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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hesfische Abendzeitung

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PllttttlttCt 219. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.

Sonnabend, 19. September 1925 Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

Herbstsonne über NuHr und Mein.

Der Äug zum Mein.

Zweck und Sinn der Hindrnburgtage.

Reichspräsident und Minister sind ins be­freite Gebiet geeilt, um der Bevölkerung zu be­weisen, daß die leitenden Stellen Gesamtdeutsch­lands mit den befreiten Städten und Ortschaf­ten die Freude der Wiedervereinigung aufs wärmste Mitempfinden. Feiern deutscher Freu­de über die endliche Erlösung von widerrechtli­chem und brutalem Druck sind selbst in dieser zu Ernst und Einkehr mahnenden Zeit durchaus verständlich und nötig. Trotzdem ist es ein ge­wisses Gefühl der Bitterkeit, daß sich in die festlichen Kundgebungen mischt. In jahre­langer Ferne noch liegt der Zeitpunkt, der nach den Bestimmungen eines Friedensdiktates, wie es grausamer die Geschichte kaum je erlebt hat, der letzte Fußbreit deutschen Bodens von frem­der Besatzung geräumt werden muß. Ob diese Vertragsbestimmungen zum festgesetzten Zeit­punkte überhaupt in Kraft treten werden, er­scheint nach den Erfahrungen mit der immer noch widerrechtlich und ohne Grund besetzt ge­haltenen Kölner Zone sehr fraglich. Geräumt sind vorläufig nur Gebiete, die über die harten Vertragsbestimmungen hinaus die Beute eines bewaffneten Ueberfalles auf ein wehrloses Volk geworden sind. Und selbst diese Räumung, die nach menschlichem und göttlichem Recht von einer Wiedergutmachung begangenen Unrechtes und zahlloser Morde, Gewalttaten und Verbrechen hätte begleitet sein müssen, ist durch Deutschland mit schweren Opfern, wie sie in den Verpflichtungen des Dawes-Abkommens niedergelegt sind, erkauft worden. Solche Ge­danken müssen die Herzen derer bewegen, die elbst die grauenvollen Zotten mitgemacht Ha­ien, in denen eine siegesstolze Soldateska chwarzer und weißer Hautfärbung unum- chränkter Despot eines Volksstammes gewesen st, der seit jeher wegen seines trotzigen Freiheitsdranges bekannt ist und einst dem Frankenkaiser Karl schon einen Widukind entgegengeflellt hat.

Die jetzigen Kundgebungen sollen beweisen, wie sehr die deutsche Politik darauf eingestellt ist, den Kurs der Festigung im Innern und der Sicherung nach außen konsequent fortzuführen und jeden Gedanken an eine Aen- derung der augenblicklichen politischen Menta­lität Deutschlands zuruckzuweisen. Die Be­freiungsfeiern konnten seit Wochen unter den großzügigen politischen Gesichtspunkten vorbe­reitet werden,,ohne daß man änqstlich besorgt gewesen wäre, daß die außenpolitischen Beziehungen dadurch irgend wie beein­trächtigt werden könnten. Gerade der Umstand, daß man am Vorabend neuer Ver­handlungen mit den alliierten Eegierungen steht und die Befreiungsfeiern im Ruhrgebiet in einem sehr engen Zusammenhang mit der moralischen Vorbereitung der deut­schen Friedenspolitik stehen, kann als ein Beweis dafür angesehen werden, daß die deutsche Außenpolitik bereits wieder genügend gefestigt ist, um in der Betonung des nationa­len Wiederaufbaues Deutschlands keine beson­dere Rücksichtnahme mehr walten lassen zu müssen.

Die Regierungsstellen haben sich bemüht, die Befteiungskundgebung von jeder parteipoliti­schen Einstellung sernzuhalten. Das Problem der Befreiung des Ruhrgebietes war seit den kritischen Januartagen ves Jahres 1923 ein deutsches Problem, an dem alle Par­teien, von der äußersten Rechten bis zu den Kommunisten gemeinsam mitgewirkt haben. Es wird nicht mehr lange dauern, und man steht wieder am Ausgangspunkt neuer energi­scher Bewegungen, die diesmal das ganze besetzte Rheinland betreffen, Und deren Ziel es sein wird, das ganze Rheinland von dem Druck des Besatzungsregimes zu befreien. Die Reichsregierung hat bereits in ihren Noten an Briand daraus hingewiesen, daß der Sicherheitspakt unter allen Umständen bestimmte Rückwirkungen aus das Be- satzungsregime im Rheinlande ausüben müsse, und es ist daher mit aller Bestimmtheit zu er­warten. daß sich die Bemühungen der deutschen Unierhändler in erster Linie auf dieses Problem konzentrieren werden, um für das Deutsche Reich wenigstens die neue Sicherheit zu schaf­fen. daß in Zukunft nicht länger deutsches Ge­biet unter dem Regime der fremden Besatzung stehen wird. Das Ziel der Außenpolitik muh es nach wie vor sein, die Gleichberechtigung Deutschlands unter den europäischen Nationen zurückzugewinnen.

Es gilt der der

Reichspräsident und Ministe

Rach den Dornen der Lorbeer. Erprobte Zukunft. Sonne über Essen. Rührender

Essen, 18. September.

Beim gestrigen parlamentarischen Bierabend nahm der Herr Reichspräsident Gelegenheit, die Wünsche und Nöte der führenden Männer der rheinisch-westfälischen Industrie kennen zu lernen. Auf dem Wege zur Wohnung um­säumte eine große Menschenmenge die Straßen, die dem Reichspräsidenten begeistert zujubelte. Bei einer Ansprache im Verlauf des Abends führte der Reichspräsident aus:

Gut und Blut für die Heimat

Hindenburgs Dank an die Befreiten.

(Privat-Telegramm.)

Essen, 18. September. Meine Damen und Herren!

Es ist mir eine freudige Genugtuung, hier in Essen, in diesem Mittelpuntt deutscher Ar­beit und deutschen Schaffens, Rhein und Ruhr zu grüßen und mich mit Ihnen allen dessen zu erfreuen, daß dem Land zwischen Rhein und Ruhr die Freiheit wiedergekchrt ist. In tiefer Dankbarkeit und mit größter Anerkennung ge­denke ich aller derer, die in den Jahren der Prüfung ihr Deutschtum und ihre Liebe zur Heimat mit schweren Opfern an Leben und Freiheit, mit Verlust von Haus, Hof und Gut bezahlt und um des deutschen Namens willen harte Not gelitten haben. Mit stolzer Befriedigung dürfen wir feststellen, daß alle Schichten der Bevölkerung in gleichem Maße dem Vaterlande die Treue gehalten und in selbstloser Hingebung Opfer ge­bracht haben: der Mann der Arbeit wie der Arbeitgeber, der Beamte wie die in freien Be­rufen Tätigen, die Männer der Presse wie die vom Flügelrad. Ihnen allen gebührt in glei­chem Matze unser Dank. In diesem Saale ha­ben vor mehr als 2% Jahren die Bürger Essens kurz vor dem Einzug der französi­schen Truppen sich zum Gelöbnis der Treue zum Baterlande versammelt. Heute können wir Ihnen allen hier das Zeugnis ge­ben, daß Sie, daß das ganze Land an Rhein und Ruhr dieses

Gelöbnis gewissenhaft gehalten haben. Sie haben uns allen ein Beispiel da­für gegeben, daß ein Volk, mag es auch noch so sehr in fich getrennt sein, sich doch zusam­men finden kann und mutz, wenn es um eine Freiheit, wenn es um feine Ehre und um eine großen nationalen Güter geht. Und für >ieses Beispiel, das uns und kommenden Ge- chlechtern eine große und bedeutsame Mahnung ist und bleiben wird, wollen wir Ihnen besonders dankbar sein. Die Zukunft wird uns nur dann gehören, wenn alle Deutschen, so wie unsere Brüder an Rhein und Ruhr es getan, fich in den großen Fragen der Ration als eines Blutes Brüder und eines Volles Söhne in Opfermut und Treue bekennen. In diesem Geiste wollen wir uns auch heute dem Vaterlande geloben, indem wir rufen: Deutschland, unser geliebtes und schönes Vaterland, cs lebe hoch!

Das verpfändete Wort.

Europas Schiedsverträge vor dem Völkerbund. lEtgene Drahtmeldung.)

Genf, 18. September.

Löfgrecn-Schweden begründete gestern den Antrag auf Prüfung sämtlicher Bestimmungen über das obligatori'che Schiedsverfahren, um zu endgültigen Ri>.,ckinien zu gelangen. Er vertrat den Standpunkt, daß die Idee des obli­gatorischen Schiedsverfahrens unabhängig von der Abrüstung verwirklicht werden könne, da es Staaten gebe, die, obwohl fie einem ür alle Staaten gültigen Schiedsvertrag nicht beitreten wollen, mit den einzelnen Staa­ten getrennt obligatorische Schiedsverträge abzuschlietzen bereit seien. Auch Motta- Schweiz warnte vor Abänderungen des Statuts

itschen Freiheit.

unter der Ruhrbevölkerung.

Westfalentreue. Ein Schwur für die Kindersang. Das Deutschlandlied.

des Internationalen Gerichtshofes im Hag mit Rücksicht auf den baldigen Beitritt Amerikas.

Hindenburg auf dem Balkon.

Der heutige Festvormittag in Essen.

(Privat-Telegramm.)

Essen, 18. September.

Es ist warm und sonnig. Die Stadt trägt reichen Flaggcnschmuck. Zahlreiche Gebäude sind mit Tannengrün geschmückt. Unzählige strömten nach der Wohnung des Reichspräsiden­ten um ihre Huldigung darzubringen. Um 9 Uhr zeigte sich die hohe Gestalt des Reichspräsidenten auf dem Balkon. Ein Sturm der Begeisterung brach bei seinem Anblick los. Der Reichspräsi­dent dankte erfreut. Nunmehr erklangen die frischen, hellen Stimmen der Kinder, die mehrere patriotische Lieder sehr schön vortrugen. Zum Schluffe wurde von allen Anwesenden das

Deutschlandlied, das unter der Fremdherr­schaft verboten war, begeistert gesungen. Stürmische Hochrufe ertönten immer wieder. Der Reichspräsident zog fich dann zurück, um sich etwa sechzig -Bergknappen, in der Uniform von Rettungsmannschaften vorstellen zu lassen, um 10 Uhr begab sich dre Reicksuräfident zum Ehren- friedhof, um dort an den Gräbern der dreizehn Kruppschen Arbeiter einen Kranz niederzulegen. Auf seinem ganzen Wege wurde er bejubelt.

Den Toten von Gsfen.

Braun «nd Severing legen Kränze nieder.

Essen, 18. September.

(Privat-Telegramm.)

Ministerpräsident Braun und Innen miniff-r Severino b-nt" t>>;

auf dem Friedhof in Essen die dreizehn Gräber der während der Besatzungszeit auf den Kruppschen Werken vernichteten Menschenleben. Der Ministerpräsident legte einen Kranz nieder mit Schleifen in schwarz- rot-goldener und schwarz-weißer Farbe mit der weihevollen Inschrift:Den Toten vom 31. März 1923. Die preußische Staatsregierung."

Oesterreich muß bluten.

Zerstörung von siebentausend Maschinen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Wien, 18. September.

Laut Pressenotiz hat der Botschafterrat in Paris den Beschluß gefaßt, die österreichische Regierung aufzufordern, siebentausend der Er­zeugung von Waffen und Munition dienende Maschinen der Prrvatindustrie auf Grund des Vertrages von St. Germain der Zerstörung zu­zuführen. Das Blatt bemertt hierzu, daß eS in Oesterreich keine Waffen- und Munitionserzeu­gung mehr gebe, daß cS fich also nur um Ma­schinen handeln könne, die seit langem aus Friedenserzeugniffe umgestellt wären.

Konnte 1917 Friede rein?

Michaelis Anklagen gegen Erzberger. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 18. September.

Aus der brandenburgischen Provinzialsynode behandelte gestern der frühere Reichskanzler Michaelis die päpstliche Friedensaktion und das angeblich englische Friedensangebot von 1917. An der Hand unwiderleglicher Akren suchte Dr. Mechaelis den Nachweis zu führen, daß eine etwaige Friedensbereitfchaft der Entente von Erzberger durch di- Beröffentlichung des geheimen Schreibens des Grasen E z e r n i n an Kaiser Karl über die völ­lige Erschöpfung des österreichischen Heeres endgültig zerstört worden sei.

*

<86 könnte ihnen schaden.

Paris, 18. September. (Privattelegramm.) Hawas zufolge werden die Bestellungen auf deutsche Sachlieserungen von jetzt an an die Entscheidung des Finanzministers ge­bunden sein.. Alle Waren wurden ausgcschicden, die die sranz. Industrie beeinträchtigen könnten.

DolkundLandesvater

Hindenburgs Empfang an der Ruhr.

Bochum, 18. September.

Die Stadt hatte in Erwartung des Besuchs des Reichspräsidenten ihr Festgewand angelegt. Die Hauptstraße und viele hervorragende Ge­bäude sind mit Girlanden aus Tannengrüu ae- schmückt. Zahlreiche Wimpelreiheu ziehen sich quer über den Weg, den der Präsident nehmen muß. Die Häuser sind sehr reich mit Flaggen in den Farben der Provinz, der Stadt, oes Staates und des Reiches geschmückt. Eine un­geheure Menschenmenge flutete in freudiger Stimmung durch die Straßen und umsäumte den besonders reich beflaggten Bahnhofsplatz, der durch einen Baldachin mit dem Bahnsteig verbunden ist. Mehrere Flugzeuge kreisten vor und während des Empfanges über der Stadt. Feierliches Glockengeläute von sämtlichen Tür­men der Stadt kündigte das Herannahen des Sonderzuges an. Stürmisch begrüßt entsteigt die hohe Gestalt des Reichspräsidenten dem Zug. In seiner Begleitung befanden sich sein Sohn, Ministerpräsident Braun, sowie die Minister Dr. Frenken und Severing. Unter dem Bal­dachin begrüßten der Oberbürgermeister von Bochum R u e r, der Bochumer Polizeidirektor und ein Vertreter der Reichsbahn den Reichs­präsidenten. Nachdem die Tochter des früheren Oberbürgermeisters von Bochum, Graff, ein Ge­dicht vorgetragen hatte, brachte ein

Chor von fünfhundert Kindern

Lieder eindrucksvoll zu Gehör. Der Reichsprä­sident begab sich zunächst zu den ausgewiesenen Eisenbahnern. Von den 100 Anwesenden hatte jeder lyindestens drei Monate für das Vater­land im Gefängnis gesessen. Der Reichspräsi­dent richtete an einige von ihnen freundliche Worte. Auf dem Wege zum Parkhaus bildeten 37000 Schulkinder Spalier, die dem Reichsober- haupt zujubelten. Im oberen Saal wurde er von Vertretern der staatlichen und kirchlichen Behörden usw. begrüßt. Bei dem sich anschlie­ßenden Imbiß hielt Oberbürgermeister Ruer eine kurze Ansprache. Vor dem Parkhause ver­sammelten sich die besonders geladenen Vertre­ter der Staats- und Kommunalbehörden, Ab­ordnungen der westfälischen Vereine mit ihren Fahnen und zahlreiches Publikum. Zu beiden Seiten des Vorplatzes plazierten sich etwa zwei­hundert Bergknappen in Galauniform mit Ihren Berglampen. Stürmisch jubelte die vieltausend- kopftge Menge dem Reichspräsidenten zu, der nach allen Seiten herzlich und offensichtlich ae- ruhrt dankte, als er auf der Veranda stand, »anfarenklänge brachten den ersten Gruß. Ein­drucksvolle, künstlerisch vollendete musikalische Darbietungen des städtischen Orchesters folgten. Hierauf nahmen etwa tausend Sänger vor der Veranda Aufstellung und ft gen in meisterhaf­ter Weise vaterländische Lieder vor, die auf alle Zuhörer tiefen Eindruck machten und reichen Verfall fanden.

*

Don London nach Bochum.

Bei der Kundgebung vor dem ParkhauS führte Oberpräsident von Westfalen Gro. nowski u. a.: Herr Reichspräsident, Ihr Herr Vorgänger, der Reichspräsident Ebert kam am 18. März 1923 nach Hamm, um zu bekun­den. daß ganz Deutschland eine Schick-

Gemeinschaft fein müsse. Zum zwei­ten Male war der Herr Reichspräsident Ebert am 10. August vorigen Jahres in unserer Pro- vinzialhauptstadt Münster. Es waren die ^age, als man in London Mittel unv Wege Züchte, 2 föi urtS die Freiheit wieder zu erlangen. Wir drücken allen, die an diesem Befreiunqs. werk gearbeitet haben, dankbar die Hände. Nur diese vor e va fünf Jahren eingeleitete Aus­landspolitik macht es uns möglich, Sie, Herr Reichspräsident hier heute aufrichtig und herz­lich zu begrüßen. Ein Blick auf die Wirtschaft und die allgemeine Not in den breitesten Schich­ten der Bevölkerung verbietet uns, rauschende Feste zu feiern; aber in stiller, herzlicher Freude danken wir Ihnen, Herr Reichs- iräsident, und den Herrn Ihrer Begleitung für den Besuch im westfälischen Industriegebiet. Der Reichspräsident von Hindenburg lebe hoch! Als nach einer weiteren Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Dr Ruer der Reichs- prändent das Rednerpult betrat, drängte alles heran, um ihn näher zu sehen und gut zu hören. (Fortsetzung siehe Kasten 2. Seite.)

Europa ift fifrerfTOgelt Minister Neuhaus über Wirtschastsumstellung.

Dresden, 18. September.

Reichswirtschastsminister Neuhaus führte aus der Großhandelstagung u. a. aus: Die Um­stellung unserer Wirtschaft erfordert eine Neu-