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Kasseler Neueste Nachrichten

KaffeLer Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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??1linUtCT 194. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

Freitag, 21. Slrnttfi 1925

Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. 15. JahrglMZ

vriands Sonderwünsche zvr Sicherheilsfrage

DeuttchSand im Orient.

Günstige Verhandlungen mit der Türkei.

(Eigener Informa,lonsdtevft.)

Berlin, 20 August.

Die Verhandlungen über ein deutsch-türki­sches Handelsabkommen nehmen einen guten Fortgang. Bon beiden Seiten ist ein Riederlas- sungSvertrag nnsgearbciter worden, der auch für Acrzte, Chemiker, Apotheker und Rechtsan­wälte, nicht nur für die Industriellen gilt. Dle Verhandlungen über den eigentlichen Handels­vertrag werde« sofort nach der Einigung über das RicdclrassungSrecht beginnen. Man hofft auf einen weiter günstigen Verlauf der Verhand­lungen, da Deutschlatld bisher bereits achtzig Prozent aller türkischen Staatsaufiräge zur Ausführung bekontme» hat.

, München, 20. August.

Die Maschinenfabrik Augsburg - Nürnberg, Werk Augsburg, hat ihren Angestellten und Ar­beiter« die bei der Werkssparkaffe gemachten Spareinlagen ausgewertet, und zwar bis zu 1000 Mark voll, darüber hinausgehende Beträge mit 50 Prozent. Die aufgewerteten Beträge werden mit 8 Prozent ab L Juli 1925 verzinst. Jährlich können jedoch nicht mehr als 10 Prozent der Spareinlagen abgehoben werden.

(Sine vorbildliche Tat.

Aufwertung von Werkssparkaffengeldern. (Privat-Telegramm.)

Die Streikwelle im Reich.

Kündigung von 200 000 Textilarbeiter«.

(Eigener Drahtbericht.)

Chemnitz, 20. August.

Die Hoffnung, daß es im TextUarbeitcrkon- flikt zu einer Einigung konrmen werde, hat sich nicht erfüllt. Gestern ist sämtlichen 200 000 rex- tilarbeitern im sächsischen und thüringischen In­dustriebezirk gekündigt worden. Die Kündigung­schreiben stellen fest, daß die Entlassung und die Schließung der Betriebe am 4 September in-

ben. Die Rechtsunsicherheit macht den deutschen Arbeitnehmer im ganzen europäischen Ausland vom Arbeitgeber abhängig; selbst wenn dieser seine starke Position nicht mißbraucht, ist die Unsicherheit der Existenz groß. Sobald auf dem heimischen Markte Aibeitskräfte zur Ver­fügung stehen, ist die Aufenthaltsbewilligung in Gefahr. Auch in dem einzelnen Lande ist das Riederlassungsrecht nach dem Kriege nicht ein­heitlich geübt worden.

Die Einwanderung nach Holland u der Schweiz ist zeitweise erleichtert, zu anderen Zeiten ous politischen oder sozialen Gründen wesenrlich erschwert worden. Gerade die Leichtigkeit, mit der die Schweiz das Touristenvisum im Inte- reffe ihrer Fremdenindustrie erteilt, darf nicht darüber täuschen, daß die Aufenthaltsbewilli­gung nur schwer und unter wirtschaftlich drük- k.mden Voraussetzungen erteilt wird. Es wird scharf zwischen dem unterschieden, der Geld in das Land bringt, und dem, der im Lande ver- dienen will England wieder macht das kon­sularische Visum zwar zur Voraussetzung der Landung, sieht aber in dem Msum noch nicht die tatsächliche Erlaubnis zur Einreise, sonder« macht diese von der Genehmigung des Einrrise- beamten im Hafen abhängig, der sie nach beson­derer Prüfung sogar den Besitzern eines Dauer- visnms in dem einen Falle zulasten, in dem an­deren Falle ablehnen kann. Diese ganz aus dem Rohmen der sonstigen Regelung fallende Ein- richtung hat vor ganz kurzer Zeit sensationell die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt: eine anscheinend nicht sehr bemittelte Französin will das Grab ihres in London beerdigten Bräutigams besu­che«: sie wird von dem Einwanderungsbeamten zurückaehalten mit der Weisung, auf dem näch­ten Dampfer die Heimfahrt anzutreten. Die Französin nimmt sich den Fall zu Herzen und erschießt sich.

In den englischen und französischen Kolonien

In gespannter Erwartung.

Strcsemann bereits wieder in Berlin.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 20. August.

Außenminister Dr. Stresenmnn ist gestern nachmittag von seinem kurzen Erholungsurlaub nach Berlin zurückgekehrt. Die Rückkehr steht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ueber- reichung der französischen Antwortnote, etc voraussichtlich am Freitag erfolgen wird. Für Sonnabend ist mit der Veröffentlichung der Note zu rechnen. Nach Pariser Meldungen soll die Rote erst am Dienstag veröffentlicht wer­den. Die Sozialdemokraten haben beim Vor­sitzenden des Auswärtigen Ausschusses den An- timg «ach sofortiger Einberufung des Aus­schusses nach Eingang der Briand-Rote gestellt.

Briand« Gonderwünsche.

London, 20. August. (Privattelegramm.) Chamberlain hat keine nachträglichen Abände­rungen an der Briandnote an Deutschland zu­gestanden. Die Note bleibt unverändert so, wie ie in London beraten und angenommen wor­den sei. Trotzdem ist der Sicherheitsnote von Briand eine Ergänzung hinzugesügt worsen, die der französische Botschafter mündlich der deutschen Regierung zu übermitteln hat. Die von England nicht angenommenen Briandfchen Sonderwünfche sollen auf diesem Wege zur Kenntnis Deutschlands gebracht werden.

Zwischen den Zeilen.

Untertöne der Paktpolitik.

Bon Dr. Paul Kohr back.

Von General Allen, dem früheren ameri­kanischen Befehlshaber am Rhein, pflegen von Zeit zu Zeit in der amerikanischen Presse Ar­tikel zur auswärtigen Politik zu erscheinen, die darum Aufmerksamkeit verdienen, weil der Ge-

Der Dollar rollt wieder.

Erft Schuldenregelung, dann Kredite.

(Durch Funkspruch-

Rewyork, 20. August.

I« hiesigen Bankreisen scheint man über das Schuldenabkommen mit Belgien befriedigt und erklärt, daß es Belgien jetzt freistehe, i« Rewyork neue Anleihen aufzunehmen. Man rechnet je­doch nicht damit, weil man glaubt, die Fün Millionen Dollar-Anleihe des Bankhauses Mor­gan, die vor wenigen Sßotfjcn ausgegeben wur­den, werden für Belgiens Bedürfnis genüge«.

ist der Deutsche, mit Ausnahme von Südwest, afrika und Kanada, verfemt. In einzelnen Ko­lonien oder Dominions, wie zum Beispiel in Indien und Australien, ist die Einwanderung verboten, in andern Kolonien, wo die Einwan­derung formell freigegeben worden ist, wird sie tatsächlich dnrch Schikane erschwert, zum Bei­spiel durch den einfachen Trick, daß das Nieder- lassungsaesuch ständig zwischen Kolonialverwal- tnng nnd Heimatbehörde hin und her pe: dell. Belgien behandelt dle Deutschen in der Art der englischen Kolonie« Der Weg zur belgischen Anfenthaltsbewillignng ist mit bravourös»« Schikanen gepflastert. Frankreich ist an sich weitherziger und sucht seit etwa einem halben

Erfolgreiche Offensive.

Unterwerfung marokkanischer Stäunne.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 20. August.

Die Franzosen habe« gestern im «arbeit von Taza neue Gefolge errungen. Der größte Teil der Tfnls hat die Unterwerfung verlangt. Das ganze Gebiet dieses Stammes gilt jetzt als un­terworfen. Die Franzosen haben gestern vor allem den Posten Mstla eingenommen, von dem aus die Beschießung des Berges Tamder erfolgte.

* * *

Auch in Syrien winkt das Kriegsglück?

Paris, 20. August. (Eigener Drahtbericht.) DerMatin" meldet einen französischen Sieg bei Damaskus: Es gelang, den Feind aus die Vor- tadte von Damaskus zurückzuschlagen. In Bei- rut sind am Dienstag zweitausend Mann fran­zösischer Verstärkungen eingetroffen.

Deutsche im Ausland.

Andere Länder andere Gesetze.

Anf keinem Gebiet herrscht so viel Unsicher­heit, nirgends sind soviel Schranke» nnd Hem- muuflen als in der Frage der Riederlasinn« Denticher im Ausland, lieber die angcnblick- licke Lage gebe« di« Answandererberatnngs- siellen wertvolles Material, von dem hier das wichtigste wiedergegebe« sei.

Während dem Touristen allmählich Tür und Tor an den Grenzen geöffnet tvird, da sein Geld sehr willkommen ist, begegnet der dauern­den Aufenthalt und Erwerb suchende einer Summe von Schwierigkeiten. Vor allem ist er im fremden Land nur geduldet. Ganz

kroß liegen die Verhältnisse in Polen uno Rumänien.

Dort wird eine ausgesprochen deutschseindliche Politik mit dem Ni:derlaffungsrecht getrieben, wobei der gute Glaube der Behörden und der Arbeitgeber oft angezweifelt werden muß. Bei­spiele beweisen: Der polnische Fabrikant hat einen deutschen Facharbeiter oder Ingenieur gerade das ist ein sehe häufiger Fall nur mit einem ein» bis zweijährigen Vertrag engngie- r.n können. Ist der Betrieb eingerichtet und sind die polnischen Arbeiter angelernt, so genügt ein Wink des polnischen Arbeitgebers bei der Polizei. Bei Ablauf der Avfenlhaltsbewilligung die nicht von der Vertragsdauer abhängig, son­dern auf höchstens sechs Monate befristet ist, wird dem Deutschen eröffnet, daß seine Aufent- halisvewilligung nicht mehr verlängert werden kann. Vielleichtinterveniert" der polnische Ar- beitgeber der schönen Form wegen bei der Po­lizei Natürlich vergeblich. Der deutsch- Fach­arbeiter kann seines Weges ziehen. Der polni­sche Arbeitgeber ist ihn und, was noch wichtiger ist, auch den langfristigen Vertrag los. Darum legt die deutsche Regierung bei den Handelsve*- tragsverhandlungen mit Polen, die jetzt unter­brochen sind, so großes Gewicht darauf, die Riederlassungssrage zu klären. Die Sorge um die Solidarität und Güte der anstellenden Fir­ma muß freilich auch bei einem gesicherten Nie- drrlaflungsrecht dem einzelnen überlassen blei- x

Ausstande der Wahabtten

Kairo, 20. August. (Funkmeldung.) Die Wahabiten haben mit der Belagerung von Me - drna begonnen. Sie stehen unter der persön­liche» Führung des Sultans Ibn Saud und des Emir Calhid. I« Algier und i« Südora« t es ebenfalls zu einem Aufstande gekommen. Rach einer Depesche aus Bau Denib herrscht auch tm Tafilelt (südöstlich vom hohen Atlas) eine Aufregung unter den Araberstämmen. J

neral nur zu schreiben pflegt, was gleichzeitig im Sinne der Regierung in Washington ist. Seine erste große Veröffentlichung war das Rheinlandtagebuch, dessen politischer Zweck die vorsichtige, aber doch deutliche Bloß­stellung der illegalen französischen Absichten au das Rheinland war. Bald danach wagte es Allen, sich drüben an die Spitze eines amerika­nischen Komitees für Sammlungen zu Gunsten der notleidenden Kinder in Deutschland zu stel­len. ein Unternehmen, das allerdings nur durch die starke Mithilfe der Deutsch-Amerikaner vor dem Fiasko bewahrt blieb. Späterhin eröffnete er die inoffizielle Kampagne wegen der fran­zösischen Schulden in Amerika mit einem Ar­tikel, in dem er in sehr autoritativem Ton den Franzosen andeutete, es könne über Nachlaß, ja über vollständigen Erlaß der Schulden mit chnen verhandelt werden, wenn sie sich zu einer durchgreifenden Abrüstung verständen.

In demselben Artikel hieß es, Amerika brauche sich nicht gefallen zu laffen, daß durch die Politik, die Frankreich gegen Deutschlmtd

Frank wieder steigt, und erst wenn er begriffen hat. daß dieser Tag nie kommen kann, wird er einsehen, daß Frankreich den Krieg nicht in dem Sinne gewonnen hat, daß ihm andere die Kosten bezahlen müßten.

Dazu kommen die Schulden an Amerika und England. DerDawesplan für Frank­reich" ist in der amerikanischen und englischen Presse ein schon nicht einmal mehr paradox ge­meintes Schlagwort zur Lage geworden. Man darf nie vergessen, daß in der englischen, von Amerika unterstützten Politik gegen Frankreich ein stillschweigend, aber zäh festgehaltener Ge­danke herrschend ist: eine französische Abrüstung in solchem Maßstabe zu erzwingen, daß Eng­land dadurch durchgreifend politisch entlastet wird und die jetzt militaristisch verschwendeten Milliarden Frankreichs, Polens, der Tschecho­slowakei, Rumäniens ufw. der Wiederbelebung der Weltwirtschaft im englischen Interesse zuge­führt werden. Letztes Endes wird Frankreich merken, daß England und Amerika auf die Dauer doch am längeren Arm des Hebels sitzen, und auch Deutschland sollte daher die jetzigen Verhandlungen mit einer gewissen Zurückhal­tung führen findet es doch sogar General Allen begreiflich, wenn wir dem Völkerbund ohne Begeisterung" gegenüberstehen!

zu treiben für gut finde, die amerikani- schen Wirtschaftsinteressen geschä- d r g t würden. In der Formulierung liegt, vom amerikanischen Standpunkt aus gesehen, der Kern aller europäischen Probleme enthal- len, und so ist es auch zu verstehen, wenn der General jetzt wiederum in verschiedenen Ar­tikeln zur Frage des Sicherhettspaktes das Wort an Frankreich und Deutschland nimmt. Man muß sie Zusammenhalten erstens mit der von London aus unterstrichenen Notiz, daß Briand Gelegenheit gehabt habe, zweimal während seines Besuchs mit dem amerikanischen Botschafter zu sprechen, und zweitens damit, daß von französischer Seite in ebenso unge­wohnter wie geflissentlicher Weise betont wird, daß von festen Abmachungen nicht die Rede sein könne, ohne daß auch Deutschlands Ein­verständnis hevbeigeführt sei. Die Franzosen letzt also doch zu der konferenzmäßigcn Aussprache mit Deutschland bereit, von der sie erst nichts wissen wollten, und offen­bar sind von amerikanischer Seite bestimmte Bedingungen wegen des deutschen Einverständ­nisses gestellt worden, wenn Frankreich eine

.^tlje von Amerika ha- benwill. Auf diese aber sind die Franzosen im höchsten Grade angewiesen, und von daher kom­men die Untertöne und das Gemisch von Un- klarheit und gezwungen klingender Verbindlich­keit in ihren Aeußerungen.

Allen schreibt, diskret aber verständlich: er wolle nicht untersuchen, ob Deutschland durch den Bedarf an Wirtfchastskrediten und Frank- reich durch feine finanzpolitischen Nöte, Jnflo- tlon, Marokkokrieg usw. verständigungsbereit gemacht worden sei. Tatsächlich seien beide Staaten durch ihre Lage genötigt, auf das Aus- Imtb Ruckstcht zu nehmen. Diese Zusammen- ordnung dessiegreichen" Frankreich, das be­kanntlich nur für Menschenrechte und Völker- SÄL 8£Iam*ft tot' M't dembesiegten" Detttschland, gegen das sich der Kreuzzug der Kuliurwelt unter französischer Führung richtete, iu kur die Franzosen schon unangnehrn genug. 1

908 ®fliUflur und Briand mitein- , ^- Minister wurden, bedang sich der letztere 1 aus. daß sich sein Kollege Nicht in die auswär. tlfle Politik mischen dürfe. Eaillaux braucht es ' garmcht persönlich zu tim; die Finanzlage be- s?r(tt es automatisch. Eaillaux will mit Hilke ' einer inneren Goldanleihe den weiteren Fall des 1 »yranfen aufhalten und den eigentlichen Krebs- 1 kwaden der französischen Finanzen, die enorm hohe und kurzfristige schwebende Schuld, i« eine festverzinsliche umwandeln. Etwas der Au muß geschehen, weil sonst nur der Druck nenn Roten und damit die Entwicklung nach deut­schem Beispiel unvermeidlich ist. Jeder ver­nünftige Mensch in Frankreich muß sich aber sagen, daß die Goldcmleihe nur gelingen tarnt, wenn ihr Kurs garantiert wird, mit anderen Worten also, wen« für sie ein Rückhalt durch «uslandskredite geschaffen wirb. Deutschland konnte die Rentenmartt einführen und halten weil eS seine ganze vorherqeganqene innere Verschuldung annulliert hatte. Auch Caillanr steuert darauf hin, durch eine Stabili­sierung des Franken ungefähr im Verhältnis von Papier zu Gold wie 1:5 und nach dem

band verhängten Streiks einiger Betriebe erfolge. * * *

Die Angestellten fordern SedaltSerdödung.

Berlin, 20. August. (Privattelegramm.) Die allgemeine Lohn- und Streikwelle im Reiche hat auch auf die Angestellten-Organisationen über­gegriffen. Verhandlungen der Organisationen finden feit gestern in Berlin statt. Die Ange­stellten des Berliner Großhandels fordern eine 2530 prozentige Gehaltsaufbesserung. Ter Berliner- und Potsdamer Tettiniudustrie steht eine Aussperrung bevor, da die Einigungsv?r- handlungen in Rowawes gescheitert sind. (Wei­tere Meldungen siehe zweite Seite!)

Nur gegen bar.

Mißerfolg der Sowjet-Leute in England.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 20. August.

Die Sowjet-Delegation, die eine Reise «ach Lancashire unternommen hatte, um, wie sie er­klärte, für fünf Millionen Pfund Sterling Be­tellungen zu vergeben, ist gestern «ach London mrückgekehrt, ohne auch nur ein einziges Ge- chäft abgeschlossen zu haben. Der Mißerfolg ist darin zu fucheu, daß die englische Industrie nur gegen Barzahlung abschließen wollte, während die Rnffe« einen zweijährigen Kredit fordern.

PrinzipFrank ist Frank", dte französische folge der von dem deutschen Textilarbeiterver- Rentnerschaft der Staatssanierung zun großen Teil zu opfern. Diese Sachlage ist aber dem Durchschnittsfranzosen noch lange nicht klar. Er wartet vielmehr darauf, dis der