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Nmnmer 225. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. Sonnabend, 26. September 1925 Einzelnummer 10 Pf^ Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

Eaillaux bietet 3f2 Milliarden Dollar.

Schon letzt für die Vereinigten Staaten unannehmbar.

Ich hab's gewagt...

Warum wir nach der Schweiz gehe«.

Die Einladung zur Konferenz ift also in Berlin, wie es schon seit Tagen alle Spatzen von den Dächern pfiffen, angenommen worden, da keine Partei die Riesenverantwortung für eine Ablehnung hätte auf sich nehmen können. Es stehen nunmehr noch Entscheidungen von größter Tragweite bevor. Die Ministerpräsi­denten der Länder, Auswärtiger Ausschuß und Reichskabinett werden das letzte Wort über das deutsche Verhandlungsprogramm sprechen, das die materielle Grundlage für die bevorstehende Konferenz darstellen soll. Die Sicherheitskonferenz selbst Wird spätestens in vierzehn Tagen Msammentreten. Reichskanzler .und Außenminister kämpfen um den letzten Er­folg der von ihnen eingeleiteten Sicherheitspo- litil, deren Ziel es ist, Deutschland wieder eine gleichberechtigte Stellung in her in­nationalen Politik zu sichern und auf dieser Grundlage einen Friedens-Pakt abzuschließen, der Deutschland nicht neue Opfer aufzuerlegen hätte, sondern der das unbewaffnete Deutsch­land vor Willkür und Gewalt seiner Nachbarn zu schützen hätte. An der Feststellung des Kon­ferenzprogramms war Deutschland ebenso be­ledigt, wie bk anderen Regierungen, die dies­mal den geraden Weg b» direkten Verständi­gung mit der Berliner Regierung statt der früher so beliebten Diktate gewählt haben.

Augenblicklich kommt es darauf an, eine für Deutschland möglichst günstige diplomatische Atmosphäre zu schaffen, die geeignet wäre, zu einem baldigen erfolgreichen Abschluß des Sicherheitsproblems zu führen. Obwohl man vor einem übertriebenen Optimismus warnt, wird doch allgemein festgestellt, daß die anderen Mächte sich in den letzten Wochen bemüht haben, der deutschen Regierung die Entscheidung zu erleichtern und das Auftauchen neuer Schwie­rigkeiten zu vermeiden. Allerdings wäre es wünschenswert gewesen, wenn die deutsche Re­gierung wesentlich früher von den Konferenz­absichten der Alliierten verständigt worden wäre. Sie hätte bann früher Gelegenheit gehabt, die deutschen politischen Kreise über die Sachlage zu informieren und deren Stellungncchme dazu einzuholen. So konnte e8 nicht vermieden wer­ben, baß im letzten Augenblick noch innenpo­litische Schwierigkeiten entstanden, bereit Ueberwindung mehrere Tage ernster Be­ratungen erforderlich gemacht hat. Trotz der zweifellos noch bestehenden Schwierigkeiten würde man eine Beendigung der Konferenz ohne positives Ergebnis für ganz undenkbar halten, zumal auf jeder der beteiligten Regie­rungen eine riesengroße moralische Verantwor­tung lastet.

Entgegen den Auffassungen einiger Rechts- blätter stellt ein dem Außenminister Stresemann nahestehendes Blatt fest, es handele sich bei der ganzen Pattpolitik nicht um eine Vertretung die­ser Politik durch den Reichsaußenminister, son­dern um die Fortführung einer von dem Kabinett einmüria gebilligten Außenpoli­tik. Zu der in den letzten Tagen aufgerollten Kriegsfchuldfrage erklärt bann bas Blatt Weiler: »Wem wirklich an einer solchen Zurück­weisung gelegen ist, bet handelt nicht gerade weise, wenn er mit sacken Ankündigungen arbeitet. Im übrigen liegen die Dinge doch so. baß bk deutschen Delegierten mit der festen Ab­sicht auf die Konferenz gehen, die deutschen For- derungen bnrchznsetzen. Eine andere Voraus­setzung für die Aufnahme der Konferenzher- hanblungen gibt es für sie überhaupt nicht.«

Ehe wir unterschreiben...

DaS deutsche Mindestprogramm für die Schweiz. (Privat-Ttlegramm.)

Berlin, 25. Septenwer.

Rach den «eutzerungen mehrerer Blätter dürfte als Grundlage der Konferenzverhandlun- H«t der Londoner Entwurf der Juristen Diene«. Deutschland vertritt den Stanbpunkt, daß sich die Konferenz lediglich mit dem W e st - Pakt beschäftigen soll. Die Blätter nennen als fogenmntte Rückwirkungen des Abschluffes eines sogenannten Sicherheitspaktes die Herab­minderung der Besatznngslaft, Ver­kürzung der Fristen für die Besetzung, Ber- Minderung der Besetzungstruppen und vor allem Sicherstellung der sofortigen Räu­mung der Kölner Zone, Vorverlegung des Datums für die Volksabstimmung des Saargebiets und schließlich Aufhebung des Jnvestigattonsbeschluffes des Völkerbundes, durch den eine Verewigung der mili­

tärischen Kontrolle über Deutschland vorgesehen ist. Auch über die Geltungsdauer des abzuschließenden Vertrages muß berate« werden

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Keine Lust zur Rückgabe der Kolonien.

London, 25. September. (Privattelegramm.) Ein diplomatischer Berichterstatter schreibt zur Annahme der Einladung u. a.: Die britische Regierung wünscht selbstverständlich sehr dringend, Deutschlands baldige« Eintritt in den Völkerbund, aber die Zeitungsberichte, die be­haupten, daß Großbritannien bereit sein werde, Deutschland die Mandate über Togo, Kamerun und gar die Karolinen zurückzuerstattet werden sollten, find selbstverständlich unbegründet. (Siehe auch Depeschen 2. Seite.!

Frankreichs Quartiermacher in Locarno.

Paris, 25. September. (Eigene Drahtmeldung.) Havas meldet aus Locarno, baß ber franzö­sische Generalkonsul aus Genf dort eingetroffen ist, um mit dem Bürgermeister die Frage der U n- terbringung ber französischen Konferenz­delegation für 14 Tage zu erörtern.

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Wenn Elsaß avstimmen würde...

Paris, 25. September. (Privattelegramm.) Havas veröffentlicht einen Aufruf ber französi­sche« Kommunisten, ber bem Arbeiter- und Bau- crnkongreß in Straßburg unterbreitet wur­de, in dem verlangt wirb, baß Elsatz - Lo - th rin gen baS Selbstbestimmungsrecht zuge­standen werben müffe, bas sogar, wen« biese Be­völkerung so entscheide, znr gänzlichen T re rt - nung von Frankreich sühren müffe.

Aus 62 «Salire gekettet.

Caillaux's Schuldenprogramm in Washington.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 25. September.

An Washington hat Finanzminister Cail- laux gestern der amerikanischen Schuldenkom- misston folgende Vorschläge unterbreitet: 1. Frankreich ist bereit, die Schulden im Betrage von 2933 Millionen Dollars zurückzuzahlen; 2. Frankreich schlägt vor, z» bkser Summe die Schuld aus dem noch nicht bezahlten Ankauf des im Jahre 1919 zuriickgelaffenen amerikani­schen Heeresmaterials im Betrage von 407 Mil­lionen Dollars hinzuzurechnen, wodurch stch die französische Schuld auf

3340 Millionen Dollars erhöhen

würde; 3. Frankreich nimmt die Zahlungs­periode die Frist vou62Aahren an und wird seine Zahlungen staffel«; 4. Frankreich ver­langt kei« Moratorium und fchlägt vor, während der ersten fünf Jahre jährlich fünfundzwanzig Millionen Dol­lars einschließlich zwanzig Millionen Zinsen zu zahlen, während weiterer fünf Jahre je drei­ßig Millionen, die darauf folgenden zehn Fahre fünfundvierzig oder fünfzig Millionen Dollars nnd von 1946 ab während der noch verbleiben­den 42 Jahre Zahlungen, die sich progressiv

bis zu 80 Millionen Dollars

steigern. Durch eine Klausel müffe aber bk Zah­lungsfähigkeit in Rechnung gestellt werden, ba- mit, wenn fie geringer sei, als man jetzt annehme, die Bettäge herabgesetzt werben können.

Für Amerika unannehmbar

Washington, 25. September. (Durch Funk­spruch.) Ein Telegramm aus Washington bezeichnet eS als gewiß, daß bk französischen Vorschläge znr Schulbenregedmg für unan­nehmbar erklärt würben. In ber heutigen zwei­ten Vollversammlung werbe Schatzfekretär Mello« ber französische« Delegation bk Min- beftsmmnen der Vereinigten Staaten nennen.

DerVfertiesuß imDavesplan

Schwere Bebenken in England.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 25. September.

Einem Chefredakteur gegenüber ließ ein be­kannter britischer Geschäftsmann in Berlin über den neuen deutschen Zolltarif folg, durch- blicken: Wenn die brittschen Exporteure die fich ihnen jetzt in Deutschland eröffnende Ausficht voll aüsnutzen wollen, so müffen fie bereit fein, angemessene Kredite zu gewähren. Geld für die Finanzierung beS Hanbels ist in Deutsch- lanb nicht unter fünfzehn Prozent erhältlich,

unb selbst bann noch nicht. Es ist minbestens zweifelhaft, ob bie britischen Geschäfts­leute es für wünschenswert halten werden, daß der Dawesplan vollständig zur Aus­führung gelangt Niemand hat bisher ein Mit­tel ausfindig machen können, das Deutschland in den Stand setzt, die Alliierten zu bezahlen, o h n e fie zu zwingen, die Schuld direkt oder in­direkt in Form von Fa b r i t a t c n anzunehmen.

Sie machen Europa unsicher.

Tschitscherin i« Warschau, Radek in Brüffel.

(Eigene Drahtmeldung.)

Moskau, 25. September.

Tschitscherin tritt morgen seine Urlaubsreise ins Ausland an. Er wird zunächst nach War­schau fahren. Nach einer Meldung aus Brüs­sel hat sich Radek etwa zwei Wochen in Ant­werpen aufgehalten. Er foll mit englifchen Kom- munistenführeru eine« revolutionären Vorstoß in Großbritannien organisiert haben. Da fein Aufenthalt ber belgischen Poli­zei gemelbet worben war, sei er schleunigst abgereist u. fich nach Hollanb begebe« habe«.

Auch London orakelt.

Nur eine Jnformati onskonferenz.

(Eigene Drahtmelbung.) 5 London, 25. September.

Ein diplomatischer Berichterstatter schreibt zur Annahme der Einladung: Es verlautet, baß Deutschlanb bavon abgesehen hat, in seiner An­nahmeerklärung ber Einlabung irgenbwel- ch e Vorbehalte über ben Gegenstanb ber Erörterungen auf ber kommenben Ministerkonfe­renz zu machen. Anbererseits wirb vereinbart werben, baß keine absolut binbenben Entschlüsse auf ber Konferenz gefaßt wer­den sollen, sondern daß erst Parlament und Re­gierung ihre Zustimmung geben müffen. Tat­sächlich werde die Konferenz bereits weithin als Lediglich informativ" bezeichnet, in bem Sinne, ba ßbie wirkliche Entscheibung einer barauf fol­genden Plenarkonferenz Vorbehalten bleiben soll.

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Englands «Schatzkanzler bei Befand

Paris, 25. September. (Privattelegramm.) Der englische Schatzkanzler Churchill hat ge­stern auf der Reise nach Italien Paris pas­siert. Außenminister B r i a n b gab zu seinen Ehren ein Frühstück, zu bem auch Minister­präsident Painlevt geladen war.

Wien noch nicht mündig.

Die «Neufer Beschlüffe vor dem Nationalrat. (Privat-Telegramm.)

Wien, 25. September.

In der Vollsitzung des Nationalrats am 1. Oktober wird voraussichtlich die Stellung­nahme zu den Genfer BeschlÜffen über Oesterreich erfolgen. Der Bundeskanzler will vorläufig k e i n G e s e tz einbringen, sondern eine Entschließung in folgendem Sinne vor- legcn: Die österreichische Rcgkrung stellt fest, daß die beiden Empfehlungen deS Völkerbundes, betreffend die Einsetzung eines ausländischen Beobachters bei der Rationalbank und die Möglichkeit der Wiedereinführung der Kon- trolle, einen korrespondierenden «tt darstrlle. Hierdurch wird bk am 17. September 1924 ge­schloffene Vereinbarung al» vollkommen erfüllt angesehen unb die Aufhebung ber Kontrolle tritt zum bestimmten Zeitpunkt in

Das Wort in der Wagfchale.

Preußens Macht im Reichsrat.

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 25. September.

Der VerfaffungsauSschuß beS preußischen Lanbtages nahm gestern einen fozialb. Antrag an, bet bie einheitliche Stimmenab­gabe ber sechsundzwanziq preußischen Stim­men im Reichsrat gesetzlich festlegeu will. .Die Vorschläge über bk Stimmenabgabe zwischen ben bestellten unb ben gewählten Mit­gliedern sollen vorher beraten werden. Kommt keine Einigung zustande, so hat jedes der ge­wählten Mitglieder das Recht, eine n o ch m a lige Beratung des Gegenstandes zu verlan­gen. Die Entscheidung erfolgt durch Mehrheit.

Am Ende der Well.

Feuerland, ein geheimnisvolles Raturborayo.

De» südlichste» Zipfel Süd-Amerikas, der heute schon das Ziel der Wekisaftrer »»d To»- ritttn geworden ist, hat der italienische Missto- nat und Forscher Monsignore de Agnoftino in red« abenteuerliche» Jahre» wie kein zweiter dttrchstreist. Seine Ansreich«n»ge« lauten:

Mit torfigen Gründen, mit lieblichen Triften und Tälern, wo Abertausende von Schafen wei­den, wechseln goldführende Flüfle und geheim­nisvoll raunende Urwälder, und von schroff ragenden Bergriesen mit ewigem Schnee, dir nicht allmählich, sondern mit einem Schlag bis zu 2400 Meter unmittelbar aus dem Meer aus- steigen, wälzen sich ungeheure Gletscher, deren Enden den Meeresspiegel berühren. Die Lage des Landes rechtfertigt seinen Namen in keiner Weise. Um ihn zu verstehen, muß man in der Geschichte bis zu seinem Entdecker zurückgehen. Magalhaes beobachtete vor vierhundert Jahren die zahllosen Feuer, die bie Eingebore­nen im Inneren ber Wälber zum Schutz gegen bk Kälte unterhielten, unb so nannte er bie Insel kurzweg »Feuerland«. Wegen der Ab­geschiedenheit der Inselgruppe, des Gletscher- reichtunrs der WcsMste und der dauernd ein- wirkenden kalten «rntarktischen Strömung galt bald und bis in bie neueste Zeit bie unrichtige Meinung, bas Feuerlanb sei eine etenbe, un­gastliche Stätte mit so rauhem Klima, baß ber Aufenthalt für einen Menschen von höherer Kultur unmöglich sei. Unb boch hat jetzt schon eine großzügige Viehzucht für das magellanisch« Webtet eine Blütezeit heraufgeführt. Das Jn- (elmrer des Feuerlandes zeigt höchst mannig- sache Gestatt. Das Corbillerengeviet ist von einem verwickelten System hoher Ge­birge bedeckt, ber Fortsetzung ber Anden, tii bereit Täler das Meer eingedrungen ist. Wäh­rend in der Kordillerenzone fast unuterbrochen schlechtes, regenreiches Wetter herrscht und der Himmel dauernd mit Wolken verhängt ist, hat die P a m p a s z o n e ein trockeneres und küh- leres Klima; der Himmel ist heiterer, ber Wind ungestümer, die Temperatur veränderlicher als im Südwesten. In diesem so mannigfaltigen Land liegt eine Fülle verschwenderischer Schön­heit ausgegossen. Im Norden dehnen stch

Ebenen und endlose Pampas, ein Landschastsbild, das in ber Seele ein tiefes Ahnen bes Rätselhaften auslöst, ein unbestimm­tes, wGhltuenbes Gefühl bes Unendlichen, Un- bekannten. Im mittleren Teil verlier?« stch die Pampas, die Ebene geht in welliges Gelände über und macht größeren Hügeln Platz. Die Landschaft verändert sich vollständig, erscheint als weiterer Park, als ungeheurer Wald. Dann wieder niederer grüner Buschwald, wie von Meisterhand gruppenweise hingesetzt, dazwischen ein Netz von Lichtungen gleich anmutigen, in graziösen Windungen sich schlängelnden Wegen, liebliche Wiesen mit stillen Seen, in bereit Was­sern sich in tausenb Lichtern bie Schönheit bei firotzenben magellanischen Walb es spiegelt. In biesen grünen mittleren Hochebe­nen mit ihren üppigen, von kristallnen Quellen benetzten Wiesen schweifen ungestött zahlreiche Rubel von Lamas umher; auch lebt bort noch ber letzte Rest ber kräftigen Jnbianerraffe der Ona, schöngebaute athletische Gestalten. Dort ist kein Stürmen noch Flüstern der Pam­paswinde mehr zu spüren, hier herrscht daS tiefe, bedetttungsvÄle Schweigen des Walde» unb erhöht bie rätselhaft« Feierlichkeit bet Stimmung. Unweit (üblich unb westlich davon türmt bie massige Korbillerenkette, ber letzte Ausläufer ber Anden, schneeige, von ewigem Eis gekrönte, kühne Gipfel zu gewaltiger Höhe, um suh bann jenseits in Hunderte von Einbuch­tungen, Baien, malerische Fjorde und Schluch­ten zu zerstückeln, in die das Meer viele Kilo­meter weit vordringt, zwischen hohen, steil ab- stürzenden Wänden, die mit dichter Vegetatton bedeckt und von silbernen Bändern rauschender Wasserfälle durchzogen sind. Urwälder mit immergrünen farbenfrischen Buchen,

Mytthen, Zypressen unb Magnolien hüben ben wunderbaren Hintergrund für ge­waltige Gletscher, die vom Hochgebirge in un­geheuren blauweißen Wänden hart an das Meere herabsteigen. Eine fast tropische Vege­tation grenzt an Meereskile, in denen mitten int Sommer EiSblöcke schwimmen, und man hört ebenso bas gellenbe Geschrei bes Papa­geis wie bas monotone Lärmen bes antartti- schen Pinguins. Im Westen befinben sich unzählige kleine Inseln, zackige, kahle phan­tastische Riffe, bie sich in bauernbem Kampf mit bem tobenden Meer befinden. Mit gewal­tigen Schaumsäuleu brechen sich dort bie Wei-