abteilung Werkmeister Hellwig. Eine Anzahl davon liefert Arbeiten für den Werkmeister... das Werk zahlte den Lohn dafür. Einer mußte ihm Pakete ins Haus bringen, der andere ver­glaste das heute ohne Gewächse dastehende Ge­wächshaus an der Werkmcisterwohnung, mit deren Instandsetzung ein Maler zehn Tage be­schäftigt war. Der Werkmeister schloß auch, wie weiter bekundet wird, Geschäfte für das Werk ab. So verhandelte er mit einem Gastwirt, der ebenfalls als Zeuge auftritt, wegen fünf Eichen- stämmen. Der Gastwirt lieferte dem Werk die Stämme, bekam hierfür einen Geldbetrag, außerdem wurden ihm auf Werkskosten die Wirtschaftsräume neu gestrichen. Ein anderer Zeuge sagt aus, daß er Hellwig Holz für Woh­nungseinrichtungen verlaust hat und ein wei­terer spricht von

schaltet, wenn es gilt, dem Wohle des Ganzen zu dienen, überwindet er die schweren Anforde­rungen seines hohen Amtes. Als Hindenburg im Jahre 1911 als Kommandierender General in Magdeburg zur Disposition gestellt wurde, glaubte er seine militärische Laufbahn abge­schloffen. Da kam der Krieg, entriß ihn seiner Ruhe und brachte ihm die Krönung seiner Le­bensarbeit. Als Führer einer Armee im Osten errang er den ersten großen Sieg Tannen­berg. Für alle Zeiten wird dieser 91 ante mtt dem Namen Hindenburg verknüpft bleiben, denn mit einem Schlage bannte er dadurch die furchtbare Gefahr der Ueberslutung des deut­schen OstenS durch die russischen Heere. In kur­zer Folge nach weiteren Siegen Generaloberst und Generalfeldmarschall, wurde er 1916 nach Falkenbayns Rücktritt Ches des Feldhee­res. Aus diesem Posten verblieb er auch nach dem Zusammenbruch 1918, um an seinem Teile len von der Oderbank ausgesetzt worden. Tie Markierung erfolgte in beiden Fällen mit Hart­gummiknöpfchen. Für die wiffenschaftliche Aus­wertung dieser Markierungsversuche sind btc Fischer angehalten, sämtliche von ihnen gefan­genen markierten Fische zur Ablieferung zu bringen. Für die Ablieferung der Fische oder der Marke mit Angabe von Fangort (Wasser- tiefe und Fangzeit sind Prämien ausgesetzt, btc der Deutsche Seefischereiverein auszahlt.

An der hinlerpommerschen Küste wirb die Wunder, ober allgemein gesagt, der Plattfisch, sehr verschieden gefangen. Während in Kol- berg, wo sich nur sechs Kutter am Lachsfang beteiligen, das ganze Jahr hindurch auf Flun­der gefischt wird, tritt der Flunderfang in- genwaldermünde, Stolpmünde und 2eba, von wo aus mehr als hundert Kutter mit verstärkter Besatzung dem Lachsfang im Frühjahr nach­gehen, zurück. Er wird in diesen Orten und in dieser Zeit in der Hauptsache nur von den älteren Fischern, in Ruderbooten mit Stellnetzen ausgeübt. Der Herbst zeigt Wieder die Vorbe­reitungen auf den neuen Lachsfang. Während aber im Frühjahr mit Lachstreibnetzen gefischt wird, geht man jetzt mit Lachsangeln zu Werke. Diesmal treibt wahrscheinlich das Latchbedürf­nis bett Lachs auf die Wanderschaft, aber auch hierbei ist er wieder von östlichen Winden ab­hängig. Bleiben diese aus, dann sieht es mit der Hoffnung der Fischer betrüblich aus, Tag für Tag werden Tausende von Angeln ausge­legt oder neu beködert. Aber außer dem Men­schen stellt noch ein anderer Fänger dem Lachs nach, das ist der Seehund. An der hinterpom- merschen Küste ist der Seehund glücklicherweise nicht häufig, aber unter der jetzt polnisch gewor­denen Halbinsel Heia war die Teilnahme des Seehundes am Lachsfang geradezu besorgnis-

Im Sauerlanb.

Jngendwandern zur Herbstzett.

Nun hat der Herbst auch im benachbarten Sauerlande seinen Einzug gehalten. Herbst­pracht d«S Waldes entfaltet sich mehr und mehr. Das Band der Talsperren mit seinen gsimsenden Augen, ausgedehnten Waldungen und herrlichen Felsenparticn (Bruchhauser ©lerne, Honnetay lockt viele Wanderer herbet. Gerade, tm Herbst tab auch die UnterknnstStnögsichkeilen beson- >erS für Jungwanderer und Mitglieder des Verbmdck für deutsche Jugendherbergen tn Westfalen sehr gut. Da Westfalen keme Herbst­serien hat, Rheinland nur acht Tage um btc Wende deS Oktober. November, so btetet sich willkommene Gelegenheit, die bekanntzen Etgen- heime deS genannten Verbandes als ©tandblei- den au benutzen.

Gerade der nordöstliche Teil des SanerlandeS, die Rachharschast des nordhesMchen Berglan- des, ist mit ausgezeichneten Jugendherbergen versehen (Arnsberg, Bremecketal bei Brilon, Brilon-Wald, Warstein u. a.), die zu längerem Verweilen einlaben. Die Ortsgruppe Brilon hat zwei Jugendherbergen, die auch in der küh­leren und kalten Jahreszeit angenehmen Aufent­halt bieten, da sämtliche Räume heizbar und bit< beiden Jugendherbergen durch Einrichtung und Lage besonders ausgezeichnet sind.

Bremecketal ist wegen Neueinrichtung erst etwa ab Mitte Oktober wieder beziehbar. Bri- lon-Wald bietet die Möglichkeit, die höchsten Berge Westfalens, de» Sangenberg und Asten­berg, die größten Talsperren, Eder- und Mohne- sperre wie auch die neue kleinere Diemelsperre, bequem zu erreichen. Ein Sonnenaufgang ans den sagenumwobenen Bruchhauser Steinen, drei Kilometer entfernt, bietet immer wieder beson­dere Reize. Tie Wanderer finden in Heineren und größeren wohnlich eingerichteten Zimmern mit guten Betten (auch Wäsche) gute Unterkunft. Bei ungünstiger Witterung sorgen Radio und eine gute Bücherei für angenehme Abwechslung.

Künstler auf KrlauO.

ßabelburg als Mottrnfänger.

WaS Theaterleute an Ungewöhnlichem in ihrer Ferienzeit leisten, zeigt folgendes hübsche Beispiel: Der soeben verstorbene Lustspreldich- ter Kadelburg wurde einst bei einer merkwürdi­gen Leidenschaft ertappt. Der bekannte Kompo­nist Scharwenka hatte beschloffen, in Gemein­schaft mit einer befreundeten Familie an die Ostsee zu geben, und zwar wurde Saßnitz aus Rügen gewählt. Man war in jenem Sommer durchaus nicht .unter sich, denn dir Vertreter und Vertteterinnen der schönen Künste schienen sich gerade auf dem herrlichen Rügen ein Stell­dichein gegeben zu haben. So hatte Scharwenka, um ganz ungestört zu fein, sich früh morgens um sechs Uhr in die wogende See gestürzt. Kaum plätscherte er in den Wellen, als sich ihm eine .apollinisch gebaute Gestalt' näherte und unter Schnauben und Prusten die Worte hervorzischte: .Gestatten Sie, mein Name ist Ludwig Bar- . nah. Arn selben Abend noch wurde Im Zim­mer Scharwenlas eine Fensterscheibe zerjchla- gen. Es war durch eine Bohnenstange ge­schehen die Johannes Brahms ins Fenster geschoben hatte, um sich dem Meister der Ton- . Fünft bemerkbar zu machen. Das Kleeblatt hatte erfahren, daß weitab von MeereS- und Men- , schengewoge Gustav Kadelburg in einem stillen : Häuschen die Somm erläge verbrachte. Als die drei vor dem einsamen Tuskulum erschie- . nen und die Hüterin des Hauses fragten, was . denn der Bewohner tue und reibe, meinte fie, sie sehe ihn fctber Wenig, er werde wohl geistig . schaffen.

^Jch glaube, er ist jetzt gerade in der Laube und arbeitet, fügte sie hinzu, indem sie durch den Spalt der Hintertür blickte.

Die Freunde lugten natürlich auch und schlichen auf Zehenspitzen in die Nähe des- ' wen, um ihn nur ja nicht bei der Arbeit zu 1 stören. Was tat aber Kadelburg? Er halte diss Petroleumlampe vor sich auf dem Tisch stehen und fing die um das Licht flatternden Motten : mit kundiger, bis zur höchsten Virtuosität aus- > gebildeten Hand. Daß Kadelburg als .Massen- = Mörder natürlich im Wasser wie am Strande wochenlang aufgezogen wurde, versteht sich von t selbst, ja, Scharwenka hätte die Szene wohl ver- i tont, wenn er nickt geschworen hätte, seine geistige Werkftatl während des Urlaubs zu schließen.

alles zu tun, um den Ausbruch des Chaos im Feldheere zu verhüten und dieses, soweit als möglich, in Ordnung in die Heimat zurückzu- führen. Er verharrte in seiner Stellung, bis die schwierige Arbeit der Abwicklung vollendet war und opferte bann die Ruhe des Alters, als der Wille deS Volkes ihm nochmals die Ge­schicke des Landes übertrug. Gerade die aus seiner militärischen Erziehung heraus zur höch­sten Ausbildung gelangten rein menschlichen Eigenschaften, absolute Zuverlässigkeit, Ehrlich­keit des Gefühls und Handelns sind es, auf die viele Deutsche ihre Hoffnungen sehen. Man kann zum 2. Ottober nur den Wunsch aussprechen, daß es dem Reichspräsidenten vergönnt sein möge, Deutschland wieder in die ihm gebühren­de Stellung in der Well einrücken zu sehen. Da­zu ist es natürlich erforderlich, daß jeder durch seine Arbeit an diesem Werke mithilst, denn auch die Republik als solche hat nichts zu befürchten, wie noch gestern der Linksrepubli­kaner und Reichskanzler a. D. W i r 1 h in N e w- york den neugierigen Yankees bezeugt hat, so­lange Hindenburg Eid und Verfassung ga­rantiert.

aus Heringen. Schnell Wird das Netz wieder ausgesetzt, und die ganze Mannschaft geht an die Verarbeitung. Alle sechs Stunden wird eingeholt und schnell wieder ausgesetzt. Von einer Nordseereise bringen die Dampfer durch­schnittlich .3040 000 Pfund mit beim. Auch die Fischdampfer sind großen Gefahren ausgesetzt. Viele von ihnen sind schon bei stürmischem Wet­ter verschollen. F. R.

Um Aufschluß über Wachstum und Wände- C-r_-,----- -- - - ._

rungett der Plattfiscke j Flundern, Sckollenf zu stickt einen Fangplatz tn der nördlichen Nordtee

närrschen Zuständen im Werk."

Dann wieder wird von Gartenarbeiten für den Werkmeister durch Werkarbeiter berichtet. Ernst­hafter wird es bei der Beweisaufnahme über das Thema .Urkundenfälschung. Der Werk­meister erklärt, daß ihm von Aenderungen der Gedingezettel nickls bekannt gewesen sei. Dann »t eine Zeugenaussage dafür, daß Hellwig

r Matertal der Eisenbahn hat aufschreiben laflen, als tatsächlich verbraucht ist. Dem Zeu­gen, der dieses aussagt, stellt Direktor Dörner im Gerichtssaal das Zeugnis aus, daß er einer der besten Schlosser des Werks war. Eine ver- bindliche Verbeugung Hellt die Quittung dar... Ein besonderes Thema ist dann

der Schrott der Firma

Hellwig wird der Vorwurf gemacht, er habe Material, das der Eisenbahn gehörte, mit dem Material des Werks .gemischt". Der Werkmei­ster bestreitet dies. Die hierüber vernommenen Zeugen können auch nichts Bestimmtes aussagen, als die .schwerwiegende Tatsache, der Werk­meister habe^ebenfalls deS öfteren in der in der Rahe deS Werks gelegenen Wirtschaft gesessen ... während der Arbeitszeitl Man kommt bann wieder auf den Schrott zurück. Verschiedene Zeugen glauben angeben zu können, daß auch der Eisenbahn gehörige- Material znm Schrott getornmen fei. Direktor Dörner soll selbst einmal zugegeben haben, daß irrtümlicherweise auch Eisenbahn-Radsätze zum Schrott gekom­men seien... er bat aber um käufliche Erwer­bung. Nunmehr wird die Menge des aus dem SBert hinauSgegangenen Schrotts festgestellt. Käufer war der Zeuge Strathmann. Dazu be­merkt ein Sachvetttändiger, diese Menge sei gro­ßer gewesen, als da- Werk an Altmaterial haben konnte. War schon der Werkmeister Hell­wig einer der Werks angestellten, die eine ge­wisse Verantwortung zu tragen hatten, so war dies in noch größerem Matze der Fall bei dem stellvertretenden Direkt»* K r i e ck. Die Be­weisaufnahme erbringt die Behauptung es fei

eine Klubgarnitur

für ihn angefertigt worden. In der Vormtter- fuchung erklärte Krieck, er habe die Garnitur be­zahlen wollen, jetzt, vor Gericht, behauptet er, daß diese Garnitur ihm vom Werk als Hoch- zeitsgeschenk zugedacht worden war. Eine Beanstandung eines reparierten Wagens durch die Eisenbahn führte zur Entlastung eines Ar­beiters, der zuviel Arbeitsstunden für diese Arbeit verwand! hatte. Krieck ist derjenige, der die nachträglichen Verbefferungen an den Ge­dingezetteln vorgenommen bat Die Aenderun- gtn gingen zu Lasten der Eisenbahn. Krieck be­teuert, daß ihm der Gedanke einer Schädigung der Eisenbahn völlig fern gelegen habe. Er wollte nur .ausgleichen. Zur .Debatte steht

eine Autofahrt nach Gemünden

und zwar im Auto deS Direktor Dörner, die allerdings zwecklos waz, weil die Beamten des Eisenbahn - Ueberwachungsdienstes den Ange­klagten zuvor gekommen waren. Krieck erschien gerade, als die Ueberwachungsbeamlen einen mit dem Werk in Verbindung gestandenen Be­amten vernahmen. Das Gericht nimmt an, daß die Fahrt unternommen wurde, um den lieber» wachungsdienst der Eisenbahn zu beeinflussen, lieber das Abnahmeverfahren gibt Oberwerk­meister Thöne näheren Aufschluß. Danach fei eine Uebertaftang der Abnahmebeamten vor­handen gewesen. Für zwei bis drei Werke stand ein Abnahmebeamter zur Verfügung. Das fei zu wenig gewesen. Jedenfalls waren die Be­amten auf

die Ehrlichkeit der Werke angewiesen. Der genannte Beamte hat nie daran gedacht, daß ein Werk unrecht gehandelt haben könnte. Ein Sachverständiger wendet sich gegen die am zweiten Tao geäußerte ©ackwerständigen- Ansicht die Eisenbahn trage irgend welche Schuld. Auch er betont, daß sich die Abnahme­beamten schwierigen Verhältnissen gegenüber befanden und erklärt, es fei selbstverständliche Pflicht eines Werkes, nur einwandfreie Ware zu liefern. Reichsbahnral Gelhorn bricht ebenfalls eine Lanze für die Abnahmebeamten. Auch er stellt fest, daß diese überlastet gewesen sind. Sie hätten deshalb ihrer Vorschrift, die Gedingezettel selbst aufzustellen, nicht genügen können; sie mußten sich auf die Ehrlichkeit der Werksbeamten verlassen. In der Verteckigung werden dann eine Anzahl Beweisanträge im weiteren Verlauf der Verhandlungen einge­bracht. Für Freitag ist vorgesehen die beanjtan- delen Wagen an Ort und Stelle zu besichtigen. Das Gericht glaubt, am Montag mit den Plai- dohers beginnen zu können. -rl-

Auf Seefischfang.

Die Arbeit der deutschen Hochseefischerei.