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Hessische Abendzeitung

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Wnmmer 2t6 Ciwinijmc'i°W- «mW»« Mittwoch. 16. September 1925 is15. Jahrgang

Kasseler Neueste Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung

Heute Mittag Liebesgabe der Einladung

Europas Ruin

und

wirkliche Gefahr einer Revolution heraus- auch @eorfletoirb am nächsten »iM

Zwischen zwei Feuern.

England schielt nach dem Osten.

(Eigene Drabttneldung.)

Rur keine Voliiik...

Baldwin unter Frankreichs Ministern. (Eigene Drahtmeldung.,

den westlichen nur in der Theorie und nicht in der Praxis auf die Dauer möglich sei.

Deutschlands in den Völkerbund darf unmög­lich eine Anerkennung der moralischen Schuld Deutschlands am Weltkriege in sich schließen. Was unser Verhältnis zu Rußland anbetrifft, so widerspricht es vollkommen den Tatsachen daß unser Eintritt gegen Rußland gerichtet fei. Alles in allem aber wurde Deutschlands Eintritt >" den Völkerbund Deutschland mehr Borteue als Nachteile verschaffen. Zunächst aber sind mündliche Verhandlungen notwendig, die zeigen werden, ob auf beiden Seiten der Wille zur Be­friedung Europas vorhanden ist.

~ T * wuu um huujik

Donnerstag einen liberalen Feldzug für L a n d - "form eröffnen, der während des ganzen Herbstes und Winters fortgesetzt werden soll.

Rot gegen schwarz.

.L°udon. 1« September (Privattelegramm.) Gestern abend kam es in einem Stadtteil zu Zu- £^C»n?«en L'lschen britischen Fazisten und Konnnunisten, wobei mehrere Personen verletzt wurden und ärztliche Hilfe aufsuchen mußten

<8r stößt ins Horn.

Ein Kommunistenweckruf in England. (Eigener Drahtbericht.)

Was lange währt

Einladung und Berliner Taktik.

Bankier unöTeuerung

Neuhaus und Schacht über Tagesprobleme.

Dien» des Baterlaubes. Nur noch ein 3« Ue Sin^^Die «Mn» a^fb«

einbringen. Die französische Regierung ist von dem Gedanken ausaegauqen, daß nie fortgesetzte

! Berlin, 15. September. (Peivattelegramm.- Zu den Gerüchten über eine Teilnahme des Innenministers Schiele an der Ministerkon- feienz erfahren wir, daß irgend eine Stellung­nahme des Reichskanzlers oder des Kabinett^ oder eine Fühlungnahme zwischen dem Reichs­kanzler und dem Minister Schiele nicht st a t t° g e s u n d e n hat und inbezug auf letzteren schon deshalb nicht stattgefunden haben .'ann, weil will I Kanzler sich noch an der Nordsee diese Ech'ele sich noch in der Schweiz aufhält.

London, >15. September.

In einer Rede in Glasgow sagte Dir Robert Horne, der Gewerkschaftskongreß in Searbor- rough habe leider gezeigt, daß das kommunistische Element einen ziemlich großen Einfluß auf die Plmntasie der Arbeiterorganisationen erlangt fc« lei der Ansicht, daß von allen, die an der Wohlfahrt des Landes interessiert find, Bor- verteuere die Lebenshaltung.

Betroffen werden sollten, damit auc! Die Reichsregieruna sei daher bei ihrer Ver. '2^lte der Ordnung und des Gesetzes zum billigungsaktion auch an die Banken Dwnttim^w- l 8uf>«mcn0efaftt und die herangetreten, um die Kosten der Geldbeschaf- ^"sizweige, von denen die Existenz des Lan- fung herabzusetzen. Durch die Aenderunaen in des abhange, geschützt würden. |ber Anlage der öffentlichen Geld e?

komme sie den von den Banken zu treffenden Anordnungen entgegen; sie erwarte, daß die Banken die Spanne zwischen Soll- und Ha- Mlnsen möglichst e r m ä ß i g e n, und die Pro. Visionssatze herabsetzen. Die Regierung hoffe, daß die Banken die Bestrebungen zur Haltung eines erträglichen Preisniveaus unter- --------- ---------,vuv aloaur[ Nltzen werden Im Zusammenwirken mit der d,e konservative Regierung stärke die Krüft/des hatten die Banken den Anfang mit

Kommunismus und der Zwietracht Stt^m^m^ungs arbeit int Aktienwescu «!» I »Ml »toi-, »«"hm srw®SS.nenS'9nSt9'ß ^gesetzliches Einschreiten mcht venmeden werden. Das Bankgewerbe möge weiter erstarken und einen Ausweg aus den uns alle bedruckenden Schwierigkeiten finden.

Alsdann führte Reichsbankpräsident Schacht u. a. ans: Unsere Preisbildung wird in erster nicht von den Produktionskosten, sondern r.-tSe?«x6£m Umfange von den Perlei. losten bestimmt. Es wird vielfach hnamÄ61, to,,e b'llig dann diese Mare an Pf Publikum gelange, sondern, wie teuer muß stehenden^ em um be» nun einmal doch be»

London, 15. September. , Macdonald sagte in einer Rede in Stockport Älamm

konservative Regicruna ttärke die "strie hatten die Banken

i tntinAKrfi«. *»* Sickierstellung der

tatsächlichen Unabhangiakeii und Gteichoereckni- ! Deutschlands. Teutschland mutz ferner ! der Schutz der deutschen Minderheiten gewahrt werden, ^ms Hinstreben auf Revision der beute Setten als unmöglich erkannten Ost- m.»äma»ri^f?CrCKIo2l.flun9 kolonialer Betäti- *G*!?n9r^r^rLU«b b,e Herstellung eines tat- Fplbskbest,mmungsrechts der Böller, «aiibsierreichischen Anschlußfrage noch benAgllerten mit Nichtachtung behänden ®,rb> lind.die großen außenvolilischen Ziele. London. 15. September. 3«»» 1 ,bie Vorbedingung: Anerkennung der Ein Berichterstatter schreibt: Den wichtigste, ^ncr7f^cn St(fi^hPitsfLEn,#auf Ideen des und ersten Gegenstand der bevorstehenden Mwi M EnalandS als^^».es. Mit dem Bei- Per-Konferenz werde der eigentliche Rhein- Kn GrenzefeieinT^^ntrVÄ6 Deut=

Berlin, 15. September.

Die Verhandlungen des deutschen Bankier- wqcs wurden von Geheimrat Professor Dr. R l e s s e r mit einer Ansprache eröffnet, worin er betonte: Unser Banksystem als solches habe sich im Frieden und int Krieg bewährt. Die » , _ , i deutschen Banken und Bankiers hätten auch in-

Frankreich für eine Weltwtrtschaftskonfereitz. bezug auf die Vermeidung von Fehlern oder (Privat-Telearamm 1 Irrtümern fein Monopol. Sie trieben feine

Telegramm.) reine Jnteressenpolitik und stellten

Genf, 15. September, die vaterländischen Interessen stets den In der heutige,t Generaldebatte wird der monfw?l-^W!k" Regierung und

französische x.w o< . Bankwesen mußten reibungslos zu,ammenarbei-

l anzowwe Deleg^rte Loucheur den Antrag aus ten, auch bet den Lasten des Dawesplaues Veranstaltung einer großen weltwirtschaftlichen und insbesondere bei der aktuellen Frage der Untersuchung in der Bölkerbundsversammlung Preissenkung. DaS deutsche Bankwesen

- - " werde in der ersten Reihe der

Kämpfer um Deutschlands Wiederaufbau Steigerung der Zolltarif: in allenS&nbern,tnl t?Jlnbe,»£!jL2bE fclbft ni$t Bert,«.«., m« d-, ,,wc4mW« 's H tTÄ?#"" Ä

Zerteilung der Rohstoffe ähnliche Gefahren in Hous die Versammlung und führte u. a. aus: sich birgt, wie der frühere Wettlauf der Rüstun- Durch den Krieg sei die Bedeutung der Sn« Ben. Sie beantragt deshalb, daß der Völkerbund gestiegen, während als

°»-ch ,d. Dwl|a.

tonen die Wirtschafts-Finanz-BerkehrSkommis- mehr geschwunden sei. Das Kapital d?r Banken sion und auch durch daS internationale «r-Isei durchschnittlich auf weniger als ein Fünf, beitsamt eine großzügige Untersuchung der Ver-RpP ?rkr iegskapit als gesun- t.» » MiTÄ ÄISWS

BerkchrS usw.stell,, um Mo.erMl für nue. Wesen, dnb vas Jndustriesnpita! durch Mrlni ternationale Wiri.chastskonferenz zu erlangen, düng von Konzernbanken und Ueber»

1 uabme von Aktienmehrheiten alter Banken in das Bankwesen eingedrungen fei. Seit der Stabilisierung habe sich aber das Blatt Wieder gedreht. Der Industrie fehlte wieder mobiles Betriebskapital, Industrie und Landwirtschaft seien fetzt wieder auf die Hilfe der Banken angewiesen, um sich Bettiebskredite zu beschaffen. Infolge des Kapitalmangels ar- beite aber die deutsche Wirtschaft mit Zins, s a tz e n die weit über die im Ausland üb- ^^-^'"ausg-hen. Andererseits hemme die Zinshöhe die K o nk u r renz h i g ke it der Jiidustrie und

Zn Glresemanns Händen

Briands Einlavung heute mittag überreicht.

(Eigener Drahtbertcht.i

Berlin, 15. September.

Wie mehrere Blätter melden, hat der fran­zösische Botschafter in Berlin, de Margerie, rur heute mittag 12 Uhr seinen Besuch beim Reichsautzenminister Dr. Strese- mann angemeldet, um diesem die von Briand unterzeichnete Einladung zu der Konfe­renz über den Sicherheitspakt zu überreichen. Ueber den Inhalt der Einladmig meldet ein Blatt- sie sei so gehalten, daß ein Wunsch Deutschlands, eine umfassende Äonc- r e n s anzuregen, in der deutschen Antwort feinen Ausdruck finden kann.

*

HaMose Gerächte über Schiele.

Was Baldwin fät...

Auch Macdonald warnt vor der Revolution. (Eigener Drahtbertcht.)

aufgeblähten Apparat

erhalten. Es wird über die Frage f"^'"^satze hinaus die Kreditpolitik darauf tüna^Mll» ^en spekulative Zurückhal. b?" Warenbeständen unterbleibt. (Bei- L.-.?® d'eseaus völliger Verkennung der ^sv^^ruhenden Angriffe die die Wäh. ber Regierung als Währunastnsta. P.eZ.elchnen und das Vertrauen der Oessenl. IE»'n die mühsam erkämpfte Stabilisierung per ^.ahrung ericbutlern können, ist kein Wort faa.rCrUrteiIUn9 scharf genug. (Lebhafter Vei-

Bankier Karl Pfeiffer Kaffel öffÄtt,ri*^n^e^nb5re d'e Verwendung der osfentlichen Gelder und das Baicksystem «er

C" ®aniin- Er tadelte, daß die städti« men h^., men^rtk'l be-»'spruchten, sich vollkom- mt" ®ro&ton(en zu betätigen. Bei d-r Pflege des Personalkredits hätten die bautma-

Paris, 15. Septemb;r.

7, n\nuiieu, uub man oeut-1,^. diinisterprästdent Painleve hat heute zu

scherseits die Sttuatton günstiger als bisher be- Men des auf der Durchreise befindlichen eug- IonntP' gerade in der Beurteilung der ''^nKeem>erministers ein Frühstück gegeben, Rechtsfragen bestehen noch sehr wesentliche ^.m auch der Außenminister und der Finanz- Meinungsverschiedenheiten, die auf be'wohnten. Man erklärt, daß da§ der angekundigten Konferenz ausgeglichen wer- politischen Charakter hatte. Der

5benrIPrlLffen Lud die eine weitere Beteiligunq derI J'r-em?,!U.,"lftcJ,mirä sich bis Mittwoch juristischen Sachverständigen erforderlich machen I ^"tis aufhalten. Jedoch ist es

durste. In den Berliner Regieruimskretten .mmk/,ki ^^? ''^cr- noch eine Zuiam- nimmt man an, daß es sich um eioe^g r o ß e E französischen Ministern Hoven P a k t k o n f e r e n z handeln wird die zu v o - ro,t6' ba fein Aufenthalt rein privater Natur sei.

Ergebnissen führen soll. Die ,

ES JSSS xd®» vrel-ssir den Weftpakl.

fchlage einzugehen, wenn sie im Besitz end- Ruud um Stresemanns Außenpolitik.

® 0 ^Lm.a ^te n sind, und wenn (Privat-Telegramm.)

Seite die alliierten Vertreter Hamburg, 15. September,

men ihrer Nekönnen, daß sie im Na- Ein Hamburger Blatt stellt an die Spitze diesen °rungen sprechen. Aus einer Betrachtung der Ministerkonferenzst-meu

* - Ä' ?n sm Laufe des Ok- frage IN die Debatte zu werken Der ma«-

i ° oL V c 1 J J r t n wollen und zu die-I gebende Gedanke für den Streseniannschen Boc-

L« Zwecke die deutsche Regierung dazu einla-Nchlag war, sich mit dem hartnäckigsten (Henner - m'» iVerhandlungen in derI ,c6_c1®- deutschen Aufbaues, mit Frankreich, zu esArJsn* -RJ ioberwoche zu eröffnen, urrstandigen, um dadurch die Grundlage für die durfte man sich deutscherseits auch! putsche Lebensfähigkeit überhaupt erst wiener i ir* bren .toetoe Zusammen- ii!i/^u^.''»-i^»^'kmste Aufgabe der Außenpo- setzung die deutsche Delegation für die Sicher- {ht,r ble Bekämpfung der agressiven

heltskonferenz erhalten soll und ob der Reichs- Pvlitik und die Sicherstellung der

Minister des Innern Schiele an den Verhand- * m L"-?ilnehmen wird oder nicht. Alle diese Beschlüsse werden einen endgültigen Charakter! haben, damit man in der Lage ist, zu einer kla-!

ren Beurteilung der Gesamflage zu gelangen

Ein rühmenswerter Schritt.

Der erste Franzosenminister in Berlin.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 15. September.

rtuterrichtsminister de Monzie traf aestern rrffp?f9 Don Kopenhagen kommend, als erster französischer amtierender Minister in Ber- nn ein. Zum Empfange hatte sich auf dem SeÄf L«^iisifche Botschafter und ein

Me «uswarttgen Amtes eingefunden.

Lie die Blatter betonen, hat der Aufenthalt de ?c°UeCr »Tn®6-a kbiRndl ien Zweck kultu- l4,r *n"at,ern«.zwischen Deutschland ""o.Frankreich, de Monzle wird wahrscheinlich urt«n*öer aurf, bie Frage ber E i n- erörtern. Der Minister wird beute -lbend Berlin wieder verlassen. i

den. Vielleicht werde auch das schwierige Pro- blem des deutsch-polnischen und des deutsch-tschechischen Schicosvcrtrages in Endlich wird nun auch die langerwartete,!L"u^de7"sch-chftchc Nnkenm?nttte7sich'an''ben von allen Seiten beschnüffelte, geheimnisvolle T-tiirttrungcn bcteil-aen von denen siw^ie brlii^ S® .3, naS ÄS:

düng auf einen so späten Termin nicht einseitig 6en westlichen nur in ber Dbenr.»h « <fit bon Herrn Dr Luther vorgenommen worden ist, sondern daß eine völlige Uebereinstim- mung zwischen Kanzler und Außenminister vorliegt. Nur wird mit dieser Uebereinstiminuug zivlschen den beiden führenden Männern des | ReickskablnettS in Deutschland niemand sich zu- fticden geben, weder die Oeffentlichkeit noch die Parlamentarier. Man sondert allgemein l^l*rfnemu,n? restlose Aufklärung des deutschen Volkes über die Genfer Vorgänge und u6 das Maß der deutschen Zugeständnisse

Vertteter einer führenden Mittelpartti waren bereits Montag früh beim Außen­minister und haben ihn darauf hingewiesen, daß man einer günstigen Stimmung des Reichstags für den Paktvertrag Vorarbeiten muffe, und das könne nur geschehen, wenn die Oeffentlichkeit bald und eingehend über die Haltung der Relchsreglerung informiert werde, um der Ner­vosität innerhalb der Patteien ein Ende' zu wachen, die beginnende Gleichgültigkeit

Volkskreise aber gegenüber dem ganzen Paktproblem zum Stillstand zu bringen. Wir erfahren, daß für die Verzögerung der Beratung im Reichskabinett lediglich technische Grunde maßgebend sind. Früher sind weder die eingehenden Ressottbesprechungen noch die Jr*stischen Verarbeiten abgeschlossen, die dadurch notig werden, daß der deutsche L Außenminister mit den alliierten Außen- rninistern nicht zwecklose Besprechungen sichren \\ Indern einen vollständigen deutschen\\ Paktvertragsentwurf vorlegen 1 1

S-lang- die Oeffentlichkeit aber über diese, Gründe des Außenministers nicht erschöpfend fäJto.mo rb'k baUrMj!u-4 bic peinliche Ent­täuschung über das Schwelgen der Reichsregie- ^u"g> das man irrtümlich als Passivität D-- WV?^^?Ezeichnet hat, nicht weichen. Der Bericht, den ber deutsche Sachverständige Tp. Gau6 aus London mitgebracht hat, ist kei- neswegs so optimistisch gehalten, daß man beut-