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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

KaffÄer Abendzeitung

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Dienstag 11. Arrgvst 1925

MttMWet 185. Einzel nummer 10 Pf^ Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 $f Sonntags 15 Pf. 15. ZahrglMg

Zrmkreich gibt seine Verluste in Syrien zu.

Um die Vorherrschaft im Orient

Das Volk regiert.

Zum Berfasiungstag am 1L August.

AfghanifcheBlutjustiz

Ein erschütterndes Kulturdokument.

Wie man Weitz, ist eS trotz heftiger Kümpfe in den Parlamenten nicht gelungen, den Berfas- sungstag zum gesetzlichen Volksfeiertag in Deutschland zu machen. Gerade der Streit der Meinungen über die Weimarer Verfassung macht es uns an ihrem sechsten Jahrestage zur Pflicht, die schwierige Arbeit derjenigen richtig zu würdigen, welche nach wenigen Monaten- gemeinen Wirrwarrs die Wiederherstellung ge­ordneter Zustände in Deutschland Herbeiführten und dadurch zugleich Deutschland wieder ver- handlungsfähig nach nutzen machten. Es ent­sprach der natürlichen Entwicklung eines Staa­tes, datz die Sozialdemokratie di« Diktatur der Bolksbeauftragten aus der Hand gab und durch die Einberufung der Nationalversammlung dem deutschen Volke sechst dar letzte Wort Wer seine künftige innere Brrfaffung zupestand.

Die Weimarer Verfassung vom 11. August ISIS bedeutete den Abschluß der eigentlichen Aufgabe, die der Nationalversammlung gestellt war; wenngleich fle gegen den Widerspruch der Rechten und äußersten Linken zustande gekom­men ist, so reprÄentiert sie dennoch das Ergeb­nis des Volkswiuens der Roch-Revolutionszett. Ohne Zweifel sind di« Schwächen der Weimarer Verfassung heute auch denen bewußt, welche für ihren Inhalt verantwortlich sind. Die unbe­friedigende Ordnung des Verhältnisses zwi­schen dem Reich und den Ländern ist durch die Ereignisse der letzten sechs Jahre nur zu deutlich geworden. Die straffe Zusammen­fassung aller Kräfte der Nation in ein einheit­liches St-xitsgebilde ist auf der Mitte des Weges ft -en geblieben; unter der Flagg« ves sogenanntenFöderalismus" erhebt Partikula- rismus und Kirchturmpolitik in unerfreulichem Matze ihr Haupt. Obgleich die Versöhnung wertvoller Teile des deutschen Volkes mit der Notwendigkeit seines geschichtlichen Entwick­lungsprozesses zum Schaden des Ganzen durch Einzelheiten der Weimarer Verfassung vielfach gehemmt wird, ist dennoch festzuftellen, datz die Konsolidation der deutschen Verhältnisse im Rahme« der gegenwärtigen Staats form im abgelauifeuen Kahre erhebliche Fortschrftte ge- Ä hat. Die Wähl des Feldinarsckalls Hin- rg zum Präsidenten der deutschen Repu­blik, fern Bekenntnis zu dem Grundsatz ver Volkssouveränität und der von ihm auf die deutsche Verfassung von Weimar geleistete Eid haben diese Verfassung in einem höheren Maße befestigt, als es durch irgend einen anderen Ausgang der Präsidentenwahl dieses Frühjahrs möglich gewesen wäre. Di« Tatsache, datz sich eine hervorrageWe Persönlichkeit des alten Deutschland auf den Boden der in Weimar von der Nationalversammlung geschaffenen Neu- ordnung gestellt hat, ist schon bisher von autzer- ordentlicher Bedeutung für die innere Annähe­rung der nicht redWliwnischgestnnten Teile des deutschen Volkes an den Gegenwartstast ge­worden.

Ohne Zweifel vollzieht sich auch innerhalb der Deutschnationalen Partei heute in schnellem Fortgang der gleiche Prozeß, durch den vor fünf Jahren di« Deutsche Volkspartei sich mit der heutigen Staatssorm abfand und den grund- fachlichen Streit um die beste Staatsform hinter den überwältigend großen Aufgaben der Gegen­wart und der nächsten Zukunft zurückstellte. An die Stelle des RufeS nach Beseitigung der Wei­marer Verfassung ist bei den Rechtsparteien das Verlangen nach Beseitigung ihrer Schwächen getreten. Damtt ist praktisch das Ergebnis ge­wonnen, datz alle großen Parteien in Deutsch­land, von de« Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten, den Grundsatz der Volks- souveränität angenommen haben und jede Aen- derung der Verfassung nur auf dem, durch die Verfassung selbst festgelegten Weg Massen. Hier­durch hat die Weimarer Verfassung in der Tat den Charatter eines Grundgesetzes für die wei­tere innere Entwicklung des Reiches gewonnen. Die auf ihre gewaltsame Beseitigung gerichteten Treibereien, die sich in den stüheren Jahren so­gar eine- gewissen Wohlwollens des einen oder anderen unserer ehemaligen Kriegsgegner er- freuten, sind zu einem verhAtniSmäßig harm-j losen Spiel kleiner Kreise geworden, das zwar der Beobachtung bedarf, aber den Bestand des Reiches nicht mehr erschüttern kann.

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Die Feier beS VersaffungötageS.

Berlin. 10. August. (Eigener Drahtbericht.) Di« Feier d«s BerfassungstageS nahm außer in Berlin, icherall einen schönen, ruhigen Verlauf. Im Rahmen eines westfälischen Gaurages des Reichsbanners in Gelsenkirchen sprach Minister Severtng über die Verfassung. In Frankfurt, wo ein republikanischer Volksrag für SüdwestdeutMand aefieert wurde. Dori sprachen der Präsident de» Preußischen Land-

England «nterftützt die Aufständischen?

Leber 2000 Tote und Verwundete. Abd et KrimS Propaganda tn Tunis. Die französischen Truppen auf der Flucht. Keine Nachricht von Tunis. Eng­land treibt znm Aufstand.. Angriff der Kabqlen aus Bab et Taza.

«iataen Ländern ist an Stelle der HiariMiM« die ledeudläaalich« Kcrkerstrnse artrete«. Um« i« erschütternder wirk! der Bericht, den rin Miiardcitrr «ns aas «feimniftaa iider di« dort üblich« Bkatjaftiz schickt. Er schreibt:

Mailand, 10. August. (Eigener Drahlbericht.) DerCorriere della Dera" schreibt: Die fran­zösische Niederlage bei Aman in Syrien ist die schwerste, die Frankreich in den letzten Jahren erlitten hat. Leber zweitausend Tote und Ver­wundete werden in den Pariser Meldungen zu­gegeben. Aus Konstantinopel erfährt man weiter, datz die Franzose« über 150 Geschütze und viel Kriegsmaterial verloren haben.

Nach Syrien: Tunis.

(Durch Fnikspruchf

London, 10. August.

Im Hinterland von Tunis find Aufstände ausgebrochen, nachdem fich die Spannung zwi­schen den Eingeborenen und den französischen Behörden als Rückwirkung der Erfolge Abd el Krim» und feiner geschickten Propaganda immer mehr verschärft hatte. DaS Erscheinen deS (Ein« geborenenblattcs ist verboten worden Deser­tionen unter den eingeborenen Truppen nehmen beständig zu. Nach Eigenmeldungen derMor- ningpost" wachsen sich Syrien und Tunis zu einem zweiten Marokko an». Damaskus nimmt die nach der letzrrn Schlappe zurück - flutenden srnnzösischen Truppen auf. Die Verluste der Franzosen sind schwer zu kontrollieren, auf alle Fälle aber schwer. Die aufständischen Drusen rücken längs -m nach Tu- nis ist seit Freitag Mittag teteg rphisch vom Festlande abgeschnitten, sodaß nux auch dort die Lage der Franzosen als gefährde t ansieht.

Englische* Intrigen

Paris, 10. August. (Drahtbericht.) Das re­publikanischeJournal" mißt Sarrail die Schuld an dem Ausstand der Drusen nicht bei, sondern den Englän dern. ES erklärt, datz die Drusen einen sehr starken LnabhängigkeitS- charatter besitzen. Sie hätten mit dem JSlam

toges, Abg. Bartels und General v. Deimling. In einer einstimmig angenommenen Ent­schließung wird gegen die unwürdige uno rechtswidrige Behandlung deutscher Minderhei­ten in anderen «Staaten, vor allem gegen bte Unterdrückung der Deutschen in Südtirol und gegen die zu Unrecht fortdauernde Besetzung der Kölner Zone durch die Alliierten protestiert. Weiter wird verlangt, daß durch ReichSgesetz der 11. August zum Nationalfeiertag erklärt werde. In Berlin sprwh Reichstagspräsident L o e b e vor dem Reichsbanner. Bei einem Fost- aft auf der Treptower Wiese wurde die Oerter- reicher und die Grenzdentsche« aus dem Osten und Norden begrüßt. Bürgermeister Kohl ent­bot die Grüße der Stadt Berlin und schloß mit dem Wunsche nach baldiger Erfüllung des großdeutschen Gedankens, der in dem Zusam­menschluß Deutschlands und Oesterreichs gipfele. Die Festrede hielt <ri8 Vorsitzender des Reichs­banners Oberpräsident Hörsing. Am Kurfür- stendmmn kam ti zu einem Zusammen stoß Mischen Völkischen und Personen mit sthwar;- rot-goldenen Fahnen. Ein junger Mann wurde doSei von einem Ausflügler namens Schnchv, der mit einer Dame auf einem Ausflug nach dem Grünewald begriffen war und von einem Trupp von 2030 Leute« umzingelt wurde, die zum Teil Knüppel trugen, erschossen.

Strelkparole in Europa.

40 000 deutsche Textilarbeiter gekündigt.

(Eigener Drahtbericht.l

München-Gladbach, 10. August.

Die von den Arbeitgeberverbände« der Tex­tilindustrie beschlossene Kündigung sämtlicher Arbeiter, von ver etwa 40 000 betroffen werden, wurde am Sonnabend ausgesprochen, da eine Einigung in der Lohnfrage nicht erzielt wurde. Die Kündigung trit am 24. August in Kraft.

Brüssel, 10. August. (Drahlbericht.) Die christlichen Gewerkschaften der Metallarbeiter haben beschlossen, auf Grund einer geheimen Abstimmung den BermittelungSvorschlag zur Beilegung de» Streiks abzulehnen.

Baris, 10. August. (Funkspruch.) Auf dem Kongreß der Bankongestellteti-GewrrklS'afirn wurde Über eine Berschärfung des Streik» be-

nichts zu tun, sie seien Bergbewohner an der Grenze zwischen Syrien und Palästina. Den Franzosen sei es immer schwer geworden, seit­dem sie das syrische Gebiet besitzen, mit den Drusen fertig zu werde». Die Drusen seien im­mer von de« Engländern bearbeitet warben. Tie Engländer wollten allein die Herren im Orient fein. Sie hätten den Franzosen Syrien nur belassen, weil sie nichts anderes tun konn­ten. Das Abkommen, bas 1916 abgeschlossen worden ist und worin Frankreich Syrien zuge­sprochen wurde, sei von England vom ersten Augenblick an verraten worden. Die Engländer hätten immer mit den arabischen Führern zu­sammen gegen Frankreich intrigiert Die Dru­sen verfügen nach anderen Meldungen über 60000 wehrfähige Männer und werden von Arabern unterstützt Auch in Damaskus drohe ein gegen Frankreich gerichteter Aufstand.

Neue Kämpfe In Marokko.

Starke Fliegeriätigkeit. (Eigener Drahlbericht.) Pari», 10. August.

Hu? Rabat wird gemeldet, vaß bk dort eingetroffenen amerikanischen Flieger in die Leibwache des Sultans eingereiht und dem Flugplatz Fez zugeteilt wurden. Sie werden eiu selbständiges Geschwader unter dem Oberbe­fehl eines Amerikaners und eines franzöfischen Offiziers bilden. Wettere französische Berstär- kungen find in Marokko eingetroffen. An sämt­lichen Fronten herrscht nut Gefechtstätigkeit Ein Borstoß der Rifkabylen auf daS französische Lager von Bab el Taza wurde abgewiesen. Die spanischen Fluggeschwader belegten wiederum Dörfer der Eingeborenen mit Bomben. Nach einer Meldung auS Gibraltar eröffnete ein Patrouivenfchiff in der Meinung ein Schmngglerschiff vor fich zu haben, das Feuer aus ein Fischerboot, daS zerstört wurde.

raten. Die Frag« de» Generalstreiks wurde zur besonderen Prüfung auf das Pro­gramm einer neuen Sitzung gesetzt Die Bank- direttoren lehnten die Forderungen ab.

Gleiches Recht für alle.

... aber nicht für Deutschland.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 10. August.

Der ReichSministet des «eußeren Dr. «tre= fetnann hat gestern den polnischen Gesandte« in Berlin empfangen und mit ihm die zue Zeit zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen besprochen. AuS Kreisen des BölkerbundS- sekretariatß erführt man, daß die auS Stockholm angefünbigte Intervention m Sachen der Op- tantenausweisungen aus Deutschland und Polen keine Aussicht habe zur Erörterung Melasse» zu werden, weil Deutschland dem Völkerbund nicht angehöre. Außerdem sei auch bereits ein Schiedsspruch in ver Optantenfrage von beiden Optanten angenommen worden.

Brland in London.

EinlMmng Vtresemann» nach Genf?

(Durch Funispruch.)

London, 10. August.

Anläßlich der für heute abend erwarteten Ankunft BriandS ermahnt Morning Post beide Länder, ihre enge Zusammenarbeit fortzusetzen, nicht im Geiste der Feindschaft gegenüber Deutschland, sondern um eine gemeinsame Po­litik, die durch die gemeinsamen Interessen Vit- tiert sei, zu verfolgen. Westminster Gazektr spricht die Hoffnung aus, daß die Zusammen, fünft die Konferenz der Alliierten mit Deutsch­land beschleunigen oder fie zum mindeste» zu einer Einladung a» StreseMann führen werd«, mtt Chamberlain und Befand in Genf zusanmienzutresfen, um das Problem bei Sin- ttitts Deutschlands in den BSlkerbung zu lösen.

Dschclalabav, im Juli.

Ick war von dem Gouverneur des Bezirk» eingcladen worden, einer Hinrichtung bcizutooh- nen, die an sechs Räubern aus dem Stamm der wilden Afridi. einem in Ost-Afghanistan hausen­den Bergvolk, vollzogen werden sollte. Tie übersührten Verbrecher hatten einen beim Stra­ßenbau beschäftigten deutschen Ingenieur über­fallen, der wie durch ein Wunder den Mördern entkommen war, während der ihm zum Schutz beigegebene asghanistanische Soldat das Aben­teuer mit seinem Leben bezahlte. Run, ein Menschenleben gilt in Afghanistan nicht sonder­lich viel, und man hätte deshalb auch von dem Tode des Soldaten kein besonderes Aufheben gemacht. Daß svch aber die Afridi gegen das den afghanisch!« Mohammedanern heilige Gast­recht vergangen hatten, forderte strengste Süh­ne. Um ein die Afridi erschreckendes Ekempel zu statuieren, hatte man deshalb

als Richtstätte einen freien Platz

in dem zwayzig Meilen von der tibetanischen Grenze entfernten Jslampur gewählt, damit die in den umgebenden Höhen versteckten Afridi Au­genzeuge der Hinrichtung würden. Jslampur ist nur ein armseliges Dorf mit wenigen Lehm­hütten. Die das Rest eng umschließenden mit ewigem Schnee bedeckten Berggipfel recken sich wie spitze Nadeln zu fünftausend Meter Höhe auf. Jeder Versuch, diese Radelgipfel zu erstei­gen, ist ausgeschlossen, und keines Menschen Fuß hat diese Bergriesen jemals entweiht. Was man an Menschen sieht, bietet eine MusterkaNe der schrecklichsten asiatischen Krankheiten, die diese an Gebresten leidenden schmutzigen Gestalten absto­ßend augenfällig zur Schau tragen. Auf dem Richtplatz sind

vier Primitive Galgen

errichtet, neben denen zwei Kanonen stehen, die auf ein Alter von hundert Jahren zurückdlfk- ken mögen. Auf Einladung des Gouver­neurs nehme ich neben ihm auf dem Podium Platz. Hinter der Soldatenkette wogt eine Men­ge, die zum größten Teil aus Nomaden mit strup­pigem, langwallcndem Haar besteht. Auch einige unverschleierte Frauen befinden sich in der Men­ge. Es sind keine Mohammedanerinnen; ihre geschlitzten Augen verraten ohne weiteres ihre mongolische Herkunft. Es sind die Frauen der Nomaden, die ohne Unterlaß auS China auf dem Rücken ihrer Kamele Tee und Opium hcr- anschleppen. Meine Aufmerksamkeit wird so­fort auf einen Zug von Menfchen gelentt, die mit schweren Ketten belastet, zwischen zwei Rei­ben berittener Soldaten herankommen und zu den Galgen geführt werden. Es sind Typen der wilden Bergstämme, ungeschlachte große Kerle, die den Tibetanern gleichen und sich mn das Schicksal, da» ihrer wartet, nicht sonderlich zu kümmern scheinen. Vier von ihnen stehen jetzt unter dem Galgen. Sie werden von den Ketten befreit, und ohne datz ein Befehl erfolgt, in­mitten de» dangen Schweigens der Menge

von den Soldaten entkleidet

Rur ein Schurz wird ihnen gelassen. Im Hand­umdrehen ist über die vier Köpfe die Schlinge geworfen, während die Delinauenten mit voll­ständiger Gleichgültigkeit die Anwesenden mu­stern. Ein Handgriff, und die vier Körper bau­meln in der Luft. Noch ein paar bange Mi- nuten und alles ist vorbei. Das Programm hat aber noch einen zweiten Teil, und das Schau­spiel. das dieser zweite Teil entrollt, übertrifft an grausiger Blutdrünstigkeit alles, was ich als Kind in Schauerromanen gelesen habe. Für dieses grausame Schauspiel sind die beiden an­deren Afridi aufgespart, die dem Tode ihrer Ge- nossen zugeschaut haben, wie wir etwa im Varie­tee einer Nummer wagemutiger Akrobaten. Der graugelbe Teint ihrer Gesichter läßt nicht tr- lennen, ob sie in dieser kritischen Stunde etwa» wie Furcht empfinden. Sie wissen indessen, wa» ihrer harrt. Aber nichts läßt daraus schließen, datz sie der grauenhafte Tod. dem sie cnigegenge- hen, ängstigt. Mit brutaler Hast entkleiden sie die Soldaten und stellen ft»

vor die Mündung bet zwei Kanonen, btt nach den Bergen gerichtet sind. Die U». glücklichen müssen zusehen, tote die beiden G«- chütze mit eigentümlichen runden Kugeln gela­den werden, deren Form uns lachen machen toürd«, wenn nicht alle fm Bann der tragtscheu Stunde ständen. Die Delinquenten werden bann