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Kasseler Abendzeitung

Freitag, 2». September 192!

Meter Nemste Nachrichtefi

* * - Hesfische Abendzeitung

Die Rüffelet Neuesten «aibrtcbtto ettoe -^"ÄerchrtzellE

W^^SSSZ

Nummer 224. Einzelnummer 10Pf, SonntagSISPf.

Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. 15. Fahrgang

Luther-Stresemmn fällten in Die Schmelz

Sin verungMSter lyankeeflieger.

Danzigs Protest gegen den Völkerbund.

Amerika in Marokko

Man verhandelt bereits in Washington.

belaufen sich auf insgesamt 638 161 Pfund Sterling. Gcwisie Gewerkschaftsver­treter sollen zusammen etwa 98 000 Pfund und sozialistische Parteimitglieder usw. je drei-

Geldcs an. Die Echtheit der Dokumente aller­dings fei noch nicht bewiesen. Die Nennung der Geldempfänger würde eine Sensation bedeuten.

Da nach der Gründung einer national­sozialistischen Landtagsfraktion die völkische

Wie aus Washington gemcldt wird, hatte Fr- nanzminister C a l l a u x, der gestern nachmittag in Washington angekommen ist, bcrclt» am Abend eine längere Unterredung mit «ma»- sckrctär Mellon, um das Programm der Ber- chandlungen über die Schnldcnregelung frstzulr- i gen, die heute vormittag anfgen-mmen werden.

(Privat-Telegramm.)

Danzig, 24. September.

Don Moskau bestochen.

Das Tagesgespräch an der Themse.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 24. September.

Laut Pressenotiz hat das Ministerium des Inneren eine Sammlung von Kopien von Do­kumenten erhalten, die von der Sowjetregie­rung für Propagandazwecke gezahlte Gelder betreffen. Die angeblichen Zahlungen

Wer heute in die großen Berliner Juwelier- und Antiquitätengeschäfte geht, wird von den Inhabern hören, welche fabelhafte Menge kost­barer Schmuck- und Einrichtungsgeaenstände zum Verkauf stehen. Auch im Vergnugungs- leben der Reichshauptstadt macht sich das Feh­len der Raffkes stark bemerkbar. In der Infla­tionszeit streuten sie das Geld mit vollen Hän­den, gaben fürstliche Trinkgelder und belegten die teuersten Plätze im Theater und bei Wohl­tätigkeitsvorstellungen. Jetzt ist ihnen uh gün­stigsten Falle ihre Villa in Dahlem oder Grünewald aeblieben. Mit einer Hypor,^. auf das Haus ist häufig der letzte Rest der von ihnen genommenen Kredite bezahlt, wahrens der Ueberschuß aus dem Verkauf des einstigen prunkvollen Heims häufig das einzige ist, was ihnen als Kapital zum Aufbau einer neuen Eristenz übrig geblieben ist. So sind denn die alten, soliden, nicht durch Spekulation, sondern durch eine langsame und gesunde Entwicklung entstandenen Vermögen der Vorkriegszeit wie­der zu Ehren gekommen, wenn auch der größte Teil von ihnen durch die Inflation an Sub­stanz eingebüßt hat. Unter den vielen Lehren. die uns diese Zeit stärkster wirtschaftlicher Ver- nichtung gegeben hat, ist jedenfalls eine der in- , teressantestcn, daß die großen Land- un b Waldvermögen, wenn sie auch in norma­len Zeiten keine hohe Verzinsung bringen, dock, dem wirtschaftlichen Sturm der Nachkriegszen weit bester standgehalten haben als d,e indu­striellen und Bankvermögen und an Substanz nur wenig verloren haben. Die großen, haupt- üchlich aus Land und Wald bestehenden Reich­tümer der deutschen Magnaten sind die en geblieben. Die herzoglichen Familien von Arenberg, Hatzfeldt-Trachenberg, Ratibor, die

von Kempinsky und Aschinger, die sich gerade nach 1924 stark ausgedehnt ha­ben und daher zweifellos reicher sind als vor 1914. Dasselbe gilt für die großen Ber­liner Kaufhäuser Hcrtzog, Israel, Jondors, Tietz, Wertheim und andere Großindu-

Paris, 24. September. (Eigene Drahtmel- dung.t Aus F e z wird gemeldet, daß der ameri­kanische Flieger O b e r st K c r w o o d , der schon einmal einen Flugunfo« hatte-, bei einer Lan­dung nach einem Bombarocmcntflug gegen dre Rifkapylen den Arm gebrochen hat.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 24. September.

ürstlichen Geschlechter Henckel-Donnersmarck, Hohenlohe, Lichnowskh, Pletz,

Sn Eilmärschen vorwärts.

Sueida von General Gamelin entsetzt.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 24. September.

Aus Beirut wird berichtet: Die Vorhut der Kolonne des Generals Gamelin ist kaum noch fünf Meilen von Sueida enternt. Mehrere An­grifte der Drufscn sind zurückgeschlagen worden. Eine spätere Meldung aus Damaskus besagt: Die Kolonne des Generals Gamelintst bereits in Sueida eingerückt.

Ein frommer Betrug

Man gibt «ns Kolonien wieder...

Eigener Berliner Jnsormationsdiettst.

Berlin, 24. September.

In dem Augenblick, wo das deutsche Reichs- kabinett um schicksalsschwere Enftcheidungen hinsichtlich der bevorstehenden Sicherheit-Ver­handlungen konferiert, kommt aus Brustel eine offensichtliche Suggestionsmeldung, die darau, berechnet ist, die öffentliche Meinung in lani> für einen schnellen Entschluß hinsichtli ) des Eintritts in den Völkerbund zu gewinnen

Raffke a. D.

Riesenvermögen nach der großen Pleite.

Der Zasammeabrach des Sti»oes-Ko«,ctuö (hcr Familie strrd aber immer »och leckrm Millionen nbri« fleblicbetOunbbie «rotze io«. ReinignuasakUon der Wirtschaft an» der Rastkes aedenken, deren Vermoaen meist io schnell verslütterte wie es ««Wonnen war. Unser Mitarbeiter kniirnt daran die fol- eenben interessanten Betrachtnnseu:

Konstantinopel, 24. September. (Funttele- gramm.l Mustapha Kemal Pascha ist in Brussa eingetrosfen. In Jsimd, Mudama und Brussa fanden begeisternde Kundgebungen i fielt Zahlreiche Abordnungen aus Konstan-

Ein BundZuerst Schiedsgericht sammelt in 'TtnnerM

z. Zt. Unterschriften, in denen dre Unterzeichne- SMsiflkN IN --öllljksN.

ten sich^erpflichten^einer R^erung.^.e^s ab-1 Berfchiebung im Landtag.

(Privat-Telegramm.)

München, 24. September.

nerstag einberusen hat Mit dem einzigen I Punkt der Tagesordnung: Beratung des kom­munistischen Antrages für den Sicherheitspakt.

mäßigen Behandlung mit den anderen Ländern endgültig unterzeichnet weroen ,°urn.

und fordere aus diefem Grunde, Mandate au-, , -

seine früheren Kolonien zu erhalten. Auf die (gj|| Qlif

sen deutschen Einwand hin haben die Völker- -*"

bundmächte bisher vollständig geschwiegen.

Jetzt ergreift man plötzlich die Initiative dazu, um Deutschland den Eintritt in den Völkerbund so schmackhaft Wie möglich zu gestalten und ihm Geschenke anzubieten, die nach deutscher Auf­fassung weiter garnichts darstellen würden als eine reine Sel bst Verständlichkeit^

Mit diesem Angebot werden die Alliierten zum ersten Male genötigt sein, die U n w a h r -

Amt an die deutschnationale 'xraktion abgeben. Der Landtag weist nunmehr folgende Fraktionsstärkrn auf: Bayerische Volkspartei 4b, Sozialdemokraten 24, Deuftchnat,anale 14, Böl Die Flieger bleiben Frankreich treu. I kische 13. Bayerischer Bauernknmd 11, fflommH= --- - . Havas meldet aus nisten 8, Nationalsozialisten 6, Freie Vg. 6.

ö, namentlich in den Grenzgebieten Zu-, stände hervorgerusen find, die an die Zeiten von vor^ftinszig Jahren erinnern. Wiederaufleben der Sklavenraubereiem . Grenzschmuggel mit Waffen und Alkohol, steigende Landflucht der Eingeborenen, um der Aushebung zu entgehen und schließlich Wiederaufleben der SMafkrank- heit in Kamerun, befind Folgen der Mi«- September. Havas meldet aus,nisten t, vcaiionanozmunen r>, --

UMMZW-ZZ WMMsZU ««««»»«, MWK-MWS-M-L-Z-X

Paris, 24. September. (Privattelegramm.) Aus Taunat wird gemeldet, daß der Feind be­sonders in diesem Abschnitt lebhafte Tätigkeit

Soeben fest beMofsen.

Luther-Stresemann's Mission. Preisabbau.

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 24. September^ (Privattelegramm.) In dem heute vormittag ustte^Mm Vorsitz des Reichspräsidenten abgehältenen Kabinettsrat

daß^man in Gens darüber berate, Deutschland RcichsautzenMinister teilnchmcn. für den schnelleren Völkerbundcintritt die Rück weiteren Verlaus der Sitzung wurden yuch gäbe von Teilen der ehemals deutschenL{c jur der Teuerung anzuwen-

K o l o n i e n von T o g o und K a m e r u n un- Maßnahmen erörtert. Der Reichspräsi

ter deutsches Mandat anzubieten. Auch m jwim ben Rcichsministern gegenüber zum

don wird jetzt et» langer Kommentar vorderL 6n6 alles nur irgend Mögliche geschc- suchtals handle^es sich dabei um einen ausge- Heu müsse, um die jetzige Preisbildung im ruck ÖS/»

in englischen Händen. Zunächst muß ge- jd)en Rote vom 20. Juli und auf den amtlichen genübcr diesen Tendenzmeldungcn scstgestellr ^^lärungen im Reichstag. Ziel der Konferenz werden, daß die deutsche Regierung schon tr.l Vereinbarungen zu gelangen, die

ihrem ersten Memorandum die Forderung aus- Genehmigung durch Regierungen und Par- gestellt hat. Deutschland verlange in Bezug aus «°ch Mnehm.gung m » Konferenz

die koloniale Betätigung das Recht der gleich- lamente aus einer z w u mäßigen Behandlung mit den anderen Ländern endgültig unterzeichnet werden sollen.

Der Danziger Hcimatdienst s^ach in einer

Suschung da1L7"aus.I tausend Pfund erhalten habem Die höchste daß der Lölkerbunvsrat die Frage des Poststrei- Summe betrage 5250 Pfund. Die Dokumente les im Sinne des für Danzig unerträglichen gc6en ^uch die Namen der Empfänger des Gutachtens der Sachverständigenkommission ent- - -

.U1 . ,- chieden hat. Das Vertrauen der Danziger Be-

hastigkeit der Argumentationen$fCrung zum Völkerbund habe einen neuen des Versailler Vertrags auszudecken. Schlag erlitten Es sei unverständlich, daß der Dieser tleine Fortschritt bedeutet aber keines- Völkerbund Die der Freien Stadt Danzig Wegs eine Erfüllung der deutschen Wünsche auf! geltend ^^enVt^an hoffe, daß nach drei Gleichberechtigung und auf Wiederherstellung Ejne neue gsrcchtere Regelung der

seiner kolonialen Rechte. Schon jetzt darf man (cbenswichtigen Postfrage erfolgt, feststellen, daß dis deutsche Regierung ein sol- *

ches Geschenk zurückweisen müßte, zumal ©te vergreifen sich 1 ogar an... Kindern, cs auch in materieller Hinsicht ziemlich wert- Beuthen, 24. September. (Privattelegramm.)! los für Deutschland sein Würde. Die gegen- Aus Hohenlinden wird gemedetr Dtefer Tagc! wärtig in englischer Hand befindlichen Teile drang e.m Hordi von Tokio und Kamerun stellen nur toi«i*0 ^rtbr"rt®ar5 wttcr Mißhandlungen Die* kleine Landstriche der ehemals deutschen! ^^it^'' Psonen. Diese mutzten durch Kolonien dar, deren Rückgabe an Deutschland Fenster auf die Straße flüchten. Selb,, auch nicht den geringsten Anfang der Minder, die' auf der Straße deutsch lprachen, Wiedera^nahme der kolonialen Betätigung wurden von den Insurgenten mitzhandelt. (.) Deutschlands bieten würde. Es ist mehr als ÄÄi-SrfnAüirfi» "

auffallend, daß fich die englische DiplomatieSllCFft sehr wohl davor gehütet hat, die ehemals deut- Macdonalds Früchte reifen,

scheu Schutzgebiete in Südwest- und Ostaf- rtka zu nennen, die für England sehr viel werwoller sind. Deutschland muß also nach wie vor aus dem Grundsatz bestehen, seine ko­loniale Gleichberechtigung zuruckzu-

fordern, der mit wertlosen und winzigen RDl0=hchne Streitfälle einem Schiedsgericht zu un« nialländchen in keiner Weise Genüge ge- jerbreiten oder die Entscheidung desselben ab- tft I lebe den Gehorsam und die Unterstützung

berücksichtigen ist außerdem noch, daß zu verweigern. Maedonald schreibt in

4... Ä bie « errei ßung von Kamerun nnö reinem Briese, diese ErNärung sei inspiriert ^ ..Q,-------- --

° 3 - »"-' durch die gleichen Gedanken, die ihn in Gens «raktion dreizehn Sitze inne hat, mutz der zweite

leitet hätten. Die Friedensbewegung werde sich Bizcpräfident, der völkische Abg. D ö r f l e r fein immer mehr aufs Schiedsgericht konzentrieren.!-.-" et,

Stolberg-Wernigerode, Solms-Baruth, Thuru und Taxis, um nur einige Namen zu nennen, haben an Substanz weit weniger verloren als der Durchschnitt der Privatbankiers und der industriellen Einzelfirmen in Deutschland. Die in der Inflation am stärksten mitgenommenen Geschäftsbetriebe waren wohl die Banken, die sich trotz aller Klugheit und Geschmeidigkeit den Verlusten ans der immer rascher fallenden Mark nicht entziehen konnten. Typisch für die hierdurch hervorgerufene Umschichtung in der Klassifizierung der großen Vermögen ist die Tatsache, daß der am höchsten besteuerte Mann Berlins vor dem Kriege ein Bankier war, näm­lich der Chef des Hauses Mendelssohn u. Co., Exzellenz Ernst von Mendelssohn-Barthol­dy, während dies jetzt Herr Dr. L a ch m a n n- Mosse sein soll, als Schwiegersohn des ver­storbenen Rudolf Masse, Eigentümer des B e r- liner Tageblatts und der weit mehr bringenden gleichnamigen Annoncenexpe­dition. Dabei gehört die Bankfirma Men­delssohn und Co. zu den wenigen deutschen Privatbanken, die,ihre Substanz nicht nur bewahrt, sondern sogar vermehrt haben, in der Hauptsache dank der Geschickkichkeit und Umsicht ihres jungen Teilhabers Fritz Man- heimer, der in Amsterdam wohnt und die dor- tige Filiale der Mendelssohns leitet. In der­selben glücklichen Lage sollen nur noch die Bankhäuser L. Behrens und Söhne und M. M. Warburg in Hamburg, Sal. Oppenheim jun. und Co. und Ä. Levy in Köln, endlich Lazard Speyer-Ellissen in Frankfurt a. M. sein. Das Bankhaus S. Bleichröder in Berlin z. B., vor dem Kriege eines der reichsten Pri­vatbankhäuser Deutschlands und wohl auch Europas, hat zur Zeit eine sehr viel kleinere Dermögenssubstanz als vor dem Krieg. Auch diejenigen Großbetriebe, die das Allernotwendigste für die Menschen Herstellen, Nahrung und Bekleidung, oder mit diesen Din­gen handeln, haben trotz der vernichtenden In­flation zum überwiegenden Teil keine Sub­stanzverluste zu verzeichnen. Ich nenne nur die großen Restaurationsbetriebs

Türken auf dem Kriegspfad?

Eine englische Alarmmeldung.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 24. September.

Ein diplomatischer Berichterstatter erklärt, militärische Informationen erhalten zu haben, daß vier türkische Divisionen an der Jrakgrenze konzentriert, bezw. aus dem Wege dorthin von ihren Garnisonen seien.

Wie man den Freibeitshelden feiert.

Reichstag und... Kommunisten. , Ul wtCfW

Berlin, 24. September. Auf das Schreiben ^ifatte. Hier fei jetzt die Hauptbasis der neuen der kommunistischen Reichstagsftaktion zu sofor- iranzösisck^n ^^"/'vbewegung. T^ R^nzeck liger Einberufung de- Reichstages angesichts der lhat bereits emgejetzt. Abd el Krim wartete dar

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