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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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211- v Einzelnummer IN Pf„ Sonntags 15 Pf.
Donnerstag, 10. September 1925 Einzelnummer 10 Pf„ Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang
Noch keine Einladung an Stresemann.
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gen worden seien. Hier seien sieben und bei Alhucemas vierzehn Schiffe der Spanier versenkt Worden. Nach Aussagen von Nifan- hängern seien an der ganzen Küste Minen gelegt.
Paris, 9. September.
Bei den Beratungen eines Provinz-Generalrates betonte der Präsident de Kerguezes u. tr.: Die Londoner Kaufleute und die Bankiers von Newyork möchten, daß Frankreich während des
Um die Früchte betrogen
Frankreich stöhnt. — Ein Englandhaffer. lPrivat-Telegramm.)
*
Schwere Verluste vrtm ersten Versuch
London, 9. September. (Privattelegramm.s Abd el Krim läßt verkünden, daß die Versuche der Spanier, Truppen zu landen, zurückgeschla-
! m a n n vorzubereiten. Dafür spricht auch der ; Umstand, daß der belgische Außenminister V a n- d e r ve l d e seine Abreise aus Genf verschoben : hat. Die geplante Zusammenkunft der alliierten mit dem deutschen Außenminister werde mit gro-
; ßer Gewißheit in Lausanne ftattsinden, voraussichtlich noch in den letzten Septembertagen. Auch Polen und die Tschechoslowakei würden
: eingeladeu werden. Die Konserenz werde sich wohl auch mit den Schiedsgerichtsverträgen im Osten befassen. Ein anderes Blatt schreibt, Briand scheine zu den äußersten Konzessionen bereit zu fein. Rach oufer Feststellung zieht die Zeitung den gewohnten Vergleich zwischen dem kaiserlichen Deutschland und der Republik mit einem «ionarchistifchen Präsidenten an der Spitze, die durch und durch von Revanche - Ideen beseelt fei. (!)
WeltpoMik rm Moöebad.
Die drei Gewaltigen bei Baldwin.
(Eigene Drahtmeldung.)
Genf, 9. September.
Chamberlain, Painlevs und Briand haben gestern in Aix-les-Bains dem dort zur Kur weilenden englischen Premierminister Baldwin einen Besuch abgestattet, bei dem auch der Stand der Sicherheltspaktsrage besprochen worden ist. Einem Pariser Blatt zufolge sei es beim gegenwärtigen Stande der Rheinlandpaltverhandlungen notwendig, Baldwin darüber zu unterrichten. Es habe sich in Aix-les-Bains darum gehandelt, das Einladungsschreiben an Strese-
Die zweite Landung gmlückt
Ein Funkspruch und ein Armeebefehl.
(Dur<h Funkspruch^
Madrid, 9. September.
General Primo de Rivera hat folgenden Funkspruch an den König gerichtet: Heute mittag sind die Truppen in der Bucht von Alhu- cemas gelandet. Nm 1L30 Uhr haben sie nach kurzer Artillerievorbereitung und ohne au Widerstand zu stoßen, Stellung bezogen. Die Landung auf der Halbinsel erfolgte unter Befehl des Generals Saro. HavaS meldet aus Rabat: General Naulin hat einen Armeebefehl erlasien, wonach dir militärischen Operationen gegen Vi: beide» mächtigen Stämme der Tsul und der Branes al8 beendet bezeichnet und der Dank an die Truppen anSgesprochen wird.
Ajdir, dem Hauptquartier Abd e
Deutschland vergißt uns nicht
Zusarmnenschluß der Gudetendrutschen.
(Eigene Drahrmeldung.)
Dor Sonnenaufgang.
Friedens-Appell in Genf.
(Eigener Drahtbericht.)
Genf. 9. September.
Auf einem Preffcbankett erklärte der englische Außenminister Chamberlain in Erwiderung aus Ansprachen von Painlevs und Jouvenel, daß in der letzten Zeit die Vorarbeiten zur Aufrichtung eines großen Friedenswerkes größere Fortschritte gemacht haben, als er noch vor kurzem zu hoffen wagte. Er sprach den Wunsch aus, daß die Genfer Verhandlungen, bald an einem Nachbarorte Genfs int Beisein von Vertretern Deutschlands fortgesetzt werden rönnen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß einige Staaten noch vor der nächsten Völkerbund- Versammlung dem Völkerbund beitreten. Der belgische Außenminister Bandervelde nahm in seiner Ansprache Bezug auf Rußland, an da» er die Aufforderung richtete, den Ideen des Völkerbundes mehr Verständnis entgegenznbringen und sich zu erinnern, daß Rußland Europa mehr brauche, als Europa Rußland. Der Sicherheitspakt werde werde aus dem gleichen Geiste hervorgehen, aus dem das Genfer Protokoll hervorgegangen sei, das nur der Vorläufer eines allgemeinen Protokolls werden muffe. — Painlevs und Jouvenel pflichteten in ihren Anfpra- djett den Ausführungen Chamberlains bei, zu deffen Energie sie volles Vertrauen hätten.
Gin Fiasko der Spanier.
Unter Abd el Keims Streichen.
(Prtvai-Tclegramm.)
Rotterdam, 9. September.
AuS Loudon wird gemeldet: Nach zuverlässigen Gerüchten ist die große spanische Offensive völlig zusammengebrocheu. Die Spanier haben 4500 Mann an Toten und Verwunderen und Gefangenen verloren. Der amtliche Marokkobericht lautet: Der Druck des Feindes bet Fffach hält weiter an. Er hat sich nördlick, dieses Postens festgesetzt. Der Anmarsch wird von französischen Fliegern beschoffen. Ter Angriff auf T e t u a n und Ajdir soll die Risbevölkerung stark beunruhigt haben. Abd el Krim verstckrit seine Propaganda und versucht, im Rücken der französischen Truppen einen Aufstand anzuzetteln.
quetschen wollte, mit wuchtigem Schlag zu zerbrechen! Um das zu verstehen, muß man sich Entwicklung und nunmehrige Phase des Marokkokrieges vor Augen halten. Bekanntlich ist, so schreibt ein Fachmann, nach den peinlichen Niederlagen Lyauteys im Frühsommer der Feldzug gegen die Kabylen von der französischen Regierung aus breiteste Offensivbafls gestellt worden. Mit der Berufung P e t a i n s und N a u l i u s wurden gewaltige Truppen- und Materialtransporte nach der Hafenstadt Rabat entsendet.
Gleichzeitig mit diesem „taktischen" Plan des Frontgenerals Naulin traf der Oberseldherr Petain bedeutungsvolle „strategische" Vereinbarungen mit dem spanischen General und Regierungsdirektor Primo de Rivera. Darüber wurde offiziell verlautbart: „Sämtliche Vorbereitungen zur großen Osenstve sind beendet, der Kontakt zwischen der spanischen und der franzö- stschen Armee ist vollkommen hergestellt. Die endgültige Offensive wird in den nächsten Tagen einsetzen." Anderthalb Monate operieren nun Franzosen und Spanier nach dem vor huudertzwanzig Jahren so bewährten napoleonischen Rezept des Geirennt-Marschierens und Vereint-Schlagens. Die Franzosen hatten von der Linie Fez-Taza nordwärts und gegen Osten zu, die Spanier von der Rordküste her die Offensive durchzuführen, um Abd el Krim zwischen den beiden Fronten zu erdrücken. Der spanische Angriff sollte von Melilla ausgehen, mit Rückendeckung durch eine gemeinsame Operation französisch-spanischer Geschwader vor der Bucht von Alhucemas; wobei an der Küste von
Da« Dock mahnt
Paris, 9. September. (Eigener Drahtbericht.) Der Generalrat von Gers sordert in einer Tagesordnung, daß die französische Regierung alle Anstrengungen machen solle, sobald als möglich zu einem gerechten und dauerhaften Frieden in Marokko zu gelangen. Weiter wird ver Wunsch ausgesprochen, daß die Regierung ins allen Wirtschaftsgebieten die Reformen verwirklicht, die die republikanische Demokratie wünscht.
ganzen Jahrhunderts zur Zwangsarbeit verurteilt wird, sodaß jeder Arbeiter einen Zehnten seines Einkommens entrichten muß. (Der Deutsche muß es schon lange. Die Red.) Dlefe Ungerechtigkeit ist umso grausamer, als wir e5 den diplomatischen Bemühungen Englands zu verdanken haben, daß uns die Früchte unseres Sieges entrissen wurden (!) und daß man Deutschland vor der Zahlung der Reparationen, die uns zukommen, bewahrte. (!) Die Ereignisse haben gezeigt, daß jede andere Politik der Politik vorzuziehen ist, die unser nationales Leben an die Politik Englands kettet und hte Fuß um Fuß Frankreich unglücklicherweise nur dahin bringen wird, der Soldat England« auf dem Kontinent zu sein. Der Generalrat nahm schließlich einstimntig eine Vertrauenskundgebung für die Regierung Painlevs an.
Schon am 29. September?
Gaus bei Stresemann in Norderney.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 9. September.
Mehrere Blätter melden, daß sich Ministerialdirektor Gaus mit Staatssekretär von Sihubert heute nach Norderney begeben wird, um dort den Außenminister Dr. Stresemann über das Ergebnis der Londoner Besprechungen der juristischen Sachverständigen Bericht zu erstatten. — Rach Meldungen aus Genf soll der deutschen Regierung als Datum für den Znsam mentritt der Minifterkonferenz über den Sicherheitspakt der 29. September vorgeschlagen worden fein. In Berlin ist jedoch eine offizielle Einladung noch nicht eingetroffen
Wo steckt Paris?
In Deauville, dem Bad der Milliardäre.
„Wo sind die Pariser?" fragt der erstaunte Ausländer, der in der ersten Hälfte des Septembers «ach Paris kommt. Und man wird ihm zunächst Deauville in der Normaudik nennen. Denn jeder Pariser, der was ist oder etwas vorfteLe« möchte, geht nach Deauville. Unser Mitarbeiter schreibt «ns von dort:
Was ist nun dieses Zauberland Deauville, eine Modeangelegenheit wie Alles in Paris. Bor einigen Jahren besuchte man Dieppe, dann Paris-Plage, schließlich Trouville, das von Deauville nur durch eine Brücke getrennt ist. Aber eines Tages geht der Duc von Morny nach Deauville und baut sich eine Villa und in der nächsten Saison geht „die Gesellschaft" nach Deauville. Trouville, das Dumas der Daker lanciert hatte, steht nun an der zweiten Stelle und nimmt die große Menschenwelle auf, die in der Saison in Deauville nicht Unterkunft sinder. Die Hauptsache an Deauville ist und bleibt'seine Eleganz. Nirgend sieht man vielleicht so viel Eleganz und Pracht an einer Stelle versammelt. Der Reichtum Amerikas und Frank- reichs, das Raffinement Frankreichs und Ame- rikas scheinen hier zu wetteifern. Wenn man sich in einem CafLhaus am Strande hinsetzt, so steht man
die wunderbarsten Frauen von Paris,
die schönsten Frauen von Südamerika, die reichsten Frauen von Nordamerika an uns vorbeidefilieren. Die absolute Einfachheit ver Strandkleider — hellblaue, hellrosa, weiße und sandfarbene Kashas und Seidenkleider von einfachstem SchMft — birgt schon ein unendliches Raffinement. Jede Stunde muß ihre Kleidung haben. Nachmittags sind es dann die verschiedensten Crepe und Mouffeline bedruckt, gebatikt, bemalt und bestickt. Abends die wunderbarsten Roben aus Brokaten, Spitzen und Flitter, dis prachtvollsten Abeudmäntel ans Samt, Spitzen und Pelzen zusammengestellt. Gebadet wird in Deauville recht wenig. Die See entfernt sich immer mehr von dem eleganten Strand, auf dem das spielzeugartige Kasino, die monumentalen Hotels, die phantastischsten Pillen ausgebaut sind. Aber nicht nur die Entfernung schreckt die Pariser vom Baden ab. Man we.ttz seine Zeit bester anzuwenden. Der ganz lange Strand ist von einer Seite mit einer langen Reihe von kachelbelegten Badehütten bedeckt, die sehr komfortabel eingerichtet sind und in denen man im Badekostüm auf einem Ltege- stuhl Besuche empfängt. Wie sollten wohl auch di« Pariserinnen baden? Was würde ans ihrer ganzen so sorgfältig zubereiteten Schönheit werden? Während nun ein Teil des Publikums derart behaglich seine Zeit am Stranoe verlebt, versammelt sich ein großer Teil der „Gesellschaft" in einem Caföhausgärtcben hinter dem Casino, der Potiniere. Da gesehen zu werden, ist der Wunsch eines jeden werdcnoen Dandys von Paris. Von da gehen die (Salon« klatschgeschichten aus Deauville in die weite Welt hinaus. Da beneiden bte Amerikanerinnen ihre französischen Nebenbuhlerinnen um „den Verkehr". Tenn die Amerikaner werden nach wie vor nicht zur Gesellschaft zugelaffen. Und nur abends am Baccarattisch im Casino vermengen sich alle Nationen. Da sitzen, Schulter an Schulter, der
Boxer Carpentier und Prinzessin Murat,
Prag, 9. September.
Auf 6cm Parteitag der deutschen Rational- partcien erklärte Abg. Dr. L e d a n a n, das deutsche Volk könne niemals auf die abgetretenen Gebiete verzichten. Ans dem Eintritt Deutsch- tands in den Völkerbund könne den Minderheiten kern Vorteil erwachsen, denn die Rachfolgestaate,, hätten sich von vornherein gegen Beschwerden der deutschen Reichsregierung geschützt. Der Redner setzte sich ferner für die Schaffung einer einheitlichen Sudeten- ab wehrfront ein. Eine Entschließung beton» die Notwendigkeit deS parlamentarischen Zufammcnschluffes der in der Tschechoslowakei gegen jedes Menschenrecht unterdrückten Böller.
Ein neuer Niefenvoge!.
Doppelt so groß wie die Shenandoah.
(Durch Funkspruch)
Newyork, 9. September.
Ein Blatt meldet aus Lakehurst: Marineoffiziere seien der Ansicht, daß ein Lenk-Luftschiff von über fünf Millionen Kubiksutz Gasraum, d. i. doppelt so groß wie die Shenandoah, al8 Ersatz gebaut wird und teilten mit, daß die Pläne für ein neues Luftschiff bereits vor längerer Zeit vorbereitet worden sind.
der berühmte russische Sänger Schaljapin und der in Frankreich nicht weniger berühmte Marquis de Ccstiglane, es sitzen Mrs. Pas de Gqnza, die bestgekleidete Südamerikanerin und Mrs. Nash, bte bestgekleidete Nordamerikanerin, und vielleicht kam selbst der Sowjetvertretcr Krassin hier herein. Doch in den kleinen runden «arf des Casino, in den cercle privs läßt man Vie Frauen nicht herein, hier svielen lauter Menschen von einer ungeheuren finanziellen Bedeutung, lauter offiziell oder unoffiziell gekrönte Häupter, ein S i r F o e l, der englische Diamantenkönig neben dem Prinzen Tous.son n, dem König der ägyptischen Dandys. Man sagt, sie zucken nicht mit dem Gesicht, während ihre Vermögen in wenigen Minuten zu Grunde gehen. Und für die, die nicht spielen, gibt es allerhand andere erotische Vergnügungen. Am Tage des Grand Prix sahen wir int Casino einen schönen schwarzäugigen, blaffen Fakir Steinblöcke auf seiner Brust -erbauen lasten. Es geschieht int Namen seines Glauben. Ein fatbe* lischer Geistlicher spricht während derselben Festlichkeit zu tauben Obren von der Notwendigkeit des Anleihezeichnens. Aber Deauville unter* stützt den Staat auf eine eigene Weise. Tis Hoteleinnahmen betrugen am Tage deck Grand Prir zwei Millionen Francs und davo.t kam eine Million dem Fiskus zu. Eine nette Steuer, besonders wenn man bedenkt- daß sie ■ auptsächlich die Ausländer trifft, denn wenn Deauville auch ein Rendez-Vous-Platz der ele-
K r i m S, Truppen zu landen waren. Primo de Rivera selbst urteilte: Wenn es unserer Offensive nicht gelingen wird, in der Septemberoffensive Abd el Krim gefangen zu nehmen oder zu töten, dann wird er sich mit seinen Getreuen in die Berge zurückziehen, wo er den Kleinkrieg auf unbeschränkte Zeit fortsetzcn kann." Auf französischer Seite yiugegen betrachtete man die Lage nach Abwehr der feindlichen Angriffe auf Fez und Taza mit unerschütterlichem Optimismus.
Nun ist Abd el Krim mit raschem Blick und rascher Tat der französisch-spanischen Zusammenarbeit zuvorgekommen . Drei Tage batten die Schwerkaliber der französischen und spanischen Kriegsschiffe die Befestigungsanlagen ver Kabylen von der Mittelmeerküste zwischen Melilla und Alhucemas beschossen und Luftgeschwader bewarfen das Hauptquartier Ajdir mit Großbomben. Aber von den Bergen antwortete Abd el Krims Artillerie mit im Weltkrieg erworbener Treffsicherhei tund bohrte ein spanisches Transportschiff mit tausend Mann tn den Grund. Den Hauptschlag aber führte Abd el Krim auf dem nordwestlichen Frontflügel. Auf dem Wege von Tanger nach T etua n, also im Gebiet südlich der Straße von Gibraltar, geriet eine spanische Kolonne von mehreren Regimentern in einen Hinterhalt der Kabylen und wurde fast vollständig auwerieben. Diese schwerwiegende Niederlage dürste die nach den bts- herigen Erfahrungen wohl begreifliche Kriegs- verdroffenheit der Spanier kaum in Begeisterung wandeln. Sie haben jetzt die letzten aktiven Regimenter an die Front geworfen. Die spanische Katastrophe hat den Hauptplan des Zusamenwirkens mit Naulin, wenn nicht zerstört, so doch um werwolle Tage, ja Wochen verzögert. Bis Anfang Oktober — es sind knapp drei Wochen — ist jedoch bei solcher Entwicklung der von Naulin angekündigten Offensive bestimmt keine Entscheidung zu ertämbfen. Was bann? Werden die Kriegführenden hüben und drüben: bei der Unsumme von Hinderniffen und der überall unruhigen Koloniallage, durchhalten? Oder werden die so oft schon dementierten und gerade heute, zwischen Sieg und Niederlage als „en .narche" gemeldeten Unterbän^er vocv die heiß ersehnte Verständigung erreichen?
Wik sicht dieSAIacht?
Abd el Krim im Vormarsch.
Zwar ist es den heutigen Frühdepeschen zufolge General Primo de Rivera nach der ersten blutigen Abfuhr vor ben marokkanischen Küsten, nach dem Verlust der halben Landungsflotte gelungen, in der Alhecumaslmcht festen Fuß zu fassen. Aber trotz aller Verschleierungskunst grinst aus den jüngsten offiziellen Depeschen vom nordasrikanischen Kriegsschauplatz jäh eine unheimliche Wahrheit: Abd el Krim ist nicht weniger gelungen, als die nördliche Backe der spanisch-französischen Zange, die ihn eben ein-